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Schweinegrippe-Pandemie (Gelesen: 68421 mal)
Carolus Magnus
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Beiträge: 1979
Schweiz
Re: Schweinegrippe-Pandemie
Antwort #390 - 18.02.12 um 15:59:33
 
Umstrittenes Kurz-Moratorium der Vogelgrippe-Forscher

Montag, 23. Januar 2012

Rotterdam/Madison - Die beiden Forschergruppen, die das Vogelgrippevirus mit Genen konventioneller Influenzaviren zu einem neuen „Supererreger" rekombiniert haben, wollen ihre Experimente für 60 Tage ruhen lassen. Das teilten die Forscher jetzt in Science und Nature zusammen mit anderen Forschergruppen mit. In den beiden Journalen sollen auch „entschärfte" Publikationen zu den Experimenten erscheinen, die die Infektiosität und Pathogenität des Erregers dokumentieren.

Die beiden Forschergruppen um Ron Fouchier vom Erasmus Medical Center in Rotterdam und um Yoshihiro Kawaoka von der Universität von Wisconsin in Madison hatten das rekombinante Virus an Frettchen erprobt. Sie konnten zeigen, dass das Influenzavirus H5N1, das normalerweise nur Vögel befällt, in der neuen Variante die Tiere über den Luftweg infizierte und innerhalb kurzer Zeit tötete.

Die US-Regierung war vom National Science Advisory Board for Biosecurity (NSSAB) über die bevorstehenden Publikationen informiert worden. Sie hatte daraufhin erfolgreich bei Science und Nature interveniert. Die Publikationen wurden vorerst verschoben. Details, die bioterroristischen Nachahmern die Herstellung der Superviren ermöglichen könnte, sollen aus dem Methodenteil der Publikationen entfernt werden. Dem haben auch die Autoren zugestimmt.

In der Öffentlichkeit, die erst durch die Bedenken des NSSAB von den Experimenten erfuhr, überwog dagegen die Sorge vor einer versehentlichen Freisetzung des Viren durch die Forscher, die ihre Experimente nur unter den Bedingungen der zweitobersten Sicherheitsstufe durchgeführt hatten.

Diesem doppelten Druck durch Regierung und Öffentlichkeit haben sich die beiden Forschergruppen jetzt gebeugt. Eine Gruppe von 39 Forschern kündigte vergangenes Wochenende an, für 60 Tage keine weiteren Experimente durchzuführen. In der Zwischenzeit sollen Rahmenrichtlinien entwickelt werden, die festlegen, unter welchen Bedingungen die Forschung fortgesetzt werden kann.

„Wie erkennen an, dass wir und der Rest der wissenschaftlichen Gemeinschaft die Vorteile dieser wichtigen Forschung und die Maßnahmen erklären müssen, die zur Minimierung der Risiken ergriffen wurden", heißt es in dem öffentlichen Brief, ohne dass dieser bereits Vorschläge enthält. Diese sollen im nächsten Monat auf einer Tagung der Weltgesundheitsorganisation in Genf diskutiert werden.

Schon jetzt deutet sich allerdings an, dass eine Einigkeit nicht so leicht zu erzielen sein wird. Die beiden Forschergruppen halten ihre derzeitigen Sicherheitsmaßnahmen für ausreichend. Beide Gruppen hatten ihre Experimente in Labors der Biologischen Schutzstufe 3 (biosafety level 3, BSL-3) durchgeführt. Sie sieht vor, dass das Labor baulich abgetrennt ist. Die Experimente werden bei Unterdruck durchgeführt und die Abluft wird durch Partikelfilter gereinigt.

Sicherer wäre ein BSL-4-Labor, das hermetisch abgeriegelt ist. Diese aufwendige Einrichtung gibt es weder in Rotterdam noch in Madison, weshalb die Forschergruppen diese Auflagen auch ablehnen. Sie halten die Bedenken der Öffentlichkeit für überzogen. In der Stellungnahme ist deshalb auch nur von einer „empfundenen Angst" (perceived fear) die Rede.

Es haben sich jedoch bereits Forscher zu Wort gemeldet, die eine Biologische Schutzstufe 4 für angemessen halten. Richard Ebrigh von der Rutgers Universität des Bundesstaates New Jersey, hat gegenüber Nature bereits Bedenken angemeldet. Der Molekularbiologe zweifelt auch am Nutzen der Studien, die nach Ansicht der betroffenen Forschergruppen die Vorhersage der Pathogenität künftiger Epidemien vorhersehbar machen soll.

Die US-National Institutes of Health (NIH) sind dagegen vom Nutzen der Forschung überzeugt und begrüßten deshalb das zeitlich befristete Moratorium. Die Centers for Disease Control and Prevention vertraten die Ansicht, dass die Bedingungen in BSL-3-Sicherheitslabors ausreichen, um eine Freisetzung des Virus in die Umwelt zu verhindern.

Dass 60 Tage genügen werden, um einen wissenschaftlichen Konsens zu erzielen und darüber hinaus die Öffentlichkeit durch Informationen zu überzeugen, erscheint wenig wahrscheinlich. Das letzte (und bisher einzige) Moratorium zur biomedizinischen Grundlagenforschung in den USA dauerte zwei Jahre. Auf der Asilomar Conference im Jahr 1976 konnten sich die Forscher auf einige Grundsätze für Genexperimente (mit rekombinanten Erregern) einigen.
© rme/aerzteblatt.de
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Carolus Magnus
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Re: Schweinegrippe-Pandemie
Antwort #391 - 18.02.12 um 16:05:43
 
RaucherHB schrieb am 04.04.11 um 20:39:18:
Schweinegrippe schon vergessen?

Die Tamiflulüge

Zitat:
Die WHO gab in ihren Pandemieempfehlungen den Hinweis, Impfmittel und das Grippemittel Tamiflu national zu bevorraten. Das führt global zu Milliardenaufwendungen für diese Mittel. Was die WHO nicht veröffentlichte: Die drei Wissenschaftler, die diese Empfehlungen maßgeblich prägten: Hayden Monto und Nicholson erhielten in der Zeit auch Geld von den Herstellern der Substanzen. GLK (Glaxo) und Roche.


http://www.swr.de/odysso/-/id=1046894/did=7847804/pv=video/nid=1046894/18nvgdd/i...


Hat jemand das Video auf HDD?
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ChristophL
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Re: Schweinegrippe-Pandemie
Antwort #392 - 10.11.17 um 19:51:29
 
Zitat:
Der Fehlalarm der WHO soll der Pharmawelt weltweit mehr als 18 Milliarden US-Dollar eingebracht haben.

Die, die damals in der WHO den Ton angegeben haben, finden sich heute teilweise in Spitzenpositionen der Pharmaindustrie wieder. Klaus Stör beispielsweise, der jahrelang an der Spitze der Schweinegrippe Taskforce stand, bekleidet heute Spitzenpositionen des Pharmariesen Nowatis. [soll wohl Novartis heißen]


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