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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Postkarten (Gelesen: 3.074 mal)
Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Postkarten
15.12.07 um 17:52:00
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Servus miteinander,

ein Vorschlag:

Postkarten entwerfen und drucken lassen. Ist nicht teuer (ca. 1000 Stück 70 €).

Variante: Gleich die Adresse einer maßgeblichen Person in der Politik eindrucken, an die die Karte gehen soll.

Motiv: Wie wäre es denn mit Joseph Goebbels plus Sprechblase: "Wollt Ihr das totale Rauchverbot? Wollt Ihr es totaler und radikaler, als wir es uns heute überhaupt vorstellen können?"

Oder: geteiltes Fotomotiv, eine Hälfte: Autos im Stau, andere Hälfte: Raucher in der Kneipe. Unterschrift: "Gute Raucher - böse Raucher".

Oder oder oder...

Und diese Postkarten gezielt an einschlägige Minister, Abgeordnete, etcetera versenden. Verkaufen. In Kneipen verteilen.

Grüße allerseits von
Pater Peter.
  

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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Postkarten
Antwort #1 - 15.12.07 um 21:54:00
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Ergänzend will ich anmerken: Meiner Ansicht nach muß man unbedingt Aktionen aushecken, bei denen man (öffentlichkeitswirksam) die Lacher auf seiner Seite hat, um gegen die grassierende Medienhäme anzugehen.

Auf der hirnfreien Webseite stieß ich vor ein paar Tagen auf einen Beitrag "Wie die Raucher sich zum Affen machen" mit Link zu einem Bild-Bericht über "Raucherluken" in einem Lokal. Da strecken ein paar Raucher ihre Köpfe durch die Luken, um, in der Kneipe stehend, "draußen" zu rauchen. Was für ein erbärmlicher Anblick - wenn ich das sehe, kann ich direkt nachvollziehen, warum uns die Hirnfreien für suchtkranke Idioten halten. Und auf sowas kann die Öffentlichkeit bloß noch mit Häme gegen Raucher reagieren.

Deshalb, wie gesagt, u.a. auch Postkarten mit treffsicheren, witzigen Motiven. Mit Witz kämpfen, nicht mit dem Holzhammer, wie es die Hirnfreien tun. An anderer Stelle wurde von Christoph1978 schon einmal um Cartoons gebeten, worauf archimede etwas sehr hübsches postete.

Was ist aus der Cartoonidee geworden?

  

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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Postkarten
Antwort #2 - 17.12.07 um 00:37:00
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Es ist gut, wenn hier Ideen gesammelt werden. Im Rahmen der Kapazitäten muss man sich dann an die Umsetzung machen.
Bei Cartoons gibt's einige auf dem Markt, aber die können wir natürlich nicht einfach so nutzen können. Daher müsste jemand die hier vorgebrachten Ideen auch grafisch umsetzen.
  
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Postkarten
Antwort #3 - 21.12.07 um 00:59:00
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Ich möchte gern noch einmal eine Lanze für die Postkarten brechen. Nämlich weilte ich heute in einer Kneipe, und die an den Nebentischen belauschten Gespräche der Stammtischbrüder drehten sich natürlich um "Rauchverbot". Nur, der Unmut wurde halt in der Kneipe geäußert, wo es außer den Kneipengästen niemand hört.

Da dachte ich mir: Hätte ich ein paar motivstarke Postkarten mit der bereits eingedruckten Adresse eines maßgeblichen Volksvertreters in der Tasche, ich brächte sie flugs unters Volk. Denn die Leute sind zwar träge, aber eine vorgedruckte Postkqarte mit Briefmarke und Unterschrift zu versehen und dieselbe in einen gelben Kasten zu stecken, das schafft wohl auch noch der luschigste Rauchverbotsgegner.

Ich denke, es kommt jetzt auch darauf an, mit ständigen Nadelpieksern zu zeigen, daß man da ist und daß einem das Gesetz nicht paßt - nicht, daß es bald heißt "na, nach der Übergangsphase haben sich ja alle super an das Rauchverbot gewöhnt" etcetera. Und da scheint mir eine Protestpostkartenaktion ein probates und relativ kostengünstiges Mittel zu sein. Man könnte solche Karten z.B. auch bei Tabakhändlern auslegen.

Ich war auch so frei, einigen Mitgliedern des Forums einen Kartenentwurf zuzusenden. Mögen diese Auserwählten (aber nicht nur die) sich bei Gelegenheit dazu äußern, was sie von der Sache halten.

Ich erwarte mir keine Wunder davon - wie gesagt, es sind allenfalls Nadelpiekser. Aber die müssen sein. Meine ich. Und der zeitliche (ich hab auch eine Menge anderer Dinge zu tun) und finanzielle Aufwand ist vertretbar.

Nächtliche Grüße,
Pater Peter.
  

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Reinhold
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Re: Postkarten
Antwort #4 - 21.12.07 um 01:22:00
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Pater Peter schrieb on 21.12.07 um 00:59:07:
Ich denke, es kommt jetzt auch darauf an, mit ständigen Nadelpieksern zu zeigen, daß man da ist und daß einem das Gesetz nicht paßt

Dafür bin ich immer zu haben.
Würde ich auch begrüßen, eine solche Initiative.

War heute einkaufen - jeder gefühlte Zweite auf der Straße hatte eine Fluppe in der Hand. Zu gern hätte ich jedem in die andere einen Zettel oder sowas gedrückt: Hier, Bruder, mach was.
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Postkarten
Antwort #5 - 21.12.07 um 01:28:00
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Quote:
Ich war auch so frei, einigen Mitgliedern des Forums einen Kartenentwurf zuzusenden. Mögen diese Auserwählten (aber nicht nur die) sich bei Gelegenheit dazu äußern, was sie von der Sache halten.


Du kannst das Motiv hier im Forum gerne mal online stellen. Sonst müsste es einer der Adressaten per Scan tun und das kann ästhetisch nicht mithalten Zwinkernd


Quote:
War heute einkaufen - jeder gefühlte Zweite auf der Straße hatte eine Fluppe in der Hand. Zu gern hätte ich jedem in die andere einen Zettel oder sowas gedrückt: Hier, Bruder, mach was.


Zumindest gibt es die Netzwerk-Rauchen-Langpostkarten, hier im Forum bereits erwähnt. Die werden wir demnächst breiter streuen.
  
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Hans45
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Re: Postkarten
Antwort #6 - 21.12.07 um 09:51:00
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Ohne die Postkartenidee schlecht zu finden.

Die Buttons machen mehr her, sind beinahe genauso billig, wieder verwendbar, gut in der öffentlichkeit zu tragen und schnell zu beschaffen.

Die Motive hab ich schon reingesetzt (siehe threat)
Allenfalls wäre es schön, wenn die Buchstaben größer und rund um das zentralmotiv arragniert wären.

die dinger gibt es für einen appel und ein ei bei buttonrauchs.de

hier in hildesheim finden die button rasenden absatz.


allegemin sind buttons wieder im kommen, vor allem bei der jugend
  
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Postkarten
Antwort #7 - 21.12.07 um 12:33:00
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klar, Buttons auch.

"Machen mehr her" würd ich wieder nicht sagen - die machen halt "anders was her".

Aber auf jeden Fall, das eine wie das andere ist, denke ich, relativ kostengünstig und wirkungsvoll.

Die Buttons streuen halt weiter in der Öffentlichkeit, wenn viele sie tragen, und das ist gut; das mit den voradressierten Postkarten wäre eine (an bestimmte Adressaten gerichtete) gezielte Aktion.
  

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Dirk
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Re: Postkarten
Antwort #8 - 22.12.07 um 07:48:00
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Bei Postkarten fällt mir ein:

http://www.forenhoster.com/cgi-bin/yabbserver/foren/F_1858/YaBB.cgi?board=aktion...

