Willkommen Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren
Netzwerk-Rauchen
 
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren  
 
Seiten: 1 2 
Thema versenden Drucken
Drogenranking (Gelesen: 4091 mal)
DeutschLehrer
Junior Member
**
Offline



Beiträge: 61
Seifhennersdorf
Geschlecht: male
Drogenranking
09.10.10 um 09:32:22
 
Gerade auf Vox in BBC-Exklusiv gesehen:
http://www.2k12.de/2008/03/bbc-doku-das-drogen-abc-auf-vox/
Nikotin auf Platz 9

Gruß DL
Zum Seitenanfang
 

Raachst - sterbst, raachst net - sterbst aach !
 
IP gespeichert
 
perle
Advanced Member
*****
Offline



Beiträge: 6162
Re: Drogenranking
Antwort #1 - 09.10.10 um 10:04:40
 
wenn ich mich recht erinnere, verharrt nikotin seit jahren auf einer vergleichbaren position. ich meine, eine ähnliche auflistung vor ein paar jahren irgendwo schon einmal gesehen zu haben, und da war nikotin auch auf platz 9.

das zeigt, daß der tabakkonsum, aller jubelmeldungen zum trotz, seit jahren relativ konstant bleibt, und sich auch dank exzessiver "präventionspolitik" nicht auf einen hinteren rang zurückgefallen ist.

generell zu kritisieren ist, daß nikotin auf einer liste mit drogen erscheint, die entweder nur illegal, oder aber mittels rezept erhältlich sind.

tabakwaren dagegen sind ein legales produkt, und können überall und auch ohne entsprechende lizenz gekauft werden. es sei denn, man sähe die altersgrenze als lizenz.
Zum Seitenanfang
« Zuletzt geändert: 09.10.10 um 10:07:21 von perle »  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
 
IP gespeichert
 
Meinrad
Senior Member
****
Offline


Wider das tierische Abstinenzlertum
!

Beiträge: 1488
Re: Drogenranking
Antwort #2 - 09.10.10 um 14:57:10
 
Der hier ist noch von früher und da hat man Tabak noch überhaupt nicht zu den Drogen gezählt :

http://www.dieter-gase.de/page3.htm
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
Raucherhusten
Advanced Member
*****
Offline


Gott sei Dank bin ich
Atheist

Beiträge: 3367
90449 Nürnberg
Geschlecht: male
Re: Drogenranking
Antwort #3 - 10.10.10 um 12:07:35
 
Nun, wenn Nikotin so süchtig macht, wie willensstark muß ich dann sein, der ich schon seit 2 Monaten und 10 Tagen nicht mehr rauche.
Zum Seitenanfang
 

"Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird." (Le Bon, Psychologie der Massen)
 
IP gespeichert
 
Matrix
Advanced Member
*****
Offline


In tyrannos!

Beiträge: 3572
1230 Wien
Re: Drogenranking
Antwort #4 - 11.10.10 um 20:36:23
 
Zitat:
generell zu kritisieren ist, daß nikotin auf einer liste mit drogen erscheint, die entweder nur illegal, oder aber mittels rezept erhältlich sind.


Genau das ist die Masche der Tabak-Kontrolle: Mische Nikotin ständig unter verbotene oder rezeptpflichtige Substanzen - dann sickert in die Gehirne ein, was das doch für ein Pfui-Stoff ist. Nur leider haben die meisten Menschen ganz andere Erfahrungen damit, wie etwa unser Raucherhusten  Cool

Wieder nix: Erwiesenermaßen schrecken eindeutig zu durchschauende, durch andere/eigene Erfahrungen als glatte Lügen zu widerlegende Behauptungen in der "(Sucht-)Prävention" überhaupt nicht ab - sondern animieren sogar zum Gegenteil...
Zum Seitenanfang
 

Tu felix Austria fume ...
 
IP gespeichert
 
Raucherhusten
Advanced Member
*****
Offline


Gott sei Dank bin ich
Atheist

Beiträge: 3367
90449 Nürnberg
Geschlecht: male
Re: Drogenranking
Antwort #5 - 12.10.10 um 08:01:15
 
Matrix schrieb am 11.10.10 um 20:36:23:
Zitat:
generell zu kritisieren ist, daß nikotin auf einer liste mit drogen erscheint, die entweder nur illegal, oder aber mittels rezept erhältlich sind.


