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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an? (Gelesen: 9.207 mal)
ChristophL
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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #670 - 10.03.17 um 21:57:07
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Destruktor schrieb on 27.02.17 um 15:02:39:
Das ist dann einfach so wie 1 Tag lang im Knast.


Unterschied: Im Knast kannst du rauchen, jedenfalls hierzulande.



Querkopf schrieb on 28.02.17 um 06:56:16:
hier mal ein Artikel über Alkoholverbote, der nicht in die üblichen Muster einschwenkt: "Brauchen wir ein Alkoholverbot?"

http://www.heise.de/tp/features/Brauchen-wir-ein-Alkoholverbot-3635088.html



Danke, guter Artikel.
  
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Querkopf
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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #669 - 28.02.17 um 06:56:16
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hier mal ein Artikel über Alkoholverbote, der nicht in die üblichen Muster einschwenkt: "Brauchen wir ein Alkoholverbot?"

http://www.heise.de/tp/features/Brauchen-wir-ein-Alkoholverbot-3635088.html

Quote:
Die Journalisten Sanaz Saleh-Ebrahimi und Daniel Drepper mögen sich gefragt haben, was man denn noch alles verbieten könnte, als sie ihren Artikel über Alkohol schrieben. Dieser erschien am 22. Februar auf Correctiv.org: Wie die Alkoholindustrie uns dazu bringt, immer weiter zu trinken.......

.....Der Haken an dieser Geschichte ist bloß dieser: Seit Jahrzehnten trinken die Deutschen sowieso schon weniger und weniger. Und die Zahl der Verkehrstoten hat glücklicherweise einen historischen Tiefstand erreicht.....

......Wo wir schon dabei sind: Verbieten wir doch gleich Fett, Salz und Zucker - oder jedenfalls Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil daran (Die Doppelzüngigkeit der Gesundheitspolitik).

Also weg mit den Süßigkeiten, Kartoffelchips, Pommes, Steaks und Currywürsten (die Grünen werden jubeln), Tütensuppen, sowieso allen Fertiggerichten, Fast Food, Frischgetränken, Fruchtsäften, Fruchtjoghurts und vielem anderen mehr! Und natürlich Fasching/Karneval, das Oktoberfest und andere Volksfeste beim Verbieten nicht vergessen.....

....Weniger Bildung, weniger Alkohol

Die meisten Antialkoholiker (Durchschnitt insgesamt 21%) befinden sich laut der Robert Koch-Studie - über alle Altersgruppen und Geschlechter hinweg - bei Menschen der unteren Bildungsgruppe. 
  
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Destruktor
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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #668 - 27.02.17 um 15:02:39
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xila schrieb on 25.02.17 um 16:58:29:
Die Eisenbahnergewerkschaft hat etwas entdeckt, das man "Passivsaufen" nennen könnte und vor dem sie ihre Mitglieder retten möchte, und fordert deshalb ein Ende des Alkoholverkaufs in den Bordbistros der Bahn: http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-02/deutsche-bahn-alkoholverbot-bordrestaurant...

Ich leiste mir jetzt den Luxus einer St.-Florians-Reaktion: Wo ich nicht friedlich rauchen darf und deshalb von vornherein nicht hingehe, warum sollten da eigentlich andere friedlich ihr Bierchen trinken dürfen? Raus mit ihnen. Wer Langstrecken mit der Bahn fährt, gehört nun einmal bestraft. Zunge





Geht mir genauso.

Wenn ich im Flugzeug und in der Bahn nicht rauchen kann, brauche ich auch keinen Alkohol.

Das ist dann einfach so wie 1 Tag lang im Knast.
  
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xila
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... hat meistens recht
;)

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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #667 - 25.02.17 um 16:58:29
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Die Eisenbahnergewerkschaft hat etwas entdeckt, das man "Passivsaufen" nennen könnte und vor dem sie ihre Mitglieder retten möchte, und fordert deshalb ein Ende des Alkoholverkaufs in den Bordbistros der Bahn: http://www.zeit.de/mobilitaet/2017-02/deutsche-bahn-alkoholverbot-bordrestaurant...

