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Da steht man am Pranger ... (Gelesen: 2795 mal)
Motorhead
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Am Anfang war das Am...

Beiträge: 547
Niedersachsen
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Da steht man am Pranger ...
15.08.07 um 18:57:00
 
Hallo,
ich arbeite bei einer Kommunalverwaltung in Niedersachsen. Ergebnis des Nichtraucherschutzgesetzes bei uns: Raucher müssen nach draussen und zwar ohne Dach und Windschutz, ausstempeln, etc. Bis auf das fehlende Dach vielleicht noch in Ordnung, aber:
vom neuen Raucherplatz wird man von ungefähr 100 anderen Bürofenstern beäugt. Wohlgemerkt: bei uns hätte es bessere Alternativen gegeben. Es zeigt sich eine eindeutige Diskriminierung. Super...
Gruß
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Sandmaennchen
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Rauchen statt Saufen!

Beiträge: 128
Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #1 - 15.08.07 um 20:07:00
 
Motorhead schrieb am 15.08.07 um 18:57:59:
Hallo,
ich arbeite bei einer Kommunalverwaltung in Niedersachsen. Ergebnis des Nichtraucherschutzgesetzes bei uns: Raucher müssen nach draussen und zwar ohne Dach und Windschutz, ausstempeln, etc. Bis auf das fehlende Dach vielleicht noch in Ordnung, aber:
vom neuen Raucherplatz wird man von ungefähr 100 anderen Bürofenstern beäugt. Wohlgemerkt: bei uns hätte es bessere Alternativen gegeben. Es zeigt sich eine eindeutige Diskriminierung. Super...
Gruß

Es handelt sich um eine klassische Diskriminierung von Teilen der Belegschaft. In vielen Fällen hat das mit Nichtraucherschutz überhaupt nichts zu tun. Denn: wo kein Nichtraucher anwesend, dort ist logischerweise auch kein Schutz erforderlich. Bisher war ich immer der Ansicht, mein Dienstherr habe eine besondere Fürsorgepflicht gegenüber allen Mitarbeitern. Ja, wo ist sie denn? Als Raucher kannst du vor der Tür vor die Hunde gehen. Dem Dienstherrn stört es nicht. Wo bleiben denn der Personalrat, die Gewerkschaft und alle Anderen, die sich so inbrünstig um uns bemühen / bemüht haben? Grabesruhe herrscht auf dieser Seite. Keinen Mucks hört man. Ich habe meine Konsequenzen gezogen.

Apropos Ausstempeln: Fordern wir Raucher dies doch einfach auch für die Pausenzeiten, in denen bekanntlich nicht gearbeitet wird. Verhindern wir einen eventuellen Missbrauch.
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Meinrad
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Wider das tierische Abstinenzlertum
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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #2 - 15.08.07 um 20:35:00
 
So ist's gewollt. Richtig. Aber genau dieser Diffamierung will man nicht nachgeben. Andererseits ist man auch nur begrenzt tapfer. Was tun?

Ich glaube, es gibt einen dritten Weg: wenn man nur reine Tabaksorten raucht, wie ich den American Spirit, dann hält man es stundenlang "ohne" aus. Probiert's, bei mir hat's geklappt.

Was ja auch mal zur Sprache kommen sollte: in fast allen Zigaretten ist ein Haufen Dreckzeug drinnen, unter anderem um uns zu Kettenrauchern zu machen. Das DKFZ hat, als dort noch Vernunft herrschte, ein Verbot all dieser Zusätze gefordert. Dann hätte man erfahren, ob die Gesundheitsgefahren evtl. nur davon kommen. Darauf deutet viel hin: kein Herzstechen, kein Kopfweh, ich laufe gute Zeiten auf 5000 Meter. Aber so ist die Situation nun mal: für eine vernünftige Lösung ist es zu spät. Absolut vergiftete Situation.

Schmecken die denn? Die fertigen nicht so, aber die selbstgestopften sind ausgezeichnet. Das Geschenk der Götter gegen Einfalt und Kleingeisterei, wie ich zu sagen pflege. Ich zum Beispiel habe so etwas dringend nötig. Andere auch, es fehlt ihnen nur die Einsicht.

Eins allerdings geht nicht: Wenn ich programmieren muss, brauche ich alle Stunde eine Zigarette und nach neuerer Diktion bin ich deswegen eine Fehlkonstruktion. Aber wo bittschön sind denn die begeisterten nichtrauchenden Jungprogrammierer? Ein Widerspruch in sich, will ich meinen. Das Programmieren wird auch zu den Künsten gehören, die einfach aussterben mit den Rauchverboten.

Oder aber, wenn sie unbedingt müssen, programmieren auch Nichtraucher und legen dabei unendlichen Fleiß an den Tag aber kein Gramm Eleganz. Was die Eigenschaften des neuen "Vista" bestens erklärt.

Gruß und schönen Abend
Meinrad
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Motorhead
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Am Anfang war das Am...

