Umfrage
Umfrage Frage: Soll die Zeitschrift TOBACCO CONTROL verboten werden?
bars   pie

Besser gestern als morgen    
  9 (47.4%)
Unbedingt    
  3 (15.8%)
Wäre sinnvoll    
  0 (0.0%)
Jawoll    
  0 (0.0%)
Freiwillige Lösungen funktionieren sowieso nicht    
  5 (26.3%)
Aber bitte ohne Ausnahme    
  2 (10.5%)




Stimmen insgesamt: 19
« Zuletzt geändert von: sargnagel am: 09.04.10 um 13:33:23 »
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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Totales Verkaufsverbot für Tabak (Gelesen: 1.680 mal)
ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Totales Verkaufsverbot für Tabak
09.04.10 um 13:18:01
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Aus dem Stammblatt der Antis:

Quote:
8735 people from England who participated in one of five monthly cross-sectional household surveys in 2008 were asked to indicate whether they would support the statement that ‘the government should work towards banning the sale of tobacco completely within the next 10 years’. In addition, sociodemographic and smoking characteristics were assessed.

Results A substantial proportion of the total sample (44.5%; 95% CI 43.5% to 45.6%) would support a move towards a complete ban.

Conclusion Support for movement towards a ban on the sale of tobacco is higher than might be imagined. It is conceivable that as smoking prevalence falls further and smoking becomes more socially unacceptable, support might grow to a point where such a policy could become feasible.


Mangels näherer Kenntnis der Studiendetails kann ich nicht sagen, ob diese Erhebung als repräsentativ für England bezeichnet werden kann. Wenn Epidemiologien so was betreiben, ist das durchaus zweifelhaft.

Das war nicht die erste Untersuchung dieser Art und wird nicht die letzte sein.
Nicht vergessen: Die ganze Kampagne der vergangenen Jahrzehnten ist ja der Versuch, es 'besser' und 'erfolgreicher' zu machen als der großen Alkoholprohibition in den USA vor 90 Jahren. Nämlich: Tabak als klares Frontthema, und Image und Konsumentenzahl stärker reduzieren, bevor man den Verkauf komplett verbietet.

  
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perle
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #1 - 09.04.10 um 14:05:28
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so wie sich das in dem artikel darstellt handelt es sich um eine haushaltsumfrage. vermutlich ein sogenannter "Bus". in solchen umfragen werden verschiedene Themen angesprochen, in deutschland z.b. auch die berühmte "sonntagsfrage".

je nach dem, wie die frage nach dem verkaufsverbot in den fragebogen eingebettet ist, kann alleine schon die positionierung der frage allein, ein hohes ergebnis für ein verbot erzielen.

würde man die selbe frage an anderer stelle platzieren, käme vermutlich mit gleicher prozentzahl ein nein für ein solches verkaufsverbot zustande.

hier noch die "affiliates" der studie:

Cancer Research UK Health Behaviour Research Centre, Department of Epidemiology and Public Health, University College London, London, UK

ich habe noch nichts weiteres dazu gefunden, allerdings themenverwandtes, das aber schon älter ist. anscheinend wird schon lange für das verkaufsverbot für tabak kampagniert:

http://tinyurl.com/y5lnfyl

ein dokument war nur noch in der cacheversion verfügbar:

http://tinyurl.com/y5oj9dg

http://tinyurl.com/y7mohc4

http://tinyurl.com/6kxhnd

beachtenswert die kommentare hierzu:
http://tinyurl.com/lvk6f5

  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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Raucherhusten
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #2 - 09.04.10 um 14:38:40
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@sargnagel

Geile Umfrage. Mal gucken, was für ein Ergebnis rauskommt  Zwinkernd
  

"Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird." (Le Bon, Psychologie der Massen)
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evarix
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #3 - 09.04.10 um 14:48:52
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Raucherhusten schrieb on 09.04.10 um 14:38:40:
@sargnagel

Geile Umfrage. Mal gucken, was für ein Ergebnis rauskommt  Zwinkernd


Ich vermisse noch die Antwortalternative

"Tobäcko watt? Ei cann kein Inglisch."

