Seitenindex umschalten Seiten: 1 [2] 3 4  Thema versendenDrucken
Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Verabschiedung (Gelesen: 3.494 mal)
xila
Advanced Member
*****
Offline


... hat meistens recht
;)

Beiträge: 4.090
Mitglied seit: 15.10.07
Re: Verabschiedung
Antwort #15 - 26.05.09 um 16:49:00
Beitrag drucken  
Die Frage ist: In welchem Zusammenhang könnte man das vor Gericht bringen? Im Urteil des BVerfG wurde klar ausgesprochen, daß die Bundes- und Länderregierungen berechtigt sind, sich auf die "wissenschaftlichen Beweise" zu verlassen und auf dieser Basis Maßnahmen zu ergreifen.

Das, fürchte ich, verbaut die meisten denkbaren juristischen Ansätze von vornherein. Ich lasse mich natürlich jederzeit gerne eines Besseren belehren, aber ich persönlich halte diesen Ansatz nicht für sonderlich erfolgversprechend. Jedenfalls nicht jetzt.

Die Passivrauchlüge wird vermutlich eher als FOLGE der gekippten Stimmung bezüglich des Verbotswahns im allgemeineren Sinne aufgedeckt werden als umgekehrt. Und erfreulicherweise merke ich auch in meinem Umfeld immer mehr, daß der Unwille über die Verbieteritis zunimmt, ziemlich heftig sogar.

  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Dirk
Advanced Member
*****
Offline



Beiträge: 2.673
Standort: Berlin
Mitglied seit: 16.07.06
Geschlecht: männlich
Re: Verabschiedung
Antwort #16 - 26.05.09 um 17:42:11
Beitrag drucken  
Muna_Sat-Ananda schrieb on 26.05.09 um 11:20:50:
Im Klartext: Wir werden erst ab dem Moment die Tabakprohibition erfolgreich überwinden, ab dem die Passivrauchlüge ans Tageslicht - und zwar auch in die Tagesmedien kommt.
Eigentlich sollte genau dieses unser Hauptziel sein.
Wenn wir es nicht schaffen, die radikale Medienzensur zu durchbrechen, wird jeder Kampf zur Beendigung der Tabakverbote zum Scheitern verurteilt sein.  

Ganz meine Meinung.
Und so gut ich kann, will ich dabei mitmachen.
  

Dirk
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
perle
Advanced Member
*****
Offline



Beiträge: 6.162
Mitglied seit: 05.04.07
Re: Verabschiedung
Antwort #17 - 26.05.09 um 20:54:14
Beitrag drucken  
Destruktor schrieb on 26.05.09 um 15:59:52:
Ihm kam das Wort Passivrauch nur äußerst mühsam, geradezu widerwillig über die Lippen - offenbar hält er von dem ganzen Scheißdreck überhaupt nichts ! 


über das nichtraucherschutzgesetz dürfte das nicht mehr gehen, der weg ist erstmal versperrt durch das BVerfG selbst.

was aber bisher noch nie zur debatte stand, ist die tatsache inwiefern solche abkommen wie z.b. die FCTC überhaupt GG konform sind. da dies bindende verträge, im grunde genommen an den gremien von bundestag und bundesrat vorbei. in der FCTC wird zwar auf das völkerrecht verwiesen (wenn ich das jetzt richtig im kopf habe) aber kann es nicht trotzdem sein, daß ein solcher vertrag nicht mit unserem GG vereinbar ist.

ebenfalls fraglich könnte es sein, ob die aktivitäten verschiedenster NGOs mit unserem GG vereinbar sind.

das GG schützt zwar den bürger vor staatlicher willkür, einen schutz vor nichtstaatlicher willkür (NGO=non govermental organisation) gibt es aber nicht, sicherlich auch deshalb, weil es zur zeit als das GG verabschiedet wurde, nicht absehbar war, welche macht eben nichtstaatliche organisationen einmal haben werden.

und so wie das BVerfG auch das recht über die selbstbestimmung der eigenen daten erst kürzlich hervorgehoben hat, könnte es ja sein, daß es auch dem wilden treiben der NGOs einhalt gebieten könnte. das trifft ja auch nicht nur auf den nichtraucherschutz zu, sondern auch auf andere bereiche, z.b. klimaschutz mit all seinen blüten, die er treibt.

