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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Re: seit zehn tage rauchverbot in hessen (Gelesen: 1.237 mal)
ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: seit zehn tage rauchverbot in hessen
Antwort #30 - 06.11.07 um 01:36:00
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Arbeitsplätze werden vernichtet. Smokersnews.de:


Tabak-Großhändler Klaus Kraft, Rüsselsheim: „Es sieht katastrophal aus“
„Es muss weitergehen, aber weitere personelle Einsparungen stehen an“

. Für den Rüsselsheimer Tabak-Großhändler Klaus Kraft, der rund 1.200 Zigaretten-Automaten im Rhein-Main-Gebiet aufgestellt hat, war das Rauchverbot in Gaststätten der zweite heftige Schlag ins Kontor binnen eines Jahres. Der Anfang des Jahres eingeführte Jugendschutz an Automaten, seitdem es nur noch möglich ist, mit Geldkarten zu bezahlen, habe ihm – zusätzlich zu 500. 000 Euro Umrüstungskosten – schon 40 Prozent Einbußen gebracht. Den Umsatzrückgang durch das Rauchverbot beziffert er auf weitere zehn bis 15 Prozent. „Die Gastronomie war unsere letzte Bastion“. Zusammengenommen werde er Ende des Jahres mehr als die Hälfte weniger Umsatz verzeichnen als im Vorjahr, betont Kraft.

„Den Kopf in den Sand stecken“ werde er aber nicht, sondern sparen, wo es nur gehe. Betroffen ist hauptsächlich das Personal: Vergangenes Jahr wurden zwei Stellen nicht mehr besetzt und ein Angestellter freigesetzt. In diesem Jahr musste Kraft weiteren zwei Leuten kündigen, eine weitere Entlassung stehe bevor. Von mehr als 20 Angestellten sind 15 übrig geblieben.

Weitere Sparpotenziale werden ausgeschöpft – im Lager, bei der Montage, den Auffüllern und in der Verwaltung. So wird etwa der Umsatz jedes einzelnen Automaten mit einem Spezialprogramm auf Herz und Nieren geprüft: Wenn einer nicht genug abwirft, wird er abgebaut. Kraft rechnet damit, dass es in einem Jahr 300 Automaten weniger sind, die er betreuen muss. Von den derzeit täglich vier Auffüll- und Montagetouren wird dann eine wegfallen können, das Personal inklusive.

Ob all die Sparanstrengungen fruchtbar sind und das Überleben des Unternehmens sichern, könne er zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht sagen, sagt Kraft, der dem Rüsselsheimer Familienunternehmen seit 1975 als Geschäftsführer vorsteht.

Einen Trend der Fusionierung und Übernahme kleiner durch große Betriebe könne er noch nicht erkennen, sagt Kraft, obwohl ihm klar sei, dass Große von Synergieeffekten profitieren. Sein Unternehmen zähle zu den kleineren in der Region. Gespräche mit Kneipenwirten seien ernüchternd ausgefallen. Kraft prophezeit, dass deutschlandweit 20.000 typische Eckkneipen, in denen geraucht und getrunken wird, verschwinden werden. Die Folge seien zehntausende Arbeitslose. Hinzu käme der Stellenabbau bei den Tabak- und Getränkegroßhändlern („Ich kenne einen Bierverleger, der hat auch Probleme“), der Tabakindustrie und den Zulieferern, so dass Kraft mit 120.000 Arbeitslosen rechnet, die auf das Konto des Rauchverbotes gehen.
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Caschny
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Re: seit zehn tage rauchverbot in hessen
Antwort #31 - 06.11.07 um 13:26:00
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Ein anschauliches Beispiel, welche Kettenreaktionen derartige Gesetze nach sich ziehen.

Bleiben wir bei der Automatenindustrie: Nun gibt es ja auch noch die Geldspielautomaten und die Musikautomaten. Gelspielautomaten sind entweder in Spielcasinos, in Spielhallen oder eben in der Kneipe an der Ecke zu finden. Die Automaten in Kneipen dürften dabei die Masse ausmachen. Geht der Umsatz in Kneipen zurück, gilt dies auch für Geldspielautomaten. Für mich wäre es beispielsweise undenkbar, meinem Spieltrieb zu frönen, ohne dabei rauchen zu dürfen. Für Musikboxen gilt Ähnliches. Weniger Kneipen bedeuten weniger Automaten bedeuten weniger Servicepersonal bedeuten mehr Arbeitslose bedeuten höhere Sozialkosten... .

