Normales Thema Ruhe in Unfrieden, HH! (Gelesen: 585 mal)
evarix
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Den Dingen auf den Grund
gehen...

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Ruhe in Unfrieden, HH!
10.12.09 um 12:13:58
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Mit den Stimmen von CDU und GAL hat gestern die Hamburger Bürgerschaft die Novellierung des sog. NSRG zum 01.01.2010 angenommen; siehe heutigen Bericht im Hamburger Abendblatt:

http://www.abendblatt.de/hamburg/kommunales/article1302100/Buergerschaft-beschli...

Danach ist das Rauchen künftig nur mehr erlaubt in reinen Schankbetrieben ohne Speisenangebot, und zwar mit folgenden Maßgaben:

Einraum-Schankbetriebe unter 75 qm können sich zur Rauchergaststätte deklarieren.

Reine Schankbetriebe mit mehr als 75 qm können einen separaten Raucherraum einrichten, der aber kleiner als der Nichtraucherraum sein muß.

Gaststätten, die auch Speisen anbieten, dürfen keinen separaten Raucherraum mehr unterhalten.

Der genaue Wortlaut der Neuregelung ist im Internet unter http://www.hamburgische-buergerschaft.de/cms_de.php?templ=info_sta.tpl&sub1=387&... leider noch nicht verfügbar; vielleicht liegt das aber auch an meinen Sicherheitseinstellungen.

Erst nach Vorliegen des Volltextes kann geprüft werden, inwieweit Umgehungslösungen wie etwa Catering etc. machbar sind.

Unabhängig davon vorläufiges Fazit:

Der Wegfall von separaten Raucherräumen in der Speisegastronomie ist ein fatales Signal. Dank an die schwarz-grünen Prohibitionisten und gute Nacht, Hamburg!

Gruß

evarix

  
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xila
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... hat meistens recht
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Re: Ruhe in Unfrieden, HH!
Antwort #1 - 10.12.09 um 12:46:21
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Quote:
Die Grünen-Abgeordnete Linda Heitmann bedauerte es zwar, dass kein absolutes Rauchverbot zustande gekommen sei. Sie freue sich aber schon darauf, überall essen gehen zu können, ohne "beraucht zu werden".


http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article5483350/Buergerschaft-bes...

Schade, daß es unmöglich ist, Gastwirte dazu zu bekommen, ausnahmsweise mal an einem Strang zu ziehen. Es wäre sicherlich eindrucksvoll, wenn Madame von heute an aus jeder Gaststätte höflich, aber bestimmt wegen Lokalverbots hinausgewiesen würde.

Man könnte ja zumindest einen vorformulierten Lokalverbots-"Steckbrief" entwerfen und der Hamburger Gastronomie zum Download anbieten.

Das hier isse:



Jahrgang 1982. Meine Güte. Könnte fast meine Tochter sein.

Ein unverdientes Glück für sie, daß sie nicht meine Tochter ist. Für diese Äußerung hätte ich sie enterbt, so viel steht fest. Diese [Selbstzensur] ist schließlich auch mit dem bisherigen Rauchverbot nirgends mehr "beraucht" worden, wie sie es auszudrücken beliebt, es sei denn, sie ist aus eigenem freiem Entschluß mit anderen in den Nebenraum gegangen.

Mit anderen Worten, wenn sie sich darauf freut, künftig nicht mehr "zwangsberaucht" zu werden, dann sagt sie eigentlich: "Ich freue mich, daß meine rauchenden Freunde jetzt endlich dazu gezwungen werden, mit mir zusammen im Nichtraucherbereich zu essen."

« Zuletzt geändert: 10.12.09 um 12:53:26 von xila »  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Ruhe in Unfrieden, HH!
Antwort #2 - 10.12.09 um 14:45:56
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Linda Heitmann

„In nahezu allen europäischen Ländern gilt ein absolutes Rauchverbot. Erste positive gesundheitliche Auswirkungen dessen sind bereits messbar: So bezifferte das „Journal of the American College of Cardiology” den Rückgang der Herzinfarktquote drei Jahre nach Einführung eines Rauchverbots auf rund ein Viertel und brachte beides in einen direkten Zusammenhang. Belastbare Zahlen zu Umsatzrückgängen in der Gastronomie sind nach wie vor nicht vorhanden. Vor diesem Hintergrund sollten auch die deutschen Bundesländer so vernünftig sein, absolute Rauchverbote zu beschließen.“

http://tinyurl.com/yfjjgsx

Linda Heitmann Persona non grata
« Zuletzt geändert: 10.12.09 um 14:48:00 von shadu »  
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perle
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Re: Ruhe in Unfrieden, HH!
Antwort #3 - 10.12.09 um 15:23:40
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Quote:
„In nahezu allen europäischen Ländern gilt ein absolutes Rauchverbot


ach ja? wirklich?

