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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Trostlos (Gelesen: 789 mal)
Coma_Black
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F*** the Smoking-Ban!

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Re: Trostlos
Antwort #16 - 26.05.10 um 15:31:31
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Xila hat ja auch relativ klar gemacht, wen er konkret damit meinte: Verbotsforderer und Nutznießer von Verboten, die sich auf die Schulter klopfen können, wie erfolgreich sie der Gesellschaft jeglichen Spaß austreiben. Und für derartige Personen(-gruppen) ist die Bezeichnung noch relativ zahm ausgefallen.

Interessant ist jedenfalls die Tatsache, daß es Vereinsgaststätten sowie die eher gutbürgerlich orientierte Gastro am härtesten trifft - also diejenigen, die von vornherein ein eher konservatives Publikum ansprechen und die sich einfach aufgrund dieser konservativen Haltung nicht trauen, offen staatliche Verordnungen in Frage zu stellen oder gar geltendes Recht zu brechen.

In diversen Szene-Treffs hingegen sieht es momentan schon noch so aus, daß man, wenn die Umstände es zulassen, recht großzügig mit den gesetzlichen Bestimmungen umgeht. Sollten sich die Kontrollfreaks jedoch noch stärker durchsetzen, sehe ich auch für diverse Rocker-Treffs und andere alternative Läden mit weniger gutbürgerlich eingestellter Kundschaft schwarz.
« Zuletzt geändert: 26.05.10 um 15:41:01 von Coma_Black »  
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Meinrad
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Wider das tierische Abstinenzlertum
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Re: Trostlos
Antwort #15 - 25.05.10 um 17:22:42
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Darf man einmal fragen, wie es dem Verein geht, der das Lokal betreibt ? Oft ist das Lokal die wichtigste Einnahmequelle für den Kassier und die Frage, ob der Verein mit der Gaststätte auch gleich hopps geht, ist wohl zu bejahen.

Dieses Thema wird gemieden, als ob es die Geheimhaltungsstufe cosmic hätte, obwohl die Fakten für jedermann sichtbar sind. Das Gaststättensterben zieht natürlich auch ein Vereinssterben nach sich, was denn sonst ? Über ersteres darf man nun gnädigerweise diskutieren, letztres ist absolut tabu. Eine absolute Harakiri-Haltung in einer Zeit, in der die Lage der öffentlichen Kassen sich wieder dem Zustand zur Zeit der Notverordnungen annähert, in der oftmals einfach verfügt wurde, dass die Rechnungen nicht mehr bezahlt werden. Daraufhin will kein Handwerker mehr einen Staatsauftrag und Staat und Kommunen fallen als Wirtschaftssubjekt kurz darauf völlig aus. Wer soll dann das öffentliche Leben aufrecht erhalten ? Die Vereine könnten es, aber genau diese werden jetzt durch die Politik wissentlich dezimiert. Gemeinde pleite, Kneipe und Verein existieren nicht mehr, so in etwa muss man sich die Zukunft auf dem Lande vorstellen. Ich kann mir diesen Zustand nicht anders als ein finsteres Mittelalter vorstellen. Die Rauchverbote sind die größte Kulturzerstörung der Neuzeit, das muss nun doch endlich einmal seinen Weg in die öffentliche Diskussion finden.

Jawohl, es ist abzuwägen zwischen Kultur und Gesundheit. Dass Gesundheit den absoluten Spitzenplatz innehat und ein gesundheitliches Argument jedes andere aus dem Feld schlägt, entspricht einfach nicht unserer Kultur. Die Vorfahren hatten sie so auf Platz 12 der Prioliste, etwa. Warum sie nun plötzlich auf Platz eins landen soll, ist absolut nicht einsehbar.

