Normales Thema Anderswo, da klappt's doch auch ... ODER NICHT ? (Gelesen: 800 mal)
sargnagel
Senior Member
*****
Offline


Don't tread on me!

Beiträge: 2.399
Mitglied seit: 07.08.06
Geschlecht: männlich
Anderswo, da klappt's doch auch ... ODER NICHT ?
14.11.09 um 21:55:28
Beitrag drucken  
Wir erinnern uns: Allen voran, machte sich der irische Staat daran, seinen Staatsbürgern - im Auftrage der WHO - das Rauchen zu vergällen:

...daraus entwickelte sich
Das löbliche IRISCHE Beispiel.

Drei Jahre Rauchverbot in Irland. Was ist das Ergebnis?

Ein Viertel (1.500 von 6.000) aller Kneipen mussten dichtmachen.  25 Prozent. RIP.

Ein weiteres Viertel ist von der Schliessung bedroht. RIP soon.

Die Raucherquote ist von etwa 23 Prozent auf rund 33 Prozent gestiegen, insbesondere die Jugend raucht erheblich mehr.

Alle Versuche der Anti-Rauch-Bewegung, mit viel, viel Geld, und viel, viel Druck, dem Rauchen in Irland den Garaus zu machen, sind

>> grandios gescheitert.<<

Trotz aller wirtschaftlichen Probleme, trotz aller Unterwerfungsgesten einer zunehmend prohibitionistischen EU gegenüber:

DAS IRISCHE VOLK SAGT NEIN ...
und raucht ***geschmuggelte*** Zigaretten.

Läßt rauchfreie Pubs sterben.
Trinkt zuhause, wie bei Tupperbeer Parties...

Denn die Iren lieben das einzige, was ihnen in Zeiten der Wirtschaftskrise noch geblieben ist: Ihre FREIHEIT.

PS: Irland hat LISSABON zugestimmt.
Aber nicht, weil die Iren den Vertrag so toll fanden
(das nächste europäische Volk, welches zu dieser Einsicht gelangt, wäre das erste ...).
Man hat sie gezwungen: Mit Geld.




« Zuletzt geändert: 14.11.09 um 22:17:33 von sargnagel »  

Prohibitionisten aller Länder verpfeift Euch!
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Meinrad
Senior Member
*****
Offline


Wider das tierische Abstinenzlertum
!

Beiträge: 1.488
Mitglied seit: 07.05.07
Re: Anderswo, da klappt's doch auch ... ODER NICHT ?
Antwort #1 - 15.11.09 um 07:14:00
Beitrag drucken  
Kleine Korrektur: Irland war m.W. nach das Flaggschiff, wo die Rauchverbote schon 2004 eingeführt wurden. Das wären also 5 Jahre inzwischen.

Tja, Irland, war immer das "Vorbild", gegen das wir in Deutschland angeblich ein "Entwicklungsland" seien. Mit diesen Zahlen lässt sich der Spieß natürlich umdrehen und wir sollten davon reichlich Gebrauch machen, wenn wir in anderen Foren diskutieren. Das wird den Antis überhaupt nicht schmecken, wenn die Wahrheit über ihr Flaggschiff nun diese ist. Allerdings muss heute alles mit Links belegt sein. Über den gestiegenen Raucheranteil haben wir welche, aber über das Kneipensterben noch nicht. Hast Du da was Aktuelles?

Nebenbei: wenn die Pubs in dieser Weise sterben, dann ist das nichts anderes als der Frontalangriff auf unsere gesamte Zivilisation. Wenn das so weiter geht, dann haben wir am Ende keinen Verein, keine politischen Parteien, kein Rotes Kreuz und keine freiwillige Feuerwehr mehr, um nur einige zu nennen. Denn all diesen hat der Pub 500 Jahre lang als unverzichtbarer Stützpunkt gedient und wenn der zur Hälfte weg ist, die andere Hälfte nur noch der Essensausgabe dient, macht es diesen "NGOs" (wie man sie heute nennt), den Garaus. Ein Punkt der viel zu wenig gesehen wird. Nichts ist falscher als, das Kneipensterben nur unter Umsatzgesichtspunkten zu sehen. Das Wissen, wie es die Menschheit geschafft hat, nicht mehr auf den Bäumen zu sitzen, scheint restlos verloren gegangen zu sein. Ohne Pub jedenfalls hätte man es nicht geschafft.

Dass man sowas heute erklären muss. Früher konnte man sich das sparen, weil es mit bloßem Auge zu sehen ist.

Gruß Meinrad   
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Matrix
Advanced Member
*****
Offline


In tyrannos!

