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Prostest bez. Deutsche Bahn (Gelesen: 4803 mal)
Dirk
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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #15 - 31.08.07 um 23:52:00
 
Man kann auch über die Internetseiten der Deutschen Bahn an ein funktionierendes Kontaktformular rankommen:

http://www.bahn.de/p/view/home/kontakt/forumularauswahl_2.shtml


An diese Adresse sowie an
  http://www.pro-bahn.de/meinung/index.html und an
  ZentralerKundendialog@bahn.de
habe ich folgende E-Mail gesendet:


Sehr geehrte Damen und Herren,

Mein seit vielen Jahren bestehendes Abonnement der BahnCard First habe ich gekündigt – das ab morgen geltende Rauchverbot in allen Zügen des Fernverkehrs grenzt mehr als 1/4 Ihrer Fahrgäste aus, das Abschaffen der letzten Raucherabteile im Fernverkehr (deren Anzahl auch bisher schon nicht im mindestens dem Anteil der Raucherinnen/Raucher entsprach) kann nicht toleriert werden.

Warum soll ich im ICE noch 5h 42' von Berlin nach München oder 4h 41' von Berlin nach Bonn ohne rauchen zu dürfen unterwegs sein, wenn mit einem Flugzeug diese Strecke deutlich schneller (und oft auch billiger[trotz BahnCard]) zu bewältigen ist?

Sie haben einen langjährigen und viel bahnfahrenden Kunden verloren.

Mit freundlichem Gruß
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Dirk
 
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Dirk
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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #16 - 01.09.07 um 00:03:00
 
Im Zusammenhang mit Herrn Mehdorn passt folgende Pressemeldung vom heutigen Tag (31. August 2007) sehr gut:

Hartmut Mehdorn ist Sprachpanscher 2007


Die weltweit über 30.000 Mitglieder des Vereins Deutsche Sprache e.V. haben Hartmut Mehdorn, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG, zum Sprachpanscher des Jahres 2007 gewählt.

Nach Johannes Ludewig ist Mehdorn damit bereits der zweite Bahn-Chef, dem diese zweifelhafte Ehre zuteil geworden ist. »Leider hat die Deutsche Bahn aus diesem ersten Preis nicht viel gelernt«, kommentierte Vereinsvorsitzender Krämer das Ergebnis dieser Wahl. »Noch immer gibt es an deutschen Bahnhöfen counter statt Schalter, einen service-point statt einer Auskunft und zum Pinkeln muß man zu McClean«.

Weiteres auf den Internetseiten des Vereins deutscher Sprache e.V.
http://www.vds-ev.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2007_08_31.php


Das schlechte Verhältnis von Mehdorn zur deutschen Sprache entspricht in etwa seinem Verhältnis zu Raucherinnen/Rauchern...
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Dirk
 
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sargnagel
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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #17 - 01.09.07 um 00:19:00
 
Anmerkung: Dieses Gedichtchen ist schon einige Jahre alt, der Leidensdruck war seinerzeit noch ein (bisschen) geringer...

Aber: In schaetzungsweise zwanzig Jahren prekaerer Existenz als Bahn-Stammkunde ist mir durchaus EINIGES klar geworden:

(1) Beklage Dich niemals ueber Missstaende beim Transportunternehmen. Abgesehen von Lachkraempfen in der Beschwerdestelle haben selbige naemlich keinerlei Auswirkungen.

(2) Als Raucher: Als ich noch jung und naiv war, dachte ich mir "hm, ein sog. Dienstleistungsunternehmen wird doch nicht einfach so - ganz ohne Not - schaetzungsweise dreissig Prozent seiner Kundschaft (d.i. die Raucher) vergraulen wollen???".

Ich bekenne: DAS war ein Anfall voellig unbegruendeten OPTIMISMUS, denn: Betr. Transportunternehmen
(Werbe-Slogan betont heftigst die LOGISTIK, sprich: den taetlicheen Ersatz der Logik durch Transportlegenden aus Managerkreisen).
betrachtet (nach eigener Erfahrung 100 Prozent der) Fahrgaeste als unschoenen, bekaempfenswerten Stoerfaktor.

Als einen Stoerfaktor, der durchaus gelegentlich Kohle ins Haus bringt, ansonsten aber der Kategorie "Wurm und darunter" zuzuordnen ist...

