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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Kneipier klagt über Umsatzeinbußen (Gelesen: 682 mal)
Raucher
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Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
27.02.08 um 22:54:00
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http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3179597

Durchaus ein Gegner des Hessischen Rauchverbots, z. B.:

" Klar, es kämen auch neue Gäste, aber die Raucher seien eindeutig die, die länger blieben und auch mehr konsumierten - und davon lebe schließlich ein Wirt." (Zitat Ende)

Leider aber ist auch herauszulesen, wie schmal der Grat von grundsätzlicher Ablehnung von Restriktionen hin zu evtl. Anschwärzen von Kollegen ist:

"Auf seiner Wunschliste steht aber auch, dass sich alle Kneipenwirte in gleichem Maße an die neuen Vorgaben halten. Manchmal verabschiede sich ein Gast mit den Worten, dass er jetzt zur Kneipe XY gehe, denn dort dürfe man noch rauchen. Darf man natürlich nicht, aber es scheint Wirte zu geben, die sich einen feuchten Kehricht um die neuen Gesetze scheren, meint Ulrich Emrath. Er könne nur sagen, dass die Ausführung des Nichtrauchergesetzes offenbar nicht ausreichend kontrolliert werde. Bei ihm hätte sich zumindest noch kein Kontrolleur vorgestellt, wundert sich Emrath." (Zitat Ende)

Grüße  Zwinkernd

Raucher
  
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Mr.Marple
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #1 - 27.02.08 um 23:46:00
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Quote:
Auf seiner Wunschliste steht aber auch, dass sich alle Kneipenwirte in gleichem Maße an die neuen Vorgaben halten. (...) aber es scheint Wirte zu geben, die sich einen feuchten Kehricht um die neuen Gesetze scheren, meint Ulrich Emrath.


Warum mit dem Finger auf Wirte der Widerstandsfraktion zeigen?

Einfach auch selber weiterrauchen lassen, fertig.

Wenn alle Wirte geschlossen das Gesetz mißachteten, dann gäbe es keine Schieflagen, und das Gesetz wäre beim Teufel.

Gruß, Mr.Marple
  

Ich habe noch nie gehört, dass einer seine Frau verprügelt hat, weil er zuviel geraucht hatte.
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Raucher
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #2 - 28.02.08 um 00:15:00
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Mr.Marple schrieb on 27.02.08 um 23:46:31:
Warum mit dem Finger auf Wirte der Widerstandsfraktion zeigen?

Einfach auch selber weiterrauchen lassen, fertig.

Wenn alle Wirte geschlossen das Gesetz mißachteten, dann gäbe es keine Schieflagen, und das Gesetz wäre beim Teufel.

Gruß, Mr.Marple


M. E. liegt das Problem mangelnder Courage und Selbstachtung tief in unserer Gesellschaft.  

"Man" geht nicht bei rot über die Ampel, auch nachts um drei nicht, wenn weit und breit kein Auto kommt (und kein Kind aus dem Schlafzimmerfenster das schlechte Vorbild sehen kann... Laut lachend )

"man" stellt sich schafsgeduldig in der endlos langen Schlange an der Supermarktkasse an, obwohl mindestens zwei potentielle Kassierinnen arbeitsunwillig im Laden herumstehen...

"man" leistet vorauseilenden Gehorsam für den gelben Sack, indem noch immer Joghurtbecher etc. vor der Entsorgung gespült werden....

aber einmal als erster den Rasen betreten, offen (nicht nur hinter vorgehaltener Hand) aussprechen, was einen stört oder was man als ungerecht empfindet, vielleicht auch eine schwachsinnige Regelung oder gar ein Gesetz ignorieren....

damit tun sich ganz viele schwer.

Der Frust über die eigene, vermeintliche Ohnmacht wird abgelassen an den wenigen, die es wagen, sich nicht nur ihres gesunden Menschenverstandes zu bedienen, sondern diesen auch noch in konkretes Handeln umzusetzen.

Dies ist beileibe nicht ein primär deutsches Problem, sondern in ganz Nordeuropa im weitesten Sinne (besonders Schweden, Finnland, Island) verbreitet.

