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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Rauchen in der Schwangerschaft (Gelesen: 8.711 mal)
ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #30 - 11.08.08 um 14:30:00
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Quote:
nd für mich passen eben Schwangerschaft und Rauchen absolut nicht zusammen-egal wie niedrig der eventuelle Grad der Gefährdung für das Ungeborene ist


1. Du brauchst ja nicht zu rauchen, wenn du schwanger bist...
Aber lass andere in Ruhe, deren Körper dir nämlich NICHT gehört.

2. Hier geht es offensichtlich um nicht-existente oder gar reduzierte Risiken, abgesehen von einem geringfügig niedrigeren Geburtsgewicht, das im Zweifel irrelevant ist.


@ alle ehemals/derzeit/künftigen rauchenden Schwangeren:
Die einzelnen sehr anti-mäßig klingenden Statements sind selbstverständlich keine offiziellen Stellungnahmen von Netzwerk Rauchen - Forces Germany.



  
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nolaw
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Tod dem Rauchverbot

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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #31 - 11.08.08 um 14:41:00
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ChristophL schrieb on 11.08.08 um 14:30:42:
@ alle ehemals/derzeit/künftigen rauchenden Schwangeren:
Die einzelnen sehr anti-mäßig klingenden Statements sind selbstverständlich keine offiziellen Stellungnahmen von Netzwerk Rauchen - Forces Germany.




Unser allwissender Vorsitzender hat gesprochen 8)
  
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Dr.No
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Freiheit statt Demokratie

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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #32 - 11.08.08 um 14:49:00
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archimede schrieb on 11.08.08 um 12:17:12:
Ich mòchtet mal wissen wieviele leute hier in Forum tatsàchlich bewusst sind um was geht?

Dieser Thread verfehlt das Thema. Er ist aber trotzdem nützlich, denn er wird späteren Generationen als Erklärungsbeispiel dafür dienen, warum die Antis so erfolgreich waren.

So eine tolle Eröffnung, und was wird daraus? Eine Debatte über das Thema: ist Rauchen während der Schwangerschft schädlich, komplett mit erhobenem Zeigefinger, Verbotsgelüsten und moralischer Herabwürdigung.

Das eigentliche Thema sollte sein: inwieweit hat irgendjemand das Recht, anderen in ihre Lebensführung hereinzuquatschen, sich selbst seine eigene Welt zu erschaffen (in der er sich dann auch nur selbst wohlfühlt) und die daraus resultierenden Ansprüche notfalls auch mit Gewalt durchzusetzen? Warum wird heute so getan als gäbe es einen Grundrechtsstatus für "rauchfreie Atemluft", "präventiven Gesundheitsschutz" und meinetwegen auch "Nichtrauchen während der Schwangerschaft", obwohl sich dies aus keiner (funktionstüchtigen) Verfassung ableiten läßt. Warum fühlt sich jeder Dödel dazu berufen, diese angeblichen Rechtsansprüche in seinem Umfeld höchstpersönlich durchzusetzen, anstatt diese kritisch zu hinterfragen?

In einer Gesellschaft, die den Bürger zum unmündigen Trottel degradiert hat, und in der die Staatsbürokratie sich tagtäglich neue Begründungen dafür ausdenkt, Kinder von ihren Eltern zu trennen um diese über eine staatsalimentierte Heimkarriere zu guten Soldaten, fleißigen Arbeitern und anständigen Staatsbürgern umzuerziehen, weil die asozialen Eltern, die vergessen haben im Kinderzimmer den Rauchmelder zu montieren oder was auch immer, das ja nicht können - in so einer Gesellschaft sollte von Äußerungen wie "Rauchen während der Schwangerschaft ist unmoralisch" die Finger lassen, wenn man nicht Teil des Problems sein will.