Genau das ist die Masche der Tabak-Kontrolle: Mische Nikotin ständig unter verbotene oder rezeptpflichtige Substanzen - dann sickert in die Gehirne ein, was das doch für ein Pfui-Stoff ist. Nur leider haben die meisten Menschen ganz andere Erfahrungen damit, wie etwa unser Raucherhusten  Cool

Wieder nix: Erwiesenermaßen schrecken eindeutig zu durchschauende, durch andere/eigene Erfahrungen als glatte Lügen zu widerlegende Behauptungen in der "(Sucht-)Prävention" überhaupt nicht ab - sondern animieren sogar zum Gegenteil...

Es ist das paradoxe. Ist lediglich eine Kopfsache, das Rauchen aufzuhören. Wenn man das mal drinnen hat, dann ist der Rest sehr einfach. Was mir auffällt, das die Antis doch so sehr auf "dieser Sucht" beharren kommt mir so vor, als würden sie das nur machen, um damit für die Produkte der Pharmalobby zu werben, nach dem Motto, ohne diese schaffst Du das nicht.

Ich kenne übrigens keinen, der es mit der Chemie der Pharmaindustrie geschafft hätte, das Rauchen aufzuhören. Alle haben einfach so aufgehört und die wenigsten hatte dabei sog. "Entzugserscheinungen"
Zum Seitenanfang
 

"Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird." (Le Bon, Psychologie der Massen)
 
IP gespeichert
 
Matrix
Advanced Member
*****
Offline


In tyrannos!

Beiträge: 3572
1230 Wien
Re: Drogenranking
Antwort #6 - 12.10.10 um 08:36:37
 
Diese verlogene Sucht-Diskussion soll ja nur zweierlei:

Erstens die Pharma-Produkte bewerben.

Zweitens Raucher, die auf ihr Recht, doch im öffentlichen oder privaten Raum rauchen zu können, pochen, als Süchtige zu diffamieren. Damit wird ihnen das Recht auf ihre Gewohnheit und ihren Genuss abgesprochen, denn sie seien ja Junkies, die behandelt gehören.
Zum Seitenanfang
 

Tu felix Austria fume ...
 
IP gespeichert
 
Karlo
Junior Member
**
Offline


Hab die Faxen dicke!

Beiträge: 95
Bayern
Geschlecht: male
Re: Drogenranking
Antwort #7 - 12.10.10 um 09:15:49
 
Raucherhusten schrieb am 12.10.10 um 08:01:15:
Ist lediglich eine Kopfsache, das Rauchen aufzuhören. Wenn man das mal drinnen hat, dann ist der Rest sehr einfach.


Lieber Raucherhusten, tut mir leid, das sagen zu müssen, aber das seh ich wirklich anders. Ich habe in den letzten 10 Jahren dreimal veruscht, mir das Rauchen abzugewöhnen und hab's zweimal ca. 1 Jahr und einmal drei Monate durchgehalten. Auch nach 1 Jahr war das Verlangen keinesfalls weg. Da brauchte es immer nur irgendeine blöde Situation und ich hab halt doch wieder nach den Sargnägeln gegriffen. Körperliche Symptiome hab ich nie bemerkt aber die psychische Abhängigkeit nach Nikotin ist, zumindest bei mir, eben nicht "lediglich" eine Kopfsache, sondern eine Sucht. Ich glaube auch nicht, dass der Erfolg einer Nikotinentwöhnung eine Sache der Willenskraft ist, sondern eher eine Frage der genetische Disposition des Einzelnen. Also, ich geb's zu: Ich bin nikotinsüchtig. Trotzdem will ich weiterhin meiner Sucht fröhnen und will auch keine Hilfe von der Pharmaindustrie.
Zum Seitenanfang
 

I know a man who gave up smoking, drinking, sex, and rich food. He was healthy right up to the day he killed himself.
Johnny Carson
 
IP gespeichert
 
Bonnie
Full Member
***
Offline


Wer jetzt noch raucht,
ist schon wieder Avantgarde

Beiträge: 373
NRW
Geschlecht: female
Re: Drogenranking
Antwort #8 - 12.10.10 um 10:03:40
 
Auch in dem Punkt "Nikotinsucht" scheinen die Menschen unterschiedlich zu sein. Es gibt die Gelegenheitsraucher, die anscheinend nicht süchtig werden und die Raucher, die ständig rauchen (müssen?). Wenn diese aufhören, gibt es auch unterschiedliche Spielarten. Ich kenne eine, die ganz leicht aufgehört hat und nie wieder das Verlangen hatte. In deren Gegenwart kann man auch rauchen, ohne rausgeschmissen, verunglimpft oder angehustet zu werden Zwinkernd
Aber ich bin mir nicht sicher, ob sie jemals inhaliert hat  Durchgedreht

