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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) HH- St.Pauli (Gelesen: 1.264 mal)
Muna_Sat-Ananda
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Kampf dem Verbotswahn!

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Re: HH- St.Pauli
Antwort #30 - 06.03.08 um 23:13:00
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Caschny schrieb on 02.03.08 um 10:44:02:
Auch ich könnte mir das durchaus vorstellen. Überhaupt ist die Umsetzung der Gesetze ein großer Unsicherheitsfaktor, weil sich die Willkür vieler Behördenvertreter kaum einschätzen lässt. Selbst unter den sieben Hamburger Bezirken gibt es da schon erhebliche Unterschiede.

Vergessen wir auch nicht, dass eine der politischen Triebfedern der systematischen Diffamierung der Raucher das Bestreben darstellt, die so genannte 'Unterschicht' aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Dass auch viele Intellektuelle eher zu den Rauchern zählen, fällt da nicht so sehr ins Gewicht.

Mir wäre jedenfalls das, was mein Stammwirt macht, viel zu unsicher. Wenn er wirklich die Vereinslösung aufgreifen muss (ob er das dann überhaupt macht, davon bin ich auch noch längst nicht überzeugt; sagen kann man viel), ist er dann schlecht vorbereitet. Das Aussitzen von Problemen habe ich immer für die schlechteste aller Möglichkeiten gehalten, ganz grundsätzlich. Etwas anders ist das natürlich zu beurteilen, wenn diese der Vereinslösung als Option nicht gegeben ist - dann geht es in der Tat nur noch darum, Zeit zu gewinnen, aber das ist ja in Hamburg nicht der Fall.

Caschny.    


Hallo Caschny, noch zu später Stunde! Smiley

Ja, in Baden-Württ. hätten die meisten Wirte, (nicht anders, als in Bayern) von der Club-Lösung intensiven Gebrauch gemacht. Also, ich verstehe es ganz und gar nicht, warum denn die Wirte diese Chance nicht nutzen - deshalb fragte ich unlängst, ob die Club-Möglichkeit besteht. Kann Dir nur beipflichten, - Aussitzen ist die schlechteste Lösung - vor allem, weil unsere Machthaber die Grenzen austesten - bestes Beispiel in Bayern, - entsteht ein effektiver Widerstand, so weichen die Politiker zurück, denn vor einem evtl. Bürgerkrieg haben sie dann doch Angst.

Vielleicht wäre es irgendwie möglich, den Wirten ihre Situation - und vor allem, was ihnen bevorstehen könnte, klarzumachen. Gut, es liegt nicht in unserer Entscheidungsmacht, und leider kann ich momentan absolut nicht nach Hamburg kommen (habe dort oben Freunde), ansonsten würde ich schon mit denen mal ein Wörtchen reden. In Baden-Württ. haben wir ja NICHT diese Option, - und mich beschleicht das Gefühl, daß die Hamburger Wirte ihre einmaligen Chancen nichtmal nutzen. Augenrollen

Vor allem wird die Situation jetzt nach einer schwarz-grünen Koalitionsbildung noch ernster, wie es Christopher in seinem vorherigen Beitrag ansprach. Konservative mit einer Prohibitions-Partei! Weia! Kann dort Tina Wittler nicht einen gewissen Einfluß auf ihre Kollegen(innen) ausüben? Sie würde dann doch eine Vorbildfunktion einnehmen - nicht anders, wie bei uns Rolf, Roger und Wolfgang, u.a. die offenen Widerstand leisteten - und dem sich andere Wirte anschlossen. Irgendwie liegt mir Hamburg am Herzen - es ist eine schöne Stadt - und wäre wirklich schade, wenn sie ihr Flair verlöre.

Oh, muß Schluß machen, bekomme gerade einen Anruf,

Tschüssle von Muna Smiley
  
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Christoph Suter
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Re: HH- St.Pauli
Antwort #29 - 06.03.08 um 21:50:00
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Tagesthemen (ARD) meldet: Koalition "Schwarz/Grün"!

