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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Spielbank blutet langsam aus (Gelesen: 431 mal)
Frank
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Hallo

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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #17 - 21.11.12 um 08:06:25
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Quote:
Die Mitarbeiter sind angewiesen auffälliges Verhalten bei Spieler zu beobachten. Das Casino kann durchaus auffällige Spieler zu einem Gespräch zwingen und jederzeit ein Casinoverbot aussprechen


Das ist interessant, das wusste ich noch nicht. Aber das wird m.E. dann eher auch die Ausnahme sein, in den kleinen Automaten-Spielhallen gibt es so etwas nicht, doch dort findet man meiner Einschätzung nach eher die "Problemspieler".


  
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #16 - 21.11.12 um 06:47:20
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In der Schweiz gibt es in den Casinos ein Sozialkonzept für süchtige Spieler ( Die Casinos rühmen sich damit als bestes weltweit ) Die Mitarbeiter sind angewiesen auffälliges Verhalten bei Spieler zu beobachten. Das Casino kann durchaus auffällige Spieler zu einem Gespräch zwingen und jederzeit ein Casinoverbot aussprechen. Die allermeisten Casinosperren werden jedoch von Spieler und ihren Angehörigen selber gefordert. Das Problem dabei, das Casino muss Umsatz machen.
Das gleiche haben wir beim Staat. Auf der einen Seite ist er angewiesen auf die Einnamen  der Tabaksteuern, und auf der anderen Seite muss er das Rauchen eindämmen.
  
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ChristophL
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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #15 - 20.11.12 um 20:17:46
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Sehr richtig, Frank! Der Staat ist nicht geeignet, die persönlichen Probleme der Menschen zu lösen. Es ist dann eher das private Umfeld eines extremen Spielers, das dann Druck ausübt, wenn die Konsequenzen aus seiner Sicht zu problematisch werden.
  
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Frank
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Hallo

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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #14 - 20.11.12 um 07:51:12
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Quote:
Nun, die richtige Vorgehensweise seitens des Staates wäre es, den Spielsüchtigen eine entsprechende Behandlung und Unterstützung zukommen zu lassen.


Wahrscheinlich meinst Du das Gleiche wie ich, ich würde es jedoch etwas anders formulieren: "Die richtige Vorgehensweise wäre es Behandlung und Unterstützung anzubieten"

Jeder gefährdete Spieler muss ja zunächst sein eigenes Problem selbst erkennen und aus eigener Initiative aktiv werden, nur dann kann eine persönlich gewollte Veränderung stattfinden. Dafür sollten auf kurzem Wege Unterstützungs- und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Quote:
Ich denke, das man riskantes Verhalten am Spieltisch schneller erkennen kann, als z.B. riskanten Alkoholkonsum, bzw. Alkoholismus.


Möglich, nur willst Du "Kontrolleure" neben die Spieltische stellen, die vermeintlich riskantes Spielverhalten erkennen sollen und daraus Handlungen ableiten sollen, möglicherweise mit bevormundendem Charakter? Die Entstehung von Spielsucht ist wie bei Alkoholabhängikeit ja auf äusseren Faktoren beruhend, (Probleme im privaten/beruflichen Bereich usw...). Der übermässige Konsum (von Spiel oder Alkohol) dient ja in diesem Moment für den Betroffenen zur Ausblendung von Problemen statt sich diesen zu stellen. Die Hintergründe für so ein konfliktvermeidendes Verhalten liegen oft in der Vergangenheit des Einzelnen begründet.

Hilfe kann nur funktionieren, wenn Hilfe vom Betroffenen gewünscht bzw. gefordert wird.

  
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perle
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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #13 - 19.11.12 um 20:05:14
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G-H-L schrieb on 17.11.12 um 16:46:22:
Nun, gegen die Schließung von Casinos habe ich nicht das Geringste einzuwenden. Solche Schließungen wären endlich mal ein effektiver Schritt gegen die Spielsucht, gegen die der Staat eigentlich viel zu wenig vorgeht. 


