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Bei den Grünen geht die Angst um. (Gelesen: 3095 mal)
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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #15 - 20.03.17 um 16:54:03
 
xila schrieb am 18.03.17 um 19:09:21:
Doch, ich bin wirklich erleichtert, denn mit der AfD würde es unter Garantie nicht besser, sondern schlimmer. Genauso, wie Brexit und Trump allem Anschein nach nichts besser, sondern alles nur noch schlimmer machen werden, und in UK zeichnet sich längst ab, daß das auch für Raucher gilt.

Was Trump betrifft: Ich kann nur davor warnen, sich einzubilden, jemand, der unheimlich gerne all diesen Gewaltenteilungskram von sich abschütteln würde, um nach eigenem Gusto die Geschicke des Staates zu bestimmen, wäre ein Gewinn für das Land, das er regiert, falls ihm das gelingen sollte. Auch in meiner Eigenschaft als Raucherin würde ich es NICHT vorziehen, anstatt in einem Rechtsstaat von einer fehlgeleiteten Politik geschurigelt zu werden, den Launen eines Autokraten ausgeliefert zu sein, und schon gar nicht einem, der so offensichtlich unterbelichtet ist und über die Selbstkontrolle eines Kleinkinds verfügt wie Trump.

Daß Schulz als solcher keine Verbesserung ist, da sind wir uns ebenso einig wie darüber, daß es bei der allgemeinen Unzufriedenheit natürlich nicht nur um ein materielles Problem geht. Tatsächlich hatte ich beides sogar ausdrücklich erwähnt.

Trotzdem finde ich es erfreulich, daß wir aller Voraussicht nach zumindest nicht schon bei der nächsten Bundestagswahl den populistischen Bach runtergehen werden. Falls du richtig liegst mit deiner Einschätzung der politischen Eliten, ziehe ich es weiterhin vor, daß sie, wenn es schon nicht vermeidbar ist, die Sache lieber möglichst spät als gleich jetzt auf der Stelle vergeigen, und solange es nicht geschehen ist, besteht auch weiterhin die Chance, daß sie wieder halbwegs zu Verstand kommen und es am Ende doch nicht vergeigen. Je schwächer die Grünen im Bundestag vertreten sind, desto besser die Chancen in diesem Punkt.










Die Grünen als Verbotspartei Nr. 1 raus aus dem Bundestag.

FDP und AfD rein.

Das führt dann hoffentlich dazu, daß über andere Themen gesprochen wird als bisher, z. B. :

- Ausbau der Infrastruktur anstelle von Klimawandel

- Stärkung der Familien mit Kindern anstelle von Genderpolitik

- Liberale Politik anstelle von Verboten und Prohibition

usw. ..............




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« Zuletzt geändert: 20.03.17 um 16:57:27 von Destruktor »  
 
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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #16 - 20.03.17 um 17:27:13
 
Destruktor schrieb am 20.03.17 um 16:54:03:
Die Grünen als Verbotspartei Nr. 1 raus aus dem Bundestag.

FDP und AfD rein.

Das führt dann hoffentlich dazu, daß über andere Themen gesprochen wird als bisher, z. B. :

- Ausbau der Infrastruktur anstelle von Klimawandel

- Stärkung der Familien mit Kindern anstelle von Genderpolitik

- Liberale Politik anstelle von Verboten und Prohibition

usw. ..............




Das wäre doch schon einmal ein guter Anfang; laterales Denken, neue Ansätze und vor allem ein klares, nachvollziehbares Programm an dem dann auch die Fortschritte gemessen werden können.
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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #17 - 20.03.17 um 17:27:45
 
Destruktor schrieb am 20.03.17 um 16:54:03:
xila schrieb am 18.03.17 um 19:09:21:
Doch, ich bin wirklich erleichtert, denn mit der AfD würde es unter Garantie nicht besser, sondern schlimmer. Genauso, wie Brexit und Trump allem Anschein nach nichts besser, sondern alles nur noch schlimmer machen werden, und in UK zeichnet sich längst ab, daß das auch für Raucher gilt.

