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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Volksentscheid: die Folgen (Gelesen: 94.061 mal)
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Volksentscheid: die Folgen
05.07.10 um 18:18:16
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Und schon am Tag danach die erste Schließung einer Zigarrenlounge:


AWS-Rauchzeichen: Einladung zum 49. Münchner After-Work-Smoke

Sehr geehrte Aficionadas und Aficionados,

Liebe Freunde des Münchner After-Work-Smokes,

wie Sie dem veränderten Layout dieser Einladung entnehmen können, hat sich ein bisschen etwas verändert.

...

Ab sofort übernimmt unser langjähriger Weggefährte Harald Sommer die Organisation des Münchner AWS.

Dass diese Stabübergabe allerdings quasi Hand in Hand mit Deutschlands schärfstem Rauchverbot gehen würde und der Fortbestand dieses rauchigen Genußevents damit grundsätzlich in Frage gestellt ist, war vor einigen Wochen, als ich mein Baby vertrauensvoll in Cigar-Harry's Hände legte, noch nicht abzusehen.

Ebensowenig absehbar war zu diesem Zeitpunkt, dass unser "2. Wohnzimmer", die Y Julieta Lounge, dem mit dem gestrigen Volksentscheid die Lebensgrundlage entzogen wurde, Ende dieses Monats wohl für immer die Pforten schließen wird.

So könnte es also durchaus sein, dass heute Abend tatsächlich der letzte bayerische After-Work-Smoke stattfindet - auf jeden Fall aber wohl der letzte im Y Julieta.

... und vielleicht eröffnet sich ja doch noch unerwartet eine Perspektive - wer weiß ...

Machen Sie's gut - genießen Sie stets, so gut Sie können ...

... und allzeit einen guten Zug...

  
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Raucherwirt
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #1 - 05.07.10 um 20:07:38
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Ich werde jedenfalls meine noch laufende Klage vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof auch auf das neue GSG erweitern.

Darüber hinaus eröffnet ein neues GSG auch einen neuen "Gang nach Karlsruhe".

http://www.raucherwirt.de
  
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cogito
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ergo sum

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #2 - 05.07.10 um 21:05:37
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"Echter, aber wirklich ganz, ganz doll echter Nichtraucherschutz…"

http://ef-magazin.de/2010/07/05/2303-rauchverbot-ende-der-libertas-bavariae
  

"No passion so effectually robs the mind of all its powers of acting and reasoning as fear."

"The powers in charge keep us in a perpetual state of fear,"
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perle
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #3 - 05.07.10 um 21:11:48
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hier noch welt online:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article8318413/Wie-Bayerns-Nichtraucher-R...

die fotokulisse hat sich der held der nichtraucher aber nicht wirklich gut überlegt.

schöner kommentar von

Quote:
Nachtschwester
Dieser auf dem Arbeitsmarkt orientierungslose Herr Frankenberger (vom Lehrer zum Theologen zum Fremdenführer), der durch die Formulierung des Volksentscheids den Bürgern eben NICHT die Wahl läßt zwischen Raucher- und Nichtraucherkneipe, ist sich entweder nicht über die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen seines Handels im Klaren oder ein Diktator, der der Allgemeinheit seinen Willen aufzwingen will.
Er gehört zu der Sorte Politiker in der Tradition Baetzig oder wie die hieß, deren Zeit eher früher als später abläuft. Ich glaube, dieser "Volksentscheid" war für viele ein art Wake-up,call. Warten wir die nächsten Abstimmungen ab!

Die Vita dieses Herrn Frankenberger läßt übrigens auch stark vermuten, dass er mit dieser Campagne ein Sprungbrett für seine Zuflucht in eine sichere Politikerkarriere gesucht hat.
Ich denke aber, Herr Frankenberger, das wird nichts mit dem Oberbürgermeister, mit dem BP schon gar nicht, da bin ich sicher!
« Zuletzt geändert: 05.07.10 um 21:13:34 von perle »  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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Zora
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #4 - 05.07.10 um 21:14:54
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cogito schrieb on 05.07.10 um 21:05:37:
"Echter, aber wirklich ganz, ganz doll echter Nichtraucherschutz…"

http://ef-magazin.de/2010/07/05/2303-rauchverbot-ende-der-libertas-bavariae


ein ganz hervorragender beitrag zu dem thema, der vor allem den wichtigsten punkt gut rausarbeitet: etwas über 20%, die für den totalen rauchstop in der gastronomie gestimmt haben, machen noch lange nicht die gesamtheit der bayern aus.
  