"Ruhmreich ist es, jung zu sterben" stand in den Klassenzimmern des Kaiserreichs. Das ist das eine Extrem. Wegen einer mit aller Gewalt an den Haaren herbeigezogenen Gefährdung durch Passivrauch gleich Rauchverbote zu verhängen, ist das andere. Auf halber Strecke zwischen beiden Extremen sind vernünftige Zwischenzustände zu finden, die auch mit der Kultur des Landes verträglich sind. Rauchverbote haben da allerdings keinen Platz.

Gruß Meinrad

PS: diese kleine Entgleisung von Xila ist nicht der Rede wert. Passiert eben, man ist ja auch mal subektiv. Kein Vergleich mit dem, was die Gegenseite ablässt.


  
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xila
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Re: Trostlos
Antwort #14 - 25.05.10 um 15:46:55
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ChristophL schrieb on 25.05.10 um 15:36:35:
xila schrieb on 25.05.10 um 06:06:14:
Ein Wirt, der sich auf die Nichtraucher unter seinen Gästen verläßt, ist offenbar ganz einfach verlassen.Und das macht mich stinksauer, denn das bedeutet, daß man mir - und den anderen rauchenden Gästen - ohne jeden Grund das Ausgehvergnügen in dieses Lokal versaut hat. 


Das ist nun allerdings so gar nichts Neues, sondern genau das, was wir seit Jahren predigen.


Predigen ist eines. Es in einem Lokal zu erleben, in dem man jahrelang gerne zu Gast war, ist etwas ganz anderes. Und das möge sich nun bitte auch jeder nichtrauchende Mitleser für seine eigenen Lieblingslokale einmal ganz ernsthaft vorstellen.

Quote:
xila schrieb on 25.05.10 um 06:06:14:
Daß ich solchen gastronomischen Totalausfällen jede moralische Berechtigung darauf abspreche, ihre Sonderwünsche bezüglich des Rauchens auch gegen den Willen eines Wirts erfüllt zu bekommen, sollen ruhig auch die schweigenden nichtrauchenden Mitleser hier im Forum erfahren. 


Darin sehe ich kein Argument. Es gibt keine moralische Berechtigung, Sonderwünsche gegen den Willen des Wirtes erfüllt zu bekommen, völlig egal, ob und wie oft man dann selbst hingeht.


Niemand behauptet auch so etwas. Nur im Falle des Rauchverbots laufen haufenweise Leute herum, die sich einbilden, über eine solche moralische Berechtigung zu verfügen.

  

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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Trostlos
Antwort #13 - 25.05.10 um 15:36:35
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xila schrieb on 25.05.10 um 06:06:14:
Ein Wirt, der sich auf die Nichtraucher unter seinen Gästen verläßt, ist offenbar ganz einfach verlassen.Und das macht mich stinksauer, denn das bedeutet, daß man mir - und den anderen rauchenden Gästen - ohne jeden Grund das Ausgehvergnügen in dieses Lokal versaut hat. 


Das ist nun allerdings so gar nichts Neues, sondern genau das, was wir seit Jahren predigen.

xila schrieb on 25.05.10 um 06:06:14:
Daß ich solchen gastronomischen Totalausfällen jede moralische Berechtigung darauf abspreche, ihre Sonderwünsche bezüglich des Rauchens auch gegen den Willen eines Wirts erfüllt zu bekommen, sollen ruhig auch die schweigenden nichtrauchenden Mitleser hier im Forum erfahren. 


Darin sehe ich kein Argument. Es gibt keine moralische Berechtigung, Sonderwünsche gegen den Willen des Wirtes erfüllt zu bekommen, völlig egal, ob und wie oft man dann selbst hingeht.
  
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xila
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Re: Trostlos
Antwort #12 - 25.05.10 um 06:06:14
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Muna_Sat-Ananda schrieb on 24.05.10 um 23:41:01:
xila schrieb on 24.05.10 um 08:58:09:
Gestern waren wir essen, in einem unserer angestammten Lieblingslokale, ganz am Rand der Stadt. Seit dem Rauchverbot kommen wir nur noch, wenn der Außenbereich genutzt werden kann.