(3) Der ideale Fahrgast bezahlt und stirbt vor Fahrtantritt, sprich: Ohne jemals einen Bahnhof oder Zug von INNEN gesehen zu haben.

(4) Tut er dies nicht, ist er selbst daran schuld (siehe: Fahrgastzufriedenheit).

Kurzum: Der Fahrgast ist immer der Arsch (ob er nun raucht, oder nicht).

Uebertroffen wird selbiger rektaler Status nur durch den des Bahn-Mitarbeiters (vulgo; Ober-Arsch).

Unuebertroffen bleibt natuerlich der Status des NATIONALEN OBERDEPPEN: Des Kaeufers von Hartmuts BAHNAKTIEN...

DIE BAHN KOMMT ... IRGENDWANN ... IRGENDWOHIN ...
UND KEINER IST DA ... NICHT EINMAL MEHR DER GUTE ALTE HARTMUT...

PS: Als FRUSTRIERTER RAUCHER bin ich mittlerweile FRUEH GENUG am Bahnsteig des mich betreffenden RE-Zuges, um vorher noch meinen Cigarillo zu schmauchen, im Zuge selbst den besten (weil Einzel-) Platz einzunehmen, daselbst mein STINKIGES Fischbroetchen zu verzehren, und mich sodann ueber das erbaermliche Herumgezicke sitzplatzfreier Nichtraucher (zum Theil auch noch mit ueberfluessigem Zweirad usw.) zu freuen.

Gemein? Na sicher. Berechtigt? Na und wie.
Und ich werde mit Sicherheit auch nicht aufstehen, um irgendwelchen behinderten Nichtrauchern meinen Platz zu ueberlassen (was ich frueher durchaus getan haette).
WENN IHR DEN KRIEG WOLLT, DANN HABT IHR IHN!
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Prohibitionisten aller Länder verpfeift Euch!
 
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ChristophL
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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #18 - 01.09.07 um 01:04:00
 
Zitat:
kommentierte Vereinsvorsitzender Krämer das Ergebnis dieser Wahl.


Auf Prof. Krämer ist auch in uns direkter betreffenden Zusammenhängen aufmerksam zu machen:

http://hermes.zeit.de/pdf/archiv/1999/39/Rauchen_fuer_die_Rente.pdf

http://www.aerztezeitung.de/docs/2002/11/15/207a0602.asp
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ChristophL
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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #19 - 01.09.07 um 01:08:00
 
aus smokersnews:

[...] Ab dem 1. September 2007 wird in Tschechien das Rauchen in allen internationalen Zügen der Tschechischen Bahn verboten sein. Ab 9. Dezember 2007, wenn der neue Fahrplan in Kraft tritt, verbietet die Bahn das Rauchen dann komplett in allen 7500 Zügen, die von ihr betrieben werden.

Die Tschechische Bahn folgt damit zeitgleich dem Beispiel Deutschlands und Österreichs.


Ab morgen: Rauchverbot auch in allen ÖBB-Zügen
In Slowenien, Italien und der Schweiz wird schon rauchfrei Bahn gefahren

[...] Laut ÖBB wird das Rauchverbot auch deshalb eingeführt, weil man auf Kundenwünsche eingehen wolle. Von zehn Reservierungen würden nämlich neun in Nichtraucher-Waggons gemacht.

Um die Fahrgäste auf die Umstellung zu gewöhnen, werde man vorerst auf das Rauchverbot aufmerksam machen; später jedoch werde abgestraft: "Im Dezember beim Fahrplanwechsel wird es dann auch Strafen geben. Wenn der Kunde nicht darauf eingeht und seine Zigarette nicht ausdämpft, ist eine Strafe von 40 Euro zu entrichten", so ein ÖBB-Sprecher.

Kontrollieren werden in Zukunft die Zugbegleiter. Geraucht darf dann im Zug nirgends mehr werden. In den Bahnhöfen gibt es aber weiterhin eigens ausgewiesene Raucherbereiche.

In Slowenien, Italien oder der Schweiz wird schon rauchfrei Bahn gefahren. Mit dem morgigen Tag tritt das Rauchverbot auch in Deutschland, der Slowakei und in Tschechien in Kraft.

.
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rizzo
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Si vis pacem, para bellum!

