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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid (Gelesen: 3.459 mal)
Caschny
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #33 - 15.10.07 um 16:04:00
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Ich muss es so deutlich sagen: Mit dem Scheitern des Volksentscheids hat sich die Hamburger Bevölkerung ein Armutszeugnis ersten Ranges ausgestellt. Sie ist noch nicht reif für Elemente der direkten Demokratie.

Wie bereits erwähnt und jetzt noch leichter nachvollziehbar, ist dieser Weg in Bezug auf unsere Sache erst recht zum Scheitern verurteilt. Allerdings wecken solche Aktionen Interesse an der Sache und das ist immer positiv zu bewerten.

Weitaus größere Chancen sehe ich aber im Zusammenhang mit den bevorstehenden Wahlen im Februar 2008. Die CDU ist im Abwind und die F.D.P. will endlich in die Bürgerschaft einziehen, was DER LINKEN höchstwahrscheinlich gelingen wird. Also werden sich CDU und F.D.P. sehr gut überlegen, ob sie die Interessen der Raucher so einfach ignorieren. Wenn  beide Parteien nach erfolgter Wahl auch nichts mehr davon wissen wollen (damit rechne ich): Thematisiert wird das Raucherdiskriminierungsgesetz ganz sicher aber noch.

Ich bleibe aber bei meiner Einschätzung, dass die betroffenen Wirte parallel dazu den Weg über Vereinsgründungen gehen sollten - das verspricht immer noch den grö0ten Erfolg.

Caschny.      
  
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Terrx
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Einheit in Vielfalt war
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #32 - 15.10.07 um 10:59:00
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Quote:
Gerade heute endet der
"Volksentscheid über den Volksentscheid", dessen Ziel eine Verfassungsänderung
ist. Volksentscheide sollen nach dem Willen der Antragsteller, dem Verein "Mehr
Demokratie", leichter zu erreichen und verbindlicher für Senat und Bürgerschaft
werden.

Hat zwar Aufmerksamkeit erregt, aber in der angestrebten Hauptsache nicht geklappt.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,511419,00.html
Die Hälfte aller Wahlberechtigten hätte einer Verfassungsänderung zustimmen müssen - doch zu wenige Hamburger kamen zur Abstimmung. Die regierende CDU fordert nun, das Thema direkte Demokratie zu den Akten zu legen. Die Initiatoren des Volksentscheides schließen einen erneuten Versuch nicht aus.

Hamburg- Nur 492.864 Bürger beteiligten sich an der Abstimmung, gab Landesabstimmungsleiter Willi Beiß am Abend bekannt. Um die Hürde von 50 Prozent aller Wahlberechtigten zu nehmen, hätten 607468 Hamburger der avisierten Verfassungsänderung zustimmen müssen.

Durch die sollten künftige Volksentscheide für die Regierung und das Parlament verbindlich werden. Außerdem wollten die Organisatoren die Hürden für einen erfolgreichen Volksentscheid absenken.

Anlass für die Initiative "Hamburg stärkt den Volksentscheid" waren zwei Volksentscheide aus dem Jahr 2004, deren Votum die CDU-Landesregierung missachtet hatte. So verkaufte der CDU-Senat die sieben städtischen Krankenhäuser trotz des Vetos von rund 77 Prozent aller Hamburger. Auch das vom Volk beschlossene neue Wahlrecht wurde wieder geändert.

SPD, Grüne, FDP und Linkspartei hatten das Anliegen der Initiative unterstützt. Die regierende CDU war strikt dagegen - und hatte kurz vor der Abstimmung noch für böses Blut gesorgt, als Bürgermeister Ole von Beust angeblich als Privatmann Briefe an 200.000 Haushalte schickte (mehr...), in denen er vor der Verfassungsänderung warnte.

