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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Hamburgs Senat will totales Rauchverbot installien (Gelesen: 8.830 mal)
Raucherhusten
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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #52 - 09.02.09 um 16:53:00
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funky schrieb on 09.02.09 um 16:28:52:
Denn,- jede Erscheinungsart des Faschismus gibt den Betroffenen das natürliche Recht sich in jeder Form gegen diesen Faschismus zu wehren, selbst wenn dieser auf demokratischer Abstimmung basieren sollte.

sehr treffend formuliert. Hier ist wiederstand jederzeit erlaubt.
Quote:
So unfrei und unangenehm wie im Moment war das Leben in Deutschland und auch vielen anderen s.g. "zivilisiert-demokratischen" Ländern seit meiner Geburt vor 51 Jahren noch nie.
Überall nichts als komplett überflüssige Panik, Verbote, Schilder, Zäune, Überwachung, Lügen, Betrügen, .... da wünscht man sich ja sehnlichst die freien 50er, 60er oder 70er Jahre in der BRD zurück.


Das waren glaub ich die besten Zeiten in der BRD

  

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funky
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Freiheit ist das Wichtigste

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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #51 - 09.02.09 um 16:28:00
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Hier meine Meinung dazu, die ich entsprechend an die genannte/n Personen/Parteien auch persönlich geschrieben habe.
Manche mögen mein Statement für zu extrem halten aber, - mit einem einfachen dafür oder dagegen sein ist es nicht mehr getan.
Deswegen harte Worte zum aufwachen!

Sehr geehrter Herr v. Beust und sehr geehrte CDU, SPD, GAL,Linke,

wie ich den Medien entnehmen konnte wird nunmehr für Hamburg ein totales Rauchverbot in der Gastronomie geplant. Tja, hatte mich gerade an die jetzt vorhandene, in kleinen Teilen sinnige,
bestehende Lösung gewöhnt. Auch wenn es mir nicht wirklich einleuchtet warum ich beim Rauchen in der Kneipe nicht auch essen dürfen sollte - ist nur plausibel über die mangelnde Intelligenz und Böswilligkeit der Verantwortlichen zu erklären.
Aber nun das!

Langsam ist es schlicht erschreckend, wie der anti Raucher Wahn in wirklich dümmlichster und leider auch gefährlicher Form um sich greift. Das artet nunmehr in eine andere Qualitätsstufe aus,- dem Gesundheitsfaschismus.
Der kommt gleich hinter dem schon verbreiteten und katastrophalen Sicherheitsfaschismus.
Richtig gelesen: Ich finde diese Art zu denken und zu handeln faschistoid, und das merkt scheinbar noch nicht mal jemand.
Es ist halt der Wahn von Herrschenden, zu denken, die Meinungshoheit über Alles haben zu können und dieses mit allen Mitteln durchsetzen zu dürfen - um dann letztlich als die eigentliche Gefahr für die Gesundheit und Freiheit zu enden.
Sehr gefährlich!
Denn,- jede Erscheinungsart des Faschismus gibt den Betroffenen das natürliche Recht sich in jeder Form gegen diesen Faschismus zu wehren, selbst wenn dieser auf demokratischer Abstimmung basieren sollte.

Viele ganz normale Menschen, zu denen ich auch gehöre, fühlen sich langsam erheblich in Ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt. Was auch immer die ganze Welt oder Parteien wie  SPD, CDU, Linke, Rechte, Grüne, Oben, Unten, ... oder auch der s.g. Rechtsstaat dazu sagt:

Ob ich/wir beim Bier gerne eine rauchen oder nicht geht Sie Alle einen absoluten Scheißdreck an!

So unfrei und unangenehm wie im Moment war das Leben in Deutschland und auch vielen anderen s.g. "zivilisiert-demokratischen" Ländern seit meiner Geburt vor 51 Jahren noch nie.
Überall nichts als komplett überflüssige Panik, Verbote, Schilder, Zäune, Überwachung, Lügen, Betrügen, .... da wünscht man sich ja sehnlichst die freien 50er, 60er oder 70er Jahre in der BRD zurück.

