Normales Thema Wolfgang Böhmer gegen totales Rauchverbot (Gelesen: 285 mal)
papa_baer66
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Re: Wolfgang Böhmer gegen totales Rauchverbot
Antwort #2 - 09.08.08 um 14:23:00
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Quote:
Niemand bestreitet, dass die Nichtraucher vor dem ungewollten Mitrauchen geschützt werden müssen. Was die Raucher machen, wenn sie unter sich sind, das haben nicht die Nichtraucher zu entscheiden.


Hätten sich alle nach diesem Satz gerichtet, wäre ein Gesetz völlig überflüssig gewesen, denn eine einfache Kennzeichnungspflicht hätte ausgereicht. Den Rest hätte der Markt regeln müssen und wenn nicht, dann eben nicht. Selbst wenn einige Nichtraucher Raucherkneipen besuchen sollten, um in Gesellschaft ihrer rauchenden Freunde ein paar gemütliche Stunden zu verbringen, ist das ihre Entscheidung. Und die kann ihnen nun mal keiner abnehmen. Jeder Mensch ist für seine Gesundheit (falls er an die Passivrauchlüge glaubt) selbst verantwortlich. Das große Problem ist, daß das Gesundheitssystem immer mehr zu einer GmbH oder Aktiengesellschaft verkommt, bei dem es nur um Profit geht. Das sieht man ja schon an den Unterschieden, ob man Privatpatient oder Kassenpatient ist.
Ein weiteres Problem ist, das die Gesellschaft total uneins ist, z.T sogar zerstritten. Jeder ist dem anderen sein Teufel. Das spürt man besonders auf den Dörfern. Ich will hier nicht den Sozialismus schönreden, aber damals haben sich die Leute besser verstanden als heute.

mfg
  
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Raucherhusten
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Re: Wolfgang Böhmer gegen totales Rauchverbot
Antwort #1 - 09.08.08 um 10:56:00
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Mygner schrieb on 09.08.08 um 10:25:21:
http://tinyurl.com/5tdejm   . In einem Gespräch mit der Deutschen-Presse-Agentur sagte er: "Es geht nicht darum, Nikotingenuss und Zigaretten als solche zu verbieten, sondern darum, die Nichtraucher von den Rauchern konsequent zu trennen."

Wo eine Trennung beider Gruppen, wie etwa in Ein-Raum-Kneipen, nicht möglich sei, müsse der Wirt entscheiden, ob er eine Raucher- oder eine Nichtrauchergaststätte betreibe. "Und das muss man draußen dranschreiben. Da wird kein Nichtraucher gezwungen reinzugehen, und kein Raucher wird gezwungen, nicht hineinzugehen.", erklärte Böhmer.

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Man könnte meinen, die Politik hätte von dieser Möglichkeit bis zum 30.07.08 nichts gewußt und an diesem Tag wären Alois Hingerl abgestiegen, diese Möglichkeit zu verkünden Schockiert/Erstaunt Schockiert/Erstaunt
  

"Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird." (Le Bon, Psychologie der Massen)
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Mygner
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Wolfgang Böhmer gegen totales Rauchverbot
09.08.08 um 10:25:00
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http://tinyurl.com/5tdejm ;  Gespräch dpa

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hält ein totales Rauchverbot in der Gastronomie in Deutschland für wenig realistisch. In einem Gespräch mit der Deutschen-Presse-Agentur sagte er: "Es geht nicht darum, Nikotingenuss und Zigaretten als solche zu verbieten, sondern darum, die Nichtraucher von den Rauchern konsequent zu trennen."

Wo eine Trennung beider Gruppen, wie etwa in Ein-Raum-Kneipen, nicht möglich sei, müsse der Wirt entscheiden, ob er eine Raucher- oder eine Nichtrauchergaststätte betreibe. "Und das muss man draußen dranschreiben. Da wird kein Nichtraucher gezwungen reinzugehen, und kein Raucher wird gezwungen, nicht hineinzugehen.", erklärte Böhmer.

Grundsätzliches Rauchverbot wäre Alternative

"Eine Alternative wäre, das Rauchen in Gaststätten grundsätzlich zu verbieten. Ich bin ein überzeugter Nichtraucher, mir würde das nicht schwerfallen", sagte der Regierungschef. In einem solchen Fall sei es jedoch unlogisch, das Rauchen in einer Kneipe, in der nur Raucher sitzen, zu untersagen - in einem Auto oder einer Wohnung, in der sich Kinder befinden, hingegen zu erlauben. "Das heißt, wir müssten im Grunde genommen die Zigarette so behandeln wie Rauschgift, und wenn das Rauchen insgesamt verboten ist, dann müssten wir auch den Besitz von Zigaretten verbieten, und das will am Ende doch niemand."

Niemand bestreitet, dass die Nichtraucher vor dem ungewollten Mitrauchen geschützt werden müssen. Was die Raucher machen, wenn sie unter sich sind, das haben nicht die Nichtraucher zu entscheiden.

Keine bundeseinheitliche Lösung in Sicht

An eine bundeseinheitliche Lösung glaubt Böhmer nicht. "Auch wenn die Fachminister sich untereinander einigen, ist daran kein Landtag in Deutschland gebunden. Und die Gesetze machen die Landtage. Ich kann nur hoffen, dass man sagt, wir wollen die Gesetzgebung in den einzelnen Ländern so ähnlich wie möglich machen." Das Bundesverfassungsgericht hatte Ende Juli das Rauchverbot für Eckkneipen, die keinen Extra-Raucherraum einrichten können, in einem Grundsatzurteil gekippt. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen Ende August in Berlin über das weitere Vorgehen beraten.
  
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