Beiträge: 3.572
Standort: 1230 Wien
Mitglied seit: 16.02.08
Re: Anderswo, da klappt's doch auch ... ODER NICHT ?
Antwort #2 - 15.11.09 um 07:32:01
Beitrag drucken  
"Wenn es nicht zu einer massiven Eskalation des Protests und des Widerstands kommt, was könnte den globalen Unternehmen eine solche Angst um ihre Gewinne einjagen, dass ihre Vertreter an den Verhandlungstisch zurückkehren?" Colin Crouch

http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_1_11?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias...

lg
m
  

Tu felix Austria fume
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
sargnagel
Senior Member
*****
Offline


Don't tread on me!

Beiträge: 2.399
Mitglied seit: 07.08.06
Geschlecht: männlich
Re: Anderswo, da klappt's doch auch ... ODER NICHT ?
Antwort #3 - 16.11.09 um 09:34:37
Beitrag drucken  
Quote:
Über den gestiegenen Raucheranteil haben wir welche, aber über das Kneipensterben noch nicht. Hast Du da was Aktuelles?


zuerst gefunden bei
http://www.data-yard.net/10w3/ire.pdf

aber auch hier, vom 2. Nov.09
http://www.independent.ie/national-news/pub-trade-in-crisis-as-1500-close-over-f...

Beste Grüße / sargnagel


  

Prohibitionisten aller Länder verpfeift Euch!
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Meinrad
Senior Member
*****
Offline


Wider das tierische Abstinenzlertum
!

Beiträge: 1.488
Mitglied seit: 07.05.07
Re: Anderswo, da klappt's doch auch ... ODER NICHT ?
Antwort #4 - 16.11.09 um 21:12:28
Beitrag drucken  
Danke für die Links.

Wenn ich das richtig sehe, gibt es bei beiden Zahlenreihen einen typischen Verlauf, der sich dann in allen Ländern wiederholt hat: erst beginnt das Kneipensterben sehr moderat, so moderat, dass es gar von den Antis mit einigem Erfolg weg geschwindelt werden kann. Dann aber, so nach zwei Jahren beginnt das Massensterben. Also da ist durchaus die anfängliche Bereitschaft zu sehen, sich mit der Lage abzufinden. Aber dann.

Dasselbe mit den Raucherzahlen: wenn sie jetzt, fünf Jahre nach dem Rauchverbot so ansteigen, ist das keine Trotzreaktion und auch nicht der "Reiz des Verbotenen", um übliche Anti-Argumentationen gleich im Ansatz zu widerlegen. Schon garnicht war es die pöhse Tabakindustrie, denn die ist mit einem Werbeverbot belegt. Auch hier sieht man die anfänfgliche Bereitschaft, mitzuspielen, wenn der Staat es so vehement fordert. Aber der Mensch lässt sich eben nicht ändern: Abstinenzlertum ist fad, ist langweilig, ist öde. Nur schade, dass diese Erkenntnis mit Milliarden erkauft werden musste, mit unendlichem Streit in den Familien und Pubs, mit Zerstörung der Kultur und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sie wäre nämlich mit bloßem Auge erkennbar gewesen und damit zum Nulltarif zu haben.

Was ist, wenn der letzt Pub geschlossen hat? Nun, dann ist eben Mittelalter. Ja, werte mitlesende Antis, ihr denkt jetzt, na und? ist eben Mittelalter. Wartet es einmal ab, bis ihr zum ersten Mal auf dem Donnerbalken sitzt. Ich weiß ja nicht, ob euch diese Gerätschaft bekannt ist, man wird sie euch aber im Bedarfsfall erklären. Soviel darf ich vorweg nehmen: sie wird euch nicht gefallen. "Hätte ich bloß meine Klappe gehalten", so die späte Einsicht "und bei Netzwerk Rauchen mitgemacht".

Aber dazu ist es dann zu spät.

Gruß Meinrad

 
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Muna_Sat-Ananda
God Member
****
Offline


Kampf dem Verbotswahn!

Beiträge: 861
Standort: Stuttgart
Mitglied seit: 05.08.07
Geschlecht: weiblich
Re: Anderswo, da klappt's doch auch ... ODER NICHT ?
Antwort #5 - 29.12.09 um 16:33:37
Beitrag drucken  
Ich finde, sargnagel hat recht mit seiner Aussage, die rauchfreien Kneipen sterben zu lassen, denn ansonsten hätten die Machthaber ihr Ziel erreicht.

Eine andere Möglichkeit wäre natürlich der Gesetzesboykott gewesen, wie es vielerorten bei uns praktiziert wurde/wird.