Tschüss, Hamburg!

Gute Nacht Reeperbahn!

Traurig  Traurig  Traurig
  
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Zora
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Re: HH- St.Pauli
Antwort #28 - 04.03.08 um 21:29:00
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ja, das geht leider schnell, man hat es an new york gesehen: vom meltingpot zum eintopf in nur wenigen jahren.

gruß, zora
  

"Puritaner sollten zwei Feigenblätter vor den Augen tragen." (Stanislaw Lec)
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Terrx
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Einheit in Vielfalt war
bis zur FCTC-Konvention

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Re: HH- St.Pauli
Antwort #27 - 02.03.08 um 12:47:00
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Quote:
Vergessen wir auch nicht, dass eine der politischen Triebfedern der systematischen Diffamierung der Raucher das Bestreben darstellt, die so genannte 'Unterschicht' aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Dass auch viele Intellektuelle eher zu den Rauchern zählen, fällt da nicht so sehr ins Gewicht.

Jo. Statistiken regieren die Politik.
Aktuell gilt bis auf bestätigende Ausnahmen:
Unterschicht = Raucher
Raucher = Unterschicht

Wer Raucher ist, gilt unterschwellig als Unterschicht und Unterschichtler haben irgendwie auch Raucher zu  sein.
Das wird landauf/landab propagiert.

Gleichfalls gilt:
Aktionen gg. Raucher sind auch gg. die Unterschicht und gg. die Unterschicht sind gg. die Raucher.
Jeder hier irgendwo Betroffene sollte hellhörig werden.

St.Pauli hat für seine heutige Erscheinung keinen Schutzbrief.
An der Reeperbahn werden keine Reeps gefertigt und in der Seilerstraße wohnt kein Seilemacher.
Wo bis letzte Woche alles voll Kneipen war und der Stadtbereich als Freudenhaus galt, sind nächstes Jahr entweder geschlossene Türen oder Museen, Boutiquen, Versicherungsagenturen, Immobilienhändler, Schlecker, Roßmann u.s.w.
  
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Caschny
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Re: HH- St.Pauli
Antwort #26 - 02.03.08 um 10:44:00
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Terrx schrieb on 01.03.08 um 20:51:25:
Ich kann mir das durchaus vorstellen.
Die Eckkneipen und deren Klientel sind vielen ein Dorn im Auge.
Die Kneipe, die dicht ist, macht keinen Ärger mehr.
Die Kundschaft geht woanders hin. Die Belegschaft sind nur paar Leute. Statistiker drücken das locker weg.
Offenen Widerstand haben wir schon, wenn 40-45% nicht zur Wahl gehen, wenn es zigmal mehr Raucherdemos als Nichtraucherdemos gibt, wenn Raucher jetzt richtig gute Gründe haben, um Ehrenämter oder freiwillige Tätigkeiten niederzulegen, wenn Patriotismus und Zusammengehörigkeitsgefühl immer abstrakter/akademischer werden...
Die im Staat regierenden Lobbys sitzen ihn aus.
Sich selbst zu wählen reicht dicke aus und "ein Volk" zu haben ist dafür irrelevant.
Von der Reeperbahn/St.Pauli hätte "man" wieso die Leute gerne entfernt, die jetzt noch dort sind.
Da kommt ein Kneipensterben gerade recht.


Auch ich könnte mir das durchaus vorstellen. Überhaupt ist die Umsetzung der Gesetze ein großer Unsicherheitsfaktor, weil sich die Willkür vieler Behördenvertreter kaum einschätzen lässt. Selbst unter den sieben Hamburger Bezirken gibt es da schon erhebliche Unterschiede.

Vergessen wir auch nicht, dass eine der politischen Triebfedern der systematischen Diffamierung der Raucher das Bestreben darstellt, die so genannte 'Unterschicht' aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Dass auch viele Intellektuelle eher zu den Rauchern zählen, fällt da nicht so sehr ins Gewicht.