Was Trump betrifft: Ich kann nur davor warnen, sich einzubilden, jemand, der unheimlich gerne all diesen Gewaltenteilungskram von sich abschütteln würde, um nach eigenem Gusto die Geschicke des Staates zu bestimmen, wäre ein Gewinn für das Land, das er regiert, falls ihm das gelingen sollte. Auch in meiner Eigenschaft als Raucherin würde ich es NICHT vorziehen, anstatt in einem Rechtsstaat von einer fehlgeleiteten Politik geschurigelt zu werden, den Launen eines Autokraten ausgeliefert zu sein, und schon gar nicht einem, der so offensichtlich unterbelichtet ist und über die Selbstkontrolle eines Kleinkinds verfügt wie Trump.

Daß Schulz als solcher keine Verbesserung ist, da sind wir uns ebenso einig wie darüber, daß es bei der allgemeinen Unzufriedenheit natürlich nicht nur um ein materielles Problem geht. Tatsächlich hatte ich beides sogar ausdrücklich erwähnt.

Trotzdem finde ich es erfreulich, daß wir aller Voraussicht nach zumindest nicht schon bei der nächsten Bundestagswahl den populistischen Bach runtergehen werden. Falls du richtig liegst mit deiner Einschätzung der politischen Eliten, ziehe ich es weiterhin vor, daß sie, wenn es schon nicht vermeidbar ist, die Sache lieber möglichst spät als gleich jetzt auf der Stelle vergeigen, und solange es nicht geschehen ist, besteht auch weiterhin die Chance, daß sie wieder halbwegs zu Verstand kommen und es am Ende doch nicht vergeigen. Je schwächer die Grünen im Bundestag vertreten sind, desto besser die Chancen in diesem Punkt.










Die Grünen als Verbotspartei Nr. 1 raus aus dem Bundestag.

FDP und AfD rein.

Das führt dann hoffentlich dazu, daß über andere Themen gesprochen wird als bisher, z. B. :

- Ausbau der Infrastruktur anstelle von Klimawandel

- Stärkung der Familien mit Kindern anstelle von Genderpolitik

- Liberale Politik anstelle von Verboten und Prohibition

usw. ..............





Das sollten eigentlich die massgebenden Themen sein uind nicht das grüne Gesülze.
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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #18 - 20.03.17 um 18:26:07
 
xila schrieb am 19.03.17 um 12:59:49:
cogito schrieb am 19.03.17 um 01:48:18:
xila schrieb am 18.03.17 um 19:09:21:
Trotzdem finde ich es erfreulich, daß wir aller Voraussicht nach zumindest nicht schon bei der nächsten Bundestagswahl den populistischen Bach runtergehen werden. Falls du richtig liegst mit deiner Einschätzung der politischen Eliten, ziehe ich es weiterhin vor, daß sie, wenn es schon nicht vermeidbar ist, die Sache lieber möglichst spät als gleich jetzt auf der Stelle vergeigen, und solange es nicht geschehen ist, besteht auch weiterhin die Chance, daß sie wieder halbwegs zu Verstand kommen und es am Ende doch nicht vergeigen.


Die Hoffnung stirbt zuletzt? Man muss sich bei den Wahlen schon entscheiden, ob man auf vage Hoffnungen setzen will oder gewillt ist, selbst ein Zeichen zu setzen, indem man eine Alternative zu den etablierten Parteien wählt. Man kann natürlich etablierte Parteien auch in ihrem Irrlauf bestätigen, indem man sie trotzdem wählt.

Ich würde gerne erfahren, was mit dem "populistischen Bach" gemeint ist und ob der runter oder nicht doch eher rauf geht. Das Studium der einzelnen Parteiprogramme ist sehr zu empfehlen.



Der eigentliche Grund, warum Wilders in den Niederlanden so abgeschmiert ist und auch Le Pen in Frankreich abschmieren wird, heißt Donald Trump. Um eine Alternative zu den Etablierten immer noch zu wollen, wenn zu befürchten ist, dass sie sich in der Praxis so wie der entwickelt, muß einem schon restlos alles egal geworden sein.






