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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Woher kommt die Zahl 3300? (Gelesen: 7.198 mal)
Terrx
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Einheit in Vielfalt war
bis zur FCTC-Konvention

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Re: Woher kommt die Zahl 3300?
Antwort #11 - 15.04.07 um 18:19:00
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Ärzte raten stets dazu, mit dem Rauchen aufzuhören., wenn die Lungenwerte beispielsweise nicht stimmen. Ärzte raten auch mit dem Trinken aufzuhören, wenn die Leberwerte nicht stimmen.
Das würden sie auch einem indischen Vollprofi- Asketen raten, wenn die Werte nicht stimmen.
So sind sie eben. Zwinkernd
#
Mal zum Thema. Archimede hatte doch irgendwo gefunden, daß eine der Basisstudien, die dann zu der Zahl der geschätzten deutscher Passivrauchtoten führt, von einem US-Gericht kassiert wurde. Jetzt finde ich den Link nicht. unentschlossen
#
Mal abgesehen davon, daß es womöglich einen deutschen Passivrauchtoten im Jahr gibt, kann man doch alleine mit statistischen Mitteln die Endzahl soweit infragestellen, daß man letzendlich etliche Wiederauferstandene hätte Laut lachend
Statistik eben.
3301...(immer bezeichnet als "mehr als 3300" oder "über 3300"...)
Derzeit geschickt demagogisch genutzt zur medialen Massenverdummung, um den Abbau von Zivilisation zu kaschieren.
Im Netz gibt es noch einen Artikel aus den Anfängen der "Studie"...
Raucher töten---------© ZEIT online, 17.12.2005

Das Deutsche Krebsforschungszentrum macht Politik gegen das Passivrauchen. Leider bedient sich das Institut dafür zweifelhafter Botschaften – und einer Studie, die keine ist Von Kathrin Zinkant

Das klang alarmierend: "An den Folgen des Passivrauchens versterben in Deutschland derzeit jährlich vermutlich 3300 Menschen. Das sind mehr Todesfälle als gegenwärtig pro Jahr in Deutschland durch illegale Drogen, Asbest, BSE und SARS zusammen." Mit dieser düsteren Verlautbarung fand das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg vergangene Woche überall Gehör. Kaum eine Zeitung, die nicht sinngemäß über eine neue "Studie" der hochangesehenen Forschungseinrichtung berichtete, häufig gleich auf der Titelseite. Widerhall fand die Schreckensnachricht auch im Fernsehen, zum Beispiel in der Tagesschau. Und selbst die Bundesregierung beeilte sich, das Thema "ernst zu nehmen", was hätte sie auch anderes tun sollen: Wenn laut DKFZ 35 Millionen erwachsene Nichtraucher durch toxische und krebserregende Stoffe im Tabakrauch einer "Gesundheitsgefährdung mit Todesfolge" ausgesetzt sind, kann die Politik nicht einfach woanders hingucken.

In die so genannte Studie hineingeguckt hat aber offenbar auch niemand - weder die Journalisten noch jene Politiker und Fachgesellschaften, die in den darauffolgenden Tagen die Botschaft des DKFZ verbreiteten. Sonst wäre ihnen eines aufgefallen: Von den "vermutlich 3300 Toten", die - wären sie ein Faktum - etwa 0,3 Prozent aller jährlichen Todesfälle in Deutschland ausmachen, entfallen 2108, also 64 Prozent, auf Menschen im Alter von 75 und mehr Jahren. Besonders ausgeprägt ist diese Verteilung unter jenen Passivrauchern, die laut DKFZ durch den unfreiwillig eingeatmeten Dunst an einem Schlaganfall sterben: 72 Prozent der mutmaßlichen Opfer wären, wie sich aus den DKFZ-Unterlagen ergibt, älter als 75 Jahre alt. Im Fall der koronaren Herzkrankheit hätten, den Schätzungen zufolge, von 2148 der Betroffenen immerhin zwei Drittel bereits dieses hohe Alter erreicht - bevor die Folgen des Passivrauchens sie dahinraffen.