ich bin juristisch ein laie, aber wie nennt man solche klagen? normenkontrollklage? wer weiß, vielleicht wäre das ja ein ansatz.
  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Destruktor
God Member
****
Offline



Beiträge: 875
Standort: Stuttgart
Mitglied seit: 12.04.09
Geschlecht: männlich
Re: Verabschiedung
Antwort #18 - 26.05.09 um 21:08:09
Beitrag drucken  
perle schrieb on 26.05.09 um 20:54:14:
Destruktor schrieb on 26.05.09 um 15:59:52:
Ihm kam das Wort Passivrauch nur äußerst mühsam, geradezu widerwillig über die Lippen - offenbar hält er von dem ganzen Scheißdreck überhaupt nichts !  


über das nichtraucherschutzgesetz dürfte das nicht mehr gehen, der weg ist erstmal versperrt durch das BVerfG selbst.

was aber bisher noch nie zur debatte stand, ist die tatsache inwiefern solche abkommen wie z.b. die FCTC überhaupt GG konform sind. da dies bindende verträge, im grunde genommen an den gremien von bundestag und bundesrat vorbei. in der FCTC wird zwar auf das völkerrecht verwiesen (wenn ich das jetzt richtig im kopf habe) aber kann es nicht trotzdem sein, daß ein solcher vertrag nicht mit unserem GG vereinbar ist.

ebenfalls fraglich könnte es sein, ob die aktivitäten verschiedenster NGOs mit unserem GG vereinbar sind.

das GG schützt zwar den bürger vor staatlicher willkür, einen schutz vor nichtstaatlicher willkür (NGO=non govermental organisation) gibt es aber nicht, sicherlich auch deshalb, weil es zur zeit als das GG verabschiedet wurde, nicht absehbar war, welche macht eben nichtstaatliche organisationen einmal haben werden.

und so wie das BVerfG auch das recht über die selbstbestimmung der eigenen daten erst kürzlich hervorgehoben hat, könnte es ja sein, daß es auch dem wilden treiben der NGOs einhalt gebieten könnte. das trifft ja auch nicht nur auf den nichtraucherschutz zu, sondern auch auf andere bereiche, z.b. klimaschutz mit all seinen blüten, die er treibt.

ich bin juristisch ein laie, aber wie nennt man solche klagen? normenkontrollklage? wer weiß, vielleicht wäre das ja ein ansatz.



Gute Idee.

Man müßte mal die Verfassungsmäßigkeit der FCTC durch das BVG überprüfen lassen.

Wer könnte hierfür als Kläger in Frage kommen ?
« Zuletzt geändert: 26.05.09 um 21:14:16 von Destruktor »  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
perle
Advanced Member
*****
Offline



Beiträge: 6.162
Mitglied seit: 05.04.07
Re: Verabschiedung
Antwort #19 - 27.05.09 um 08:22:30
Beitrag drucken  
@ Destruktor,

ich weiß es ehrlich gesagt momentan auch nicht, versuche aber mal was 'rauszukriegen.

aber solche verträge, wie das FCTC, werden ja nicht nur für nichtraucherschutzgesetze, genutzt. es gibt ja auch abkommen, in denen die bundeseregierung sich z.b. verpflichtet hat, daß sie bis zu einem gewissen datum dafür sorgen wird, daß die bevölkerung schlanker wird, weniger alkohol trinkt, etc.
« Zuletzt geändert: 27.05.09 um 08:22:56 von perle »  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Baden1848
Senior Member
*****
Offline


Ich fordere Lothar Binding
Raucherzimmer überall

Beiträge: 1.019
Mitglied seit: 21.08.07
Re: Verabschiedung
Antwort #20 - 27.05.09 um 12:59:54
Beitrag drucken  
Der FCTC-Vertrag hat seine Gültigkeit nur im Rahmen der
jeweils geltenden nationalen Verfassung. Durch diesen Vertrags-
passus haben sich die Initiatoren raffniert vor Klagen in 192
Ländern der Erde geschützt. Aber der Vertrag ist kündbar und das
muss auf dem politischen Weg durchgesetzt werden. An diesem
dicken Brett werden wir lange zu bohren haben. Kein Wunder,daß
CoF sich eine Auszeit nimmt.
Anders sieht es mit den staatlich finanzierten NGO aus. Da könnte
eine Normenkontrollklage eine Mauer zum Einsturz bringen. Das
eigenmächtige Gestalten von Politik durch untergeordnete staatliche
oder staatlich finanzierte Gremien unterläuft ganz eindeutig das
Primat der Politik und entmachtet die Parlamente. Da liegt die
Chance, den Weltverbesserern aller Art einen Riegel vorzuschieben,
ihnen die Steuergelder wegzunehmen und die Beamten unter
ihnen daran zu gewöhnen, wie der Dienstweg einzuhalten ist.
Baden1848
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
ChristophL
Administrator
*****
Offline


Freier Rauch statt Rauchfrei!