Ich will rauchen, fühle mich prächtig dabei und tue niemandem damit etwas Böses an!

Nichtraucher schützen finde ich ganz selbstverständlich und völlig OK -  aber was spricht dagegen, uns Rauchern unsere "Nichtraucherfreien" Raucherkneipen und Raucherzimmer (bitte mit Verpflegung) zu lassen, wenn wir nun mal das "sozial verträgliche Ableben" bevorzugen?
Doch eigentlich nur die Intoleranz von Menschen Ihrer Art, die offensichtlich das "sozial unverträgliche Ableben" bevorzugen und wahrscheinlich unendliche Mengen Geld für künstliche Gelenke etc. verbraten werden - nur um, etwas später als der Raucher, genauso jämmerlich, am Tropf im Altersheim hängend, zu krepieren.
Damit ist dann der "Gesunde" am Ende seiner Tage aber definitiv erheblich teurer gewesen als die meisten "Ungesunden" Raucher!
Also, auch kein Argument - es gibt faktisch überhaupt kein Argument für ein totales Rauchverbot. Es gibt in dieser Sache nur Intoleranz.

Auch eine gelungene Abstimmung über dieses Thema hat rein gar nichts mit Demokratie oder Nichtraucherschutz zu tun sondern wäre reine Unterdrückung einer völlig harmlosen aber sehr großen Minderheit.
Es geht hier aber nicht darum ob es mehr Nichtraucher als Raucher in einer Partei/Parlament/Senat gibt, sondern ob die Mehrheit ihre Macht rücksichtslos ausnutzt oder nicht! - eben demokratisch-faschistoid,
und das traut sich leider kaum einer zu sagen.
Nun, ich tue das jetzt und werde es in Zukunft immer lauter tun.

Auch geht es hierbei nur noch am Rande um das Rauchen als solches, sondern um die Unterdrückung von Freiheiten der Minderheiten durch die Mehrheit. Für mich ist das nicht mehr nur eine mögliche Gefahr der Demokratie, sondern inzwischen traurige Realität. Wäre ich früher gar nicht drauf gekommen, dass es demokratischen Faschismus geben kann und wird.

In der Hoffnung auf geistige Genesung in allen Parteien

  
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perle
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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #50 - 09.02.09 um 14:08:00
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Quote:
Ich bekam von der Frau die gleiche Antwort, wie Muna...
Habe zwar zurückgeschrieben, hätte ich aber gewußt, dass Frau Artus früher ein Mitglied bei DKP gewesen ist, hätte ich wohl nicht geantwortet.

Oh, sie ist ja noch Fördermitglied bei Greenpeace. Übrigens eine Organisation, die den Bewohnern von Sankt-Petersburg (da wurde ich geboren) nicht nur wegen des Tierschutzes bekant ist, sondern vor allem wegen bezahlten Demo's aufgefallen ist...







außerdem ist, oder war sie redakteurin bei der fernsehwoche, die im bauer verlag erscheint

http://209.85.129.132/search?q=cache:zX6fHpC_6t4J:kress.de/cont/vk.php%3Fvknr%3D...

unter "mehr köpfe"


wie einfach man beim bauer verlag pharma-pr als redaktionellen beitrag plazieren kann, kann man hier nochmal nachsehen- und hören (ab minute 26.07)

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/649184?inPopup=true

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,7488768,00.html

  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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evarix
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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #49 - 09.02.09 um 13:23:00
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Hallo Caschny,

sehr gut hat mir Deine Antwort an Artus gefallen - insbesondere der Schlußsatz!

Es ist wichtig, daß gerde diejenigen Leute hier im Forum, die (noch) einer Partei angehören, der betreffenden Partei gegenüber solche klaren Ansagen in bezug auf deren Prohibitionskurs machen.

