Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Landtagskandidaten (Gelesen: 661 mal)
friesenotto
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Concordia res parvae crescunt

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Landtagskandidaten
08.01.08 um 16:50:00
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Moin Moin Zusammen!

Folgende Frage habe ich den Direktkandidaten in meinem Wahlkreis gestellt:

Quote:
Wie stehen Sie zum derzeit geltendem Rauchverbot in der Gastronomie in Niedersachsen?

Was halten Sie davon ,das Niedersächsische Nichtraucherschutzgesetz dahingehend zu novellieren, dass bei Gastronomiebetrieben die Inhaberinnen und Inhaber selbst entscheiden können, ob sie ein Raucher- oder ein Nichtraucherlokal führen wollen und ihren Betrieb entsprechend zu deklarieren?




gruss friesenotto
  
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friesenotto
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Concordia res parvae crescunt

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Re: Landtagskandidaten
Antwort #1 - 08.01.08 um 16:55:00
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Moin, moin, Zusammen!

nach 2 Tagen hatte ich die erste Antwort:


Quote:
08.01.2008
Antwort von
Hayo Moroni


Sehr geehrter Herr ************,

zunächst wünsche ich Ihnen ein gutes und erfreuliches Neue Jahr 2008, auf das Ihnen alles gelingt, was Sie sich vorgenommen haben.

Ihre ablehnende Grundhaltung gegen das niedersächsische Nichtraucherschutzgesetz und auch das der anderen Bundesländer teile ich, weil ich grundsätzlich in unserer nach dem Grundgesetz vorgegebenen freiheitlichen Demokratie gegen eine staatliche Gängelung des Einzelnen in seiner Entscheidungsfreiheit in seiner Privatsphäre ablehne. Und ob jemand raucht oder nicht, ist erster Linie seine Privatentscheidung. Allerdings muß der "rauchende Bürger" dann natürlich auch die negativen möglichen gesundheitlichen Folgen seines Tuns selbst tragen und nicht auf die Allgemeinheit, z. B. über anfallende Gesundheits- oder Krankheitskosten, abwälzen. Wo geraucht werden darf oder nicht, ist außerhalb öffentlicher staatlicher Einrichtungen, also in privaten gastronomischen Einrichtungen in erster Linie die Sache des Eigentümers dieser Einrichtungen im Rahmen seiner ebenfalls vom Grundgesetz abgesicherten Privatautonomie. Der Staat hat dort grundsätzlich nichts zu suchen und dafür Regelungen zu erlassen. Auch jeder Gast kann ja selbst entscheiden, ob er ein Raucherlokal aufsucht oder nicht, um seine Gesundheit zu schützen. Dort wo denn Raucher und Nichtraucher aufeinander stoßen, sollte der jeweilige Wirt entscheiden, ob geraucht werden darf oder nicht, weil ja keiner gezwungen wird, sich in dem jeweiligen Lokal aufzuhalten oder nicht. Alle Gäste sind freiwillig dort. Und wenn es einem Gast dort nicht wegen des Rauchens gefällt oder seine Gesundheit dort nicht als sogenannter Passivraucher beschädigen lassen will, kann er ja gehen, wie umgekehrt der Raucher, der sich in einem Nichtraucherlokal aufhält, wo er nicht rauchen darf. Denn alles ist freiwillig. Besonders gilt dieses bei Familienfeiern oder geschlossenen Gesellschaften, die ebenfalls vom Nichtraucherschutzgesetz erfaßt werden. Auch die Bediensteten von gastronomischen Einrichtungen können insofern eine adäquate Entscheidung für sich fällen. Auch für seine Gesundheit ist nämlich in erster Linie der immer beschworene, mündige Bürger selbst verantwortlich. Meine gesundheitlichen Vorstellungen von einem gesunden Leben kann ich nicht meinem Mitbürger aufbürden und dieses schon gar nicht durch staatliche Regelungen für private Einrichtungen im Namen des Schutzes vor Gesundheitsschäden für Passivraucher. Offensichtlich gilt dieses aber seitens des Staates immer weniger. Die Schäre zwischen dem geschriebenen Verfassungsrecht und dem praktizierten Verfassungsrecht nach dem Grundgesetz geht offensichtlich immer weiter auseinander.Als weiteres Beispiel dazu verweise ich auch auf den immer weniger geltenden Datenschutz jeden einzelnen Bürgers gegenüber staatliche Interessen. Die staatliche Bespitzelung des einzelnen Bürgers weitet sich auch immer mehr aus. Vorgegeben als Chimäre dafür wird dann der sogen. Antiterrorkampf usw.