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buxtehude
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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #20 - 01.09.07 um 01:10:00
 
Zur Erinnerung


Unterschriftenaktion gegen gesetzliche Rauchverbote in der Gastronomie


Unterschriftenlisten für die jeweiligen Bundesländer gibts hier:
http://www.netzwerk-rauchen.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=62
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I'd rather have a full bottle in front of me, than a full frontal lobotomie.
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sargnagel
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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #21 - 01.09.07 um 01:20:00
 
Es gibt eigentlich nur EINEN WEG, sich fuer oberfiese Gemeinheiten zu revanchieren: DURCH OBERFIESE GEMEINHEITEN.

Durch Schweinereien, die man, mit Vorsatz und Nachdruck, ggf. auch mit Hinterlist und Heimtuecke, den fiesen Propagandist(inn)en
der NR-Mafia nachwirft!

Ach: Sie wussten noch nicht, dass Mapoela eine lesbische Affaire mit Sabaezi hat, derweil deren Ehegatte ... usw.

All diese SOGENANNTEN MENSCHHEITSBEGLUECKER(INNEN) haben irgendwie DRECK AM STECKEN...

Lasst uns die SCHWACHSTELLEN finden!
Lasst uns diese Ratten FERTIGMACHEN!

DENN SIEHE: Alle diejenigen, die sich da aufmachen, uns zu zuechtigen und zu kasteien,
SIND MENSCHLICH und haben darob ihre Schwachstellen.

Ebensolche solleth IHR nutzen, um die Feinde dr Freiheit zu vernichten!
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Rockabilly
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In dubio pro libertatem!

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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #22 - 02.09.07 um 13:50:00
 
Hier die Antwort von Pro Bahn an mich:

"

vielen Dank für Ihre Zuschrift auf unserer Meinungsseite.



Die deutlich überwiegende Mehrheit der Mitglieder und Engagierten bei PRO BAHN
steht einem generellen Rauchverbot in allen Zügen der Deutschen Bahn positiv
gegenüber und befürwortet es. In den uns vorliegenden Zuschriften und
Meinungsäußerungen der Fahrgäste und nach den Erfahrungen, die die Engagierten
bei PRO BAHN in Gesprächen mit Fahrgästen und im Bekanntenkreis gemacht haben,
überwiegen die Beschwerden über die Belästigungen durch Zigarettenrauch/-qualm
bzw. Geruch. Eine wirksame vollständige Abdichtung der Raucherbereiche, um das
Durchziehen des Qualms in die Nichtraucherbereiche zu unterbinden, ist sehr
aufwändig bzw. konstruktiv bei vielen Wagen nicht machbar. Ferner registrieren
wir, dass – aus welchen Gründen auch immer – in den Raucherbereichen häufig ein
etwas unsauberes Ambiente anzutreffen ist, leider oft mit Brandlöchern in den
Sitzpolstern. Aus diesem Grund hat PRO BAHN – unbeschadet der auch innerhalb des
Verbandes bis in den Vorstand hinein anzutreffenden a!
blehnenden Stimmen gegen ein Rauchverbot – öffentlichkeitswirksam nichts weiter
unternommen.



Die Erfahrungen in der Luftfahrt und bei den Bahnen unserer Nachbarländer
Schweiz, Frankreich und Belgien haben gezeigt, dass die Fahrgäste das allgemeine
Rauchverbot nach kurzer Umgewöhnungszeit akzeptieren und einhalten. Es gab zwar
auch dort die aus der persönlichen Betroffenheit und Verärgerung herrührenden
emotionalen Ankündigungen, nach dem Rauchverbot nicht mehr die Bahn benutzen zu
wollen, jedoch ist bei den Kunden nach kurzer Zeit die Vernunft zurückgekehrt
und die zunächst befürchteten Einbußen bei den Fahrgastzahlen blieben aus. Die
Eisenbahn ist letztlich doch die bessere Alternative gegenüber dem PKW, gerade
über weite Strecken. Diese Erkenntnis wird sich auch in Deutschland durchsetzen.



Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Vogel

Fahrgastverband PRO BAHN e.V.

"
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Christoph Suter
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Corruptissima re publica
plurimae leges!

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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #23 - 02.09.07 um 14:49:00
 
Die E-Mail-Verbindung zur Deutschen Bahn AG muss gestört sein! Vermutlich defekter Firewall  Durchgedreht

ARD-Text v. 02.09.2007

Rauchverbot: Bahn zufrieden

Nach dem Start des Rauchverbots in Fernzügen hat sich die Deutsche Bahn zufrieden gezeigt. Zwischenfälle oder Beschwerden seien nicht bekannt, sagte eine Sprecherin in Berlin.            