Grüße  Zwinkernd

Raucher


  
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Caschny
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #3 - 28.02.08 um 01:31:00
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Raucher schrieb on 27.02.08 um 22:54:08:
http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=3179597

Durchaus ein Gegner des Hessischen Rauchverbots, z. B.:

" Klar, es kämen auch neue Gäste, aber die Raucher seien eindeutig die, die länger blieben und auch mehr konsumierten - und davon lebe schließlich ein Wirt." (Zitat Ende)

Leider aber ist auch herauszulesen, wie schmal der Grat von grundsätzlicher Ablehnung von Restriktionen hin zu evtl. Anschwärzen von Kollegen ist:

"Auf seiner Wunschliste steht aber auch, dass sich alle Kneipenwirte in gleichem Maße an die neuen Vorgaben halten. Manchmal verabschiede sich ein Gast mit den Worten, dass er jetzt zur Kneipe XY gehe, denn dort dürfe man noch rauchen. Darf man natürlich nicht, aber es scheint Wirte zu geben, die sich einen feuchten Kehricht um die neuen Gesetze scheren, meint Ulrich Emrath. Er könne nur sagen, dass die Ausführung des Nichtrauchergesetzes offenbar nicht ausreichend kontrolliert werde. Bei ihm hätte sich zumindest noch kein Kontrolleur vorgestellt, wundert sich Emrath." (Zitat Ende)

Grüße  Zwinkernd

Raucher


Echt übel, solch eine Gesinnung: Es ist die personifizierte Form des Prinzips, nach oben zu buckeln und nach unten zu treten. Mich erinnert das an den Kleinstverdiener, der dem arbeitslosen HARTZ IV-Empfänger noch sein Almosen neidet, weil dieser nicht arbeiten muss.

Einfach nur widerwärtig...  Traurig.

Caschny.
  
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Raucher
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #4 - 28.02.08 um 01:50:00
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Caschny schrieb on 28.02.08 um 01:31:00:
Echt übel, solch eine Gesinnung: Es ist die personifizierte Form des Prinzips, nach oben zu buckeln und nach unten zu treten. Mich erinnert das an den Kleinstverdiener, der dem arbeitslosen HARTZ IV-Empfänger noch sein Almosen neidet, weil dieser nicht arbeiten muss.

Einfach nur widerwärtig...  Traurig.


Prägnant ausgedrückt.....und diese Gesinnung ist seitens der Politik über Jahre gefördert worden durch Propaganda gegen vermeintlich faule Arbeitslose, zu viel Stütze beziehende arme Teufel, man denke nur an Kohl, Schröder, Clement und sein Weib, das vor wenigen Jahren arrogant über Arbeitslose her zog mit den Worten: " Wer arbeiten will, findet auch welche" (sinngemäß); die Saat ist aufgegangen und die Früchte sind längst noch nicht alle geerntet.

Grüße  Zwinkernd

Raucher
  
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xila
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... hat meistens recht
;)

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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #5 - 25.03.08 um 07:06:00
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Ein ungeschminkter Bericht über die Situation in Bad Vilbel

http://www.rhein-main.net/sixcms/list.php?page=fnp2_news_article&sv%5Bid%5D=4412...
  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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Tegel
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #6 - 25.03.08 um 09:40:00
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....finde den Artikel treffend. Leider viel zu selten. Bin schon verwundert, dass die lokalen Zeitungen das Thema in Hessen so " unter den Tisch fallen lassen " Traurig
  

Gib " links" keine Chance.
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magnitubel
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #7 - 25.03.08 um 10:54:00
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Diese Aussage von diesem CDU-Heini schlägt dem Fass den Boden aus:

Quote:
[size=2,5]Der CDU-Abgeordnete empfiehlt den Inhabern von Restaurants vermehrt spezielle Angebote zum Beispiel für Familien und Senioren anzubieten, Kindern Beschäftigung zum Beispiel mittels Malstifte und Papier zu geben[/size]


In meinen Augen spiegelt solch ein Unsinn die Hilf-und Ratlosigkeit wider, in denen sich diese Sorte Politiker angesichts des Desasters befinden, welches sie mittels der Raucherdiskriminierungsgesetze angerichtet haben.
Einerseits verschlägt es mir bei soviel Naivität, gepaart mit ahnungsloser Arroganz die Sprache, andereseits möchte man fast schon wieder Mut fassen, zeigt solch eine bodenlose Aussage doch, wie verzweifelt (und wahrscheinlich auch zweifelnd) diese Antitypen mittlerweile zu werden scheinen.