Oder betrachten wir die ganzen Tabakläden! Von der Annahme von Lottoscheinen können diese nicht leben. Zwar werden auch künftig Tabakprodukte gekauft werden, aber zum ohnehin permanenten Kaufkraftschwund kommen die Raucherdiskriminierungsgesetze jetzt noch verschärfend hinzu.

Wir sehen also, dass sich die Arbeitsplatzvernichtung längst nicht nur auf die Kneipenwirte beschränkt. In einer komplexen Sozialökonomie bestehen mannigfaltige Wechselwirkungen und greift man an irgendeiner Stelle ein, so hat das immer Auswirkungen auch auf zahlreiche andere Bereiche.

Dieses Phänomen lässt sich seit dem langsamen Sterben der so genannten 'Tante-Emma-Läden' vor Jahrzehnten beobachten. Langsam und schleichend. Die Konzentration der Angebotsseite wird immer deutlicher, einige wenige ersetzen viele kleine. So wird der immer wieder propagierte Wettbewerbsgedanke ad absurdum geführt. Wohin das führt, können wir derzeit sehr schön an der ungeheuren Machtkonzentration der Großkonzerne erkennen, beispielsweise der Stromkonzerne. Von der verheerenden Schädigung gewachsener Kulturformen will ich gar nicht sprechen... .   

Aber in dieser Bananenrepublik geht ohnehin alles mehr und mehr den Bach hinunter, auch wenn die Politiker uns das Gegenteil weismachen wollen. Das, was als 'Wachstum', Verringerung der Arbeitslosigkeit und Wohlstand von denen gefeiert wird, die längst aus dem Schneider sind, kommt immer weniger Menschen zu Gute. Es handelt sich um eine Mogelpackung par excellence, in der sich die Politik längst zum willfährigen Büttel der Großkonzerne gemacht hat... .

Caschny.
  
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Re: seit zehn tage rauchverbot in hessen
Antwort #32 - 06.11.07 um 15:27:00
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Der Tabakwarenhandel ganz allgemein baut seit ca. 2 Jahren, aufgrund der immer schärfer werdenden Regulierung Arbeitsplätze ab. Dieses Verbot geht aber, wie hier schon beschrieben in alle Bereiche. Subunternehmer, Autoverkäufer (es werden 50% weniger Fahrzeuge bundesweit gekauft, somit sprechen wir von ein paar Hundert), kleinere Zulieferfirmen, Ersatzteillieferanten, Automatenindustrie, Gastronomie, Brauereien, Spielautomatenaufsteller und viele an die ich jetzt noch gar nicht gedacht habe.
Sollten zudem noch offizielle Zigarettenverkaufsstellen (z.B. Automaten und auch Geschäfte) nach und nach wegfallen, wird dem Schmuggel mehr und mehr der rote Teppich ausgelegt. 

Nirgendwo, und das ärgert mich am meisten, wird davon berichtet.

Eines gilt für alle Branchen gleich. Gibt es derart drastische Regulierung bzw. Verbote sind immer Arbeitsplätze betroffen.
Kennt Ihr noch den Spruch: Im Ausland läuft alles bestens. Die Umsätze steigen. Mehr Arbeitsplätze entstehen.

Es ist eine Farce und obendrein eine Verhöhnung von Menschen, die ihren Arbeitsplatz bereits verloren haben und noch verlieren werden.
  

Der gesunde Menschenverstand ist die Sache, die am Besten auf der Welt verteilt ist, aber nur die wirklich 'Unverbildeten' haben ihn" ...


Philosoph Descartes
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archimede
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Re: seit zehn tage rauchverbot in hessen
Antwort #33 - 06.11.07 um 15:43:00
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..wie bei uns, arbeitlose zahl ist um 12% gestiegen seit diese Antirauchgesetz,aber die Medien berichten immer das gegeteil,80%der arbeitlose verdienen ihre geld mit Drogen verkauf....italien liegt am 3 Platz in Europa wegen Drogen konsum, kokain kostet zwischen ..40/80 Euro pro gramm, --
  
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