Sie können bestellt werden und werden versandkostenfrei geliefert... um für Netzwerk Rauchen zu werben ...
  

Dirk
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Gruß vom 1. Parteitag der Nichtraucher
Antwort #9 - 07.01.08 um 17:17:00
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Wie gefällt euch diese Postkarte?

  

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freiraucher
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Re: Gruß vom 1. Parteitag der Nichtraucher
Antwort #10 - 07.01.08 um 17:44:00
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Pater Peter schrieb on 07.01.08 um 17:17:36:

Absolut rattenscharf!
  
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andrax
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Re: Postkarten
Antwort #11 - 07.01.08 um 17:53:00
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sehr cool! wo hastn das her?
  
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Postkarten
Antwort #12 - 07.01.08 um 17:56:00
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Hat ein hiesiger Künstler - pssst! keine Namen! - für uns entworfen. Und dann haben wir's drucken lassen. Wie weiter oben im Thread erwähnt - 1000 Stück ca. 70 €. Das Motiv ist natürlich, zugegebenermaßen, auf unsere Heimat, die ehemalige Stadt der Reichsparteitage, zugeschnitten. Zwinkernd
  

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andrax
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Schokolade ist gut gegen
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Re: Postkarten
Antwort #13 - 07.01.08 um 18:00:00
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ich nehm dann 10 für 0,70 Euro Smiley)
  
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Postkarten
Antwort #14 - 07.01.08 um 19:51:00
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"Scotty, beam mal 10 Postkarten an andrax rüber!"
- Captain Kirk.
  

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Mr.Marple
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Re: Postkarten
Antwort #15 - 08.01.08 um 13:17:00
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Pater Peter schrieb on 07.01.08 um 17:56:55:
Das Motiv ist natürlich, zugegebenermaßen, auf unsere Heimat, die ehemalige Stadt der Reichsparteitage, zugeschnitten. Zwinkernd


Jaja, Hitler soll mal gesagt haben, Nürnberg sei die deutscheste aller Städte.

Angesichts dieser Aussage ist es interessant, 70 Jahre danach mal einen Blick auf einen Artikel in der Nürnberger Zeitung zu werfen - und man kann unschwer feststellen, dass in der deutschesten aller Städte nach wie vor eine exzellente Propaganda betrieben wird:
Quote:
Streng subjektive Studien zeigen:
Warum das Rauchverbot klasse ist
(...)
Hat der Besuch solcher Orte für Raucher überhaupt noch einen Sinn? Nun ja – Gespräche, Drinks und Musik wurden bislang nicht verboten. Man kann also weiterhin allerhand tun. Und rauchen darf man ja immer noch, bloß muss man dafür eben kurz vor die Tür schauen. Davon geht die Welt nicht unter: Gegen die Kälte hilft eine Jacke, gegen die frische Luft hilft die Zigarette.
(...)
Das Rauchverbot in der Gastronomie hat nur Vorteile! Vor allem für die Raucher selbst.

Weniger rauchen – mehr reden

Einsam herumhocken kann man ganz billig zu Hause. Warum also geht man in eine Kneipe? Um sich zu unterhalten und um neue Leute kennenzulernen. Für beide Zwecke liefert das Rauchverbot echte Steilvorlagen. Denn das Verbot selbst gibt genug Gesprächsstoff für alle her, da wird der schweigsamste Tresentölpel zur Plaudertasche. Raucher können schimpfen, Nichtraucher jubeln, Gelegenheitsraucher versöhnen. Und das Beste: Die neue Kommunikationsfreude wird durch die Rauchpausen der Qualmer noch gefördert. Wenn die Raucher einer Kneipenrunde vor die Tür ziehen, ergeben sich neue Konstellationen am Tisch – und draußen sowieso: Da stehen man plötzlich plaudernd mit anderen Gästen zusammen, die man im Getümmel drinnen noch nicht mal gesehen hätte.

Erhöhter Flirtfaktor

Die Raucher vor der Tür drängen sich um einen Aschenbecher oder eine Wärmequelle. Diese Nähe und das gemeinsame Schicksal verbindet. Raucherin und Raucher geben sich gegenseitig Feuer. Sie tauschen Adressen von subversiven Raucherclubs aus, für deren Besuch sie sich auch gleich verabreden. Oder sie geben sich gegenseitig Tipps zum Aufhören (fast jeder hat es schon versucht) – und schließen gemeinsame Wetten ab. Ein weiterer Flirtvorteil durch das Rauchverbot: Ungünstige Sitzordnungen werden aufgelockert. Jetzt kann man auch mit attraktiven Gästen schäkern, die im hintersten Kneipeneck von balzenden Bewunderern eingekesselt und von der Außenwelt abgeschirmt wurden. Man geht einfach gleichzeitig mit dem schönen Geschöpf vom fremden Tisch zum Rauchen nach draußen: Der Freiluftaschenbecher wird zur Flirtstation.

Die Menschen werden schöner

Keine Angst: Mit altbekannten Weisheiten über schönere Haut und weniger braune Finger soll hier niemand gelangweilt werden. Auch sei nur kurz erwähnt, dass man in weniger tränende und zusammengekniffene Augen blickt. Solche Details nimmt man in den meisten Cafés und Bars ohnehin nicht wahr, dafür ist die Beleuchtung zu dezent. Aber: Die Leute haben jetzt mehr Lust, sich schick anzuziehen. Bislang haben viele ihre abendliche Garderobe ausgesucht nach dem Motto: Was muss in mal wieder in die Wäsche? Weil die Klamotten am nächsten Tag stanken wie die Pest. Jetzt zieht man einfach seine Lieblingsklamotten an. Auch empfindliche Stücke, die in die Reinigung müssen. Aber eben nicht zwangsläufig schon nach einem Abend.

Ausgehen wird billiger

Weil das Rauchen umständlicher geworden ist, reduziert sich bei den meisten Qualmern der Konsum. Und jeder Raucher kennt die Wechselwirkungen von Zigaretten und Alkohol: Auch die Getränkerechnung dürfte bei vielen niedriger werden. Netter Nebeneffekt: Beides ist nicht nur billiger, sondern auch gesünder. Ein Tipp für Gastronomen: Statt wegen der sinkenden Getränkenachfrage über das Rauchverbot zu jammern, einfach ein paar Knabbereien auf die Tische stellen. Das erfreut die Gäste und erhöht zugleich ihren Durst.

Rauchen wird genussvoller

Soll das ein Witz sein? Nein, keineswegs. Auch wenn mancher Kettenraucher an dieser Stelle vor Wut schäumen, über seine Bevormundung durch den Staat und die Kälte vor der Wirtshaustüre schimpfen dürfte. Aber Raucher wissen auch: Nicht jede Zigarette schmeckt gut. Viele genießen die erste am Morgen und die nach einem guten Essen. Dann gibt es vielleicht noch zwei oder drei weitere am Tag, die wirklich schmecken. Der Rest ist egal bis ekelhaft. Er wird aus Routine oder als Ritual geraucht. Besonders in der Kneipe – bis vor einer Woche! Jetzt raucht man nur noch, wenn man wirklich Lust darauf hat.

Mehr Kondition beim Feiern

Durch die rauchfreien Räume in Clubs und Diskotheken verbessert sich die Kondition der Nachtschwärmer. Weil sich die Augen nicht mehr müde anfühlen durch den Qualm. Und weil man beim Tanzen mehr Luft bekommt. Die Folge: Man kann länger feiern. Und fühlt sich am nächsten Tag trotzdem fitter als früher.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Der Autor ist kein fanatischer Nichtraucher. Trotz guter Neujahrsvorsätze behält er sich das Recht vor, bei Kneipenbesuchen mal nach draußen zu schauen. Auch wenn’s kalt ist. Wer hunderte von Giftstoffen inhalieren kann, überlebt auch fünf Minuten an der frischen Luft. Daher noch ein Appell an alle Raucher: Schluss mit dem Gejammer! Schreitet mit Würde vor die Kneipentür – tapfer wie Indianer und cool wie Cowboys. Denn so waren sie, die Pioniere des Rauchens.

