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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Rauchverbot auf dem Berg (Gelesen: 3.345 mal)
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #30 - 23.07.08 um 17:39:00
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Jeder Politiker oder sonst einer, der "da oben sitzt, braucht einen Feind! In der islamischen Welt, wo über 70% der Bevölkeruing aus unter 20-Jährigen besteht, muss man was machen. Z,B. Bürgerkrieg! Bevor einer von denen an meine Futterkröge kommt, soll er sich doch lieber umbringen lassen oder selber umbringen. In Europa hat man im Moment kein richtiges Feindbild mehr, ein paar Terroristen, ein paar Asylanten, wo ist da noch die Daseinsberechtigung als Politiker (Im Inneren macht man außer  Mist sowieso nichts, kann ja Stimmen kosten, Entschuldigung "Gro0e Koalition) Also müssen wieder Feinde her. Asoziale, Raucher. Schon 1983 schrieb Konstantin Wecker ein Lied (Immer noch werden Hexen verbrannt), wie wahr. Da wir keine Feinde mehr haben dürfen (außer denen, die die Amerikaner uns sagen), müssen wir ja krampfhaft nach welchen suchen! Da kommen die Raucher doch wie gerufen, denen man schon seit Jahren erzählt, dass ihr Verhlten schädlich sei. Jetzt noch etwas Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie, ein paar Abgeordnete "überreden", schon klappt die die ganze Chose. Im Namen der Gesundheit traut sich sowieso keiner mehr, was dagegen zu sagen. Darauf erstmal einen Cognac und eine dicke Zigarre.
  
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Christoph Suter
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #31 - 23.07.08 um 18:53:00
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Zora schrieb on 23.07.08 um 07:05:39:
dieblauen berlin schrieben:


wie meinst du/meint ihr das?

gruß, zora


Ich habe den Wink mit dem Zaunpfahl von „dieblauen-berlin“ sofort verstanden. Der Grund ist, weil ich Basler und Schweizer bin. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern weil unsere berühmteste Antirauchersturmabteilung „pro aere“ mit dem Slogan:

„Wir machen Luft rauchfrei“
(www.proaere.ch)

wirbt. Da habe ich mich sofort wieder an den Geschichtsunterricht in der Schule erinnert und gewisse Parallelen entdeckt  Zwinkernd
  
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Matrix
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In tyrannos!

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #32 - 23.07.08 um 19:36:00
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Quote:
Slogan:

„Wir machen Luft rauchfrei“
(www.proaere.ch)

Da habe ich mich sofort wieder an den Geschichtsunterricht in der Schule erinnert und gewisse Parallelen entdeckt  Zwinkernd


Für mich ist das doppelt beängstigend: Als rauchender Jude trage ich mit der Kippe ja schon fast den gelben Stern mit mir.

Manche Formulierungen der Antis gehen mir durch Mark und Bein. Ich wundere mich nur, wie man der schleichenden Diskriminierung von heute nur zusehen und glauben kann, wir seien die besseren Menschen als damals ...

lg
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Tu felix Austria fume
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Matrix
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #33 - 23.07.08 um 19:46:00
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Pater Peter schrieb on 22.07.08 um 23:14:36:
Literarisch verarbeitet von Elisabeth Langgässer in "Saisonbeginn"...


Ja, dieses Buch kann ich euch nur empfehlen!
Der "heutige" Leser glaubt sich natürlich den Menschen von damals moralisch überlegen.

Wer aber zwischen den Zeilen zu lesen vermag, weiß, NICHTS HAT SICH GEÄNDERT. Damit meine ich nicht unbedingt den Antisemitismus, sondern die geschwinde Bereitschaft und Begeisterung, sich an "modernen" Diskriminierungen zu beteiligen. Diese Aktualität ist es, die mich erschreckt. Viele Menschen glauben heute, sie seien immun gegen den Faschismus, weil sie gegen Hitler und die Shoah sind. Aber die erkennen den Faschismus von 2008 nicht. Der trägt kein Oberlippenbärtchen und richtet sich (in erster Linie) nicht gegen Juden.