Falls der Tod dann wirklich noch eine Folge des Passivrauchens ist. Das DKFZ legte seinen Schätzungen unter anderem die Annahme zugrunde, dass das Risiko ehemaliger Raucher für eine Koronare Herzerkrankung binnen kurzer Zeit wieder auf das Niveau sinkt, dem auch Nichtraucher ausgesetzt sind. Und deshalb haben die Verfasser des DKFZ-Papiers die Ex-Raucher einfach den Nichtrauchern zugeschlagen. Das aber verfälscht die Statistik. Eine ausgebildete Arteriosklerose beispielsweise ist, sobald vorhanden, nicht mehr rückgängig zu machen; ein 50-Jähriger, der zwanzig Jahre lang starker Raucher war, hat mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits geschädigte Gefäße - und wird als Passivraucher deshalb zehn Jahre später ein höheres Risiko für eine Koronare Herzerkrankung tragen als jemand, der nie eine Zigarette angerührt hat.

Doch von einer klinischen oder epidemiologischen Untersuchung, wie sie unter der Bezeichnung "Studie" zu erwarten wäre, kann im Falle dieses Papiers ohnehin nicht die Rede sein. Zwar stellten die Autoren eigene Berechnungen zu Sterblichkeit und Erkrankungen durch das Passivrauchen in Deutschland an. Das hat vor ihnen noch niemand getan. Aber es bleiben eben alles nur Schätzungen, die durchaus Schwachstellen aufweisen. Für ihre Berechnungen mussten sich die Wissenschaftler viele Daten und Resultate aus bereits veröffentlichten Studien und Metaanalysen - systematischen Übersichten - anderer Arbeitsgruppen und Länder zusammensuchen, und sie mussten sehr pauschale und teilweise wackelige Annahmen zugrundelegen. Denn wie soll man beispielsweise bestimmen, welcher Passivrauchbelastung die Betroffenen tatsächlich ausgesetzt werden? Dem Rauch von drei Zigaretten oder einer Schachtel? Rund um die Uhr oder nur gelegentlich? Laut Methodenteil der Publikation verließ man sich hier hauptsächlich auf persönliche Aussagen der Passivraucher im Rahmen des Bundesgesundheitssurvey von 1998; wissenschaftlich fundierte Maßstäbe oder Daten gab und gibt es dazu nicht.

DEN hat logo keiner weiter gelesen....Dafür haben 600 Passivrauchallergiker es in 2 Jahren geschafft der "3301er- Studie" Gesetzesrang zu verschaffen.
  
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Sandmaennchen
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Re: Woher kommt die Zahl 3300?
Antwort #10 - 15.04.07 um 15:24:00
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rizzo schrieb on 15.04.07 um 15:13:25:
Will er doch garnicht. Der will nur spielen.

Danke, Rizzo! Dann wollen wir sie auch nicht dabei stören. 8)

  
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rizzo
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Re: Woher kommt die Zahl 3300?
Antwort #9 - 15.04.07 um 15:13:00
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Sandmaennchen schrieb on 15.04.07 um 14:53:53:
Mein Vater war starker Raucher und verstarb 1977, 63-Jährig,  an einem bösartigen Knochentumor (Osteosarkom, auch osteogenes Sarkom). Meine Mutter, die auch nie geraucht hat, verstarb 10 Jahre später, 69-Jährig, an Brustkrebs.

Erkennen sie hierin auch eine Verbindung?


Will er doch garnicht. Der will nur spielen.
  

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Sandmaennchen
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Re: Woher kommt die Zahl 3300?
Antwort #8 - 15.04.07 um 14:53:00
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Quote:
So so... meiner Mutter ist von Ärzten geraten worden, unbedingt mit dem Rauchen aufzuhören ... sie hat nie in ihrem Leben geraucht, wohl aber mein Vater, 40 ohne Filter am Tag.

Mit diesem ganzen "ist doch gar nicht bewiesen"-Unfug lügt ihr euch doch nur in die Tasche, vermutlich aus Angst.

Mein Vater war starker Raucher und verstarb 1977, 63-Jährig,  an einem bösartigen Knochentumor (Osteosarkom, auch osteogenes Sarkom). Meine Mutter, die auch nie geraucht hat, verstarb 10 Jahre später, 69-Jährig, an Brustkrebs.

Erkennen sie hierin auch eine Verbindung?
  
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Re: Woher kommt die Zahl 3300?
Antwort #7 - 15.04.07 um 13:02:00
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Blaudunst schrieb on 08.04.07 um 21:13:26:
Ich kenne nähmlich einige Leute, die selbst nicht rauchen, aber ihr Ehepartner: die sind alle gesund und zum Teil ganz schön alt...
Blaudunst


So so... meiner Mutter ist von Ärzten geraten worden, unbedingt mit dem Rauchen aufzuhören ... sie hat nie in ihrem Leben geraucht, wohl aber mein Vater, 40 ohne Filter am Tag.

