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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Rauchverbot auf dem Berg (Gelesen: 3.341 mal)
cogito
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ergo sum

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Rauchverbot auf dem Berg
20.07.08 um 10:12:00
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Das ganze Berggebiet von Grouse Mountain, BC, (http://tinyurl.com/5ajx4c) wurde zur rauchfreien Zone erklärt. Weder dem Personal noch den jährlich etwa 1 Millionen Gäste des Ortes ist das Rauchen, drinnen wie draussen, auf dem Berg erlaubt.
Der Sprecher betonte, dass das Ziel des Rauchverbots nicht als Diskriminierung der Angestellten zu verstehen sei, sondern eher als Beitrag "zur Gesundheit und zum Wohlergehen unserer Mitarbeiter".
"Unser Ziel ist nicht, Raucher zu verfolgen und sie auszusondern oder gar sie zu vertreiben. Wir versuchenm ihnen zu helfen, ihre Sucht loszuwerden und das Rauchen aufzugeben."

Video: http://mychoice.ca/en/default.aspx
  

"No passion so effectually robs the mind of all its powers of acting and reasoning as fear."

"The powers in charge keep us in a perpetual state of fear,"
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Christoph Suter
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #1 - 20.07.08 um 10:38:00
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Am Nanga Parbat (8'125 Meter) sind solche Rauchverbote nicht notwendig. Da bringen sich jedes Jahr Nichtraucher selbst um, ohne von einem Molekül aus dem Tabakrauch getroffen zu werden.
  
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #2 - 20.07.08 um 11:24:00
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cogito schrieb on 20.07.08 um 10:12:43:
"Unser Ziel ist nicht, Raucher zu verfolgen und sie auszusondern oder gar sie zu vertreiben. Wir versuchenm ihnen zu helfen, ihre Sucht loszuwerden und das Rauchen aufzugeben."

Video: http://mychoice.ca/en/default.aspx


Falsch, das ist reine Zwangsumerziehung. Leute, hört die Signale, der Faschismus schreitet mit riesen schritten voran
  
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Christoph Suter
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #3 - 20.07.08 um 11:27:00
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shadu schrieb on 20.07.08 um 11:24:05:
Falsch, das ist reine Zwangsumerziehung. Leute, hört die Signale, der Faschismus schreitet mit riesen schritten voran


Pass auf was Du sagst, Shadu! Bald gibt es auf dem "Bruderholz" (ist auch ein Berg [Hügel]) auch ein Rauchverbot  ;-D
  
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #4 - 20.07.08 um 11:44:00
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Hier mit erkläre ich, gesetz meines Einflusses und Macht die gesamten Gewässer dieses Planeten für Rauchfrei. Noch nie wurde eine so grosse Fläche vom schädlichem Rauch auf einmal gereinigt.

Krieg ich jetzt den Nobelpreis ?
  
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robin
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robin

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #5 - 20.07.08 um 11:45:00
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cogito schrieb on 20.07.08 um 10:12:43:
"Unser Ziel ist nicht, Raucher zu verfolgen und sie auszusondern oder gar sie zu vertreiben. Wir versuchenm ihnen zu helfen, ihre Sucht loszuwerden und das Rauchen aufzugeben."

Im Mittelalter wies man Juden in Ghettos, und man zwang sie dazu, an Sonntagen christliche Predigten zu hören, um sie zu bekehren.

Dazu hätte dieser Spruch auch gepasst:

"Unser Ziel ist nicht, Juden zu verfolgen und sie auszusondern oder gar sie zu vertreiben. Wir versuchen ihnen zu helfen, ihren Irrglauben  loszuwerden und sie zur Seligkeit zu bekehren."
  
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Christoph Suter
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #6 - 20.07.08 um 12:27:00
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robin schrieb on 20.07.08 um 11:45:20:
Im Mittelalter wies man Juden in Ghettos, und man zwang sie dazu, an Sonntagen christliche Predigten zu hören, um sie zu bekehren.

Dazu hätte dieser Spruch auch gepasst:

"Unser Ziel ist nicht, Juden zu verfolgen und sie auszusondern oder gar sie zu vertreiben. Wir versuchen ihnen zu helfen, ihren Irrglauben  loszuwerden und sie zur Seligkeit zu bekehren."


Dieses Zitat erwarte ich eigentlich schon lange von Frau Charlotte Knobloch, in Bezug auf die Raucherhatz. Dass dieses Zitat nunmehr von Robin (einem mutmasslichen Goi) kommen muss, betrachte ich, ein Ger toshav, als halachische Katastrophe  unentschlossen
  
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tesla
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #7 - 20.07.08 um 13:02:00
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Quote:
Dieses Zitat erwarte ich eigentlich schon lange von Frau Charlotte Knobloch, in Bezug auf die Raucherhatz. Dass dieses Zitat nunmehr von Robin (einem mutmasslichen Goi) kommen muss, betrachte ich, ein Ger toshav, als halachische Katastrophe  unentschlossen


Hi Christoph,

Was ein "Goi" (=Nichtjude) und ein "Ger toshav" (=Nichtjude aber kein Götzenanbeter) ist konnte ich mir noch "ergoggeln", aber jetzt erklär mal einem theologisch Ungebildeten wie mir: Was ist oder war eine "halachische Katastrophe" ?

Jochen
  
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robin
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robin

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #8 - 20.07.08 um 13:29:00
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Vielleicht sllte man dies, ähnlich wie die Alkohol-Prohibition, einmal ausarbeiten.
Doch dazu bin ich (In der Tat Goi) nicht berufen.

Immerhin als Anmerkung:
Ritualmord an Kindern und Brunnenvergiftung haben sich ja auch schon im neuen Gewand eingeschlichen:
Verschwand im Mittelalter unerklärlich ein Kind, waren die Juden schuld.
Stirbt heute ein Kind unerklärlich (SIDS), sind die Raucher schuld.
Griff die Pest um sich, waren die Juden schuld, die die Brunnen vergifteten. Erkranken heute Menschen an Krebs, sind die Raucher schuld, die die Luft vergiften.

Und natürlich sind Raucher auch der schlimmsten Sünde schuldig: Der Blasphemie! Denn sie glauben nicht an die Heilsbotschaft der Gesundheitsapostel, die ihren Jüngern ein beinahe ewiges, krankheitsloses Leben versprechen, wenn sie die Fastengebote halten.
Dass sie diese Ketzerei auch noch frech und unverschämt in aller Öffentlichkeit demonstrieren, ist das grösste ihrer Verbrechen.
Deshalb müssen sie in Ghettos vertrieben und am Pranger ausgestellt werden, zu ihrer Läuterung und zur Ergötzung der Gläubigen.
Und damit die Schafe nicht anfangen, zu denken, erklärt man unsere Ketzerei als Besessenheit: Eine fremde, teuflische Macht steuert unsere Gedanken, weshalb natzülich auch alles, was wir sagen, nur Worte sind, die uns der Sucht-Dämon in den Mund legt.

Du siehst: Nur die Worte sind verschieden. Die Ideologie ist die gleiche. Wir wenden uns von der Aufklärung ab und fallen zurück in die Finsternis.
  
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Mr.Marple
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #9 - 20.07.08 um 13:38:00
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Robin, Dein letzter Beitrag gehört auf goldene Tafeln gemeiselt und in jeder auch noch so kleinen Ortschaft aufgestellt, damit den Leuten endlich die Parallelen klar werden.

Gruß, Mr.Marple
  

Ich habe noch nie gehört, dass einer seine Frau verprügelt hat, weil er zuviel geraucht hatte.
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Christoph Suter
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #10 - 20.07.08 um 14:31:00
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tesla schrieb on 20.07.08 um 13:02:45:
Hi Christoph,

Was ein "Goi" (=Nichtjude) und ein "Ger toshav" (=Nichtjude aber kein Götzenanbeter) ist konnte ich mir noch "ergoggeln", aber jetzt erklär mal einem theologisch Ungebildeten wie mir: Was ist oder war eine "halachische Katastrophe" ?