Gruß

evarix
  
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Raucherhusten
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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #48 - 09.02.09 um 12:47:00
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hier noch de E-mail Adresse von Herrn Classen

Mark Classen [classen@spd-mdhb-altona.de]
  

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Raucherhusten
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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #47 - 09.02.09 um 12:44:00
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Hier die Antwort auf meine Mail von der SPD Hamburg

Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Arno Münster, Mitglied im Wirtschaftsausschuss und selbst Nichtraucher, erklärt zur aktuellen Debatte um ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie:

„Ein absolutes Rauchverbot in der Gastronomie geht an der Lebenswelt der Menschen vorbei und ist für die Bevölkerung nicht nachvollziehbar. Auch gegenüber den Gastronomen, die für die Schaffung von Raucherbereichen zum Teil erhebliche Investitionen getätigt haben, wäre ein absolutes Rauchverbot ein Schlag ins Gesicht. Niemand wird gezwungen eine Raucherkneipe aufzusuchen und kein Gastwirt wird gezwungen das Rauchen in seinem Betrieb zuzulassen. Eine differenzierte Lösung ist auf jeden Fall besser dazu geeignet, die Interessen aller zu wahren als ein absolutes Rauchverbot. Das Bundesverfassungsgericht hat mit der Formulierung von Ausnahmeregelungen für kleine Schankwirtschaften einen gangbaren Weg aufgezeigt. Ich hoffe sehr dass es uns gelingt, die Ausnahmeregelungen für kleine Schankwirtschaften in das Hamburger Passivraucherschutzgesetzt mit einzubringen.
Dafür werbe ich auch innerhalb meiner Fraktion, denn ein absolutes Rauchverbot ist mit mir nicht zu machen.“

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Abgeordnetenbüro.

Beste Grüße

Mark Classen

wissenschaftlicher Mitarbeiter von Arno Münster, MdHB

SPD Abgeordnetenbüro Altona
Max-Brauer-Allee 20
22765 Hamburg
  

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Javaanse
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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #46 - 09.02.09 um 00:52:00
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Hallo Caschny,

Caschny schrieb on 08.02.09 um 22:56:33:
Als Mitglied DER LINKEN werde ich jedenfalls noch eine klare Stellungsnahme der Bundespartei zu diesen Positionen anfordern und dann entscheiden, ob diese Partei noch meine politische Heimat ist.


Respekt für diese klaren und geradlinigen Worte!

Caschny schrieb on 08.02.09 um 22:56:33:
Noch ist nicht völlig geklärt, ob die extreme Position der MdHBü Artus die der gesamten Partei entspricht. Ich halte deshalb diese abgedroschenen Stasi-Vergleiche für deplatziert.


Ich fühl' mich da mal angesprochen.

Anders als Du, vermag ich bei diesem Thema nicht mehr mit kühlem Kopf neben mir zu stehn. Ich habe ähnlich Abstruses mit meiner EX-Partei erlebt, den GRÜNEN, einer Partei, in der sich Fanatiker und Verbotsdespoten längst gegen die wenigen verbliebenen Stimmen der Vernunft und der Freiheit durchgesetzt haben.

Ich sehe nun bei den LINKEN Parallelen, die ich ebenfalls nicht ignorieren kann und will. Der Geist, den eine Figur wie Artus hoch hält, unterscheidet sich nicht im Ansatz von demjenigen der menschenverachtenden Wirrungen der Rot-Grünen Totalitaristen und nunmal auch nicht: Von demjenigen der Stasi! - Dazu stehe ich.

Gleichwohl bezieht sich diese Charakterisierung natürlich nicht auf ALLE Mitglieder dieser Partei, sondern nur auf diejenigen, die sich wie Artus gegen uns Raucher entschieden haben. Solche Leute befinden sich im Krieg mit uns und zwar in einem Krieg, in welchem es zumindest von meiner Seite her keine Nachsicht mehr geben wird.

Die Partei wäre gut beraten, sich klar und entschieden von solchen Elementen zu trennen, aber ich fürchte, das wird sie nicht tun.

Nochmal: Ich empfinde großen Respekt davor, wie klar und unmissverständlich DU Position beziehst und Flagge zeigst. Aber nicht minder groß ist meine Verachtung gegenüber denjenigen, die sich für die Sache der Totalitaristen entschieden haben, egal welcher Partei sie angehören.