Trotz der Niederlage erklärte die Initiative "Hamburg stärkt den Volksentscheid", hunderttausende Hamburger hätten ein deutliches Signal gesetzt, "dass sie mehr Demokratie und verbindliche Volksentscheide haben wollen". Die CDU werde begreifen müssen, "dass sie auf lange Sicht nicht erfolgreich Politik gegen das Volk machen kann". Sprecherin Angelika Gardiner sagte, es sei kein Scheitern, dass die erforderliche Stimmenzahl nicht erreicht wurde. Die Organisatoren hätten "das Unmögliche versucht". Schon im Vorfeld hatte Gardiner einen Erfolg als "fast illusorisch" bezeichnet.

CDU-Landesvorsitzender Michael Freytag erklärte dagegen, das Scheitern sei "ein klarer Vertrauensbeweis für die parlamentarische Demokratie". Jetzt müssten alle Beteiligten den Streit um die Volksgesetzgebung beenden.

Die Organisatoren hingegen schlossen nicht aus, parallel zur nächsten Bundestagswahl einen erneuten Volksentscheid zu versuchen.

esp/AP/dpa
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #31 - 14.10.07 um 21:53:00
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http://tinyurl.com/2g54vn

Aufbegehren im "Astra-Stübchen"
In Hamburg wehren sich die Wirte gegen das künftige Rauchverbot in Kneipen

Von Frank Pergande

Hamburg. Die Orte des Widerstands heißen "Astra-Stübchen", "Goldbeker" oder
"Edenhall", in Harburg auch "Al Dente". Es sind, wie an "Astra" leicht zu
erkennen, Hamburger Kneipen. Politisiert wurde dort schon immer, bei einem
Astra und mit Zigarette im Mundwinkel - wie in anderen deutschen Kneipen
ebenso. Jetzt wird aber auch Politik gemacht.

Angefangen hat alles im Ortsteil Winterhude. Ein halbes Dutzend
Kneipenbesitzer, Raucher und Nichtraucher, beschloss, sich dagegen zu wehren,
dass von Januar an nicht mehr in Kneipen geraucht werden darf. Schnell waren
das die "Winterhuder Rauchrebellen". Dem halben Dutzend schlossen sich
inzwischen dreihundert Wirte an. Sie haben es geschafft, mehr als 20 000
Unterschriften zu sammeln, die sich gegen ein generelles Rauchverbot richten.

Noch bis Freitag läuft die Kampagne. Zehntausend Unterschriften für eine
Volksinitiative sind in jedem Fall zusammen. So soll erreicht werden, dass sich
die Bürgerschaft abermals mit dem Rauchen beschäftigt. Hamburg war das erste
Bundesland, das ein Gesetz zum Schutz der Nichtraucher beschlossen hat. Im Juli
stimmten alle Mitglieder der Bürgerschaft für das "Hamburgische Gesetz zum
Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens in der Öffentlichkeit". Einstimmig
heißt: mit allen Stimmen von CDU, SPD und Grünen, die in Hamburg als GAL
auftreten.

Schon im Gesetzgebungsverfahren hatten sich die Hamburger Wirte zu Wort
gemeldet - nicht generell gegen ein solches Gesetz, aber doch in Angst um die
eigene Existenz. Wenn zum Astra die Zigarette fehlt, ist es vielleicht bald
auch mit dem Astra vorbei. Rauchen ist von Januar an nur in geschlossenen
Räumen innerhalb der Restaurants erlaubt. Arno Pauls von "Al Dente" rechnet
vor, er habe einen solchen Raum nicht und achtzig Prozent seiner Gäste seien
Raucher. "Mir soll mal jemand erklären, wie ich bei einer Fläche von 38
Quadratmetern einen Raum abtrennen soll." Bestätigt fühlen sich die Rebellen
von den niedersächsischen Kollegen. Dort ist ein ähnliches Gesetz schon in
Kraft, die Wirte klagen über zurückgehende Umsätze.