Jochen


Ich habe befürchtet, dass diese Frage kommen wird. Bezüglich des Judentums eine klare Antwort zu geben, ist fast unmöglich. Ich pflege zu sagen: „Zwei Juden, drei Meinungen. Sechs Rabbiner, eine Keilerei.“ Zwinkernd

Bezüglich den Begriff „Ger toshav“ ist das auch so ein Problem. In Ivrit (hebräisch) heisst das soviel wie „Mitbewohner“. Ob nun der Begriff „Ger toshav“ korrekt ist, oder derjenige von Moses Maimonides [1138], nämlich „Ben Noach“ (Plural: „Bnei Noach“), kann vermutlich nicht einmal ein Rabbiner verlässlich sagen.

Warum ich mich als „Ger toshav“ bezeichne, hat eine Geschichte. Einer meiner jüdischen Freunde nennt mich seit Urzeiten einen „Halbmoischele“ (eigene Wortkreation) - was ich jeweils als Kompliment auffasse.

Einen „Gijur“ (Übertritt zum Judentum) habe ich nicht vollzogen, da die Jüdische Gemeinde in Basel halachisch, also orthodox ist. Hätten wir in Basel, so wie in Zürich, eine "Or Chadash" Gemeinde (liberales und progressives Judentum), dann wäre ich sicherlich bereits schon konvertiert. Ich kann jedoch als „Ger toshav“ einen orthodoxen Rabbiner nicht anlügen wenn er mich fragt, ob ich bereit bin, die „Kashrut“ (jüdisches Speisegesetz) einzuhalten. Das geht nicht. Ich liebe Salami, Mortadella und Pata negra zu sehr. Da ich vor der „Brit Mila“ (Beschneidung) schon genug „Schiss“ habe, soll man mich bitte mit der Kashrut in Ruhe lassen. Ich möchte nämlich gerne mit meinem jüdischen Freund am Freitagabend (Sabbat) ins Restaurant „Stadtkeller“ gehen, wo mein jüdischer Freund jeweils seine Schweinslebern zu essen pflegt.

Eine „halachische“ Katastrophe ist auch eine eigene Wortkreation von mir.

Die Halacha (Ivrit: haloch) könnte man (vereinfacht) als „Gesetz“ bezeichnen und sollte nicht mit der "Haggada" (auch „Aggada“) verwechselt werden. Letztere enthält nichtgesetzliche Inhalte rabbinischen Literatur.

Das ist jedoch meine persönliche Interpretation. Ich empfehle Dir, drei Rabbiner (einen liberalen, einen orthodoxen und einen ultraorthodoxen Rabbiner) einzuladen und denen diese Fragen zu stellen. Ich versichere Dir, es wird ein unvergesslicher und turbulenter Abend  ;-D  
  
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tesla
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Rauchen kann tödlich sein-
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #11 - 20.07.08 um 14:58:00
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Quote:
Ich habe befürchtet, dass diese Frage kommen wird. Bezüglich des Judentums eine klare Antwort zu geben, ist fast unmöglich. Ich pflege zu sagen: „Zwei Juden, drei Meinungen. Sechs Rabbiner, eine Keilerei.“ Zwinkernd [...]


Eine „halachische“ Katastrophe ist auch eine eigene Wortkreation von mir.

Die Halacha (Ivrit: haloch) könnte man (vereinfacht) als „Gesetz“ bezeichnen und sollte nicht mit der "Haggada" (auch „Aggada“) verwechselt werden. Letztere enthält nichtgesetzliche Inhalte rabbinischen Literatur.

Das ist jedoch meine persönliche Interpretation. Ich empfehle Dir, drei Rabbiner (einen liberalen, einen orthodoxen und einen ultraorthodoxen Rabbiner) einzuladen und denen diese Fragen zu stellen. Ich versichere Dir, es wird ein unvergesslicher und turbulenter Abend  ;-D  


Hi Christoph,

herzlichen Dank für die schöne Ausarbeitung und Beantwortung meiner Frage..Man lernt ja nie aus.

Jochen
  
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MadMax
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #12 - 20.07.08 um 19:11:00
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Quote:
Ich habe befürchtet, dass diese Frage kommen wird. kann vermutlich nicht einmal ein Rabbiner verlässlich sagen.




Danke für die Antwort auf diese Frage. Die musste wirklich kommen.
Nachdem ich als "Goi" wirklich keine Ahnung von diesen Angelgenheiten habe, finde ich es schön, wieder mal was dazu gelernt zu haben.

Und genau dies ist das Positive an diesem Forum "Man lernt nie aus".

Gruß
Joachim
  
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Pater Peter
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Lang lebe Helmut Schmidt

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #13 - 20.07.08 um 21:28:00
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Mr.Marple schrieb on 20.07.08 um 13:38:42:
Robin, Dein letzter Beitrag gehört auf goldene Tafeln gemeiselt und in jeder auch noch so kleinen Ortschaft aufgestellt, damit den Leuten endlich die Parallelen klar werden.

Gruß, Mr.Marple


Hier in Nürnberg hätten wir ein schönes Einmeißelobjekt: Die Säulen in der Straße der Menschenrechte  Zwinkernd
  

Die Wirte des Menschen sind unantastbar!
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Zora
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fumar es un placer

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #14 - 21.07.08 um 10:34:00
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Quote:
Wir wenden uns von der Aufklärung ab und fallen zurück in die Finsternis.


interessant in diesem zusammenhang sicher auch die ausgeprägte asketische tendenz in diesen rückfallphasen. jüngeres beispiel aus unserer geschichte:
"kraft durch freude"  Lippen versiegelt
aktuelles:
"fit for fun"  unentschlossen

grüße, zora
  

"Puritaner sollten zwei Feigenblätter vor den Augen tragen." (Stanislaw Lec)
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robin
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robin

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #15 - 21.07.08 um 11:16:00
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Da liegst du jetzt falsch.
Das KdF-Programm diente im Gegenteil dem Zweck, auch Arbeitern 'bürgerliche' Statussymbole (Reisen, Auto...) zu ermöglichen.
Hier wurde also ganz bestimmt nicht die Askese, sondern eher der Wohlstandsgedanke angesprochen. Nach dem Hunger des Weltkriegs und der Misere der grossen Wirtschaftskrise in den 20ern wäre ein Askesegedanke auch kaum vermittelbar gewesen.

Es gab zwar durchaus Verzichtspropaganda, wie 'Kanonen statt Butter', aber die Popularität des Systems war in erster Linie auf der Schaffung von Arbeit und Wohlstand gegründet.
Die Jugenderziehung passt auch nicht so recht, denn in Erinnerung der eigenen, harten Kindheit erschien den Menschen ein 'Zäh wie Kruppstahl' gar nicht so abwegig - Vergiss nicht, dass diese Eltern , insbesonders die Männer natürlich, die extreme Erfahrung des Weltkriegs gerade hinter sich hatten. Wenn da die 'Pimpfe' geschliffen wurden, sahen das wohl die meisten Väter eher als Bestätigung ihrer Heldenrolle nach dem Muster 'Das ist ja nioch gar nichts im Vergleich zu dem, was wir an der Front geleistet haben!'
  
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perle
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #16 - 21.07.08 um 11:58:00
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robin schrieb on 20.07.08 um 11:45:20:
Im Mittelalter wies man Juden in Ghettos, und man zwang sie dazu, an Sonntagen christliche Predigten zu hören, um sie zu bekehren.

