Normales Thema Volksbegehren in Baden-Württ. (Gelesen: 208 mal)
Muna_Sat-Ananda
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Kampf dem Verbotswahn!

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Re: Volksbegehren in Baden-Württ.
Antwort #4 - 05.12.09 um 21:28:05
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mueller1965 schrieb on 05.12.09 um 21:13:37:
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welche Umweltinitiativen

Das ist für mich in der Zwischenzeit immer fraglich, den auch diese beschäftigen ihre Studien und Wissenschaftler die zu den Ergebnissen kommen, die sie selbst in Auftrag gegeben haben. Bestes Beispiel ist die Klimalüge.

Mich hat vor kurzem die Initiative Mehr Demokratie angeschrieben und mir für die monatliche Unterstützung gedankt, mit der Bitte um Einzugsermächtigung. Ich gedacht was jetzt, den ich hatte doch nur Infos angefordert um mich mit denen einmal näher zu beschäftigen. Meine schriftliche Ablehnung der Mitgliedschaft haben die bekommen und das bleibt auf Lebzeiten auch so. Dazu sollte man sich wirklich auch die Vorstandsmitglieder des Vereins näher anschauen. Diese nähern sich mit ihren Standpunkten gerne den Splitterparteien. Und was dabei rausgekommen ist haben wir in Bayern erlebt.


Für mich sind die Verhältnisse klar - die Lehre, die ich aus vergangenen Fehlern zog, ist heute zuerst die Webseiten zu beäugen, bevor noch nur eine einzige Spende in eine Organisation fließt, die sich nicht klar und eindeutig von der Raucherdiskriminierung distanziert.

Der Verein "mehr Demokratie...blablabla" hat auf meine damaligen Anfragen nicht einmal mehr reagiert. Seitdem wurde ich von denen aber nicht mehr behelligt.  Zwinkernd
  
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Muna_Sat-Ananda
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Kampf dem Verbotswahn!

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Re: Volksbegehren in Baden-Württ.
Antwort #3 - 05.12.09 um 21:14:55
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Mal zur Warnung an die Antis: im Regierungdsbezirk Schwaben war die Zahl der Unterschriften deutlich geringer als im Landesdurchschnitt, in Neu-Ulm nach meiner letzten Info nur 2,3 Prozent. Weiter westlich wird sich der Trend linear fortsetzen, kann ich euch versichern. Zwar bewundert der Schwabe jeden, der es tatsächlich schafft, hochdeutsch zu sprechen. Was nicht heißt, dass er hochdeutsch gesprochenen Unsinn akzeptiert, auf den reagiert er sauer wie kein Zweiter.


Auch die Badener, die sich ja damals schon im revolutionären Geist gegen preußische Diktate zu Wehr setzten, werden nicht so leicht für weitere Verbote zu begeistern sein. In manchen Bundesländern sind gar keine Volksbegehren möglich - hätte nie gedacht, daß mir dieser Wortlaut mal mit Erleichterung über die Lippen geht. Auf alle Fälle müssen wir sofort reagieren, sobald solch ein Versuch spruchreif wird. Generell bin ich jetzt der Ansicht, daß Volksbegehren nur dann sinnvoll sind, wenn die Pressefreiheit garantiert ist - doch derzeitig wird eine Diktatur (anscheinend erfolgreich) als Demokratie verkauft.

In meinem Freundeskreis überwiegt ja auch die Meinung, daß so etwas in Baden-Württ. nicht möglich wäre. Ich selber bin mir nicht sicher. Unsere damals revoltierenden Wirte kamen ja noch in die Presse - das Thema zu unseren Gunsten wurde also hierzulande nicht totgeschwiegen. Meine Versuche jedoch, die Passivrauchlüge schon im Jahr 2007 in die Medien zu bringen, scheiterten.