Ich leiste mir jetzt den Luxus einer St.-Florians-Reaktion: Wo ich nicht friedlich rauchen darf und deshalb von vornherein nicht hingehe, warum sollten da eigentlich andere friedlich ihr Bierchen trinken dürfen? Raus mit ihnen. Wer Langstrecken mit der Bahn fährt, gehört nun einmal bestraft. Zunge
  

Have no respect whatsoever for authority; forget who said it and instead look what he starts with, where he ends up, and ask yourself, "Is it reasonable?" (Richard Feynman)
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ChristophL
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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #666 - 03.01.17 um 19:18:50
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Quote:
Mythos oder Medizin: Tötet Alkohol Gehirnzellen?


Mythos.

Quote:
The Naked Scientists", ein Portal der University of Cambridge, geht sogar so weit zu schreiben, dass sich beschwipste Menschen wahrscheinlich die meisten Schäden am Hirn zuziehen, wenn sie auf den Kopf fallen oder in eine Schlägerei verwickelt werden.


Manche Alkoholgegner sind auf den Kopf gefallen
  
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ChristophL
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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #665 - 21.10.16 um 02:07:22
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Quote:
Höhere Steuern auf Alkohol und Schockbilder auf Flaschen? Ein einseitiger ARD-Beitrag betreibt Stimmungsmache.
[...]
Der 15-minütige Beitrag über die „gefährliche Droge“ Alkohol will uns das angebliche Problem verkaufen (Nachteile durch Alkoholkonsum, obwohl dieser seit Jahren sinkt) und hat dann natürlich auch die vermeintlich passende Lösung parat, insbesondere eine massive Verteuerung alkoholischer Getränke.


Frisch erschienener Kommentar bei Novo.
« Zuletzt geändert: 21.10.16 um 02:07:45 von ChristophL »  
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Carolus Magnus
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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #664 - 29.07.16 um 19:20:07
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Government to crackdown on alcohol sales at airports

Regierung will scharf gegen die Alkoholverkäufe auf UK-Flughäfen vorgehen.

«We look into it, but we don't want to kill merriment» !!!

Wer es glaubt:

Bildlegende:
Eine kürzlich veröffentliche Polizeistatistik zeigt (plötzlich aus dem Nichts) Hunderte von Flugreisende, die allein aufgrund des Verdachts(!) von FIAZ (Flugreisen in angetrunkenem Zustand) oder in einem Flughafen aufgrund des Verdachts, angetrunken zu sein, verhaftet wurden.

(Somit hat man nun einen Hebel gegen den Alkohol, da offenbar ein bloßer Verdacht der Trunkenheit ausreicht. Dehydriertes Codein, Koks, Ritalin, Modafinil (Modasomil), Ecstasy oder andre Aufputschmittel aus den Pharma-Konglomeraten werden nicht einmal in Betracht gezogen.)

ÜBERSETZUNG:
Einige Vorfälle bezüglich betrunkener Flugpassagiere haben nun die Regierung auf den Plan gerufen. Der neue Minister für Aviatik (erstaunlich wofür es inzwischen Minister in UK gibt), Lord Ahmad (inzwischen werden offenbar auch Araber in UK in den Adelstand erhoben) klärte auf über die Art und Weise wie er den Alkoholverkauf an Flughäfen untersuchen möchte, nachdem Hunderte von Alkohol-Benebelten in den letzten zwei Jahren(!) auf Flügen randaliert hätten. (Gebt Ihnen den Tabak zurück, dann ist wieder Ruhe im Flieger!)

Ahmed erklärte, (was er tatsächlich gerne tun möchte) er wolle die Fröhlichkeit (he didn't want to "kill merriment") nicht verbieten (was genau seine Intention sein muß, da es ist sein Gedanke ist und er hat ihn auch erwähnt), daß aber zeitliche Einschränkungen der Alkoholverkäufe sowie (noch) restriktivere Regeln, um Reisende mit «ungebührlichem Verhalten» (offenbar ein Straftatbestand in UK), welche ein Flugzeug besteigen, sehr genau einer peniblen Prüfung zu unterziehen.

Lord Ahmed, von Theresa May ins Amt gesetzt, betonte die Notwendigkeit, Reisende genauer zu kontrollieren (screening) bevor sie an Bord gingen.

() = mein Kommentar - oder engl. Originalwort.

Es wird eine Zeit kommen, wo nur noch FKK geflogen werden darf und Laufen in angetrunkenem Zustand (LIAZ) ein Offizialdelikt sein wird.


Quelle

Nachtrag:
Da erhält der LOCUS-Artikel aus dem Jahr 2008 doch plötzlich eine ganz andere Bedeutung, wonach Alkohol Fliegen schwul machten. Schwul, statt Betrunken zu sein, war bis Ende der Siebziger Jahre ebenfalls ein Offizialdelikt (=muß von Amtes wegen verfolgt werden).

