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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Angebot und Nachfrage (Gelesen: 1.011 mal)
xila
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... hat meistens recht
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Angebot und Nachfrage
09.02.08 um 18:13:00
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In München ist Sicherheitskonferenz. Anders als (nach Auskunft einer gewissen Frau Bätzing) bei der Fußball-WM, wo internationale Gäste angeblich ja so sehr darüber befremdet gewesen sein sollen, daß man hier überall rauchen kann, gewannen die Teilnehmer dieser Veranstaltung dem Rauchverbot nicht viel ab. Aber zum Glück gibt es im Bayerischen Gesetz ja gewisse Schlupflöcher ...

Noch kurz vor Beginn der Sicherheitskonferenz hieß es, im Hotel gelte das Nichtraucherschutzgesetz, sprich: Rauchverbot. Doch nach den Anfragen vieler Delegationen entschied der Bayerische Hof: Da es sich bei der Konferenz um eine geschlossene Gesellschaft handelt, darf geraucht werden. Was von jedem zweiten Besucher der Hotelbar ausgenutzt wurde.

http://www.focus.de/politik/deutschland/sicherheitskonferenz_aid_237116.html
  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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Dirk
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #1 - 09.02.08 um 20:44:00
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Dazu fällt mir nur ein:
Alle Menschen sind gleich – manche sind gleicher.

Oder, wie nach der »Wende« in der DDR an einer Hauswand in Berlin zu lesen war:
»Wir sind das Volk – ich bin Volker«

_____________________
(Wortkorrektur vorgenommen – Dirk)
  

Dirk
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shadu
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #2 - 09.02.08 um 21:21:00
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Bayern ist wieder frei !

Ab sofort ist Rauchen wieder überall erlaubt, wenn man sich als geschlossene Gesellschaft deklariert. Super !

Wichtig, das Personal muss ausnahmslos selber rauchen, wegen dem Arbeitsschutzgesetz !

Ich habe nicht gewusst das die hälfte aller Delegationsteilnehmer aus der Unterschicht kommen !

Ist Bayern ein Freistaat ?

Ist Bayern ein Verbotsstaat ?

Ist Bayern eine Lachnummer ?


  
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Dirk
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #3 - 09.02.08 um 21:30:00
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shadu schrieb on 09.02.08 um 21:21:15:
... Wichtig, das Personal muss ausnahmslos selber rauchen, wegen dem Arbeitsschutzgesetz! ...

Selbst das muss nicht sein, da im Arbeitsschutzgesetz nicht geregelt!

Aus gutem Grund (siehe Gutachten der Berufsgenossenschaft, hier im Forum an anderer Stelle:
http://www.forenhoster.com/cgi-bin/yabbserver/foren/F_1858/YaBB.cgi?board=Passiv...)
  

Dirk
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Mentholi
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #4 - 10.02.08 um 11:18:00
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Quote:
Aber zum Glück gibt es im Bayerischen Gesetz ja gewisse Schlupflöcher ...



Das genau ist das Problem. Schlupflöcher. Ich will aber nicht zum Rauchen in irgendein Loch kriechen und noch dafür dankbar sein. Die Klubgründungen sind im Moment der einzige Ausweg aber so richtig freuen kann ich mich darüber nicht. Ich wurde in diesem Gesetz nicht beachtet. Dem Nichtraucher wurden alle Rechte eingeräumt während mir die Gesetzeslücken zufielen. Wie lange wird das gut gehen? Bis auch diese Lücken geschlossen werden?

Rauchen ist ein Teil von mir und ich werde diesen Teil nicht verstecken. Ich werde mich über die mir zugewiesenen Reservate nicht freuen. Es ist mein gutes Recht mich frei in dieser Gesellschaft bewegen zu können. Ich darf nicht diffamiert und ausgegrenzt werden. Ich muss micht nicht beschimpfen und zur Schau stellen lassen. Hilfe Polizei  Laut lachend (den Notruf muss man wohl bald nicht mehr bemühen - einfach nur eine Ziggi anstecken).

Es ist schon traurig, dass dies von manchen erst erkannt wird wenn die Umsätze im Gaststättengewerbe zurückgehen. Plötzlich fällt dem einen oder anderen ein, dass da noch was war - Freiheit. Dieses Gesetz hätte es in der jetzigen Form aber nie geben dürfen. Weder mit noch ohne Umsatzrückgang. Es spielt auch keine Rolle ob das Ganze in Irland, Italien oder auf dem Mond funktioniert - es grenzt aus - egal wo. Ob Passivrauch eine Gefahr darstellt oder nicht - NR können geschützt werden ohne andere zu diskriminieren. Arbeitnehmer sind in der Lage für sich selber zu entscheiden ob sie in Raucherbereichen arbeiten wollen nachdem die Gefahren ja jedem bekannt sind (wenn auch oft verzerrt dargestellt).