Mir wäre jedenfalls das, was mein Stammwirt macht, viel zu unsicher. Wenn er wirklich die Vereinslösung aufgreifen muss (ob er das dann überhaupt macht, davon bin ich auch noch längst nicht überzeugt; sagen kann man viel), ist er dann schlecht vorbereitet. Das Aussitzen von Problemen habe ich immer für die schlechteste aller Möglichkeiten gehalten, ganz grundsätzlich. Etwas anders ist das natürlich zu beurteilen, wenn diese der Vereinslösung als Option nicht gegeben ist - dann geht es in der Tat nur noch darum, Zeit zu gewinnen, aber das ist ja in Hamburg nicht der Fall.

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Terrx
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Einheit in Vielfalt war
bis zur FCTC-Konvention

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Re: HH- St.Pauli
Antwort #25 - 01.03.08 um 20:51:00
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Quote:
Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass unsere Ordungsämter reihenweise irgendwelche Lokalitäten dicht machen. Und wenn doch, hätten wir den von Muna angesprochen offenen Widerstand.

Ich kann mir das durchaus vorstellen.
Die Eckkneipen und deren Klientel sind vielen ein Dorn im Auge.
Die Kneipe, die dicht ist, macht keinen Ärger mehr.
Die Kundschaft geht woanders hin. Die Belegschaft sind nur paar Leute. Statistiker drücken das locker weg.
Offenen Widerstand haben wir schon, wenn 40-45% nicht zur Wahl gehen, wenn es zigmal mehr Raucherdemos als Nichtraucherdemos gibt, wenn Raucher jetzt richtig gute Gründe haben, um Ehrenämter oder freiwillige Tätigkeiten niederzulegen, wenn Patriotismus und Zusammengehörigkeitsgefühl immer abstrakter/akademischer werden...
Die im Staat regierenden Lobbys sitzen ihn aus.
Sich selbst zu wählen reicht dicke aus und "ein Volk" zu haben ist dafür irrelevant.
Von der Reeperbahn/St.Pauli hätte "man" wieso die Leute gerne entfernt, die jetzt noch dort sind.
Da kommt ein Kneipensterben gerade recht.
  
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MadMax
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Re: HH- St.Pauli
Antwort #24 - 01.03.08 um 14:24:00
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Caschny schrieb on 01.03.08 um 12:45:15:
Hallo Muna,

ja, die Clublösung ist auch in Hamburg möglich. Viele machen davon auch schon Gebrauch, doch das dauert halt seine Zeit. In Hamburg ging es ja im Vergleich zu Bayern auch erst später los mit der Gängelung. Noch bis zum vergangenen Wochenende, an dem die Bürgerschaftswahlen stattfanden, wurden explizit keine Konrollen durchgeführt und dies vorher auch so angekündigt. Viele Wirte haben das Problem, wie anderswo auch, schlicht ausgesessen.

Sie werden aber zunehmend Farbe bekennen müssen. Mein Stammwirt windet sich auch noch und meint, dass er zunächst solange weiterrauchen lässt, bis 'was passiert'. Danach könne er immer noch die Vereinslösung praktizieren. Persönlich finde ich diese Strategie nicht so toll, aber letztlich bleibt es ja eine Entscheidung des jeweiligen Wirtes - er trägt ja auch das Risiko.

Siehe auch Strang: http://www.forenhoster.com/cgi-bin/yabbserver/foren/F_1858/YaBB.cgi?board=Hambur...

In Hamburg wird sich aber noch einiges tun - dessen bin ich sicher... .

Caschny.


Hallo Caschny,

die Lösung deines Stammwirts ist gar nicht so falsch. Dies zeigt zumindest, dass er dieses "Gesetz" so nicht akzeptiert. Wenn noch mehr (am besten alle) Wirte so reagieren würden, wäre das  Ganze nach meiner Meinung schnell vom Tisch.
Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass unsere Ordungsämter reihenweise irgendwelche Lokalitäten dicht machen. Und wenn doch, hätten wir den von Muna angesprochen offenen Widerstand.