Dazu hätte dieser Spruch auch gepasst:

"Unser Ziel ist nicht, Juden zu verfolgen und sie auszusondern oder gar sie zu vertreiben. Wir versuchen ihnen zu helfen, ihren Irrglauben  loszuwerden und sie zur Seligkeit zu bekehren."


das macht benny der 16. seit dem diesjährigen karfreitag auch wieder, jetzt werden die juden "bebetet", damit sie von ihrem glauben ab- und dem christlichen glauben zufallen.

mittelalter 2.0!
  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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xila
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... hat meistens recht
;)

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #17 - 21.07.08 um 12:06:00
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"Askese" trifft es begrifflich nicht ganz richtig, aber die Gemeinsamkeiten zwischen Gesundheitswahn im Nationalsozialismus und heute sind eindeutig genug. In beiden Fällen sollte die Gesunderhaltung primär der Gemeinschaft (Volksgemeinschaft/Solidargemeinschaft) nützen, nicht dem Individuum.

Daß das Individuum davon profitiert, wurde und wird zwar gar heftig beworben, Tatsache ist aber, daß in beiden Fällen Krankheit, die über ein verhältnismäßig einfach zu behebendes Leiden hinausgeht, stigmatisiert ist und den Kranken erst einmal dem Verdacht aussetzt, selbst schuld zu sein und damit der Gemeinschaft Schaden zugefügt zu haben.

Im heutigen Falle finde ich dabei besonders bedenklich, daß die Arbeitswelt in den letzten Jahren wieder krankmachender geworden ist, und zwar m.E. primär durch die Zunahme der Zeitarbeit. Der Einsatzbetrieb eines Zeitarbeiters hat längst nicht dasselbe geschäftliche Eigeninteresse an der Gesunderhaltung seiner Mitarbeiter wie ein normaler Arbeitgeber. Da Zeitarbeiter ohnehin überwiegend mit Zeitverträgen beschäftigt sind, können sie, sobald sie "Verschleißerscheinungen" aufweisen, problemlos zur weiteren Versorgung der Solidargemeinschaft aufs Auge gedrückt werden, indem die Verträge einfach nicht verlängert werden.

Das könnte sich früher oder später noch für die SV als ein Faß ohne Boden erweisen, sollte die Zeitarbeit ihren derzeitigen Stellenwert behalten. Da werden alle Anti-Rauch-Kampagnen nichts helfen.
  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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robin
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robin

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #18 - 21.07.08 um 12:12:00
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perle schrieb on 21.07.08 um 11:58:08:
das macht benny der 16. seit dem diesjährigen karfreitag auch wieder, jetzt werden die juden "bebetet", damit sie von ihrem glauben ab- und dem christlichen glauben zufallen.

mittelalter 2.0!


Es ist allerdings ein riesengrosser Unterschied, ob man für ein Ereignis betet oder es durch Zwang, unter eklatanter Missachtung der Menschenrechtskonvention und diverser Straftatbestände (Volksverhetztung!) forciert.

Der Protagonist für letzteres ist vor allem Luther, der zwar, wie sich die evangelischen Kirchen gerne brüsten, gegen individuelle Übergriffe gegen Juden auftrat, aber gleichzeitig die staatliche 'Obrigkeit' in die Pflicht nahm, die Judenbekehrung mit administrativen Mitteln (Sondersteuern, Berufsverbote, bis hin zur Ausweisung) zu unterstützen.
So gesehen war er weit 'moderner' als die katholische Kirche.
  
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Christoph Suter
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #19 - 21.07.08 um 12:25:00
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perle schrieb on 21.07.08 um 11:58:08:
das macht benny der 16. seit dem diesjährigen karfreitag auch wieder, jetzt werden die juden "bebetet", damit sie von ihrem glauben ab- und dem christlichen glauben zufallen.

mittelalter 2.0!


Nun ja - da muss man für Benny den 16. Verständnis haben Zwinkernd Zumal der Weise (evtl. auch Rabbiner) Yehoshua Ben Josef (Jesus, Sohn des Josefs) - gemäss Johannes 8.58 - angeblich gesagt haben soll „Dixit eis Iesus amen amen dico vobis antequam Abraham fieret Ego sum“ (Jesus hat zu ihnen gesagt: "Amen, amen, ich sage euch: Ehe Abraham ward, bin ich!").

Abraham wäre demzufolge Christ und nicht Jude gewesen!

Da fliegt natürlich jedem männlichen Juden - verständlicherweise - die Kippa vom Kopf, wie eine Frisbee-Scheibe. ;-D

Aber jetzt wird es eindeutig zu theologisch. Kümmern wir uns um das Rauchverbot!
  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #20 - 21.07.08 um 18:13:00
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Quote:
Da liegst du jetzt falsch.
Das KdF-Programm diente im Gegenteil dem Zweck, auch Arbeitern 'bürgerliche' Statussymbole (Reisen, Auto...) zu ermöglichen.


jain, robin,
das wurde den menschen vorgegaukelt, genau so, wie ihnen heute wieder etwas vorgegaukelt wird. so wie ich askese in diesem zusammenhang sehe, ist es die von max weber als "Askese ins Innerweltliche" verstandene, also immer auch ein produkt des kapitalismus.

wenn henry ford 1923 schreibt:

"Stellt eine Ware so gut und so billig her, wie es möglich ist, und zahlt so hohe Löhne, daß der Arbeiter das, was er erzeugt, auch selbst zu kaufen vermag, schaltet jede Verschwendung aus und spart vor allem das kostbarste Gut, die Zeit..."

und drei jahre später:

"Die große Masse der bei uns angestellten Arbeiter ist ungeschult; sie lernen ihre Aufgabe innerhalb weniger Stunden oder Tage. Haben sie nicht innerhalb dieser Zeit begriffen, so können wir sie nicht gebrauchen. Viele von ihnen sind Ausländer; alles, was wir von Ihnen verlangen, ehe sie angestellt werden, ist, daß sie potentiell imstande sind, so viel Arbeit zu leisten, um den Raum, den sie in der Fabrik beanspruchen, zu bezahlen."

und damit unter anderem für die nazis zum vorbild wurde (der "volkswagen"), so hat das sicher nichts mehr mit einem traditionellen metaphysischen askesebegriff zu tun, sehr wohl aber mit einem neuen, der den menschen im sinne einer kapitalistisch orientierten weltordnung definiert:

du musst gesund und kräftig sein, um funktionieren/dienen zu können.

du hast also recht, wenn du schreibst, dass der wohlstandgedanke angesprochen und nicht an entbehrungen erinnert werden sollte (so weit haben wir es erst heute getrieben), nur schau doch einfach einmal hin, wie die moderne askese aussieht (siehe auch pro-hirnfrei) - so falsch lag m. weber nicht. Und, ein bißchen o.t. außerdem neulich schon life besprochen: der gute alte goethe wäre mit seinen trinkgewohnheiten auch nicht durchgekommen, stattdessen als pathologisch abgestempelt worden (und dann noch nicht mal nordic walking!)  Schockiert/Erstaunt

grüße, zora


  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #21 - 21.07.08 um 22:24:00
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Mr.Marple schrieb on 20.07.08 um 13:38:42:
Robin, Dein letzter Beitrag gehört auf goldene Tafeln gemeiselt und in jeder auch noch so kleinen Ortschaft aufgestellt, damit den Leuten endlich die Parallelen klar werden.

Gruß, Mr.Marple


Mir würde Stein schon genügen  ;-D
  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #22 - 22.07.08 um 09:30:00
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Zora schrieb on 21.07.08 um 18:13:22:
wenn henry ford 1923 schreibt:...


henry Ford, dies als Anmerkung, hat hier wohl nicht nur den Antisemitismus der Nazis verinnerlicht (VOR den Nazis, übrigens), sondern auch deren Schlagwort vom 'schaffenden' und 'raffendem' Kapital.
Beides, Antisemitismus und Ablehnung reiner Kapital-Maximierung, gingen ja Hand in Hand, da die Juden mit dem anonymen 'Kapital' geradezu gleichgesetzt wurden.
Dass der Faschismus eine eindeutig 'soziale' Komponente hatte, ist wohl unstreitig. Und ich glaube, daß Henry Ford sich durchaus als eine Art Sozialist fühlte.
Das trifft übrigens auf viele 'Patriarchen' seines Schlags zu,  als Beispiel sei vielleicht Alfried Krupp genannt.
  