Das ist die typische Anti-Strategie: man fängt fachliche Diskussionen zu irgendwelchen Themen an, läßt die Grundvoraussetzungen weg, findet aber immer jemanden, der darauf einsteigt, bzw. für jeden ein geeignetes Thema, und läßt die Leute sich dann so in Rage reden, daß sie es gar nicht mehr merken, wie während des Spiels die Regeln geändert werden. Sogar die Thread-Eröffnerin rudert in ihrem zweiten Posting ja zurück: ich trinke doch keinen Alkohol, ich treibe doch Sport. Warum denn? Wer will das wissen? Wer sich rechtfertigt, der klagt sich an.

Mind your own business!

  
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robin
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robin

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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #33 - 11.08.08 um 14:50:00
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Quote:
Ein Ergebnis, den ich auch kenne, ist der Fakt, dass die Kinder von rauchenden Eltern signifikant SELTENER am Lungenkrebs erkranken, als die Kindern von nichtrauchenden Eltern. Übrigens ist es das Ergebnis einer WHO-Studie. Die zuerst Mal veröffentlicht wurde und später aus dem Netz "verschwand".. Hehe. Werde diese Studie suchen und auslegen.


Brauchst du nicht:

http://www.netzwerk-rauchen.de/documents/Heisse_Luft_fin.pdf

In 'Heisse Luft' findest du nicht nur eine Analyse der WHO-IARC-Studie, sondern auch andere, im Zusammen hang, und, vor allem, mit einer Trendanalyse, die sehr deutlich zeigt, daß man wohl tatsächlich von einem schwachen protektiven Effekt ausgehen kann.
  
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Raucherhusten
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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #34 - 11.08.08 um 15:07:00
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ChristophL schrieb on 10.08.08 um 19:30:53:
Ich bin etwas erschreckt von den meisten Antworten hier.




So was sollte man hier im Forum nun wirklich nicht unkritisch nachplappern.




Ich nehme alles zurück und behaupte ab sofort das Gegenteil und werde mich zu solchen Themen nicht mehr äußern (meine Meinung hierzu werde ich aber nicht ändern) ??? ??? 
  

"Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird." (Le Bon, Psychologie der Massen)
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nolaw
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Tod dem Rauchverbot

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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #35 - 11.08.08 um 15:13:00
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Raucherhusten schrieb on 11.08.08 um 15:07:16:
Ich nehme alles zurück und behaupte ab sofort das Gegenteil und werde mich zu solchen Themen nicht mehr äußern (meine Meinung hierzu werde ich aber nicht ändern) ??? ???  

Darauf rauchen wir uns eine ;-D Oder auch zwei Augenrollen Am besten Christof gibt die Meinung vor und wir folgen dieser Zwinkernd
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Raucherhusten
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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #36 - 11.08.08 um 15:15:00
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nolaw schrieb on 11.08.08 um 15:13:34:
Darauf rauchen wir uns eine ;-D Oder auch zwei Augenrollen



Jou, war ja auch wirklich ne dämliche Fragestelllung von Kathi.  Augenrollen
  

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Bonnie
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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #37 - 11.08.08 um 15:26:00
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Quote:
Am besten Christof gibt die Meinung vor und wir folgen dieser 
Polenäße Blankenense 


Das finde ich nicht angemessen. Er hat argumentiert !

Und er hatte Argumente, ihr nicht. Ihr hattet nur "Einstellungen".
Eigentlich interesssiert es mich - so rein intellektuell - wieso man solche Einstellungen, die ja auf permanenter Wiederholung seitens der Medien (die wir ja nun schon oft als fehlbar entlarvt haben), der Umwelt und irgendwelchen nebulösen "höheren Werten" (Schutz des unbegeborenen Lebens, Verantwortung für Schutzbefohlene, schützenswerte und "unschuldige" Kinder) basieren, nicht ändert oder auch nur hinterfragt, wenn jemand wissenschaftlich argumentieren kann, daß das Gegenteil eigentlich der Fall ist.

Ich frag mich das wirklich, denn ich begegne diesem Verhalten leider viel zu oft. Unter Nichtrauchern, aber auch unter Rauchern.

Könnt ihr mir das erläutern ?