Dieser Zustand ist bei mir bereits seit einiger Zeit eingetreten.

Ich würde auch den Teufel wählen nur um Merkel, Gabriel, Özdemir usw. nicht mehr im Fernsehen ertragen zu müssen.
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« Zuletzt geändert: 20.03.17 um 18:28:09 von Destruktor »  
 
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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #19 - 20.03.17 um 18:49:34
 
cogito schrieb am 19.03.17 um 19:57:31:
xila schrieb am 19.03.17 um 12:59:49:
Der eigentliche Grund, warum Wilders in den Niederlanden so abgeschmiert ist und auch Le Pen in Frankreich abschmieren wird, heißt Donald Trump. Um eine Alternative zu den Etablierten immer noch zu wollen, wenn zu befürchten ist, dass sie sich in der Praxis so wie der entwickelt, muß einem schon restlos alles egal geworden sein.

Wer Le Pen noch Wilders erheben Alleinherrschaftsansprüche. Hat Merkel nicht schon genügend Geschirr zerschlagen und Grundverfassung und internationale Abkommen mit Füssen getreten? So gut wie ein Alleinherrschaftsanspruch. Und wie sieht es denn mit Schulz aus, der wie ein neuer Gott aus dem EU-Nebel aufsteigt? Deutschland hat in der Vergangenheit schon schlechte Erfahrungen mit selbsternannten Göttern gemacht.

Die Frage ist heute in Deutschland nicht "Pest oder Cholera" sondern eine bessere Alternative zu den etablierten Herrschern, die sich an ihren Sesseln festklammern und sicher nicht gewillt sind, ihre Programme zu ändern, solange sie nicht empfindlich abgestraft werden.


Du hast das Kernproblem nicht verstanden. Bei Schulz weiß man, daß er sich im Rahmen der Gewaltenteilung bewegen wird, im Positiven und im Negativen, auch wenn er gerade von den Medien so gehypt wird wie ein Filmstar. Bei Trump dagegen hat man in den letzten Wochen miterleben können, daß er a) dies nur tut, wenn er dazu gezwungen wird, und b) daß er sich dabei noch dazu wie der letzte Dilettant anstellt - was eigentlich schon wieder positiv ist, denn jemand, der das bewußte Ziel verfolgt, die Demokratie abzuschaffen, würde auf eine Weise vorgehen, die ein bißchen cleverer ist.

Der Feind deiner Feinde ist nicht alleine schon deshalb dein Freund, cogito. Weder Trump noch  Le Pen haben sich zum Thema Rauchen auch nur geäußert (bei Wilders weiß ich es nicht), Trump ist Nichtraucher, und alle drei haben wie wir alle das eine oder andere Jahrzehnt Gehirnwäsche hinter sich. Und natürlich erheben sie nicht offen irgendwelche Alleinherrschaftsansprüche. Nicht einmal Hitler hat die erhoben. Trotzdem hat Trump versucht, sein Einreiseverbot nach dem Alleinherrscherprinzip einzuführen und tobte anschließend über den "sogenannten Richter", der das lausig schlecht begründete und mangelhaft ausgearbeitete hastig publizierte Dekret gleich wieder einkassiert hat.

Ich könnte dich ja noch verstehen, wenn die Antiraucher schon mitten in ihren Endgame stecken würden und wir in der Phase wären, in denen öffentlich darüber debattiert wird, ob Raucher in Lager gesteckt gehören; dann hätten wir nur noch so wenig zu verlieren, daß es für uns nichts mehr viel schlimmer machen könnte (und zum Teufel mit den Teilen der Bevölkerung, die durch sie etwas zu verlieren hätten. Die würden für uns eh keinen Finger krumm machen, also geschähe ihnen das ganz recht). Aber unter den momentanen Voraussetzungen? Ohne mich, cogito.

