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Rauchen und Rauchverbote >> Rauchverbote in öffentlichen Räumen >> Prostest bez. Deutsche Bahn
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Beitrag begonnen von Rockabilly am 30.08.07 um 16:22:00

Titel: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Rockabilly am 30.08.07 um 16:22:00
Hat auch jeder seinen Protest bei

www.pro-bahn.de
und bei der Deutschen Bahn hinterlassen?

Ich werde definitiv lange Strecken nun mit der Mitfahrzentrale abwickeln!

Gruß

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von CoF am 30.08.07 um 16:53:00
@ Rockabilly

Habe ich bereits vor Wochen gemacht. Rate mal..
ohne eine Rückmeldung zu erhalten.
Aber vielleicht war der E-Mail-Empfänger auch überfordert, weil ich ihn aufforderte, mal seine Meinung zu präsentieren und nicht die überall zu lesende, vor allem gleichlautende Standardantwort.


Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von archimede am 30.08.07 um 18:54:00
..die haben keine Worte mehr.....nur angst haben die.

8)

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Christoph Suter am 30.08.07 um 20:40:00
Fahrgastverband Pro Bahn

Diese Pressemitteilung vom 7. Mai 2007, müsste ab dem 1. September 2007 zwingend ergänzt werden. Zu den im Text erwähnten Fahrgästen kommen nun nämlich auch noch die Raucher hinzu.  :D

Pressemitteilung vom 7. Mai 2007

Immer mehr Fahrgäste werden vom Bahnfahren ausgeschlossen

Fahrgastverband PRO BAHN: Der Unternehmensführung der Deutschen Bahn AG fehlt unternehmerische und soziale Kompetenz.

Nach Beobachtung des Fahrgastverbandes PRO BAHN klagen immer mehr Fahrgäste darüber, dass sie keine Fahrkarten für Züge der Deutschen Bahn mehr erhalten und vom Personal als Schwarzfahrer verfolgt werden. „Wer seine Fahrkarte im voraus am Schalter kauft, wird dafür mit Service-Gebühren bis zu 5 Euro bestraft, außerdem mit 15 Euro Bearbeitungsgebühr, wenn er die Fahrt nicht antritt,“ berichtet Rechtsexperte Rainer Engel. „Wer spontan zum Bahnhof geht, trifft oft auf überlange Schlangen und defekte Automaten. Viele Automaten nehmen gültige Geldscheine nicht an oder verkaufen die Fahrkarten nicht, die der Fahrgast benötigt. In den Zügen der DB warten dann Kontrolleure, die ehrliche Fahrgäste als Schwarzfahrer bezichtigen.“

Während andere Eisenbahnunternehmen in ihren Zügen Fahrkarten im Bordbistro oder aus Automaten verkaufen, hat die Deutsche Bahn ihren Zugbegleitern in vielen Bundesländern verboten, Fahrkarten auszustellen. Trotzdem werden an den Bahnhöfen Fahrkartenautomaten abgebaut. Zugleich betreibt die DB die Schließung zahlreicher Agenturen, die in kleineren Städten und Bahnhöfen den Fahrkartenverkauf mit großem Engagement aufgenommen haben. „Nach dem Willen der Börsenbahn sollen sich Fahrkartenverkäufer von ihren Kunden einen Service-Zuschlag bezahlen lassen. Zahlreiche Agenturinhaber haben angekündigt, dass sie dann Verkauf und Beratung einstellen müssen,“ erläutert Engel. „Nur 4 Millionen Stammkunden kaufen Fahrscheine im Internet, mehr als 60 Millionen Bürger brauchen Beratung beim Fahrkartenkauf.“

Der Verbraucherverband hält die Haltung der Deutschen Bahn AG für unsozial und politisch kurzsichtig. „Die Deutsche Bahn AG erhält jährlich über 10 Milliarden Steuergelder für Schienennetz und Regionalzüge – und erdreistet sich gleichzeitig, die Mehrheit der Bundesbürger vom Bahnfahren auszuschließen, weil sie keine regelmäßigen Kunden sind.“

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert, dass das mit Steuermitteln finanzierte Schienennetz allen Bürgern, insbesondere aus der Region, zu angemessenen Bedingungen zur Verfügung steht.
Verantwortlich/Kontakt:

PRO BAHN Bundesverband
Rainer Engel, 0173-5454559
Hartmut Buyken, 01709154784


Titel: Offener Brief Netzwerk Rauchen an Mehdorn
Beitrag von Christoph1978 am 30.08.07 um 20:58:00
Offener Brief: Raucherabteile erhalten!

Sehr geehrter Herr Mehdorn!

Netzwerk Rauchen ist die führende Bundesvereinigung gegen Diskriminierung von Tabakraucher/-innen in Deutschland.
Ihre Pläne, ab dem 1. September 2007 die Raucherabteile in den Fernzügen abzuschaffen, kritisieren wir massiv.
Wir fordern Sie nachdrücklich auf, von diesem Vorhaben abzusehen.

Begründung:

1. Eine großer Anteil der DB-Kund/innen raucht. Sie wären schlecht beraten, diese erheblich vor den Kopf zu stoßen. Sie können sich auch wirtschaftlich gar nicht erlauben, einen
nennenswerten Prozentsatz Ihrer Fahrgäste und potentiellen Fahrgäste an andere Verkehrsmittel zu verlieren.

2. Sie gehen mit Ihrem angekündigten Rauchverbot weit über das hinaus, was bundesgesetzlich für Verkehrsmittel verlangt wird. Abgetrennte Raucherabteile werden nach dem 1. September d. J. weiterhin erlaubt sein und von vielen Ihrer Kund/-innen auch erwartet.

3. Sie reduzieren die Attraktivität von DB-Fahrten erheblich. Vor allem auf längeren Strecken im Fernverkehr ist der Verzicht auf Raucherabteile genausowenig zumutbar wie es die völlige Abschaffung der Zugtoiletten wäre.