Dass inzwischen ganz Hamburg von den Raucherrebellen spricht, geht aber auch
auf zwei Umstände zurück, die nichts mit Kneipen, Rauchen und Astra zu tun
haben. Die Wirte wollen, wenn durch ihre Volksinitiative kein Kompromiss
zustande kommt, ein Volksbegehren anstreben. Dazu brauchten sie 62 000 Stimmen.
Ausgeschlossen ist das nicht, denn solche Formen der direkten Demokratie
erfreuen sich in Hamburg großer Beliebtheit. Gerade heute endet der
"Volksentscheid über den Volksentscheid", dessen Ziel eine Verfassungsänderung
ist. Volksentscheide sollen nach dem Willen der Antragsteller, dem Verein "Mehr
Demokratie", leichter zu erreichen und verbindlicher für Senat und Bürgerschaft
werden. Der Volksentscheid gilt sogar als Test für die Bürgerschaftswahl am 24.
Februar, zumal Bürgermeister Ole von Beust (CDU) sich klar dagegen ausgesprochen
hat. Und weil derzeit so viel über Volksinitiativen, Volksbegehren oder
Volksentscheide gesprochen wird, bekommen auch die Wirte viel Aufmerksamkeit.

Der zweite Umstand ist die FDP. Sie hat erklärt, im Bürgerschaftswahlkampf die
Kneipenbesitzer unterstützen zu wollen. Die sprechen zwar von "Anschleimen",
aber die Frage ist bei Lichte besehen eine wirklich liberale: Warum soll dem
freien Menschen vorgeschrieben werden, ob und wo er rauchen darf. Vielleicht
würden die Wirte sogar anders über die politische Hilfe denken, wenn es nicht
so arg um die Hamburger FDP stünde und sich der Eindruck aufdrängt, nicht die
FDP hilft den Rebellen, sondern die Rebellen der FDP.

In Berlin hat es etwas, wenn die FDP in ihren Räumen des Abgeordnetenhauses
weiter das Rauchen duldet, auch wenn es ein generelles Rauchverbot des
Parlamentspräsidenten Walter Momper gibt. Aber in Hamburg? Wo die FDP in den
Umfragen praktisch gar nicht vorkommt. Oder bestenfalls in den Worten des
Bürgermeisters, der die FDP immer wieder mal als politischen Wunschpartner
nennt, um dann hinzuzufügen, dass die Grünen unter Umständen auch in Frage
kämen.

[...]

Das Gesetz gegen das Rauchen kommt da gerade recht als "ein Ausbund an
Bürokratie und Regelungswut". Der Hamburger FDP muss man zugutehalten, dass
sie, genau wie die Wirte, das auch schon so sah, als es weder das Gesetz noch
den Bürgerschaftswahlkampf gab.

Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 14.10.2007,
  
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Dirk
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #30 - 08.10.07 um 21:28:00
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Vollständig einverstanden, Caschny.
  

Dirk
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Caschny
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #29 - 05.10.07 um 17:50:00
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Quote:
Die einzigen Nichtraucher, die ich kenne und die beschützt werden müssen, sind die fundamentalistischen.

Wie kommen Politikerinnen/Politiker dazu sich anzumaßen, ihre Wählerinnen/Wähler beschützen zu wollen?
Inzwischen dürfte es umgekehrt sinnvoller sein...



Nun, es ist ja nicht prinzipiell falsch, dass dem Staat als Exekutive die Aufgabe zukommt, die Bürger beispielsweise vor Kriminalität zu schützen. Darum geht es beim Rauchverbot aber überhaupt nicht. Erkennen lässt sich das leicht:

Ein Schutz bedeutet schon per Definition das Bemühen, bestimmte (Gesundheits-, Körper- oder Eigentums-)verletzungen bei Dritten zu verhindern. Es sind also entsprechende Maßnahmen (Gesetze) erforderlich.
Aber eben nicht mehr!

Der Schutz der Passivraucher (lassen wir einmal außen vor, ob er inhaltlich überhaupt gerechtfertigt ist), könnte auch auf weitaus einfachere und verträglichere Weise gewährleistet werden.

Dagegen verweigert sich die Politik beharrlich.
Weshalb?

Es ist absolut hirnrissig und unglaubwürdig, bei miteinander konkurrierenden oder sich widersprechenden Interessenlagen (Raucher / Nichtraucher) Gesetze zu verabschieden, die über die absolute Notwendigkeit hinausgehen. Jemand, der so handelt, hat von Konfliktforschung nicht die leiseste Ahnung und wenn er dennoch die Macht zu handeln hat, ist er ein unglaubwürdiger Brandstifter, dem jegliche Kompromissfähigkeit abgeht, entweder aus Dummheit/Unfähigkeit heraus oder aus purer Berechnung heraus.