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fumar es un placer

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #23 - 22.07.08 um 10:04:00
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Quote:
Und ich glaube, daß Henry Ford sich durchaus als eine Art Sozialist fühlte.  


das sehe ich auch so, es gilt übrigens auch im umgekehrten sinne: die sozialisten haben in ihm einen apostel gesehen. zitat aus der erstausgabe der Moscow News von 1930 ein Plädoyer für “Lenins Ford”:

Quote:
  “American technique and Sovietpower will build socialism”.

  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #24 - 22.07.08 um 12:06:00
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Wenn ich mich recht erinnere, hat sich Ford auch im Anti-Rauchen betätigt.
  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #25 - 22.07.08 um 12:19:00
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ChristophL schrieb on 22.07.08 um 12:06:30:
Wenn ich mich recht erinnere, hat sich Ford auch im Anti-Rauchen betätigt.


Ja, sehr sogar:

http://medicolegal.tripod.com/ford1914.htm

Aus dem Jahr 1914, zeitlich paralell mit der Alkohol-Prohibition, für die er sich ebenfalls vehement einsetzte - und die EXAKT die gleichen 'Begründungen' gebrauchte.

Ein Beispiel:

"If you will study the history of almost any criminal you will find that he is an inveterate cigarette smoker. Boys, through cigarettes, train with bad company. They go with other smokers to the poolrooms and saloons. The cigarette drags them down. Hence if we can educate them to the dangers of smoking we will perform a service."

GENAU das gleiche wurde vom Alkohol behauptet: Praktisch alle Verbrechen sind dem Alk zuzuschreiben, verbietet ihn, und gefängnisse werden überflüssig!

Und, wie interessant: Der Saloon, also die Kneipe, war das eigentliche Feindbild!
  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #26 - 22.07.08 um 18:23:00
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Ab 1938 haben manche österreichische Fremdenverkehrsgemeinden Gäste damit geworben, sie seien "judenfrei".
  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #27 - 22.07.08 um 18:56:00
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Vielleicht ist DIESES genau das langfristige Ziel.. grübel..
  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #28 - 22.07.08 um 23:14:00
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Matrix schrieb on 22.07.08 um 18:23:50:
Ab 1938 haben manche österreichische Fremdenverkehrsgemeinden Gäste damit geworben, sie seien "judenfrei".


Literarisch verarbeitet von Elisabeth Langgässer in "Saisonbeginn"...
  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #29 - 23.07.08 um 07:05:00
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dieblauen berlin schrieben:

Quote:
Vielleicht ist DIESES genau das langfristige Ziel.. grübel..


wie meinst du/meint ihr das?

gruß, zora
  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #30 - 23.07.08 um 17:39:00
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Jeder Politiker oder sonst einer, der "da oben sitzt, braucht einen Feind! In der islamischen Welt, wo über 70% der Bevölkeruing aus unter 20-Jährigen besteht, muss man was machen. Z,B. Bürgerkrieg! Bevor einer von denen an meine Futterkröge kommt, soll er sich doch lieber umbringen lassen oder selber umbringen. In Europa hat man im Moment kein richtiges Feindbild mehr, ein paar Terroristen, ein paar Asylanten, wo ist da noch die Daseinsberechtigung als Politiker (Im Inneren macht man außer  Mist sowieso nichts, kann ja Stimmen kosten, Entschuldigung "Gro0e Koalition) Also müssen wieder Feinde her. Asoziale, Raucher. Schon 1983 schrieb Konstantin Wecker ein Lied (Immer noch werden Hexen verbrannt), wie wahr. Da wir keine Feinde mehr haben dürfen (außer denen, die die Amerikaner uns sagen), müssen wir ja krampfhaft nach welchen suchen! Da kommen die Raucher doch wie gerufen, denen man schon seit Jahren erzählt, dass ihr Verhlten schädlich sei. Jetzt noch etwas Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie, ein paar Abgeordnete "überreden", schon klappt die die ganze Chose. Im Namen der Gesundheit traut sich sowieso keiner mehr, was dagegen zu sagen. Darauf erstmal einen Cognac und eine dicke Zigarre.
  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #31 - 23.07.08 um 18:53:00
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Zora schrieb on 23.07.08 um 07:05:39:
dieblauen berlin schrieben:


wie meinst du/meint ihr das?

gruß, zora


Ich habe den Wink mit dem Zaunpfahl von „dieblauen-berlin“ sofort verstanden. Der Grund ist, weil ich Basler und Schweizer bin. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern weil unsere berühmteste Antirauchersturmabteilung „pro aere“ mit dem Slogan:

„Wir machen Luft rauchfrei“
(www.proaere.ch)

wirbt. Da habe ich mich sofort wieder an den Geschichtsunterricht in der Schule erinnert und gewisse Parallelen entdeckt  Zwinkernd
  
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Matrix
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #32 - 23.07.08 um 19:36:00
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Quote:
Slogan:

„Wir machen Luft rauchfrei“
(www.proaere.ch)

Da habe ich mich sofort wieder an den Geschichtsunterricht in der Schule erinnert und gewisse Parallelen entdeckt  Zwinkernd


Für mich ist das doppelt beängstigend: Als rauchender Jude trage ich mit der Kippe ja schon fast den gelben Stern mit mir.

Manche Formulierungen der Antis gehen mir durch Mark und Bein. Ich wundere mich nur, wie man der schleichenden Diskriminierung von heute nur zusehen und glauben kann, wir seien die besseren Menschen als damals ...

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #33 - 23.07.08 um 19:46:00
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Pater Peter schrieb on 22.07.08 um 23:14:36:
Literarisch verarbeitet von Elisabeth Langgässer in "Saisonbeginn"...


Ja, dieses Buch kann ich euch nur empfehlen!
Der "heutige" Leser glaubt sich natürlich den Menschen von damals moralisch überlegen.

Wer aber zwischen den Zeilen zu lesen vermag, weiß, NICHTS HAT SICH GEÄNDERT. Damit meine ich nicht unbedingt den Antisemitismus, sondern die geschwinde Bereitschaft und Begeisterung, sich an "modernen" Diskriminierungen zu beteiligen. Diese Aktualität ist es, die mich erschreckt. Viele Menschen glauben heute, sie seien immun gegen den Faschismus, weil sie gegen Hitler und die Shoah sind. Aber die erkennen den Faschismus von 2008 nicht. Der trägt kein Oberlippenbärtchen und richtet sich (in erster Linie) nicht gegen Juden.

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #34 - 23.07.08 um 20:32:00
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Matrix schrieb on 23.07.08 um 19:46:11:
Ja, dieses Buch kann ich euch nur empfehlen!
Der "heutige" Leser glaubt sich natürlich den Menschen von damals moralisch überlegen.

Wer aber zwischen den Zeilen zu lesen vermag, weiß, NICHTS HAT SICH GEÄNDERT. Damit meine ich nicht unbedingt den Antisemitismus, sondern die geschwinde Bereitschaft und Begeisterung, sich an "modernen" Diskriminierungen zu beteiligen. Diese Aktualität ist es, die mich erschreckt. Viele Menschen glauben heute, sie seien immun gegen den Faschismus, weil sie gegen Hitler und die Shoah sind. Aber die erkennen den Faschismus von 2008 nicht. Der trägt kein Oberlippenbärtchen und richtet sich (in erster Linie) nicht gegen Juden.

lg
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Fachismus hat zunächst einmal auch nichts Hitler und Judenverfolgung usw, zu tun:

Der Begriff Faschismus ist abgeleitet von lat. fasces für Rutenbündel. Dieses war ein Symbol der Macht des Römischen Reiches, das die antiken Liktoren vor den höchsten römischen Beamten (Konsuln, Prätoren, Diktatoren) her trugen. Außerhalb des antiken Roms trugen sie ein Rutenbündel mit einem darin eingewickelten Beil (Liktorenbündel, ital.: littorio) mit sich.