Erik Stecher
8.1.2008

Quelle: http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=752863&kat=317

Ich hätte den Artikel gerne in Sütterlin-Schrift wiedergegeben, um die Gundstimmung dieser Aufzählung von "Vorteilen" wiederzugeben, aber mein Computer zeigt dieses Schriftbild leider nicht an.

Besonders auffällig die letzte Passage: "Schluss mit dem Gejammer! Schreitet mit Würde vor die Kneipentür"

Da fällt mir nur noch das hier ein:

Quelle:
http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/propaganda/index.html

@ Pater Peter:
Wir sehen, das Motiv auf der Postkarte ist in keinem Fall verkehrt ausgewählt worden. Die Karten, die ich bisher verteilt habe, sind bei Rauchern und normalen Nichtrauchern sehr gut angekommen - bei militanten Nichtrauchern eher weniger  Laut lachend; aber getroffene Hunde bellen halt...

Gruß, Mr.Marple

  

Ich habe noch nie gehört, dass einer seine Frau verprügelt hat, weil er zuviel geraucht hatte.
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Postkarten
Antwort #16 - 08.01.08 um 14:20:00
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Ich seh schon, da hab ich mir heut die falsche Zeitung gekauft, nämlich die AZ, nicht die NZ...

Diesem Autor werf ich heut noch eine Postkarte ein. Wie Du schon schreibst - der Schlußsatz "Schreitet mit Würde vor die Kneipentür" ist das Allerletzte. "Gejammer"? Wir pochen auf Rechte. Das Gejammer kommt von denjenigen, die vom Anblick einer Zigarettenpackung demonstrative Hustenanfälle bekommen.

Daß der Mann kein Nichtraucher ist - ich vermag's nicht zu glauben...
  

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Deregulus
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Re: Postkarten
Antwort #17 - 08.01.08 um 14:44:00
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"Auch die Getränkerechnung dürfte bei vielen niedriger werden".......

Das wird den Wirt aber sehr dazu motivieren, zusätzliche Ausgaben für "Knabbereien" zu tätigen.

Haben die noch alle Sparren im Gebälk....... ???


Ich fasse es nicht!
  
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Sonja1978
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Re: Postkarten
Antwort #18 - 08.01.08 um 15:04:00
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Pater Peter schrieb on 08.01.08 um 14:20:48:
Daß der Mann kein Nichtraucher ist - ich vermag's nicht zu glauben...


Er ist kein fanatischer Nichtraucher (redet er sich zumindest ein) - ein großer Unterschied!
  
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Postkarten
Antwort #19 - 08.01.08 um 16:43:00
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hast recht, klar. diese Feinheit hab ich vor lauter Wut überlesen.
  

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archimede
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Re: Postkarten
Antwort #20 - 08.01.08 um 18:12:00
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Hallo Pater Peter,deine Postkarte ist schòn in Amerika,in wenige Tag wird in einige Amerikanische Regional Zeitungen erschienen- Zwinkernd 8)
  
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Postkarten
Antwort #21 - 08.01.08 um 23:36:00
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Hey archimede, Du Meister der Bilder, wie hast Du das gemacht?
  

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ChristophL
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Re: Postkarten
Antwort #22 - 09.01.08 um 02:57:00
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Quote:
Jaja, Hitler soll mal gesagt haben, Nürnberg sei die deutscheste aller Städte.


Berlin mochte er weniger...

Gut, dass Bad Godesberg, wo er sich öfters im Hotel aufhielt und von einer ortsansässigen Kräuterhexe Inspirationen für die Volksernährung geholt hat, damals noch nicht zu Bonn gehört hat.

@ Pater Peter: tolles Motiv.
Der von Netzwerk Rauchen angedachte Online-Shop könnte bald realisiert werden, da können dann gesammelt solche Produkte angeboten werden.
  
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Postkarten
Antwort #23 - 09.01.08 um 08:49:00
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Quote:
Der von Netzwerk Rauchen angedachte Online-Shop könnte bald realisiert werden, da können dann gesammelt solche Produkte angeboten werden.


cool. Ich träum ja immer noch davon, daß hunderte, tausende, ach, was sag ich, Millionen Fanpostkarten bei maßgeblichen EU-Kommissaren landen...
  

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archimede
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Re: Postkarten
Antwort #24 - 09.01.08 um 13:03:00
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Pater Peter schrieb on 08.01.08 um 23:36:37:
Hey archimede, Du Meister der Bilder, wie hast Du das gemacht?


ich hab das Poster an einige Raucher Organisationen in Amerika gesendet, zwei davon haben eine Druckerei und betrieben nè kleine Regional Zeitung die an merher kleine herausgeber ..gekoppelt sind- Zwinkernd

Auch Forces international hat eine Kopie davon bekommen-

Grùsse
  
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archimede
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Re: Postkarten
Antwort #25 - 09.01.08 um 13:08:00
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Pater Peter schrieb on 09.01.08 um 08:49:07:
cool. Ich träum ja immer noch davon, daß hunderte, tausende, ach, was sag ich, Millionen Fanpostkarten bei maßgeblichen EU-Kommissaren landen...


Die EU kommissaren brauchen die Poster nicht,die haben ihre eigene Braun Uniform...bald wird noch Brauner. Zwinkernd Augenrollen

grùsse
  
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jackjaeckle
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Re: Postkarten
Antwort #26 - 12.01.08 um 11:35:00
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Hi Leute Smiley
Bin begeistert von der Idee mit den Aufklebern und Buttons, und werde mir gleich welche bestellen.
Nur eine kleine Bitte. Keine Vergleiche der Nichtraucher mit den Nazis oder ihren Symbolen. Das macht uns nur unsympathisch und unglaubwürdig, denn viele "normalos" werden dadurch abgeschreckt.
Lieber mit Humor und "Pfiff". Wir sollten demonstrieren, daß wir nicht so verbohrt und verbiestert sind wie die Spaßbremsen von der Nichtraucher"front"
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Jack
  
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Re: Postkarten
Antwort #27 - 12.01.08 um 11:41:00
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jackjaeckle schrieb on 12.01.08 um 11:35:45:
Hi Leute Smiley
Bin begeistert von der Idee mit den Aufklebern und Buttons, und werde mir gleich welche bestellen.
Nur eine kleine Bitte. Keine Vergleiche der Nichtraucher mit den Nazis oder ihren Symbolen. Das macht uns nur unsympathisch und unglaubwürdig, denn viele "normalos" werden dadurch abgeschreckt.
Lieber mit Humor und "Pfiff". Wir sollten demonstrieren, daß wir nicht so verbohrt und verbiestert sind wie die Spaßbremsen von der Nichtraucher"front"
Qualmende Gruesse an Alle
Jack


Mein Beifall, Jack. Genauso sehe ich das auch. Wir brauchen eine positive Botschaft, negativ wirkt die sich darüber echauffierende Gegenseite dann von ganz alleine.
  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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andrax
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Re: Postkarten
Antwort #28 - 12.01.08 um 16:44:00
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gebe jack grundsätzlich recht, wobei ich die karte von pater peter absolut ok finde.
  
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Mr.Marple
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Re: Postkarten
Antwort #29 - 12.01.08 um 18:29:00
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Zur Verwendung von Motiven aus dem Dritten Reich und Vergleichen der Anti-Bewegung damit möchte ich jetzt auch mal einige Gedanken loswerden, da die Sache auch im Thema "Raucher T-Shirt" einigen Staub aufgewirbelt hat. Jedoch ist das eine mit dem anderen nicht zu vergleichen:


In Deutschland ist Vergangenheitsbewältigung ein wichtiges Thema; dies geschieht insbesondere im Sinne von zwei bestimmten Zielen:

Zum einen die Informationsaufbereitung der deutschen Geschichte zwischen 1933 und 1945, und darauf aufbauend ihre angemessene Bewertung.
Zum anderen das Bewusstsein in der gesamten Bevölkerung zu verankern, dass sich die Ausprägungen einer solchen Zeit nicht wiederholen: Diskriminierung, Stigmatisierung, Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung ganz bestimmter Bevölkerungsgruppen.