Dann gibt es diejenigen, denen das Nichtrauchen so schwer fällt, daß sie es allen anderen verbieten müssen, um nicht selbst wieder in Versuchung geführt zu werden, das ist dann eine Gruppe der militanteren Antis. Natürlich gibt es auch Nichtraucher, die Antis sind. Woher die ihre Motivation beziehen, weiß ich allerdings nicht. Vielleicht sind die lungenkrank ? Gibt ja auch viele Leberkranke, die Alkohol nicht vertragen.

Ich habe Erfahrung mit dieser Spezies der militanten Ex-Raucher, mein Mann hat auch mehrmals einen Anlauf nehmen müssen, mit dem Rauchen aufzuhören. Er sagt noch heute, daß die Nikotinsucht von allen Süchten am stärksten war.

Nach mehreren Jahren Nichtrauchen ist er allerdings auch über die psychische Anhängigkeit hinweg. Was bleibt, ist Abneigung gegen Rauch und Rauchen, wahrscheinlich, weil er sich das lange Zeit so sehr verbieten mußte.. Griesgrämig

Die militanten Ex-Raucher sind uns in manchen Punkten ziemlich ähnlich. Wir haben nur eine andere Grundsatzentscheidung getroffen.

Ich stimme Karlo also durchaus zu, daß es Nikotinsucht gibt, obwohl ich weiß, daß das in diesem Forum nicht gern gesehen wird. Aber mir ist auch aufgefallen, daß die Threads, in denen beteuert wurde, daß Rauchen nur eine Angewohnheit ist, die man leicht aufgeben kann, sehr kurz blieben und sich nur Leute zu Wort meldeten, die auch mal tagelang nicht rauchten. Das sind in meinen Augen Gelegenheitsraucher, deren Existenz ich nicht leugne.

Und ich bin kein Anti !

Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
Werner R. Niedermeier
Full Member
***
Offline



Beiträge: 977
München
Geschlecht: male
Re: Drogenranking
Antwort #9 - 12.10.10 um 10:24:39
 
Man kann Menschen einfach nicht gleich machen (das mussten schon die Feministinnen erkennen. Frauen sind nun mal nur in den seltensten Fällen Männer). Menschen sind individuell. Antis können das nicht erkennen, denn sonst wären sie keine Antis.

Und genauso individuell ist das Verhalten gegenüber Genussmitteln. Ich rauche oft Monate nicht oder wenn mir meine tschechischen Zigaretten ausgehen so lange nicht, bis ich wieder nach Tschechien fahre. Ich gehe auch niemals zum Rauchen vor die Tür. Wenn ich zwangsweise die Verbotsgastronomie besuchen muss, gehe ich zwar gerne mit Freunden raus wenn die rauchen wollen, ich selbst gehe aber ausschließlich zum Nichtrauchen vor die Türe.

Genauso wie ich sehr gerne After Eight esse, aber wenn keins da ist, dann esse ich halt keines. Und ich hab damit auch keine Probleme. Das bin aber ich, und meine Art zu leben kann man weder anderen aufzwingen noch als Allgemeingültig ansehen.

Antis müssen sich aber das "schlimmste" Beispiel heraussuchen, da dann noch übertreiben und dies dann verallgemeinern, sonst würde die Hexenjagd auf rauchende Menschen ja nicht funktionieren. Diese totalitaristische Gleichmacherei ist es, die mich bei den Militantis ankotzt, nicht ihre Paranoia vor einer Zigarette am Horizont oder ihre angeblich tränenden Äuglein, wenn im Fernsehen jemand raucht. Das verbuche ich unter "Hypochonder", und für Krankheiten kann man nun mal nichts.
Zum Seitenanfang
 

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.
http://www.rauchernews.de
http://www.aranita.de
http://www.bvgg.eu
Homepage  
IP gespeichert
 