Seit der Französischen Revolution wurde das Symbol im Sinne der Volkssouveränität umgedeutet als Staatsgewalt, die das Volk innehaben sollte. Das italienische Wort für Bündel kann sich auch auf Bünde, also Verbände beziehen. In diesem Sinn wurde der Plural Fasci seit etwa 1870 für Gewerkschaften, Bauernverbände und andere Interessenverbände verwendet.

Das Rutenbündel wurde nach dem Ersten Weltkrieg zum offiziellen Zeichen der von Mussolini geführten italienischen Bewegung. Er nutzte alle drei Symboldeutungen - Zentralgewalt, Volksherrschaft und Zusammenhalt - für seine Propaganda, etwa in Monumentalbauten wie dem Siegesdenkmal Bozen und seiner Standarte.

Fritz Schotthöfer erklärte bereits 1924 in Il Fascio:[1]

    „Der Faschismus hat einen Namen, der an sich nichts sagt über den Geist und die Ziele der Bewegung. Ein Fascio ist ein Verein, ein Bund, Fascisten sind Bündler, und Fascismus wäre etwa Bündlertum.“


http://tinyurl.com/264jf8

Gruß
Joachim
  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #35 - 23.07.08 um 20:47:00
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Quote:
Der Faschismus hat einen Namen, der an sich nichts sagt über den Geist und die Ziele der Bewegung.


Im Sinne der o.g. historisch entwickelten Bedeutungen lässt sich jedenfalls etwas in Richtung einer "korporierten Gesellschaft" sagen.
  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #36 - 23.07.08 um 21:39:00
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Matrix schrieb on 23.07.08 um 19:36:45:
Für mich ist das doppelt beängstigend: Als rauchender Jude trage ich mit der Kippe ja schon fast den gelben Stern mit mir.



Erst nach 312 Beiträgen von Dir checke ich, dass Du Jude bist. Mit baslerischer und schweizerischer Langsamkeit ein "Brukhim haBaim" (Herzlich Willkommen) im Forum  ;-D

Ich hoffe, dass Du nur mit den Antis - und nicht etwa mit der Halacha, Mischna und dem Talmud - Probleme hast. Ich bin sicher Dir ist bekannt, dass Teddy Kollek, Golda Meïr und noch weitere berühmte Juden der Zeitgeschichte Raucher waren. Golda MeÏr war als wandelnde „Nebelgranate“ in allen Ministerien bekannt.

In den USA stellte ich bei den Chabad Lubavitsch fest, dass die wie die Wilden rauchen.

Deshalb finde ich es auch äusserst interessant, dass der sehr halachische Rabbiner David Golinkin einen Aufsatz mit dem Titel

Tschuvot Va’ad HaHalacha Schel Knesset HaRabbanim B’Jisrael HaTnu’a HaMassortit (Ist das Rauchen nach der Halacha verboten?) verfasst hat.

Auszug

Sche’elah: Im Licht Dutzender wissenschaftlicher Studien: ist das Rauchen nach dem jüdischen Gesetz verboten? Wenn dem so ist, warum wird in der ultraorthodoxen Gemeinschaft so hemmungslos geraucht, jene Gemeinschaft, die ansonsten sehr darauf bedacht ist, die Gebote zu erfüllen?

Eine Antwort darauf habe ich leider nicht  Zwinkernd





  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #37 - 24.07.08 um 09:17:00
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@ MadMax

Danke für deine Ausführungen zum Thema Faschismus.
Mir war das nicht neu, was ich ich mit meinem Posting ausdrücken wollte, war, dass Faschismus in den Medien und sonstigen "Volksaufklärung" fast nur als Nationalsozialismus vorkommt. Tenor: "Wenn wir gegen die Nazis sind, haben wir den Faschismus für alle Zeiten besiegt." Diese Haltung ist für mich so gefährlich. Denn Faschsmus kann viele Gesichter haben.

@ Christoph Suter

Danke für den verspäteten Willkommensgruß!
Nein, ich habe keine Probleme mit meinem Judentum  ;-D, ich freu mich, wenn ich andere Juden treffe  Smiley aber ich will es halt nicht gleich erwähnen. Drum hab ich im Forum dazu noch nix geschrieben. Außerdem spielt es für unser gemeinsames Thema nicht DIE Rolle.

Unsere Familie ist nicht (sehr) religiös, ich überhaupt nicht, aber wir alle sind stolz auf unsere jiddische Vergangenheit.

Schön, dass du auf einige berühmte Jüdinnen und Juden, die das Rauchen genießen (genossen), hingewiesen hast. Bei vielen Berühmtheiten wird ja heute bereits zensuriert, dass sie (leidenschaftlich) geraucht haben!

Ich freu mich auf weitere News von dir - jetzt, wir ein zusätzliches gemeinsames Thema gefunden haben und du so viel weißt  Smiley

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #38 - 24.07.08 um 23:43:00
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Quote:
Ich habe den Wink mit dem Zaunpfahl von „dieblauen-berlin“ sofort verstanden. Der Grund ist, weil ich Basler und Schweizer bin. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern weil unsere berühmteste Antirauchersturmabteilung „pro aere“ mit dem Slogan:

„Wir machen Luft rauchfrei“


christoph, matrix, es tut mir leid, vielleicht stehe ich gerade wirklich auf der leitung, aber ich kann euch und den blauenberlin nicht folgen. seid ihr der meinung, die rauchverbote sind in wahrheit die vorboten einer neuen shoa? (das mit dem auf dem schlauch stehen ist ernst gemeint)

grüße, zora
  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #39 - 25.07.08 um 00:27:00
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Wie es das verstanden habe, geht es um die Parallelität von juden"frei" und rauch(er)"frei".

  
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robin

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #40 - 25.07.08 um 07:34:00
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Zora schrieb on 24.07.08 um 23:43:26:
seid ihr der meinung, die rauchverbote sind in wahrheit die vorboten einer neuen shoa?

neinneinein.
Du läufst da in eine Falle, in die viele Menschen gehen: 'Wenn keine Menschen vergast werden, ist es kein Faschismus!'

Es geht lediglich um die Mentalität derer, die Mitmenschen herabsetzen und verfolgen.
  
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xila
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... hat meistens recht
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #41 - 25.07.08 um 08:04:00
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Zora schrieb on 24.07.08 um 23:43:26:
christoph, matrix, es tut mir leid, vielleicht stehe ich gerade wirklich auf der leitung, aber ich kann euch und den blauenberlin nicht folgen. seid ihr der meinung, die rauchverbote sind in wahrheit die vorboten einer neuen shoa? (das mit dem auf dem schlauch stehen ist ernst gemeint)

grüße, zora


Es ist ein Fehler, diese Sache von ihrem bekannten Ende (Shoa) her zu denken, denn dieses Ende war niemandem voraussehbar. Dieses Ende wäre außerdem ohne eine große Zahl von vorausgegangenen Schritten unmöglich gewesen. Jeder dieser Schritte bewirkte eine immer weitergehende Isolierung der Juden von ihren nichtjüdischen Freunden, Kollegen und Nachbarn im Beruf, im Privatleben, in der Schule ... Aus den Augen, aus dem Sinn.

Mit jemandem, der für alle unsichtbar geworden ist, kann man ganz andere Dinge machen, als wenn es vor aller Augen geschehen muß. Die neuen Ideen, was man mit den Juden machen könnte, wenn keiner mehr zuschaut, kamen erst, als tatsächlich so gut wie niemand mehr zuschauen konnte. Sogar für die Hauptakteure kristallisierte sich erst im Lauf der Zeit heraus, daß die (von Beginn an angepeilte) Endlösung in einem Massenmord bestehen würde.