Beiträge: 8.514
Mitglied seit: 30.06.06
Re: Verabschiedung
Antwort #21 - 02.06.09 um 13:05:57
Beitrag drucken  
Quote:
Nach nunmehr etlichen Monaten hier im Netzwerk möchte ich mich von allen verabschieden. Ich werde zwar noch Mitglied bleiben, aber nicht mehr im Forum sein.

Es war eine interessante Zeit, ich habe viel gelernt, aber nach so langer Zeit für mich erkannt, daß vieles auf der Stelle tritt.

Im Prinzip wissen wir alle wie der Hase läuft, ich habe jedoch den Eindruck gewonnen, daß der Kampf dagegen nicht mit voller Kraft gefochten wird.

Nach Abwägung habe ich mich entschieden meine immer kostbarer und rarer werdende Freizeit anders einzusetzen als stundenlang zu lesen und ab und an mal einen Beitrag zu schreiben. Ich ging dann zwar oft mit weiteren Erkenntnissen vom PC weg, die mich aber eher belasteten als mir Mut gaben. Das möchte ich mir auf Dauer nicht antun.



Ich schließe mich der hier bereits geäußerten Einladung an, dich nach einer Auszeit wieder begrüßen zu dürfen.


Quote:
An diesem dicken Brett werden wir lange zu bohren haben. Kein Wunder,daß CoF sich eine Auszeit nimmt.


Es lohnt sich, die Bretterbohr-Metapher in ihrem originalen Kontext bei Max Weber zu zitieren, Hervorhebung von mir:

Quote:
Die Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich. Es ist ja durchaus richtig, und alle geschichtliche Erfahrung bestätigt es, dass man das Mögliche nicht erreichte, wenn nicht immer wieder in der Welt nach dem Unmöglichen gegriffen worden wäre. Aber der, der das tun kann, muss ein Führer und nicht nur das, sondern auch - in einem sehr schlichten Wortsinn - ein Held sein. Und auch die, welche beides nicht sind, müssen sich wappnen mit jener Festigkeit des Herzens, die auch dem Scheitern aller Hoffnungen gewachsen ist, jetzt schon, sonst werden sie nicht imstande sein, auch nur durchzusetzen, was heute möglich ist. Nur wer sicher ist, dass er daran nicht zerbricht, wenn die Welt, von seinem Standpunkt aus gesehen, zu dumm oder zu gemein ist für das, was er ihr bieten will, dass er all dem gegenüber: »dennoch!«, zu sagen vermag, nur der hat den »Beruf« zur Politik.


« Zuletzt geändert: 02.06.09 um 13:06:45 von ChristophL »  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Baden1848
Senior Member
*****
Offline


Ich fordere Lothar Binding
Raucherzimmer überall

Beiträge: 1.019
Mitglied seit: 21.08.07
Re: Verabschiedung
Antwort #22 - 02.06.09 um 13:47:22
Beitrag drucken  
Danke für das Max Weber Zitat., Christoph.
Baden1848
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Muna_Sat-Ananda
God Member
****
Offline


Kampf dem Verbotswahn!

Beiträge: 861
Standort: Stuttgart
Mitglied seit: 05.08.07
Geschlecht: weiblich
Re: Verabschiedung
Antwort #23 - 02.06.09 um 14:20:09
Beitrag drucken  
Anhang zu meinem Text:

Auch der Betreiber jener sog. Raucherflüge hat es bislang nicht auf die Reihe bekommen, sein Vorhaben auch in die Tat umzusetzen. Ihr erinnert Euch sicher noch an die Seite

http://raucherflug.fremerey.com/

durch die ich ja erst zum Netzwerk kam.