Diese Grundprinzipien menschlichen Miteinanders sollten uns und vor allem den Nichtrauchern, die sich jetzt freuen, einmal klar werden. Letzteren werden noch die Ohren klingen: " Die Geister, die ich rief, werd' ich nun nicht wieder los."

Caschny.
  
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #28 - 05.10.07 um 17:35:00
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freiraucher schrieb on 04.10.07 um 22:00:00:
Das ist ja wohl bitterster Sarkasmus. Wer überrumpelt da gerade wen???
Ein Bus voll Geisteskranker, ein paar Karrieristen und eine stinkreiche Pharmalobby gegen den Rest der Bürger. Das Demokratie kein alle vier Jahre wiederkehrendes Eintagsfest ist, scheint den meisten Politikern unbegreiflich zu sein. Wie kann sich der Wähler auch wagen, zwischen den Wahlterminen den Mund aufzumachen. Äusserst störend.


Der Mann hat noch nie etwas davon gehört, dass der Minderheitenschutz ein wesentliches Element einer Demokratie ist. Es handelt sich also um ein Scheinargument. Eine Volksgesetzgebung kann nach gleichen Prinzipien umgesetzt werden wie eine Wahl. Wenn die CDU bei einer Wahl 40 % erreicht, bedeutet das auch nicht, dass 40 % der Wahlberechtigten die CDU gewählt haben, sondern nur 40 % derer, die überhaupt gewählt haben. Bei einem Volksentscheid läuft es entsprechend ebenso.

Ole von Beust ist von jeher ein Machtpolitiker nach Gutsherrenart gewesen - man erinnere sich nur an sein Anbiedern an die inzwischen in der Versenkung veschwundene Schill-Partei. Leider lassen sich noch immer viel zu viele Hamburger von der smarten Fassade dieses Blenders beeindrucken.

Caschny.
  
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #27 - 05.10.07 um 17:27:00
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Rockabilly schrieb on 05.10.07 um 07:37:55:
Neoabsolutismus: alle vier Jahre wird der Sonnenkönig gewählt!

Was mir verstärkt auffällt:sämtliche Verbotsagitationen sind von Einzelpersonenen vehement initiiert!

D: Binding/Bätzing/Lauterbach
CH: Gutzwiler

Hier ist der Punkt, wo man nachforschen sollte WARUM diese Herrschaften ein verstärktes Interesse haben und woher irgendwannmal Spendengelder geflossen sind!


Das 'Geniale' an Korruption ist, dass man sie meist nicht nachweisen kann... .

Diese ganze Bananenrepublik baut darauf auf, dass es nicht entscheidend ist, was sich jemand zu Schulden kommen lässt bzw. was jemand tut, sondern vielmehr, ob er sich erwischen lässt oder in Regress genommen werden kann. Auf diesem Gebiet sind die Methoden derart subtil und filigran geworden, dass nicht einmal mehr ausgesprochen werden muss, was jemand meint - konkludentes Handeln nennt man so etwas; der Volksmund, der diesesn Begriff nicht kennt, formuliert es einfacher: "Eine Hand wäscht die andere."

Geboren ist diese perverse Art der Kommunikation in den Großunternehmen: Unternehmenskulturen, die hauptsächlich durch Mythen, unausgesprochene Gesetze und Tabus gekennzeichnet sind, bilden den Nährboden dieser von Dekadenz gekennzeichneten Kultur.

Jeder wird bemerkt haben,dass die Ökonomisierung des Menschen immer radikaler vonstatten geht, sich in immer mehr Bereiche frisst, die rein privater Natur sind. Bis es keinen Privatbereich mehr gibt.