Nun, die richtige Vorgehensweise seitens des Staates wäre es, den Spielsüchtigen eine entsprechende Behandlung und Unterstützung zukommen zu lassen.

Ich denke, das man riskantes Verhalten am Spieltisch schneller erkennen kann, als z.B. riskanten Alkoholkonsum, bzw. Alkoholismus.

Der Staat verordnet ja auch keine Quarantäne, nur weil ein paar hunderttausend Leute eine Grippe haben. Sondern es werden nur die behandelt, die krank sind.
  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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xila
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... hat meistens recht
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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #12 - 19.11.12 um 19:51:21
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G-H-L schrieb on 19.11.12 um 19:12:07:
ChristophL schrieb on 17.11.12 um 20:22:03:
G-H-L schrieb on 17.11.12 um 16:46:22:
Nun, gegen die Schließung von Casinos habe ich nicht das Geringste einzuwenden. Solche Schließungen wären endlich mal ein effektiver Schritt gegen die Spielsucht, gegen die der Staat eigentlich viel zu wenig vorgeht.

Gruß
Gerhard


Smiley Du musst aber auch immer den Prohibitionisten raushängen lassen. Beim Alkohol, meine ich mich zu erinnern, gab es Ähnliches von dir zu vernehmen. Vielleicht möchtest du ja "Pro Spielfrei" gründen und dich mit den diversen Nannies verbünden, die immer mehr Glücksspiel"kontrolle" betreiben.


Das hat gar nichts mit Prohibitionismus zu tun. Ich vergleiche eigentlich nur die Hinweise auf die Suchtgefahr beim Tabak und auf das, sehr gebetsmühlenartige Heruntergeleiere, wegen der Suchtgefahren bei der Lotto-Werbung. Für mich hört sich dieses Geleier so an, als ob es dem Bund so ziemlich egal ist, ob jemand Spielsüchtig ist oder nicht. Hauptsache die Lottoeinnahmen sprudeln.

Was die Spielcasonos angeht: Da frage ich mich, warum soll ich meine Freizeit in einem Casino verbringen, wo ich als Raucher nicht erwünscht bin? Wer mich als Raucher nicht haben will, der kann getrost auch auf mein Geld verzichten.

Interessant ist vor allem wenn man die Risiken, als Raucher Krebs zu bekommen, mit der Chance vergleicht, beim Lotto einen Haupttreffer zu landen. Obwohl diese Chance sehr gering ist, opfern jede Woche unzählige Leute ne Menge Geld, weil man vielleicht ja doch möglicherweise, eventuell zu den Lotto-Gewinnern gehören könnte. Dabei sollte doch eines Klar sein, die Bank gewinnt immer!

Gruß
Gerhard


Doch, das hat sehr wohl was mit Prohibitionismus zu tun. Denn ob der Staat nun beim Zocken mitverdient oder nicht, es wird immer gezockt werden, entweder erlaubtermaßen oder verbotenerweise. Das ist genauso wie beim Alkohol und genauso wie beim Rauchen. Man kann entweder den Schaden akzeptieren, der durch die Erlaubnis in Kauf genommen wird, oder muß mit dem viel größeren Schaden zurechtkommen, der durch ein Verbot und die damit einhergehende Kriminalisierung entsteht.

Wobei ich mir mittlerweile vom Staat für mich persönlich so wenig Gutes verspreche, daß nicht mehr viel fehlt, und die Mafia, die unvermeidlich derjenige ist, der im Verbotsfall die Gewinne abschöpft, wäre mir sogar lieber.
  

Have no respect whatsoever for authority; forget who said it and instead look what he starts with, where he ends up, and ask yourself, "Is it reasonable?" (Richard Feynman)
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ChristophL
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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #11 - 19.11.12 um 19:26:50
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G-H-L schrieb on 19.11.12 um 19:12:07:
Dabei sollte doch eines Klar sein, die Bank gewinnt immer! 


Diese eherne Regel haben Rauchverbote in Casinos auf den Kopf gestellt, wenn man etwa nach Bayern schaut, wo offenbar einige staatliche Casinos seither nicht mehr gewinnbringend betrieben werden können.