Aber vielleicht wird das ja auch die Zukunft der Gastronomie in Deutschland.
Kinderkrabbelecken und Animationsclowns à la McD von der Eckkneipe bis zum Gourmettempel.

Ob der Typ selbst glaubt, was er von sich gibt?
???
  
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Kettenraucher1
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #8 - 25.03.08 um 11:33:00
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Sehe ich auch als Schwachsinn - das kann doch nur einem Politiker einfallen.
Ich frage mich nur wie dämlich die uns halten ?

Ich glaube kaum daß Kinder um 23 Uhr noch in der Kneipe sind.
Vielleicht malen dann die Erwachsenen mit Buntstiften ??
  
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ChristophL
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #9 - 25.03.08 um 11:54:00
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Das finde ich mindestens so zynisch:

Quote:
„Die Kneipen tun immer noch zu wenig, um alte Gäste zu halten und neue hinzu zu gewinnen“, ist indes Nichtraucher Völker überzeugt. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit . . .“


  
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Deregulus
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #10 - 25.03.08 um 12:07:00
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Kettenraucher1 schrieb on 25.03.08 um 11:33:49:
Vielleicht malen dann die Erwachsenen mit Buntstiften ??


Das wahrscheinlich nicht, aber man könnte mit den verbliebenen Nichtrauchergästen ja z. B. "Fröhliches Raucheranprangern und beschimpfen" spielen oder "Wer hat die abwegigsten Anti-Argumente".

"Bätzing/Pötschke-Langer Quartett" wäre auch lustig, der Gewinner erhält einen Teebeutel und einen Schlag auf den Hinterkopf!

Oder was auch sicherlich gut kommt ist: "Wer denunziert die meisten Raucher"!

Da würde sich dem Mike S. doch ein riesiges Betätigungsfeld in Kneipen auftun... Augenrollen

  
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Deregulus
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #11 - 25.03.08 um 12:10:00
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Kettenraucher1 schrieb on 25.03.08 um 11:33:49:
Vielleicht malen dann die Erwachsenen mit Buntstiften ??


Da fällt mir gerade ein, dass man mit Buntstiften doch einiges anfangen kann....

Sie passen gut am besten noch gebündelt in die sekundären Verdauungsöffnungen diverser Protagonisten..... Laut lachend
  
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Deregulus
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #12 - 25.03.08 um 12:25:00
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magnitubel schrieb on 25.03.08 um 10:54:16:
Diese Aussage von diesem CDU-Heini schlägt dem Fass den Boden aus:


Hat jemand die Postanschrift des Herrn?

Hätte da noch einige Buntstifte rumliegen die ich ihm liebend gerne via Briefpost zukommen lassen würde.

Damit dieser Geistesheroe endlich mal einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen kann... Laut lachend
  
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Kettenraucher1
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #13 - 25.03.08 um 13:15:00
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Quote:
Hat jemand die Postanschrift des Herrn?

Hätte da noch einige Buntstifte rumliegen die ich ihm liebend gerne via Briefpost zukommen lassen würde.

Damit dieser Geistesheroe endlich mal einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen kann... Laut lachend



Lege auch ein Kindermalbuch bei denn mit Stiften alleine wird er nur Tisch und Wände beschmieren !
  
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Martella
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Re:  Kneipier klagt über Umsatzeinbußen
Antwort #14 - 25.03.08 um 14:38:00
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Quote:
Der CDU-Abgeordnete empfiehlt den Inhabern von Restaurants vermehrt spezielle Angebote zum Beispiel für Familien und Senioren anzubieten, Kindern Beschäftigung zum Beispiel mittels Malstifte und Papier zu geben

Psst, könnte dem Vollkoffer jemand flüstern, dass ein Unternehmer Einnahmen erzielen muss, damit das Geschäft auch existieren kann? Was konsumiert ein Dreijähriger so beiläufig? Und was soll der Unfug "Familien und Senioren" in einem Atemzug? Seit wann haben 0-30-Jährige und 80-Jährige dieselben Konsumbedürfnisse? Die Alten wollen weiter rauchen, wie sie es seit ihrer Jugend überall getan haben - im Kino, auf der Straße und vor allem in den Gaststätten. Und manche auch im KZ.
  
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