Und schon gleich dreimal nicht, wenn du nichts als das Prinzip Hoffnung dafür vorzuweisen hast, daß mit den Populisten, die gerne als Alternative gewählt werden möchten, wenigstens für Raucher vielleicht ja doch alles besser werden könnte. Im Falle der AfD bezweifle ich das ja alleine schon deshalb, weil Siegfried Ermer deren Kreisvorsitzender in Erlangen ist.



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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #20 - 22.03.17 um 20:14:30
 
xila schrieb am 19.03.17 um 12:59:49:
Der eigentliche Grund, warum Wilders in den Niederlanden so abgeschmiert ist und auch Le Pen in Frankreich abschmieren wird, [...]

Wilders abgeschmiert? Seine PVV war letztes Mal mit 10 Prozent drittstärkste Fraktion und ist jetzt mit 13 Prozent zweitstärkste, während die Partei von Premier Rutte Mandate eingebüßt hat. Ersteren als Verlierer, letzteren als Gewinner darzustellen, ist ein Märchen des Mainstreams.
Und wenn Le Pen in die Stichwahl einzieht, wäre das ein Achtungserfolg - auch wenn sie die nicht gewinnen kann, wenn die etablierten Lager erwartbar einen Schulterschluss üben.


xila schrieb am 20.03.17 um 18:49:34:
Und natürlich erheben sie nicht offen irgendwelche Alleinherrschaftsansprüche. Nicht einmal Hitler hat die erhoben. Trotzdem hat Trump versucht, sein Einreiseverbot nach dem Alleinherrscherprinzip einzuführen und tobte anschließend über den "sogenannten Richter", der das lausig schlecht begründete und mangelhaft ausgearbeitete hastig publizierte Dekret gleich wieder einkassiert hat. 

Soviel Rechtsstaat und Gewaltenteilung besteht in den USA nun wirklich, dass ein Präsident sich nicht zum Alleinherrscher erheben kann. Daher sind entsprechende Befürchtungen schon immer hysterisch gewesen und nicht rational. Gleiches gilt für die Niederlande und Frankreich: Wäre die Wilders-Partei stärkste geworden, hätte das lediglich symbolische Bedeutung gehabt; würde Le Pen Präsidentin, hätte sie das ganze Parlament und die Regierung gegen sich. Überhaupt sehe ich die Bedrohung für die Demokratie eher bei den Etablierten, die sie seit geraumer Zeit aushöhlen, korrumpieren und pervertieren.
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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #21 - 23.03.17 um 09:56:31
 
ChristophL schrieb am 22.03.17 um 20:14:30:
xila schrieb am 19.03.17 um 12:59:49:
Der eigentliche Grund, warum Wilders in den Niederlanden so abgeschmiert ist und auch Le Pen in Frankreich abschmieren wird, [...]

Wilders abgeschmiert? Seine PVV war letztes Mal mit 10 Prozent drittstärkste Fraktion und ist jetzt mit 13 Prozent zweitstärkste, während die Partei von Premier Rutte Mandate eingebüßt hat. Ersteren als Verlierer, letzteren als Gewinner darzustellen, ist ein Märchen des Mainstreams.


Also, ich bitte dich, Christoph. Sich einen solchen Absturz wie den von Wilders nachträglich schönzusaufen, sollte eigentlich unter deiner Würde sein. Genauso haben die Berliner Grünen 2011 argumentiert. Und es stimmte auch wirklich: 17,6 Prozent waren tatsächlich ihr bestes Wahlergebnis in Berlin. Es lag aber dramatisch unter den 30 Prozent, die sie wenige Monate zuvor noch gehabt hatten, und die Grünen spielten bei der Regierungsbildung keine Rolle, also war es kein Erfolg, sondern eine krachende Niederlage. Genauso wie bei Wilders jetzt, dessen Partei monatelang vorne gelegen war.