Die Raucherabteile der Züge würden nun gründlich gereinigt, die Rauchersymbole entfernt. Auf die Frage, ob mit der Säuberung auch der Geruch verschwinde, sagte die Sprecherin: Das dauert eine Zeit, aber das geht.                  

Auch in Bussen und Taxis müssen Reisende seit gestern auf Zigaretten verzichten.


Hier stellt sich die Frage, ob unser Dirk seine Beschwerde irrtümlich an George W. Bush gerichtet hat, anstatt an Herrn Mehdorn  Laut lachend
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #24 - 02.09.07 um 15:50:00
 
Die Raucherbewegung weist zurecht darauf hin, dass man bei Mail-, Briefantworten und telefonischen Beschwerden sich den Namen der betreffenden MitarbeiterIn notieren sollte.

Mir liegt z.B. ein Schreiben aus dem Juli vor, wo immerhin der Leiter des Zentralen Kundendialogs den protestierenden Kunden (Schreiben vom Mai) vertröstet, seine Beschwerde könne noch nicht beantwortet werden.

Auch weitere Namen lassen sich sammeln.
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magnitubel
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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #25 - 02.09.07 um 21:33:00
 
Rockabilly schrieb am 02.09.07 um 13:50:33:
vielen Dank für Ihre Zuschrift auf unserer Meinungsseite.

Die deutlich überwiegende Mehrheit der Mitglieder und Engagierten bei PRO BAHN
steht einem generellen Rauchverbot in allen Zügen der Deutschen Bahn positiv
gegenüber und befürwortet es. In den uns vorliegenden Zuschriften und
Meinungsäußerungen der Fahrgäste und nach den Erfahrungen, die die Engagierten
bei PRO BAHN in Gesprächen mit Fahrgästen und im Bekanntenkreis gemacht haben,
überwiegen die Beschwerden über die Belästigungen durch Zigarettenrauch/-qualm
bzw. Geruch. Eine wirksame vollständige Abdichtung der Raucherbereiche, um das
Durchziehen des Qualms in die Nichtraucherbereiche zu unterbinden, ist sehr
aufwändig bzw. konstruktiv bei vielen Wagen nicht machbar. Ferner registrieren
wir, dass – aus welchen Gründen auch immer – in den Raucherbereichen häufig ein
etwas unsauberes Ambiente anzutreffen ist, leider oft mit Brandlöchern in den
Sitzpolstern. Aus diesem Grund hat PRO BAHN – unbeschadet der auch innerhalb des
Verbandes bis in den Vorstand hinein anzutreffenden a!
blehnenden Stimmen gegen ein Rauchverbot – öffentlichkeitswirksam nichts weiter
unternommen.

Die Erfahrungen in der Luftfahrt und bei den Bahnen unserer Nachbarländer
Schweiz, Frankreich und Belgien haben gezeigt, dass die Fahrgäste das allgemeine
Rauchverbot nach kurzer Umgewöhnungszeit akzeptieren und einhalten. Es gab zwar
auch dort die aus der persönlichen Betroffenheit und Verärgerung herrührenden
emotionalen Ankündigungen, nach dem Rauchverbot nicht mehr die Bahn benutzen zu
wollen, jedoch ist bei den Kunden nach kurzer Zeit die Vernunft zurückgekehrt
und die zunächst befürchteten Einbußen bei den Fahrgastzahlen blieben aus. Die
Eisenbahn ist letztlich doch die bessere Alternative gegenüber dem PKW, gerade
über weite Strecken. Diese Erkenntnis wird sich auch in Deutschland durchsetzen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Vogel

Fahrgastverband PRO BAHN e.V.