Es handelt sich um ein (öffentlich zugängliches) Vereinslokal, eine Mischung aus Kneipe, Vereinsheim, Ausflugslokal und mit tollem Essen.

Wir kamen kurz vor sieben an. Im Außenbereich war weniger als die Hälfte der Tische besetzt (und an den meisten wurde geraucht, nebenbei bemerkt): Zwei bis drei Gruppen von Erwachsenen, ein Elternpaar mit Kind, eine Einzelperson. Drinnen war es völlig leer. 

Als wir gegen acht den Nachtisch bestellten, waren wir bereits die letzten Gäste. Während wir den Nachtisch verzehrten, kam noch ein einzelnes Pärchen, das aber wieder weggeschickt wurde - die Küche schließt dort jetzt um 20 Uhr. Länger lohnt sich's nicht mehr.

Wir hatten gestern Pfingstsonntag und sagenhaftes Wetter, wohlgemerkt. Eigentlich hätte es brechend voll sein müssen.

Aber voll kriegen die ihren Laden schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Auch die Speisekarte wurde auf ungefähr ein Drittel eingedampft - Rationalisierungsgründe.

Das Wirtsehepaar tut mir wahnsinnig leid. Die haben das Lokal über Jahre hinweg zu dem aufgebaut, was es vor dem Rauchverbot gewesen ist - ein beliebter Treffpunkt für die Anwohner, ein Geheimtipp für Ausflügler und auch für Leute, die gutes Essen zu schätzen wissen. Nach knapp drei Jahren Rauchverbot sind sie weit davon entfernt, die damaligen Umsätze wieder erreichen zu können.

Wo sind die Scheiß-Nichtraucher, die die angestammten Gäste aus diesem Lokal vertrieben haben?


Warum tun Dir die Wirte leid? Sorry, aber meine nächste Frage lautet: Was haben diese Wirte gegen den Verfall der Wirtshaus-Gastronomie getan? Sind sie Widerstandskämpfer? Haben sie sich an der Sammelklage gegen die Rauchverbote damals beteiligt?

Hast Du sie darauf aufmerksam gemacht, daß es in Baden-Württ. eine Partei gibt (BmB), die u.a. gegen die Rauchverbote ankämpft - und falls Dir eine Partei nicht liegt - hast Du sie auf das Netzwerk-Rauchen hingewiesen?

Andererseits ist es ja schon schlimm genug, Wirte überhaupt darauf hinweisen zu müssen - denn auch sie können von sich aus aktiv werden, und Internet-Informationen herausholen.

Die Mitleidstour habe ich mir schon seit längerer Zeit abgeschminkt - in Anbetracht der Inaktivität der meisten Wirte. Ich weise nochmals ganz sachlich rückwirkend darauf hin, daß die damalige Beteiligung an der Sammelklage zu ca. 80% aus Einraum-Getränke-Wirten bestand. Die meisten Speise-Gastronomien haben nach meinen Erfahrungen entweder von vornherein abgelehnt - oder im Nachhinein nicht bezahlt.

Es ist sehr einfach, die Schuld auf die Nichtraucher zu schieben, die natürlich durch die permanente Medien-Berieselung zum gewissen Teil gegen uns aufgehetzt wurden - aber vergiß bitte eines nicht: Es sind die Raucher, mind. 30% - eher mehr an der Gesamtbevölkerung, die einen wirksamen Widerstand nicht auf die Reihe bekamen, incl. der Wirte! Nochmals sorry, aber können wir wirklich erwarten, daß die Nichtraucher diesen Kampf für uns durchfechten?