Für letzteren Aspekt ist die Floskel „aus der Geschichte lernen“ die ideale Umschreibung: Denn nur wer Entwicklungen in der Vergangenheit verstanden hat, wer deren Zusammenhänge durchschauen und analysieren konnte, der ist in der Lage, gleiche oder ähnliche Entwicklungen in Gegenwart und Zukunft erstmal zu ERKENNEN, und erst dann auch zu antizipieren und zu bekämpfen.

Daher sollte meiner Meinung nach eine korrekte Öffentlichkeitsarbeit auch gerade die Geschichte aufgreifen, wenn gleiche oder ähnliche Entwicklungen momentan zu beobachten sind. Dies ist vielmehr nicht nur eine Option, sondern sogar eine Pflicht, gerade hier in Deutschland.

Um mal das Zitat von Rolf Hochhuth noch mal zu nennen, das kann man gar nicht oft genug machen:
Man wird Raucher nicht ermorden. Aber sie sind immerhin ganz brauchbar als eine gar nicht so kleine Gruppe von Sündenböcken.
Quelle: http://www.gutzitiert.de/zitat_autor_rolf_hochhuth_thema_rauchen_zitat_2622.html


Offenbar spielt der erste Satz dieses Zitats auf den Holocaust an. Eine Wiederholung dessen in Bezug auf Raucher schließt Hochhuth aus; eine derartige Wiederholung wird keine Bevölkerungsgruppe in Deutschland zu erwarten haben, das sehe ich persönlich auch so. Allein das Wissen um die Gräueltaten in der Nazizeit sollte in der Bevölkerung ein hohes Maß an „Warnsignalen“ geschaffen haben, um eine solche extreme Entwicklung hoffentlich nie wieder Realität werden zu lassen.

Doch die Geister, die die Geschichte wiederholen wollen, sind sich dieser Sache bewusst.
Und einer meiner Lieblingssprüche ist folgender: „Wer die Geschichte wiederholen möchte, muss ebenfalls aus ihr lernen, um die „Fehler“ der damaligen Hetzer nicht zu wiederholen.“

Also muss eben ein anderer Weg gewählt werden, wenn es darum geht, die „Sündenböcke“ zu stigmatisieren, sie ins soziale Abseits zu stellen und ihnen das Leben zur Hölle zu machen, auch wenn man es ihnen nicht nimmt.

Diese „Geister“ sind Leute, die durch ihre Persönlichkeit dazu neigen, sich als höherwertig als andere Menschen definieren zu wollen. Grund hierfür mag ein mangelndes Selbstwertgefühl sein, eine generelle Missgunst anderen Menschen gegenüber, die als glücklicher empfunden werden, die sozialpsychologische Sündenbocktheorie oder sonst irgendein Erklärungsversuch für Diskriminierung.

Die praktische Umsetzung dieser angestrebten „Höherwertigkeit“ gegenüber den anderen, die als „minderwertig“ erachtet worden sind, kann verschiedene Ausprägungen haben. Die Geschichte zeigt uns, dass dies bis hin zu Folter und Mord gehen kann.
Denkbar sind aber auch leichtere Gängelungen, wie Beschneidungen der Freiheiten, Enteignungen, Verbauen von beruflicher Karriere, öffentliche Ächtung etc.

Die Wahl der Sündenböcke, der Opfer dieser „gefühlten Höherwertigen“, erscheint mir prinzipiell als willkürlich, zumindest aus der Sicht derer, die jemanden zum diskriminieren suchen. Einzige Prämisse sollte sein, dass das Diskriminierungsmerkmal keine Ausprägung enthält, die bei der eigenen Persönlichkeit zu finden ist (logisch). Sicher ist eine Auswahl der Sündenböcke auch immer historisch bedingt, durch die gesellschaftlichen Einflüsse der vorangegangenen Jahrzehnte und die persönlichen Feindbilder der antreibenden Demagogen.
Erst kürzlich behauptete ich in einer Diskussion mit einem Bekannten, dass die meisten Antis, die heute die NRSchGe bejubeln und Rauchverbote im Privaten fordern, vor 70 Jahren am Straßenrand gestanden hätten und den Hitler-Gruß der Parade entgegengestreckt hätten.
Und beim Einmarsch der Alliierten wären sie die ersten gewesen, die ihre Mitgliedsdokumente der NSDAP vernichtet und dafür den Nachbarn bei den Amerikanern als Nazi denunziert hätten.
Diesen Menschenschlag gab es damals, es gibt ihn heute noch, und es wird ihn auch immer geben.

Um nun diese ganzen vorangegangenen Überlegungen auf die Diskriminierung von Rauchern zu übertragen, möchte ich folgendes zu denken geben:

Bei der Wahl der „Raucher“ als Sündenböcke waren die Antis im Endeffekt nur Mitläufer, die auf den Zug der Raucherdiskriminierung aufgesprungen sind, weil diese Zugfahrt am schnellsten, am kräftigsten und am erfolgversprechendstenzu zu verlaufen scheint. Losgeschickt wurde dieser Zug im Übrigen von den großen Industriebranchen, die aus der Vertilgung der Raucher einen finanziellen Gewinn ziehen. Viele Antis haben sich mittlerweile zu charismatischen Demagogen entwickelt, bzw. viele charismatische Demagogen haben den Anti-Sumpf als ideales Betätigungsfeld für sich entdeckt, Menschen, die nur als "positiven" Nebeneffekt die Interessen der Wirtschaft vorantreiben, aber hauptsächlich ihr eigenes Bedürfnis eines Kampfes gegen andere Menschen befriedigen. Und die nächsten Opfer stehen schon auf der Liste: Alkoholtrinker, Dicke, Autofahrer, Kinderlose…

Doch warum genau diese Gruppen? Ganz einfach, während früher die Diskriminierung an der menschlichen Rasse, an der Religion oder der Hautfarbe  festgemacht wurde, sind es heute Verhalten, Aussehen, Lebensstil. Die Diskriminierung muss heutzutage anders geschehen als früher, eben DAMIT die Antis sich mit keinen Vorwürfen aus der Geschichte konfrontieren zu lassen brauchen: sie haben begriffen, dass sie die Geschichte in einer anderen Qualität wiederholen müssen, falls sie die Wiederholung nicht im Keim erstickt werden soll.
Sie diskriminieren einen nicht, für das, WAS er ist, sondern für das, WIE er ist.

Dass Raucher diskriminiert werden, muss nicht mehr näher erläutert werden. Freiheitsbeschneidungen im privaten Raum, der Schutz der Nichtraucher an Orten wo nur Raucher zusammenkommen, als das ist in sich paradox und bedarf keines Kommentars mehr. Auch ein berufliches Ausbooten, das Stören der Karriere von Rauchern, sind Mittel, die den Antis ihr „besseres Dasein“ ermöglichen und gleichzeitig ebenso effizient die Existenz von Menschen zerstören kann; um jemandes Existenz zu zerstören, braucht man heutzutage niemanden mehr zu töten; es langt, ihm unentfernbare Steine bei der Wohnungssuche, im Beruf und in der Gesundheitsversorgung in den Weg zu legen. Fertig.

Und gerade deswegen, weil die Diskriminierung und der Faschismus heutzutage „maskiert“ auftreten, muss man auch im Kampf dagegen Verweise auf die Geschichte machen dürfen.

Mit Verlaub: Soll die Geschichte etwa nur um ihrer selbst Willen aufgearbeitet und gelehrt werden? Wodurch, wenn nicht durch die Geschichte kann aufgezeigt werden, wozu Menschen in der Lage sind?