Also wozu dient dann das Ganze? Das ich mich schamhaft mit meiner Zigarette im Wohnzimmer verkrieche um dem Irrsinn einer Gesundheitsgesellschaft Platz zu machen? Ein paar Leuten die daran verdienen wollen? Dem Seelenfrieden einiger durchgedrehter Antis? Es gibt viele Gründe - allein der Nichtraucherschutz ist es nicht.

Mir wird Angst gemacht und ich werde von Fanatikern verbal verfolgt. Ich soll mich schuldig fühlen bis auf die Tabaksteuer und aus der Öffentlichkeit verschwinden. Ich soll doch endlich vernünftig werden und das alles einsehen zum Wohle meiner Gesundheit und wenn das nicht reicht dann eben zum Wohle der Nichtraucher. Ich soll fadenscheinigen Argumenten glauben. Die Öffentlichkeit, die Medien sollen mich bekehren.

Soll.......

Nein!

Ich werde vernünftig und daher sehr ungehorsam sein  Zunge




  
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Bertlmuc
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #5 - 10.02.08 um 18:54:00
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Zum Schutz der Nichtraucher?!?
Gab es nicht mal in unserer Gesetzesstruktur den Hintergedanken der Präfention???
Also jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich, verpflichtet selbst für seine Gesundheit zu sorgen!
Wenn es einem Nichtraucher stinkt das ich rauche, dann hat er die Möglichkeit mir aus dem Weg zu gehen!
Wenn er den Rauch in einem Lokal nicht verträgt, hat er doch die Möglichkeit sich ein Nichtraucherlokal zu suchen!?
In öffentlichen Gebäuden darf nicht mehr geraucht werden, bin ich nicht die Öffentlichkeit??? Muss ich mich verstecken, verstellen oder mich bestrafen lassen???
Ich warte nur darauf das es die Einführung der Smoker-Sherifs gibt, werden dann ne Horde Arbeitsloser Uniformgeiler Zettelbosse sein die Nachts durch Bars und Kneipen ziehen und Tickets fürs Rauchen verteilen! Denn Polizei und Ordungsamt (in Großstädten) werden das Gesetz nicht so überwachen können wie es sein sollte!!!
Ich finde es einen Wahnsinn was hier mit uns gemacht wird, das das im Rahmen unseres Grundgesetzes überhaupt möglich ist, ist echt der Hammer!
Diese Gesetze sollen uns Schützen, Raum und Möglichkeit für Individualität lassen und alle Menschen gleich behandeln!
Sollte.... Tut es aber nicht mehr, ich bin mehr als enttäuscht.
Mein Land fällt mir in den Rücken, das find ich nicht gut!
Ich zahle genauso Steuer, wenn man es kleinkarriert betrachtet sogar mehr als ein Nichtraucher, und dann werd ich behandelt wie ein Assi...
??? Ärgerlich DU BIST DEUTSCHLAND ??? forget it
  
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Quirinus
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #6 - 11.02.08 um 01:22:00
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@ Mentholi:

Du hast recht, soo recht. Und zu deinem Beitrag fällt mir der alte Kampfspruch der Gays ein, die sich nun nicht mehr verstecken müssen, während wir bald nur noch heimlich auf den Toiletten rauchen können.

OUT OF THE CLOSETS - INTO THE STREETS!
  
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freiraucher
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #7 - 11.02.08 um 03:23:00
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Quirinus schrieb on 11.02.08 um 01:22:11:
@ Mentholi:

Du hast recht, soo recht. Und zu deinem Beitrag fällt mir der alte Kampfspruch der Gays ein, die sich nun nicht mehr verstecken müssen, während wir bald nur noch heimlich auf den Toiletten rauchen können.

OUT OF THE CLOSETS - INTO THE STREETS!

Wenn du dich da mal nicht irrst. Glaubt man der Statistik bei Queer, ist die Raucherquote bei Gays signifikant höher als bei Heteros. Dann heisst es in Zukunft eher: back to the closets Griesgrämig(
Da ich davon ausgehe, dass auch Homosexualität nicht in das Weltbild des "Normalatmers" passt (wozu soll die gut sein? Normalsex reicht völlig aus und macht auch kein Aids), kommt diese Entwicklung wohl sehr gelegen.

http://www.queer.de/news_detail.php?article_id=1877&PHPSESSID=6c38e7fb
  
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robin
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robin

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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #8 - 11.02.08 um 08:37:00
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Mentholi schrieb on 10.02.08 um 11:18:01:
Das genau ist das Problem. Schlupflöcher. Ich will aber nicht zum Rauchen in irgendein Loch kriechen und noch dafür dankbar sein. Die Klubgründungen sind im Moment der einzige Ausweg aber so richtig freuen kann ich mich darüber nicht.