Gruß,

Jürgen
« Zuletzt geändert: 29.12.14 um 18:03:35 von Javaanse »  

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Caschny
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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #45 - 08.02.09 um 22:56:00
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Ich habe von Frau Artus heute auch eine prompte Antwort erhalten. Scheinbar ein Mustertext, denn er deckt sich wörtlich mit der Antwort an Muna.

Habe ihr aber noch einmal genatwortet, zumal ich, wie ja sicher einige hier wissen, Mitglied der Partei DIE LINKE bin. Für mich ist es nun an der Zeit, abzuklären, ob sich ihre Position mit der der Bundespartei deckt.

Wen es interessiert, hier meine Antwort:


Sehr geehrte Frau Artus,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre prompte Antwort. Ich habe mir Ihre Argumente und inzwischen auch Ihre ausführliche Begründung Ihrer Position auf Ihrer Webseite zur Kenntnis genommen. Allerdings möchte ich darauf noch einmal näher eingehen.



Sie schreiben:
„Ich respektiere Ihre Meinung und ich möchte niemandem das Rauchen verbieten.“

Da muss ich Ihnen leider widersprechen, denn Sie wollen sehr wohl einem Gast, der freiwillig einen gastronomischen Betrieb aufsucht, dort das Rauchen verbieten. Gestatten Sie mir eine provokante Frage: Ist der nächste Schritt ein Rauchverbot in den eigenen vier Wänden? Auf inhabergeführte Kneipen träfe dies ja bereits jetzt zu, falls sich Ihre Position durchsetzen sollte, denn Sie wollen ja nicht unterscheiden.


Sie schreiben:
„Rauchen ist eine Sucht, Nikotin macht genauso abhängig wie Heroin oder Kokain.“

Ich will nicht bestreiten, dass Nikotin süchtig machen kann. Aber was wäre daraus zu schließen? Süchte gehören zum Menschen, seitdem es ihn gibt und sie treten kulturunabhängig auf. Gerade der so genannte moderne Mensch innerhalb einer total verwalteten Welt kennt sehr viele Arten von Süchten, die beileibe nicht alle harmlos sind. Ich nenne einige: Geltungssucht, Konsumsucht, Karrieresucht, Sexsucht, Internetsucht, Kontrollsucht usw. . Oder auch stofflich: Alkoholsucht, Sucht nach Süßem oder anderen Stoffen, die, übermäßig genossen, zu Gesundheitsstörungen führen. Sollten diese alle verboten werden? Damit muss der Mensch leben können, ein risikofreies Leben gibt es nun einmal nicht. Wo wollen Sie mit Ihren Verboten beginnen, wo aufhören?


Sie schreiben:

„Die Gastronomie benötigt klare gesetzliche Vorgaben, daher bin ich gegen Ausnahmeregelungen.“

Klare Vorgaben haben den großen Vorteil, dass sie eindeutig sind, da stimme ich Ihnen zu. Wie aber sieht innerhalb einer komplexen Kulturgesellschaft die Realität aus? Die wenigsten Rechtsnormen können das leisten. Vielmehr basiert Politik und damit auch das gesamte zwischenmenschliche Leben auf Kompromisse. Die grobe Verletzung dieses Maxims bezeichne ich als totalitär.


Sie schreiben:

„Die Umsätze gehen in der getränkegeprägten Gastronomie seit Jahren zurück, das liegt nicht am Rauchen.“

Das ist zunächst eine unbewiesene Behauptung – ich behaupte das Gegenteil. Wer häufiger eine so genannte Eckkneipe aufsucht, wird sich ganz praktisch davon überzeugen können. Rund 70 bis 80% der Stammgäste (von denen viele Wirte ‚leben’) sind Raucher. Selbst wenn davon die Hälfte ein Rauchverbot hinnehmen würde, wäre der Verlust noch beträchtlich und nicht selten würde es das Aus bedeuten. Außerdem behauptet auch niemand, dass der Umsatzrückgang allein am Rauchverbot liegt, aber zu einem beträchtlichen Teil.