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Tu felix Austria fume
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MadMax
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #34 - 23.07.08 um 20:32:00
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Matrix schrieb on 23.07.08 um 19:46:11:
Ja, dieses Buch kann ich euch nur empfehlen!
Der "heutige" Leser glaubt sich natürlich den Menschen von damals moralisch überlegen.

Wer aber zwischen den Zeilen zu lesen vermag, weiß, NICHTS HAT SICH GEÄNDERT. Damit meine ich nicht unbedingt den Antisemitismus, sondern die geschwinde Bereitschaft und Begeisterung, sich an "modernen" Diskriminierungen zu beteiligen. Diese Aktualität ist es, die mich erschreckt. Viele Menschen glauben heute, sie seien immun gegen den Faschismus, weil sie gegen Hitler und die Shoah sind. Aber die erkennen den Faschismus von 2008 nicht. Der trägt kein Oberlippenbärtchen und richtet sich (in erster Linie) nicht gegen Juden.

lg
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Fachismus hat zunächst einmal auch nichts Hitler und Judenverfolgung usw, zu tun:

Der Begriff Faschismus ist abgeleitet von lat. fasces für Rutenbündel. Dieses war ein Symbol der Macht des Römischen Reiches, das die antiken Liktoren vor den höchsten römischen Beamten (Konsuln, Prätoren, Diktatoren) her trugen. Außerhalb des antiken Roms trugen sie ein Rutenbündel mit einem darin eingewickelten Beil (Liktorenbündel, ital.: littorio) mit sich.

Seit der Französischen Revolution wurde das Symbol im Sinne der Volkssouveränität umgedeutet als Staatsgewalt, die das Volk innehaben sollte. Das italienische Wort für Bündel kann sich auch auf Bünde, also Verbände beziehen. In diesem Sinn wurde der Plural Fasci seit etwa 1870 für Gewerkschaften, Bauernverbände und andere Interessenverbände verwendet.

Das Rutenbündel wurde nach dem Ersten Weltkrieg zum offiziellen Zeichen der von Mussolini geführten italienischen Bewegung. Er nutzte alle drei Symboldeutungen - Zentralgewalt, Volksherrschaft und Zusammenhalt - für seine Propaganda, etwa in Monumentalbauten wie dem Siegesdenkmal Bozen und seiner Standarte.

Fritz Schotthöfer erklärte bereits 1924 in Il Fascio:[1]

    „Der Faschismus hat einen Namen, der an sich nichts sagt über den Geist und die Ziele der Bewegung. Ein Fascio ist ein Verein, ein Bund, Fascisten sind Bündler, und Fascismus wäre etwa Bündlertum.“


http://tinyurl.com/264jf8

Gruß
Joachim
  
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ChristophL
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #35 - 23.07.08 um 20:47:00
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Quote:
Der Faschismus hat einen Namen, der an sich nichts sagt über den Geist und die Ziele der Bewegung.


Im Sinne der o.g. historisch entwickelten Bedeutungen lässt sich jedenfalls etwas in Richtung einer "korporierten Gesellschaft" sagen.
  
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Christoph Suter
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #36 - 23.07.08 um 21:39:00
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Matrix schrieb on 23.07.08 um 19:36:45:
Für mich ist das doppelt beängstigend: Als rauchender Jude trage ich mit der Kippe ja schon fast den gelben Stern mit mir.



Erst nach 312 Beiträgen von Dir checke ich, dass Du Jude bist. Mit baslerischer und schweizerischer Langsamkeit ein "Brukhim haBaim" (Herzlich Willkommen) im Forum  ;-D

Ich hoffe, dass Du nur mit den Antis - und nicht etwa mit der Halacha, Mischna und dem Talmud - Probleme hast. Ich bin sicher Dir ist bekannt, dass Teddy Kollek, Golda Meïr und noch weitere berühmte Juden der Zeitgeschichte Raucher waren. Golda MeÏr war als wandelnde „Nebelgranate“ in allen Ministerien bekannt.

In den USA stellte ich bei den Chabad Lubavitsch fest, dass die wie die Wilden rauchen.