4. Der massive Umsatzrückgang in den BordBistros seit der Einführung des totalen Rauchverbots dort sollte Ihnen zu denken geben.

5. Dadurch, dass Sie die DB für (v.a. regelmäßige) Raucher/-innen so abschreckend wie möglich gestalten wollen, werden viele Kund/-innen, auch langjährige und treue, Ihnen den Rücken kehren und verstärkt motorisierten Individualverkehr sowie Flugzeuge nutzen. Sie vergraulen also bewusst Personen, die einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem Sie sie ins Auto und in den Flieger zwingen!

6. Eine vernünftige und sachliche Begründung für Ihre Schritte haben Sie bisher noch nicht vorgelegt und werden Sie nicht vorlegen können. Schon deshalb nicht, weil Anfang des
Jahres die Aufrechterhaltung von Raucherbereichen in Zügen und Bahnhöfen im Rahmen der Gesetze noch Ihre erklärte Unternehmenspolitik war. Woher der plötzliche Sinneswandel? Wenn Sie sich auf politische Winkelzüge im Rahmen des regierungsoffiziellen Vorgehens gegen das Rauchen eingelassen haben, so haben Sie sich dadurch gegen Ihre Aufgabe, wirtschaftlich zu handeln, versündigt.

7. Neben den wirtschaftlichen Folgen werden Sie auch ganz praktisch-konkrete Konsequenzen zu tragen haben: Die Zugtoiletten werden zu inoffiziellen Raucherabteilen umfunktioniert, wie man es in Zügen der SBB in der Schweiz beobachten kann. Damit wird sich ein eventuelles Rekurrieren auf „Nichtraucherschutz“ (der heutzutage nichts als Raucherdiskriminierung bedeutet), zusätzlich entlarven.

8. Sie konterkarieren den früheren Werbeslogan, man soll Bahnfahrten „in vollen Zügen genießen“. Von einem Genuss kann für viele rauchende Bahnkund/-innen zukünftig nicht mehr die Rede sein. Dies gilt auch für Gelegenheitsraucher/-innen, für die ebenfalls eine gemütliche Pfeife, Zigarre oder Zigarette zum Blick aus dem Zugfenster gehört.

9. Sie ignorieren in diesem Zusammenhang Empfehlungen des Fahrgastverbandes Pro Bahn, auf den Sie generell besser hören sollten, um im Interesse der Fahrgäste Entscheidungen
treffen zu können.

10. Eine rauchlose und düstere Zukunft der DB wird unweigerlich von einem Boykottaufruf des Netzwerk Rauchen gegenüber Ihrem Unternehmen begleitet sein.

Sie haben 2003 auch schon die von vornherein zum Scheitern verurteilte kundenfeindliche Abschaffung der BahnCard 50 zurücknehmen müssen. Diesmal haben Sie die Chance, Ihre
Kehrtwendung noch zügiger zu vollziehen.


Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Christoph Suter am 30.08.07 um 21:07:00
Ich, ICE-Fahrgast, bin immer gerne mit der Deutschen Bahn AG gefahren. Als jemand, welcher nicht so sehr auf seine Gesundheit (resp. sein Gewicht) achtet, habe in der 1. Klasse von Basel nach Hamburg jeweils mindestens 6 bis 8 Radeberger Pilsner und 2 bis 3 Mal Nürnberger Rostbratwürste und einige Baguettes vertilgt.

Ab 1. September 2007 ist Schluss. Ich bin Fahrgast gewesen. Oder wie der Italiener zu sagen pflegt:


"Va fan cullo!"

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Rockabilly am 31.08.07 um 09:07:00
Ich habe folgende mail geschrieben:

Sehr geehrte Damen und Herren!  
 
Ab 1. September gehoere ich nun, wie 30 Millionen weitere
Bundesbuerger, nichtmehr zur Zielgruppe, die die Bahn gerne als Kunde
haben wuerde.  
Frueher habe ich Bahnfahren genossen! Man konnte sich unterhalten,
die Landschaft geniessen und mit Raucher und Nichtraucherabteilen
waren alle beteiligten zufrieden. Ich frage mich, wie es sich ein
Unternehmen leisten kann, nun die eigene Kundschaft zu
diskriminieren, nur um Reinigungskosten zu sparen? Erzaehlen Sie mir
bitte nichts von "Nichtraucherschutz"!  
Das ist fuer mich kein entspanntes Reisen mehr!  
 
Ich bin sehr veraergert! Zum Glueck gibt es Automobil und
Mitfahrzentralen!

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Rockabilly am 31.08.07 um 14:54:00
Heute Antwort:

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 30. August.

Wir bedauern es, dass die Entscheidung unsere Züge rauchfrei zu gestalten nicht Ihren Erwartungen entspricht.

Wenn das Gesetz zum Nichtraucherschutz am 1. September in Kraft tritt, sind wir daran gebunden. Das Gesetz lässt die Ausnahme zu, in Zügen abgeschlossene Raucherwaggons zu haben. Dies lässt sich jedoch nicht einheitlich verwirklichen. Deshalb werden wir in allen Zügen das generelle Rauchverbot einführen.

Gestatten Sie uns abschließend den Hinweis, dass wir selbstverständlich alle Kundeneingaben inhaltlich erfassen und den jeweils verantwortlichen Fachbereichen unseres Unternehmens zur internen Auswertung zur Verfügung stellen.

Sehr geehrter Herr Poser, wir freuen uns, Sie dennoch als Kunden zu behalten.

Mit freundlichen Grüßen

DB Fernverkehr AG
Ihr Kundendialog

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Sonja1978 am 31.08.07 um 15:24:00

Rockabilly schrieb am 31.08.07 um 14:54:46:
Heute Antwort:

Das Gesetz lässt die Ausnahme zu, in Zügen abgeschlossene Raucherwaggons zu haben. Dies lässt sich jedoch nicht einheitlich verwirklichen.


Mich würde mal interessieren, warum nicht.