Ob solche Verbotsbegehren Gewinne erzielen oder scheitern werden, hängt wohl nicht nur von der Masse der Antiraucher ab, sondern auch davon, wie stark die Pressezensur und wie hoch die Unterstützung solcher faschistischen Gruppen ist. Man sollte das Ganze nicht unterschätzen, denn im südbadischen Breisgau und den zahlreichen Kurorten dort, sähe ich durchaus Chancen für diese Demagogen - zumal dort dann auch ein stärkeres Bedürfnis vorhanden sein wird, das ganze Land in einen Kurort umzuwandeln. Im Großraum Stuttgart und Bodenseegebiet hingegen ist der Widerstand größer. Der Ausgang eines solchen Experiments ist also in Baden-Württ. nicht vorausschaubar. Augenrollen

Bzn. auf die Umweltorganisationen teile ich Deine Meinung, 'ob sich welche finden lassen' Bin gerade dabei, beim WWF zu recherchieren - den ich vor längerer Zeit mal unterstützte. Bei den 'Vier Pfoten' konnte ich bisher (insofern ich nichts übersehen habe) keine Antirauchertendenzen entdecken. In ihren Flyern wird auch kein genereller Fleischverzicht propagiert, sondern vielmehr, Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zu beziehen.

Technisches Know-how habe ich zwar nicht so sehr, wäre aber prinzipiell an einer Zusammenarbeit interessiert. Ob natürlich in der Bevölkerung Interesse an einer weiteren Umweltinitiative besteht, ist fraglich - aber einen Versuch wäre es wert.  Smiley

Grüßlis, von Muna

« Zuletzt geändert: 05.12.09 um 21:20:19 von Muna_Sat-Ananda »  
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mueller1965
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Re: Volksbegehren in Baden-Württ.
Antwort #2 - 05.12.09 um 21:13:37
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welche Umweltinitiativen

Das ist für mich in der Zwischenzeit immer fraglich, den auch diese beschäftigen ihre Studien und Wissenschaftler die zu den Ergebnissen kommen, die sie selbst in Auftrag gegeben haben. Bestes Beispiel ist die Klimalüge.

Mich hat vor kurzem die Initiative Mehr Demokratie angeschrieben und mir für die monatliche Unterstützung gedankt, mit der Bitte um Einzugsermächtigung. Ich gedacht was jetzt, den ich hatte doch nur Infos angefordert um mich mit denen einmal näher zu beschäftigen. Meine schriftliche Ablehnung der Mitgliedschaft haben die bekommen und das bleibt auf Lebzeiten auch so. Dazu sollte man sich wirklich auch die Vorstandsmitglieder des Vereins näher anschauen. Diese nähern sich mit ihren Standpunkten gerne den Splitterparteien. Und was dabei rausgekommen ist haben wir in Bayern erlebt.
  

Kultivierte bedauern nie einen Genuß Unkultivierte wissen überhaupt nicht, was ein Genuß ist. (Oscar Wilde)
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Meinrad
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Re: Volksbegehren in Baden-Württ.
Antwort #1 - 04.12.09 um 19:42:00
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Mal zur Warnung an die Antis: im Regierungdsbezirk Schwaben war die Zahl der Unterschriften deutlich geringer als im Landesdurchschnitt, in Neu-Ulm nach meiner letzten Info nur 2,3 Prozent. Weiter westlich wird sich der Trend linear fortsetzen, kann ich euch versichern. Zwar bewundert der Schwabe jeden, der es tatsächlich schafft, hochdeutsch zu sprechen. Was nicht heißt, dass er hochdeutsch gesprochenen Unsinn akzeptiert, auf den reagiert er sauer wie kein Zweiter.


Muna_Sat-Ananda schrieb on 03.12.09 um 17:44:21:
Liebe Leser, bei dem derzeitig grassierenden Zeitgeist ist genauestens nachzuprüfen, welche Umweltinitiativen wir noch unterstützen - bzw. sicherzustellen, ob diese nicht auch schon gleichgeschaltet sind. Wir ersparen uns somit Nerven - und Geld!