Das ist richtig, doch es ist im Moment, nach dem Überraschungsangriff (Das war er nun mal für die allermeisten, die den zeichen an der wand nicht glauben wollten), alles, was wir haben.
Aus diesem Guerrillawiderstand wird aber auch eine echte Offensive zur Annullierung der Repression werden.
Wir stehen eben am Anfang. Aber der ist gut!
  
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #9 - 11.02.08 um 08:47:00
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So ganz verstehe ich die Entwicklung nicht, die dieser Thread nimmt. Was mich dazu bewogen hat, diesen Bericht zu verlinken, war die Tatsache, daß das Hotel offenbar von der hohen Nachfrage nach einer Rauchmöglichkeit völlig überrumpelt wurde und seine zunächst vorgesehenen Vorgaben Knall auf Fall ändern mußte. Hier geht es ja auch nicht um den Betriebsausflug eines Kleintierzüchtervereins, sondern um die internationale Politik.

Hier die Teilnehmerliste der Sicherheitskonferenz: http://www.securityconference.de/konferenzen/teilnehmerliste.php?menu_2008=&menu...

Das ist etwas, was man in Vor-Rauchverbots-Zeiten gar nicht wahrgenommen hätte, weil man sich ja immer damit hätte herausreden können, so wie bei der WM, ausländische Gäste seien unangenehm berührt, weil hier überall noch geraucht werden darf.

  

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Mentholi
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #10 - 11.02.08 um 09:54:00
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Quote:
Da ich davon ausgehe, dass auch Homosexualität nicht in das Weltbild des "Normalatmers" passt (wozu soll die gut sein? Normalsex reicht völlig aus und macht auch kein Aids), kommt diese Entwicklung wohl sehr gelegen. 


Ich will zwar niemanden etwas unterstellen aber es ist schon so, dass sich ein intolerantes Verhalten oft auf viele Bereiche bezieht, sozusagen zum "Weltbild" wird. das zeigt sich doch schon an der Differenzierung Raucher und "Normal"atmer. Da liegt es doch nahe auch Homosexualität als nicht "normal" zu betrachten.

Dem Militanten ist alles unheimlich was nicht seiner eigenen Normierung entspricht und das schreit nach Weltverbesserung. Die läuft dann auf der Schiene....der Raucher muß erst aufhören zu rauchen um zu sehen wie schön das ist.....der Biertrinker wird letztendlich froh sein wenn er sein Laster los ist.....der Dicke bekommt als Dünner leichter einen Job und der Homosexuelle hats auch leichter im Leben wenn er sich ein wenig zusammenreißt und sich am "richtigen" Geschlecht orientiert. Schließlich gab es ja schon mal Ansätze Schwule und Lesben therapeutisch zu bekehren. Und wenn das nicht geht, dann müssen diese Menschen eben aus der Öffentlichkeit verschwinden. Die Raucher wegen des schädlichen Rauchs, die Biertrinker da sie ein schlechtes Vorbild sind, die Dicken wegen des unästhetischen Anblicks und die Schwulen damit das moralische Empfinden anderer nicht gestört wird. Es geht ihm nämlich eigentlich nicht darum das Leben Anderer zu verbessern - das ist nur vorgeschoben("Gesundheitsargumente" , "Moral"...) sondern seine Umgebung von allem zu säubern was IHN stört. Betreffen muss ihn das selber nicht mal und so zeigt der "Kaiser" auf Kreuzzug den Ex-Kanzler an ohne auch nur einen Hauch Rauch abbekommen zu haben.

Andere holt er mit vorgeschobenen "vernünftigen" und für den Passivdenker leicht verdaulichen Argumenten mit ins Boote. Und es finden sich immer ein paar Dumme die da mit einsteigen. Leinen los für das Geisterschiff.




  
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #11 - 11.02.08 um 10:15:00
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Quote:
Das ist etwas, was man in Vor-Rauchverbots-Zeiten gar nicht wahrgenommen hätte, weil man sich ja immer damit hätte herausreden können, so wie bei der WM, ausländische Gäste seien unangenehm berührt, weil hier überall noch geraucht werden darf.