Sie schreiben:

„Ich fände es begrüßenswert, wenn Wirte und Wirtinnen ihre Lokale attraktiv für Nichtraucher/-innen machen.“

Einverstanden. Nur steht das leider völlig im Gegensatz zu Ihrer kompromisslosen Haltung. Am attraktivsten sowohl für Raucher, als auch für Nichtraucher wäre es, wenn sie selbst entscheiden könnten, welche Lokalität sie lieber aufsuchen möchten: Eine Kneipe, in der geraucht wird oder eben eine rauchfreie Kneipe.


Sie schreiben:

„Meiner Erfahrung nach fühlen sich auch viele Raucher und Raucherinnen in sauberer Luft wohler und sind meistens gern bereit, zum Rauchen kurz vor die Tür oder in einen separaten Raum zu gehen.“

Die letzte Möglichkeit (separater Raum) würde ihnen ja genommen, wenn es zu einem Totalverbot kommen würde. Vor die Türe gehen bedeutet nichts Anderes als eine per Gesetz verordnete Ausgrenzung. Nehmen Sie mir es bitte nicht übel, aber dieses Prozedere trägt bereits Züge, die wir hier niemals wieder erleben möchten. Es ist menschenunwürdig und ich würde mir eine solche Behandlung vehement verbitten. Und damit stehe ich sicher nicht allein. Wenn mir das ein Wirt sagen würde, hätte er mich mit Sicherheit das letzte Mal gesehen. Und wenn mir das ein anderer Gast sagen würde, kann ich mir nur wünschen, dass ich mich in diesem Moment beherrschen kann.


Sie schreiben:

„Das ist ein gewisser Anpassungs- und Gewöhnungsprozess, aber die Erfahrungen sind positiv.“

Auch wieder solch eine unbewiesene Behauptung. Wenn Erfahrungen als positiv bewertet werden, muss man dabei immer auch die Sichtweise in Betracht ziehen, sonst ist die Bewertung nicht aussagekräftig. Wenn Sie auf die Regelungen anderer europäischer Länder anspielen, so kann ich Ihnen versichern, dass die Erfahrungen durchaus eben nicht positiver Natur sind, weder aus der Sicht des Staates (Umsetzung der Verbote durch die Exekutive), aus der Sicht der Wirte (viele sind schlicht ‚pleite’ gegangen), noch aus der Sicht der Gäste (Bevormundung wird wohl kaum jemand als positiv bewerten).


Sie schreiben abschließend:

„Ich werde mich dafür einsetzen, dass Beschäftigte in der Gastronomie, ob aushelfenden Studierende, Reinigungspersonal oder Familienmitglieder, nicht gezwungen sind, sich toxischer Luft auszusetzen. Dies nicht nicht totaliär, sondern verantwortungsbewusst.“

Dieses Argument, welches immer wieder von den Verbotsbefürwortern ins Feld geführt wird, ist für mich sehr zynisch und damit unglaubwürdig. Ich möchte das gern begründen: Gerade der von DER LINKEN völlig zu Recht angeprangerte und bekämpfte Neoliberalismus beinhaltet als wesentliches Element die Radikalökonomisierung des Menschen, der zu einem reinen Wirtschaftsfaktor degradiert wird. Die gesamte Arbeitswelt, einerlei, welche Branche man betrachtet, ist in den letzten beiden Jahrzehnten geprägt von immer schlechter werdenden Bedingungen für die Beschäftigten. Die Krone dieser Entwicklungen erfolgte mit der Verabschiedung der AGENDA2010 unter Schröder bzw. Rot/Grün, speziell durch die Einführung der HARTZ-Gesetze, insbesondere HARTZ-IV. Die Menschen lassen sich aus Angst, dort hineinzurutschen, alles gefallen. Sie werden systematisch mit gesetzgeberischer Absegnung diszipliniert. Sie aber wollen nun Beschäftigte im Gastronomiegewerbe schützen, nicht selten gegen ihren eigenen Willen und vor etwas, dessen Gefahrenpotenzial überhaupt nicht genau beziffert werden kann. Eine Korrelation ist nicht gleichzusetzen mit einer Kausalität! Giftstoffe treten überall auf, selbst beim Abbrennen einer Wachskerze oder beim Spaziergang an einer Straße, die Dosis macht es also. Sind Sie eigentlich schon einmal auf den Gedanken gekommen, dass dieser, in meinen Augen hysterische, Aktionismus ein ganz bewusster Aspekt der Ökonomisierung des Menschen darstellt? Er soll nur noch im Sinne der Ökonomie funktionieren und da passt der Genussmensch natürlich nicht ins Bild, ebenso wenig wie der rauchende Stammtischprolet.