Andere Frage: Ist von einem Nicht-Homosexellen zu erwarten, daß er an vorderster Front für die Rechte der Homosexuellen kämpft? Ich persönlich trete für die völlige Gleichstellung der Homosexuellen ein - aber ich habe die Arbeit, die dafür geleistet wurde, nicht selber übernommen, weil ich nicht überall sein kann, und in erster Linie erstmal für meine eigenen Interessen und Rechte einstehe. Dennoch haben es die Homosexuellen geschafft, ihre Belange in die Hand zu nehmen - die Raucher jedoch, die eine weitaus größere Minderheit, als die Homosexuellen stellen, schaffen dies nicht - und das sollte uns erstmal zu denken geben.  Ärgerlich


Muna,

ich persönlich hätte kein Problem damit gehabt, meinen Platz in diesem Lokal während der kalten Jahreszeit einem Nichtraucher zu überlassen, der sich nun dort wohler fühlt, weil es ihm angenehmer ist, dort zu essen, wo nicht geraucht wird. Ich leide keineswegs unter der Zwangsvorstellung, diskriminiert zu werden, nur weil sich die Auswahl der Lokale verkleinert, in denen es mir noch Spaß macht zu essen. Und mir haben eine Menge Nichtraucher aus meinem Bekanntenkreis glaubhaft versichert, daß es ihnen mit dem Rauchverbot tatsächlich angenehmer ist.

Ich habe kein Problem damit. Ich gehe lediglich nicht mit ihnen mit, solange es nicht aus Höflichkeitsgründen zwingend erforderlich ist.

Ich empfinde es als Betrug dieser vom Rauchverbot angeblich so begeisterten Nichtraucher an den Wirten von Speiselokalen - und noch schlimmer: solchen Mischformen aus Kneipe und Speiselokal, die zwangsläufig Probleme haben, einen Teil ihrer Gäste zu halten -, wenn sich das dann nicht auch in einem entsprechend veränderten Ausgehverhalten niederschlägt.

Aber in diesem Fall ist scheinbar sogar das Gegenteil der Fall gewesen. Die Gäste, die am Pfingstsonntag dort im Außenbereich gegessen haben, waren größtenteils Raucher. Wir zum Beispiel haben auch den ersten wirklich schönen und warmen Tag sofort genutzt, um dort mal wieder vorbeizuschauen.

Ein Wirt, der sich auf die Nichtraucher unter seinen Gästen verläßt, ist offenbar ganz einfach verlassen.  Und das macht mich stinksauer, denn das bedeutet, daß man mir - und den anderen rauchenden Gästen - ohne jeden Grund das Ausgehvergnügen in dieses Lokal versaut hat.

Daß ich solchen gastronomischen Totalausfällen jede moralische Berechtigung darauf abspreche, ihre Sonderwünsche bezüglich des Rauchens auch gegen den Willen eines Wirts erfüllt zu bekommen, sollen ruhig auch die schweigenden nichtrauchenden Mitleser hier im Forum erfahren.
  

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Re: Trostlos
Antwort #11 - 25.05.10 um 01:35:14
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hardl schrieb on 24.05.10 um 17:17:52:
Beleidigungen gehören nicht ins Forum und sollten überall tabu sein

Das bringt uns nicht weiter, es schadet nur.


Xilas Aussage ist noch nicht mal eine Beleidigung im Sinne des deutschen Strafrechts. Dessen 'bürgerliches' Beleidigungsverständnis ich sowieso für weltfremd, veraltet und unangemessen repressiv halte.

Muna_Sat-Ananda schrieb on 24.05.10 um 23:41:01:
Dennoch haben es die Homosexuellen geschafft, ihre Belange in die Hand zu nehmen - die Raucher jedoch, die eine weitaus größere Minderheit, als die Homosexuellen stellen, schaffen dies nicht - und das sollte uns erstmal zu denken geben.


Richtig, von der Homosexuellen-Bewegung in der westlichen Welt lernen heißt siegen lernen. Heutzutage wird am Christopher Street Day - auch von Staatsvertretern - die gewaltsame Notwehr gegen Staatsdiener in und um einschlägige Gastronomie (!) begangen.