Ich hoffe, dein Schlußsatz trift wirklich ein Laut lachend

Gruß
Joachim
  
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Caschny
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Re: HH- St.Pauli
Antwort #23 - 01.03.08 um 12:45:00
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Muna_Sat-Ananda schrieb on 29.02.08 um 23:42:38:
Auf Hamburg zurückzukommen. Haben dort die Wirte nicht wie in Bayern die Möglichkeit, einfach Club's zu eröffnen - oder werden denen dann auch wie in Baden-Württ. Steine in den Weg gelegt? unentschlossen

Grüßlis von Muna


Hallo Muna,

ja, die Clublösung ist auch in Hamburg möglich. Viele machen davon auch schon Gebrauch, doch das dauert halt seine Zeit. In Hamburg ging es ja im Vergleich zu Bayern auch erst später los mit der Gängelung. Noch bis zum vergangenen Wochenende, an dem die Bürgerschaftswahlen stattfanden, wurden explizit keine Konrollen durchgeführt und dies vorher auch so angekündigt. Viele Wirte haben das Problem, wie anderswo auch, schlicht ausgesessen.

Sie werden aber zunehmend Farbe bekennen müssen. Mein Stammwirt windet sich auch noch und meint, dass er zunächst solange weiterrauchen lässt, bis 'was passiert'. Danach könne er immer noch die Vereinslösung praktizieren. Persönlich finde ich diese Strategie nicht so toll, aber letztlich bleibt es ja eine Entscheidung des jeweiligen Wirtes - er trägt ja auch das Risiko.

Siehe auch Strang: http://www.forenhoster.com/cgi-bin/yabbserver/foren/F_1858/YaBB.cgi?board=Hambur...

In Hamburg wird sich aber noch einiges tun - dessen bin ich sicher... .

Caschny.
  
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Re: HH- St.Pauli
Antwort #22 - 01.03.08 um 10:08:00
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Libera schrieb on 01.03.08 um 08:46:46:
Da kann ich nur zustimmen. Ohne offenen Widerstand (wie der auch immer aussehen mag) werden wir in 2-3 Jahren total unterdrückt sein. Die Kneipenlandschaft ist völlig verändert und massiv geschrumpft.
Widerstand geht aber nicht nur von BW aus, sondern ganz massiv von Bayern. Wir machen "aktiven" passiven Widerstand und weichen eben in geschlossene Gesellschaften und Raucherclubs aus. Es wird nicht mehr lange dauern, haben wir die gleichen Verhältnisse wie vor der Prohibition - nur mit mehr bürokratischem Aufwand.
Es muß aber auch von den anderen Bundesländern mehr Widerstand kommen, denn nur von BW oder Bayern aus sind die Chancen eher gering.
Wo bleiben denn die neuen Bundesländer? Da hört man fast gar nichts!

Übrigens: heute stand in der Zeitung, daß der Alkohlverkauf an Tankstellen von 20.oo Uhr - 6.oo Uhr verboten werden sollte.