  
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G-H-L
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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #10 - 19.11.12 um 19:12:07
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ChristophL schrieb on 17.11.12 um 20:22:03:
G-H-L schrieb on 17.11.12 um 16:46:22:
Nun, gegen die Schließung von Casinos habe ich nicht das Geringste einzuwenden. Solche Schließungen wären endlich mal ein effektiver Schritt gegen die Spielsucht, gegen die der Staat eigentlich viel zu wenig vorgeht.

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Das hat gar nichts mit Prohibitionismus zu tun. Ich vergleiche eigentlich nur die Hinweise auf die Suchtgefahr beim Tabak und auf das, sehr gebetsmühlenartige Heruntergeleiere, wegen der Suchtgefahren bei der Lotto-Werbung. Für mich hört sich dieses Geleier so an, als ob es dem Bund so ziemlich egal ist, ob jemand Spielsüchtig ist oder nicht. Hauptsache die Lottoeinnahmen sprudeln.

Was die Spielcasonos angeht: Da frage ich mich, warum soll ich meine Freizeit in einem Casino verbringen, wo ich als Raucher nicht erwünscht bin? Wer mich als Raucher nicht haben will, der kann getrost auch auf mein Geld verzichten.

Interessant ist vor allem wenn man die Risiken, als Raucher Krebs zu bekommen, mit der Chance vergleicht, beim Lotto einen Haupttreffer zu landen. Obwohl diese Chance sehr gering ist, opfern jede Woche unzählige Leute ne Menge Geld, weil man vielleicht ja doch möglicherweise, eventuell zu den Lotto-Gewinnern gehören könnte. Dabei sollte doch eines Klar sein, die Bank gewinnt immer!

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Wir sind der singende
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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #9 - 18.11.12 um 20:23:43
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ChristophL schrieb on 17.11.12 um 20:22:03:
G-H-L schrieb on 17.11.12 um 16:46:22:
Nun, gegen die Schließung von Casinos habe ich nicht das Geringste einzuwenden. Solche Schließungen wären endlich mal ein effektiver Schritt gegen die Spielsucht, gegen die der Staat eigentlich viel zu wenig vorgeht.

Gruß
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Smiley Du musst aber auch immer den Prohibitionisten raushängen lassen. Beim Alkohol, meine ich mich zu erinnern, gab es Ähnliches von dir zu vernehmen. Vielleicht möchtest du ja "Pro Spielfrei" gründen und dich mit den diversen Nannies verbünden, die immer mehr Glücksspiel"kontrolle" betreiben.

Diese Entwicklung ist u.a. nur deshalb möglich, weil Freiheit für allzu viele nur die eigene Freiheit ist. Auf den Leim gegangen: genau dieses Verhalten wird erwartet. G-H-L, um die Gesellschaft in denkbar viele Grüppchen zu spalten.
  
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ChristophL
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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #8 - 17.11.12 um 20:22:03
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G-H-L schrieb on 17.11.12 um 16:46:22:
Nun, gegen die Schließung von Casinos habe ich nicht das Geringste einzuwenden. Solche Schließungen wären endlich mal ein effektiver Schritt gegen die Spielsucht, gegen die der Staat eigentlich viel zu wenig vorgeht.

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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #7 - 17.11.12 um 20:04:34
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Nun ja, aber auch hier gilt: Aufklärung statt Verbot, das gilt für Spielcasinos genau so wie für Tabak und Alkohol.

Es gibt auch Menschen, die gehen mal alle paar Jahre in ein Spielcasino (z.B. ich) und erleben dort einen netten Abend mit dem "Kitzel" des Geldspiels. Genussspieler sozusagen...Zwinkernd

Und auch hier verdient der Staat natürlich ordentlich mit.
  
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G-H-L
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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #6 - 17.11.12 um 16:46:22
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Nun, gegen die Schließung von Casinos habe ich nicht das Geringste einzuwenden. Solche Schließungen wären endlich mal ein effektiver Schritt gegen die Spielsucht, gegen die der Staat eigentlich viel zu wenig vorgeht.