Richtig ist natürlich auch der Rückfall ins Mittelalter, sobald der letzte Pub geschlossen wurde. Insofern ist Irland für mich kein leuchtendes Beispiel einer Widerstandskultur. Wenn die Wirte nicht die Zivilcourage aufbringen, sich zu wehren, sollen sie meinetwegen eingehen. Natürlich treiben dann die Rauchverbote auch die Arbeitslosenquote in ungeahnte Höhen, welches wiederum den Wirtschaftscrash beschleunigt.

Sollte sich jedoch die Total-Prohibition in der Öffentlichkeit europaweit durchsetzen, und als letzte Bastion die Gastronomie fallen - so fehlt mir jedes weitere Interesse, an dieser Verbotskultur noch teilzuhaben. Von diesem "Gesellschaftsleben" nehme ich mit Freuden dann Abschied. Ich hoffe, daß es mir viele gleichtun, denn das Abtauchen in die Diaspora ist dann unausweichlich - oder ein Widerstand wird nur noch aus dem Untergrund möglich sein.

Für meinen Teil fehlt mir schon heute das Interesse an jenen zensierten Fernsehauftritten irgendwelcher auf Antiraucher-Linie dressierten Pseudo-Stars im sog. neo-"kulturellen" Bereich, wonach zukunftsorientiert bei Theateraufführungen 'Carmen' dann in einer Käserei, statt einer Zigarettenfabrik gearbeitet hat, oder die alten Klassiker neu aufbereitet werden, indem man Bogarts Zigarette einfach hinwegretouchiert.

Nein, danke! Es lebe die Untergrundkultur!
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Christoph Suter
Advanced Member
*****
Offline


Corruptissima re publica
plurimae leges!

Beiträge: 3.023
Standort: Basel (Schweiz)
Mitglied seit: 07.06.06
Geschlecht: männlich
Re: Anderswo, da klappt's doch auch ... ODER NICHT ?
Antwort #6 - 29.12.09 um 16:48:52
Beitrag drucken  
Muna_Sat-Ananda schrieb on 29.12.09 um 16:33:37:
Es lebe die Untergrundkultur!

Also die gibt es bereits im grenznahen Südwestbaden. Viele Basler kennen die Speiserestaurants in Südwestbaden, in welchen geraucht werden kann. Denunzierungen soll es bis heute nicht gegeben haben!
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Muna_Sat-Ananda
God Member
****
Offline


Kampf dem Verbotswahn!

Beiträge: 861
Standort: Stuttgart
Mitglied seit: 05.08.07
Geschlecht: weiblich
Re: Anderswo, da klappt's doch auch ... ODER NICHT ?
Antwort #7 - 29.12.09 um 17:15:27
Beitrag drucken  
Christoph Suter schrieb on 29.12.09 um 16:48:52:
Muna_Sat-Ananda schrieb on 29.12.09 um 16:33:37:
Es lebe die Untergrundkultur!

Also die gibt es bereits im grenznahen Südwestbaden. Viele Basler kennen die Speiserestaurants in Südwestbaden, in welchen geraucht werden kann. Denunzierungen soll es bis heute nicht gegeben haben!


Denunziationen sind eines Badeners auch unwürdig. Allerdings wußte ich von den Untergrund-Restaurants bis dato nicht, denn ich lebe im württ. Teil, nur mein Vater kam aus Freiburg.

Auch im württ. Teil waren Denunziationen so gut wie unbekannt (wenn ich dies mal mit anderen Bundesländern vergleiche) - allerdings denunzierten sich Wirte untereinander gelegentlich, vor allem ausländische Gruppen, die miteinander verfeindet sind, hauten sich in die Pfanne. Jedoch blieben in meinem Umkreis die meisten Kneipen während der Total-Prohibition unbehelligt.

Möglicherweise werden sich aber auch mafiöse Strukturen herausbilden (Vorbild Chicago in den 30er Jahren), die dann ihre Monopolstellung behaupten.

Jedenfalls bleibt als einzig positiver Aspekt der Prohibition die alte Weisheit bestehen:

Jeder Druck erzeugt Gegendruck - und die Raucherquote steigt wieder auf ein erträgliches Maß.  Smiley So langsam begann ich mich nämlich um die Jahrtausendwende in diesem Nichtraucherstaat nicht mehr wohlzufühlen. Der Bann ist jetzt gebrochen, wobei mein Dank auch der unermüdlichen Aufklärungsarbeit vom Netzwerk-Rauchen geschuldet ist.  Smiley
  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
 
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.    Hier erfahren Sie mehr zum Datenschutz OK