Zora
Senior Member
****
Offline


fumar es un placer

Beiträge: 1606
Geschlecht: female
Re: Drogenranking
Antwort #10 - 12.10.10 um 10:42:29
 
liebe bonnie,

deine beobachtungen kann ich fast ausnahmslos unterschreiben. allerdings kenne ich eine ganze reihe von menschen, die einfach so mit dem rauchen aufgehört haben, obwohl sie vorher "inhaliert" hatten (einer davon ist raucherhusten  Zwinkernd ). und ich glaube auch nicht, dass dies tatsächlich ein kriterium ist. sehr wohl ein kriterium ist aber die frage der motivation.

auch hier ist raucherhusten ein gutes beispiel, denn er hat ein ziel, dass ihm sehr wichtig ist - offensichtlich um ein vielfaches wichtiger als zigaretten. eine freundig (ebenfalls ex-lungenraucherin) hat von einem tag auf den anderen aufgehört, weil sie gelesen hatte, dass ein teil der tabaksteuer verwendet wird, um bundeswehreinsätze zu finanzieren - also aus empörung.

ich würde auch nicht so sehr wie du auf den unterschied zwischen sucht und angewohnheit hinweisen, denn wo verläuft hier eigentlich die grenze? ist es die körperliche abhängigkeit wie z.b. bei opiaten, oder beginnt es schon beim überschreiten einer bestimmten konsummenge von "legalen" substanzen?

ist die regelmäßige "genußzigarette" nach dem essen zum espresso eine sucht oder eine angewohnheit, wenn  man ansonsten nicht raucht? beginnt die sucht bei 5 bei 10 oder bei 50 zigaretten pro tag? bin ich teesüchtig, weil ich jeden morgen meine kanne tee "brauche" oder du,  weil du auf deine tasse kaffee nicht verzichten möchtest? weder tee noch kaffee sind lebensnotwendig, wach werden kann man auch, wenn man sich fünf minuten unter die kalte dusche stellt oder situps macht.

die gefahr beim operieren mit dem suchtbegriff liegt  unter anderem in dessen ständiger ausweitung, an deren äußerstem ende nur noch die frage nach dem "brauchen" steht.
Zum Seitenanfang
 

"Puritaner sollten zwei Feigenblätter vor den Augen tragen." (Stanislaw Lec)
 
IP gespeichert
 
Wettereule
Full Member
***
Offline


Am Anfang waren .....
Feuer & Rauch

Beiträge: 253
Marburg
Geschlecht: male
Re: Von wegen Sucht ...
Antwort #11 - 12.10.10 um 12:22:57
 
Ich kann mich der von einigen Vorpostern - insbesondere von Raucherhusten und Zora - geschilderten Bedeutung der persönlichen Motivation aus eigenem Erleben nur anschließen.

Ich habe mir im letzten Jahr eine solche Motivation geschaffen, indem ich den Entschluss fasste, im Sommer 2010 den höchsten Berg Österreichs, den knapp 3.800 Meter hohen Großglockner zu ersteigen.

Nicht nur mein Alter (55), sondern auch mein Wissen um den mit zunehmender Höhe stark abnehmenden Sauerstoffgehalt der Luft und die damit verbundene, erhebliche Herabsetzung der körperlichen Leistungsfähigkeit, bewogen mich zu der Entscheidung, 10 Wochen vor dem geplanten Aufstiegstermin mit dem Rauchen aufzuhören.

Die Faustformel ist: Je 1000 Höhenmeter büßt der Körper wegen des reduzierten Sauerstoffangebots etwa 10 Prozent seiner Leistungsfähigkeit ein. Um also mit den errechneten, nur noch etwa 60 Prozent meiner körperlichen Leistungsfähigkeit in die dünne Luft auf dem Dach Österreichs aufsteigen zu können, entschied ich mich dazu, meine Lunge durch Nichtrauchen bei dieser Leistung zu unterstützen. Und zwar einzig und allein meiner Leidenschaft zuliebe, die Gletscher- und Gipfelwelten der Alpen hautnah und selbst erkämpft erleben zu wollen.
Soviel zu meiner Motivation.

Am 1. Juni war es dann soweit und ich fuhr meinen Ziggi-Konsum nach knapp 40 Raucherjahren mit zuletzt ca. 40 Selbstgedrehten pro Tag nach Verdrehen der letzten Tabakskrümel schlagartig auf 0 !

Entgegen aller vorherigen Ängste durchlitt ich in den folgenden Tagen nicht EINE Sekunde körperlicher oder seelischer Qualen der Entwöhnung. Weder Zittern, noch Gereiztheit und schechte Laune (ganz im Gegenteil) oder Schweißausbrüche, Nervosität, Ess-Sucht oder sonstige, wie auch immer geartete Begleiterscheinungen mochten sich einstellen.