Ich habe keine Ahnung, was sich die Anti-Fraktion für uns überlegen wird, wenn wir erst einmal an dem Punkt sind, daß ihnen keiner mehr bei dem zuschauen würde, was ihnen zu uns so eingefallen ist - sprich: wenn das Rauchen vollständig aus dem Blick der Öffentlichkeit vertrieben ist. Das einzige, was ich ganz sicher sagen kann, das ist, daß ich mich vehement gegen jeden Schritt zur Wehr setzen werde, der erkennbar darauf abzielt, die Zahl der potentiellen Zuschauer bei diesem Was-auch-Immer zu reduzieren, weil die nun einmal im Zweifelsfall immer noch meine beste Lebensversicherung sind.

Ob ich eine Lebensversicherung nun brauchen würde oder nicht; ich möchte sie mir gerne erhalten. Es geht mir dabei nicht um das, was die Antis voraussichtlich tun WOLLEN, sondern um das, was sie dann tun KÖNNTEN. Gelegenheit macht bekanntlich Diebe, und im Fall der Shoa jedenfalls hat sie nachweislich auch Mörder gemacht. Ich bin nicht scharf darauf, ein Testobjekt dafür zu werden, ob die zivilisatorischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte dergleichen nun wirklich unmöglich gemacht haben oder womöglich doch nicht.

  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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Matrix
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #42 - 25.07.08 um 08:53:00
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robin schrieb on 25.07.08 um 07:34:09:
Du läufst da in eine Falle, in die viele Menschen gehen: 'Wenn keine Menschen vergast werden, ist es kein Faschismus!'

Es geht lediglich um die Mentalität derer, die Mitmenschen herabsetzen und verfolgen.


Genau das ist es, Robin!
Xila hat es noch tiefschürfender ausgeführt.

Es hat zu tun mit der ständigen Unterschiedlichmachung:
Auf der einen Seite die RaucherInnen, die müssen hier sitzen, die dürfen gar nicht herein, die müssen sich den Befindlichkeiten der anderen anpassen.
Auf der anderen Seite die NichtraucherInnen/ Gutmenschen, die dürfen den Rauchenden vorschreiben, was sie dürfen und was nicht.

Genau diese Haltung ist es, die ich für faschistisch halte: Gute und Schlechte, Herrenrasse und Untermenschen, Gscheite und Blöde, Gesunde und Kranke, Arbeitsfähige und Süchtler oder wie immer man diese neue Aufteilung der Menschheit bezeichnen möchte.
Da sage ich "Wehret den Anfängen!" oder auch schon mal "Staat hau ab!"

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #43 - 25.07.08 um 09:31:00
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Zora schrieb on 24.07.08 um 23:43:26:
christoph, matrix, es tut mir leid, vielleicht stehe ich gerade wirklich auf der leitung, aber ich kann euch und den blauenberlin nicht folgen. seid ihr der meinung, die rauchverbote sind in wahrheit die vorboten einer neuen shoa? (das mit dem auf dem schlauch stehen ist ernst gemeint)

grüße, zora


Zora, ich kann Dich beruhigen. Ich persönlich meine das direkt so nicht. Aber ein wenig indirekt.

Jemand, der die Shoa als Vergleich in dieser Diskussion heranzieht, übertreibt masslos. Unter „Shoa“ verstehe ich die geplante und maschinelle Vernichtung von Menschen und deren vorherige Ausbeutung, in bisher unbekanntem Masse. Hoffentlich eine einmalige Katastrophe in der Geschichte der Menscheit!

Ich muss hier etwas Geschichtsunterricht erteilen. Matrix möge mich korrigieren, wenn ich Unsinn erzähle.

Das Dritte Reich lag am Boden. Admiral Dönitz hatte provisorisch schon einmal die Kapitulation unterzeichnet. Später dann Keitel. Der Schwerverbrecher aus Braunau am Inn war schon ein Kohleklumpen und Himmler hatte bereits sein Zyankali-Bonbon gelutscht.

Es war also Friede!

Da haben ein paar unverbesserliche Polen sich gedacht: „Wir führen das jetzt zu Ende, was der Adolf nicht zu Ende führen konnte“. In ein paar polnischen Dörfern auf dem Lande wurde verbreitet, die Juden hätten Säuglinge geschlachtet, um mit deren Blut ihre Rituale zu vollziehen. Darauf begannen in Polen schon wieder Judenpogrome. Hunderte von Juden wurden ermordet. MERKE: Es war Friede und das Dritte Reich existierte nicht mehr!

Daraufhin war für die Juden definitiv Schluss. Es gab nur noch ein Ziel. Ab nach Palästina. Die Hagana (daraus wurde später die Armee des Staates Israel) war damals verdeckt in Europa aktiv und organisierte die Flucht der Juden in Richtung Mittelmeer.

Den Rest der Geschichte kann sich jeder auf DVD kaufen. Guido Knopp (History) hat abendfüllend darüber berichtet. Aber natürlich auch seriöse Quellen, wie die BBC und andere Sender  Zwinkernd

Ich bleibe jedoch bei meiner Behauptung, dass die Quelle der Shoa im Neuen Testament, Johannes 8.58, begraben liegt. In diesem Teil des Neuen Testaments, welches übrigens hunderte Jahre nach dem Tod von Yehoshua Ben Josef (Jesus) verfasst wurde wird behauptet, Jesus habe gesagt: „Dixit eis Iesus amen amen dico vobis antequam Abraham fieret Ego sum“ [Jesus hat zu ihnen gesagt: "Amen, amen, ich sage euch: Ehe Abraham ward, bin ich!"].

Ich bezweifle, dass dieser jüdische Weise (möglicherweise war er sogar Rabbiner) dies so gesagt hat. Es ist eine Behauptung, welche schreckliche Folgen hatte. Genau so schreckliche Folgen - aber nicht eine Shoa - kann die Behauptung von Frau Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle im DKFZ Heidelberg haben, wenn ihre Behauptung, es stürben in Deutschland 3'301 Nichtraucher durch den tödlichen Passivrauch von uns Rauchern, zum Dogma wird.

  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #44 - 29.07.08 um 18:46:00
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meine frage bezog sich auf dieses zitat von matrix:

Quote:
Ab 1938 haben manche österreichische Fremdenverkehrsgemeinden Gäste damit geworben, sie seien "judenfrei".


und diese direkte antwort von die blauenberlin:

Quote:
Vielleicht ist DIESES genau das langfristige Ziel.. grübel..


offensichtlich stand ich nicht auf der leitung, hatte lediglich einen pingelknoten im hirn - lediglich die formulierung der blauenberlin war ein wenig unglücklich, denn es geht ja wohl kaum darum, österreich zum 70jährigen jubiläum dieser nazifremdenverkehrswerbung noch einmal judenfrei haben zu wollen.

danke trotzdem an alle, die sich für mich und mit mir einen kopf gemacht haben.

gruß, zora


  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #45 - 01.08.08 um 17:59:00
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Zora schrieb on 29.07.08 um 18:46:28:
meine frage bezog sich auf dieses zitat von matrix:


und diese direkte antwort von die blauenberlin:


offensichtlich stand ich nicht auf der leitung, hatte lediglich einen pingelknoten im hirn - lediglich die formulierung der blauenberlin war ein wenig unglücklich, denn es geht ja wohl kaum darum, österreich zum 70jährigen jubiläum dieser nazifremdenverkehrswerbung noch einmal judenfrei haben zu wollen.

danke trotzdem an alle, die sich für mich und mit mir einen kopf gemacht haben.

gruß, zora




Hallo Zora!

Es tut mir Leid, dass ich mich missverständlich / verwirrend ausgedrückt habe.

Das ist das Problem des Forums, man antwortet auf einen Artikel, in der Zwischenzeit posten andere, der Zusammenhang kann manchmal verloren gehen.