Betrachtet man einmal diese ganze Misere, die uns hier derart beschäftigt, wird vieles klarer. Die Anti-Raucher-Agitation ist, so unangenehm und skandalös sie auch ist, nur ein kleiner Teilbereich einer verhängnisvollen Gesamtentwicklung: Der Mensch wird entmenschlicht (ökonomisiert).

Aber vielleicht ist es gar nicht falsch, endlich einmal einen griffigen Aufhänger auf dem Silbertablett serviert zu bekommen. Das Schöne ist, dass eigendynamische Machtprozesse dazu neigen, dass deren Ausführende unvorsichtig und größenwahnsinnig werden. Darin liegt unsere Chance... .

Caschny.
  
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #26 - 05.10.07 um 07:37:00
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Neoabsolutismus: alle vier Jahre wird der Sonnenkönig gewählt!

Was mir verstärkt auffällt:sämtliche Verbotsagitationen sind von Einzelpersonenen vehement initiiert!

D: Binding/Bätzing/Lauterbach
CH: Gutzwiler

Hier ist der Punkt, wo man nachforschen sollte WARUM diese Herrschaften ein verstärktes Interesse haben und woher irgendwannmal Spendengelder geflossen sind!
  
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #25 - 04.10.07 um 22:00:00
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Terrx schrieb on 04.10.07 um 21:07:24:
Sie argumentiert damit, daß damit eine Minderheit eine Mehrheit überrumpeln könnte.

Das ist ja wohl bitterster Sarkasmus. Wer überrumpelt da gerade wen???
Ein Bus voll Geisteskranker, ein paar Karrieristen und eine stinkreiche Pharmalobby gegen den Rest der Bürger. Das Demokratie kein alle vier Jahre wiederkehrendes Eintagsfest ist, scheint den meisten Politikern unbegreiflich zu sein. Wie kann sich der Wähler auch wagen, zwischen den Wahlterminen den Mund aufzumachen. Äusserst störend.
  
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #24 - 04.10.07 um 21:07:00
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shadu schrieb on 04.10.07 um 18:30:12:
Senats-Demokratur in Reinkultur

Wir haben es erlebt, als eigentlich alle irgendwie gegen den Verkauf des "Landesbetrieb Krankenkäuser" waren.
Versuche mal als arbeitender Mensch irgendwie vormittags zu einem Ortsamt zu gelangen.
OK, Donnerstag war länger auf(18:00).
Aber auch nur Donnerstag.
Kann man den Termin nicht auf irgendeine ohnehin anstehende Wahl legen?
Und jetzt geht das Geeiere wieder los. Die CDU fürchtet um die Macht ihrer absoluten Mehrheit im Senat/Bürgerschaft und ist gegen die Verbindlichkeit von Volks-"entscheiden".
Sie argumentiert damit, daß damit eine Minderheit eine Mehrheit überrumpeln könnte.
Man muß diese Volks-"entscheide" nur ordentlich durchführen.
Dann klappt es auch. Und der Staat hat ein Regulativ. Zwinkernd
  
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #23 - 04.10.07 um 18:30:00
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Terrx schrieb on 04.10.07 um 17:47:57:
Nur nochmal zum Überblick.
derzeit sammelten die Wirte 20.000 Unterschriften.
Es ist anzunehmen, daß davon 10.000 gültige sind.
Dann muß der Senat sich mit den Rauchverboten nochmals beschäftigen.

Danach müssen sie 62.000 Unterschriften sammeln.
Dann muß der Senat einen Voksentscheid durchführen.
Dabei müssen(nach heutigem Register) 607.468 Hamburger gegen die Rauchverbote sein.

Dazwischen liegen unendlich viele Möglichkeiten des Abblockens für den Senat.
So kann er einen eigenen Vorschlag dazwischenschieben.
Die 607.468 Stimmen müssen sich in irgendwelchen Enklaven Hamburgs sonntags zwischen 07:00 Uhr und 08:00 Uhr anfinden.
Oder- wie letztens- vormittags an Wochentagen innerhalb 2 Wochen(bloß nicht dann, wenn ohnehin eine andere Wahl ist).
Keinesfalls kann man irgendwo und irgendwann unterschreiben.