Parallelen und gleiche Strategien, aber eben auch veränderte Strategien der Faschisten muss man durch Belege aus der Geschichte entlarven, allerdings natürlich nur soweit, solange die Gefühle, die Erinnerung und die Würde anderer Opfer nicht verletzt werden, Judenstern-T-Shirts, Gaskammer-Vergleiche (wie sie übrigens die Antis gerne mit Raucherkneipen machen!) gehen überhaupt nicht, hier versucht man die eigene Haut zu retten, und trampelt dafür auf denen herum, die in einem anderen Faschismus ihr Leben ließen. Wenn man so verfährt, setzt man letztendlich nur die Diskriminierung der anderen fort und hat sein „Mensch-Sein“ über Bord geworfen.

Aber wenn auch Vergleiche mit dem Stil, in dem die Nazis Propaganda betrieben haben, ein Tabu darstellt, obwohl dies offenkundig von diversen Antis heute fast 1:1 so wiederholt wird, dann ist die Geschichte nicht mehr frei – sie ist dann instrumentalisiert worden, und zwar gerade von denen, die danach trachten, sie zu wiederholen. Es darf nicht sein, dass die Antis jegliche Art von Geschichtsaufarbeitung zu unterbinden versuchen, nur um ihre eigene Demaskierung zu verhindern. In diesem Fall wären Geschichtsbücher nur ein Platzhalter im Bücherregal – und der Kampf gegen den nächsten Faschismus wäre verloren.


Gruß, Mr.Marple

  

Ich habe noch nie gehört, dass einer seine Frau verprügelt hat, weil er zuviel geraucht hatte.
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jackjaeckle
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Re: Postkarten
Antwort #30 - 12.01.08 um 18:57:00
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Hallo Mr. Marple
Sorry, aber das geht mir zu weit. Ich stimme Dir in vielen Aussagen zu, aber der inflationäre Umgang mit Vergleichen mit Adolfs III. Reich schreckt eher ab. Was wollen wir denn? Die Raucher haben wir eh auf unserer Seite und politisch denkende und kritische Menschen auch. Aber liberale Nichtraucher und "Normalos" jagen wir mit krassen Übertreibungen schlichtweg in die Flucht und verscherzen uns Sympathien. Ich will nicht geliebt werden für meine Raucherei, aber wir sind darauf angewiesen eine möglichst breite öffentliche Mehrheit für unser Anliegen zu gewinnen. Ich denke der Vergleich mit der Prohibition genügt völlig und leuchtet auch jedem vernünftig denkenden Menschen ein.
Sorry nochmal, aber so sehe ich das nunmal.
Trotzdem, Du hast in vielem Recht.
Gruss Jack
  
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ChristophL
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Re: Postkarten
Antwort #31 - 13.01.08 um 00:49:00
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Ich stimme Mr. Marple absolut zu und ergänze folgendes:

a) Lifestyle-Diskriminierung gibt es mindestens seit Jahrhunderten. Deren Geschichte muss auch präsenter werden, um es als Mahnung zu dienen.

b) In der Vergangenheit hat es durchaus Folter und Mord von oeben als Werkzeuge gegen Raucher/innen gegeben, weil sie rauchen. Ob zukünftig irgendwo auf der Welt das noch mal soweit getrieben wird, lässt sich schwer absehen.
Die heutigen Antis wollen eine Gesellschaft ohne Raucher/-innen und ohne Dicke, und dies zwar auf totalitärem Wege erreichen, aber ohne Tötungen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sie weder mit noch ohne Mord zu ihrem Ziel gelangen.

c) Der Vergleich mit dem Dritten Reich kann sich nicht nur auf Struktur von Propaganda und Diskriminierung beziehen, sondern muss sich auch auf die Inhalte erstrecken.
Und da hatte sich das Dritte Reich sehr eindeutig positioniert: Anti-Tabak, Anti-Alkohol, Anti-dick.


Zu jackjaeckle:

Quote:
Ich denke der Vergleich mit der Prohibition genügt völlig und leuchtet auch jedem vernünftig denkenden Menschen ein.


Aufklärungsarbeit bedeutet auch, nicht zu verschweigen, dass vieles, was wir heute erleben, in Inhalt, Methoden und Zielsetzung der Lifestyle-Diskriminierung der Nazis gleicht. Das muss natürlich sachlich und sauber belegt erfolgen.



  
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jackjaeckle
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Re: Postkarten
Antwort #32 - 13.01.08 um 01:14:00
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Leute leute.
Bestimmt gibt es viele Übereinstimmungen in den Methoden der Nazis und unseren Freunden von der Nichtraucherfront. Aber laßt doch die Kirche im Dorf. Die haben Europa angezündet, wollten ein ganzes Volk ausrotten, was z. T. auch gelang, und lebten in einem Rassenwahn. Wollt ihr den zugegebenermaßen nervigen Nichtrauchern ähnliche Absichten unterstellen?  Die Einmaligkeit der Naziverbrechen ist ja nun hinreichend dokumentiert und wenn man bei jeder kleinen Ähnlichkeit diese Keule herausholt ist sie sehr schnell stumpf. Ok, jeder soll seinen Protest auf seine Weise ausdrücken. Sorry, aber mein Stil ist das nunmal nicht. Beobachtet einfach mal die Reaktion der Leute wenn ihr diesen Vergleich zieht. Sicherlich muss man auch mal polarisieren, und nicht jedem nach dem Mund reden. Aber das ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
Laßt uns lieber humorvolle pfiffige Wege zur Aufklärung und zur Solidarisierung finden.
Gruss Jack
  
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Javaanse
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Re: Aufstehen heißt nicht länger Schweigen!
Antwort #33 - 13.01.08 um 02:04:00
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Mr.Marple schrieb on 12.01.08 um 18:29:48:
Es darf nicht sein, dass die Antis jegliche Art von Geschichtsaufarbeitung zu unterbinden versuchen, nur um ihre eigene Demaskierung zu verhindern. In diesem Fall wären Geschichtsbücher nur ein Platzhalter im Bücherregal – und der Kampf gegen den nächsten Faschismus wäre verloren.


Trefflicher und wirklichkeitsnäher kann man die perfide, menschenverachtende Inszenierung kaum beschreiben, welche die Pharmaindustrie und ihre Lakaien aus Politik und Gesellschaft mit Hilfe der wie faulige Giftpilze aus dem Moder sprießenden Fanatiker in diesem gesellschaftspolitischen Drama in Gang gesetzt haben.

Ich unterschreibe Dir Silbe für Silbe und sehe es als unumgänglich an, genau diese Mechanismen OFFEN zu legen, zu demaskieren und beim richtigen Namen zu nennen, ein Unterfangen, das nur funktionieren kann, wenn wir uns weder die Sprache, noch unser gesundes Urteilsvermögen absprechen lassen.

Wir Raucher haben uns in unserer Sprachlosigkeit schon viel zu lange auf faule Arrangements eingelassen, die uns Stück für Stück immer mehr in genau die Ecke gerückt haben, in der uns diese elenden Menschenschinder haben wollten, weil sie glauben, uns dort kontrollieren und letztlich beherrschen zu können.

Es ist wie Du sagst: Die Schrecken und das Leid der Geschichte wären umsonst erduldet, ertragen und erlitten worden, wenn wir uns JETZT nicht erheben und offensiv und entschieden verhindern, dass die bösartige Saat des Hasses und der Unterdrückung abermals aufblühen kann.

Und dazu bedarf es mitnichten der Duldung von Maulkörben und erst recht nicht des selbst verordneten Schweigens, sondern zuvorderst des Mutes, die von vorangegangenen Generationen unter unsäglichen Entbehrungen erfochtene Freiheit dadurch zu bewahren, indem wir die Dinge auch weiterhin klar und deutlich beim Namen nennen und uns den dieselbe erdrosselnden Mechanismen entschieden entgegenstellen!