P.S. Einmal heißt der Lord Ahmed, dann wieder Ahmad - der Fehler liegt also bei TV-Sender ITV! nicht bei mir.
« Zuletzt geändert: 29.07.16 um 19:47:42 von Carolus Magnus »  

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Tegel
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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #663 - 26.07.16 um 07:46:56
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...könnte auf diesem Müll basieren:

CHIP : Neue Studie verblüfft: Schon so wenig Alkohol kann Krebs auslösen

https://www.google.de/search?q=Neue+Studie+verbl%C3%BCfft%3A+Schon+so+wenig+Alko...

Mittlerweile sind die Leser nur noch genervt ( s. Kommentare )
  

Gib " links" keine Chance.
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #662 - 22.07.16 um 13:01:10
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Habe soeben bei BBC einen Bericht gesehen wo gesagt wird das Alkoholkonsum zu Krebs führen kann und zwar in jeder Menge !

Nun warte ich auf schnelle Einführung von Schockbilder auf Wein, Schnaps, Bier und Prosecco Flaschen !
  
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Querkopf
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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #661 - 01.07.16 um 06:25:11
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Die "Zeit" ist sich nicht zu schade, ein Gespräch über Alkohol mit "anonymen Experten" zu führen: Zitat: "Werden Sie Zeuge eines anonymen Gesprächs unter Experten"

http://www.zeit.de/2016/23/alkohol-konsum-wirkungen-sucht-risiko

Natürlich sind wieder einmal die Alkohol-Lobby und die Werbung die Bösen. Aber auch der Begriff des Rausches soll offenbar angepasst werden:

Quote:
ZEIT Doctor: Einen Halbrausch? Woher wollen Sie das wissen? Man denkt ja beim Wort Rausch, dass jemand schon merklich betrunken ist.

Sozialmediziner: Dieses Verständnis ist weit von dem entfernt, was die Wissenschaft unter Rausch versteht. In der Alkoholforschung gehen wir davon aus, dass es sich ab vier, fünf Gläsern per Definition um einen Rausch handelt.


Neben den Hausärzten sollen jetzt auch Computer-Fragebögen in Kliniken Druck auf den Patienten ausüben:

Quote:
Die Programme funktionieren erstaunlich gut, und die Patienten machen da super mit. Sie füllen im Wartezimmer oder im Krankenhaus einen Fragebogen aus, da ist es eh langweilig. Sie geben dann an: "Ich trinke pro Tag vier Flaschen Bier" und so weiter. Das Computersystem vergleicht das mit dem Bevölkerungsdurchschnitt und formuliert automatisierte, clevere Feedback-Briefe: "Sehr geehrter Herr Müller, Ihre Gewohnheiten stimmen mit einem erheblichen Teil der Bevölkerung überein, und Sie finden Ihr Trinken auch völlig normal, das können wir verstehen. Aber in der Wissenschaft gibt es folgenden Wissensstand ... Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, statt des abendlichen Bieres dies und jenes zu tun?".....

......Man könnte das überall einsetzen, nicht nur im Krankenhaus, auch in jeder Rehabilitationseinrichtung!

ZEIT Doctor: Also etwa auch bei Rückenpatienten?

Suchtexpertin: Ja, exakt, dazu gibt es sogar schon Modellprojekte und Untersuchungen.


Und neben dem üblichen Schuldzuweisungen an die "Alkohol-Lobby" wird auch der Kampf gegen den Tabak als Blaupause herangezogen:

Quote:
Ja, die Lobby ist zu stark. Wir brauchen in Deutschland Bürgerbewegungen, wenn es um die Nachhaltigkeit unseres Lebens und um unsere Gesundheit geht. Was uns fehlt im Gesundheitsbereich, ist so etwas wie Greenpeace – mit etlichen Millionen Einnahmen. Normalerweise haben Jugendkampagnen ja kaum eine Wirkung, doch in Amerika gab es eine, die war supererfolgreich, die Truth Campaign. Da haben sie den Jugendlichen gesagt: Du bist so blöd, dich anscheißen zu lassen von denen da oben, die wollen, dass du dich kaputtmachst. Es ging dabei um Tabak, aber das würde bei Alkohol genauso funktionieren. Es war eine der erfolgreichsten Präventionskampagnen, die man je gefahren hat in den USA.
  