Zwei Herzen schlagen, ach, in meiner Brust.
Artikel vom 2.9.07 im Kölner Stadtanzeiger:
http://www.ksta.de/html/artikel/1188718669886.shtml

Bahn-Rauchverbot: Reisende gelassen, Mitarbeiter verärgert
...Kritik kommt aber vom Fahrgastverband Pro Bahn. Verbandspräsident Karl-Peter Naumann warnt vor ärgerlichen Folgen: "Starke Raucher werden auf die Toiletten ausweichen." Das habe sich schon in den Regionalzügen gezeigt, nachdem dort Anfang Juli die Raucherabteile abgeschafft worden seien. "Kleine Raucherzellen" mit einer starken Entlüftung - sowohl in Zügen als auch auf Bahnsteigen - wären seiner Meinung nach die bessere Lösung gewesen. Damit würde auch vermieden, dass die Reisenden vor den Bahnhöfen rauchen und die Kippen dort wegwerfen...
...Pro Bahn-Vorstand Naumann bezweifelt aber, dass die rauchenden Fahrgäste sich weiterhin so sehr beherrschen können. Etwa die Hälfte aller Raucher unter den Bahnfahrern werde künftig für längere Fahrten auf die Bahn verzichten, prophezeit er. So wie Peter Leinweber, der nur zum Abholen zum Stuttgarter Bahnhof gekommen ist: " Das Rauchverbot ist für mich ein Grund, nicht mit dem Zug zu fahren."

Diese Möglichkeit haben rauchende Bahn-Beschäftigte nicht. Bei den Mitarbeitern sei die neue Regelung gut angenommen worden, sagt zwar eine Unternehmenssprecherin. Die Beschwerden über das Verbot sind unter den uniformierten Service-Kräften dennoch am lautesten. " Das ist anmaßend", schimpft ein Mitarbeiter in Frankfurt. Und solche Stimmen sind in allen Städten zu hören. "Ich finde das überhaupt nicht gut", sagt eine Schaffnerin, kurz bevor ihr ICE Berlin in Richtung Stuttgart verlässt. "Aber ich habe Kaugummis dabei", ruft sie noch, bevor sich die Tür schließt
...

Weiss denn bei Pro Bahn der eine nicht, was der andere in Interviews von sich gibt?

Interessant jedenfalls, dass selbst ein ProBahn-Sprecher mit immerhin 50% Ausfällen unter den rauchenden Fahrgästen rechnet.
Unsere Bätzing meinte ja letzt in einem Interview, es sei zu kompliziert extra Personal zu finden, welches bereit wäre, in Raucherabteilen zu arbeiten. Nun, wie mir scheint, ist dies einfacher als die Dame denkt.

Aber eines muss an dieser Stelle festgestellt werden. Dies ist immerhin einer der wenigen Artikel in der deutschen Presse, welcher nicht in das ewige "AllesindglücklichmitRachverboten"-Horn stösst.
Ist doch immerhin auch schon mal was, man wird ja bescheiden... Durchgedreht
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #26 - 02.09.07 um 22:30:00
 
Rockabilly schrieb am 02.09.07 um 13:50:33:
Hier die Antwort von Pro Bahn an mich:

"

vielen Dank für Ihre Zuschrift auf unserer Meinungsseite.



Die deutlich überwiegende Mehrheit der Mitglieder und Engagierten bei PRO BAHN
steht einem generellen Rauchverbot in allen Zügen der Deutschen Bahn positiv
gegenüber und befürwortet es. In den uns vorliegenden Zuschriften und
Meinungsäußerungen der Fahrgäste und nach den Erfahrungen, die die Engagierten
bei PRO BAHN in Gesprächen mit Fahrgästen und im Bekanntenkreis gemacht haben,
überwiegen die Beschwerden über die Belästigungen durch Zigarettenrauch/-qualm
bzw. Geruch. Eine wirksame vollständige Abdichtung der Raucherbereiche, um das
Durchziehen des Qualms in die Nichtraucherbereiche zu unterbinden, ist sehr
aufwändig bzw. konstruktiv bei vielen Wagen nicht machbar. Ferner registrieren
wir, dass – aus welchen Gründen auch immer – in den Raucherbereichen häufig ein
etwas unsauberes Ambiente anzutreffen ist, leider oft mit Brandlöchern in den
Sitzpolstern. Aus diesem Grund hat PRO BAHN – unbeschadet der auch innerhalb des
Verbandes bis in den Vorstand hinein anzutreffenden a!
blehnenden Stimmen gegen ein Rauchverbot – öffentlichkeitswirksam nichts weiter
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Die Erfahrungen in der Luftfahrt und bei den Bahnen unserer Nachbarländer
Schweiz, Frankreich und Belgien haben gezeigt, dass die Fahrgäste das allgemeine
Rauchverbot nach kurzer Umgewöhnungszeit akzeptieren und einhalten. Es gab zwar
auch dort die aus der persönlichen Betroffenheit und Verärgerung herrührenden
emotionalen Ankündigungen, nach dem Rauchverbot nicht mehr die Bahn benutzen zu
wollen, jedoch ist bei den Kunden nach kurzer Zeit die Vernunft zurückgekehrt
und die zunächst befürchteten Einbußen bei den Fahrgastzahlen blieben aus. Die
Eisenbahn ist letztlich doch die bessere Alternative gegenüber dem PKW, gerade
über weite Strecken. Diese Erkenntnis wird sich auch in Deutschland durchsetzen.