Dies sollten wir uns von Nichts und Niemandem frech untersagen lassen!

Gruß Jürgen
  

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Re: Postkarten
Antwort #34 - 13.01.08 um 02:39:00
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Quote:
Bestimmt gibt es viele Übereinstimmungen in den Methoden der Nazis und unseren Freunden von der Nichtraucherfront. Aber laßt doch die Kirche im Dorf. Die haben Europa angezündet, wollten ein ganzes Volk ausrotten, was z. T. auch gelang, und lebten in einem Rassenwahn. Wollt ihr den zugegebenermaßen nervigen Nichtrauchern ähnliche Absichten unterstellen?


Mit "Nichtrauchern" hat das wenig zu tun. Es geht um die Prohibitionisten, es geht auch um - mit Verlaub - Gesundheitsfaschisten. (Unter denen durchaus einige Raucher sind, das mal beiseite.)

Die Fanatiker der Gegenseite wollen eine "tabakfreie Welt" .
Wenn sie ihr Ziel erreichen, wären Raucher demzufolge 'ausgerottet'. In der Vergangenheit, z.B. im osmanischen Reich, hat es zu diesem Zweck auch Tötungen gegeben. Wie ich eben an anderer Stelle hier im Forum schrieb, diese 'Ausrottung' hat bisher weder mit noch ohne Tötungen funktioniert.

Wobei das Dritte Reich durchaus die erhebliche Verringerung der Zahl der "Übergewichtigen" erreichte. Und zwar nicht durch ihren propagierten Schlankheitswahn, sondern durchHungersnöte noch über seine Existenz hinaus, bis dann durch den Aufschwung Ernährungsvielfalt und Pluralität der Körperformen wieder fröhliche Urständ' feiern konnte.
Erst 50 Jahren später kamen dann Künast und Seehofer, der öffentlich von der Unterernährung der Nachkriegszeit träumt.


Quote:
Die Einmaligkeit der Naziverbrechen ist ja nun hinreichend dokumentiert und wenn man bei jeder kleinen Ähnlichkeit diese Keule herausholt ist sie sehr schnell stumpf.


Der Holocaust mit der organisierten Massenvernichtung so vieler Menschen in einem so kurzen Zeitraum war in der Tat einzigartig.
Insgesamt aber waren die Naziverbrechen leider überhaupt nicht einmalig, was der Menschheit sehr zu wünschen wäre, sondern ein heftiges von allzuvielen Beispieln der staatlichen Unterdrückung, Entrechtung, Diskriminierung, Verfolgung, Militarisierung, Eroberung, Unterwerfung und Unterjochung nach innen und außen.

Und in der deutschen Geschichte so ziemlich der einzige Vorläufer einer fanatischen Tabak-, Alkohol- und 'Übergewicht'-Bekämpfung, wie wir sie heute erleben.


Quote:
Laßt uns lieber humorvolle pfiffige Wege zur Aufklärung und zur Solidarisierung finden. 


Auch das. Aber Aufklärung nicht ohne historischen Hintergrund.

  
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freiraucher
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Re: Aufstehen heißt nicht länger Schweigen!
Antwort #35 - 13.01.08 um 03:00:00
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Javaanse schrieb on 13.01.08 um 02:04:27:
Trefflicher und wirklichkeitsnäher kann man die perfide, menschenverachtende Inszenierung kaum beschreiben, welche die Pharmaindustrie und ihre Lakaien aus Politik und Gesellschaft mit Hilfe der wie faulige Giftpilze aus dem Moder sprießenden Fanatiker in diesem gesellschaftspolitischen Drama in Gang gesetzt haben.

Ich unterschreibe Dir Silbe für Silbe und sehe es als unumgänglich an, genau diese Mechanismen OFFEN zu legen, zu demaskieren und beim richtigen Namen zu nennen, ein Unterfangen, das nur funktionieren kann, wenn wir uns weder die Sprache, noch unser gesundes Urteilsvermögen absprechen lassen.

Wir Raucher haben uns in unserer Sprachlosigkeit schon viel zu lange auf faule Arrangements eingelassen, die uns Stück für Stück immer mehr in genau die Ecke gerückt haben, in der uns diese elenden Menschenschinder haben wollten, weil sie glauben, uns dort kontrollieren und letztlich beherrschen zu können.

Es ist wie Du sagst: Die Schrecken und das Leid der Geschichte wären umsonst erduldet, ertragen und erlitten worden, wenn wir uns JETZT nicht erheben und offensiv und entschieden verhindern, dass die bösartige Saat des Hasses und der Unterdrückung abermals aufblühen kann.

Und dazu bedarf es mitnichten der Duldung von Maulkörben und erst recht nicht des selbst verordneten Schweigens, sondern zuvorderst des Mutes, die von vorangegangenen Generationen unter unsäglichen Entbehrungen erfochtene Freiheit dadurch zu bewahren, indem wir die Dinge auch weiterhin klar und deutlich beim Namen nennen und uns den dieselbe erdrosselnden Mechanismen entschieden entgegenstellen!

Dies sollten wir uns von Nichts und Niemandem frech untersagen lassen!

Gruß Jürgen

Grandios formuliert - meine Gratulation.

Die Aussage steht zwar in gewissem Konflikt zur Diskussion über die Vergleichbarkeit der heutigen Entwicklung zur Nazizeit und unzähliger Verbrecherregime - aber es soll uns nicht hindern, Vergleiche aufzuzeigen, die gewiss weniger monströs, jedoch ebenso perfide daherkommen.
Der Gegner verschanzt sich hinter der Einmaligkeit der Naziverbrechen - auch wenn es man es sich noch so sehnlich herbeiwünscht - es gibt keine nach unten abgestufte "akzeptable" Version dieser Hölle. Jede Anlehnung, jede Parallele, jede Ähnlichkeit mit den Methoden von dieser Art entmenschten Verbrechern, und da ist die Auswahl gross, nehmen wir mal als ein beliebiges Beispiel die UdSSR, muss alle echten freiheitlichen denkenden Demokraten zum Widerstand aufrufen.

Unrecht wird nicht zu Recht, weil es noch unendlich schlimmers Unrecht gab oder gibt.
  
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Postkarten
Antwort #36 - 13.01.08 um 11:33:00
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Ich denke, es nützt auch nichts, wenn wir uns hier auf "eine Linie" einschwören wollen.

"Witzige Aktionen", wie eben die "Musical Treff"-Aktion vom Raucherwirt, sind das eine. Die find ich klasse, und da versuch ich zur Zeit auch, Wirte dafür zu gewinnen.

Das andere ist, daß die Mechanismen von "damals" und heute wirklich dieselben sind, vor allem seit der Diskussion um das angeblich entdeckte "Raucher-Gen", denn dadurch ist die Gruppe der Raucher nicht nur in ihrer Lebensgewohnheit, sondern eben genetisch definiert.

Auch hat der Vergleich mit dem Nationalsozialismus für mich den Sinn, auf den totalitären Anspruch der Anti-Seite hinzuweisen. Die wollen, daß die Welt auch dort, wo sie nicht sind, ihrer Vorstellung entspricht, und das ist ein totalitärer Übergriff.
  

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Re: Postkarten
Antwort #37 - 13.01.08 um 12:15:00
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Pater Peter schrieb on 13.01.08 um 11:33:02:
Ich denke, es nützt auch nichts, wenn wir uns hier auf "eine Linie" einschwören wollen.

"Witzige Aktionen", wie eben die "Musical Treff"-Aktion vom Raucherwirt, sind das eine. Die find ich klasse, und da versuch ich zur Zeit auch, Wirte dafür zu gewinnen.