Das einzige Problem, das ich für die Dauer von etwa 2 Wochen tatsächlich verspürte waren moderate Einschlafschwierigkeiten, d.h. ich brauchte bisweilen bis zu einer Stunde (normal maximal 10-15 Minuten) um in den Schlaf zu finden. Dies KÖNNTE zwar eine freilich sehr schwache, körperliche Reaktion auf den Nikotineentzug gewesen sein, es KÖNNTE aber ebensogut auch von dem in jener Zeit stattgefundenen Wetterumschlag hin zu den ersten heißen Tagen des Jahres - und damit auch zunehmend warmen Nächten - ausgelöst worden sein, denn ich bin sehr hitzeempfindlich, weshalb ich sommers ja auch die Gesellschaft funkelnder Gletscherwelten derjenigen sonnendurchglühter Strände entschieden vorziehe!   

Wie auch immer: Ich fühlte mich absolut wohl und ohne jede Beeinträchtigung - vermisste allein der über die Jahre wirklich lieb gewonnenen Gewohnheit wegen die Ziggi zum Morgenkaffee und das wars auch schon! Mir fehlte nichts, aber auch rein gar nichts zu meinem Glück und bald erfreute ich mich bereits eines spürbaren Zugewinns an körperlicher Kondition.

Dann kam der Geruchssinn auf Touren! - Was war das ekelhaft und bisweilen übelkeitserregend, mit einem Male das volle Spektrum des olfaktorischen Muffs meiner lieben Mitmenschen erdulden zu müssen, welcher zahllosen Körperporen, - drüsen oder -öffnungen als intensives Sekretgemenge aus Achsel- und Fußschweiß, Mund- oder überlagerten Magenwinden entströmte, serviert auf einem tragenden Konglomerat der unterschiedlichsten Zivilisationsdüfte aus Deos, Cremes, Parfümen, Mund- oder Rasierwässerchen, Haarsprays und anderen, entindividualisierenden Kosmetikwässerchen einer künstlich erzeugten Orgie des hemmungslosen Wettstreits von Körpersäften und Industriesekreten um die möglichst perfekte Betäubung des überwältigten Geruchssinnes.

Igittigitt war diese Phase widerlich und es bedurfte so mancher Breitseite, bis ich endlich begriffen hatte, dass man Einkäufe in gut besuchten Einkaufszentren besser schon in aller Frühe, als dämlicherweise etwa abends erledigen sollte und Aufzüge am besten gleich ganz vermied. Eine Steigerung von derlei Exzessen etwa in Gestalt von Menschenansammlungen, wie sie für gewöhnlich in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen oder gar Bahnen anzutreffen sind, blieb mir zum Glück erspart, da ich seit Einführung der Rauchverbote bei der Bahn solche Transportbehälter konsequent meide und auch als Nichtraucher nie wieder benutzen werde, solange Raucher dort ausgegrenzt werden.

Ok, ich lernte schnell diesem infernalischen Feuerwerk geballtester Geruchsexpositionen auszuweichen um so den unweigerlich sich einstellenden Dauerwürgereiz zu vermeiden und freute mich auf "meinen" Berg. Anfang August war es dann endlich soweit:

Vor Ort checkten wir selbstverständlich - wie schon im Vorjahr - in einem raucherfreundlichen Hotel auf 2.300 Meter Höhe ein (meine Frau ist seit etlichen Jahren Nichtraucherin) und am ersten Tag ging es dann zur Aklimatisierung zunächst erst mal auf eine Höhe von 3.000 Metern. Anders als im Vorjahr (wo konditionell schon auf knapp 2.800 Meter Höhe Schluss war) gelang dieses problemlos, zwar nicht spielend, aber es waren noch ordentlich Kraftreserven da, das wurde deutlich. - Nach einem Ruhetag sollte es dann an Tag 3 auf den Gipfel gehn.

An Tag 2 wurde das Wetter schlechter und blieb den gesamten Rest unseres 6-tägigen Aufenthalts scheisse, so dass ich mich gezwungen sah, den geplanten Aufstieg zum Gipfel (unter anderem fielen oberhalb von 3.000 Meter Höhe in dieser Zeit bei Dauerfrost und Sturm rund 30 Zentimeter Neuschnee) auf das Jahr 2011 zu verschieben.