Dein Vertrauen in die Stabilität rechtsstaatlicher Strukturen in jeder Hinsicht, außer wenn es um das Rauchen geht, wäre fast schon wieder rührend, wenn sie nicht Züge genau desselben Selbstbetrugs hätte. Ich HOFFE, daß sie in den USA halten werden, aber sicher bin ich mir  nicht, und das, obwohl sich Trump nicht einmal sonderlich schlau anstellt.
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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #22 - 23.03.17 um 14:29:32
 
xila schrieb am 23.03.17 um 09:56:31:
ChristophL schrieb am 22.03.17 um 20:14:30:
xila schrieb am 19.03.17 um 12:59:49:
Der eigentliche Grund, warum Wilders in den Niederlanden so abgeschmiert ist und auch Le Pen in Frankreich abschmieren wird, [...]

Wilders abgeschmiert? Seine PVV war letztes Mal mit 10 Prozent drittstärkste Fraktion und ist jetzt mit 13 Prozent zweitstärkste, während die Partei von Premier Rutte Mandate eingebüßt hat. Ersteren als Verlierer, letzteren als Gewinner darzustellen, ist ein Märchen des Mainstreams.


Also, ich bitte dich, Christoph. Sich einen solchen Absturz wie den von Wilders nachträglich schönzusaufen, sollte eigentlich unter deiner Würde sein. Genauso haben die Berliner Grünen 2011 argumentiert. Und es stimmte auch wirklich: 17,6 Prozent waren tatsächlich ihr bestes Wahlergebnis in Berlin. Es lag aber dramatisch unter den 30 Prozent, die sie wenige Monate zuvor noch gehabt hatten, und die Grünen spielten bei der Regierungsbildung keine Rolle, also war es kein Erfolg, sondern eine krachende Niederlage. Genauso wie bei Wilders jetzt, dessen Partei monatelang vorne gelegen war.

Dein Vertrauen in die Stabilität rechtsstaatlicher Strukturen in jeder Hinsicht, außer wenn es um das Rauchen geht, wäre fast schon wieder rührend, wenn sie nicht Züge genau desselben Selbstbetrugs hätte. Ich HOFFE, daß sie in den USA halten werden, aber sicher bin ich mir  nicht, und das, obwohl sich Trump nicht einmal sonderlich schlau anstellt.




Wilders hat dazugewonnen :


"Die Partei für die Freiheit (PVV) von Geert Wilders erzielte 13 Prozent der Stimmen und verbesserte sich gegenüber der Wahl von 2012 um fünf auf 20 Sitze im Parlament. Damit wurde sie von der dritt- zur zweitstärksten Partei."


Hauptverlierer ist die holländische SPD.


http://www.epochtimes.de/assets/uploads/2017/03/Bildschirmfoto-vom-2017-03-21-21...
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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #23 - 23.03.17 um 17:14:45
 
xila schrieb am 23.03.17 um 09:56:31:
Also, ich bitte dich, Christoph. Sich einen solchen Absturz wie den von Wilders nachträglich schönzusaufen, sollte eigentlich unter deiner Würde sein. Genauso haben die Berliner Grünen 2011 argumentiert. Und es stimmte auch wirklich: 17,6 Prozent waren tatsächlich ihr bestes Wahlergebnis in Berlin. Es lag aber dramatisch unter den 30 Prozent, die sie wenige Monate zuvor noch gehabt hatten, und die Grünen spielten bei der Regierungsbildung keine Rolle, also war es kein Erfolg, sondern eine krachende Niederlage. Genauso wie bei Wilders jetzt, dessen Partei monatelang vorne gelegen war.


Meinungsumfragen sind keine Wahlergebnisse. Daher sind Verluste gegenüber Umfragen rein hypothetisch, spekulativ und virtuell. Wilders lag in der Vergangenheit immer mal in einem Umfragehoch, das hat aber keine materielle Bedeutung. Übrigens hätte er bei der Regierungsbildung auch keine größere Rolle gespielt, wäre die PVV als Nummer Eins über die Ziellinie gegangen.