Das andere ist, daß die Mechanismen von "damals" und heute wirklich dieselben sind, vor allem seit der Diskussion um das angeblich entdeckte "Raucher-Gen", denn dadurch ist die Gruppe der Raucher nicht nur in ihrer Lebensgewohnheit, sondern eben genetisch definiert.

Auch hat der Vergleich mit dem Nationalsozialismus für mich den Sinn, auf den totalitären Anspruch der Anti-Seite hinzuweisen. Die wollen, daß die Welt auch dort, wo sie nicht sind, ihrer Vorstellung entspricht, und das ist ein totalitärer Übergriff.


Ich halte Nationalsozialismus-Vergleiche für viel zu kontraproduktiv, um sie als Mittel der Argumentation empfehlen zu können. Ob es euch gefällt oder nicht: Wer sich selbst mit den Opfern des Nationalsozialismus in Vergleich setzt, der verliert zwangsläufig an Glaubwürdigkeit, denn es wird als anmaßend empfunden.

Isoliert man lediglich bestimmte Zeiträume und die Chronologie der Vorgehensweise, mittels derer eine immer weitergehende Isolierung der Juden von den Nichtjuden vorangetrieben wurde, dann sehe auch ich gewisse Parallelen zu dem, was in den letzten Jahren geschehen ist, um Raucher und Nichtraucher voneinander zu trennen. Es erscheint mir allerdings sinnlos, damit zu argumentieren, denn ich kann nicht verhindern, daß dieser Vergleich gedanklich fortgesetzt wird bis zu jenem Ende, das man von damals kennt. Die unbewußte Annahme, daß wir damit also gleichzeitig behaupten, eines Tages in Vernichtungslagern zu landen, macht alle richtigen Argumente von vornherein kaputt, auch wenn wir das überhaupt nicht behauptet haben. Es macht sie auch dann kaputt, wenn wir dem von vornherein widersprechen, denn Journalismus besteht nun einmal darin, Sätze so aus dem Kontext zu reißen, daß man einen Skandal daraus machen kann. Genau das und nichts anderes ist zu erwarten, sollten wir also so argumentieren. Gebt euch da keinen Illusionen hin.

Wenn ich argumentiere, dann will ich damit Zustimmung erreichen. Da es mit solchen Argumenten nicht wahrscheinlicher, sondern unwahrscheinlicher wird, diese Zustimmung zu bekommen, sehe ich keinen vernünftigen Grund, sie in der Debatte zu verwenden. Hingegen könnte es durchaus nicht ganz unwichtig sein, die damals wirkenden Mechanismen intern, unter Ausschluß einer Öffentlichkeit, die reflexhaft und auf bloße Schlagwörter reagiert und es deshalb in den falschen Hals bekommen könnte, nüchtern zu analysieren, einfach deshalb, weil es zeigt, welche Gegenmaßnahmen sich seinerzeit als nicht wirkungsvoll erwiesen haben bzw. vor allem natürlich, welche Verhaltensweisen ein weiteres Fortschreiten dieser Isolierung sogar noch begünstigt haben.

Womit ich am ehesten argumentieren würde, das ist die Entwicklung in den USA, die sich chronologisch für die letzten beiden Jahre etwa anhand von Michael Siegels Blog sehr gut nachvollziehen läßt. Ich habe inzwischen dort ein bißchen eingehender hineingelesen (wenn es natürlich auch unmöglich ist, innerhalb so kurzer Zeit so gründlich zu lesen, und ich bin auch keineswegs schon ganz damit durch).

Dennoch: Der rote Faden ist der, daß die Tabakkontrollbewegung in den USA außer Kontrolle geraten ist, und zwar, meint Siegel, von dem Moment an, als sie nicht mehr gezwungen war, so sorgfältig und vorsichtig wie möglich vorzugehen, alles bis aufs i-Tüpfelchen nachzuweisen und sich überhaupt vor dem großen Gegenspieler, der Tabakindustrie, immer in acht zu nehmen.

Ob die Tabakindustrie aufgegeben hat, ob sie insgeheim ihr eigenes Süppchen kocht, vielleicht gar sogar darauf spekuliert, daß die Tabakkontrollbewegung sich viel schneller selbst ad absurdum führt, wenn man sie sich selbst überläßt, weiß ich nicht, und es spielt in diesem Zusammenhang auch keine Rolle. Wichtig ist daran folgendes:

Der Nichtraucherschutz war noch ein guter Vorwand für Rauchverbote in Innenräumen. Um ihn auch für Rauchverbote in Außenbereichen vorschieben zu können, mußte man die Passivrauchlüge auf absurde und völlig unwissenschaftliche Behauptungen ausweiten (diese 30-Minuten-Theorie, die Siegels besonderes Ärgernis ist), um noch kaschieren zu können, daß es nun in Wirklichkeit niemandem mehr um Nichtraucherschutz geht.

Daneben gibt es aber schon längst Entwicklungen, für die man Nichtraucherschutz nicht einmal mehr vorzuschieben versucht: So etwa die Unterstützung der Tabakkontrollgruppen für Arbeitgeber, die von ihren Bewerbern und/oder Mitarbeitern verlangen, sich Cotinintests zu unterziehen und, sofern sie sich als Raucher erweisen, nicht eingestellt bzw. gekündigt werden können.

Wir haben also ein sehr aktuelles und, meine ich, eindrucksvolles Beispiel für das, was wir verhindern wollen, längst vor Augen. Anhand dieses Beispiels läßt sich nachweisen, daß das, was hierzulande momentan noch lediglich von einigen extremistischen Wirrköpfen geäußert und verlangt wird, in den USA teils bereits umgesetzt wird (Stichworte: Rauchverbote im Freien; Diskriminierung rauchender Arbeitnehmer; Diskriminierung rauchender Eltern), teils ernsthaft in der öffentlichen Diskussion ist (Stichworte: gesetzliche Rauchverbote in der eigenen Wohnung für Eltern; Verweigerung von Operationen bei Rauchern).

Dieses Beispiel, meine ich, wäre ein viel sinnvollerer Ansatzpunkt.
  

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Re: Postkarten
Antwort #38 - 13.01.08 um 12:29:00
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Das ganz muss mit Nazi methoden vergliechen werden, damals ging auch um Tabak,Alkohol und Fett, Hitler hat nur ein Kampf verloren..aber nicht der Krieg, es wehre zeit das diese krieg eine Ende hat, --

Ich bin der meinung das die Politiker sollen mit offene Karten spielen, die konseguenzen werden katastrophalen sein wenn die ganze wahrheit raus kommt, alsò...es ist besser das diese Dicke Kopfe rechtzeitig alle diese neue Wahnsinnige Prohibitionen rùckgàngisch machen und nach Hause gehe ihre Wunder zu lecken- 8)
  
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Postkarten
Antwort #39 - 13.01.08 um 12:47:00
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Was das Beispiel USA betrifft, hab ich Bedenken - vielleicht und hoffentlich lieg ich ja falsch -, daß es gewissen tonangebenden Gruppen hier immer noch als Vorbild herhalten kann: "Wenn in Amerika ein Rauchverbot in Wohnungen funktioniert - na, dann funktioniert doch das bei uns auch!"

Ich bin da aber auch leicht "traumatisiert". Vor vielen vielen Jahren hab ich mal eine Stelle gekündigt, weil der neue Chef Zettel neben das Telefon klebte, auf denen Wort für Wort vorformuliert war, wie man sich zu melden habe. Bei der Gewerkschaft hieß es lapidar, dagegen "könne man nichts machen, das käme aus Amerika, und das sei eben jetzt so".
  

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Re: Postkarten
Antwort #40 - 13.01.08 um 13:58:00
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Pater Peter schrieb on 13.01.08 um 12:47:40:
Was das Beispiel USA betrifft, hab ich Bedenken - vielleicht und hoffentlich lieg ich ja falsch -, daß es gewissen tonangebenden Gruppen hier immer noch als Vorbild herhalten kann: "Wenn in Amerika ein Rauchverbot in Wohnungen funktioniert - na, dann funktioniert doch das bei uns auch!"