LG, Bonnie
  
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Raucherhusten
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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #38 - 11.08.08 um 15:46:00
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Meine Eltern haben, während sie mit mir schwanger waren (also meine Mutter natürlich) ebenfalls geraucht und ich habe keine Schädigungen erlitten. Zu dem Zeitpunkt, als ich zur Welt kam, hat sich niemand Gedanken darüber gemacht. Meine Tochter ist jetzt 23 Jahre und hat ebenfalls keine Schädigung. Wir haben es aber damals, als ebenfalls noch kein Schwein sich darüber Gedanken machte, es für besser gefunden, sich da zurückzuhalten. Kathi wollte auch keine wissenschaftlich fundierte Auskunft, sondern meineserachtens eine Rechtfertigung, warum sie rauchen darf. Darauf habe ich geantwortet. Dies sollte nur meine Meinung zu dem Thema darstellen - mehr nicht. Auch wenn einige Teilnehmer anderer Meinung sind, die ich ebenso akzeptiere. Ich wollte daraus nie eine endlose Diskussion entwickeln. Nebenbei, wenn Kathi wirklich ne "Bombe" ist, dann hat sie mit dieser Anfrage genau das bezweckt, was sie wollte.
  

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Werner Paul
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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #39 - 11.08.08 um 15:48:00
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Ein Ergebnis, den ich auch kenne, ist der Fakt, dass die Kinder von rauchenden Eltern signifikant SELTENER am Lungenkrebs erkranken, als die Kindern von nichtrauchenden Eltern. Übrigens ist es das Ergebnis einer WHO-Studie. Die zuerst Mal veröffentlicht wurde und später aus dem Netz "verschwand".. Hehe. Werde diese Studie suchen und auslegen.


Die Studie ist nicht verschwunden. Sh.:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9776409?dopt=Abstract
oder
http://jnci.oxfordjournals.org/cgi/reprint/jnci%3b90/19/1440.pdf
und http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=15034


ETS exposure during childhood was not associated with an increased risk of lung cancer (odds ratio [OR] for ever exposure = 0.78; 95% confidence interval [CI] = 0.64-0.96)


So kann man es auch ausdrücken Zwinkernd
  

Statistiken sind für Politiker wie Laternen für Säufer. Sie dienen mehr der Stütze, als der Erleuchtung.
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Bonnie
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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #40 - 11.08.08 um 15:55:00
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Meine Mutter hat ausgerechnet, als sie mit mir schwanger war, das Rauchen eingestellt. Ihre anderen 4 Kinder wurden im Mutterleib beraucht - soweit ich weiß.
Keiner von uns hatte eine Schädigung. Das geringe Geburtsgewicht hatte ich als Nichtraucher-Baby. Und die unverbesserliche Raucherin in der Familie bin auch ICH.  ;-D

Wenn ich schwanger geworden wäre, hätte ich vielleicht auch aufgehört - auch ich war sehr beeinflußt vom Mainstream. Erst durch dieses Netzwerk Rauchen bin ich zu den "anderen" Infos gekommen. Jetzt halte ich es mittlerweile für möglich, daß Rauchen alles in allem sogar unterm Strich eher gesund ist - über die positive Psychowirkung.
  
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nolaw
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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #41 - 11.08.08 um 16:15:00
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Lassen wirs dabei ;-DDie Quintessenz der Diskussion ist -da wir nicht wie in einem anderen Forum gleichgeschaltet sind-Positiv Smiley
  
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Raucherhusten
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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #42 - 11.08.08 um 16:20:00
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Richtig. Das einzige, was mir seltsam vorkommt, daß die, die die Diskussiion in Gang gebracht hat, seitdem nicht mehr im Forum war
  

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nolaw
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Tod dem Rauchverbot

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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #43 - 11.08.08 um 16:29:00
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Raucherhusten schrieb on 11.08.08 um 16:20:18:
Richtig. Das einzige, was mir seltsam vorkommt, daß die, die die Diskussiion in Gang gebracht hat, seitdem nicht mehr im Forum war

Die war erschlagen von unserer lebhaften DiskussionsKultur ;-D
  
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tesla
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Rauchen kann tödlich sein-
Nichtrauchen auch

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Re: Rauchen in der Schwangerschaft
Antwort #44 - 11.08.08 um 16:33:00
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Bonnie schrieb on 11.08.08 um 15:26:40:
Das finde ich nicht angemessen. Er hat argumentiert !