Ja, liebe Libera, vor allem beeindrucken mich Eure Demonstrationen, wobei in der Hinsicht sogar in Bayern mehr geschieht, als bei uns. Die Raucherclub's würden wir auch sofort eröffnen, aber wir dürfen es nicht. In der Hinsicht ist Euer Gesetz, so seltsam es klingt, noch humaner, als bei uns. Allein in unserem Ortsteil sind 20 Anträge bei den Ämtern eingegangen, wurden jedoch abgelehnt. Jetzt versucht ein Kneipier per Rechtsanwalt einen Club zu eröffnen. Bedingung hierfür wäre, daß innerhalb des Raucherclub's eine Nichtraucherzone eingerichtet wird, die genau den Maßstäben entsprechen muß - wie in Gaststätten. Also sinnlos. Da dieses Mist*st*ck von Oettinger bei uns immer noch regiert, ist das Baden-Württembergische Gesetz eines der härtesten von der Bundesrepublik. Also bleibt uns im passivem Widerstand keine andere Wahl, als weiterrauchen zu lassen. In vielen Kneipen ist die Stimmung hochgereizt, nörgelnde Nichtraucher werden unverzüglich und achtkant rausgeschmissen. In der Hinsicht beweisen unsere Wirte wirklich Zivilcourage. So gemütlich und gesellig sie einerseits sind, genauso ungemütlich können die aber auch werden. Antiraucher trauen sich in die meisten Kneipen gar nicht mehr rein - denn die bekommen dann schon Zunder von den Gästen. Diese Art von Widerstand ist da. Manche Wirte lassen die Aschenbecher gleich auf dem Tisch stehen, andere hingegen stellen sie auf Verlangen hin. Größere Bistro's werden dann legal in Raucher- und Nichtraucherbereiche abgetrennt, wobei aber der Raucherraum zumeist der größere ist und gemütlicher eingerichtet ist, als der Nichtraucherraum, Beispiel, Raucherraum - Polstersessel, Nichtraucherraum - Holzstühle, Dart und Billard- und Tischfußball im Raucherraum. Viele Wirte signalisieren so, daß ihnen die Raucher willkommener sind, nachdem die ersten zwei Wochen im letzten August die angekündigten Nichtraucher ausgeblieben waren, haben sie auf alle Fälle die schlechteren Karten. Moderate Nichtraucher sitzen eh bei den Rauchern. Zwinkernd

Ach ja, noch eine gute Nachricht von Pro-Rauchfrei:  Laut lachend

http://wewewe.pro-rauchfrei.de/forumsbeitrag_1269-15-0.htm

Dort auf den Discotheken-Link klicken. Falls Du in München, oder Nähe München wohnst, gibt es jetzt dort so einige Angebote für Raucherherzen. Smiley

Es ist jedoch nicht nur Widerstand in Baden-Württ. und Bayern zu verzeichnen, sondern auch in der Pfalz. Die haben richtig gehandelt, ihre Klage einzureichen, bevor das (Un)gesetz in Kraft trat.

Ist aber jetzt doch vom HH-Thread abgekommen. Schockiert/Erstaunt Meine Frage, ob es dort möglich ist, mehr Raucher--Club's zu eröffnen, steht noch. Smiley
  
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Libera
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Re: HH- St.Pauli
Antwort #21 - 01.03.08 um 08:46:00
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Muna_Sat-Ananda schrieb on 29.02.08 um 23:42:38:
Ich bleibe bei meinen Prognosen, ohne eine offene Revolution werden wir genauso karputtgemacht, wie die Engländer und Iren. Nur vielleicht nicht so schnell, aber falls sich eine liberale Haltung von gerichtlicher Seite nicht durchsetzen sollte, bedeutet das spätestens im nächsten Winter das Aus für die Eckkneipen. Nord- und Westeuropa wird Ödland werden. Diese passive Haltung kreide ich sowohl den Wirten, als auch den rauchenden Gästen (ihres Stammpublikums) an. Daß in der Pfalz zwar die Gesetze gelockert werden, ist ein Lichtblick, muß aber nicht zwingend für andere Bundesländer erfolgen. Ich hoffe es zwar, aber ich weiß es nicht. Und bis die Klage durch ist, haben viele Kleinlokale schon dichtgemacht.