Mit diesem ganzen "ist doch gar nicht bewiesen"-Unfug lügt ihr euch doch nur in die Tasche, vermutlich aus Angst.
  
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Re: Woher kommt die Zahl 3300?
Antwort #6 - 15.04.07 um 00:22:00
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nichtraucher schrieb on 10.04.07 um 09:54:59:
Gruselig. Wie heißt es so schön: Wer Raucher küßt, der leckt auch Aschenbecher aus.  Laut lachend


Ich kenne diese Leute trotzdem, was findest Du so gruselig daran? Das sie existieren?
Das ist die einzige Antwort, die Du auf die Frage "woher kommt die Zahl ?" liefern kannst? Das ist in der Tat gruselig...
Und was ist schön an dem megablöden Spruch mit dem Küssen? Küssen ist übrigens weder zwingend noch verboten, deshalb kennst Du Dich damit gar nicht aus, lass es lieber sein...

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Re: Woher kommt die Zahl 3300?
Antwort #5 - 10.04.07 um 10:32:00
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nichtraucher schrieb on 10.04.07 um 09:54:59:
Gruselig. Wie heißt es so schön: Wer Raucher küßt, der leckt auch Aschenbecher aus.  Laut lachend


Geh´ raus die Sonne putzen Ärgerlich
  
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Re: Woher kommt die Zahl 3300?
Antwort #4 - 10.04.07 um 09:54:00
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Blaudunst schrieb on 08.04.07 um 21:13:26:
Ich kenne nähmlich einige Leute, die selbst nicht rauchen, aber ihr Ehepartner:


Gruselig. Wie heißt es so schön: Wer Raucher küßt, der leckt auch Aschenbecher aus.  Laut lachend
  
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Re: Woher kommt die Zahl 3300?
Antwort #3 - 10.04.07 um 09:27:00
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Das Schlimme daran ist aber das diese eher zweifelhaften Zahlenspielerei bei den Politikern wie auch der Presse und der Bevölkerung auf Fruchtbaren Boden fällt da es keiner Nachprüft oder den Mut hat (Ausser uns) diese Zahlen zu wiedersprechen.
  
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Re: Woher kommt die Zahl 3300?
Antwort #2 - 08.04.07 um 23:56:00
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Quote:
lles Zahlenspielerei. Bei Netzwerk Rauchen findest Du mehr dazu.


In unserem Reader
http://www.netzwerk-rauchen.de/documents/reader%201c.pdf

empfehle ich S. 3-6, S. 7 rechts, S. 9f., S. 11-15, S. 21f., S. 24

Außerdem:
http://www.netzwerk-rauchen.de/documents/Wissenschaft%20Risiko%20Passivrauchen.p...

Die Umfänglichkeit dieser Quellenangaben belegt die Notwendigkeit für eine kurze Zusammenfassung seitens des Netzwerks, warum die 3.301 Unsinn sind.
  
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rizzo
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Re: Woher kommt die Zahl 3300?
Antwort #1 - 08.04.07 um 23:01:00
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Hallo Blaudunst,

bei der Zahl handelt es sich um eine Schätzung der eine epidemologische Studie zu Grunde liegt. Die Studie liefert ein Relatives Risiko für eine bestimmte Krankheit, daraus haben die Heidelberger die scheinbaren Toten errechnet. Alles Zahlenspielerei. Bei Netzwerk Rauchen findest Du mehr dazu.
  

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Blaudunst
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Woher kommt die Zahl 3300?
08.04.07 um 21:13:00
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Zwischen den vielen übertriebenen oder schlicht gelogenen Behauptungen über Rauchen kommt immer wieder diese Zahl: in Deutschland sterben angeblich jährlich  3331 (?) Menschen an Passivrauchen. An Passivrauchen kann man eigentlich gar nicht sterben, das ist keine Krankeit, höchstens an die Folgen des Passivrauchens. Aber wie "diagnostiziert" man diese Folgen? Wie stellt den ein Artzt, der vor einer Leiche steht, fest, ob der Tod als Folge des Passivrauchens zuzuordnen ist? Oder werden alle, die irgendwie bekannt länger mit Zigarettenrauch zu tun hatten, "automatisch" als "Passivrauch-Tote" deklariert? Oder werden bestimmte Krankeiten "automatisch" zum Passivrauch zugeordnet, egal was die wahren Gründe waren? Weiß jemand näheres?
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Blaudunst
  
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