Die angepeilte "Gipfelziggi" rauchte ich dann halt an Tag 6 kurz vor der Rückreise auf einem 2.500-er knapp unter der Wolkengrenze und dann erst wieder just in dem Moment, als wir die Grenze von Österreich nach Bayern überschritten, auf einem schmalen, kleinen Grenzbrückchen zum Verbotsstaat, - DAS musste sein, allein schon aus Gründen einer angemessenen "Respekt"-Bezeugung gegenüber Gestalten wie Frankensteiner und anderen Symbolfiguren der deutschen Ökoreligioten!

Und DIESE Ziggi hat so dermaßen was von gut getan und geschmeckt - es war die mit Abstand beste und befreiendste seit etlichen Jahren!
Zwinkernd

Ja, und jetzt rauch ich wieder bis zum April nächsten Jahres, dann lass ich das wieder sein, um - passenderes Wetter vorausgesetzt - im August 2011 endlich doch noch meine Gipfelziggi auf dem Großglockner genießen zu können. Wenns Wetter wieder pestet, wirds halt in 2012, was solls.

Die persönliche Erfahrung, dass NICHTS, aber auch rein gar nichts an all dem Gechwätz von der angeblich alles beherrschenden Sucht dran ist, sondern dass einzig und allein ich selbst und meine eigene Motivation darüber entscheidet, ob ich rauchen mag oder nicht, empfand ich als tiefgreifende und unglaublich wohltuende, persönliche Offenbarung der Erkenntnis, dass niemand, wirklich NIEMAND irgendwelchen Pharmamüll braucht, der sich eines persönlichen Ziels wegen dazu entschließt, eine Zeitlang oder auf Dauer nicht mehr zu rauchen.

Ich hätte ohne die geringste Mühe dabei bleiben können, nicht mehr zu rauchen und diese Gewissheit zu erfahren - entgegen der eigennützigen Propaganda der Antiraucherindustrie - war und ist einfach gigantisch, aber das Wissen darum, wieder in ein Land zurückzukehren, in welchem die Sanitaristen mit ihren totalitären Verboten auch die Freiheit, SOLCHE Erfahrungen machen zu können, mit BrachialGEWALT unterbinden wollen, - dieses Wissen bewog mich dazu zu sagen: Und jetzt ERST RECHT!

Für mich spielt sich die "Sucht" des Rauchens jedenfalls einzig und allein im Kopf ab, auch, wenn das die Pharmamafia und ihre GRÜN-Schergen aus kommerziellen Gründen natürlich nicht wahrhaben, geschweigedenn als erlebbare Wahrheit nicht zulassen wollen.

Lasst Euch nicht manipulieren, wer aufhören WILL, kann dies und zwar ohne jeden Pharmaschrott! - Es ist allein eine Frage des von der Kraft der eigenen Motivation getragenen Willens, ob ich nun rauche oder ob nicht.

Ich persönlich habe mich dazu entschieden, im nächsten halben Jahr wieder zu rauchen, aber auch danach, wenn ich des Gipfelziels wegen erneut ein paar Monate lang wieder gar nicht rauchen werde, gegen den Antiraucherterror weiterzukämpfen und das mit ganzer Kraft und Entschlossenheit!

Und dieser Kampf wird genau solange dauern, bis all' die Verbotsterroristen endlich erfolgreich in die Wüste gejagt worden sein werden - und nicht einen Tag weniger!

Die erfahrene Bestätigung der Ausschließlichkeit meiner ganz persönlichen Entscheidungsfreiheit, geb ich jedenfalls nie (wieder) her!

Jürgen
Zum Seitenanfang
« Zuletzt geändert: 29.12.14 um 14:17:32 von Javaanse »  

Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommts an.
Homepage  
IP gespeichert
 
ChristophL
Advanced Member
*****
Offline


Freier Rauch statt Rauchfrei!

Beiträge: 8025
Re: Drogenranking
Antwort #12 - 12.10.10 um 21:20:08
 
Karlo schrieb am 12.10.10 um 09:15:49:
h nach 1 Jahr war das Verlangen keinesfalls weg. Da brauchte es immer nur irgendeine blöde Situation und ich hab halt doch wieder nach den Sargnägeln gegriffen. Körperliche Symptiome hab ich nie bemerkt aber die psychische Abhängigkeit nach Nikotin ist, zumindest bei mir, eben nicht "lediglich" eine Kopfsache, sondern eine Sucht. 


