PRISON ISLAND UPDATE (gefunden via Forces International)…
Darüber, ob das Wegwerfen von Zigarettenkippen im öffentlichen Raum bestraft werden (dürfen) sollte, herrscht bekanntermaßen auch in unseren Kreisen Uneinigkeit.
Hierzulande ist diese Frage v o n O r t z u O r t unterschiedlich geregelt (der gute alte Föderalismus…).
Derweil ich in diesem Zusammenhang zum Anarcho-Flügel gehöre, kann ich mit dieser Handhabung leben (ich habe mir lediglich gegenüber einigen Städte mit restriktiver
Politik und regem Ordnungsamt ein eher restriktives Einkaufsverhalten auferlegt).
Auf der Gefängnisinsel ist man uns in Sachen Polizeistaat bekanntlich um Jahre voraus. Das Wegwerfen von Kippen wird landesweit drastisch bestraft.
Das Wegwerfen von Kippen? ??Darunter versteht man doch das, was am Ende des Rauchens übrigbleibt, das abgebrannte Endstück, meistens in einem Filter endend?
Nicht unbedingt … jedenfalls nicht in Sandwell:
http://www.annaraccoon.com/politics/fighting-them-on-the-sandwell/Der Fall in Kürze:Die Rentnerin Sheila Martin (70) wartete an einer Bushaltestelle ohne Wartehäuschen, und rauchte dabei eine Zigarette.
Sie rauchte sie allerdings nur halb, denn der Bus kam, und sie wollte den hinteren Teil später rauchen. Zu diesem Zweck steckte sie diesen in ihre Tasche.
Was dabei auf den Boden fiel, war ASCHE.
Und schon traten zwei der städtischen Vollzugsknechte (“Enforcement Wardens”) auf sie zu, um ihr einen Bussgeldbescheid über FÜNFUNDSIEBZIG PFUND für das Wegwerfen einer Zigarettenkippe aufzubrummen (im Widerspruch zur gesetzlichen Definition von „Kippe“).
Frau Martin zahlte nicht, und bekam von der Gemeinde eine letzte Mahnung, die Androhung eines Bußgeldes von ZWEIEINHALBTAUSEND PFUND (ersatzweise Gefängnis) zuzügl. Gebühren, Aussicht auf eine Anhörung in ein paar Monaten.
Die Bloggerin Anna Raccoon , aus deren Blog diese Informationen stammen, hat sich angesichts dieses Skandals an die Ortsbehörden gewandt, und wurde auf die
Sandwell Wardens Enforcement Policy verwiesen, die sie als
Zitat:„erschreckende Lektüre, ein feines Beispiel für eine totalitäre Regierung, wie sie Sheilas Vater so mutig kämpfend zu verhindern gesucht hatte“
bezeichnet:
http://www.laws.sandwell.gov.uk/ccm/content/community-safety/community-street-wa...Anna Raccoon hat zusammen mit Nick Hogan, der Libertarian Party und dem Sunday Mercury
http://www.sundaymercury.net/news/midlands-news/2010/08/15/oldbury-gran-threaten...eine Kampagne PRO SHEILA MARTIN gestartet …
Zitat: „Vor 70 Jahren waren wir bereit, „sie an den Stränden zu bekämpfen“ – wie passend, dass wir uns jetzt darauf vorbereiten, ihnen in einer Sandkuhle (>Sandwell) entgegenzutreten.“
Zitat: „Sollte diese Sache vor Gericht Bestand haben, dann könnte im Prinzip jeder auf der Straße Rauchende mit einer 75-Pfund-Buße belegt werden“
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PS: Sandwell, Sandwell, irgendwie klingelte beim Klang dieses Namens etwas in meinem Hinterkopf…
Die „Erleuchtung“:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hot_fuzz Zitat:…
Der Londoner Polizist Nicholas Angel wird nach Sandford versetzt, dem Dorf mit der niedrigsten Verbrechensrate in ganz England
…
und kommt somit einer Verschwörung der Sandforder Bürgerwehr auf die Spur. Die Verschwörer, zu denen auch der Polizeichef gehört, töten jeden, der die Idylle des Dorfes stört und dadurch die Auszeichnung von Sandford zum „Dorf des Jahres“ (im Original: Best Village Award) gefährden würde. Die Leichen werden im Verlies der örtlichen Burg verscharrt.
…
Aha!