Gruß

evarix
  
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raucherdiskriminierung.eu
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #4 - 09.04.10 um 15:17:05
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Nun da muss ich sagen, ich (wahrscheinlich bin ich hier in der Minderheit) habe nichts gegen den totalen Verbot des Tabakverkaufs! Ich muss sogar gestehen, dass es mir persönlich  gefallen wird! 25 % der Bevölkerung wollen rauchen, also werden wohl die Schwächlinge dem Druck der Gesellschaft nachgeben und aufhören (ich nehme Mal an beträgt deren Anteil ca. 2-3 %). Der Rest würde dann die illegalen Zigaretten rauchen. Einerseits schlecht, andererseits würde es unserem Ziel nur helfen:
-      Bessere, größere Rauchernetzwerke,
-      Vernünftigere Zigarettenpreise,
-      Mehr Personen, die auf unserer Seite stehen
-      Wenige Kontrollen(so könnte man ja auch die stärkeren, zurzeit in der EU verbotenen, Zigarettensorten wieder kaufen).

Nebenbei: „Jin Ling“  bringen übrigens bereits aktuell eine Rendite, von der die offizielle Tabakhersteller nur träumen können (für die, die es nicht wissen: die Herstellkosten einer Zigarettenschachtel liegen bei ca. 30 Cent!).
« Zuletzt geändert: 09.04.10 um 15:18:27 von raucherdiskriminierung.eu »  

Die Schnittmenge zweier Mengen "Statistikkenntnisse" und "medizinische Forscher" ist eine leere Menge.
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Destruktor
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #5 - 09.04.10 um 15:45:20
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raucherdiskriminierung.eu schrieb on 09.04.10 um 15:17:05:
Nun da muss ich sagen, ich (wahrscheinlich bin ich hier in der Minderheit) habe nichts gegen den totalen Verbot des Tabakverkaufs! Ich muss sogar gestehen, dass es mir persönlich  gefallen wird! 25 % der Bevölkerung wollen rauchen, also werden wohl die Schwächlinge dem Druck der Gesellschaft nachgeben und aufhören (ich nehme Mal an beträgt deren Anteil ca. 2-3 %). Der Rest würde dann die illegalen Zigaretten rauchen. Einerseits schlecht, andererseits würde es unserem Ziel nur helfen:
-      Bessere, größere Rauchernetzwerke,
-      Vernünftigere Zigarettenpreise,
-      Mehr Personen, die auf unserer Seite stehen
-      Wenige Kontrollen(so könnte man ja auch die stärkeren, zurzeit in der EU verbotenen, Zigarettensorten wieder kaufen).

Nebenbei: „Jin Ling“  bringen übrigens bereits aktuell eine Rendite, von der die offizielle Tabakhersteller nur träumen können (für die, die es nicht wissen: die Herstellkosten einer Zigarettenschachtel liegen bei ca. 30 Cent!).





Keine gute Idee.

Bei einem Tabakverkaufsverbot kann man ja nicht mehr in der Öffentlichkeit rauchen.

Dann finden wir uns in der Rolle von Fixern und Junkies wieder.    Griesgrämig Traurig weinend 
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #6 - 09.04.10 um 15:51:55
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Quote:
-      Bessere, größere Rauchernetzwerke,
-      Vernünftigere Zigarettenpreise,
-      Mehr Personen, die auf unserer Seite stehen
-      Wenige Kontrollen(so könnte man ja auch die stärkeren, zurzeit in der EU verbotenen, Zigarettensorten wieder kaufen).


Wie gut dann eine bessere Vernetzung funktionieren wird, ist die Frage. Öffentliche Kommunikation wird z.B. erschwert.

Ob dann mehr Leute auf unserer Seite stehen, wage ich zu bezweifeln. Da werden viele um eine Aufhebung des Handelsverbotes betteln, ohne die Tabakkontrolle grundsätzlich in Frage zu stellen. So ähnlich kennen wir das ja jetzt schon.

Bei den Tabakpreisen dürftest du danebenliegen. Der Schwarzmarkt wird dann ganz andere Preise verlangen, wenn es die legalen Alternativen nicht mehr gibt. Man denken nur an Heroin u.ä., wo aufgrund der Illegalisierung Mondpreise auf dem Schwarzmarkt verlangt werden, die Menschen in die Verelendung treiben.