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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #22 - 04.10.07 um 17:47:00
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Nur nochmal zum Überblick.
derzeit sammelten die Wirte 20.000 Unterschriften.
Es ist anzunehmen, daß davon 10.000 gültige sind.
Dann muß der Senat sich mit den Rauchverboten nochmals beschäftigen.

Danach müssen sie 62.000 Unterschriften sammeln.
Dann muß der Senat einen Voksentscheid durchführen.
Dabei müssen(nach heutigem Register) 607.468 Hamburger gegen die Rauchverbote sein.

Dazwischen liegen unendlich viele Möglichkeiten des Abblockens für den Senat.
So kann er einen eigenen Vorschlag dazwischenschieben.
Die 607.468 Stimmen müssen sich in irgendwelchen Enklaven Hamburgs sonntags zwischen 07:00 Uhr und 08:00 Uhr anfinden.
Oder- wie letztens- vormittags an Wochentagen innerhalb 2 Wochen(bloß nicht dann, wenn ohnehin eine andere Wahl ist).
Keinesfalls kann man irgendwo und irgendwann unterschreiben.
  
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #21 - 03.10.07 um 20:45:00
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Quote:
Die einzigen Nichtraucher, die ich kenne und die beschützt werden müssen, sind die fundamentalistischen.

Wie kommen Politikerinnen/Politiker dazu sich anzumaßen, ihre Wählerinnen/Wähler beschützen zu wollen?
Inzwischen dürfte es umgekehrt sinnvoller sein...





Also wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke wurde mir damals beigebracht, dass Politiker/innen vom Volk gewählt werden um dessen Interessen zu vertreten.
Das ganze hat also nichts mit Bevormundung oder gar dem angeblichen Schutz irgendwelcher Interessengruppen zu tun.

Es wird mal wieder Zeit, dass sich unsere Politiker auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren und zum Wohle des wählenden Volkes die richtigen Entscheidungen treffen ???

Hier kann ich aber noch so lange überlegen, aus den letzten Jahren fällt mir keine einzige solche Entscheidung ein ???

Gruß
MadMax
  
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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #20 - 03.10.07 um 19:53:00
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Quote:
... sagt der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Harald Krüger. "Wir müssen Nichtraucher davor schützen, bequalmt zu werden."

Die einzigen Nichtraucher, die ich kenne und die beschützt werden müssen, sind die fundamentalistischen.

Wie kommen Politikerinnen/Politiker dazu sich anzumaßen, ihre Wählerinnen/Wähler beschützen zu wollen?
Inzwischen dürfte es umgekehrt sinnvoller sein...



  

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Re: Hamburger Gastwirte wollen Volksentscheid
Antwort #19 - 02.10.07 um 18:04:00
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Das erinnert an das berühmte Pfeifen im Wald.

Ich weiß nicht, ob Harald Krüger tatsächlich so dumm ist oder nur so tut:

Nehmen wir einmal an, die Aussage, 2/3 der Bevölkerung sind Nichtraucher' wäre richtig.

Dann wäre seine Schlussfolgerung nur dann zulässig, wenn dieses Verhältnis genau dem der an der Befragung teilnehmenden Personen entspräche. Das aber ist unrealistisch, denn Leute, die nie oder selten eine Lokalität aufsuchen, werden eher gar nicht teilnehmen, bleiben also (zu Recht!) unberücksichtigt.

Außerdem dürfte die Zahl der Nichtraucher, welche das Gesetz dennoch ablehnen, weil sie erkennen, was wirklich dahinter steht, größer sein im Vergleich zur Zahl der Raucher, die das Gesetz befürworten.

Es handelt sich also um eine billige Milchmädchenrechnung.

Was SPD und Grünen-Politiker dazu sagen, ist eh irrelevant. Wenn sie klug sind (angesichts der nahenden Wahlen), halten sie sich vornehm zurück.

Wie weit ein Votum in der Sache (Verkauf der Krankenhäuser) einerseits und eine Zustimmung zu einer Partei bzw. eines Bürgermeisters auseinanderdriften können, haben wir gesehen.

Caschny.
  
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