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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #24 - 23.03.17 um 19:21:58
 
ChristophL schrieb am 23.03.17 um 17:14:45:
xila schrieb am 23.03.17 um 09:56:31:
Also, ich bitte dich, Christoph. Sich einen solchen Absturz wie den von Wilders nachträglich schönzusaufen, sollte eigentlich unter deiner Würde sein. Genauso haben die Berliner Grünen 2011 argumentiert. Und es stimmte auch wirklich: 17,6 Prozent waren tatsächlich ihr bestes Wahlergebnis in Berlin. Es lag aber dramatisch unter den 30 Prozent, die sie wenige Monate zuvor noch gehabt hatten, und die Grünen spielten bei der Regierungsbildung keine Rolle, also war es kein Erfolg, sondern eine krachende Niederlage. Genauso wie bei Wilders jetzt, dessen Partei monatelang vorne gelegen war.


Meinungsumfragen sind keine Wahlergebnisse. Daher sind Verluste gegenüber Umfragen rein hypothetisch, spekulativ und virtuell. Wilders lag in der Vergangenheit immer mal in einem Umfragehoch, das hat aber keine materielle Bedeutung. Übrigens hätte er bei der Regierungsbildung auch keine größere Rolle gespielt, wäre die PVV als Nummer Eins über die Ziellinie gegangen.



Wenn ohne die Partei mit dem höchsten Stimmenanteil eine Regierung gebildet werden muß, spielt sie sehr wohl eine gewichtige Rolle. Das tatsächliche Wahlergebnis hat Wilders und seine Partei viel unwichtiger gemacht, als er lange Zeit hoffen konnte.

Reinhard Mey sang einmal von diesem Phänomen, daß am Wahltag sämtliche Parteien behaupten, Sieger zu sein: "Mit wie wenig man Politiker doch glücklich machen kann." Etwas ähnliches geht mir jetzt über dich durch den Kopf.

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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #25 - 24.03.17 um 15:16:39
 
xila schrieb am 23.03.17 um 19:21:58:
Reinhard Mey sang einmal von diesem Phänomen, daß am Wahltag sämtliche Parteien behaupten, Sieger zu sein: "Mit wie wenig man Politiker doch glücklich machen kann." Etwas ähnliches geht mir jetzt über dich durch den Kopf.


Die ganze Diskussion scheint mir im Stil dem Trump'schen "Alternative News" sehr ähnlich zu sein. Je nach Standpunkt hat die eine Partei Stimmen zugewonnen aber verloren, die andere Stimmen verloren aber gewonnen. Alles eine Frage der Relativität.
Aber um Reinhard Mey treu zu bleiben: Xila scheint ihre eigene Sichtweise glücklich zu machen.
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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #26 - 24.03.17 um 23:34:07
 
cogito schrieb am 24.03.17 um 15:16:39:
xila schrieb am 23.03.17 um 19:21:58:
Reinhard Mey sang einmal von diesem Phänomen, daß am Wahltag sämtliche Parteien behaupten, Sieger zu sein: "Mit wie wenig man Politiker doch glücklich machen kann." Etwas ähnliches geht mir jetzt über dich durch den Kopf.


Die ganze Diskussion scheint mir im Stil dem Trump'schen "Alternative News" sehr ähnlich zu sein. Je nach Standpunkt hat die eine Partei Stimmen zugewonnen aber verloren, die andere Stimmen verloren aber gewonnen. Alles eine Frage der Relativität.
Aber um Reinhard Mey treu zu bleiben: Xila scheint ihre eigene Sichtweise glücklich zu machen.


Meine Sichtweise macht mich gar nicht glücklich, weil mich die Realität nicht glücklich macht. Aber davon, daß ich sie nicht zur Kenntnis nehme, würde sie sich nicht in Luft auflösen.