Und wenn wir keine finden? Wäre es dann nicht an der Zeit, eine eigene zu gründen, die wir beispielsweise Öko-Raucher nennen könnten? Die Thematik wäre eigentlich von vornherein klar: Ideen statt Zwang. Ökologie, ohne jemand auf die Nerven zu gehen, sondern durch technische Entwicklungen. Was vielleicht nicht einmal so Wenige interessiert.

Es wird dann allerdings sehr technisch, ich darf von mir sagen, dass ich da sehr bewandert wäre. Drum erlaube ich mir zu fragen, wer könnte sich so etwas, vielleicht erst einmal als Diskussion unter "Sonstiges", vorstellen könnte?

Gruß Meinrad

  
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Muna_Sat-Ananda
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Kampf dem Verbotswahn!

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Volksbegehren in Baden-Württ.
03.12.09 um 17:44:21
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http://www.landtag-bw.de/parlament/der_landtag/volksbegehren/index.asp

Soweit mir bekannt ist, laufen die durch Unterschriftensammlungen, wobei die Initiative dann auf der Straße potenzielle Interessenten ansprechen muß. Die Arbeit von Verbotsbefürwortern wird erschwert, weil es keinerlei Sinn macht, sich vor den Rathäusern zu postieren. Sie würden dann voraussichtlich in den Fußgängerzonen ihre Wühlarbeit betreiben und dort Passanten belabern. Um erfolgreich zu sein, müßten sie an genehmigten Plätzen Stände errichten. Je nach Meterzahl kostet ein Stand für zwei Tage (jeweils drei Stunden) Euro 40,-. Dieser Kostenaufwand käme dann zur Flyer-Erstellung hinzu. Es mag sich zwar zynisch anhören, aber glücklicherweise gibt es in Deutschland diesen Flickenteppich.

Pro-Rauchfrei ist bei uns nicht vertreten, bzw. nicht stark - allerdings hat die ÖDP einen Landesverband in Baden-Württ., wobei mir die Mitgliederzahl unbekannt ist.

Ich gehe auch davon aus, daß weitere Verbotsbegehren in anderen Bundesländern erst nach dem Volksentscheid in Bayern folgen werden. Die Faschisten werden dieses von dem Erfolg, bzw. Mißerfolg abhängig machen. Votiert Bayern GEGEN ein totales Rauchverbot, werden keine Begehren dieser Art mehr folgen.

Ich befinde nach wie vor die direkte Demokratie für gut - allerdings nur dann, wenn eine freie Presse gewährleistet ist. Eine Pressezensur, bzw. Gleichschaltung durch Lobbyisten, schließt allerdings per se schon eine Demokratie aus!

Insofern sind jegliche Volksbegehren nach derzeitigem Stand in Frage zu stellen. Solange freie Medien dem Volk nicht zugänglich sind, lehne ich hierzulande solche Manipulationsbegehren definitiv ab, weshalb ich auch den Verein

http://www.mehr-demokratie.dee/

nicht unterstütze. Geht mal auf die Seite, das letzte 'e' weglassen, die sie wohlwollend dem Verbotsbegehren gegenüberstehen. Ich leistete meinen Beitrag bereits schon auf der Sackstark-Seite zu diesem Thema.

Wir sind ja nicht unfehlbar - auch ich unterstützte in falschem Glauben so einige Umweltorganisationen (s. Freunde der Erde), bei denen sich letzten Endes herauskristallisierte, daß sie im bayerischen Verband Werbung für die Faschisten betrieben.

Liebe Leser, bei dem derzeitig grassierenden Zeitgeist ist genauestens nachzuprüfen, welche Umweltinitiativen wir noch unterstützen - bzw. sicherzustellen, ob diese nicht auch schon gleichgeschaltet sind. Wir ersparen uns somit Nerven - und Geld!

Grüßlis zum Abend, von

Muna

  
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