"Puritaner sollten zwei Feigenblätter vor den Augen tragen." (Stanislaw Lec)
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perle
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #5 - 05.07.10 um 21:30:26
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Zora schrieb on 05.07.10 um 21:14:54:
ein ganz hervorragender beitrag zu dem thema, der vor allem den wichtigsten punkt gut rausarbeitet: etwas über 20%, die für den totalen rauchstop in der gastronomie gestimmt haben, machen noch lange nicht die gesamtheit der bayern aus.


hält aber den mainstream nicht davon ab, steif und fest zu behaupten 61% der bayern hätten für das absolute rauchverbot gestimmt.

erfreulicherweise werden kommentare, die auf die wahlbeteiligung und den tatsächlichen anteil der 61% nicht gelöscht.
  

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Zora
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fumar es un placer

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #6 - 05.07.10 um 21:38:11
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perle schrieb on 05.07.10 um 21:30:26:
Zora schrieb on 05.07.10 um 21:14:54:
ein ganz hervorragender beitrag zu dem thema, der vor allem den wichtigsten punkt gut rausarbeitet: etwas über 20%, die für den totalen rauchstop in der gastronomie gestimmt haben, machen noch lange nicht die gesamtheit der bayern aus.


hält aber den mainstream nicht davon ab, steif und fest zu behaupten 61% der bayern hätten für das absolute rauchverbot gestimmt.

erfreulicherweise werden kommentare, die auf die wahlbeteiligung und den tatsächlichen anteil der 61% nicht gelöscht.


da hast du vollkommen recht - leider. um so wichtiger ist es, immer wieder auf diesen umstand hinzuweisen.
  

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Coma_Black
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #7 - 05.07.10 um 21:38:47
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Eine interessante Passage im neuen Gesetz:

"6. Kultur- und Freizeiteinrichtungen:
Einrichtungen, die der Bewahrung, Vermittlung, Aufführung und Ausstellung künstlerischer,
unterhaltender oder historischer Inhalte oder Werke oder der Freizeitgestaltung dienen, soweit sie
öffentlich zugänglich sind
, insbesondere Kinos, Museen, Bibliotheken, Theater und
Vereinsräumlichkeiten"

Wer jetzt kreativ ist und über Kapital verfügt, braucht lediglich eine nichtöffentliche Kultureinrichtung (z. B. einen Raucher-Freizeitpark) ins Leben rufen. Damit hätten wir die Frankensteiners endgültig los und könnten gleichzeitig der Nation demonstrieren, wer Kulturpflege betreibt. Soll heißen: Die Raucherclubs kriegt auch die ÖDP nicht klein.
« Zuletzt geändert: 05.07.10 um 21:41:21 von Coma_Black »  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #8 - 05.07.10 um 21:40:05
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perle schrieb on 05.07.10 um 21:30:26:
Zora schrieb on 05.07.10 um 21:14:54:
ein ganz hervorragender beitrag zu dem thema, der vor allem den wichtigsten punkt gut rausarbeitet: etwas über 20%, die für den totalen rauchstop in der gastronomie gestimmt haben, machen noch lange nicht die gesamtheit der bayern aus.


hält aber den mainstream nicht davon ab, steif und fest zu behaupten 61% der bayern hätten für das absolute rauchverbot gestimmt.

erfreulicherweise werden kommentare, die auf die wahlbeteiligung und den tatsächlichen anteil der 61% nicht gelöscht.


genau genommen sind es 17,2% der Bevölkerung.
Wer jetzt meint, der Spinner -also ich- rechnet hier Säuglinge und so Zeugs mit ein....das ist richtig.
Gleichzeitig aber beinhaltet diese Zahl auch alle nicht wahlberechtigten Ausländer usw. 
  
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perle
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #9 - 05.07.10 um 22:01:14
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kommentar auf achgut zum thema:

Quote:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/luftpolitik_fuers_lungenvol...