Okay Aranita, reden wir darüber. Nach Rücksprache mit einigen anderen BmB- Mitgliedern lege ich folgendes offen:

Quote:
Die Genussinitiative Berlin hat zigtausende von Unterschriften geschafft. Der BmB nicht mal 4.000. Vielleicht sollte man die Schuld nicht immer bei anderen suchen


Und warum bekamen wir sie nicht? Weil hier Jeder sein eigenes Süppchen kocht. Von einem BmB- Mitglied, welches zu  der Berliner Genußinitiative Kontakt aufnahm, erfuhr ich auch, daß eben gerade diese Initiative sich NICHT bereiterklärte, auch die Unterschriften für unseren BmB zu leisten. Ich hätte für die Berliner Initiative in jedem Fall unterschrieben, wenn es keine regional begrenzte Aktion gewesen wäre.

Dieselben (in dem Fall persönlichen) Erfahrungen machte ich mit einer Untergruppierung des VEBWK bei einem unserer Treffen in Stuttgart. Sie legten ein großes Engagement an den Tag, um Werbung für ihren Verein zu betreiben, lehnten aber die Teilnahme an unserer Aktion dezent – also höflich – aber bestimmt ab.

Genau dieses meinte ich mit meiner Aussage:

Quote:
Zum anderen – und diesen Grund möchte ich Euch nicht vorenthalten – ist es meine Enttäuschung über die unzureichende kooperative Zusammenarbeit der verschiedenen Widerstandsgruppen, sowohl im Ländle, als auch im gesamten Land.


oder

Quote:
wenn ich von einigen Seiten wahrnehme, daß jeder sein eigenes Süppchen kocht



Nein Leute, solange sich die Gruppen in separatistischem Lokalpatriotismus üben, anstatt sich zu solidarisieren, bekommen wir keinen Fuß auf den Boden. Die Genußinitiative wäre die Genußinitiative und der VEBWK auch der VEBWK geblieben, wenn sie mit uns gearbeitet hätten - aber wir hätten durch die Zusammenarbeit ein höheres Kraftpotential, und somit auch mehr politischen Einfluß gewonnen. Mir scheint manchmal, daß außer dem BmB nur das Netzwerk-Rauchen den Ernst der Lage begriffen hat, denn letzteres arbeitet breitflächiger mit vielen Gruppen zusammen.

Quote:
P.S.: Ich bleibe bei meiner Meinung, dass der „große“ Aufschrei und Protest der Raucher nicht erfolgt ist, da es zu viele Ausnahmen vom ‚Rauchverbot gibt (nicht falsch verstehen) und man sich sehr oft mit den Gegebenheiten arrangieren kann.


Sehr richtig, ist auch meine Rede. Nur ein RV ohne Ausnahme hätte eine Revolution ausgelöst. Auch ich wurde in dem Punkt oft mißverstanden. Ich glaube aber, daß unsere Machthaber eben darum wußten, und zur Verhinderung einer Revolution auch die RV lockerten. In Stuttgart schert sich kein Sch… mehr darum, wir haben R-Internet-Café’s, bestimmte soziale Einrichtungsstätten haben Raucherräume, oder sind gar komplett auf Raucher eingestellt, Raucherfriseure (heute gegen Aufpreis), in unseren Einkaufszentren wird weitergequalmt wie eh und je, und auf Bahnsteigen das bestehende RV eh ignoriert, wenn sogar schon Polizeibeamte dort weiterrauchen… - um jetzt mal von der Gastronomie abzusehen. Mit den RV in Speiselokalen hat sich die Bevölkerung arrangiert, denn entweder hat man auch dort Raucherräume, oder es wird ein RV nur während der Essenszeiten (12-14h, 18-20h) verhängt, für kleinere Kneipen existieren ja die Zulieferer, womit fast jeder Wirt einverstanden ist. Ergo hat sich mit Ausnahme der RV im Zug, an Flughäfen oder in Bankenzentren nicht viel geändert. Auch in so manchen Büroräumen wird weitergeraucht, insofern der Chef Raucher ist. Dasselbe gilt für Taxi-Unternehmen, ist der Chauffeur selber Raucher, dürfen auch die Fahrgäste rauchen, auch wenn dieses nicht offiziell geschieht. Diese Beispiele nur mal, um die Situation bei uns zu verdeutlichen.