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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #5 - 15.07.12 um 22:56:02
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G-H-L schrieb on 15.07.12 um 16:03:09:
Tach,

na so toll scheint es den Speilbanken wirklich nicht mehr zu gehen. Seit den Rauchverboten sinken die Spieleinnahmen. Einige Spielbanken forderten daher schon die Reduzierung der Mieten, bzw. der Pacht.

Erst letztes Jahr war in der Zeitung zu lesen, dass die Spielbank in Travemünde nun nach Lübeck verlegt werden soll. Mit den Rauchverboten, hat man sich wahrscheinlich den Ast, auf dem man Sitzt, vermutlich abgesägt.

Gruß
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In Bayern wurde schon die Schließung von einzelnen Casinos erwogen, und - irgendwo im Norden, wenn ich mich recht erinnere - hat die Gewerkschaft mal die Subventionierung von Casinos geworden, um die rauchverbotsbedingten Einnahmeausfälle zu kompensieren.
  
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shadu
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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #4 - 15.07.12 um 17:00:57
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Als in Holland die strengen Rauchverbote eingeführt wurden mussten sich die staatlichen Casinos natürlich auch daran halten. Es gab nur noch kleine Raucherkabinen. 2 Jahre später haben sie jedoch plötzlich abgetrennte Raucherräume geschaffen wo man wieder spielen konnte, Warum wohl ?
  
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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #3 - 15.07.12 um 16:03:09
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Tach,

na so toll scheint es den Speilbanken wirklich nicht mehr zu gehen. Seit den Rauchverboten sinken die Spieleinnahmen. Einige Spielbanken forderten daher schon die Reduzierung der Mieten, bzw. der Pacht.

Erst letztes Jahr war in der Zeitung zu lesen, dass die Spielbank in Travemünde nun nach Lübeck verlegt werden soll. Mit den Rauchverboten, hat man sich wahrscheinlich den Ast, auf dem man Sitzt, vermutlich abgesägt.

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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #2 - 01.12.10 um 21:09:26
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Quote:
Es ist nicht einzusehen, warum der Staat möglichst attraktive Bedingungen für den Betrieb von Spielautomaten schaffen sollte. Wir wollen einer weiteren Zunahme von Spielautomaten und Spielhallen entgegenwirken.


exakt das gleiche ansinnen, bzw. vorgehen ist auch in berlin geplant. hier in berlin siedeln sich neue spielhallen größtenteils in ladenlokalen an, in denen vorher die typische berliner kneipe (ob mit, oder ohne eck, aber mit mehr als 75qm gastbereich) angesiedelt war.

es würde mich nicht wundern, wenn das in bremen und anderen städten auch der fall wäre. die problematik mit der spielsucht hätte man bei gesellschaftlich verträglicher ausgestaltung der NR-schutzgesetze durchaus verhindern können.

  

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RaucherHB
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Re: Spielbank blutet langsam aus
Antwort #1 - 01.12.10 um 18:31:31
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Gilt das auch für Spielbanken? Sind die Motive doch so ehrenhaft oder fehlt einfach die Kohle?

Quote:
Der Senat hat sich heute (30.11.2010) dafür ausgesprochen, die Vergnügungssteuer für Spielautomaten mit Gewinnmöglichkeit von 10 auf 20 Prozent zu erhöhen. Dadurch würden die Steuereinnahmen bei gleichbleibendem Spielbetrieb um circa 2,5 Millionen Euro steigen. Bürgermeisterin Karoline Linnert betont: "Der Senat hat sich bewusst für einen vergleichsweise hohen Steuersatz entschieden. Die Spielsucht ist ein ernstzunehmendes Problem. Es ist nicht einzusehen, warum der Staat möglichst attraktive Bedingungen für den Betrieb von Spielautomaten schaffen sollte. Wir wollen einer weiteren Zunahme von Spielautomaten und Spielhallen entgegenwirken.

http://www.sis-verlag.de/archiv/3584-bremen-senat-fuer-erhoehung-der-vergnuegung...
  