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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #660 - 22.05.16 um 07:32:38
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Die Bierduschen-Debatte vor dem Pokalendspiel ist die nächste Denormalisierungs-Stufe:

http://www.ruhrbarone.de/die-bierduschen-debatte-vor-dem-pokalendspiel-ist-die-n...

Eine Meldung, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe ein absurdes Bierverbot erlassen, wurde von mehreren Medien unter Berufung auf die Tageszeitung "Die Welt." verbreitet - den Spielern von FC Bayern und Borussia Dortmund sei es untersagt, nach dem Gewinn des DFB-Pokalfinales am Samstag in Berlin die obligatorische Bierdusche zu vollziehen.

Quote:
Eine Nachricht, die inzwischen, ob nur durch öffentlichen Druck oder nicht, weitestgehend wieder entkräftet und teilweise auch dementiert wurde...

.... Letztendlich wohl auch ziemlich egal, denn alleine der grundsätzliche Ansatz ist hier schon das eigentliche Problem: Die immer selbstverständlicher und größer werdenden Diskussionen über eine offenbar zunehmende Denormalisierung von Alkoholkonsum und dessen immer deutlicher und lauter hinterfragte, quasi selbstverständliche Gegenwart in unserer Gesellschaft. Zumindest eben in einer großen Öffentlichkeit. Das ist das wirklich Bedenkliche daran. Und diese grundsätzliche Entwicklung kann auch gar nicht länger dementiert werden.

Hintergrund ist hier nun eine Initiative namens „Alkoholfrei Sport genießen“, welches seit kurzem auch vom Deutschen Fußballbund (DFB) offiziell unterstützt wird.
  
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Carolus Magnus
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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #659 - 06.03.16 um 19:41:39
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Schon wieder Zahleninflation - wie zuvor beim Tabak!

Quote:
Alkohol wurde dabei als gefährlichste Droge angesehen und erhielt 72 »Gefährlichkeitspunkte«, Cannabis lag im Mittelfeld und erhielt 20 Punkte und LSD wie auch die Zauberpilze wurden als eher ungefährlich eingestuft und erhielten 7 respektive 5 Punkte. Alkohol ist somit nicht nur für viele Formen des Mischkonsums eher ungeeignet, sondern gilt auch als gefährlicher als alle anderen in dieser Studie untersuchten Drogen. Vor diesem Hintergrund erscheint es völlig absurd, dass man wegen den weit weniger gefährlichen Drogen wie LSD oder Zauberpilzen im Gepäck auf der Fahrt zu einem Festival von der Polizei behelligt wird, jedoch unmengen an Bier und Schnaps mit sich führen darf, ohne Repressalien befürchten zu müssen.


Ich habe die 72 Punkte überprüft, und siehe da, es ist tatsächlich "ein eindeutig überrissener Wert", wie ich im vorhergehenden Beitrag geschrieben habe. Aber auch diese 56.4 Punkte sind völlig irrational und rein politisch. Es würde bedeuten, daß mehr als jeder Zweite an den Folgen seines Alkohol-Konsums frühzeitig stürbe. Das wäre dann etwa ein Drittel der Bevölkerung, und das kann nicht stimmen. Da bliebe ja für den frühzeitigen Tod durch Passivtabakrauch kaum noch einer übrig.  Laut lachend Und die Raucher hätten auch keinen Platz mehr in der Statistik.  Durchgedreht

2010 stufte unser Liebling, der Nutty Professor David Nutt in THE LANCET den Alkohol in seiner Gefährlichkeit noch mit 56.4 Punkten (Tabak mit 37.5) ein. Jetzt sollen es schon 72 sein ???

Passivtrinkerschutz, ick hör dir trapschen.
« Zuletzt geändert: 06.03.16 um 20:56:41 von Carolus Magnus »  

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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #658 - 05.03.16 um 10:18:23
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Vielen Dank, Querkopf! Ein höchst interessanter Artikel, dem ich größtenteils  zustimmen kann. Auch die Studien sind aufschlußreich.

Wir sind alle illegal!

72 Punkte für Alkohol in guter Qualität (Markenprodukte) ist eindeutig ein überrissener politischer Wert, kein wissenschaftlicher! Es ist aber nachvollziehbar, daß bei einen Plädoyer für illegale Drogen die legalisierten in ihrer Gefährlichkeit unbotmäßig hoch gepeitscht werden, um das Irrationale dieser Verbote besser demonstrieren zu können.
Aber es ist immer kontraproduktiv, eine Droge gegen eine andre auszuspielen (teile und herrsche)

Wenig erstaunliche 100% der Befragten im Vorfeld 2004/2006 der Street-Parade ausgewerteten 20Min.-Umfrage hatten Kontakt mit illegalen Drogen, was beweist, daß der prohibitive Staat am Volk in dieser Frage seit dem WWII völlig vorbei politisiert. Vermutlich aufgrund der Nazi-Paranoia und -Propaganda vor unsichtbaren Giften.