Was die Kontrollen angeht, hast du einerseits recht. Andererseits wird man viel minderwertigere Waren haben und außerdem mehr polizeiliche Kontrollen, wo du dann durchsuchst wirst, ob du Tabak bei dir hast, den du dann zumindest abgeben müssen wirst. Von strafrechtlicher Verfolgung jenseits des Eigenbedarfes mal ganz abgesehen.

Alles in allem: schlechteres Preis-/Leistungsverhältnis bei der Ware und erhebliche rechtliche Sanktionen.

Außerdem fiele der - zugegeben heutzutage per Saldo geringe - politische Vorteil weg, den die Existenz eines legalen Wirtschaftszweiges bietet.
« Zuletzt geändert: 09.04.10 um 15:53:31 von ChristophL »  
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Dirk
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #7 - 11.04.10 um 06:42:38
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Quote:
@sargnagel

Geile Umfrage. Mal gucken, was für ein Ergebnis rauskommt  Zwinkernd


Ich vermisse als Antwortmöglichkeit »Nein« – solche Verbote bringen nichts (und widerstreben auch meinem Verständnis von Meinungsfreiheit), nach einem Verbot wird eine andere Zeitschrift gegründet, die dann auch verboten werden müsste ...

Besser wäre es, eine andere Zeitschrift entgegenzustellen und zu verbreiten ...

Griesgrämig
  

Dirk
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G-H-L
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #8 - 11.04.10 um 16:00:16
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Destruktor schrieb on 09.04.10 um 15:45:20:
Bei einem Tabakverkaufsverbot kann man ja nicht mehr in der Öffentlichkeit rauchen.


Selbstverständlich darf man weiterhin in der Öffentlichkeit rauchen. Nur dir darf kein Tabak mehr verkauft werden.  Traurig

Gruß
Gerhard
  
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Destruktor
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #9 - 11.04.10 um 21:19:04
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G-H-L schrieb on 11.04.10 um 16:00:16:
Destruktor schrieb on 09.04.10 um 15:45:20:
Bei einem Tabakverkaufsverbot kann man ja nicht mehr in der Öffentlichkeit rauchen.


Selbstverständlich darf man weiterhin in der Öffentlichkeit rauchen. Nur dir darf kein Tabak mehr verkauft werden.  Traurig

Gruß
Gerhard






Wenn man keine Rauchwaren mehr kaufen kann, wie will man dann sein Rauchen in der Öffentlichkeit rechtfertigen ?

Was nicht sein darf, kann nicht sein - oder umgekehrt.     Schockiert/Erstaunt Durchgedreht
  
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cookinsland
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #10 - 12.04.10 um 00:06:32
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Ein Tabakverkaufsverbot würde den Besitz und die Handhabe nicht verbieten. Nur den Verkauf halt.
Zurzeit haben wir ein eingeschränktes Konsumverbot von Tabak  ( z.B. in Gaststätten usw.. Du darfst aber Tabak in einer Gaststätte kaufen. ).
Wie auch immer...
Eine totale Tabakprohibition wäre Sprengstoff für Staat und Gesellschaft.
Wäre spannend...
  
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ChristophL
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #11 - 12.04.10 um 07:35:12
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Quote:
Ein Tabakverkaufsverbot würde den Besitz und die Handhabe nicht verbieten. Nur den Verkauf halt.
Zurzeit haben wir ein eingeschränktes Konsumverbot von Tabak  ( z.B. in Gaststätten usw.. Du darfst aber Tabak in einer Gaststätte kaufen. ).


Ein Verkaufsverbot dürfte vermutlich mit einem Erwerbsverbot gekoppelt werden, so dass du dann zwar Tabak konsumieren darfst, er aber durchaus beschlagnahmt und gegen dich wegen Verdacht auf illegalen Erwerbs ermittelt werden kann. Mit Hinweis aufs Passivrauchen würde mich nicht wundern, wenn man beim Tabak dann in einer solchen Situation auch ein gegenüber heute ilegalen Drogen viel weitergehendes Konsumverbot mit beschließen würde.
  