Rockabilly schrieb am 31.08.07 um 14:54:46:
Sehr geehrter Herr Poser, wir freuen uns, Sie dennoch als Kunden zu behalten.


Hab ich da jetzt was verpasst?



Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Olaf am 31.08.07 um 19:17:00
Ein Servus an alle Kämpfer hier.

An welche Adresse soll man den Protest richten?

Ich denke das bringt was.

Viele Grüße
Olaf

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Daniel am 31.08.07 um 19:33:00

Olaf schrieb am 31.08.07 um 19:17:27:
Ein Servus an alle Kämpfer hier.

An welche Adresse soll man den Protest richten?

Ich denke das bringt was.

Viele Grüße
Olaf


zu 1. an keine
zu 2. Irrtum

Der Zug ist abgefahren. Die Bahn fährt jetzt nikotinfrei.


[warnred=username,0]Und tschüss, Schatzi ... ;-) Gruß Jürgen[/warnred]

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Terrx am 31.08.07 um 19:44:00

Zitat:
An welche Adresse soll man den Protest richten?

http://www.pro-bahn.de/meinung/index.html  ;)

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Olaf am 31.08.07 um 20:25:00

schrieb am 31.08.07 um 19:33:31:
Der Zug ist abgefahren. Die Bahn fährt jetzt nikotinfrei.


Cool. Wurde auch Zeit, dass die Sauerei mit dem Nikotinzusatz im Strom aufhört.

Danke @ Terrx

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Christoph1978 am 31.08.07 um 21:20:00

Zitat:
 An welche Adresse soll man den Protest richten?


ZentralerKundendialog@bahn.de

bzw.

Deutsche Bahn AG
z.H. Herrn Mehdorn
10785 Berlin


Aktivitäten des Netzwerk Rauchen dazu u.a.:

http://www.netzwerk-rauchen.de/documents/Offener_Brief_Mehdorn.pdf

http://www.netzwerk-rauchen.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=65

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Christoph1978 am 31.08.07 um 22:58:00
etzt sind wir am Zug – Raucherabteile erhalten!




Das Leben in vollen Zügen genießen, so warb die Deutsche Bahn vor Jahren fürs Zugfahren. Den Zug an der Zigarette, Zigarre oder Pfeife will Bahnchef Mehdorn jedoch zum 1. September komplett verbieten.

Netzwerk Rauchen fordert Mehdorn in einem Offenen Brief zum Rückzieher auf. Hier der Wortlaut des Offenen Briefes:

http://www.netzwerk-rauchen.de/documents/Offener_Brief_Mehdorn.pdf


Protestmails an:

ZentralerKundendialog@bahn.de


Statements von rauchenden Bahnkund/innen:

"Um die Angestellten der Bahn und deren Gesundheit soll es gehen. Komisch: Alle ZugbegleiterInnen, die ich diesbezüglich mal angesprochen hab, damit sie mal ein nettes Wort für die RaucherInnen bei Herrn Mehdorn einlegen, finden die neuen Entwicklungen auch schlecht. Worum geht's dann eigentlich? Mal wieder um eine nicht durch Fakten gedeckte Anti-Rauch-Ideologie! Die bisherigen Maßnahmen -Belüftung, räumliche Trennung - reichen doch wirklich aus. In den vielen ICEs neuerer Bauart muss kein Mensch durch den Raucherbereich gehen - deswegen werden wie so häufig die angeblichen Interessen der Angestellten herangezogen. Die aber sind ja, wie meine – zweifellos nicht repräsentative - Umfrage ergab, gar nicht dafür, den Rauch ganz und gar aus den Zügen zu verbannen. Das will nur Mehdorn - und der will ja so häufig nicht das beste für die VerbraucherInnen, siehe Bahn-Privatisierung."

Julia Seeliger, Mitglied des Bundesparteirats (erweiterten Bundesvorstands) von Bündnis 90/Die Grünen und ihres Berliner Landesvorstands www.julia-seeliger.de



"Grinie Bahn will die rauchenden Menschen aussperren, obwohl in abgetrennten Raucherabteilen kein Nichtraucher belästigt wird. Mein Leben lang bin ich gerne Bahn gefahren, und mein Leben lang habe ich gerne geraucht. Wenn ich beim Bahnfahren nicht mehr rauchen darf, fahre ich nicht mehr Bahn - auf dass die Auslastung der Züge noch schlechter werde!"

Prof. Dr.-Ing. em Günter Ropohl, Technikphilosoph und –soziologe (Universität Frankfurt/Main) www.ropohl.de


Und hier ein Gedicht aus dem Raucherforum:

(Mit bestem Dank an sargnagel)

Zehn treue Bahn-Stammkunden  
die sollten’s noch bereuh’n,
denn einer starb in Eschede,
da war’n es nur noch neun.

Neun treue Bahn-Stammkunden  
am Bahnhof in der Nacht,
und einer wurde ausgeraubt,
da war’n es nur noch acht.

Acht treue Bahn-Stammkunden,
die’s Bahnfahr’n richtig lieben,
‘ne Strecke hat man stillgelegt,  
da war’n es nur noch sieben.

Sieben treue Bahn-Stammkunden,
empfindliche Gewächse,
im Bahnhof war es lausig kalt,
überlebt hab’n das nur sechse.

Sechs treue Bahn-Stammkunden,
die hatten ‘nen Termin,
ein Anschluß hat nicht ganz geklappt,
den Kunden sieht man zieh’n.

Fünf treue Bahn-Stammkunden,  
sah’n Bauarbeitern zu,
der Bagger, er war ziemlich schnell,
dem Fahrgast ew’ge Ruh’!

Vier treue Bahn-Stammkunden
ins Wochenende fahr’n,
doch einer bleibt dabei zurück,
weil überfüllt die Bahn.

Drei treue Bahn-Stammkunden,
die hatten viele Fragen,
und einer hat sich ganz verirrt
aufgrund der Auskunft Sagen.