Ich zitiere Joe Jackson:

Quote:
Es ist für Raucher an der Zeit zu begreifen, dass man mit der Antiraucherbewegung nicht vernünftig reden, Kompromisse schließen oder höflich sein kann.
Homosexuelle in den USA hatten das Jahrzehnte lange versucht und es hat nicht funktioniert; es bedurfte erst eines ausgewachsenen Aufruhrs (bei der Stonewall-Bar in New York), um Aufmerksamkeit zu erregen und Veränderungen in Gang zu bringen.


  
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Muna_Sat-Ananda
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Kampf dem Verbotswahn!

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Re: Trostlos
Antwort #10 - 24.05.10 um 23:41:01
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xila schrieb on 24.05.10 um 08:58:09:
Gestern waren wir essen, in einem unserer angestammten Lieblingslokale, ganz am Rand der Stadt. Seit dem Rauchverbot kommen wir nur noch, wenn der Außenbereich genutzt werden kann.

Es handelt sich um ein (öffentlich zugängliches) Vereinslokal, eine Mischung aus Kneipe, Vereinsheim, Ausflugslokal und mit tollem Essen.

Wir kamen kurz vor sieben an. Im Außenbereich war weniger als die Hälfte der Tische besetzt (und an den meisten wurde geraucht, nebenbei bemerkt): Zwei bis drei Gruppen von Erwachsenen, ein Elternpaar mit Kind, eine Einzelperson. Drinnen war es völlig leer. 

Als wir gegen acht den Nachtisch bestellten, waren wir bereits die letzten Gäste. Während wir den Nachtisch verzehrten, kam noch ein einzelnes Pärchen, das aber wieder weggeschickt wurde - die Küche schließt dort jetzt um 20 Uhr. Länger lohnt sich's nicht mehr.

Wir hatten gestern Pfingstsonntag und sagenhaftes Wetter, wohlgemerkt. Eigentlich hätte es brechend voll sein müssen.

Aber voll kriegen die ihren Laden schon seit geraumer Zeit nicht mehr. Auch die Speisekarte wurde auf ungefähr ein Drittel eingedampft - Rationalisierungsgründe.

Das Wirtsehepaar tut mir wahnsinnig leid. Die haben das Lokal über Jahre hinweg zu dem aufgebaut, was es vor dem Rauchverbot gewesen ist - ein beliebter Treffpunkt für die Anwohner, ein Geheimtipp für Ausflügler und auch für Leute, die gutes Essen zu schätzen wissen. Nach knapp drei Jahren Rauchverbot sind sie weit davon entfernt, die damaligen Umsätze wieder erreichen zu können.

Wo sind die Scheiß-Nichtraucher, die die angestammten Gäste aus diesem Lokal vertrieben haben?


Warum tun Dir die Wirte leid? Sorry, aber meine nächste Frage lautet: Was haben diese Wirte gegen den Verfall der Wirtshaus-Gastronomie getan? Sind sie Widerstandskämpfer? Haben sie sich an der Sammelklage gegen die Rauchverbote damals beteiligt?

Hast Du sie darauf aufmerksam gemacht, daß es in Baden-Württ. eine Partei gibt (BmB), die u.a. gegen die Rauchverbote ankämpft - und falls Dir eine Partei nicht liegt - hast Du sie auf das Netzwerk-Rauchen hingewiesen?

Andererseits ist es ja schon schlimm genug, Wirte überhaupt darauf hinweisen zu müssen - denn auch sie können von sich aus aktiv werden, und Internet-Informationen herausholen.

Die Mitleidstour habe ich mir schon seit längerer Zeit abgeschminkt - in Anbetracht der Inaktivität der meisten Wirte. Ich weise nochmals ganz sachlich rückwirkend darauf hin, daß die damalige Beteiligung an der Sammelklage zu ca. 80% aus Einraum-Getränke-Wirten bestand. Die meisten Speise-Gastronomien haben nach meinen Erfahrungen entweder von vornherein abgelehnt - oder im Nachhinein nicht bezahlt.