Außerdem glaube ich auch, daß Archimede recht behält, und in spätestens zwei Jahren die EU mit uns kurzen Prozeß macht.
Grüßlis von Muna


Da kann ich nur zustimmen. Ohne offenen Widerstand (wie der auch immer aussehen mag) werden wir in 2-3 Jahren total unterdrückt sein. Die Kneipenlandschaft ist völlig verändert und massiv geschrumpft.
Widerstand geht aber nicht nur von BW aus, sondern ganz massiv von Bayern. Wir machen "aktiven" passiven Widerstand und weichen eben in geschlossene Gesellschaften und Raucherclubs aus. Es wird nicht mehr lange dauern, haben wir die gleichen Verhältnisse wie vor der Prohibition - nur mit mehr bürokratischem Aufwand.
Es muß aber auch von den anderen Bundesländern mehr Widerstand kommen, denn nur von BW oder Bayern aus sind die Chancen eher gering.
Wo bleiben denn die neuen Bundesländer? Da hört man fast gar nichts!

Übrigens: heute stand in der Zeitung, daß der Alkohlverkauf an Tankstellen von 20.oo Uhr - 6.oo Uhr verboten werden sollte.
  
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Re: HH- St.Pauli
Antwort #20 - 29.02.08 um 23:42:00
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MadMax schrieb on 29.02.08 um 21:26:42:
Und da dachte ich als Schwabe immer das gerade in St. Pauli die wirklichen Rebellen dieser Nation sitzen ???
Aber hier habe ich mich anscheinend getäuscht.

Ich muß mich hier wirklich mal fragen, warum die Wirte nicht einfach mal auf Konfrontation setzen ???

Was haben die eigentlich zu verlieren?

- Entzug der Konzession
- keine Gäste (ausser den Denunziaten von Pro-Kneipentod)

Beides läuft auf Hartz IV hinaus  ???

Vielleicht sollten unsere Wirte auch mal ihr Gehirn einschalten (wie es manche schon getan haben)

Gruß
MadMax



Tja, von wegen. Es gab früher mal in Hamburg eine sog. Hausbesetzer-Szene, von der ist aber nicht mehr viel übriggeblieben - außerdem waren es andere freiere Zeiten.

Ich habe bereits schon immer gewußt, daß der größte Widerstand in Baden-Württ. stattfindet - und so ist es heute auch noch, obwohl der für meine Begriffe noch zu gering ist. Aber wenigstens halten sich bei uns die Denunziationen im Rahmen. Das Ländle hat eben noch Charakter. Smiley Hamburg scheint zudem das Pech zu haben, einige von den Pro-Rauchfrei-Schergen in der Stadt zu haben. Warum gibt es die eigentlich in Stuttgart nicht? Trauen die sich hier nicht her, falls sie von außerhalb kommen, und gibt es hierzulande keine Pro-Rauchfrei-Mitglieder, oder ist bei uns die Mentalität so gelagert, daß sich hierzulande Niemand diesem Verein anschließt, um sich für den dreckigen Job zu verdingen? Hier wird allerorten die Denunziation als so ziemlich das Letzte scharf kritisiert - auch von Nichtrauchern.

Bei uns bekommen die Wirte ebenso Abmahnungen, Zahlungsbefehle usw. - aber sie zahlen nicht - und sie lassen trotzdem weiterhin ihre Gäste rauchen. Von einigen erfuhr ich gestern, daß sie dieses bis zum Konzessions-Entzug durchziehen. Daraufhin erwiderte ich, dann sollen sie eben ohne Konzession weiterarbeiten - aber es ist nicht so einfach, denn lt ihren Aussagen kommt nach dem Entzug einfach die Polizei - und sperrt die Kneipe ab. Griesgrämig Selbst wenn in Baden-Württ. die Denunziationen vom Volk ausbleiben, so wird dann eben eine bezahlte Raucherpolizei eingestellt - und die findet sich auch hier. Der Rechtsstaat hat zu existieren aufgehört.

Ich bleibe bei meinen Prognosen, ohne eine offene Revolution werden wir genauso karputtgemacht, wie die Engländer und Iren. Nur vielleicht nicht so schnell, aber falls sich eine liberale Haltung von gerichtlicher Seite nicht durchsetzen sollte, bedeutet das spätestens im nächsten Winter das Aus für die Eckkneipen. Nord- und Westeuropa wird Ödland werden. Diese passive Haltung kreide ich sowohl den Wirten, als auch den rauchenden Gästen (ihres Stammpublikums) an. Daß in der Pfalz zwar die Gesetze gelockert werden, ist ein Lichtblick, muß aber nicht zwingend für andere Bundesländer erfolgen. Ich hoffe es zwar, aber ich weiß es nicht. Und bis die Klage durch ist, haben viele Kleinlokale schon dichtgemacht.