Christoph sind im Gegensatz zu dir immerhin noch sachbezogene Einwände auf meine Antwort an dich eingefallen, die im Prinzip korrekt waren. Daß Meinungsumfragen nicht dasselbe sind wie Wahlen stimmt zum Beispiel tatsächlich. Daß die Stimmung seit ein paar Wochen den Rechtpopulisten ziemlich abträglich ist, ist aber ebenfalls richtig, und es trifft europaweit zu. Wer sich damit befaßt, dem ist das klar, und ich bin ziemlich sicher, daß Christoph sich damit befaßt hat. Ich verstehe nicht, wozu Spiegelfechtereien dieser Art gut sein sollen, von einem Sieg zu reden, wenn jemand so weit wie Wilders hinter dem zurückgeblieben ist, was er noch vor ein paar Wochen, von allen Umfragen darin bestätigt, erhofft hatte.

Bei dir vermisse ich, daß du deine Sichtweise wenigstens zu begründen versuchst, statt dich hinter Christoph zu verstecken. Mir ist nämlich schon klar, daß du immer noch glaubst, schlimmer als die jetzigen Regierenden könne es gar nicht kommen, weshalb ihnen alles andere vorzuziehen sei.

Dazu fällt mir nichts von Reinhard Mey ein, aber dafür etwas von Otto Waalkes:

Zitat:
Ich besuchte neulich einen Freund. Einen Millionär. Der
glaubte, der unglücklichste Mensch der Welt zu sein, weil ihm sein
Rasierpinsel ins Klo gefallen war.  Da nahm ich ihn beiseite und
sprach: "Freilich bist du übel dran,  daß dir dein Rasierpinsel ins Klo
gefallen ist.  Aber es gibt Leute,  die viel schlechter dran als du.  Die haben
noch nicht einmal einen Bart.  "Da fiel es ihm wie Schuppen aus den Haaren.
Und sollte nicht auch einer von uns,  oder morgen,  oder heute,  oder vielleicht
nicht.  Wer weiß.
Schönen guten Abend.



Du irrst dich. Schlimmer geht immer.
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« Zuletzt geändert: 24.03.17 um 23:34:36 von xila »  

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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #27 - 25.03.17 um 03:01:41
 
xila schrieb am 24.03.17 um 23:34:07:
Christoph sind im Gegensatz zu dir immerhin noch sachbezogene Einwände auf meine Antwort an dich eingefallen, die im Prinzip korrekt waren. Daß Meinungsumfragen nicht dasselbe sind wie Wahlen stimmt zum Beispiel tatsächlich. Daß die Stimmung seit ein paar Wochen den Rechtpopulisten ziemlich abträglich ist, ist aber ebenfalls richtig, und es trifft europaweit zu. Wer sich damit befaßt, dem ist das klar, und ich bin ziemlich sicher, daß Christoph sich damit befaßt hat. Ich verstehe nicht, wozu Spiegelfechtereien dieser Art gut sein sollen, von einem Sieg zu reden, wenn jemand so weit wie Wilders hinter dem zurückgeblieben ist, was er noch vor ein paar Wochen, von allen Umfragen darin bestätigt, erhofft hatte.


Nicht hinter dem, was er eventuell erhofft haben könnte (dafür ist er vielleicht zu sehr Realist und daran gewöhnt, Umfragen gelegentlich höher gewinnen als Wahlen), sondern hinter dem Popanz, den die Medien - vor allem außerhalb der Niederlanden - aufgeblasen hatten. Irgendeine Nähe des PVV-Ergebnisses zu denen von Brexit, Trump oder Hofer war zu keinem Zeitpunkt zu erwarten, auch ein Ministerpräsident Wilders stand nie zur Debatte. Aber ist für die Mainstreammedien natürlich praktisch, wenn man 'den Rechtspopulismus' jetzt zum Verlierer erklären kann, indem man das Wahlergebnis mit potentiellen Luftbuchungen vergleicht.


Zitat:
Mir ist nämlich schon klar, daß du immer noch glaubst, schlimmer als die jetzigen Regierenden könne es gar nicht kommen, weshalb ihnen alles andere vorzuziehen sei. [...] Du irrst dich. Schlimmer geht immer.