Und weiter: Wie steht es denn mit Kneipen, die überhaupt keine Mitarbeiter beschäftigen? Oder mit Kneipen, in denen die Beschäftigten selbst aktiv rauchen? Müssen diese Menschen vom Staat geschützt werden? Dürften sie das überhaupt? Darf der Staat so weit gehen?

Sicher werde ich Sie nicht überzeugen können, aber Sie sollen wissen, dass dieses aus meiner Sicht falsch verstandene Gutmenschentum nicht meiner Gesinnung entspricht. Ich will keinen Nanny-Staat und auch möchte ich über die Risiken und Gefahren, denen ich mich aussetze, selbst bestimmen. Und nicht zuletzt: Ich möchte die Freiheit, mein soziales Umfeld so zu gestalten, wie es meinen und den Menschen, mit denen ich mich umgebe, entspricht. Dazu gehört für mich halt das gemütliche Beisammensein in einer Kneipe. Mit Zigarette.

Als Mitglied DER LINKEN werde ich jedenfalls noch eine klare Stellungsnahme der Bundespartei zu diesen Positionen anfordern und dann entscheiden, ob diese Partei noch meine politische Heimat ist.

Mit freundlichen Grüßen,
C.


@ alle hier:
Noch ist nicht völlig geklärt, ob die extreme Position der MdHBü Artus die der gesamten Partei entspricht. Ich halte deshalb diese abgedroschenen Stasi-Vergleiche für deplatziert.

Caschny.
  
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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #44 - 08.02.09 um 22:20:00
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Ich bekam von der Frau die gleiche Antwort, wie Muna...
Habe zwar zurückgeschrieben, hätte ich aber gewußt, dass Frau Artus früher ein Mitglied bei DKP gewesen ist, hätte ich wohl nicht geantwortet.

Oh, sie ist ja noch Fördermitglied bei Greenpeace. Übrigens eine Organisation, die den Bewohnern von Sankt-Petersburg (da wurde ich geboren) nicht nur wegen des Tierschutzes bekant ist, sondern vor allem wegen bezahlten Demo's aufgefallen ist...




  

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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #43 - 08.02.09 um 20:04:00
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shadu schrieb on 08.02.09 um 18:42:19:
blog von Kersten Artus

http://blog.neferure.de/

Ich schwöre: Bier und Wein schmeckt ohne Zigarette besser und gibt morgens weniger Kopfschmerzen!
hicks Zunge


LOL,  ich schwöre


Der Blog-Artikel zum RV zeigt, dass diese Frau wirklich (gefährlich) dumm ist.

Ihre Ratschläge zum Rauchen und Saufen kann sie sich sonstwo hin schieben. Da will die Stalinisten-Nanny auf einmal auf "volkstümlich" machen!

                          


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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #42 - 08.02.09 um 19:10:00
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shadu schrieb on 08.02.09 um 18:42:19:
Ich schwöre: Bier und Wein schmeckt ohne Zigarette besser und gibt morgens weniger Kopfschmerzen![/size]


Die würde auch schwören, dass die Stasi lediglich ein fröhlicher Verein zur Förderung der allgemeinen Lebensfreude war.

Solche hirnvernebelten Blindgänger würden hervorragend ins Lager der GRÜNEN passen - und umgekehrt!

Jürgen

P.S.: Woher wollte diese Schnepfe auch KOPFschmerzen nehmen? Eine Qualle leidet ja auch nicht an Wadenkrampf.
« Zuletzt geändert: 29.12.14 um 18:07:06 von Javaanse »  

"Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über das Mittagessen abstimmen."