Denn der Gesundheitstotalitarismus funktioniert, wie jeder Totalitarismus, nur, wenn er total, überall und ausnahmslos durchgezogen wird. Nicht bloß in Bayern, sondern auch in Brandenburg; nicht bloß in Gebäuden, sondern auch davor; und auch nicht bloß im Freien, sondern erst recht im Unfreien.
  

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perle
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #10 - 05.07.10 um 22:48:08
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dieser gesundheitsexperte darf ja nicht fehlen, hat er endlich mal wieder ein mikro ergattert, seit dem die GroKo auseinandergeflogen ist:

http://de.news.yahoo.com/2/20100705/tts-spd-gesundheitsexperte-fuer-bundeswe-c1b...
  

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Harryhubraum
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Hallo

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #11 - 06.07.10 um 06:53:37
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guten morgen in bayern,
die holzhüttenbauer und die öttinger brauerei werden sich ab 1.8. die hände reiben, hätte nicht gedacht dass 39% von 9 Mill. bayern diesen volksentscheid durchbringen. schade, schade.
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shadu
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #12 - 06.07.10 um 06:54:51
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perle schrieb on 05.07.10 um 21:11:48:
hier noch welt online:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article8318413/Wie-Bayerns-Nichtraucher-R...

die fotokulisse hat sich der held der nichtraucher aber nicht wirklich gut überlegt.

schöner kommentar von

Quote:
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Er gehört zu der Sorte Politiker in der Tradition Baetzig oder wie die hieß, deren Zeit eher früher als später abläuft. Ich glaube, dieser "Volksentscheid" war für viele ein art Wake-up,call. Warten wir die nächsten Abstimmungen ab!

Die Vita dieses Herrn Frankenberger läßt übrigens auch stark vermuten, dass er mit dieser Campagne ein Sprungbrett für seine Zuflucht in eine sichere Politikerkarriere gesucht hat.
Ich denke aber, Herr Frankenberger, das wird nichts mit dem Oberbürgermeister, mit dem BP schon gar nicht, da bin ich sicher!


WELT ONLINE: Gab es einen Auslöser dafür, dass Sie sich für Nichtraucherschutz engagieren?

Zitat: Frankenberger: Wenn ich nicht politisch aktiv bin, arbeite ich als Stadtführer in Passau. Wenn ich meine Gruppen zum Essen in die Wirtschaft begleite, dann riechen nicht nur meine mittelalterlichen Kostüme schrecklich nach Rauch, sondern auch meine langen Haare.

So, So, um das geht es ihm also. Interessant

Da kann er sich gleich mit der Mimose Ursula Frerichs, die Vorsitzende des Unternehmerverbandes mittelständische Wirtschaft zusammen tun. Die fordert nämlich folgendes...

Deo-Pflicht am Arbeitsplatz !

Macht doch eine Volksabstimmung

http://tinyurl.com/3xow2zd
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #13 - 06.07.10 um 07:51:05
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Quote:
dieser gesundheitsexperte darf ja nicht fehlen


Aus aktuellem Anlass scheinen auch andere "alte Bekannte" wieder aus der Kiste zu springen: Gestern hab' ich  beispielsweise (en passent) bei irgendwelchen SATTL-Nachrichten den Elektriker der Apokalypse Lothar B. wiedergesehen!
Und über die gesundheitlichen Folgen solcher Traumata redet wieder mal keiner!
  

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Fischmehl
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #14 - 06.07.10 um 09:44:56
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Coma_Black schrieb on 05.07.10 um 21:38:47:
Eine interessante Passage im neuen Gesetz:

"6. Kultur- und Freizeiteinrichtungen:
Einrichtungen, die der Bewahrung, Vermittlung, Aufführung und Ausstellung künstlerischer,
unterhaltender oder historischer Inhalte oder Werke oder der Freizeitgestaltung dienen, soweit sie
öffentlich zugänglich sind
, insbesondere Kinos, Museen, Bibliotheken, Theater und
Vereinsräumlichkeiten"

Wer jetzt kreativ ist und über Kapital verfügt, braucht lediglich eine nichtöffentliche Kultureinrichtung (z. B. einen Raucher-Freizeitpark) ins Leben rufen. Damit hätten wir die Frankensteiners endgültig los und könnten gleichzeitig der Nation demonstrieren, wer Kulturpflege betreibt. Soll heißen: Die Raucherclubs kriegt auch die ÖDP nicht klein.