Ich bin da aber auch leicht "traumatisiert". Vor vielen vielen Jahren hab ich mal eine Stelle gekündigt, weil der neue Chef Zettel neben das Telefon klebte, auf denen Wort für Wort vorformuliert war, wie man sich zu melden habe. Bei der Gewerkschaft hieß es lapidar, dagegen "könne man nichts machen, das käme aus Amerika, und das sei eben jetzt so".


Mit dem amerikanischen Beispiel kann man aber hervorragend die derzeit übliche Argumentation à la "Niemand will Raucher diskriminieren, wir wollen nur die Nichtraucher schützen" kontern.

Das gehört auch zum roten Faden bei Michael Siegel, der mit genau derselben Begründung Rauchverbote in Gaststätten und am Arbeitsplatz mit Nachdruck befürwortet hatte und der jetzt einigermaßen fassungslos vor den jüngeren Entwicklungen steht und immer wieder sagt: So etwas habe ich nie vertreten und auch nie gewollt. Das ist gesundheitspolitisch sinnlos und dient nur der Diskriminierung.

Erreichen kann man damit diejenigen, deren Motivation, Rauchverbote in Gaststätten zu befürworten, seinen Motiven ähnelt.

Mit Nazi-Vergleichen erreicht man dagegen niemanden von der Befürworter-Seite; höchstens kriegt man noch Beifall aus einer Ecke, mit der ich nun wirklich nichts zu tun haben will.

Ich sage es noch einmal mit Nachdruck: Es ist irrelevant, ob und in welchem Zusammenhang und mit welchen Einschränkungen ein Vergleich mit der Judenverfolgung wegen nachweislicher Parallelen sachlich vertretbar wäre. Jeder würde den unvertretbaren Teil automatisch mitdenken, und damit wäre alles, was wir sagen, von vornherein durchgefallen.

Dennoch darauf zu bestehen, man müsse damit argumentieren, weil man damit ja im Recht sei, ist meiner Meinung nach ein klarer Fall von: Echte Helden pinkeln gegen den Wind ...

  

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Re: Postkarten
Antwort #41 - 13.01.08 um 15:55:00
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Hallo Xila
Vielen Dank für Deine ausführliche Darlegung. Besser kann man es nicht formulieren. Es geht nicht um Kuschen, oder Speichelleckerei um der öffentlichen Meinung willen. Aber wir als Minderheit (außer in der Kneipe) müssen einfach klug und taktisch vorgehen sonst schießen wir uns selbst ins Knie. Einen "Kampf" können wir nur verlieren. Es geht um die besseren Argumente, und die haben wir ja dankenswerterweise. Laßt uns diese propagieren und die öffentliche Meinung wieder auf unsere Seite bringen. Mit Aktionen wie dem T-shirt schrecken wir fast alle Leute ab. Wie schon Max Weber sagte: Eine gute Idee geht oft durch die Übertreibung zugrunde.
Also Hirnschmalz, Pfiffigkeit und Kreativität ist gefragt.
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Re: Postkarten
Antwort #42 - 13.01.08 um 16:44:00
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Hallo leute, das vergleich mit der Nazi geht nicht um das bevolkerung,WIR vergleichen die Methoden von  damals und heute,sind identisch, wir sollen nicht vergessen das die "Erfinder" wahren die Chemie und Pharmaindustrie, -IG Farben &Co- Heute sind, Die Pharmaindustrie und der WHO, unterstutz von eine der grosste Kriminelle Organisation die je gab= ASH- Gesundheit fanatiker die alle krank sind(Psykophaten) gegrundet von eine Anwalt (John Banzhaf.-Jude)
http://banzhaf.net/

Vor einige Jahre hat ùber  Internet nichtraucher aufgefordet Raucher zu Eliminieren,wie...falls familien mitglieder war, kònnten Cyankalis in die Zigaretten reinschieben, nach eine Anzeige von Forces International wurde der Link gelòscht,aber das FBI  hat kaum was getan,-

Alle mitteln um diese Delinquenten fùr immer sperren lassen..sind wilkommen-

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Re: Postkarten
Antwort #43 - 13.01.08 um 18:31:00
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archimede schrieb on 13.01.08 um 16:44:50:
Hallo leute, das vergleich mit der Nazi geht nicht um das bevolkerung,WIR vergleichen die Methoden von  damals und heute,sind identisch,


Wie ich schrieb: Es ist völlig unerheblich, ob das so ist oder nicht. Es ist kein Argument, mit dem ich irgendjemanden überzeugen kann. Also, warum sollte ich es trotzdem verwenden?

Ich war vor vielen Jahren mit einem Sizilianer liiert. Ich weiß also ganz genau, daß ihr Streitigkeiten am liebsten lautstark und mit dem allergrößtmöglichen Maximum an Beleidigungen ausfechtet. Bei euch muß es möglichst laut krachen und stinken und alles durcheinanderschreien; nur dann macht es euch richtig Spaß, euch zu fetzen.

Tut mir leid, für so was bin ich, nennen wir es: zu "deutsch". Ich suche immer nach dem Punkt, an dem ich effizienterweise den Hebel ansetzen sollte, wenn ich mit einem Minimum an Kraftaufwand ein Maximum an Wirkung erzielen möchte.

Ich gebe zu, deine Methode ist unterhaltsamer, aber bei so was bin ich lieber Zuschauer (und das, ehrlich gesagt, auch nur in sicherer Entfernung).  Zwinkernd

(... nix für ungut, archimede. Das war jetzt nicht böse gemeint und im Grunde sogar eine kleine Liebeserklärung ...  Kuss ... Ich finde meine Methode aber trotzdem die bessere ...  8) )
  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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ChristophL
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Re: Postkarten
Antwort #44 - 23.02.08 um 03:02:00
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Postkartenmotive vom DTV mit Karikaturen von Berndt A. Skott:

  
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archimede
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Re: Postkarten
Antwort #45 - 23.02.08 um 09:37:00
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xila schrieb on 13.01.08 um 18:31:16:
Wie ich schrieb: Es ist völlig unerheblich, ob das so ist oder nicht. Es ist kein Argument, mit dem ich irgendjemanden überzeugen kann. Also, warum sollte ich es trotzdem verwenden?

Ich war vor vielen Jahren mit einem Sizilianer liiert. Ich weiß also ganz genau, daß ihr Streitigkeiten am liebsten lautstark und mit dem allergrößtmöglichen Maximum an Beleidigungen ausfechtet. Bei euch muß es möglichst laut krachen und stinken und alles durcheinanderschreien; nur dann macht es euch richtig Spaß, euch zu fetzen.

Tut mir leid, für so was bin ich, nennen wir es: zu "deutsch". Ich suche immer nach dem Punkt, an dem ich effizienterweise den Hebel ansetzen sollte, wenn ich mit einem Minimum an Kraftaufwand ein Maximum an Wirkung erzielen möchte.

Ich gebe zu, deine Methode ist unterhaltsamer, aber bei so was bin ich lieber Zuschauer (und das, ehrlich gesagt, auch nur in sicherer Entfernung).  Zwinkernd

(... nix für ungut, archimede. Das war jetzt nicht böse gemeint und im Grunde sogar eine kleine Liebeserklärung ...  Kuss ... Ich finde meine Methode aber trotzdem die bessere ...  8) )


ahahhaha..schòn klar was du schreibt ùber "manche Siziliener" wenn am brullen sind, ich kann die nur sagen warum.....weil sò laut spricht droht..hat Angst...diese methoden finden bei mir keine Platz, ..ich bin Anarchist 100%   wenn nicht mehr Klapt mit vernunft,,dann geh ich weg..ganz ruhig und mit nè zigarette auf di lippen----solange ich nicht Kòrpelich angegriffen werd,,,,, Zwinkernd 8)
  
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