Es ist sehr einfach, die Schuld auf die Nichtraucher zu schieben, die natürlich durch die permanente Medien-Berieselung zum gewissen Teil gegen uns aufgehetzt wurden - aber vergiß bitte eines nicht: Es sind die Raucher, mind. 30% - eher mehr an der Gesamtbevölkerung, die einen wirksamen Widerstand nicht auf die Reihe bekamen, incl. der Wirte! Nochmals sorry, aber können wir wirklich erwarten, daß die Nichtraucher diesen Kampf für uns durchfechten?

Andere Frage: Ist von einem Nicht-Homosexellen zu erwarten, daß er an vorderster Front für die Rechte der Homosexuellen kämpft? Ich persönlich trete für die völlige Gleichstellung der Homosexuellen ein - aber ich habe die Arbeit, die dafür geleistet wurde, nicht selber übernommen, weil ich nicht überall sein kann, und in erster Linie erstmal für meine eigenen Interessen und Rechte einstehe. Dennoch haben es die Homosexuellen geschafft, ihre Belange in die Hand zu nehmen - die Raucher jedoch, die eine weitaus größere Minderheit, als die Homosexuellen stellen, schaffen dies nicht - und das sollte uns erstmal zu denken geben.  Ärgerlich
« Zuletzt geändert: 24.05.10 um 23:48:40 von Muna_Sat-Ananda »  
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Re: Trostlos
Antwort #9 - 24.05.10 um 19:21:13
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Werner R. Niedermeier schrieb on 24.05.10 um 18:59:12:
shadu schrieb on 24.05.10 um 13:54:46:
Vergessen wir nicht die Scheiss-Raucher welche in Leserbriefen ihre Zustimmung zu rigorosen Rauchverboten geben, weil sie selber unzufrieden sind mit ihren Rauchgewonheiten.

Bitte nicht vergessen, dass die meisten sogenannten "Raucher", die derartige Leserbriefe verfassen, Fakes von Antis sind.

Das ist so gut wie sicher. Die Fakes tauchen in regelmäßigen Abständen auf
  

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Re: Trostlos
Antwort #8 - 24.05.10 um 19:17:19
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Werner R. Niedermeier schrieb on 24.05.10 um 18:59:12:
shadu schrieb on 24.05.10 um 13:54:46:
Vergessen wir nicht die Scheiss-Raucher welche in Leserbriefen ihre Zustimmung zu rigorosen Rauchverboten geben, weil sie selber unzufrieden sind mit ihren Rauchgewonheiten.

Bitte nicht vergessen, dass die meisten sogenannten "Raucher", die derartige Leserbriefe verfassen, Fakes von Antis sind.


Ist mir auch schon so durch den Kopf, aber ich weiss es nicht.

Psychologische Kriegsführung vielleicht ?
  
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Werner R. Niedermeier
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Re: Trostlos
Antwort #7 - 24.05.10 um 18:59:12
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shadu schrieb on 24.05.10 um 13:54:46:
Vergessen wir nicht die Scheiss-Raucher welche in Leserbriefen ihre Zustimmung zu rigorosen Rauchverboten geben, weil sie selber unzufrieden sind mit ihren Rauchgewonheiten.

Bitte nicht vergessen, dass die meisten sogenannten "Raucher", die derartige Leserbriefe verfassen, Fakes von Antis sind.
  

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hardl
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Re: Trostlos
Antwort #6 - 24.05.10 um 17:17:52
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Unabhängig davon was richtig oder falsch ist.