Oder bis zum nächsten Volksentscheid! Natürlich ist es wichtig, kreative Lösungen zu suchen um sich Nischen zu schaffen und als Gegendemonstration. Aber das sind immer auch Rükkzugsbewegungen, die ein Nachsetzen des Gegners zur Folge haben werden. Das war schon bei der kreativen Lösung Raucherclub so, als alle meinten, „denen“ eins ausgewischt zu haben und sich  entspannt zurükklehnen zu können. Mit solchem Appeasement alleine verlängert man nur die Zeit bis zum endgültigen grossen Krach, aber man hält ihn nicht auf.
  
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Ingo
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #15 - 06.07.10 um 11:02:15
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Und eine weitere Konsequenz: Die Bierpreise werden steigen. Mal sehen, wieviel den Antis die frische Luft Wert ist:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article8332196/Wegen-Rauchverbot-soll-nun...

Gruß

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StopferRonnie
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #16 - 06.07.10 um 11:52:48
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cogito schrieb on 05.07.10 um 21:05:37:
"Echter, aber wirklich ganz, ganz doll echter Nichtraucherschutz…"

http://ef-magazin.de/2010/07/05/2303-rauchverbot-ende-der-libertas-bavariae

Die Frage war also "Sind Sie für echten Nichtraucherschutz in Bayern?" Da hätte ich als Raucher auch wahrheitsgemäß mit Ja stimmen müssen! Was ist denn eigentlich "echter Nichtraucherschutz"? Das ist doch z.B. die Rauchfreiheit in einem Restaurant, das Leute entweder freiwillig aufsuchen oder als Geschäftsreisende aufsuchen müssen. Das ist, wenn ich in der Wohnung meiner Mutter nicht rauche. Ich hatte ja mit allen möglichen, verquasten Formulierungen gerechnet, die einen bei der Entscheidung, wie man abstimmt, verwirren. Mich wundert, dass diese Frage zugelassen wurde.
  

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ChristophL
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #17 - 06.07.10 um 12:46:26
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Quote:
Was ist denn eigentlich "echter Nichtraucherschutz"?


Das ist ein Unwort, von uns ja zum solchen für 2007 gekürt.

Quote:
Wir wollen damit herausstellen, dass dieses Wort die Absicht verschleiert, den Tabakgenuss zu bekämpfen. Außerdem verbreitet es die [...] Legende von der Gesundheitsgefahr "Passivrauchen".
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #18 - 06.07.10 um 13:10:19
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"echter Nichtraucherschutz"?

Quote:
Wer Nichtraucherschutz nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachten oder verfälschten sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Zuchthaus nicht unter zwei Jahren bestraft.


Berüchtigt für seinen Nichtraucherschatz war z.B. der Fälscher Konrad Kujau (1938-2000): Die Tagebücher des Gröniraz. Obwohl eindeutig eine Fälschung wurden diese zwischenzeitlich von einem gewissen Ö.D.P.Gollum angekauft.

Einen bekannten Nichtraucherscherz äußerte der vorgebliche Verfasser dieser Memoiren, als er verkündete „Wir haben keine territorialen Forderungen mehr.“

Als Nichtraucherschorf bezeichnet man den Schorf, der sich an der Nase von selbsternannten Nikotinsheriffs bildet, wenn sie ihr Riechorgan bei der Fahndung
nach Rauchern zu lang und zu häufig an den Türen von Wohn- oder Geschäftsräumen reiben.

Als Gütesiegel für echten Nichtraucherschutz sehen Fachleute das NSDAP-Parteiabzeichen an (Nichtraucherschutz durch Allgemeine Prohibition).

Nichtraucherschutz ist nur echt, wenn er zu gleichen Teilen folgende Elemente enthält:
Blut, Schweiß, Tränen, Hass, Diskriminierung, Häme, Bosheit, Geltungssucht, Sendungsbewusstsein, Überheblichkeit und Größenwahn.