Ein absolutes RV wäre vonnöten – wobei es dann zwei Möglichkeiten gegeben hätte, entweder das Volk steht auf – oder es hat die Zustände dann auch nicht besser verdient. Aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wäre es aufgestanden, denn eine 500-jährige Tabakkultur läßt sich in Deutschland nicht einfach eliminieren.

Quote:
Diese ganzen Verbotsmaßnahmen erzeugen immer mehr Widerwillen im Volk.


Du scheinst ja aus Stuttgart zu sein – ja der Widerwillen im Volk ist stark, habe ich auch festgestellt – aber leider wird bei uns in Politkneipen wesentlich mehr darüber diskutiert, als aktiv am Widerstand teilzunehmen, schon an so kleinen Unternehmen wie Unterschriften-Aktionen ersichtlich, obwohl man ja mit den Zuständen ganz und gar nicht einverstanden ist, bla bla bla… Der einzige Vorteil an dieser Lethargie oder an den (unbegründeten) Ängsten, seinen Namen preiszugeben, ist der, daß das Volk hier ebenso auf der anderen Seite NICHT bereit ist, Unterschriften FÜR ein RV zu leisten. Von jeder Seite besteht die Angst, in irgendeiner Form registriert zu werden. Deshalb besagen Unterschriften hierzulande gar nichts. Es wird in Berlin, oder in jedem anderen Bundesland nicht anders sein, als hier in Baden-Württ.

So, ziehe mich mal in die stille Mitleserschaft wieder zurück – meine zwei Gärten warten,

Grüßlis von Muna Cool
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Werner R. Niedermeier
God Member
****
Offline



Beiträge: 977
Standort: München
Mitglied seit: 05.02.08
Geschlecht: männlich
Re: Verabschiedung
Antwort #24 - 03.06.09 um 00:08:31
Beitrag drucken  
Muna_Sat-Ananda schrieb on 02.06.09 um 14:20:09:
Dieselben (in dem Fall persönlichen) Erfahrungen machte ich mit einer Untergruppierung des VEBWK bei einem unserer Treffen in Stuttgart. Sie legten ein großes Engagement an den Tag, um Werbung für ihren Verein zu betreiben, lehnten aber die Teilnahme an unserer Aktion dezent – also höflich – aber bestimmt ab.

So entstehen Mißverständnisse. Erstens sind diejenigen, mit denen du gesprochen hast keine "Untergruppe des VEBWK", sondern ein eigenständiger Verein und zweitens kann dieser Verein nicht, wie gefordert, allen VEBWK-Mitgliedern irgend etwas schicken, da sie, wie erwähnt, mit dem VEBWK nichts, aber auch gar nichts zu tun haben.

Zig Parteien mit zum Teil völlig abstrusen Programmen haben es geschafft, zur Europawahl zugelassen zu werden. Wenn man sich fragt, warum man selbst es nicht geschafft hat, sollte man zu allererst bei sich anfangen und nicht bei anderen. Das meinte ich mit meinem Einwurf.
  

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.
http://www.rauchernews.de
http://www.aranita.de
http://www.bvgg.eu
Zum Seitenanfang
IP gespeichert
 
ChristophL
Administrator
*****
Offline


Freier Rauch statt Rauchfrei!

Beiträge: 8.514
Mitglied seit: 30.06.06
Re: Verabschiedung
Antwort #25 - 03.06.09 um 06:35:42
Beitrag drucken  
Quote:
meine Enttäuschung über die unzureichende kooperative Zusammenarbeit der verschiedenen Widerstandsgruppen, sowohl im Ländle, als auch im gesamten Land.


Das ist ein wichtiges Thema.
Manche Unterschiede sollten einer Zusammenarbeit nicht entgegenstehen (und tun dies auch oft nicht), an deren Stellen wird es schon schwieriger, wenn ganz andere Interessen dahinterstehen.


Quote:
Und warum bekamen wir sie nicht? Weil hier Jeder sein eigenes Süppchen kocht. Von einem BmB- Mitglied, welches zu  der Berliner Genußinitiative Kontakt aufnahm, erfuhr ich auch, daß eben gerade diese Initiative sich NICHT bereiterklärte, auch die Unterschriften für unseren BmB zu leisten. Ich hätte für die Berliner Initiative in jedem Fall unterschrieben, wenn es keine regional begrenzte Aktion gewesen wäre.