Was mein Gedanke war, bezog sich auf die Nachsilbe "-frei":

Bei "rauchfrei" muss ich immer an "judenfrei" denken. Da ich als Jude hier vielleicht besonders anfällig bin, sage/schreibe ich jetzt sogar immer öfter "rauchERfrei", weil ich hoffe, dass auch andere diese Sensibilität besitzen.

Aber dein Einwand hat mir gezeigt, dass selbst sensible Menschen nicht immer gleich die von mir beabsichtigten Assoziationen haben...

Muss ich nach anderen Wegen suchen...

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #46 - 01.08.08 um 19:01:00
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Matrix schrieb on 01.08.08 um 17:59:30:
Bei "rauchfrei" muss ich immer an "judenfrei" denken. Da ich als Jude hier vielleicht besonders anfällig bin, sage/schreibe ich jetzt sogar immer öfter "rauchERfrei", weil ich hoffe, dass auch andere diese Sensibilität besitzen.


Ich bin sehr froh, dass wir mit Matrix einen Juden hier im Forum haben. Nun muss ich mich nicht immer wieder auf das Glatteis begeben  Zwinkernd

Aus Basel, allen hier anwesenden Juden zum morgigen 1. Aw "Rosch Chodesch" und "Schabbat Schalom".

  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #47 - 02.08.08 um 16:30:00
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Quote:
Ich bin sehr froh, dass wir mit Matrix einen Juden hier im Forum haben. Nun muss ich mich nicht immer wieder auf das Glatteis begeben  Zwinkernd

Aus Basel, allen hier anwesenden Juden zum morgigen 1. Aw "Rosch Chodesch" und "Schabbat Schalom".




Ja, dieses Wo-End fällt einiges zusammen Smiley


Gemeinsam werden wir so manches schaffen, Christoph, auch das Glatteis
Zwinkernd

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #48 - 03.08.08 um 00:01:00
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"Bei "rauchfrei" muss ich immer an "judenfrei" denken. Da ich als Jude hier vielleicht besonders anfällig bin, sage/schreibe ich jetzt sogar immer öfter "rauchERfrei", weil ich hoffe, dass auch andere diese Sensibilität besitzen. "

War bei mir auch der Fall gewesen...
Aber genau DAS kapieren die Menschen nicht! Ich mache auch keine Vergleiche mit Holocaust, denn das ist wirklich übertrieben. ABER: ich kann nur eins sagen: Ich war in Russland ein "rauchender Jude" und bin, nachdem ich 10 Jahre lang einfach ein Mitglied der Gesellschaft gewesen bin, zu einem
"jüdischem Raucher" mutiert.
Und genau DAS macht mir Angst und, um ehrlich zu sein, auch aggressiv. 

Insbesonderes die Untersuchungen über "Denkfähigkeit der Raucher" und die Bezeichnungen "Normalatmer" (von unseren "Freunden") oder "Normalzustand ist ein Nichtraucher zu sein" erzeugt bei mir KEINE gute Gefühle. Und wenn die Politik dabei mitspielt, dann na ja.....

Übrigens im Bezug aufs Rauchen/nicht Rauchen ( habe kein großes Wissen über die jüdische Religion, war aber immerhin 4 Jahren auf einer jüdischen Schule bei Synagoge St.-Petersburg)

Einen "religiösen" und offiziellen Verbot gibt es NICHT!
Die MEISTEN Tschuvot verbieten das Rauchen zwar, aber eben die MEISTEN. Hauptbegründung( in eine "normale" Sprache): das Körper wurde vom G'tt  erschaffen und sollte "gehütet" werden...
Dann kommt aber ein Problem, das zur Zeit von heutigen Rabbiner umgegangen werden will:
1. Viele Gelehrten haben geraucht (darunter auch einige so genannten "potenziellen Messias" )
2. Vieles, was man heute tut,ist gefährlicher
3. Alle "Thora-Gesetzte" zu befolgen, ist heute sowieso nicht möglich
4. Einige Gelehrte sind auch heute Raucher

Also ziemlich komplex, aber...Kurz gefasst: es ist heute modern "nicht zu rauchen" und wie wir schon wissen "nicht gesund"....daher wird möglicherweise ein Verbot kommen.
Sonst bleibt hinzufügen:

die orthodoxen Juden werden das Verbot noch ziemlich lange nicht akzeptieren... und wahrscheinlich auch nicht bekommen.

die konservativen und liberalen Juden haben einen Rauchverbot, nehmen es aber meistens nicht sehr ernst

Und für einen säkularen Juden gelten eher ziemlich wenige Vorschriften, die zu befolgen sind( ich bin "religiös" nur an den Jahrestagen der verstorbenen Verwandten und am "Jom Kippur"). Somit wird für mich das Verbot nicht viel bringen.


;-D
  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #49 - 03.08.08 um 11:38:00
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Wenn ich mich als Ger toshav in diese innerjüdische Diskussion einmischen darf, dann nur kurz. In allen Tschuwot vermisse ich die Aussage "shmirat haguf" (Deuteronomium [Ziffer habe ich leider vergessen und leider finde ich diese auch nicht direkt in der deutschen Übersetzung der Thora, von Moses Mendelssohn]). Shmirat haguf heisst soviel wie "die Sorge zum Körper". Deshalb sind im Judentum auch Tätowierungen, Piercing etc. etc. verboten.

Ein Scherzkeks von einem progressiven Rabbiner in den USA hatte folgenden Witz zum Thema "shmirat haguf" zum Besten gegeben: "Okay, shmirat haguf. Dann sei aber auch die Frage erlaubt, ob die "Brit mila" (Beschneidung) nicht dagegen verstösst."  :-D

Für mich ist immer noch das Judentum die beste Plattform, um sich genüsslich und mit viel Humor über das Rauchverbot zu streiten. Im Islam - in Bezug auf Alkohohl - absolut unmöglich.

PS. Über Tschuwot [korrekt: "Sche'elot u-Tschuwot" - "Fragen und Antworten"] reissen viele orthodoxe Juden die bissigsten Witze:

Ein Talmudschüler fragt seinen Rabbiner: "Rabbi, darf ich während des Studium des Talmud rauchen?" Der Rabbi: "Kommt nicht in Frage. Das ist eine heilige Handlung, bei welcher das Trinken, Essen und Rauchen verboten ist." Der Freund des Talmudschülers, welcher neben ihm sitzt, raunzt diesen an: "Bist du meschugge, so eine dämliche Frage zu stellen?" Er steht auf, geht zum Rabbi und fragt ihn: "Rabbi, wenn ich rauche bin ich beseelt und fühle mich Adonai (Elohim [G'tt]) so nahe. Darf ich in einem solchen Moment im Talmud lesen?" Antwort des Rabbi: "Ja, du darfst"  ;-D
  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #50 - 03.08.08 um 15:20:00
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;-D ;-D ;-D
Eins steht(stand) fest: am Schabbat wird nicht geraucht, da man dafür ja die Zigarette "anzuzünden"  braucht, was verboten ist.
Ausweg für orthodoxen Juden( falls man es finanziell leisten kann): man stellt für Samstag einen "Nichtjuden" bzw. nicht religiösen Juden(eher selten) ein, der dann die Zigarette anzündet und angezündet weiter gibt  ;-D ;-D ;-D
(Genauso macht an es übrigens mit Licht ein/ausschalten usw. usf.)
;-D ;-D ;-D

  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #51 - 03.08.08 um 15:32:00
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Quote:
man stellt für Samstag einen "Nichtjuden" bzw. nicht religiösen Juden(eher selten) ein, der dann die Zigarette anzündet und angezündet weiter gibt


Dann darfst du dir ja am nächsten Samstag die Orthodoxie erlauben Zwinkernd

  
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Christoph Suter
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #52 - 03.08.08 um 16:35:00
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Das habe ich am eigenen Leibe, 1989, anlässlich meines ersten Aufenthalts in Israel, im Tel Aviv Hilton spüren dürfen. Sabbat. Ich betrete den Frühstücksraum. Mein erster Blick in einem Frühstücksraum eines Hotels gilt nie den Brötchen und der Butter, sondern "wo ist der Aschenbecher?"  Im Tel Aviv Hilton befanden sich jedoch auf keinem der Tische Aschenbecher. Meine Radaraugen erblickten aber sofort in einer Ecke eine Ablage mit hunderten von Glasaschenbechern, welche verlassen und traurig dastanden. Kurzerhand holte ich sechs Stück davon und verteilte sie gleich auch noch auf den Tischen links und rechts von mir. Man will ja schliesslich als Schweizer im Ausland einen guten Eindruck hinterlassen. Alsdann zündete ich mir eine Zigarette an. Ihr glaubt mir nicht, wie schnell ich aus diesem Frühstückssaal rausgeflogen bin.