Unechter Nichtraucherschutz hingegen enthält häufig hohe Anteile an Satire und Zynismus.



« Zuletzt geändert: 06.07.10 um 13:28:40 von sargnagel »  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #19 - 06.07.10 um 14:51:24
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Politik als Ganzes ist schwer angreifbar, nun hat das totale Rauchverbot in der Gastronomie allerdings einen Namen und es werden 10%, wie in anderen
Ländern auch, dicht machen. Könnte gut sein, daß Herr Frankenberger noch schwere Zeiten vor sich hat.
  

Der gesunde Menschenverstand ist die Sache, die am Besten auf der Welt verteilt ist, aber nur die wirklich 'Unverbildeten' haben ihn" ...


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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #20 - 06.07.10 um 15:47:51
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Die beste Taktik der CSU/FDP wäre es jetzt, wenn man das Gesetz am 01.08. in Kraft treten läßt und dann ein paar Monate abwartet.
Danach schiebt man der ÖDP den finanziellen Schaden in der Gastronomie in die Schuhe, thematisiert die Lügen, mit denen die Bevölkerung in die Irre geführt wurden, verweist auf Nachtruhestörungen und Denunziantentum und lockert das Ganze wieder ein wenig.

Damit wäre die ÖDP demontiert, lächerlich gemacht und finanziell erledigt, weil die sich einen zweiten Entscheid nicht mehr leisten können. Und die Regierungskoalition könnte obendrein noch als "Schadensbegrenzer" auftrumpfen. Schneller könnten die aus dem Umfragetief gar nicht herauskommen.
« Zuletzt geändert: 06.07.10 um 15:52:25 von Coma_Black »  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #21 - 06.07.10 um 16:02:08
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Während es inzwischen jeder Sch*** ins Wiki schafft, findet man dort nichts über die ÖDP, was ihre Bedeutungslosigkeit beweist. Das Volksbegehren war auch nur ein Versuch der verkrachten Existenz SF, auf sich und die Partei, deren Programm zuhauf widersprüchliche Ziele enthält, aufmerksam zu machen. Ich denke, dass er keine Chance auf einen zweiten Schuss hat.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #22 - 06.07.10 um 16:07:34
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Eigentlich wollte ich mich ja nicht mehr aufregen. Und jetzt muss ich schon wieder in der Arbeit aufpassen, dass mir nicht die Nerven durchgehen, wenn wieder irgendein Kollege mich mit einem "witzigen" Spruch auf das Thema anspricht  Ärgerlich

Eigentlich war´s ja klar. Bürgerinitiativen funktionieren nur, wenn sie von oben initiiert, gesteuert und mit viel Geld am laufen gehalten werden. Und was mit viel Geld, gekaufter Presse und bezahlten Laiendarstellern in der Politik (die auch immer schlechter werden - nicht mal die Mühe machen sie sich noch) möglich ist, haben wir ja nun erlebt.

Das eigentlich Erschreckende ist aber doch, daß diese Abstimmung überhaupt zugelassen wurde. Das sollte doch eigenlich das Grundgesetz verhindern. Wenn zwei Wölfe und ein Schaf demokratisch abstimmen, was es zum Abendessen gibt, ist ja klar, was dabei herauskommt. Und um das zu verhindern, gibt es eigentlich die Grundrechte

Der Tag, an dem das Verfassungsgericht entschieden hat, daß ein totales Rauchverbot verfassungsgemäß ist, obwohl das nicht mal Thema der Klage war ( ! ), war der entscheidende und hat mein Vertrauen in unseren Rechtsstaat restlos zerstört.

Der Eichelburg bringt das mit seinem kurzen Kommentar zum Unfreistaat Bayern auf den Punkt:

http://hartgeld.com/infos-DE.htm

Quote:
Mit Volksabstimmungen kann man sogar eine ganze Bevölkerungsgruppe auslöschen lassen - wenn man nur die Mehrheit bekommt. Die "Mehrheit" war in diesem Fall eine Minderheit von 61% von 37% Wahlteilnehmern, angeführt von so "demokratisch" wirkendenden Parteien wie der "Ökologisch-Demokratischen Partei", die vermutlich aus gehärteten Stalinisten besteht. Deswegen haben Republiken auch verfassungsrechtlich geschützte Grundrechte.