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Spielbank blutet langsam aus
16.07.08 um 06:38:00
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Erlöse aus dem Automatengeschäft brechen ein / Finanzsenatorin verliert Millionen
Von unserem Redakteur
Jürgen Hinrichs

BREMEN. Die Roulettekugel rollt, und gar nicht mal schlecht, wie Thomas Schindler versichert. "Im klassischen Spiel geht es uns noch verhältnismäßig gut", sagt der Casino-Chef. Bei den Automaten allerdings brechen die Erlöse ein, und das hat Folgen, nicht nur für die Spielbank: Der Finanzsenatorin gehen in diesem Jahr ein paar Millionen Euro verloren.

Was an den Automaten oder am Tisch bei Roulette, Poker oder Black Jack im Säckel der Spielbank landet, schnappt sich zum größeren Teil die öffentliche Hand. In den vergangenen Jahren lag dieser Anteil bei 80 Prozent, zuletzt waren es nur noch 65 Prozent, mit weiter fallender Tendenz, weil der Spielbank sonst nicht mehr genügend Geld bliebe, um ihre Kosten zu decken.

Gleichzeitig wird der Kuchen, der verteilt werden kann, immer kleiner. Waren es nach Angaben der Finanzbehörde im Jahr 2001 noch 26,9 Millionen Euro, blieben im vergangenen Jahr nur noch 18 Millionen Euro übrig. Und für dieses Jahr gehen die Schätzungen in Richtung 15 Millionen Euro oder weniger.

Ein Minus "im zweistelligen Bereich" (Schindler) verursachen die beiden Automaten-Casinos am Breitenweg und in Bremerhaven. "Die Daddel-Hallen rüsten immer weiter auf", klagt der Geschäftsführer. Die Spielgeräte dort würden sich von denen in den Casinos kaum noch unterscheiden. Und vor allem: "In den Spielhallen gibt es kein Rauchverbot und keine Ausweiskontrollen so wie bei uns." Schindler findet das abwegig: Die Spielbanken werden mit Auflagen eingeschränkt und werfen deshalb nicht mehr so viel staatliche Einnahmen ab, während die Konkurrenz weiter alle Freiheiten genießt.

Ein Viertel dessen, was Bremen von der Spielbank bekommt und zum größten Teil für den Haushalt verwendet, fließt an die Stiftung Wohnliche Stadt. In guten Zeiten waren das mal mehr als zehn Millionen Euro, jetzt sind es nur noch rund drei Millionen Euro.

Geld, mit dem die Stiftung soziale Einrichtungen unterstützt, Spielplätze und Schulhöfe verschönert, Grünanlagen schafft oder denkmalgeschützte Gebäude saniert. Bremerhaven wurde im vergangenen Jahr mit einer halben Million für den Umbau des Stadttheaters bedacht.

Stiftungs-Chef Dietrich Damm kennt die prekäre Situation der Spielbank und weiß auch, dass die Abgabe in diesem Jahr noch einmal deutlich sinken wird. Er hofft aber auf Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne). "Wir werden einen Ausgleich bekommen", sagt Damm. Am Förderprogramm für das laufende Jahr werde es jedenfalls keine Abstriche geben. Die Finanzbehörde wollte das nicht kommentieren, "wir sind in Verhandlungen", sagte Behördensprecherin Dagmar Bleiker.

Artikel aus dem Weser-Kurier vom 16.07.08


In den vergangenen Jahren lag dieser Anteil bei 80 Prozent, zuletzt waren es nur noch 65 Prozent, mit weiter fallender Tendenz, weil der Spielbank sonst nicht mehr genügend Geld bliebe, um ihre Kosten zu decken.

Bekommen die Wirte jetzt auch Steuererleichterungen damit sie Ihren Betrieb aufrechterhalten können? Wie sollen sie denn ihre Ausfälle kompensieren?
Bestimmt nicht, die können ja langsam ausbluten! Also müssen die "Freiheiten" der privaten Spielbanken eingeschränkt werden damit die Mitbewerber ausgeschaltet werden.
  

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