Zum Mischkonsum ist zu bemerken:

Es wird selten gleichzeitig konsumiert. So nimmt man bevorzugt Speed, wenn man vom Alkohol runterkommt. Speed vor dem Alkoholkonsum einzunehmen, resp. auf Speed Alkohol zu schütten, läßt die alkoholische Wirkung verpuffen.

1. Mischkonsum Speed und Alkohol ist nirgends zu finden (imho nicht zu empfehlen - oder nur bei reduzierter Speed-Dosis)
2. Mischkonsum Benzodiazepine und Alkohol ist nirgends zu finden (imho zu empfehlen)
3. Mischkonsum von Haschisch und Alkohol (imho nicht zu empfehlen, die Drogen heben sich gegenseitig in ihrer Wirkung auf, und es bleibt ein doppelt so hoher Kater, der ohne Haschisch meist ganz gar nicht auftritt).
4. Mischkonsum von Alkohol und LSD (imho nicht zu empfehlen, da der Alkoholrausch von rel. kurzer Dauer ist, LSD aber von viel längerer, was sich durch die Alkoholabbauphase auf die Qualität des Trips auswirkt und in einen Horrortrip münden kann)
5. Alkohol und Tabak ergänzen sich gegenseitig hervorragend.
Zusätzlich noch Schnupftabak zu konsumieren ergibt anderntags aber einen besonders schweren Kater, der auch länger andauert. Davon ist imho abzuraten. Bei Bedarf besser Zigaretten mit höherem Nikotingehalt oder auf milde Zigarren zurückgreifen.
6. Kaffee und Tabak ergänzen sich gegenseitig hervorragend. Nervös macht imho nicht der Kaffee an sich, sondern der Mischkonsum von Rahm und Kaffee in Kombination.

Generell gilt, nicht täglich Drogen zu konsumieren und ideal wäre, einmal jährlich (evtl. Fastenzeit) einen Monat der Abstinenz einzulegen. -> Nicht zutreffend jedoch ist diese Aussage für jene, die illegale Drogen als Selbstmedikation einnehmen, weil sie vom Arzt nicht verschrieben werden (dürfen).

Ein Antiraucher-Arzt einer Schlafklinik erklärte mir kürzlich, daß «Benzodiazepine auch nach 200 Jahren konstanter lebenslanger Einnahme keinen körperlichen Schaden anrichten würde, nur der Entzug davon!» - Toll, eine Pharmadroge die lebenslange Gewinne garantiert. - Anderseits sagte er aber auch, wie gefährlich Tabak rauchen sei: «Das sei hundertfach erwiesen». Ich sagte ihm, daß ich diese Aussage auf seine jungen Jahre und den Lehrplan zurückführe, und er einfach ungeprüftes Wissen aneigne. Er sei in meinen Augen einfach noch etwas naiv. Mein Oxy erhielt ich dennoch.
Er hat die universitäre Tabak-Indoktrination der WHO durchlaufen und den alten Chefarzt abgelöst, der noch korrekt meinte, die Gefährlichkeit läge nur am Polonium im Tabak, das wir den Atommächten zu verdanken hätten. Beide sind übrigens Nichtraucher.

Kein demokratischer Rechtsstaat, der verpflichtet ist, Minderheiten und ihre Anliegen zu schützen, hat das Recht, den Konsum von Drogen querbeet zu verbieten, denn die Verbote sind kontraproduktiv in bezug auf die seltene Konstellation Freiheit UND Sicherheit sowie Gesundheit der Konsumenten, die sich auf dem Schwarzmarkt eindecken müssen und so Streckmittel von Arsen über Schuhwichse bis hin zu relativ harmlosen Abführmitteln mit konsumieren müssen, und steht in krassen Widerspruch der Rauchverbote in Kneipen mit der Begründung einer bis heute nicht erwiesenen Letalität von Passivrauch, ausschließlich von Tabak. (Exposition vom 30 Minuten würden bei einem NR genügen um einen ischämischen Herzanfall auszulösen)