Zwei treue Bahn-Stammkunden,
die informierte keiner,
wann es denn endlich weitergeht,
geblieben ist nur einer.

Ein treuer Bahn-Stammkunde,  
war ein Raucher, der gern reist
der Bahnchef wollt ihn umerzieh’n,
worauf der Raucher sch...

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Dirk am 31.08.07 um 23:52:00
Man kann auch über die Internetseiten der Deutschen Bahn an ein funktionierendes Kontaktformular rankommen:

http://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/forumularauswahl_2.shtml


An diese Adresse sowie an
 http://www.pro-bahn.de/meinung/index.html und an
 ZentralerKundendialog@bahn.de
habe ich folgende E-Mail gesendet:


Sehr geehrte Damen und Herren,

Mein seit vielen Jahren bestehendes Abonnement der BahnCard First habe ich gekündigt – das ab morgen geltende Rauchverbot in allen Zügen des Fernverkehrs grenzt mehr als 1/4 Ihrer Fahrgäste aus, das Abschaffen der letzten Raucherabteile im Fernverkehr (deren Anzahl auch bisher schon nicht im mindestens dem Anteil der Raucherinnen/Raucher entsprach) kann nicht toleriert werden.

Warum soll ich im ICE noch 5h 42' von Berlin nach München oder 4h 41' von Berlin nach Bonn ohne rauchen zu dürfen unterwegs sein, wenn mit einem Flugzeug diese Strecke deutlich schneller (und oft auch billiger[trotz BahnCard]) zu bewältigen ist?

Sie haben einen langjährigen und viel bahnfahrenden Kunden verloren.

Mit freundlichem Gruß

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Dirk am 01.09.07 um 00:03:00
Im Zusammenhang mit Herrn Mehdorn passt folgende Pressemeldung vom heutigen Tag (31. August 2007) sehr gut:

Hartmut Mehdorn ist Sprachpanscher 2007

Die weltweit über 30.000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. haben Hartmut Mehdorn, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, zum Sprachpanscher des Jahres 2007 gewählt.

Nach Johannes Ludewig ist Mehdorn damit bereits der zweite Bahn-Chef, dem diese zweifelhafte Ehre zuteil geworden ist. »Leider hat die Deutsche Bahn aus diesem ersten Preis nicht viel gelernt«, kommentierte Vereinsvorsitzender Krämer das Ergebnis dieser Wahl. »Noch immer gibt es an deutschen Bahnhöfen counter statt Schalter, einen service-point statt einer Auskunft und zum Pinkeln muß man zu McClean«.

Weiteres auf den Internetseiten des Vereins deutscher Sprache e.V.
http://www.vds-ev.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2007_08_31.php


Das schlechte Verhältnis von Mehdorn zur deutschen Sprache entspricht in etwa seinem Verhältnis zu Raucherinnen/Rauchern...

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von sargnagel am 01.09.07 um 00:19:00
Anmerkung: Dieses Gedichtchen ist schon einige Jahre alt, der Leidensdruck war seinerzeit noch ein (bisschen) geringer...

Aber: In schaetzungsweise zwanzig Jahren prekaerer Existenz als Bahn-Stammkunde ist mir durchaus EINIGES klar geworden:

(1) Beklage Dich niemals ueber Missstaende beim Transportunternehmen. Abgesehen von Lachkraempfen in der Beschwerdestelle haben selbige naemlich keinerlei Auswirkungen.

(2) Als Raucher: Als ich noch jung und naiv war, dachte ich mir "hm, ein sog. Dienstleistungsunternehmen wird doch nicht einfach so - ganz ohne Not - schaetzungsweise dreissig Prozent seiner Kundschaft (d.i. die Raucher) vergraulen wollen???".

Ich bekenne: DAS war ein Anfall voellig unbegruendeten OPTIMISMUS, denn: Betr. Transportunternehmen
(Werbe-Slogan betont heftigst die LOGISTIK, sprich: den taetlicheen Ersatz der Logik durch Transportlegenden aus Managerkreisen).
betrachtet (nach eigener Erfahrung 100 Prozent der) Fahrgaeste als unschoenen, bekaempfenswerten Stoerfaktor.

Als einen Stoerfaktor, der durchaus gelegentlich Kohle ins Haus bringt, ansonsten aber der Kategorie "Wurm und darunter" zuzuordnen ist...

(3) Der ideale Fahrgast bezahlt und stirbt vor Fahrtantritt, sprich: Ohne jemals einen Bahnhof oder Zug von INNEN gesehen zu haben.

(4) Tut er dies nicht, ist er selbst daran schuld (siehe: Fahrgastzufriedenheit).

Kurzum: Der Fahrgast ist immer der Arsch (ob er nun raucht, oder nicht).

Uebertroffen wird selbiger rektaler Status nur durch den des Bahn-Mitarbeiters (vulgo; Ober-Arsch).

Unuebertroffen bleibt natuerlich der Status des NATIONALEN OBERDEPPEN: Des Kaeufers von Hartmuts BAHNAKTIEN...

DIE BAHN KOMMT ... IRGENDWANN ... IRGENDWOHIN ...
UND KEINER IST DA ... NICHT EINMAL MEHR DER GUTE ALTE HARTMUT...

PS: Als FRUSTRIERTER RAUCHER bin ich mittlerweile FRUEH GENUG am Bahnsteig des mich betreffenden RE-Zuges, um vorher noch meinen Cigarillo zu schmauchen, im Zuge selbst den besten (weil Einzel-) Platz einzunehmen, daselbst mein STINKIGES Fischbroetchen zu verzehren, und mich sodann ueber das erbaermliche Herumgezicke sitzplatzfreier Nichtraucher (zum Theil auch noch mit ueberfluessigem Zweirad usw.) zu freuen.

Gemein? Na sicher. Berechtigt? Na und wie.
Und ich werde mit Sicherheit auch nicht aufstehen, um irgendwelchen behinderten Nichtrauchern meinen Platz zu ueberlassen (was ich frueher durchaus getan haette).
WENN IHR DEN KRIEG WOLLT, DANN HABT IHR IHN!