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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #41 - 08.02.09 um 18:42:00
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blog von Kersten Artus

http://blog.neferure.de/

Ich schwöre: Bier und Wein schmeckt ohne Zigarette besser und gibt morgens weniger Kopfschmerzen!
hicks Zunge


LOL,  ich schwöre
  
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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #40 - 08.02.09 um 18:33:00
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Quote:
Seien Sie sicher: Mit einem Totalverbot werden Sie keinen Schlussstrich ziehen können. Es muss auch umgesetzt werden können und der Widerstand der Betroffenen wird sich immer weiter organisieren.

Ich bin mal darauf gespannt wenn die ersten Blockwarte in St. Pauli ihr Glück versuchen. ;-D 8)

Im Moment ist es noch nicht so weit, dass das totale Verbot kommt. Ich würde versuchen mich an alle CDU Politiker zu wenden. Bei den Grünen und den anderen Parteien, sehe ich wenig Chancen. Nicht einfach Mails an alle Landtagsabgeordnete. Damit erreiche ich in jeder Fraktion mehr Gegner. Ihr solltet versuchen die gegeneinander auszuspielen. Zwinkernd Nur mal so als kleiner Hinweis für uns alle, Bei Mails erkenne ich nicht ober der Absender ein Bayer oder ein Hamburger ist. Deshalb gilt mailen, mailen, mailen! Und immer schön an die CDU!
Jeden bitte schön einzeln und nicht als Sammelversand.

Quote:
Sehr geehrte(r) Herr/Frau,

mit großem Entsetzen habe ich heute in der Zeitung gelesen, dass Sie planen, die Rauchverbote zu verschärfen. Da mir bisher nur eine Partei negativ in diesem Zusammenhang aufgefallen ist, gehe ich als Wähler davon aus, dass Sie vor den Ökos in die Knie gehen wollen. Was eine solche prohibitionistische Politik bewirkt, können Sie am Beispiel Bayern sehen. Die Leute wollen sich nicht ständig staatlicher Bevormundung aussetzen, wie es die Grünen propagieren. Ich finde es traurig, dass ich Ihnen bei der letzten Wahl meine Stimme gegeben habe. Das wird sich nicht wiederholen, wenn das Gesetz so beschlossen wird.


Hier der Link zu den Mailanschriften: http://www.cdu-hamburg.de/deutsch/10/3/27006/liste9.html
Quote:
Kersten Artus
Eine Antbraut der übelsten Sorte!
  

Kultivierte bedauern nie einen Genuß Unkultivierte wissen überhaupt nicht, was ein Genuß ist. (Oscar Wilde)
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... hat meistens recht
;)

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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #39 - 08.02.09 um 16:54:00
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http://kerstenartus.de/zur-person.html

"Wo möchten Sie leben?
In einer Welt, in der kein Mensch über andere Menschen herrscht."

In ihrer Definition von "Mensch" müssen also gewisse Ausnahmeregelungen enthalten sein ...

  

As the mathematician Ian Stewart points out in “Do Dice Play God?” (Basic), the average person has one breast and one testicle.
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Re: Hamburgs Senat will totales Rauchverbot instal
Antwort #38 - 08.02.09 um 16:41:00
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Hallo Muna!

Deine Korrespondenz mit Frau Kersten Artus von der Linkspartei finde ich höchst interessant.

Quote:
Die Gastronomie benötigt klare gesetzliche Vorgaben, daher bin ich gegen Ausnahmeregelungen.


Da sieht man schon, worin diese Person ihre politische Aufgabe sieht: In der Bevormundung der Menschen.
Auch in allem anderen, was sie schreibt, "weiß" sie genau, was andere (auch Raucher) wollen.

Eine solche Person hat sich in meinen Augen dermaßen diskreditiert, dass nicht nur sie, sondern der ganze Haufen, für den sie kandidiert ("Linkspartei" ), schleunigst in einer Ecke entsorgt werden muss, nämlich der, wo bereits der ganze andere Stalinistenmüll herumliegt!

Solange sich von Frau Artus keiner offiziell distanziert:

Die LINKSPARTEI ist somit für alle Raucher unwählbar geworden!


lg
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