Entsprechend haben sich auch die Freien Wähler Niedersachsen gegen das gegenwärtige Nichtraucherschutzgesetz ausgesprochen und verlangen eine differenziertere Betrachtung durch den Gesetzgeber und mehr Berücksichtigung und Zutrauen in die freie Selbstbestimmung des Bürgers.

Mit freundlichen Grüßen

Hayo F. Moroni, Ihr Landtagskandidat der Freien Wähler Niedersachsen
  
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robin
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robin

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Re: Landtagskandidaten
Antwort #2 - 08.01.08 um 17:17:00
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Sehr erfreulich!

Gut, das ist eine kleine Gruppe, und nur die Aussage eines einzelnen.
ABER es zeigt, dass wir als Wähler wahr- und ernstgenommen werden. Wir sind zwar nicht DAS Volk, aber wir sind auch ein Teil davon, was in manchen Köpfen gar nicht so selbstverständlich ist, wo wir als suchtgesteuerte Kranke unter Vormundschaft gestellt werden.

Ich bin sicher, diese neue Einstellung wird mehr und mehr Raum gewinnen, wenn sie durch Stimmenzuwächse belohnt wird.
Es ist jetzt an uns, den Kandidaten und Parteien, bei denen wir Verständnis finden, auch unsere Sympathie zu zeigen - mit einem Kreuz!
  
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andrax
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Schokolade ist gut gegen
Zähne!

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Re: Landtagskandidaten
Antwort #3 - 08.01.08 um 17:55:00
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was ist denn eine "schäre"??  Laut lachend
  
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magnitubel
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Re: Landtagskandidaten
Antwort #4 - 08.01.08 um 18:02:00
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robin schrieb on 08.01.08 um 17:17:36:
Sehr erfreulich!

Gut, das ist eine kleine Gruppe, und nur die Aussage eines einzelnen.
ABER es zeigt, dass wir als Wähler wahr- und ernstgenommen werden. Wir sind zwar nicht DAS Volk, aber wir sind auch ein Teil davon, was in manchen Köpfen gar nicht so selbstverständlich ist, wo wir als suchtgesteuerte Kranke unter Vormundschaft gestellt werden.

Ich bin sicher, diese neue Einstellung wird mehr und mehr Raum gewinnen, wenn sie durch Stimmenzuwächse belohnt wird.
Es ist jetzt an uns, den Kandidaten und Parteien, bei denen wir Verständnis finden, auch unsere Sympathie zu zeigen - mit einem Kreuz!



Ja und Nein.
Man wird in diesen Zeiten ja bescheiden und ist schon froh um das kleinste Licht in der Nacht, so gesehen ist diese Stellungnahme der Freien Wähler Niedersachsens natürlich erfreulich.
Trotzdem will ich nicht so richtig in Jubel ausbrechen, wenn ich lesen muss "Allerdings muß der "rauchende Bürger" dann natürlich auch die negativen möglichen gesundheitlichen Folgen seines Tuns selbst tragen und nicht auf die Allgemeinheit, z. B. über anfallende Gesundheits- oder Krankheitskosten, abwälzen".
Dass mich hier niemand falsch versteht, ich bin mir durchaus über die Risiken meines Tuns im Klaren und nehme diese in Kauf.
Jedoch Menschen aufgrund eines riskanten Lebensstils aus der Solidargemeinschaft der Krankenversicherungen auszuschliessen (und nichts anderes wird hier gefordert), führt die Idee dieses Finanzierungssystems ad absurdum.
Niemand hat es in der Hand ob er krank wird, sich verletzt oder sonst in irgendeiner Weise das solidarisch finanzierte Gesundheitssystem in Anspruch nehmen muss, ganz egal, wie vorsichtig oder "gesund" er lebt. Jeden kann's erwischen, deshalb stehen alle für jeden ein.
Fängt man jedoch an, Ausnahmen zu definieren, macht man ein Fass ohne Boden auf, denn wer sagt, wo die Grenzen zu ziehen sind?
Ist der verunglückte Motorradfahrer selbst schuld an seiner Misere? Viele werden sagen, natürlich, was muss der Depp auch so'n Ding fahren.
Beim Skifahrer werden die Antworten schon vorsichtiger ausfallen, schliesslich betrifft dies mehr Menschen.
Aber was ist nun mit dem Pechvogel, der bei Glatteis ohne Not auf die Strasse geht und sich ein Bein bricht?
Hätte der nicht zu Hause bleiben können?
Klar hätte er, die Hausfrau wiederrum, die's beim Fensterputzen von der Leiter haut, hätte auch ein Gerüst aufstellen können, ergo, selber schuld...
Wie man sieht, wer so argumentiert wie diesen freien Wähler will sich lediglich aus der Verantwortung verdrücken und darum kann ich das so nicht ganz akzeptieren.