Mit freundlichen Grüßen,

Ulrich Vogel

Fahrgastverband PRO BAHN e.V.

"

Es ist ja ganz klar das die Verantwortlichen von Pro Bahn ins gleiche Horn blasen wie alle andern. Sie würden ja sonst ihr Gesicht verlieren.
Und es muss auch mal gesagt werden. dass es halt viele feine Näschen gibt, die nur schon vom Geruch ( nicht Rauch )  gestört sind.

Also ich fühle mich gestört von den Fritten die gerade mit in den Zug genommen wurden.
Ich fordere ein ABSOLUTES Fressverbot in den Zügen
oder
die Dame mit Ihrem penetranten Parfüm, igittigitt
vor dem Einsteigen WASCHEN bitte
oder der Alki mit seiner Alkoholfahne, buh OBLIGATORISCH nur nüchtern reisen
oder
der nasse Hund wäh der stinkt. bitte ZUHAUSE LASSEN

Apropos Essen im Zug: in den Baslertrams  gibt es ein ESS, SCHLECK und TRINKVERBOT
Ich fordere das auch bei der Bahn

oder ist das ein Verhältnisblödsinn
Laut lachend
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #27 - 02.09.07 um 22:47:00
 
Zitat:
   Weiss denn bei Pro Bahn der eine nicht, was der andere in Interviews von sich gibt?


Der Präsident scheint eine andere Meinung als " Die deutlich überwiegende Mehrheit der Mitglieder und Engagierten bei PRO BAHN" zu haben.

Vermutlich haben sie den Intelligentesten zum Präsidenten gewählt.



Zitat:
  Ich fordere ein ABSOLUTES Fressverbot in den Zügen


Das kommt auch noch, wenn sie sich die Reinigung von Krümeln und Flecken sparen wollen.
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Dirk
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Re: Prostest bez. Deutsche Bahn
Antwort #28 - 02.09.07 um 23:05:00
 
Rockabilly schrieb am 02.09.07 um 13:50:33:
Hier die Antwort von Pro Bahn an mich:"vielen Dank für Ihre Zuschrift auf unserer Meinungsseite...
...Mit freundlichen Grüßen, Ulrich Vogel, Fahrgastverband PRO BAHN e.V. "


Wortgleich die Antwort vorgestern Abend an mich – auf die ich (leicht verärgert und eigentlich nicht strukturiert genug) antwortete:


Sehr geehrter Herr Vogel,

besten Dank für Ihre schnelle Antwort und den Versuch, mich gestern Abend telefonisch zu erreichen - das überraschte mich positiv und hatte ich auch nicht erwartet, da ich Ihrem Verband meine Beschwerde an die Deutsche Bahn nur zur Kenntnis geben wollte; eventuell habe ich mich auch nicht klar genug ausgedrückt.

Zwei Gründe möchte ich noch einmal anführen, der Bahn den Rücken zu kehren.

1 - ein Bündel von Gründen
Etwa 1/3 der Bevölkerung sind Raucherinnen/Raucher und es ist und bleibt eine Ausgrenzung für sie.
Bei kurzen Strecken kein Problem - aber bei langen Strecken ist und wird es ein Problem.
Bislang schon waren wesentlich weniger Plätze im ICE für Raucher vorgesehen, als es ihrem Bevölkerungsanteil entsprach, da gab es seitens der Raucher keine Beschwerden.
Die wenigen ICE-Raucherabteile waren am Anfang und am Ende des ICE lokalisiert - kein Nichtraucher war gezwungen, sie zu betreten oder zu durchqueren.
In den Nichtraucherabteilen vor bzw. nach den Raucherwagons war auch für empfindliche Nasen nichts vom Rauch aus dem Raucherwagon zu riechen (es sei denn, Raucher hielten sich unerlaubterweise in den Verbindungsgängen rauchenderweise auf).
Ihr Vergleich mit einem Flugzeug ist völlig fehl am Platz - dort gibt es keine voneinander getrennten Wagons.
Und nicht zuletzt: Inzwischen gibt es hinreichend viele Studien, die die vom DKFZ in Heidelberg propagierten 3.301 Tote durch Passivrauch mehr als nur in Zweifel ziehen, die die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit entsprechender Studien widerlegt haben.
Meines Erachtens geht es der Bahn nicht um Nichtraucherschutz oder um Schutz vor Belästigungen - es geht ihr allein um Minimierung von Reinigungskosten. Auf Kosten der Raucher.