Daß also die illegalen Drogen der WHO entzogen werden sollen, ist ein riesiger Schritt in die richtige Richtung. Doch dazu gehört auch Tabak und Alkohol. Es ergibt keinen Sinn, legale Drogen davon auszunehmen. Dennoch sind und bleiben pharmazeutische Medikamente die gefährlichsten und gesundheitsschädlichsten Drogen. Sie können gesundheitlich irreversible Schäden in ungeahntem Ausmaß verursachen, und werden dennoch nicht vom Markt genommen, die naturbelassene Pflanzen nie anrichten könnten. Und die synthetischen stammen alle ursprünglich von der Pharma-Mafia. Von A-Z, Amphetaminen bis Zyban.

Kein Wunder, bei einem jährlichen Umsatz von 800 Milliarden und der Ver(sch)wendung von 31% des Gewinns einzig für Werbekosten und nur 11% für Forschung.

Ein Tropfen des Wermuths bleibt. Die Pharmamafia hätte dann den Krieg gewonnen. WHO und THMPD waren ihr Wegbereiter.

Kofi Annans erstaunliche Kehrtwende in Sachen Drogen

« Zuletzt geändert: 05.03.16 um 19:37:03 von Carolus Magnus »  

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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #657 - 05.03.16 um 08:27:27
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Die TAZ (Linksintellektuelles Milieu) hat sich passend zu ihrer Leserschaft die "Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Drogenfragen" herausgepickt:

http://blogs.taz.de/drogerie/2016/01/01/drogenpolitischer-wegweiser-fuer-2016/

Darin wird auch auf eine Studie der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) zur Gefährlichkeitsbewertung von Drogen Bezug genommen:
Quote:
Alkohol wurde dabei als gefährlichste Droge angesehen und erhielt 72 »Gefährlichkeitspunkte«, Cannabis lag im Mittelfeld und erhielt 20 Punkte und LSD wie auch die Zauberpilze wurden als eher ungefährlich eingestuft und erhielten 7 respektive 5 Punkte. Alkohol ist somit nicht nur für viele Formen des Mischkonsums eher ungeeignet, sondern gilt auch als gefährlicher als alle anderen in dieser Studie untersuchten Drogen. Vor diesem Hintergrund erscheint es völlig absurd, dass man wegen den weit weniger gefährlichen Drogen wie LSD oder Zauberpilzen im Gepäck auf der Fahrt zu einem Festival von der Polizei behelligt wird, jedoch unmengen an Bier und Schnaps mit sich führen darf, ohne Repressalien befürchten zu müssen.


Auch wenn solche Aussagen noch die Ausnahme sind, in Kommentaren zu Artikeln über Alkohol wird immer häufiger darauf Bezug genommen.

Das linksintellektuelle Milieu hat hier eine wunderbare Ausrede für ihr spezielles Drogenkonsumverhalten gefunden - hier "harmlose" Drogen (Ecstasy, LSD, Cannabis usw.) für "Intellektuelle" (siehe auch Volker Beck: liberale Drogenpolitik) - dort "gefährliche" Drogen (Alkohol, Tabak usw.) für die Unterschichten. Und sogn. Wissenschaftler arbeiten kräftig mit, am neuartigen Klassenkampf von oben.....
  
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Re: Alkohol - Kündigt sich die nächste Verbotswelle an?
Antwort #656 - 04.03.16 um 06:34:35
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Carolus Magnus schrieb on 03.03.16 um 17:31:37:
Das ist nicht anderes als (einst?) verbotene(!), maßlos übertriebene  redaktionelle Propaganda für das darin beworbene Medikament (So funktioniert die "Wunderpille" gegen die Sucht).

Das hätte ich von "DIE WELT" nie erwartet. Die journalistische Schamgrenze sinkt offenbar immer tiefer bis ins Bodenlose und macht offensichtlich auch vor einstigen Qualitätsblättern nicht halt.


Das ist schon richtig - durch die Verbindung des Artikels mit einem darin beworbenen Medikament ist die journalistische Schamgrenze weiter tief gesunken.
Die Meldung selbst (über Deutschland als Alkoholikerland) wurde allerdings von anderen Zeitungen genauso ungeprüft übernommen und verbreitet. Auch hier genügt es unseren Qualitätsmedien offenbar, wenn DHS und die Ärztekammer Nordrhein ihre Alarmzahlen in Umlauf bringen - journalistische Prüfung ist nicht angesagt.
  
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