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Bundestagswahl 2017 (Gelesen: 742 mal)
ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Bundestagswahl 2017
18.09.17 um 21:32:41
 
Zitat:
Am Sonntag ist Bundestagswahl, die Wahllokale lassen aber bisher nur einen verhaltenen Lockruf vernehmen. Denn die etablierten Parteien sind zu einem kaum unterscheidbaren und ungenießbaren Gemisch verkommen. Wen können Prohibitionsgegner wählen? Die einflussreichen politischen Kräfte der letzten Jahre haben alle ihren Beitrag zur Bevormundung und zum Paternalismus geleistet. Und werden dies auch in den nächsten vier Jahren tun, soviel ist sicherer als das Amen in der Kirche.


Sich für Netzwerk Rauchen entscheiden - besser als für eine Partei. Siehe hier.

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« Zuletzt geändert: 18.09.17 um 21:33:02 von ChristophL »  
 
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

Beiträge: 8222
Re: Bundestagswahl 2017
Antwort #1 - 23.09.17 um 01:32:00
 
Lauterbach und Kelber verhindern - kleine 'Erstimmenkampagne" des Netzwerk Rauchen für die Bundestagswahlkreise Köln IV/Leverkusen sowie Bonn.

"Ekelbilder im Wahlkampf"

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Querkopf
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Dies ist durchaus ein
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Re: Bundestagswahl 2017
Antwort #2 - 08.11.17 um 17:07:32
 
Fluch der Karibik

Was habe ich jetzt mit mit meiner Stimme für die FDP erreicht?

Mir fehlte eine liberale Stimme im Bundestag und ich wollte den Grünen etwas entgegensetzen!

Natürlich war auch mir klar, dass Parteien für die Machtteilhabe bereit sind, sich über Teile ihrer Grundsätze hinwegzusetzen. Dass aber die FDP bereit wäre, sich mit den grünen Volkserziehern zusammen zu tun, konnte ich mir ehrlich nicht vorstellen.

Nun werden uns (ohne Wählerauftrag) täglich die Nachrichten von den Jamaika-Koalitionsverhandlungen um die Ohren gehauen und dazu noch behauptet, dass dieser Fluch der Karibik bei der Bevölkerung auf breite Zustimmung stoße.

Was erwartet uns? Naturlich Kompromisse über Kompromisse, eine bis zur Unkenntlichkeit verwässerte Politik und eine (meiner Meinung nach) Frustration der Wähler - sowohl die der FDP, CDU/CSU und auch der Grünen.
Zu befürchten ist, dass der lachenden Fünfte die AFD sein wird, die die enttäuschten Wähler gerne auffangen wird.

Und das alles ohne Wählerauftrag, denn eine solche Konstellation ist von keiner Partei vor der Wahl vorgestellt worden.

Meine Frustration kann ich gar nicht bemessen.....
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Querkopf
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Dies ist durchaus ein
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Re: Bundestagswahl 2017
Antwort #3 - 08.11.17 um 17:16:01
 
Gerade den passenden Artikel dazu gefunden:



Zitat:
FDP und Grüne scheinen nicht zu ahnen, dass die Schwampel Jamaika beide Parteien ihre parlamentarische Existenz nach der nächsten Bundestagswahl (und vorher bei Landtagswahlen) kosten kann.
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Re: Bundestagswahl 2017
Antwort #4 - 09.11.17 um 15:26:45
 
Querkopf schrieb am 08.11.17 um 17:07:32:
Fluch der Karibik

Was habe ich jetzt mit mit meiner Stimme für die FDP erreicht?

Mir fehlte eine liberale Stimme im Bundestag und ich wollte den Grünen etwas entgegensetzen!

Natürlich war auch mir klar, dass Parteien für die Machtteilhabe bereit sind, sich über Teile ihrer Grundsätze hinwegzusetzen. Dass aber die FDP bereit wäre, sich mit den grünen Volkserziehern zusammen zu tun, konnte ich mir ehrlich nicht vorstellen.

Nun werden uns (ohne Wählerauftrag) täglich die Nachrichten von den Jamaika-Koalitionsverhandlungen um die Ohren gehauen und dazu noch behauptet, dass dieser Fluch der Karibik bei der Bevölkerung auf breite Zustimmung stoße.