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ChristophL
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #12 - 12.04.10 um 08:05:33
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Quote:
hier noch die "affiliates" der studie:

Cancer Research UK Health Behaviour Research Centre, Department of Epidemiology and Public Health, University College London, London, UK


Näheres bei F2C

Quote:
The conflicts of interest listed in the study are as follows. The study is funded by Cancer Research UK, Pfizer, GlaxoSmithKline and Johnson & Johnson. Of the authors Robert West and Lion Shahab:

    "LS has received an honorarium for a talk and travel expenses from Pfizer. RW undertakes research and consultancy for the following developers and manufacturers of smoking cessation treatments; Pfizer, J7J, McNeil, GSK, Nabi, Novartis and Sanofi-Aventis. RW also has a share in the patent of a novel nicotine delivery device."

The conflict of interest is clear: an environment that champions the denormalisation of smoking and increasing restrictions on smoking areas creates a market opportunity for smoking cessation and nicotine substitutes: this is evident from the paper's concluding sentence: 'with an increasing denormalisation of smoking and introduction of novel harm reduction strategies, a real paradigm shift in tobacco control may be possible.'


  
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sargnagel
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #13 - 14.04.10 um 11:42:30
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Die Camorra, der Herr Pfarrer, der Minister, wir war'n alle wie Geschwister ...