Deshalb finde ich es auch äusserst interessant, dass der sehr halachische Rabbiner David Golinkin einen Aufsatz mit dem Titel

Tschuvot Va’ad HaHalacha Schel Knesset HaRabbanim B’Jisrael HaTnu’a HaMassortit (Ist das Rauchen nach der Halacha verboten?) verfasst hat.

Auszug

Sche’elah: Im Licht Dutzender wissenschaftlicher Studien: ist das Rauchen nach dem jüdischen Gesetz verboten? Wenn dem so ist, warum wird in der ultraorthodoxen Gemeinschaft so hemmungslos geraucht, jene Gemeinschaft, die ansonsten sehr darauf bedacht ist, die Gebote zu erfüllen?

Eine Antwort darauf habe ich leider nicht  Zwinkernd





  
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Matrix
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #37 - 24.07.08 um 09:17:00
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@ MadMax

Danke für deine Ausführungen zum Thema Faschismus.
Mir war das nicht neu, was ich ich mit meinem Posting ausdrücken wollte, war, dass Faschismus in den Medien und sonstigen "Volksaufklärung" fast nur als Nationalsozialismus vorkommt. Tenor: "Wenn wir gegen die Nazis sind, haben wir den Faschismus für alle Zeiten besiegt." Diese Haltung ist für mich so gefährlich. Denn Faschsmus kann viele Gesichter haben.

@ Christoph Suter

Danke für den verspäteten Willkommensgruß!
Nein, ich habe keine Probleme mit meinem Judentum  ;-D, ich freu mich, wenn ich andere Juden treffe  Smiley aber ich will es halt nicht gleich erwähnen. Drum hab ich im Forum dazu noch nix geschrieben. Außerdem spielt es für unser gemeinsames Thema nicht DIE Rolle.

Unsere Familie ist nicht (sehr) religiös, ich überhaupt nicht, aber wir alle sind stolz auf unsere jiddische Vergangenheit.

Schön, dass du auf einige berühmte Jüdinnen und Juden, die das Rauchen genießen (genossen), hingewiesen hast. Bei vielen Berühmtheiten wird ja heute bereits zensuriert, dass sie (leidenschaftlich) geraucht haben!

Ich freu mich auf weitere News von dir - jetzt, wir ein zusätzliches gemeinsames Thema gefunden haben und du so viel weißt  Smiley

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Tu felix Austria fume
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Zora
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #38 - 24.07.08 um 23:43:00
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Quote:
Ich habe den Wink mit dem Zaunpfahl von „dieblauen-berlin“ sofort verstanden. Der Grund ist, weil ich Basler und Schweizer bin. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern weil unsere berühmteste Antirauchersturmabteilung „pro aere“ mit dem Slogan:

„Wir machen Luft rauchfrei“


christoph, matrix, es tut mir leid, vielleicht stehe ich gerade wirklich auf der leitung, aber ich kann euch und den blauenberlin nicht folgen. seid ihr der meinung, die rauchverbote sind in wahrheit die vorboten einer neuen shoa? (das mit dem auf dem schlauch stehen ist ernst gemeint)

grüße, zora
  

"Puritaner sollten zwei Feigenblätter vor den Augen tragen." (Stanislaw Lec)
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #39 - 25.07.08 um 00:27:00
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Wie es das verstanden habe, geht es um die Parallelität von juden"frei" und rauch(er)"frei".

  
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robin
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robin

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #40 - 25.07.08 um 07:34:00
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Zora schrieb on 24.07.08 um 23:43:26:
seid ihr der meinung, die rauchverbote sind in wahrheit die vorboten einer neuen shoa?

neinneinein.
Du läufst da in eine Falle, in die viele Menschen gehen: 'Wenn keine Menschen vergast werden, ist es kein Faschismus!'

Es geht lediglich um die Mentalität derer, die Mitmenschen herabsetzen und verfolgen.
  