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Christoph1978 am 01.09.07 um 01:04:00

Zitat:
kommentierte Vereinsvorsitzender Krämer das Ergebnis dieser Wahl.


Auf Prof. Krämer ist auch in uns direkter betreffenden Zusammenhängen aufmerksam zu machen:

http://hermes.zeit.de/pdf/archiv/1999/39/Rauchen_fuer_die_Rente.pdf

http://www.aerztezeitung.de/docs/2002/11/15/207a0602.asp

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Christoph1978 am 01.09.07 um 01:08:00
aus smokersnews:

[...] Ab dem 1. September 2007 wird in Tschechien das Rauchen in allen internationalen Zügen der Tschechischen Bahn verboten sein. Ab 9. Dezember 2007, wenn der neue Fahrplan in Kraft tritt, verbietet die Bahn das Rauchen dann komplett in allen 7500 Zügen, die von ihr betrieben werden.

Die Tschechische Bahn folgt damit zeitgleich dem Beispiel Deutschlands und Österreichs.


Ab morgen: Rauchverbot auch in allen ÖBB-Zügen
In Slowenien, Italien und der Schweiz wird schon rauchfrei Bahn gefahren

[...] Laut ÖBB wird das Rauchverbot auch deshalb eingeführt, weil man auf Kundenwünsche eingehen wolle. Von zehn Reservierungen würden nämlich neun in Nichtraucher-Waggons gemacht.

Um die Fahrgäste auf die Umstellung zu gewöhnen, werde man vorerst auf das Rauchverbot aufmerksam machen; später jedoch werde abgestraft: "Im Dezember beim Fahrplanwechsel wird es dann auch Strafen geben. Wenn der Kunde nicht darauf eingeht und seine Zigarette nicht ausdämpft, ist eine Strafe von 40 Euro zu entrichten", so ein ÖBB-Sprecher.

Kontrollieren werden in Zukunft die Zugbegleiter. Geraucht darf dann im Zug nirgends mehr werden. In den Bahnhöfen gibt es aber weiterhin eigens ausgewiesene Raucherbereiche.

In Slowenien, Italien oder der Schweiz wird schon rauchfrei Bahn gefahren. Mit dem morgigen Tag tritt das Rauchverbot auch in Deutschland, der Slowakei und in Tschechien in Kraft.

.

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von rizzo am 01.09.07 um 01:10:00
Zur Erinnerung

Unterschriftenaktion gegen gesetzliche Rauchverbote in der Gastronomie

Unterschriftenlisten für die jeweiligen Bundesländer gibts hier:
http://www.netzwerk-rauchen.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=62

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von sargnagel am 01.09.07 um 01:20:00
Es gibt eigentlich nur EINEN WEG, sich fuer oberfiese Gemeinheiten zu revanchieren: DURCH OBERFIESE GEMEINHEITEN.

Durch Schweinereien, die man, mit Vorsatz und Nachdruck, ggf. auch mit Hinterlist und Heimtuecke, den fiesen Propagandist(inn)en
der NR-Mafia nachwirft!

Ach: Sie wussten noch nicht, dass Mapoela eine lesbische Affaire mit Sabaezi hat, derweil deren Ehegatte ... usw.

All diese SOGENANNTEN MENSCHHEITSBEGLUECKER(INNEN) haben irgendwie DRECK AM STECKEN...

Lasst uns die SCHWACHSTELLEN finden!
Lasst uns diese Ratten FERTIGMACHEN!

DENN SIEHE: Alle diejenigen, die sich da aufmachen, uns zu zuechtigen und zu kasteien,
SIND MENSCHLICH und haben darob ihre Schwachstellen.

Ebensolche solleth IHR nutzen, um die Feinde dr Freiheit zu vernichten!

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Rockabilly am 02.09.07 um 13:50:00
Hier die Antwort von Pro Bahn an mich:

"

vielen Dank für Ihre Zuschrift auf unserer Meinungsseite.



Die deutlich überwiegende Mehrheit der Mitglieder und Engagierten bei PRO BAHN
steht einem generellen Rauchverbot in allen Zügen der Deutschen Bahn positiv
gegenüber und befürwortet es. In den uns vorliegenden Zuschriften und
Meinungsäußerungen der Fahrgäste und nach den Erfahrungen, die die Engagierten
bei PRO BAHN in Gesprächen mit Fahrgästen und im Bekanntenkreis gemacht haben,
überwiegen die Beschwerden über die Belästigungen durch Zigarettenrauch/-qualm
bzw. Geruch. Eine wirksame vollständige Abdichtung der Raucherbereiche, um das
Durchziehen des Qualms in die Nichtraucherbereiche zu unterbinden, ist sehr
aufwändig bzw. konstruktiv bei vielen Wagen nicht machbar. Ferner registrieren
wir, dass – aus welchen Gründen auch immer – in den Raucherbereichen häufig ein
etwas unsauberes Ambiente anzutreffen ist, leider oft mit Brandlöchern in den
Sitzpolstern. Aus diesem Grund hat PRO BAHN – unbeschadet der auch innerhalb des
Verbandes bis in den Vorstand hinein anzutreffenden a!
blehnenden Stimmen gegen ein Rauchverbot – öffentlichkeitswirksam nichts weiter
unternommen.



Die Erfahrungen in der Luftfahrt und bei den Bahnen unserer Nachbarländer
Schweiz, Frankreich und Belgien haben gezeigt, dass die Fahrgäste das allgemeine
Rauchverbot nach kurzer Umgewöhnungszeit akzeptieren und einhalten. Es gab zwar
auch dort die aus der persönlichen Betroffenheit und Verärgerung herrührenden
emotionalen Ankündigungen, nach dem Rauchverbot nicht mehr die Bahn benutzen zu
wollen, jedoch ist bei den Kunden nach kurzer Zeit die Vernunft zurückgekehrt
und die zunächst befürchteten Einbußen bei den Fahrgastzahlen blieben aus. Die
Eisenbahn ist letztlich doch die bessere Alternative gegenüber dem PKW, gerade
über weite Strecken. Diese Erkenntnis wird sich auch in Deutschland durchsetzen.



Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Vogel

Fahrgastverband PRO BAHN e.V.

"

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Christoph Suter am 02.09.07 um 14:49:00
Die E-Mail-Verbindung zur Deutschen Bahn AG muss gestört sein! Vermutlich defekter Firewall  :D

ARD-Text v. 02.09.2007

Rauchverbot: Bahn zufrieden

Nach dem Start des Rauchverbots in Fernzügen hat sich die Deutsche Bahn zufrieden gezeigt. Zwischenfälle oder Beschwerden seien nicht bekannt, sagte eine Sprecherin in Berlin.            

Die Raucherabteile der Züge würden nun gründlich gereinigt, die Rauchersymbole entfernt. Auf die Frage, ob mit der Säuberung auch der Geruch verschwinde, sagte die Sprecherin: Das dauert eine Zeit, aber das geht.                  

Auch in Bussen und Taxis müssen Reisende seit gestern auf Zigaretten verzichten.


Hier stellt sich die Frage, ob unser Dirk seine Beschwerde irrtümlich an George W. Bush gerichtet hat, anstatt an Herrn Mehdorn  ;D

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Christoph1978 am 02.09.07 um 15:50:00
Die Raucherbewegung weist zurecht darauf hin, dass man bei Mail-, Briefantworten und telefonischen Beschwerden sich den Namen der betreffenden MitarbeiterIn notieren sollte.

Mir liegt z.B. ein Schreiben aus dem Juli vor, wo immerhin der Leiter des Zentralen Kundendialogs den protestierenden Kunden (Schreiben vom Mai) vertröstet, seine Beschwerde könne noch nicht beantwortet werden.

Auch weitere Namen lassen sich sammeln.

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von magnitubel am 02.09.07 um 21:33:00

Rockabilly schrieb am 02.09.07 um 13:50:33:
vielen Dank für Ihre Zuschrift auf unserer Meinungsseite.

Die deutlich überwiegende Mehrheit der Mitglieder und Engagierten bei PRO BAHN
steht einem generellen Rauchverbot in allen Zügen der Deutschen Bahn positiv
gegenüber und befürwortet es. In den uns vorliegenden Zuschriften und
Meinungsäußerungen der Fahrgäste und nach den Erfahrungen, die die Engagierten
bei PRO BAHN in Gesprächen mit Fahrgästen und im Bekanntenkreis gemacht haben,
überwiegen die Beschwerden über die Belästigungen durch Zigarettenrauch/-qualm
bzw. Geruch. Eine wirksame vollständige Abdichtung der Raucherbereiche, um das
Durchziehen des Qualms in die Nichtraucherbereiche zu unterbinden, ist sehr
aufwändig bzw. konstruktiv bei vielen Wagen nicht machbar. Ferner registrieren
wir, dass – aus welchen Gründen auch immer – in den Raucherbereichen häufig ein
etwas unsauberes Ambiente anzutreffen ist, leider oft mit Brandlöchern in den
Sitzpolstern. Aus diesem Grund hat PRO BAHN – unbeschadet der auch innerhalb des
Verbandes bis in den Vorstand hinein anzutreffenden a!
blehnenden Stimmen gegen ein Rauchverbot – öffentlichkeitswirksam nichts weiter
unternommen.

Die Erfahrungen in der Luftfahrt und bei den Bahnen unserer Nachbarländer
Schweiz, Frankreich und Belgien haben gezeigt, dass die Fahrgäste das allgemeine
Rauchverbot nach kurzer Umgewöhnungszeit akzeptieren und einhalten. Es gab zwar
auch dort die aus der persönlichen Betroffenheit und Verärgerung herrührenden
emotionalen Ankündigungen, nach dem Rauchverbot nicht mehr die Bahn benutzen zu
wollen, jedoch ist bei den Kunden nach kurzer Zeit die Vernunft zurückgekehrt
und die zunächst befürchteten Einbußen bei den Fahrgastzahlen blieben aus. Die
Eisenbahn ist letztlich doch die bessere Alternative gegenüber dem PKW, gerade
über weite Strecken. Diese Erkenntnis wird sich auch in Deutschland durchsetzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Vogel

Fahrgastverband PRO BAHN e.V.


Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust.
Artikel vom 2.9.07 im Kölner Stadtanzeiger:
http://www.ksta.de/html/artikel/1188718669886.shtml

Bahn-Rauchverbot: Reisende gelassen, Mitarbeiter verärgert
...Kritik kommt aber vom Fahrgastverband Pro Bahn. Verbandspräsident Karl-Peter Naumann warnt vor ärgerlichen Folgen: "Starke Raucher werden auf die Toiletten ausweichen." Das habe sich schon in den Regionalzügen gezeigt, nachdem dort Anfang Juli die Raucherabteile abgeschafft worden seien. "Kleine Raucherzellen" mit einer starken Entlüftung - sowohl in Zügen als auch auf Bahnsteigen - wären seiner Meinung nach die bessere Lösung gewesen. Damit würde auch vermieden, dass die Reisenden vor den Bahnhöfen rauchen und die Kippen dort wegwerfen...
...Pro Bahn-Vorstand Naumann bezweifelt aber, dass die rauchenden Fahrgäste sich weiterhin so sehr beherrschen können. Etwa die Hälfte aller Raucher unter den Bahnfahrern werde künftig für längere Fahrten auf die Bahn verzichten, prophezeit er. So wie Peter Leinweber, der nur zum Abholen zum Stuttgarter Bahnhof gekommen ist: " Das Rauchverbot ist für mich ein Grund, nicht mit dem Zug zu fahren."