Wobei sich diese psychische "Abhängigkeit" (wie definiert?) ja im Kopf abspielt.
Soll man das überhaupt so nennen? Was ist mit Leuten, die schlecht einschlafen können, wenn ihr/e Geliebte/r nicht neben ihnen im Bette liegt? Solche Fälle gibt es ja. Ist das nun psychische oder körperliche "Abhängigkeit" von einem anderen Menschen. So wie eine nicht-stoffgebundene (in diesem Fall personengebundene) "Sucht"? Oder ist es 'lediglich' eine Angewohnheit, neben- und miteinander einzuschlafen?

Matrix schrieb am 12.10.10 um 08:36:37:
Diese verlogene Sucht-Diskussion soll ja nur zweierlei:

Erstens die Pharma-Produkte bewerben.

Zweitens Raucher, die auf ihr Recht, doch im öffentlichen oder privaten Raum rauchen zu können, pochen, als Süchtige zu diffamieren. Damit wird ihnen das Recht auf ihre Gewohnheit und ihren Genuss abgesprochen, denn sie seien ja Junkies, die behandelt gehören. 


So ist es. Der "Süchtige" hat keinen freien Willen, deshalb tut man ihm in Wahrheit etwas Gutes, wenn man ihn in Ketten legt. Ähnlich wie der "Triebhafte" bzw. "Triebgesteuerte", der unanständiges Sexualverhalten an den Tag legt.

Karlo schrieb am 12.10.10 um 09:15:49:
Also, ich geb's zu: Ich bin nikotinsüchtig.


Vorsicht. Die notorisch schlechte Erfolgsrate von Pharmanikotin spricht dafür, dass es bei dieser Angewohnheit um mehr bzw. um etwas anderes geht. Einerseits physiologisch, weil sich im Tabak Nikotin mit anderem kombiniert, was eine entsprechende Wirkung ausmacht. Andererseits dahingehend, dass speziell der Akt des Tabakrauchens einen Reiz ausübt, dem ein Nikotinpflaster - oder hypothetisch ein Tabakpflaster - so nicht gleichzukommen vermag.
Gerade in deinem Falle, wo dir psychisch möglicherweise etwas gefehlt hat, war es wohl eher das Rauchen als ein isolierter Stoff.

Bonnie schrieb am 12.10.10 um 10:03:40:
Aber mir ist auch aufgefallen, daß die Threads, in denen beteuert wurde, daß Rauchen nur eine Angewohnheit ist, die man leicht aufgeben kann, sehr kurz blieben und sich nur Leute zu Wort meldeten, die auch mal tagelang nicht rauchten. Das sind in meinen Augen Gelegenheitsraucher, deren Existenz ich nicht leugne. 


Eine Angewohnheit muss man nicht leicht aufgeben können.
Zur früheren WHO-Definition von Abhängigkeit vs. Angewohnheit empfehle ich den hier mehrfach verlinkten Text "Polemik oder Wissenschaft? Raucher als Süchtige" von 2005, S. 3ff.

Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
Bonnie
Full Member
***
Offline


Wer jetzt noch raucht,
ist schon wieder Avantgarde

Beiträge: 373
NRW
Geschlecht: female
Re: Drogenranking
Antwort #13 - 13.10.10 um 11:08:28
 
Zitat:
als Süchtige zu diffamieren

Genau da ist wahrscheinlich mein anderer Denkansatz. Ich bewerte "Sucht" nicht automatisch als schlecht. Ich nehme es als gegeben und als zugehörig zum menschlichen Sein wie "Neid" (auch zu dem Thema kann man lange Diskussionen führen, weil der Begriff so unendlich negativ besetzt ist, so daß sich sich jeder sofort und automatisch distanziert).
Und tatsächlich kann man nach fast allem süchtig werden. Ich kenne Leute, die sind eindeutig kritiksüchtig  Cool (Ist Rechthaberei eine Sucht ?). Spielsucht ist nicht schädlich für die Gesundheit, nur für das Hab und Gut (und damit dann auch wieder für die Gesundheit?). Manche Süchte sind gesundheitsschädlich, andere nicht. Manche sind in unserer Gesellschaft wohlgelitten und es wird fast dazu aufgerufen (Arbeitssucht, Sucht, sich gesund zu ernähren, Magersucht).
Wobei der Aspekt der "Gesundheitsschädlichkeit" in meinen Augen auch nicht 100% klar ist, denn ich bin mit Paracelsus der Meinung, daß die Dosis das Gift macht und geringe Dosen stimulierend und starke Dosen lähmend wirken können (oder umgekehrt), erschwerend kommt hinzu, daß jeder ein wenig anders reagiert (Hahnemanns Erkenntnis). Manche können von einer Tasse Kaffee 3 Nächte lang nicht richtig schlafen, andere benutzen Kaffee als Einschlafmittel. (und das habe ich mir eben nicht ausgedacht!)