Und er hatte Argumente, ihr nicht. Ihr hattet nur "Einstellungen".
Eigentlich interesssiert es mich - so rein intellektuell - wieso man solche Einstellungen, die ja auf permanenter Wiederholung seitens der Medien (die wir ja nun schon oft als fehlbar entlarvt haben), der Umwelt und irgendwelchen nebulösen "höheren Werten" (Schutz des unbegeborenen Lebens, Verantwortung für Schutzbefohlene, schützenswerte und "unschuldige" Kinder) basieren, nicht ändert oder auch nur hinterfragt, wenn jemand wissenschaftlich argumentieren kann, daß das Gegenteil eigentlich der Fall ist.

Ich frag mich das wirklich, denn ich begegne diesem Verhalten leider viel zu oft. Unter Nichtrauchern, aber auch unter Rauchern.

Könnt ihr mir das erläutern ?

LG, Bonnie


Hi Bonnie,

ich habe ja auch letztendlich meine Einstellung zu dem Thema abgegeben, die derjenigen von Raucherhusten sehr nahe kommt.
Tatsache ist, dass ich natürlich weiß, das nach heutigem seriösen Kenntnistand, allen Anti-Unkenrufen zum Trotz, Rauchen in der Schwangerschaft als Risikofaktor für die Embryonalentwicklung eine sehr untergeordnete Stellung einnimmt.
Trotzdem sagt mir mein Gefühl: Lässt man das Rauchen während der Schwangerschaft, scheidet Rauchen zumindest als Restrisiko aus. Bei mir steht vielleicht ein bisschen die Angst dahinter, dass sich bei der Geburt herausstellt, dass mit dem Kind wirklich was nicht stimmt. Die Ursachen hierfür könnten noch so vielfältig sein, der Mutter würde ein Lebenlang vorgehalten werden, dass sie eine Mitschuld hätte, da sie ja während der Schwangerschaft geraucht hätte. Letztendlich würde sie es je nach Charaktertyp selbst glauben, und sich schlimmste Vorwürfe machen.

Trotz aller wissenschaftlichen Argumente, es ist vielleicht ein bisschen die letzte Ungewissheit, es könnte ja doch was dran sein. Mir fällt es schwer, trotz besseren Wissens, dieses Gefühl abzulegen. Daher würde ich niemals einer Schwangeren raten, sie soll sich keine Gedanken machen und wie gewohnt weiter rauchen, wenn sie diesbezüglich Bedenken hat. Umgekehrt würde ich sie aber auch nicht mit erhobenem Zeigefinger drängen jetzt unbedingt aufzuhören. Das halte ich tatsächlich für gefährlich, allein schon wegen des damit verbundenen psychischen Stresses.

Sieh es einmal so, ich möchte einfach nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn eine Mutter, der ich geraten habe mit dem Rauchen während der Schwangerschaft weiterzumachen, später doch ein krankes Kind zur Welt bringt, weil ich niemals beweisen könnte, dass es nicht am Rauchen lag.

In diesem Zusammenhang möchte ich nur mal auf das Mutterschutzgesetz verweisen, das eigentlich "Schwangerenbevormundungsgesetz" heißen sollte. Hier liegt der gleiche Antrieb zu Grunde: Möglichst niemals für mögliche Schäden "am ungeborenen Leben" zur Verantwortung gezogen werden zu können. Als Laborleiter habe ich schon viele Tränen gesehen, wenn mir eine junge Mitarbeiterin mitteilte, dass sie schwanger sei, und ich ihr dann sagen musste, dass sie von nun an das Labor nicht mehr betreten darf, sondern in der Registratur Akten sortieren muss. Nebenbei bemerkt:  einmal Tanken an der Tankstelle ist hinsichtlich der Schadstoffbelastung schlimmer als ein Jahr arbeiten in meinem Labor. Aber das interessiert unser Betriebsärztin nicht.

LG, Jochen


     
  
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