Diese Möglichkeit haben rauchende Bahn-Beschäftigte nicht. Bei den Mitarbeitern sei die neue Regelung gut angenommen worden, sagt zwar eine Unternehmenssprecherin. Die Beschwerden über das Verbot sind unter den uniformierten Service-Kräften dennoch am lautesten. " Das ist anmaßend", schimpft ein Mitarbeiter in Frankfurt. Und solche Stimmen sind in allen Städten zu hören. "Ich finde das überhaupt nicht gut", sagt eine Schaffnerin, kurz bevor ihr ICE Berlin in Richtung Stuttgart verlässt. "Aber ich habe Kaugummis dabei", ruft sie noch, bevor sich die Tür schließt
...

Weiss denn bei Pro Bahn der eine nicht, was der andere in Interviews von sich gibt?

Interessant jedenfalls, dass selbst ein ProBahn-Sprecher mit immerhin 50% Ausfällen unter den rauchenden Fahrgästen rechnet.
Unsere Bätzing meinte ja letzt in einem Interview, es sei zu kompliziert extra Personal zu finden, welches bereit wäre, in Raucherabteilen zu arbeiten. Nun, wie mir scheint, ist dies einfacher als die Dame denkt.

Aber eines muss an dieser Stelle festgestellt werden. Dies ist immerhin einer der wenigen Artikel in der deutschen Presse, welcher nicht in das ewige "AllesindglücklichmitRachverboten"-Horn stösst.
Ist doch immerhin auch schon mal was, man wird ja bescheiden... :D

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von shadu am 02.09.07 um 22:30:00

Rockabilly schrieb am 02.09.07 um 13:50:33:
Hier die Antwort von Pro Bahn an mich:

"

vielen Dank für Ihre Zuschrift auf unserer Meinungsseite.



Die deutlich überwiegende Mehrheit der Mitglieder und Engagierten bei PRO BAHN
steht einem generellen Rauchverbot in allen Zügen der Deutschen Bahn positiv
gegenüber und befürwortet es. In den uns vorliegenden Zuschriften und
Meinungsäußerungen der Fahrgäste und nach den Erfahrungen, die die Engagierten
bei PRO BAHN in Gesprächen mit Fahrgästen und im Bekanntenkreis gemacht haben,
überwiegen die Beschwerden über die Belästigungen durch Zigarettenrauch/-qualm
bzw. Geruch. Eine wirksame vollständige Abdichtung der Raucherbereiche, um das
Durchziehen des Qualms in die Nichtraucherbereiche zu unterbinden, ist sehr
aufwändig bzw. konstruktiv bei vielen Wagen nicht machbar. Ferner registrieren
wir, dass – aus welchen Gründen auch immer – in den Raucherbereichen häufig ein
etwas unsauberes Ambiente anzutreffen ist, leider oft mit Brandlöchern in den
Sitzpolstern. Aus diesem Grund hat PRO BAHN – unbeschadet der auch innerhalb des
Verbandes bis in den Vorstand hinein anzutreffenden a!
blehnenden Stimmen gegen ein Rauchverbot – öffentlichkeitswirksam nichts weiter
unternommen.



Die Erfahrungen in der Luftfahrt und bei den Bahnen unserer Nachbarländer
Schweiz, Frankreich und Belgien haben gezeigt, dass die Fahrgäste das allgemeine
Rauchverbot nach kurzer Umgewöhnungszeit akzeptieren und einhalten. Es gab zwar
auch dort die aus der persönlichen Betroffenheit und Verärgerung herrührenden
emotionalen Ankündigungen, nach dem Rauchverbot nicht mehr die Bahn benutzen zu
wollen, jedoch ist bei den Kunden nach kurzer Zeit die Vernunft zurückgekehrt
und die zunächst befürchteten Einbußen bei den Fahrgastzahlen blieben aus. Die
Eisenbahn ist letztlich doch die bessere Alternative gegenüber dem PKW, gerade
über weite Strecken. Diese Erkenntnis wird sich auch in Deutschland durchsetzen.



Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Vogel

Fahrgastverband PRO BAHN e.V.

"

Es ist ja ganz klar das die Verantwortlichen von Pro Bahn ins gleiche Horn blasen wie alle andern. Sie würden ja sonst ihr Gesicht verlieren.
Und es muss auch mal gesagt werden. dass es halt viele feine Näschen gibt, die nur schon vom Geruch ( nicht Rauch )  gestört sind.

Also ich fühle mich gestört von den Fritten die gerade mit in den Zug genommen wurden.
Ich fordere ein ABSOLUTES Fressverbot in den Zügen
oder
die Dame mit Ihrem penetranten Parfüm, igittigitt
vor dem Einsteigen WASCHEN bitte
oder der Alki mit seiner Alkoholfahne, buh OBLIGATORISCH nur nüchtern reisen
oder
der nasse Hund wäh der stinkt. bitte ZUHAUSE LASSEN

Apropos Essen im Zug: in den Baslertrams  gibt es ein ESS, SCHLECK und TRINKVERBOT
Ich fordere das auch bei der Bahn

oder ist das ein Verhältnisblödsinn
;D

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Christoph1978 am 02.09.07 um 22:47:00

Zitat:
  Weiss denn bei Pro Bahn der eine nicht, was der andere in Interviews von sich gibt?


Der Präsident scheint eine andere Meinung als " Die deutlich überwiegende Mehrheit der Mitglieder und Engagierten bei PRO BAHN" zu haben.

Vermutlich haben sie den Intelligentesten zum Präsidenten gewählt.




Zitat:
 Ich fordere ein ABSOLUTES Fressverbot in den Zügen


Das kommt auch noch, wenn sie sich die Reinigung von Krümeln und Flecken sparen wollen.