Außerdem glaube ich auch, daß Archimede recht behält, und in spätestens zwei Jahren die EU mit uns kurzen Prozeß macht. Lediglich die südlichen Länder werden etwas mehr Freiheit genießen, weil sie von ihrer Mentalität (auch von behördlicher Seite) die Prohibition nicht so extrem durchziehen, und darauf einfach nicht schauen, sich zudem das Leben auf der Straße abspielt, welches dann den südlichen Tourismus auch wieder ankurbeln könnte, um eine kurze Zeit dem Verbotswahn zu entgehen. Es könnte evtl. geschehen, daß Griechenland aus der EU austritt, womit dann der Weg zur EU für die Türkei geebnet ist. Südspanien und Süditalien befindet sich halbwegs außerhalb der europäischen Verbotszone. Portugal evtl. auch, wobei hier meine Kenntnisse nicht ausreichend sind.

Auf Hamburg zurückzukommen. Haben dort die Wirte nicht wie in Bayern die Möglichkeit, einfach Club's zu eröffnen - oder werden denen dann auch wie in Baden-Württ. Steine in den Weg gelegt? unentschlossen

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Re: HH- St.Pauli
Antwort #19 - 29.02.08 um 22:49:00
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Terrx schrieb on 26.01.08 um 10:36:27:
Jede 6. Anzeige wird anonym erstattet.


Bei jeder sechsten Anzeige welche anonym erfolgt, handelt es sich bei den Besitzern vermutlich um Albaner.

Den anonymen Denunziant kann ich verstehen. Ist sein Name erst bekannt, dann heisst es nämlich "natën e mirë" ("gute Nacht" auf Albanisch) Laut lachend 

  
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Re: HH- St.Pauli
Antwort #18 - 29.02.08 um 21:26:00
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Terrx schrieb on 29.02.08 um 20:23:12:
"Tippel II" und "Bierbar 36" sind nun Nichtraucherkantinen.
Die Wirtin wollte keinen Konzessionentzug.


Und da dachte ich als Schwabe immer das gerade in St. Pauli die wirklichen Rebellen dieser Nation sitzen ???
Aber hier habe ich mich anscheinend getäuscht.

Ich muß mich hier wirklich mal fragen, warum die Wirte nicht einfach mal auf Konfrontation setzen ???

Was haben die eigentlich zu verlieren?

- Entzug der Konzession
- keine Gäste (ausser den Denunziaten von Pro-Kneipentod)

Beides läuft auf Hartz IV hinaus  ???

Vielleicht sollten unsere Wirte auch mal ihr Gehirn einschalten (wie es manche schon getan haben)

Gruß
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Re: HH- St.Pauli
Antwort #17 - 29.02.08 um 20:23:00
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"Tippel II" und "Bierbar 36" sind nun Nichtraucherkantinen.
Die Wirtin wollte keinen Konzessionentzug.
  
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Re: HH- St.Pauli
Antwort #16 - 26.01.08 um 10:36:00
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Lt. Bild-Hamburg(Seite3):
Antiraucher gehen Patrouille auf dem Kiez.
In den ersten 3 Wochen ergaben sich daraus über 200 Anzeigen.
50 betraf die Reeperbahn- Gegend.
Jede 6. Anzeige wird anonym erstattet.
Zit.: "Pro Rauchfrei e.V. schätzt, dasß in über 10% aller Kneipen und Restaurants gegen das Gesetz verstoßen wurde."
(Kostenpunkt immer 500€ für die Wirte, bei Wiederholung ist die Konzession weg)
  
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