2
Ich habe grundsätzlich etwas dagegen, dass sich der Staat immer mehr mit Verordnungen und Gesetzen in Bereiche einmischt, die zivilisierte Menschen im Konsens miteinander auch ohne lösen können (und es jahrhundertelang auch so gemacht haben).
Nur weil eine Minderheit fundamentalistischer Nichtraucher laut schreit? Die Mehrheit der Nichtraucher, mit denen ich jedenfalls zu tun habe, konnten sich mit Rauchern bislang immer gut arrangieren. Fundamentalisten gibt es bei den Nichtrauchern und sicher auch bei den Rauchern - aber können deren Forderungen der Maßstab sein?
Finden wir nächstens auf jeder Weinflasche Etiketten "Alkohol schädigt ihre Gesundheit" - ich befürchte: ja...
Dann sind die »Dicken« dran und werden gesetzlich verpflichtet, täglich 20 Kniebeugen zu machen. Ich möchte mir jedenfalls nicht vorschreiben lassen, was ich esse und was nicht...
Wieviel Tote gibt es jedes Jahr durch den Straßenverkehr, besonders umwelterträglich ist der Verkehr auch nicht und der emittierte Schadstoff wahrlich gefährlicher für den Menschen als "Passivrauch" - sollte deswegen privater PKW-Verkehr eingeschränkt werden? Möglicherweise erleben wird das auch noch...
...


Ich fahre jeden Monat mehrfach lange Strecken (über 3 Stunden) im ICE, oft jede Woche - warum sollte ich das weiterhin tun, wenn ich nicht rauchen darf? Da kann ich diese Entfernungen auch im Flugzeug (und meist sogar trotz BahnCard 50 kostengünstiger und in der Regel oft auch schneller) zurücklegen.
Der PKW ist keine Alternative zur Bahn - da gebe ich Ihnen völlig Recht.
Das die meisten das Rauchverbot über kurz oder lang akzeptieren - das wundert mich nicht, denn die meisten haben keine Alternative und müssen sich "dem Schicksal" fügen. Aber dadurch wird es nicht besser...
Trotzdem: Sind nicht seit Einführung des Rauchverbots in den ICE-Bistros die Umsätze deutlich zurückgegangen? Zumindest mein Augenschein lässt mich das vermuten...

Ich kenne mindestens 10 Raucherinnen/Raucher, die ähnlich oft wie ich bislang mit der Bahn fahren und die ihre BahnCard jetzt zurückgegeben haben - von ihnen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens 7 auf Dauer keine Kunden der Bahn für lange Strecken mehr.
Da der Raucheranteil aber nur 30 Prozent der Bevölkerung ausmacht - relativieren sich die Zahlen natürlich. Aber das kann doch wohl nicht der Maßstab sein - der Auftrag der Bahn ist, Bürger zu befördern und nicht, ihre Gesundheitserziehung zu betreiben.

Ich bleibe also dabei:
Das Rauchverbot auf langen Strecken - also in IC, EC und vor allem in ICE ist unangemessen.
Es grenzt aus.
Es reglementiert, wo es nichts zu reglementieren gibt.

Und so sehr ich mich gefreut habe, so schnell von Ihnen Antwort bekommen zu haben und so sehr ich es Ihrem Verband hoch anrechne, sich zu dem Thema öffentlich nicht geäußert zu haben, so sehr bedrückt es mich, dass auch Ihr Verband der allgemeinen Nichtraucherhysterie und dem Regulierungswahn ergibt und sich nicht auch als Interessenvertreter der rauchenden Bahnfahrerinnen/-fahrer versteht.

Mit freundlichen Grüßen

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Dirk
 
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