Ja, schlimmer kann und wird es auch mit den jetzigen Herrschenden werden...
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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #28 - 25.03.17 um 13:22:01
 
ChristophL schrieb am 25.03.17 um 03:01:41:
Zitat:
Mir ist nämlich schon klar, daß du immer noch glaubst, schlimmer als die jetzigen Regierenden könne es gar nicht kommen, weshalb ihnen alles andere vorzuziehen sei. [...] Du irrst dich. Schlimmer geht immer.


Ja, schlimmer kann und wird es auch mit den jetzigen Herrschenden werden...


Ist es doch schon geworden. Von aussen betrachtet, befindet sich die Führung des Landes im Freilauf. Und die bestehende Regierung hat dem Land schon genügend Schaden zugefügt, indem sie Grundgesetz und EU-Vereinbarungen und damit das Versprechen an das Volk gebrochen hat.

Xilas Argumente stehen alle auf der Populismus-Karte: Trump, Le Pen, Wilders und Brexit stehen in Deutschland nicht zur Wahl. Populus= Volk. Gewisse Kreise, die Angst um ihre Pfründe haben, haben diesem Begriff eine negative Bedeutung zugewiesen, über den sie alles schlagen, was sie mit anderen Argumenten nicht kontern können. In einer Demokratie entscheidet das Volk, in einer repräsentativen Demokratie wählt das Volk seine  Vertreter, in der Erwartung, dass diese Vertreter während der Regierungsperiode im selben Sinn und Geist das Volk würdig vertreten. Die unvorhergesehenen, sich überstürzenden Ereignisse (Griechenland, Verschuldung, Krieg im nahen Osten, Migration) haben die Volksvertreter und deren Vertreter auf EU-Ebene überfordert. Es gibt keinen Plan, noch nicht einmal ein Konzept, dafür hat man die Feuerwehr aufgerüstet, um die unzähligen  Brände zu löschen. Und es gibt keine Garantie, dass es nicht noch schlimmer kommen kann; aber irgendwann kann auch das Ruder brechen.

In Anbetracht dieser Situation ist es überlegenswert, an eine Alternative zu denken. Es mscht keinen Sinn, von denjenigen, die die Fehler gemacht haben zu erwarten, dass sie die Fehler korrigieren können. Dazu braucht es neue Denkansätze, klare Konzepte und grundlegende Regeln, an die man sich hält. Das hat mit dem negativen Begriff Populismus nichts zu tun, sondern ist gesunder Menschenverstand.

Um zu einer sachbezogenen Diskussion zu finden, müsste man sich mit den Parteiprogrammen der verschiedenen Parteien auseinandersetzen. Und mit der Wahrscheinlichkeit dass diese Programme durchgesetzt und auch eingehalten werden.

PS. Es geht um die Zukunft der Nation, die Diskussion um das Rauchverbot ist müssig. In einer liberalen Demokratie gehört die Entscheidung solche Dinge in den Bereich der Privatsphäre und der Grundrechte des Individuums.
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Re: Bei den Grünen geht die Angst um.
Antwort #29 - 25.03.17 um 21:20:18
 
ChristophL schrieb am 25.03.17 um 03:01:41:
[Irgendeine Nähe des PVV-Ergebnisses zu denen von Brexit, Trump oder Hofer war zu keinem Zeitpunkt zu erwarten, auch ein Ministerpräsident Wilders stand nie zur Debatte. 


Apropos Aufbauen von Popanzen, um sie anschließend mit dramatischer Geste erschlagen zu können: Du beherrschst diese Übung ebenfalls ganz gut. Ich habe nämlich nirgends behauptet, daß für Wilders eine Nähe zu Brexit, Trump oder Hofer zu erwarten gewesen sei oder gar, daß mit einem Ministerpräsidenten Wilders gerechnet werden mußte. Das, was ich behauptet habe, wird durch deinen Einwand wiederum nicht widerlegt.

Damit scheinen alle Argumente ausgetauscht zu sein, oder fällt dir noch etwas ein, das neu wäre? Da cogito offenbar lieber über mich als mit mir reden will, dränge ich mich ihm nicht weiter auf, sondern überlasse es dir als von ihm Angesprochenem, auf seinen letzten Beitrag zu antworten.
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