By the way,
weiss eigentlich noch irgendjemand, dass vor ca. 4 oder 5 Jahren die Tabaksteuern um € 1,- pro Schachtel angehoben wurden, um damit sogenannte versicherungsfremde Leistungen der Krankenkassen zu finanzieren? (Schwangeren-Vor/Nachsorge u.ä. Man sagte sich in Zeiten knapper Gesundheitskassen, schwanger sein ist keine Krankheit, also auch nix für die Krankenkassen und schwupps hatte man einen Dummen gefunden, der die Zeche mal eben übernahm-richtig, der Raucher).
Ich würd mal annehmen, dass wissen nicht mal mehr unsere Gesundheitspolitiker. Zunge
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Landtagskandidaten
Antwort #5 - 09.01.08 um 03:05:00
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Quote:
Entsprechend haben sich auch die Freien Wähler Niedersachsen gegen das gegenwärtige Nichtraucherschutzgesetz ausgesprochen und verlangen eine differenziertere Betrachtung durch den Gesetzgeber und mehr Berücksichtigung und Zutrauen in die freie Selbstbestimmung des Bürgers.


Offenkundig also Position der FW Niedersachsen als Ganzes.
Zwar bei genauer Betrachtung des Textes nicht ganz unsere, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung, auf den man öffentlich aufmerksam sollte.
Also womöglich der einäugige König unter den kandidierenden Parteien.

Quote:
Dass mich hier niemand falsch versteht, ich bin mir durchaus über die Risiken meines Tuns im Klaren und nehme diese in Kauf.
Jedoch Menschen aufgrund eines riskanten Lebensstils aus der Solidargemeinschaft der Krankenversicherungen auszuschliessen (und nichts anderes wird hier gefordert), führt die Idee dieses Finanzierungssystems ad absurdum.


Korrekt. Wenn man das will, muss man die öffentliche Krankenversicherung abschaffen.
Weil automatisch bestimmte Sportarten u.v.m. ins Visier geraten würden, sind die politische Rufe danach gar nicht so laut, wie zu erwarten wäre.

Außerdem: Wenn man neben der Krankenversicherung auch die Rentenversicherung betrachtet, kommen Raucher/-innen da per Saldo besser weg, müssten also insgesamt weniger zahlen Laut lachend
  
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friesenotto
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Concordia res parvae crescunt

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Re: Landtagskandidaten
Antwort #6 - 09.01.08 um 08:37:00
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Moin, moin, Zusammen!

hier der Link zum Parteiprogramm der Freien Wähler Niedersachsen:

http://www.abgeordnetenwatch.de/images/programme/programm_freie_waehler.pdf

Interessant ist die Seite 37


gruss friesenotto
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Landtagskandidaten
Antwort #7 - 09.01.08 um 10:52:00
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Quote:

Für eine Erweiterung des neuen Nichtraucherschutzgestzes:
Gesundheitsschutz JA - „Kneipenruinen“ NEIN!

Die FREIEN WÄHLER setzen sich grundsätzlich für den Schutz der Nichtraucher
in der Öffentlichkeit ein! Die körperliche Unversehrtheit eines Nichtrauchers ist
selbstverständlich ein höheres Gut als die Genussfreiheit eines Rauchers. Überall
dort, wo Nichtraucher und Raucher zwangsläufig zusammentreffen, macht ein
Rauchverbot Sinn und wird auch von uns unterstützt.
Differenzierte Betrachtung der Umstände anstatt „Gießkannenprinzip“!
Die FREIEN WÄHLER sind dennoch der Auffassung, dass einzelne Bereiche der
jetzigen Regelung einer genaueren Betrachtung unterzogen werden müssen: So
wurden zum Beispiel im Bereich der Binnenschifffahrt die so genannten „Ausflugsschiffe“
vom Nichtraucherschutzgesetz ausgenommen, da dort keine separaten Nebenräume
für Raucher eingerichtet werden können. „Kleine Kneipen“, die ebenfalls
nicht in der Lage sind, einen separaten Nebenraum für Raucher einzurichten, stehen
hingegen jetzt vor der Existenzfrage.
Die Existenzsicherung berücksichtigen - Ausnahmen schaffen
Gute Gesetze und Verordnungen sollen Probleme so regeln, dass größtmöglicher
Nutzen bei kleinstmöglichem Schaden hergestellt wird. Ausnahmeregeln, die die
räumlichen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen der betroffenen Lokale berücksichtigen,
müssen erarbeitet werden. „Kleine Kneipen“, die nicht in der Lage
sind einen separaten Nebenraum für Raucher einzurichten, sollten die Möglichkeit
erhalten, sich entweder als Nichtraucher- oder Raucher-Kneipe zu kennzeichnen.
Mehr Zutrauen in die freie Selbstbestimmung des Bürgers!
In Restaurants, in denen der Genuss von Speisen im Vordergrund steht und die üblicherweise
unter anderem von Familien mit Kindern besucht werden, ist der Nichtraucherschutz,
wie er in dieser Form besteht, unerlässlich! Für Kneipen allerdings sollte gelten:
Auch der Nichtraucher ist so mündig, dass er sich selbst bestimmt entscheiden
kann, ob er in einer Raucherkneipe die Gesundheitsgefährdung in Kauf nimmt,
oder eine Nichtraucherkneipe bevorzugt!