Viele Organisationen sind überparteilich und achten peinlich genau drauf, das auch zu bleiben. Was das genau beinhaltet, ist Geschmackssache. Wenn die Berliner Genussini nicht nicht einer Partei speziell in Verbindung gebracht werden will, ist das zu respektieren.

Der VEBWK (zu trennen von der Organisation, von der Aranita spricht) ist noch mal ein ganz eigener Fall, die sind ja ohnehin kein wirklicher Mitstreiter in unserem Sinne (mehr).


Die Bundesversammlung Genuss, Selbstbestimmung und Freiheit hat seit letztem Herbst gute Vernetzungsarbeit zwischen zahlreichen Organisationen geleistet. Man merkt aber natürlich auch immer wieder, wie die Interessen divergieren.


  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
evarix
Senior Member
*****
Offline


Den Dingen auf den Grund
gehen...

Beiträge: 1.072
Standort: Berlin
Mitglied seit: 07.05.08
Geschlecht: weiblich
Re: Verabschiedung
Antwort #26 - 04.06.09 um 11:40:16
Beitrag drucken  
Zig Parteien mit zum Teil völlig abstrusen Programmen haben es geschafft, zur Europawahl zugelassen zu werden. Wenn man sich fragt, warum man selbst es nicht geschafft hat, sollte man zu allererst bei sich anfangen und nicht bei anderen. Das meinte ich mit meinem Einwurf. [/quote]

Danke, Aranita:

Volle Zustimmung!

Und, liebe Muna Sat Ananda, nochmal speziell, was die Genußinitiative anbelangt:

Mithilfe vieler Kiezpaten ist es immerhin gelungen, zigtausende Unterschriften in der zweiten Stufe des Volksbegehrens zusammenzubekommen, auch wenn die erforderlichen ca. 170.000 Stimmen leider nicht erreicht werden konnten.

Allein ein Kiezpatenehepaar aus Spandau hat meiner Kenntnis nach weit über 4.000 Stimmen gesammelt.

Zu den Gründen, warum das Ziel letztlich doch nicht erreicht werden konnte, möchte ich auf die Pressemitteilung der Genußinitiative vom 28.05. verweisen:

http://www.genussinitiative-berlin.de

Ich teile diese Einschätzung, insbesondere hinsichtlich der fehlenden pekuniären Mittel als Hauptgrund für das Scheitern in der zweiten Stufe. "Tempelhof" und "Pro-Reli", die ja bekanntlich erst in der dritten Stufe scheiterten, waren finanziell ganz anders ausgestattet und hatten im übrigen auch breite Unterstützung in den Medien.

Das Anliegen der Genußinitiative wurde dagegen in den Medien eher als "Schmuddelkampagne" angesehen; vgl. z. B. http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0202/berl...

Zitat: "Mit sechs Gleichgesinnten hat er die "Initiative für Genuß Berlin" gegründet. Ein seltsamer Name für ein Suchtmittel, das neben Teer vor allem Ruß, Arsen und Zyanid absondert."

Und schließlich: Gar nicht nachvollziehen kann ich Deinen Unmut, Muna Sat Ananda, daß die Genußinitiative nicht auch in bezug auf den BmB initiativ geworden ist.

Die "Genussis" waren und sind strikt überparteilich und haben sich von Anfang an erklärtermaßen auf das Volksbegehren konzentriert, womit sie schon genug ausgelastet waren. Schließlich hat ja jeder von ihnen noch einen "Hauptberuf" - die Kiezpaten übrigens auch.

Im übrigen gebe ich auch Christoph1978 recht, wonach es zu respektieren ist, daß die Genußinitiative offenbar nicht zugleich auch mit einer bestimmten Partei - gleich welcher Couleur - in Verbindung gebracht werden möchte.

