Normales Thema Zivilcourage ist, was ich mir wünsche! (Gelesen: 326 mal)
Christoph Suter
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Corruptissima re publica
plurimae leges!

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Zivilcourage ist, was ich mir wünsche!
07.04.08 um 11:29:00
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Was ich mir wünsche sind Raucher mit Zivilcourage, wie die der schwarzen Näherin Rosa Parks aus Montgomery (Alabama), welche im Dezember 1955 in einem Bus nicht aufstand, um einem weissen Mann Platz zu machen. Sie kam für ihren mutigen Kampf gegen die Segregation in den USA ins Gefängnis.

Auch die von der WHO, und in Deutschland besonders von Frau Dr. med. Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention und des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ) geschürte Segregation zwischen Rauchern und Nichtrauchern, muss mutig - aber gewaltlos - bekämpft werden.

Sollte unerwartet in meiner Heimatstadt Basel ein totales Rauchverbot verhängt werden, dann werde ich dennoch rauchen. Wenn die Polizei dann erscheint, lasse ich mich ohne Protest abführen und anschliessend verzeigen. Ich vermute, dass das Delikt dannzumal eine Übertretung sein und nach dem Übertretungsstrafgesetz des Stadtstaates Basel bestraft wird. Bei der Verhandlung werde ich darauf bestehen, dass der Kläger - also der Stadtstaat Basel - mir die ätiologisch medizinischen Beweise vorlegt, dass mein Tabakrauch Drittpersonen schädigt. Kann der Kläger dies nicht, dann wird es richtig interessant.

Würden Massen von Rauchern sich so verhalten, so würden sie die Strafverfolgungsbehörden in arge Bedrängnis bringen.

Das Schlussplädoyer des Beklagten Rauchers sollte lauten: „Lex dubia non obligat“ (ein zweifelhaftes Gesetz bindet nicht). Dem sollte sein Verteidiger dann noch hinzufügen: „Lex iniusta non est lex" (ein ungerechtes Gesetz ist kein Gesetz). Dann sollen sich die Richter darüber ihre Köpfe zerbrechen  :-D
  
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Dirk
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Re: Zivilcourage ist, was ich mir wünsche!
Antwort #1 - 07.04.08 um 18:37:00
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Ich habe nicht vor, mich anders zu verhalten... in Deutschland, speziell in Berlin.

Dirk
  

Dirk
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smeki
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Es war der Tabak, der
alles erträglich machte.

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Re: Zivilcourage ist, was ich mir wünsche!
Antwort #2 - 07.04.08 um 19:01:00
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Dem ist zuzustimmen - als Österreicher hat man hier aber noch leicht reden. Nachdem ein wie auch immer verordnetes Rauchverbot in der Gastronomie (noch) nicht da ist, und die Nichtbeachtung der Rauchverbote sonstwo nicht geahndet wird, läßt sich hier leicht zivil couragiert sein.

Zu befürchten ist allerdings, daß Rauchverbote ab 2009 mittels Verwaltungsstrafen durchgesetzt werden können, wobei eine auch dann anhaltende Couragiertheit durchaus zu einem Totlaufen der Strafbestimmungen führen könnte. Wenn das Rauchverbot etwa so wie an Teilen der Wiener Uni, etwa im Hauptgebäude oder an der juridischen Fakultät (hier lernt man schon in Einführungsvorlesungen etwas von Zivilem Ungehorsam! - gut so), weiterhin schlicht ignoriert wird, der vorgebliche Grund für die Beschränkungen weiterhin nicht als gültig verkauft werden kann und ein Handlungsbedarf für den Gesetzgeber damit nicht gesehen wird, sehe ich das aber durchaus optimistisch.

Und wenn man tatsächlich behördlicherseits auf Härte setzen sollten, dann seh ich schon wegen Verharrens in der strafbaren Handlung meine Festnahme kommen  Augenrollen. Aber mal schauen, was da kommen mag ... und die Hoffnung gebe ich nicht auf, daß im Laufe dieses Jahres noch einiges an Gegenwind für die Antis und ihre Vollstrecker in Form des Gesetzgebers kommen wird - auch aus Deutschland - und deren Glaubensvorstellungen wieder ins Privatleben zurückbefördert werden.

Übrigens: ein Totalverbot in der Gastronomie in Österreich ist offenbar kein Thema mehr http://www.orf.at/ticker/285590.html
  
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