Da brechen die sich aber einen ab, nur um ein klein bißchen liberal wirken zu wollen. Freiheit (nur!) in kleinen Kneipen.

Aber immerhin. Im Vergleich zu den bisher in Niedersachsen im Landtag vertretenen Parteien ist das schon Gold.
So gesehen eine taktische Wahlmöglichkeit.
  
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Terrx
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Re: Landtagskandidaten
Antwort #8 - 09.01.08 um 11:33:00
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Quote:
Da brechen die sich aber einen ab, nur um ein klein bißchen liberal wirken zu wollen. Freiheit (nur!) in kleinen Kneipen.

Jepp. Das ist vom Wahlprogramm ein klitzekleines Pünktchen eines klitzekleinen Grüppchens.
Größenordnung für Parlamente: <1Promille Griesgrämig
Denn...

Quote:
Aber immerhin. Im Vergleich zu den bisher in Niedersachsen im Landtag vertretenen Parteien ist das schon Gold.
So gesehen eine taktische Wahlmöglichkeit.
Die "Freien Wähler" sind(in Niedersachsen) keine 1 Partei, sondern ein zusammengewürfeltes Konglomerat aus verschiedenen örtlichen/temporären Wählergemeinschaften und Bürgerinitiativen.
(Ich gehe mal davon aus, daß die alle Rauchverbot erlassen bei ihren Versammlungen Zwinkernd)
Als taktische Wahlmöglichkeit sehe ich sie etwas schlechter als semioptimal 8)
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Landtagskandidaten
Antwort #9 - 09.01.08 um 11:40:00
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Quote:
  Als taktische Wahlmöglichkeit sehe ich sie etwas schlechter als semioptimal


Das ist eine ähnliche Frage wie in Hessen: Wenn man eine einzige (potentiell) relevante Kraft, die zumindest einen Schritt in die richtige Richtung tut, kann man es für sinnvoll halten, ihr deshalb zu einem besseren Wahlergebnis zu verhelfen, nicht weil dies einen direkten Nutzen hätte, sondern wegen der Signalwirkung.

Aber ich bin da nicht festgelegt und die unterschiedlichen Auffassungen finden sich ja auch in der Hessen-Rubrik wieder.
  
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Hans45
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Re: Landtagskandidaten
Antwort #10 - 10.01.08 um 11:03:00
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http://www.kandidatenwatch.de

Anfrage meinerseits vom 09/01/08



Quote:
Frage von
xxxxxx
sehr verehrte Frau Ließmann-Herckerott

ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir folgende Frage beantworten könnten:

Das Nds. NiRSG istl handwerklich als auch gesundheit- und wirtschaftspolitisch eine einzige Katastrophet
.
Wie sie wissen wurde gegen dieses Gesetz bzw. die entsprechende Regelung in BW bereits Klage vor dem Bundesverfassunggericht eingereicht. Nach Auffassung zahlreicher Rechtsgelehrter werden die Reglungen zum Rauchverbot in Gaststätten vor dem BVerfG wohl keine Gnade finden.
Wie stehen Sie zu dem aktuellen nds. NiRSG. Wäre eine liberale Lösung iSd ursprünglichen CDU Vorschlages (Kennzeichnungspflicht) eine Position, die Sie im nächsten Landtag vertreten würden. Wenn nein, warum nicht?
09.01.2008
Antwort von
Doris Ließmann-Herckerott

Sehr geehrter Herr xxxxx

ja ich bin für eine liberalere Regelung des Nichtraucherschutzgesetzes, das würde ich auch so vetreten.

