Normales Thema In Leonberg geht der Gaststättentod um (Gelesen: 207 mal)
Muna_Sat-Ananda
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Kampf dem Verbotswahn!

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Re: In Leonberg geht der Gaststättentod um
Antwort #3 - 27.01.10 um 16:46:50
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xila schrieb on 27.01.10 um 16:22:22:
Das "Kafé Klatsch" in Cannstatt ist mir aus früheren Zeiten noch ein Begriff. Hat das "Café Abklatsch" irgendwas damit zu tun? (Mich hat's schon länger nicht mehr nach Cannstatt verschlagen, mußt du wissen - meine Kenntnisse sind mehrere Jahre alt.)


Richtig! Der Name hat sich im Laufe der Zeit und durch Pächterwechsel geändert. Schöne Einrichtung - und allemal ein Besuch wert - möglichst aber nicht an den Wochenenden, da überfüllt.
  
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xila
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Re: In Leonberg geht der Gaststättentod um
Antwort #2 - 27.01.10 um 16:22:22
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Das "Kafé Klatsch" in Cannstatt ist mir aus früheren Zeiten noch ein Begriff. Hat das "Café Abklatsch" irgendwas damit zu tun? (Mich hat's schon länger nicht mehr nach Cannstatt verschlagen, mußt du wissen - meine Kenntnisse sind mehrere Jahre alt.)
  

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Muna_Sat-Ananda
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Re: In Leonberg geht der Gaststättentod um
Antwort #1 - 27.01.10 um 15:59:05
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Tja, dies sind vorwiegend Speisegaststätten, die entweder Rauchverbote oder Eßverbote verhängen müssen, insofern Raumabtrennungen nicht möglich sind. Auch in meinem Umkreis sind so einige Restaurants den Bach runtergegangen - oder sie wechselten über zur Getränkegastronomie.

Unlängst die Widersinnigkeit der Verbote in Stgt.-Bad Cannstatt erlebt: eine schnucklige kleine Speise-Kneipe "Café Abklatsch", vorwiegend von Studenten besucht, wollte weder RV, noch Eßverbote einführen, ergo mußte sie abtrennen - Raucherraum jedoch kleiner, als der NR-Bereich. Dies ist ein Lokal, welches sich an die strenge Gesetzgebung hält (ansonsten hätte ich keinen Namen preisgegeben Zwinkernd) - Theke rauchfrei, Nebenraum für Raucher.

Das Essen schmeckte super, und da der Raucherraum überfüllt war, nahmen wir es im NR-Bereich ein - soweit auch kein Problem. Andere Gäste (ca. 21.00h) speisten auch im NR-Bereich. Eine Stunde später jedoch leerte sich der NR-Bereich, die NR gingen nach Hause - und die Raucher in den Raucherraum, der durch eine Schiebetüre abgetrennt ist. Wir blieben ob der Überfüllung auch nur noch auf ein Viertele - und besuchten anschließend das "Corner" an der Ecke - reine Getränkegastronomie für Raucher.

Summa Summarum waren ca. 80-90% der Gäste im 'Abklatsch' Raucher, welches auch das Gerücht widerlegt, daß Studenten heutzutage nicht mehr rauchen. Zumindest habe ich es in meiner Gegend anders erlebt.

Angemessen wäre es im Verhältnis zur Anzahl der Gäste gewesen, den kleinen Raum zum NR-Raum zu erklären - aber da in Cannstatt mind. ein Antiraucher-Polizist umgeht, ist das dort nicht mehr so leicht möglich. Ärgerlich
  
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In Leonberg geht der Gaststättentod um
25.01.10 um 17:36:17
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In Leonberg gehen gerade reihenweise Gaststätten, darunter viele alteingesessene Wirtschaften, den Bach runter.

Quote:
Manfred Welz lässt seinen Schwarzen Adler nur noch zum Pferdemarkt und gebuchten Events öffnen - meist Abipartys und oft mit den dafür typischen nächtlichen Folgen aus Gegröle, Glasscherben, Geprügel. Paul Lauffer schafft es nicht mehr, einen Pächter für eines der ältesten Gasthäuser der Stadt, die Sonne, zu finden. Und der Wirt des Rössle, Markus Müller, hat schon vor etlichen Jahren die Pferde gewechselt und schätzt das Auskommen einer Festanstellung als Koch im städtischen Martha-Johanna-Haus.


Mittagstische funktionieren nicht mehr, stellt der Artikel fest, und abends kommen spürbar weniger Gäste.

Quote:
"Die Leut machen in ,Cocooning'. Sie ziehen ihr Zuhause dem Ausgehen vor. Und rauchen dürfen sie daheim auch, wo sie wollen", sagt Jürgen Minet vom Bistro Journal. Statt Party herrscht in vielen Kneipen Katerstimmung: "Früher habe ich morgens um 8 mein Bistro aufgemacht und es war völlig okay bis nachts um elf durchzuschaffen. Es war mein Baby und die Leute haben gefeiert und es genossen. Heute spüre ich da nicht mehr viel", sagt der Vollblutgastronom. Das Rauchverbot in Kneipen habe letztlich zu massiven Umsatzeinbrüchen geführt. Die Journalwirte hätten sich verändert, seien gestresster, unfreundlicher, sagen Stammgäste. Das eine könnte mit dem anderen in Verbindung stehen.


Das Bistro Journal wird im Frühjahr nun ebenfalls schließen. Und

Quote:
Tatsächlich pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass in den nächsten Wochen wohl noch ganz andere Kneipen in der Altstadt schließen werden. Oft soll es um unbezahlte Mieten gehen, um zu wenig Umsatz.


Siehe hier: http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2359892_0_9223_-leonberg-schwaebische...

Es ist kaum anzunehmen, daß es in anderen Städten im Ländle besser um die Gastronomie bestellt ist. Jetzt haben wir sie also in voller Pracht, zweieinhalb Jahre nach Einführung des Rauchverbots, die Kollateralschäden, die nach MP Oettis eigenen Worten von der baden-württembergischen Landesregierung vorausgesehen wurden und um des edlen Zieles willen hingenommen werden sollten.
  

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