Seitenindex umschalten Seiten: 1 [2]  Thema versendenDrucken
Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Spielbank blutet langsam aus (Gelesen: 309 mal)
perle
Advanced Member
*****
Offline



Beiträge: 6.162
Mitglied seit: 05.04.07
Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #2 - 01.12.10 um 21:09:26
Beitrag drucken  
Quote:
Es ist nicht einzusehen, warum der Staat möglichst attraktive Bedingungen für den Betrieb von Spielautomaten schaffen sollte. Wir wollen einer weiteren Zunahme von Spielautomaten und Spielhallen entgegenwirken.


exakt das gleiche ansinnen, bzw. vorgehen ist auch in berlin geplant. hier in berlin siedeln sich neue spielhallen größtenteils in ladenlokalen an, in denen vorher die typische berliner kneipe (ob mit, oder ohne eck, aber mit mehr als 75qm gastbereich) angesiedelt war.

es würde mich nicht wundern, wenn das in bremen und anderen städten auch der fall wäre. die problematik mit der spielsucht hätte man bei gesellschaftlich verträglicher ausgestaltung der NR-schutzgesetze durchaus verhindern können.

  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
RaucherHB
Administrator
*****
Offline


140

Beiträge: 1.857
Standort: Bremen
Mitglied seit: 08.09.07
Geschlecht: männlich
Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #1 - 01.12.10 um 18:31:31
Beitrag drucken  
Gilt das auch für Spielbanken? Sind die Motive doch so ehrenhaft oder fehlt einfach die Kohle?

Quote:
Der Senat hat sich heute (30.11.2010) dafür ausgesprochen, die Vergnügungssteuer für Spielautomaten mit Gewinnmöglichkeit von 10 auf 20 Prozent zu erhöhen. Dadurch würden die Steuereinnahmen bei gleichbleibendem Spielbetrieb um circa 2,5 Millionen Euro steigen. Bürgermeisterin Karoline Linnert betont: "Der Senat hat sich bewusst für einen vergleichsweise hohen Steuersatz entschieden. Die Spielsucht ist ein ernstzunehmendes Problem. Es ist nicht einzusehen, warum der Staat möglichst attraktive Bedingungen für den Betrieb von Spielautomaten schaffen sollte. Wir wollen einer weiteren Zunahme von Spielautomaten und Spielhallen entgegenwirken.

http://www.sis-verlag.de/archiv/3584-bremen-senat-fuer-erhoehung-der-vergnuegung...
  

Verbote sind immer ein Zeichen von Hilflosigkeit!
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
RaucherHB
Administrator
*****
Offline


140

Beiträge: 1.857
Standort: Bremen
Mitglied seit: 08.09.07
Geschlecht: männlich
Spielbank blutet langsam aus
16.07.08 um 06:38:00
Beitrag drucken  
Erlöse aus dem Automatengeschäft brechen ein / Finanzsenatorin verliert Millionen
Von unserem Redakteur
Jürgen Hinrichs

BREMEN. Die Roulettekugel rollt, und gar nicht mal schlecht, wie Thomas Schindler versichert. "Im klassischen Spiel geht es uns noch verhältnismäßig gut", sagt der Casino-Chef. Bei den Automaten allerdings brechen die Erlöse ein, und das hat Folgen, nicht nur für die Spielbank: Der Finanzsenatorin gehen in diesem Jahr ein paar Millionen Euro verloren.

Was an den Automaten oder am Tisch bei Roulette, Poker oder Black Jack im Säckel der Spielbank landet, schnappt sich zum größeren Teil die öffentliche Hand. In den vergangenen Jahren lag dieser Anteil bei 80 Prozent, zuletzt waren es nur noch 65 Prozent, mit weiter fallender Tendenz, weil der Spielbank sonst nicht mehr genügend Geld bliebe, um ihre Kosten zu decken.

Gleichzeitig wird der Kuchen, der verteilt werden kann, immer kleiner. Waren es nach Angaben der Finanzbehörde im Jahr 2001 noch 26,9 Millionen Euro, blieben im vergangenen Jahr nur noch 18 Millionen Euro übrig. Und für dieses Jahr gehen die Schätzungen in Richtung 15 Millionen Euro oder weniger.

Ein Minus "im zweistelligen Bereich" (Schindler) verursachen die beiden Automaten-Casinos am Breitenweg und in Bremerhaven. "Die Daddel-Hallen rüsten immer weiter auf", klagt der Geschäftsführer. Die Spielgeräte dort würden sich von denen in den Casinos kaum noch unterscheiden. Und vor allem: "In den Spielhallen gibt es kein Rauchverbot und keine Ausweiskontrollen so wie bei uns." Schindler findet das abwegig: Die Spielbanken werden mit Auflagen eingeschränkt und werfen deshalb nicht mehr so viel staatliche Einnahmen ab, während die Konkurrenz weiter alle Freiheiten genießt.

Ein Viertel dessen, was Bremen von der Spielbank bekommt und zum größten Teil für den Haushalt verwendet, fließt an die Stiftung Wohnliche Stadt. In guten Zeiten waren das mal mehr als zehn Millionen Euro, jetzt sind es nur noch rund drei Millionen Euro.

Geld, mit dem die Stiftung soziale Einrichtungen unterstützt, Spielplätze und Schulhöfe verschönert, Grünanlagen schafft oder denkmalgeschützte Gebäude saniert. Bremerhaven wurde im vergangenen Jahr mit einer halben Million für den Umbau des Stadttheaters bedacht.

Stiftungs-Chef Dietrich Damm kennt die prekäre Situation der Spielbank und weiß auch, dass die Abgabe in diesem Jahr noch einmal deutlich sinken wird. Er hofft aber auf Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne). "Wir werden einen Ausgleich bekommen", sagt Damm. Am Förderprogramm für das laufende Jahr werde es jedenfalls keine Abstriche geben. Die Finanzbehörde wollte das nicht kommentieren, "wir sind in Verhandlungen", sagte Behördensprecherin Dagmar Bleiker.

Artikel aus dem Weser-Kurier vom 16.07.08


In den vergangenen Jahren lag dieser Anteil bei 80 Prozent, zuletzt waren es nur noch 65 Prozent, mit weiter fallender Tendenz, weil der Spielbank sonst nicht mehr genügend Geld bliebe, um ihre Kosten zu decken.

Bekommen die Wirte jetzt auch Steuererleichterungen damit sie Ihren Betrieb aufrechterhalten können? Wie sollen sie denn ihre Ausfälle kompensieren?
Bestimmt nicht, die können ja langsam ausbluten! Also müssen die "Freiheiten" der privaten Spielbanken eingeschränkt werden damit die Mitbewerber ausgeschaltet werden.
  

Verbote sind immer ein Zeichen von Hilflosigkeit!
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1 [2] 
Thema versendenDrucken