Mein Pech war, dass mich derselbe Kellner beim rauchen erwischte, bei welchem ich zwei Tage vorher nach den leckeren Tournedos Rossini (Rindfleisch) zum Nachtisch Münsterkäse bestellt hatte. Schon damals erklärte er mich als "meschugge", da das Restaurant im Tel Aviv Hilton GLATT-KOSCHER ist. Ich als Schweizer konnte mit dem "Glatt" damals nichts anfangen. "Glatt" bedeutet im Baseldeutschen (Alemannisch) soviel wie lustig, toll, nett. Ich ging deshalb davon aus, dass "Glatt Koscher" so etwas wie "Koscher-Light" ist. Zudem assoziiert ein Schweizer den Käse nie mit Milch, sondern eben mit Käse. Erst nachdem ich von Hosea eine halachische Kopfnuss erhielt, machte es bei mir "klick". Milch auf Fleisch geht ja nicht, du Schmock. Ich habe dann eben 4 Cognacs getrunken und eine Cohiba geraucht.

Nach dem Vorfall mit den Aschenbechern am Sabbat, begab ich mich zum Concièrge des Hotels und erkundigte mich nach weiteren Tretminen, welche da noch auf mich lauern. Der Concièrge beruhigte mich, dass ich nun alles überstanden hätte. Bei dieser Gelegenheit erlaubte ich mir noch die Frage nach etwas, was mir bei meiner nächtlichen Fahrt vom Flughafen Ben Gurion zum Hilton aufgefallen war. Links vom Hotel Hilton befindet sich ein Eisengitter, vor welchem Prostituierte stehen. Als ich mich zum Fenster des Taxis herauslehnte und winkte, hoben alle Prostituierten ihre Pullover (es war Dezember) und zeigten mir ihre nackten Brüste.

Ich erkundigte mich deshalb beim Concièrge, ob sich dort ein Bordell befände. Seine knappe Antwort lautete: "Nein, dort befindet sich die Botschaft der Schweizerischen Eidgenossenschaft!"

Ich verbitte mir sämtliche faulen Kommentare zu diesem Beitrag!  ;-D  ;-D  ;-D  ;-D  ;-D  ;-D                      
  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #53 - 03.08.08 um 19:17:00
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"Dann darfst du dir ja am nächsten Samstag die Orthodoxie erlauben "
;-D ;-D ;-D ;-D ;-D ;-D

Ach Mensch, seit 1989 hat sich da vieles geändert( nicht alles zwar, aber vieles) Ich war letztes Mal 2007 in Israel, ich konnte in Jerusalem!!! Schweinefleisch essen! ;-D

Im Bezug auf "Orthodoxen Juden":

Wir haben mit Freunden aus Israel vor 3 Jahren eine Europa-Reise gemacht...
Irgendwann in Antwerpen angelangt, wussten wir nicht mehr wohin wir fahren müssen....

Wir sahen einen orthodoxen Juden, der zusammen mit seinen Kindern unterwegs war, hielten an, ich fragte auf Englisch wo wir hinfahren müssen...

Während mir geantwortet wurde, sagte ein Freund von mir etwas auf Hebräisch( In der Hoffnung, dass es uns vielleicht etwas bringt)

Reaktion der orthodoxen Juden: Seid ihr Juden?!
Wir: Ja
Er: Na dann werde ich Ihnen NICHT helfen!
Wir: Schockiert/Erstaunt Schockiert/Erstaunt Schockiert/Erstaunt O.K.

;-D ;-D ;-D

Zuerst Mal nichts verstanden! Später kapierten wir, dass es ein Samstag war. Und damit hätte er etwas böses gemacht, hätte er die Frage beantwortet, da wir eigentlich am Samstag mit dem Auto gar nicht fahren dürften(bis auf weniger Ausnahmen).
  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #54 - 03.08.08 um 20:09:00
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Quote:
Zuerst Mal nichts verstanden! Später kapierten wir, dass es ein Samstag war. Und damit hätte er etwas böses gemacht, hätte er die Frage beantwortet, da wir eigentlich am Samstag mit dem Auto gar nicht fahren dürften (bis auf weniger Ausnahmen).


Daher vermutlich der üble Scherz, welche meine israelischen Berufskollegen mit naiven ausländischen Kollegen am Sabbat treiben. Man erklärt, man müsse in die Synagoge und empfiehlt den Kollegen aus dem Ausland, sich ein Auto zu mieten. Dann zeigt man den Kollegen auf dem Stadtplan ein Quartier in Tel Aviv, welches fast ausschliesslich von Charedim bewohnt wird. Dieses Quartier wird den Kollegen dann als "historisch" und "sehenswert" bezeichnet.

Dann sitzen am Sabbat die lieben israelischen Kollegen in der Synagoge - oder zuhause - und lachen sich ins Fäustchen, während die ausländischen Kollegen durch dieses Quartier fahren und von den ultraorthodoxen Juden mit Steinen beworfen werden.

Mein Stolz: Ich bin nie darauf reingefallen  :-D

  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #55 - 03.08.08 um 21:11:00
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Augenrollen Augenrollen Augenrollen ;-D ;-D ;-D
Passiert, der Scherz ist aber sehr ÜBEL!!!  Zwinkernd
  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #56 - 04.08.08 um 10:31:00
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Quote:
;-D ;-D ;-D
Eins steht(stand) fest: am Schabbat wird nicht geraucht, da man dafür ja die Zigarette "anzuzünden"  braucht, was verboten ist.
Ausweg für orthodoxen Juden( falls man es finanziell leisten kann): man stellt für Samstag einen "Nichtjuden" bzw. nicht religiösen Juden(eher selten) ein, der dann die Zigarette anzündet und angezündet weiter gibt  ;-D ;-D ;-D


Es ist doch gar kein Problem, einen Zeit-Zünder zu konstruieren, der am tag vorher eingestellt wird.
Habe ich da gerade eine Marktlücke erspäht?

  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #57 - 04.08.08 um 14:06:00
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robin schrieb on 04.08.08 um 10:31:23:
Es ist doch gar kein Problem, einen Zeit-Zünder zu konstruieren, der am tag vorher eingestellt wird.
Habe ich da gerade eine Marktlücke erspäht?


Ehe einen Denckansatz für Rabbiner !!! Zwinkernd ;-D
  

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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #58 - 04.08.08 um 16:43:00
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Ehe einen Denckansatz für Rabbiner !!! Zwinkernd ;-D


Ich bin geneigt eine Wette abzuschliessen, dass die Chabad Lubawitsch diese "Chochma" (Idee) bereits hatten und verwirklich haben.  ;-D
  
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Re: Rauchverbot auf dem Berg
Antwort #59 - 04.08.08 um 17:52:00
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Quote:
Ich bin geneigt eine Wette abzuschliessen, dass die Chabad Lubawitsch diese "Chochma" (Idee) bereits hatten und verwirklich haben.  ;-D

Meinste?!  ;-D
  

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