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Niedersachsen
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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #3 - 15.08.07 um 21:13:00
 
Was bei uns übrigens den Personalrat angeht:
Erstmal konnte dieser aufgrund der kurzfristigen Gültigkeit des Nieders. Nichtrauchergesetzes noch nicht angehört werden (Sommerurlaub) und zweitens wird er nur bei der Zeiterfassung beteiligt, nicht jedoch bei der "organisatorischen Änderung" der Verlegung von Raucherpausen an den Pranger, da wir hier Modellkommune sind und im Rahmen des Nieders. Modellkommunengestzes diese Beteiligung gestrichen wurden.
Eigentlich war ich immer für Bürokratieabbau...
Die uns bisher angebotenen Nichtraucherkurse sind immer noch nicht in Sicht, geschweige hätten durchgeführt werden können.
Sandmännche: Welche Konsequenzen hast Du gezogen?
Gruß
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #4 - 15.08.07 um 22:27:00
 
Zitat:
  Ich glaube, es gibt einen dritten Weg: wenn man nur reine Tabaksorten raucht, wie ich den American Spirit, dann hält man es stundenlang "ohne" aus. Probiert's, bei mir hat's geklappt.


WAS? Du schlägst ernsthaft Verzicht als Handlungsoption vor? Dann könnte man sich ja gleich zum NR 'bekehren' lassen.

Zitat:
  Was ja auch mal zur Sprache kommen sollte: in fast allen Zigaretten ist ein Haufen Dreckzeug drinnen, unter anderem um uns zu Kettenrauchern zu machen.


Glaubst du jetzt die Anti-Propaganda auch schon?

Zitat:
as DKFZ hat, als dort noch Vernunft herrschte, ein Verbot all dieser Zusätze gefordert.


Das sind propagandistische Ablenkungsmanöver, um das Märchen von der bösen Tabaklobby am Kochen zu halten.

Außerdem lenkst du vom Thema ab. Eröffne diese Thema bitte als neuen Thread, damit hier der Diskussionsstrang nicht zerrissen wird.
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #5 - 15.08.07 um 22:29:00
 
Zitat:
  Was bei uns übrigens den Personalrat angeht:
Erstmal konnte dieser aufgrund der kurzfristigen Gültigkeit des Nieders. Nichtrauchergesetzes noch nicht angehört werden (Sommerurlaub) und zweitens wird er nur bei der Zeiterfassung beteiligt, nicht jedoch bei der "organisatorischen Änderung" der Verlegung von Raucherpausen an den Pranger, da wir hier Modellkommune sind und im Rahmen des Nieders. Modellkommunengestzes diese Beteiligung gestrichen wurden.


Ggf. Klagemöglichkeiten prüfen.


Zitat:
  Die uns bisher angebotenen Nichtraucherkurse sind immer noch nicht in Sicht, geschweige hätten durchgeführt werden können.


Auf so einen Unsinn sollte man sowieso verzichten.
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Sandmaennchen
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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #6 - 16.08.07 um 00:40:00
 
Motorhead schrieb am 15.08.07 um 21:13:20:
Sandmännche: Welche Konsequenzen hast Du gezogen?

Gewerkschaftsaustritt nach knapp über 30 Jahren. Nichts Gewaltiges also. Dieses Elend mit dem draußen Rauchen müssen, hat das Fass bei mir endgültig zum Überlaufen gebracht.
Über das Wetter hier in der Region muss man sich ja nicht unterhalten. Wir haben im Übrigen auch kein Dach über dem Kopf und "man lässt uns im Regen stehen".
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Sandmaennchen
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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #7 - 16.08.07 um 01:06:00
 
@Motorhead
...Nichtraucherkurse...

Ich werde mit dem Rauchen aufhören, wenn es mir in den Kram passt.
Mein Sohn dient beim Zoll. Hier wurde ihm kürzlich ein solcher Schwachsinn, mit einer Eigenbeteiligung von 100 €, angeboten. Er (31) hat dankend abgelehnt. Es fehlt eigentlich nur noch eine dienstliche Abordnung zu zu einem solchen Kurs. Oh,  wie gut, dass ich mich, was die Dienstzeit angeht, auf der Zielgeraden befinde; es sei denn man hängt noch die eine oder andere Runde hinten dran.
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Terrx
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Einheit in Vielfalt war
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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #8 - 16.08.07 um 13:23:00
 
Es ist nicht unüblich für einen Raucher, wenn er pro Stunde eine Zigarete raucht.
Sitzt er am Schreibtisch, dann benötigt er dafür etwa 30 Sekunden extra, da er seine Handlungen dort kaum unterbrechen muß.
Evl. mal ne Packung aufmachen und den Ascher leeren.
Im Zuge der Rauchverbote soll der Raucher nun aber seinen Schreibtisch/Computer sichern und vors Haus laufen, dort rauchen und bei Rückkehr alles wieder aufbauen - zwischendurch stempeln.
Das dauert schon mal 15-20 Minuten.
Das sind bei einem 8-Stunden-Tag etwa 2-3 Stunden.
Vielfach ist Nacharbeiten gar nicht möglich, weil. z.B. der Bürotrakt/ das Haus zu festen Zeiten abgeschlossen werden.
Somit ist der Raucher fast nur noch eine Halbtagskraft.
Das dürfte vielen Firmen nicht passen.