Da haben die aber einiges nicht wahrgenommen  Laut lachend - da kommen die ausländische Gäste jetzt wieder, freuen sich hier rauchen zu dürfen wie damals und dann ist das plötzlich bei uns auch verboten. Was für ein Mist  Laut lachend. Und schon regelt die Nachfrage das Angebot.

Scheinbar waren die damals nicht unangenehm berührt weil geraucht wurde sondern angenehm.

  
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #12 - 11.02.08 um 10:32:00
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Mentholi schrieb on 11.02.08 um 09:54:29:
Ich will zwar niemanden etwas unterstellen aber es ist schon so, dass sich ein intolerantes Verhalten oft auf viele Bereiche bezieht, sozusagen zum "Weltbild" wird. das zeigt sich doch schon an der Differenzierung Raucher und "Normal"atmer. Da liegt es doch nahe auch Homosexualität als nicht "normal" zu betrachten.

Das ist sie auch nicht, weil die Norm in Mitteleuropa im Jahr 2008 eben Heterosexualität ist. Die krampfhaften Versuche, jedes noch so ausgefallene Phänomen in die "Normalität" hineinzuzwängen, bestätigt doch nur jene gesellschaftlichen Kräfte, die uns in allen Aspekten gleichschalten wollen. Die Aufforderung um Toleranz gegenüber Schwulen/Rauchern etc. setzt voraus, das ich Homosexualität und Tabakgenuss grundsätzlich einmal für falsch oder schädlich halte, aber halt huldvoll die Ausübung gestatte. Wegen der Menschenrechte und so. Dahinter steckt aber immer die Überzeugung, dass die Menschheit ohne diese beiden Erscheinungen besser dran wäre.

Deshalb halte ich schon das Konzept der Toleranz für verlogen und gefährlich: Wenn ich ein Phänomen für gesellschaftlich schädlich halte, wie die Gesundheitsmanie, dann bekämpfe ich es, möglichst bis es verschwindet. Was ich hingegen als kulturelle Bereicherung betrachte, und für mich gehören die verschiedenen Spielarten sexueller Betätigung genauso dazu wie der Konsum von Genussmitteln, brauche ich nicht gnadenhalber zu gewähren, sondern darüber freue ich mich einfach.

Toleranz ist die Krücke der Spießer, die von der gleichgeschalteten Einheitswelt träumen, aber sich nicht trauen, sie offen zu propagieren oder vor sich selbst nicht zugeben wollen, dass sie diese Einheitswelt anstreben.

  
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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #13 - 11.02.08 um 10:45:00
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Mentholi schrieb on 11.02.08 um 10:15:19:
Da haben die aber einiges nicht wahrgenommen  Laut lachend - da kommen die ausländische Gäste jetzt wieder, freuen sich hier rauchen zu dürfen wie damals und dann ist das plötzlich bei uns auch verboten. Was für ein Mist  Laut lachend. Und schon regelt die Nachfrage das Angebot.

Scheinbar waren die damals nicht unangenehm berührt weil geraucht wurde sondern angenehm.



Es zeigt außerdem, daß die Raucherquote in der hochrangigen internationalen Politik so niedrig auch wieder nicht sein kann.
  

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Re: Angebot und Nachfrage
Antwort #14 - 11.02.08 um 11:36:00
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Völlig richtig Martella - sehe ich auch so.

Gleichschaltung ist das Ergebnis der Angst vor dem Anderen.

Tolerenz mmmh..... Ich weiß nicht wie die üblicherweise "übersetzt" wird. Für mich bedeutet Toleranz ganz banal die Erkenntnis, das nicht jeder so ist wie ich und auch nicht so zu sein hat. Richtig ist, dass ich niemandem das Recht gewähren muss anders zu sein weil er dieses Recht ganz selbstverständlich immer hat. Toleranz ist auch nicht immer nur passiv da ich gerade heutzutage immer wieder aufpassen muss nicht von der Masse mitgerissen zu werden und mich selber immer wieder hinterfragen muss. Aber an sich stimmt es was Du sagst - tolerant zu sein beinhaltet meine subjektive Meinung was ich für mich als "richtig" bewerte. Wäre ich eine Idiotin (ich hoffe ich bin keine) könnte das für Andere ganz schön bitter werden und trotzdem würde ich mich wohl für tolerant halten. Noch dazu ist die Toleranzgrenze viel zu flexibel da sie immer den gesellschaftlichen Strömungen unterliegt. Langsam überlege ich ernsthaft ob es gut ist tolerant zu sein  Laut lachend.



  
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