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xila
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... hat meistens recht
;)

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #41 - 25.07.08 um 08:04:00
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Zora schrieb on 24.07.08 um 23:43:26:
christoph, matrix, es tut mir leid, vielleicht stehe ich gerade wirklich auf der leitung, aber ich kann euch und den blauenberlin nicht folgen. seid ihr der meinung, die rauchverbote sind in wahrheit die vorboten einer neuen shoa? (das mit dem auf dem schlauch stehen ist ernst gemeint)

grüße, zora


Es ist ein Fehler, diese Sache von ihrem bekannten Ende (Shoa) her zu denken, denn dieses Ende war niemandem voraussehbar. Dieses Ende wäre außerdem ohne eine große Zahl von vorausgegangenen Schritten unmöglich gewesen. Jeder dieser Schritte bewirkte eine immer weitergehende Isolierung der Juden von ihren nichtjüdischen Freunden, Kollegen und Nachbarn im Beruf, im Privatleben, in der Schule ... Aus den Augen, aus dem Sinn.

Mit jemandem, der für alle unsichtbar geworden ist, kann man ganz andere Dinge machen, als wenn es vor aller Augen geschehen muß. Die neuen Ideen, was man mit den Juden machen könnte, wenn keiner mehr zuschaut, kamen erst, als tatsächlich so gut wie niemand mehr zuschauen konnte. Sogar für die Hauptakteure kristallisierte sich erst im Lauf der Zeit heraus, daß die (von Beginn an angepeilte) Endlösung in einem Massenmord bestehen würde.

Ich habe keine Ahnung, was sich die Anti-Fraktion für uns überlegen wird, wenn wir erst einmal an dem Punkt sind, daß ihnen keiner mehr bei dem zuschauen würde, was ihnen zu uns so eingefallen ist - sprich: wenn das Rauchen vollständig aus dem Blick der Öffentlichkeit vertrieben ist. Das einzige, was ich ganz sicher sagen kann, das ist, daß ich mich vehement gegen jeden Schritt zur Wehr setzen werde, der erkennbar darauf abzielt, die Zahl der potentiellen Zuschauer bei diesem Was-auch-Immer zu reduzieren, weil die nun einmal im Zweifelsfall immer noch meine beste Lebensversicherung sind.

Ob ich eine Lebensversicherung nun brauchen würde oder nicht; ich möchte sie mir gerne erhalten. Es geht mir dabei nicht um das, was die Antis voraussichtlich tun WOLLEN, sondern um das, was sie dann tun KÖNNTEN. Gelegenheit macht bekanntlich Diebe, und im Fall der Shoa jedenfalls hat sie nachweislich auch Mörder gemacht. Ich bin nicht scharf darauf, ein Testobjekt dafür zu werden, ob die zivilisatorischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte dergleichen nun wirklich unmöglich gemacht haben oder womöglich doch nicht.

  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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Matrix
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #42 - 25.07.08 um 08:53:00
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robin schrieb on 25.07.08 um 07:34:09:
Du läufst da in eine Falle, in die viele Menschen gehen: 'Wenn keine Menschen vergast werden, ist es kein Faschismus!'

Es geht lediglich um die Mentalität derer, die Mitmenschen herabsetzen und verfolgen.


Genau das ist es, Robin!
Xila hat es noch tiefschürfender ausgeführt.

Es hat zu tun mit der ständigen Unterschiedlichmachung:
Auf der einen Seite die RaucherInnen, die müssen hier sitzen, die dürfen gar nicht herein, die müssen sich den Befindlichkeiten der anderen anpassen.
Auf der anderen Seite die NichtraucherInnen/ Gutmenschen, die dürfen den Rauchenden vorschreiben, was sie dürfen und was nicht.

Genau diese Haltung ist es, die ich für faschistisch halte: Gute und Schlechte, Herrenrasse und Untermenschen, Gscheite und Blöde, Gesunde und Kranke, Arbeitsfähige und Süchtler oder wie immer man diese neue Aufteilung der Menschheit bezeichnen möchte.
Da sage ich "Wehret den Anfängen!" oder auch schon mal "Staat hau ab!"

