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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Banzhafs offizielle Kriegserklärung (Gelesen: 5.219 mal)
bom
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ProHausrecht

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Re: Banzhafs offizielle Kriegserklärung
Antwort #90 - 08.07.08 um 08:41:00
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Tabaksteuern wandern in den Topf des Bundesfinanzministers, der diesen Topf dreimal umrührt und abschmeckt.
Einnahmen aus Tabaksteuern werden daher genauso verwendet wie alle Steuereinnahmen des Bundes.
  
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Coma_Black
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F*** the Smoking-Ban!

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Re: Banzhafs offizielle Kriegserklärung
Antwort #91 - 08.07.08 um 08:57:00
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Wikipedia dazu:

"Mit Einnahmen von rund 14,4 Mrd. Euro im Jahr 2006 (1970 waren es 6,5 Mrd. Euro) ist die Tabaksteuer nach der Mineralölsteuer die ertragreichste besondere Verbrauchsteuer. Mit ca. 13,3 Mrd. Euro stellt die Fertigzigarette den Hauptanteil.

Wenn man sich im Februar 2007 eine Schachtel Zigaretten für vier Euro kauft, so werden 3,07 Euro als Steuern abgeführt. Dies entspricht einem Anteil von 76,7 % des Kaufpreises."

---

Da ist es eigentlich egal, wie genau das verwendet wird, bei dieser Summe die "Nützlichkeit" des Rauchens anzuzweifeln und es als Egoismus abzutun ist schon fast eine Frechheit.
  
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robin
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robin

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Re: Banzhafs offizielle Kriegserklärung
Antwort #92 - 08.07.08 um 09:33:00
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Man könnte allerdings Ausgabenposten in Höhe von 14 Milliarden vorstellen, die dann gestrichen werden müssten.
Da gehen eine ganze Menge Sozialprogramme unter!

Oder, anderes Beispiel: Die geplante Neuverschuldung beträgt zufälligerweise etwas weniger als 14 Milliarden. Wenn die Tabaksteuer nicht wäre, müsste der Bund sich also doppelt so hoch verschulden wie bisher.
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Banzhafs offizielle Kriegserklärung
Antwort #93 - 09.07.08 um 06:52:00
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Versuch der Rückkehr zum Titelthema dieses Threads:

John Banbanbanzhaf's insanity

  
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robin
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robin

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Re: Banzhafs offizielle Kriegserklärung
Antwort #94 - 09.07.08 um 07:56:00
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Der McCarthy-Vergleich trifft den nagel auf den Kopf!

Auch damals waren die USA, unter dem Vorwand der 'Reinigung' des Volkskörpers von Kommunisten, geradewegs auf dem Weg in den Faschismus - es war eines der dunkelsten Kapitel der US-Geschichte.
  
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Quirinus
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Re: Banzhafs offizielle Kriegserklärung
Antwort #95 - 09.07.08 um 11:15:00
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Jooh. Und wurde damals behauptet, alle McCarthy-Gegner seien von Moskau gesteuert, so heißt es heute, all Banzhaf-Gegner seien von der Tabakindustrie gesteuert.

Ich wiederum behaupte, daß Banzhaf & Co noch sehr viel gefährlicher sind als McCarthy und seine Spießgesellen, weil die Verhältnisse sich seit damals grundlegend geändert haben. Das vielgepriesene amerikanische Selbstbewußtsein liegt darnieder und benötigt einen greifbaren Sündenbock. Obama wird nicht zuletzt daran zu messen sein, ob es ihm gelingen wird, diese unheilvolle Entwicklung zu thematisieren und zu stoppen. Doch das kann (abgesehen davon, daß Big Pharma es nichtzuließe) letztlich gar nicht in seinem Interesse sein; denn angesichts der politischen und ökonomischen Entwicklung braucht die amerikanische Gesellschaft (und nicht nur sie) um ihres Zusammenhalts willen einen Sündenbock, auf den sich alle einigen können - und das sind, über alle ideologischen und religiösen Grenzen hinweg, die Raucher und die Dicken.

Deshalb wiederum liegt der Vergleich mit dem Hitlerfaschismus, ob er manchen zu weit geht oder nicht, näher als jeder andere: denn auch die Juden eigneten sich ja nicht zuletzt deshalb so prächtig als der Sündenbock No. 1, weil sie - wie die Raucher und die Dicken - in jeder gesellschaftlichen Gruppe zu finden waren und dort als Objekt des pathologischen Hasses und der Verfolgung dienen konnten. Wir wissen, wo diese Verfolgung endete, und scheuen deshalb der politischen Korrektheit zuliebe (die sich ja immer mehr als ideologische Waffe demaskiert) vor dem genannten Vergleich zurück. Aber wissen wir, wo die Verfolgung der Raucher und der Dicken enden wird? Nein. Wir können nur ahnen, wovon Psychopathen wie Banzhaf träumen. Und wir sollten nicht meinen, daß diese Psychopathen weniger gefährlich sind als es die Nazis 1935 waren; und daß es heutzutage weniger willige Vollstrecker gäbe als während der Nazizeit. Sicher ist nur, daß die restlose Ausmerzung des inneren Feindes heute anders betrieben würde als vor 70 Jahren, weil ganz andere Mittel zur Verfügung stehen. Doch einiges wird sich gleichen. Stichwort: Zwangssterilisierung für alle, deren Gene durch das Rauchen, Fastfood und den Alkohol vergiftet sind.

Das sei doch Blödsinn! könnten jetzt wieder einige rufen. Das sei doch viel zu pessimistisch! In einer Demokratie sei dergleichen doch nicht durchführbar!

Aber, ach! die demokratischste Verfassung läßt sich ändern, Schritt für Schritt im Namen der Demokratie; wir erleben es seit langem. Doch wir sind stets optimistisch, denn der Optimismus ist das Opium des Volkes. Aber nur wer mit dem Schlimmsten rechnet und dennoch nicht fatalistisch wird, kann Widerstand leisten, bevor es zu spät ist.



  
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