http://www.freedom2choose.info/news1.php?id=1117

Quote:
Über die Finanzierung von Studien der Tabakkontrolle
(Funding Tobacco Control Studies)
Belinda [Cunnison], 11. April 2010
Die diesmonatige Ausgabe von Tobacco Control (1) enthält Artikel, die so ziemlich alles abdecken: Von der Einhaltung von Rauchverboten in Portugal über die Auswirkungen von Freiluft-Rauchverboten in Ontario, bis hin zu solchen über elektronische Nikotinverabreichungsgeräte.
Unter den zahlreichen Verfassern aus dem Bereich der Tabakkontrolle, die diese Berichte erarbeitet haben, finden sich viele unserer Lieblinge: Stanton Glantz, Robert West, Gerard Hastings und Linda Bauld. Und die Tragweite der Berichte ist global.
Derzeit wird das von der britischen Regierung verhängte Rauchverbot einer Re-Evaluierung unterzogen. Angesichts der Eigendynamik, die die Tabakkontrolle als selbsttragender Geschäftszweig mittlerweile gewonnen hat, sind allerdings Zweifel daran angebracht, ob dieser Vorgang denn mehr sein kann, als ein weiterer Vorwand für die Inauftraggabe von Studien mit Titel wie „Öffentliche Unterstützung für totales Verkaufsverbot von Tabakprodukten in England“
Die Interessenkonflikte, die in dieser Studie aufgeführt werden sind, sind die wie folgt. Finanziert wurde die Studie durch Cancer Research UK, Pfizer, GlaxoSmithKline und Johnson & Johnson. Was die Autoren, Robert West und Lion Shahab, betrifft, so hat LS von Pfizer für einen Vortrag ein Honorar nebst Reisekostenerstattung erhalten; RW forscht und berät im Auftrag der nachstehenden Entwickler und Hersteller von Raucherentwöhnungsprodukten: Pfizer, J7J, McNeil, GSK, Nabi, Novartis und Sanofi-Aventis; darüber hinaus hält RW einen Anteil am Patent eines neuartigen Nikotinverabreichungsgerätes.
Der Interessenkonflikt ist eindeutig: Ein Umfeld, das die Denormalisierung des Rauchens und zunehmende Einschränkungen der Raucherbereiche propagiert,
schafft Marktchancen für Raucherentwöhnungs- und Nikotinersatzprodukte: Dies wird besonders im Schlußsatz des Papers evident: „durch eine zunehmende Denormalisierung des Rauchens und die Einführung neuartiger Strategien der Schadensreduzierung könnte im Bereich der Tabakkontrolle ein echter Paradigmenwechsel erzielt werden.“
Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass betr. Paper als „unaufgefordertes Manuskript, mit externer Peer Review“ eingestuft wird. Mit anderen Worten: Veröffentlicht wurde es, weil jemand das Geld hatte, um dafür zu bezahlen. Und um solche Studien zu bezahlen, ist natürlich genug Geld im Umlauf.
Das Studie selbst kam zu dem Ergebnis, dass knapp die Hälfte der Befragten ein vollständiges Verkaufsverbot für Tabakwaren innerhalb von zehn Jahren befürworteten. Unter folgenden Vorbehalten: Diejenigen, die nicht dazu bereit sind, brennbaren Tabak aufzugeben, sollen diesen auf Rezept oder auf Lizenz erhalten können („Dieses Modell hat sich bei der Behandlung von Opiat-Abhängigen, die durch den NHS Methadon erhalten, als vielversprechend erwiesen.“).
Doch auch diverse saubere Ersatzprodukte sollten („möglicherweise kostenlos“) an die Raucher abgegeben werden, um sie so von den Tabakwaren wegzulocken.
Solcherart schlägt diese unverlangte Untersuchung also ganz sachte vor, Behandlungsmethoden, wie sie ihr Verfasser entwickelt hat, sollten auf Kosten der Allgemeinheit an diejenigen Raucher verabreicht werden, die der allgemeinen Denormalisierung nicht erlegen sind.
Ein ernsthaftes Hindernis für das Verbot normalen Tabakverkaufs in GB wäre dessen fortgesetzte Erhältlichkeit jenseits unserer Gestade.
In diesem Zusammenhang zitieren die Verfasser die WHO-Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle (FCTC) mit ihren 168 Unterzeichnerstaaten als Beleg dafür,
dass auch solche „Hürden“ beseitigt werden könnten.
Der Gedanke, dass die Weltgesundheitsorganisation eine internationale Körperschaft hervorbringen könnte, deren Aufgabe die Ausmerzung des Tabaks auf internationaler Ebene wäre, einzig weil gewisse Leute eine „bessere“ Markt-Alternative geschaffen haben, ist derart außergewöhnlich, dass er durchaus verantwortlich dafür sein könnte, dass es in letzter Zeit Stimmen gab, die alle Staaten dazu aufforderten, sich aus der FCTC zurückzuziehen (2).
Raucherentwöhnung ist heute ein Geschäftszweig, dessen Anhänger mehr Einfluss als normale Bürger haben, wenn es darum geht, die Politik der jeweiligen Regierung zu beeinflussen, wobei auch eine fantastische Finanzkraft hilfreich ist.
In diesem Kampf geht es nicht um Gesundheit, sondern vielmehr um Marktanteile, was auch durch Artikel 14 der Konvention (3) sehr gut illustriert wird, in dem die Regierungen geradezu angemahnt werden, Marktchancen für all die Firmen zu schaffen, die als die Arbeitgeber von Robert West aufgelistet wurden.
Selbst wenn man darüber hinwegsieht, dass auf diese Art und Weise Mittel verschwendet werden, die für erheblich dringendere Gesundheitsaufgaben
benötigt würden, so sollte eine derart schamlose Förderung von Pharmaprodukten im einundzwanzigsten Jahrhundert keinen Platz haben.

1: http://tobaccocontrol.bmj.com/content/19/2.toc?etoc
2: http://www.antiprohibition.org/documents/speech_chaouachi.pdf
3: http://www.treatobacco.net/en/page_213.php

« Zuletzt geändert: 14.04.10 um 11:43:02 von sargnagel »  

Prohibitionisten aller Länder verpfeift Euch!
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Re: Totales Verkaufsverbot für Tabak
Antwort #14 - 15.07.11 um 06:27:42
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Quote:
Neuseeland [...] will Tabakprodukte bis 2025 verbieten. Das sagte die zuständige Staatsministerin im Gesundheitsministerium, Tariana Turia. Das Parlament verabschiedete ein Gesetz, wonach Tabakprodukte nicht mehr auf Regalen ausgestellt werden dürfen. Die Verbannung unter den Ladentisch sei nur ein Schritt auf dem Weg zu einem totalen Verbot.


Quelle

Noch mal zum Mitschreiben: "nur ein Schritt auf dem Weg zu einem totalen Verbot." Damit's auch die Naiven endlich merken.

  
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