xila
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... hat meistens recht ;)
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Alles schön und gut - und ich habe in der Sache auch an euren Erkenntnissen gar nichts auszusetzen.
Nur: Was folgt für euch daraus?
Es ist sinnlos, mit solchen Vergleichen an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie erzielen ganz bestimmt nicht die Wirkung, daß die Leute dann fürchterlich betroffen sind und spontan Lichterketten für die diskriminierten Raucher zu bilden, sondern im Gegenteil: Sie sorgen dafür, daß wir mühelos als ein Haufen Wirrköpfe hingestellt werden können. Da müssen die Antis noch nicht einmal nachhelfen, die üblichen Reflexe lösen bei ganz normalen Leuten von ganz alleine aus.
Finden wir uns damit ab: Sogar dann, wenn Raucher (z.B. mit der Begründung, als Third-Hand-Smoke-Schleudern für andere leichter erkennbar zu sein) gezwungen würden, ein Äquivalent zum gelben Stern zu tragen, würden diese Reflexe immer noch dazu führen, daß solche Vergleiche als anmaßend betrachtet würden.
Solche Vergleiche werden meiner Einschätzung nach erst gefahrlos gezogen werden können, wenn der Antiraucherspuk vorbei ist, und auch dann nur, falls das Ausmaß der Diskriminierung ein bestimmtes Level überschreiten wird - was wir jetzt doch mal alle nicht hoffen wollen.
Ich finde nach wie vor die Diskrepanz zwischen medialer Hetze und Alltagsverhalten von Nichtrauchern Rauchern gegenüber höchst interessant. Das deckt sich nämlich in der Tat mit den Alltagserfahrungen jüdischer und nichtjüdischer Zeitzeugen der Schlüsseljahre 1932 bis 1935, ein Zeitraum, mit dem ich mich intensiv befaßt habe, weil damals im Grunde noch völlig offen war, ob die gesetzliche Diskriminierung der Juden vielleicht doch noch von alleine an einen Endpunkt kommen würde, ab dem es einen "Roll back" hätte geben können, und ich irgendwie immer noch auf der Suche nach dem Punkt bin, auf den ich zeigen könnte, wenn es um die Frage geht: Wann war die letzte Gelegenheit, die weitere Entwicklung zu verhindern?
Ich glaube, es war Sebastian Haffner in "Geschichte eines Deutschen", der vom schleichenden Zerfall seines Freundeskreises, der allmählichen Aufspaltung in Juden und Nichtjuden, berichtete - eine Entwicklung, die sich dieser Freundeskreis zunächst überhaupt nicht hätte vorstellen können, die aber unmittelbar nachdem Hitler Reichskanzler geworden war, einzusetzen begann.
All der Diskriminierungskram war ja zu jener Zeit gar nicht neu gewesen, nur hatte er auf das Alltagsverhalten von Juden und Nichtjuden im persönlichen Umgang kaum einen Einfluß gehabt. Entscheidend war, daß die Gesetzgebung den persönlichen Umgang erschwerte und das Ziel, Juden und Nichtjuden voneinander zu trennen, mit solcher Hartnäckigkeit beibehalten wurde und über die gesamten zwölf Jahre konsequent Schritt für Schritt immer weiterverfolgt wurde.
Deutschland und der größte Teil Europas hinken weit hinterher, was die hartnäckige Weiterverfolgung des Ziels, Raucher und Nichtraucher in allen Lebenslagen voneinander zu trennen, betrifft. Da sind sie im angelsächsischen Raum schon ein gutes Stück weiter, aber ob diese Entwicklung anhalten wird, läßt sich im Moment noch nicht sicher sagen. Es hängt auch davon ab, ob dort der third hand smoke als Faktor für Gesundheitsgesetzgebung aufgegriffen wird oder nicht. Und das wiederum hängt sicherlich zum einen davon ab, wieviel Geld den Antis zur Verfügung steht, aber auch davon, ob der Rest der Welt wirklich so brav nachzieht, wie es zeitweise ja den Anschein hatte.
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