Titel: Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Beitrag von Dirk am 02.09.07 um 23:05:00

Rockabilly schrieb am 02.09.07 um 13:50:33:
Hier die Antwort von Pro Bahn an mich:"vielen Dank für Ihre Zuschrift auf unserer Meinungsseite...
...Mit freundlichen Grüßen, Ulrich Vogel, Fahrgastverband PRO BAHN e.V. "


Wortgleich die Antwort vorgestern Abend an mich – auf die ich (leicht verärgert und eigentlich nicht strukturiert genug) antwortete:


Sehr geehrter Herr Vogel,

besten Dank für Ihre schnelle Antwort und den Versuch, mich gestern Abend telefonisch zu erreichen - das überraschte mich positiv und hatte ich auch nicht erwartet, da ich Ihrem Verband meine Beschwerde an die Deutsche Bahn nur zur Kenntnis geben wollte; eventuell habe ich mich auch nicht klar genug ausgedrückt.

Zwei Gründe möchte ich noch einmal anführen, der Bahn den Rücken zu kehren.

1 - ein Bündel von Gründen
Etwa 1/3 der Bevölkerung sind Raucherinnen/Raucher und es ist und bleibt eine Ausgrenzung für sie.
Bei kurzen Strecken kein Problem - aber bei langen Strecken ist und wird es ein Problem.
Bislang schon waren wesentlich weniger Plätze im ICE für Raucher vorgesehen, als es ihrem Bevölkerungsanteil entsprach, da gab es seitens der Raucher keine Beschwerden.
Die wenigen ICE-Raucherabteile waren am Anfang und am Ende des ICE lokalisiert - kein Nichtraucher war gezwungen, sie zu betreten oder zu durchqueren.
In den Nichtraucherabteilen vor bzw. nach den Raucherwagons war auch für empfindliche Nasen nichts vom Rauch aus dem Raucherwagon zu riechen (es sei denn, Raucher hielten sich unerlaubterweise in den Verbindungsgängen rauchenderweise auf).
Ihr Vergleich mit einem Flugzeug ist völlig fehl am Platz - dort gibt es keine voneinander getrennten Wagons.
Und nicht zuletzt: Inzwischen gibt es hinreichend viele Studien, die die vom DKFZ in Heidelberg propagierten 3.301 Tote durch Passivrauch mehr als nur in Zweifel ziehen, die die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit entsprechender Studien widerlegt haben.
Meines Erachtens geht es der Bahn nicht um Nichtraucherschutz oder um Schutz vor Belästigungen - es geht ihr allein um Minimierung von Reinigungskosten. Auf Kosten der Raucher.

2
Ich habe grundsätzlich etwas dagegen, dass sich der Staat immer mehr mit Verordnungen und Gesetzen in Bereiche einmischt, die zivilisierte Menschen im Konsens miteinander auch ohne lösen können (und es jahrhundertelang auch so gemacht haben).
Nur weil eine Minderheit fundamentalistischer Nichtraucher laut schreit? Die Mehrheit der Nichtraucher, mit denen ich jedenfalls zu tun habe, konnten sich mit Rauchern bislang immer gut arrangieren. Fundamentalisten gibt es bei den Nichtrauchern und sicher auch bei den Rauchern - aber können deren Forderungen der Maßstab sein?
Finden wir nächstens auf jeder Weinflasche Etiketten "Alkohol schädigt ihre Gesundheit" - ich befürchte: ja...
Dann sind die »Dicken« dran und werden gesetzlich verpflichtet, täglich 20 Kniebeugen zu machen. Ich möchte mir jedenfalls nicht vorschreiben lassen, was ich esse und was nicht...
Wieviel Tote gibt es jedes Jahr durch den Straßenverkehr, besonders umwelterträglich ist der Verkehr auch nicht und der emittierte Schadstoff wahrlich gefährlicher für den Menschen als "Passivrauch" - sollte deswegen privater PKW-Verkehr eingeschränkt werden? Möglicherweise erleben wird das auch noch...
...


Ich fahre jeden Monat mehrfach lange Strecken (über 3 Stunden) im ICE, oft jede Woche - warum sollte ich das weiterhin tun, wenn ich nicht rauchen darf? Da kann ich diese Entfernungen auch im Flugzeug (und meist sogar trotz BahnCard 50 kostengünstiger und in der Regel oft auch schneller) zurücklegen.
Der PKW ist keine Alternative zur Bahn - da gebe ich Ihnen völlig Recht.
Das die meisten das Rauchverbot über kurz oder lang akzeptieren - das wundert mich nicht, denn die meisten haben keine Alternative und müssen sich "dem Schicksal" fügen. Aber dadurch wird es nicht besser...
Trotzdem: Sind nicht seit Einführung des Rauchverbots in den ICE-Bistros die Umsätze deutlich zurückgegangen? Zumindest mein Augenschein lässt mich das vermuten...

Ich kenne mindestens 10 Raucherinnen/Raucher, die ähnlich oft wie ich bislang mit der Bahn fahren und die ihre BahnCard jetzt zurückgegeben haben - von ihnen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens 7 auf Dauer keine Kunden der Bahn für lange Strecken mehr.
Da der Raucheranteil aber nur 30 Prozent der Bevölkerung ausmacht - relativieren sich die Zahlen natürlich. Aber das kann doch wohl nicht der Maßstab sein - der Auftrag der Bahn ist, Bürger zu befördern und nicht, ihre Gesundheitserziehung zu betreiben.

Ich bleibe also dabei:
Das Rauchverbot auf langen Strecken - also in IC, EC und vor allem in ICE ist unangemessen.
Es grenzt aus.
Es reglementiert, wo es nichts zu reglementieren gibt.

Und so sehr ich mich gefreut habe, so schnell von Ihnen Antwort bekommen zu haben und so sehr ich es Ihrem Verband hoch anrechne, sich zu dem Thema öffentlich nicht geäußert zu haben, so sehr bedrückt es mich, dass auch Ihr Verband der allgemeinen Nichtraucherhysterie und dem Regulierungswahn ergibt und sich nicht auch als Interessenvertreter der rauchenden Bahnfahrerinnen/-fahrer versteht.

Mit freundlichen Grüßen


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