Ich sehe "Sucht" also genauso differenziert wie die Wirkung von Substanzen auf Individuen. Ein wenig Arbeitssucht kann einem Faulenzer nur gut tun wie umgekehrt ein wenig Magersucht einem zu Dicken.

Jedenfalls finde ich, es tut den Rauchern auch nicht gut, sich so automatisch und sofort vom Begriff "Sucht" abzugrenzen, wie das hier geschieht und damit schließe ich den Text ein, den du erwähnst, Christoph, den ich übrigens gelesen habe.

Das geht so ein bißchen in Richtung "Political Correctness", jetzt unter Rauchern.

Ja, früher wurde die Tabaksucht nicht als solche bezeichnet und auch nicht unter den süchtigmachenden Substanzen aufgeführt, aber damals war Rauchen wohlgelitten und die oberen Schichten haben geraucht. Die oberen Schichten sind sowieso diejenigen, die festlegen, was wohlgelitten ist in der Gesellschaft und was nicht. Und das hat sehr wenig mit Wissenschaftlichkeit zu tun. Was ich damit sagen will: Auch daß Rauchen früher nicht als Sucht gesehen wurde, ist kein Beweis, daß es keine ist.

Noch ein paar Worte zum Thema Angewohnheit und Sucht und wie man diese beiden abgrenzend definieren kann: Ich meine, daß genau die Leichtigkeit oder Anstrengung, eine Angewohnheit aufzugeben zwischen Angewohnheit und Sucht differenziert. Das ist mein intuitives Verständnis dieser beiden Begriffe.

Zora schrieb, daß manche nur etwas genügend Wichtiges brauchen, um aufzuhören. Auch das ist individuell. Für manche reicht die Info, daß es gesundheitsschädlich sein soll. Für andere war es wichtig, mit dem Rauchen auf immer mehr gesellschaftlichen Widerstand zu stoßen (das sind die Leute, die in den letzten Jahren aufgehört haben). Für Jürgen war es der Sport. Bei mir bin ich nicht mal sicher, ob ein diagnostizierter Lungenkrebs reicht  Durchgedreht
Aber das kann auch daran liegen, daß ich den Tod auch nicht so automatisch abwehre, sondern ebenfalls als gegeben für die menschliche (und tierische) Existenz ansehe.  Zwinkernd
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
G-H-L
Full Member
***
Offline


I love YaBB 1G - SP1!

Beiträge: 936
Re: Drogenranking
Antwort #14 - 13.10.10 um 16:31:51
 
Also die gebräuchlichste und am weitesten verbreitete Droge fehlt im Ranking. Und das ist das Koffein. Es gibt kaum Menschen, die nicht ohne Kaffee am Morgen leben können. Dennoch lehnen es viele Menschen ab, da von einer Sucht zu sprechen. Aufgrund des hohen Kaffekonsums müsste diese Droge eigentlich auf Platz 1 dieses Rankings stehen.

Die Frage, was eine Sucht ist, ist sehr sehr schwer zu beantworten. Im Allgemeinen wird alles das als Sucht betrachtet, was manche Menschen verstärkt haben oder tun, als der Durchschnitt. Wäscht sich also jemand öfter die Hände als der Durchschnittsmensch, so gilt dieser als putzsüchtig. Trinkt man mehr Alkohol als die anderen, und das auch regelmässig, so gilt man als Alkoholsüchtig.

Das Problem dabei ist nur, wer legt denn fest, ab wann man noch Durchschnitt ist, bzw. ab wann man als süchtig gilt? Erstaunlicherweise gibt es viele Süchte die als Krankheit anerkannt sind. Andere wiederum werden nicht als solche anerkannt und die Betroffenen werden diffamiert und ausgegrenzt.

Eines hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Und zwar den Menschen, die nicht dem eigenen Ideal entsprechen, vorzuschreiben wie sie zu leben haben.

Gruß
Gerhard
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
Seiten: 1 2 
Thema versenden Drucken