Gruß

evarix







  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Berlin-Mindplayer
God Member
****
Offline


420

Beiträge: 954
Mitglied seit: 19.02.07
Geschlecht: männlich
Re: Verabschiedung
Antwort #27 - 04.06.09 um 20:56:29
Beitrag drucken  
Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass einer Parteigründung sehr verhalten gegenüber gestanden habe. Nicht zuletzt weil es meines Wissens keine (halbwegs funktionierende) Partei gab, die sich qua Beschluss einer Handvoll Leute gegründet hat, sondern im Regelfall einer teils langjährigen Protestbewegung hervorgeggangen ist. Im Falle des Bmb halte ich die Substanz (also das Definieren über den Punkt Rauchverbot) für viel zu gehaltlos. Die restlichen Inhalte scheinen mmir bis heute recht zusammengeflickt, bei vielem weiß ich -trotz einiger Diskussionen- noch immer nicht wo die Linie verläuft.
Wenn man sich hier im Forum umsieht und das Potpurri aufeinander treffender politischer Überzeugungen realisiert, scheint es doch nahezu nnaiv zu glauben man könne die Leute unter einen Hut kriegen.
Ich teile Euren Optimismus leider nicht, dass der BmB noch wachsen wird, sondern gehe davon aus, dass er seinen Zenit bereits überschritten hat. Ich denke auch, dass in der Verabschiedungs Cofs auch ein kleiner Teil Enttäuschung eine Rolle spielt.
Ohne Pessimismus verbreiten zu wollen, auch das Thema Rauchverbot hat seinen Hype verloren, das NWR verzettelt sich derweil in zu vielen  Aktionen, die meist nur halbherzig angepackt werden....was natürlich immer die Summe der Aktivitäten des Einzelnen (mich eingeschlossen) symbolisiert.
Auch ich war hier läängere Zeit nicht aktiv, freilich ohne mich vorher verabschiedet zu haben, und im Grunde genommen aus denselben Gründen, die COF recht treffend beschreibt.
Nach kleiner Auszeit wiidme ich mich wieder jenen bekannten Themen, die zugegebenermaßen das Spektrum Rauchverbot längst überschritten haben und sich mit jeglicher Form von Gängelung, Verboten und Überwachung beschäftigen...
Ich frage mich natürlich auch ob es nicht an der Zeit wäre, als Netzwerk die Horizonte deutlich zu erweitern. Vielleicht finden sich ja hier Allianzen in deutlich größeren Rahmen...............
  
Zum Seitenanfang
IP gespeichert
 
perle
Advanced Member
*****
Offline



Beiträge: 6.162
Mitglied seit: 05.04.07
Re: Verabschiedung
Antwort #28 - 04.06.09 um 21:10:38
Beitrag drucken  
Berlin-Mindplayer schrieb on 04.06.09 um 20:56:29:
Ich frage mich natürlich auch ob es nicht an der Zeit wäre, als Netzwerk die Horizonte deutlich zu erweitern. Vielleicht finden sich ja hier Allianzen in deutlich größeren Rahmen...............


keine schlechte idee, nur sollte nicht vergessen werden, daß die kritik an der immer mehr zunehmenden gängelei, durch die rauchverbote erst richtig angefacht wurde.

und wer weiß, vielleicht hat der BmB seinen zenit gar nicht überschritten, sondern war nur zu früh da, und mit einer breiteren fächerung gibt es wieder neuen auftrieb.
  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Zora
Senior Member
*****
Offline


fumar es un placer

Beiträge: 1.606
Mitglied seit: 12.01.08
Geschlecht: weiblich
Re: Verabschiedung
Antwort #29 - 04.06.09 um 22:04:57
Beitrag drucken  
Quote:
Berlin-Mindplayer schrieb am Gestern um 22:56:
Ich frage mich natürlich auch ob es nicht an der Zeit wäre, als Netzwerk die Horizonte deutlich zu erweitern. Vielleicht finden sich ja hier Allianzen in deutlich größeren Rahmen...............

perle:
keine schlechte idee, nur sollte nicht vergessen werden, daß die kritik an der immer mehr zunehmenden gängelei, durch die rauchverbote erst richtig angefacht wurde.

und wer weiß, vielleicht hat der BmB seinen zenit gar nicht überschritten, sondern war nur zu früh da, und mit einer breiteren fächerung gibt es wieder neuen auftrieb.


gegen eine erweiterung/weitere interessensfächerung und konzenration des bmb hin zu allem, was mit verbotspolitik zu tun hat, ist so lange nichts einzuwenden, wie er seine wurzeln, die rauchverbote, als seine wurzeln und von daher elementaren bestandteil seiner politik beibehält (und seine page gelegentlich mal wieder aktualisiert)
  

"Puritaner sollten zwei Feigenblätter vor den Augen tragen." (Stanislaw Lec)
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1 [2] 3 4 
Thema versendenDrucken
 
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.    Hier erfahren Sie mehr zum Datenschutz OK