Wer also immer schon weg wollte, sollte anständig ausstempeln Zwinkernd
Dann ist das Teil dort kein Pranger, eher ein Laufsteg.
Wer dort steht, der zeigt an, daß er sich was leisten kann Laut lachend

Gedanklich bin ich immer bei der Rechnung, die hier mal jemand gemacht hat. Das Ergebnis war, daß rauchfreie Umgebungsluft zu billig zu bekommen ist. Zwinkernd
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Motorhead
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Am Anfang war das Am...

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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #9 - 16.08.07 um 14:20:00
 
öööh, Terrx, deinen letzten Satz habe ich nicht ganz verstanden, aber dennoch:
da ich hier bei uns derzeit nicht an den Pranger möchte, quäle ich mich jetzte also seit Tagen bis zum Mittag und später bis zum Feierabend durch. Auch keine Dauerlösung...
Die Konzentration und das Arbeitsergebnis lassen da natürlich zu wünschen über.
Super Sache
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #10 - 16.08.07 um 14:38:00
 
Zitat:
  da ich hier bei uns derzeit nicht an den Pranger möchte, quäle ich mich jetzte also seit Tagen bis zum Mittag und später bis zum Feierabend durch. Auch keine Dauerlösung...


Gar keine Lösung.
Ich würde eher empfehlen: Selbstbewusst rauchen, sich nicht verstecken!
Die sollen ruhig sehen, wie viele wir sind und das sie mit Pranger-Versuchen nicht weit kommen.

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Rockabilly
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In dubio pro libertatem!

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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #11 - 16.08.07 um 17:06:00
 
Richtig, genauso mache ich es auch!

Und sobald, ich warte nur darauf, sobald gefordert wird, auszustempeln:

Da werde ich einen Gegenangriff starten! Ich werde gezwungen, das Bürogebäude zu verlassen, was ich garnicht will, und dafür noch bestraft?
Gut! Dann gleiches Recht für alle:

Kaffee holen, kurz mit Kollegen plaudern: ausstempeln!

Kurz was vespern: ausstempeln!

Dieses Spiel können auch zwei spielen!
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Terrx
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Einheit in Vielfalt war
bis zur FCTC-Konvention

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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #12 - 16.08.07 um 23:03:00
 
Motorhead schrieb am 16.08.07 um 14:20:47:
öööh, Terrx, deinen letzten Satz habe ich nicht ganz verstanden, aber dennoch:
...
Super Sache

Lies mal hier:
Kosten der rauchfreien Luft
Zwinkernd
Wer Rauchverbote will, der soll sie auch bezahlen....
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sargnagel
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Don't tread on me!

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Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #13 - 17.08.07 um 01:27:00
 
Als Betriebsratsmitglied (quasi-Bundesbehoerde, RLP) kann ich nur den aktuellen Stand der Dinge vermelden:
"Betriebliche NR-Schutz-Vereinbarung" einschliesslich eines R-Raums wurde zaehneknirrschend akzeptiert.
Ausstechen wuerde (nach derzeitiger Rechtslage)
keinesfalls hingenommen.

So das aufgrund irgendwelcher Landesgesetze nicht zustimmungspflichtig sein sollte, wuerde ich (als jemand, der in relativ gluecklicher Lage ist) meinen Anteil an Dienstgaengen massiv erhoehen.

In weniger EXOTISCHEN Seiten-Laufbahnen mag aber auch das AUSSTECHEN durchaus fuer die eigenen Berfoerderungschancen von Vorteil sein...(?)

Durchgedreht
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Prohibitionisten aller Länder verpfeift Euch!
 
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freiraucher
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Wir sind der singende
tanzende Abschaum der
Welt

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Worms
Re: Da steht man am Pranger ...
Antwort #14 - 17.08.07 um 01:58:00
 
Motorhead schrieb am 16.08.07 um 14:20:47:
öööh, Terrx, deinen letzten Satz habe ich nicht ganz verstanden, aber dennoch:
da ich hier bei uns derzeit nicht an den Pranger möchte, quäle ich mich jetzte also seit Tagen bis zum Mittag und später bis zum Feierabend durch. Auch keine Dauerlösung...
Die Konzentration und das Arbeitsergebnis lassen da natürlich zu wünschen über.
Super Sache

Eine aufschlussreiche "Feldstudie" zum Thema "Kosten der rauchfreien Luft" kann man im Satiremagazin titanic nachlesen. Wie man dort erfährt: selbst der Schutz des lieben Nachwuchses hat finanzielle Grenzen:

http://www.titanic-magazin.de/kinderkippen.html
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