Mit freundlichem Gruß
Doris Ließmann-Heckerott, Kandidatin dür DIE LINKE.



nun weiß ich wenigstens , wen man wählen kann
  
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Bonnie
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Wer jetzt noch raucht,
ist schon wieder Avantgarde

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Re: Landtagskandidaten
Antwort #11 - 10.01.08 um 12:00:00
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Magnitubel,
genau dieser Satz ist mir auch sauer aufgestoßen.
"Allerdings muß der "rauchende Bürger" dann natürlich auch die negativen möglichen gesundheitlichen Folgen seines Tuns selbst tragen und nicht auf die Allgemeinheit, z. B. über anfallende Gesundheits- oder Krankheitskosten, abwälzen".

Krankenversicherung muß man ja differenzieren. Die gesetzlichen Versicherungen sind ja noch nie risikoorientiert gewesen. Sie sind nichts anderes als eine riesige (weitere !) Umverteilungsmaschine. Das siehst du schon alleine daran, daß die gesamte Familie inkl. Ehefrau und Kinder mitversichert und es kostet nicht einen Cent mehr.
Und jetzt plötzlich soll der Risikogedanke da rein ? Und dann nur und ausschließlich bei den Rauchern ?  Ärgerlich
Wie will man das begründen ? Schon allein, wenn man offensichtliche andere Risiken wie Trinken und Extremsport berücksichtigt, ist es absurd. Es wird noch absurder, wenn vorhandene, schlimmere Risiken, die aber nirgendwo kommuniziert werden, wie Medikamenteneinnahme, in das Kalkül mit aufgenommen werden.

Private KV dagegen haben das Risiko im Tarif berücksichtigt. Es werden ja auch Gesundheitsfragen gestellt. Auch hier kann man sagen, daß die Gesundheitsfragen nur einen Teil des Risikos erfassen. Aber Rauchen ist mit drin !! Man wird nach dem Rauchverhalten gefragt. Vielleicht bin ich in einem Rauchertarif drin ???

Also, was meint der gute Mann mit seinem Satz ? Ist es nicht einfach nur eine Floskel ?

Ganz absurd wird es, wenn man die Tabaksteuer mit einbezieht. Mir kann keiner erzählen oder mit gefaketen Zahlen vorrechnen, daß nicht sämtliche Krankheitskosten und Arbeitsausfälle und Brandstiftungen, die durch Tabak verursacht wurden, mit dieser astronomischen Ablaßzahlung Tabaksteuer, die 3% des Staatshaushaltes ausmacht, abgegolten sind.

LG, Bonnie
  
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Terrx
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Einheit in Vielfalt war
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Re: Landtagskandidaten
Antwort #12 - 10.01.08 um 12:10:00
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Mein FDP- Kandidat ist Hotelier Heitmann aus Rosengarten.
Er wirbt mit Nichtraucherzimmern.
Braucht noch einer Infos zu den Unterlagen.
Sonst mach ich die eben ungültig und schicke sie zurück.
Es steht übrigends das Geschlecht und die Geburtsdekade drauf.
Kleiner Mikrozensus nebenbei...
  
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friesenotto
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Concordia res parvae crescunt

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Re: Landtagskandidaten
Antwort #13 - 15.01.08 um 15:23:00
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Nach 7 Tagen antwortete

Quote:
15.01.2008
Antwort von
Holger Heymann


Guten Tag Herr *********,

bitte entschuldigen Sie, dass ich erst jetzt zur Beantwortung Ihrer Frage komme, aber wie Sie sich vorstellen können, überhäufen sich die Termine zur Zeit.

Ich selber bin leidenschaftlicher Zigarrenraucher und genieße es nach Feierabend oder bei Festivitäten zu rauchen. Dahingehend bitte ich Sie, meine Antwort als rein persönlich zu betrachten.

Ich kann es verstehen, dass in Gastronomiebetrieben, wo Speisen gereicht werden, nicht geraucht werden sollte. Das hat selbst mich mich als Raucher bereits immer gestört.

Gaststättenbetreibern, die keine Möglichkeit einer Abtrennung haben, sollte es meines Erachtens jedoch selbst überlassen bleiben, ob sie ihr Lokal als Raucherbereich oder Nichtraucherbereich anbieten. Dadurch hätte ja der Nichtraucher selbst die Wahl, welches Lokal er betreten möchte.

Herzliche Grüße

Ihr

Holger Heymann


Landtagskandidat der SPD



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archimede
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Tabak und Bier..dann gehòrt
die Welt mir..

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Re: Landtagskandidaten
Antwort #14 - 15.01.08 um 15:40:00
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tja Bonnie,was glaubt du vieviele Auslander wissen davon nix und trotzen bezahlen auch fùr die "Sportler Unfàlle und fùr die Antis finanzierung" nur 10% des Auslander sind in die Lage solche betrug zu kapieren- 8)
  
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