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #43 - 25.07.08 um 09:31:00
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Zora schrieb on 24.07.08 um 23:43:26:
christoph, matrix, es tut mir leid, vielleicht stehe ich gerade wirklich auf der leitung, aber ich kann euch und den blauenberlin nicht folgen. seid ihr der meinung, die rauchverbote sind in wahrheit die vorboten einer neuen shoa? (das mit dem auf dem schlauch stehen ist ernst gemeint)

grüße, zora


Zora, ich kann Dich beruhigen. Ich persönlich meine das direkt so nicht. Aber ein wenig indirekt.

Jemand, der die Shoa als Vergleich in dieser Diskussion heranzieht, übertreibt masslos. Unter „Shoa“ verstehe ich die geplante und maschinelle Vernichtung von Menschen und deren vorherige Ausbeutung, in bisher unbekanntem Masse. Hoffentlich eine einmalige Katastrophe in der Geschichte der Menscheit!

Ich muss hier etwas Geschichtsunterricht erteilen. Matrix möge mich korrigieren, wenn ich Unsinn erzähle.

Das Dritte Reich lag am Boden. Admiral Dönitz hatte provisorisch schon einmal die Kapitulation unterzeichnet. Später dann Keitel. Der Schwerverbrecher aus Braunau am Inn war schon ein Kohleklumpen und Himmler hatte bereits sein Zyankali-Bonbon gelutscht.

Es war also Friede!

Da haben ein paar unverbesserliche Polen sich gedacht: „Wir führen das jetzt zu Ende, was der Adolf nicht zu Ende führen konnte“. In ein paar polnischen Dörfern auf dem Lande wurde verbreitet, die Juden hätten Säuglinge geschlachtet, um mit deren Blut ihre Rituale zu vollziehen. Darauf begannen in Polen schon wieder Judenpogrome. Hunderte von Juden wurden ermordet. MERKE: Es war Friede und das Dritte Reich existierte nicht mehr!

Daraufhin war für die Juden definitiv Schluss. Es gab nur noch ein Ziel. Ab nach Palästina. Die Hagana (daraus wurde später die Armee des Staates Israel) war damals verdeckt in Europa aktiv und organisierte die Flucht der Juden in Richtung Mittelmeer.

Den Rest der Geschichte kann sich jeder auf DVD kaufen. Guido Knopp (History) hat abendfüllend darüber berichtet. Aber natürlich auch seriöse Quellen, wie die BBC und andere Sender  Zwinkernd

Ich bleibe jedoch bei meiner Behauptung, dass die Quelle der Shoa im Neuen Testament, Johannes 8.58, begraben liegt. In diesem Teil des Neuen Testaments, welches übrigens hunderte Jahre nach dem Tod von Yehoshua Ben Josef (Jesus) verfasst wurde wird behauptet, Jesus habe gesagt: „Dixit eis Iesus amen amen dico vobis antequam Abraham fieret Ego sum“ [Jesus hat zu ihnen gesagt: "Amen, amen, ich sage euch: Ehe Abraham ward, bin ich!"].

Ich bezweifle, dass dieser jüdische Weise (möglicherweise war er sogar Rabbiner) dies so gesagt hat. Es ist eine Behauptung, welche schreckliche Folgen hatte. Genau so schreckliche Folgen - aber nicht eine Shoa - kann die Behauptung von Frau Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle im DKFZ Heidelberg haben, wenn ihre Behauptung, es stürben in Deutschland 3'301 Nichtraucher durch den tödlichen Passivrauch von uns Rauchern, zum Dogma wird.

  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #44 - 29.07.08 um 18:46:00
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meine frage bezog sich auf dieses zitat von matrix:

Quote:
Ab 1938 haben manche österreichische Fremdenverkehrsgemeinden Gäste damit geworben, sie seien "judenfrei".


und diese direkte antwort von die blauenberlin:

Quote:
Vielleicht ist DIESES genau das langfristige Ziel.. grübel..


offensichtlich stand ich nicht auf der leitung, hatte lediglich einen pingelknoten im hirn - lediglich die formulierung der blauenberlin war ein wenig unglücklich, denn es geht ja wohl kaum darum, österreich zum 70jährigen jubiläum dieser nazifremdenverkehrswerbung noch einmal judenfrei haben zu wollen.

danke trotzdem an alle, die sich für mich und mit mir einen kopf gemacht haben.

gruß, zora


  

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