Was erwartet uns? Naturlich Kompromisse über Kompromisse, eine bis zur Unkenntlichkeit verwässerte Politik und eine (meiner Meinung nach) Frustration der Wähler - sowohl die der FDP, CDU/CSU und auch der Grünen.
Zu befürchten ist, dass der lachenden Fünfte die AFD sein wird, die die enttäuschten Wähler gerne auffangen wird.

Und das alles ohne Wählerauftrag, denn eine solche Konstellation ist von keiner Partei vor der Wahl vorgestellt worden.

Meine Frustration kann ich gar nicht bemessen.....




Geht mir ähnlich, aber es kann durchaus sein, daß Lindner oder die CSU nach dem Sturz Seehofers die Verhandlungen für beendet erklären.

Dann muß die SPD ran oder es gibt Neuwahlen - Ausgang ungewiß.

Der Wählerauftrag an sich wäre eigentlich eine "Rechts" - Koalition aus CDU / CSU / FDP und AfD gewesen.
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Re: Bundestagswahl 2017
Antwort #5 - 09.11.17 um 20:37:48
 
Ausgerechnet die Bertelsmann-Stiftung hat zum Ergebnis der Bundestagswahl eine Studie mit interessanten Ergebnissen publiziert: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePubli...

Eine große Koalition würde unter den Wählern der "bürgerlichen Mitte" nur noch 55,8 Prozent der Wähler ausmachen, Jamaika 51,7 Prozent. Im sogenannten "sozial prekären Milieu" wären es sogar nur 38 (Groko) bzw. 32 Prozent (Jamaika). Jamaika repräsentiert besonders stark die gehobenen Milieus. Rechnet man nicht nach Wählern, sondern nach Wahlberechtigten (also inklusive Nichtwähler), sieht die Sache noch viel trostloser aus.

Die Konfliktlinie sieht die Studie zwischen den "Modernisierungsbefürwortern" und den "Modernisierungsskeptikern", die jeweils - das läßt an Brexit und Trump denken - ungefähr die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. Problem an Jamaika ist, dass Parteien dieser Koalition vor allem von "Modernisierungsbefürwortern" gewählt wurden und damit in der Tat ein Signal an die Adresse der "Denkzettel"-Wähler sind, das man nur als Stinkefinger deuten kann.

Dabei ist aber auch zu berücksichtigen, daß längst nicht jeder Unzufriedene sein Kreuzchen bei der AfD gemacht hat. Die AfD hat in den "sozial gehobenen" Schichten nämlich nicht viel Zuspruch bekommen, aber auch dort gibt es Unzufriedene. Wenn ich von meinem eigenen sozialen Milieu, den Liberal-Intellektuellen, ausgehe, dann haben dort die CDU, die SPD und die sonstigen Parteien zusammengenommen 18 Prozentpunkte verloren, während die FDP, die Linkspartei und die AfD zusammengenommen hinzugewonnen haben.

Höchst interessant: Die Grünen blieben stabil bei 10 Prozent, obwohl sie in etlichen anderen Wählerschichten hinzugewonnen haben. Offenbar sieht man in meinen Kreisen die Grünen nicht mehr als Alternative zur SPD, wie das früher war, auch wenn sie immer noch viele Stammwähler haben.

Noch interessanter: Das Bundesland, in dem die Wahlbeteiligung am stärksten zugenommen hat, war nicht etwa Sachsen, sondern Bayern, von knapp über 70 auf mehr als 78 Prozent. Im Wahlkreis Passau gab es besonders viel Zuwachs, nämlich 11 Prozentpunkte mehr Wählern

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Was nützt einem Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist? (Theodor W. Adorno)
 
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Re: Bundestagswahl 2017
Antwort #6 - 28.11.17 um 09:53:12
 
Ganz neue Töne von Sigmar Gabriel:

Zitat:
“Many people – regardless of whether it’s in the East or West – are utterly annoyed when the established parties try to tell them how to live their lives. Much of what we consider to be so ‘politically correct’ is now regarded as detached and elitist. I am wondering too whether people can still stand up in German party meetings and say: by the way, I smoke, eat sausage, like watching soaps on RTL (German TV station, ed.), and love all-inclusive holidays. Or will they have to expect becoming the target of political education attempts?”


http://www.bild.de/politik/inland/bild-international/sigmar-gabriel-interview-53...

(Die deutsche Version befindet sich hinter einer Paywall.)

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Was nützt einem Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist? (Theodor W. Adorno)
 
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