Quote:
Erste positive gesundheitliche Auswirkungen dessen sind bereits messbar: So bezifferte das „Journal of the American College of Cardiology” den Rückgang der Herzinfarktquote drei Jahre nach Einführung eines Rauchverbots auf rund ein Viertel und brachte beides in einen direkten Zusammenhang


geographie scheint nicht gerade ihre stärke zu sein.


Quote:
Belastbare Zahlen zu Umsatzrückgängen in der Gastronomie sind nach wie vor nicht vorhanden. 


soll sie mal herrn frankenberger fragen, der weiß, daß es nach den rauchverboten zu umsatzsteigerungen von 8% bzw. 10% je nach art der gastronomie gekommen ist................
  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Ruhe in Unfrieden, HH!
Antwort #4 - 10.12.09 um 16:11:52
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Belastbare Zahlen

Umsatzrückgängen

nicht vorhanden

was meint sie damit,  ist das für die grünen relevant ?

Die Umwelt ist belastet
Das Klima ist belastet
Das Auto belastet
co2 belastet

wir müssen was dagegen unternehmen  Laut lachend

Die Gastronomie wäre auch noch belastet !  Aber mit Scheuklappen sieht man schlecht !

Das Modewort der Grünen
« Zuletzt geändert: 10.12.09 um 16:12:35 von shadu »  
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Mr.Marple
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Re: Ruhe in Unfrieden, HH!
Antwort #5 - 10.12.09 um 16:38:18
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Quote:
Sie freue sich aber schon darauf, überall essen gehen zu können, ohne "beraucht zu werden".


Die Betonung liegt auf können. Ob sie es dann auch tatsächlich tut, steht auf einem anderen Blatt.

Frau Heitmann und ihre Kollegen machen nichts anderes, als jeden Wirt mit Speiseangebot dazu zu zwingen, mit ihr einen Bewirtungsvertrag eingehen zu müssen.
So weit ich informiert bin, geht einem jeden Vetrag laut BGB erstmal eine Willenserklärung beider Parteien voraus. Die Antis sprechen also den Wirten das Recht ab, eine Willenserklärung einem potentiellen Gast versagen zu dürfen. Sie vernichten das Hausrecht der Wirte, indem sie eine Bewirtungspflicht für Nichtraucher einführen. Staatsgastronomie eben. Hierin liegt auch der Denkfehler des BVerfG.

Bei dem Fehlen von belastbaren Zahlen hat die Heitmann allerdings nicht ganz Unrecht.
Die allermeisten Wirte haben zwei Bücher. Eins fürs Finanzamt, und ein echtes. Und im echten Buch finden sich nunmal die wahren Umsatzrückgänge, da man dort die außergewöhnlich guten Gewinne verbucht, aber eben auch das Ausbleiben der selben. Das Finanzamt-Buch wird weitestgehend konstant gehalten.

Durch diese Bescheißerei haben sich viele Wirte leider Gottes die Möglichkeit genommen, ihre tatsächlichen Verluste auch preiszugeben.

Gruß, Mr.Marple
  

Ich habe noch nie gehört, dass einer seine Frau verprügelt hat, weil er zuviel geraucht hatte.
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xila
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... hat meistens recht
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Re: Ruhe in Unfrieden, HH!
Antwort #6 - 10.12.09 um 18:19:09
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Dehoga und Schaustellerverband prüfen ein juristisches Vorgehen, z.B. Schadenersatzklagen.

http://www.hamburg1.de/aktuell/Widerstand_gegen_Rauchverbot-2173.html
  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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ChristophL
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Re: Ruhe in Unfrieden, HH!
Antwort #7 - 31.12.09 um 19:51:18
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Für eine Henkersmahlzeit bleibt also noch Zeit.

Quote:
Betreiber von Gaststätten können nach Angaben der Gesundheitsbehörde ab Januar bei Verstößen mit Verwarnungsgeldern bestraft werden. Die Überwachung obliegt weiterhin den Bezirken. In der Silvesternacht würden im Sinne eines «Übergangs mit Augenmaß» keine Kontrollen durchgeführt, hieß es.


  
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