Beleidigungen gehören nicht ins Forum und sollten überall tabu sein

Das bringt uns nicht weiter, es schadet nur.
« Zuletzt geändert: 24.05.10 um 17:25:07 von hardl »  
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Re: Trostlos
Antwort #5 - 24.05.10 um 15:30:04
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Quote:
Wo sind die Scheiß-Nichtraucher, die die angestammten Gäste aus diesem Lokal vertrieben haben? [...] Mein Zorn über den Niedergang dieses schönen und gut geführten, gemütlichen Lokals trifft die Nichtraucher ganz pauschal, die militanten wie die moderaten, jedenfalls soweit sie sich aktiv nicht dagegen zur Wehr gesetzt haben, daß in ihrem Namen solche Verwüstungen in der Gastronomie angerichtet wurden.


Sie haben sich nicht "zur Wehr gesetzt", allerdings auch nicht die Gäste vertrieben. Jedenfalls nicht 'die Nichtraucher'. Das Verbot basiert im konkreten Falle auf einem Gesetz, das von der CDU-FDP-Mehrheit im Landtag bzw. ihrer Landesregierung stammt, und diese Parteien hat bei den Landtagswahlen 2006 wohl kaum ein Nichtraucher mit der Absicht gewählt, dass sie Rauchverbote für die Gastro usw. einführen. Dass die wirklich direkt und aktiv verantwortlichen Raucher und Nichtraucher in den einschlägigen Parlamentsfraktionen sich vielleicht rausreden wollen, dass es in anderen Bundesländern schlimmere Gastro-Rauchverbote gibt, muss man ihnen nicht durchgehen lassen.
Dem Otto-Normalnichtraucher, dem das Thema schon immer am Hintern vorbeigegangen ist und der nie auch nur einen Finger für ein gesetzliches Gastro-Rauchverbot gekrümmt hätte, darfst du allerdings nicht vorwerfen, dass er nicht in dieser Gaststätte einkehrt. Das wäre ja auch nicht in unserem Sinne, wenn sich Menschen gezwungen fühlten, Lokale mit weniger Atmosphäre als vor dem Rauchverbot genauso häufig oder gar häufiger als vorher zu besuchen. Das tun wir zurecht auch nicht.
Die Moralkeule muss daher im wesentlichen die Antis und ihre Mitläufer (ob Nichtraucher oder nicht) treffen. Der Rest ist ein Appell an alle, egal welchem Lebensstil und welchem Ausgehverhalten sie frönen, sich gegen solche Einschnitte zu wehren.

  
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Re: Trostlos
Antwort #4 - 24.05.10 um 15:09:58
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shadu schrieb on 24.05.10 um 13:54:46:
Vergessen wir nicht die Scheiss-Raucher welche in Leserbriefen ihre Zustimmung zu rigorosen Rauchverboten geben, weil sie selber unzufrieden sind mit ihren Rauchgewonheiten.

Die habe ich am liebsten  Ärgerlich

Stichwort: bin selber Raucher habe jedoch kein Problem schnell raus zu gehen !!!!


Das ist trotz allem ein anderer Fall. Niemand hat je so getan, als sei das Rauchverbot dazu da, ihnen die Gastronomie angenehmer zu machen.

  

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Antwort #3 - 24.05.10 um 13:54:46
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Vergessen wir nicht die Scheiss-Raucher welche in Leserbriefen ihre Zustimmung zu rigorosen Rauchverboten geben, weil sie selber unzufrieden sind mit ihren Rauchgewonheiten.

Die habe ich am liebsten  Ärgerlich

Stichwort: bin selber Raucher habe jedoch kein Problem schnell raus zu gehen !!!!
« Zuletzt geändert: 24.05.10 um 13:56:09 von shadu »  
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Re: Trostlos
Antwort #2 - 24.05.10 um 13:45:32
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Der ordentliche Asket (also der Scheiß-Nichtraucher, kurz Anti genannt) ist um spätestens 21:00 im Bett.

Der moderate Nichtraucher hingegen steht, wenn es ums abendliche Ausgehen geht, vor dem gleichen Problem wie ein Raucher: in der Verbotsgastro fehlt die Atmosphäre, wegen der man die Gastronomie eigentlich erst aufsucht, also kann man auch zuhause bleiben.
  
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