Die drei genannten Linksparteien haben gezeigt, dass sie für Populismus auf jede obskure Sache aufspringen und dass sie persönliche Freiheit nicht mögen. Ob ihnen das bei den nächsten Wahlen helfen wird? Die nichtwählende Mehrheit hat gezeigt, dass ihnen ihre persönliche Freiheit nichts wert ist.


Und der Spiegelfechter ist auch wieder wütend und feuert eine Breitseite. Politisch korrekt? Bestimmt nicht! Kontraproduktiv? Wahrscheinlich! Aber einfach klasse geschrieben

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/3496/wider-den-moraltotalitarismus

Quote:
    PS. Jens, bist Du Raucher ? Smiley

Früher habe ich das verklärend relativiert. Heute sage ich stolz “JA!” Zwinkernd


Quote:
Oder um es mit Charlton Heston zu sagen: “I’ll give you my cigarette when you take it from my cold, dead hands” *muhhahaa*


Ja, ich rauche noch

Gruß an alle

Domink
  
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perle
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #23 - 06.07.10 um 16:27:11
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angeblich wollen die anderen bundesländer nicht nachziehen:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article8339704/Laender-wollen-keine-schae...

da bin ich mal gespannt.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #24 - 06.07.10 um 16:36:18
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Die große Schlacht ums Rauchverbot

http://tinyurl.com/2v4rzvb

Es gibt Raucher die sind einfach mega Deppen
und
es gibt Raucher die sind Super

hier im Video

  
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Martella
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #25 - 06.07.10 um 19:16:55
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perle schrieb on 06.07.10 um 16:27:11:
angeblich wollen die anderen bundesländer nicht nachziehen:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article8339704/Laender-wollen-keine-schae...

da bin ich mal gespannt.

Zumindest die an Bayern grenzenden Bundesländer wittern jetzt vermutlich das große Geschäft. Was in Zeiten einer Wirtschaftskrise ein nicht zu unterschätzendes Argument ist.
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #26 - 06.07.10 um 19:21:31
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war das hier schon bekannt, ich habe ein wenig den überblick verloren:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/sebastian-frankenberger-im-chat-toleranz-ist-w...
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #27 - 06.07.10 um 20:56:51
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #28 - 07.07.10 um 08:58:54
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...wahrscheinlich gibts den link schon irgendwo?!

...gefällt mir gut, unsere österreichischen Freunde sind zweifellos schlauer als wir! dafür klappts dorch mit dem Fussfall nicht so gut Smiley
http://derstandard.at/1277337531594/Kommentar-der-anderen-Das-Rauchverbot-die-Ba...
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #29 - 07.07.10 um 19:19:22
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Das möchte ich nach ein paar Wochen lesen.

Das neue durch eine Volksabstimmung herbeigeführte neue Gesetz für einen striktes Rauchverbot in Bayern kann wegen massiven Wiederstand in der Bevölkerung nicht durchgesetzt werden.
  
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RaucherHB
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #30 - 07.07.10 um 20:38:00
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http://www.tagesspiegel.de/meinung/vernebelte-debatte/1876906.html

Das radikale Rauchverbot bringt Nichtrauchern wenig, meint Alexander S. Kekulé. Die Dosis mache das Gift.

Quote:
Dagegen bringt das neue Gesetz für die Nichtraucher, die es eigentlich schützen soll, kaum gesundheitliche Vorteile. Die oft zitierte Zahl von 3300 Nichtrauchern, die in Deutschland angeblich jährlich an den Folgen des Passivrauchens sterben, wurde anhand von Menschen hochgerechnet, die mit Kettenrauchern zusammenleben oder ganztätig in verrauchten Kneipen arbeiten.

Auch die von den Rauchgegnern angeführte Erhöhung des Risikos für Lungenkrebs und koronare Herzkrankheiten um 20 bis 30 Prozent bezieht sich auf Passivrauchen im Haushalt und an der Arbeitsstätte. Für die Behauptung, der gewöhnliche Besuch verrauchter Gaststätten würde Krebs, Herzinfarkte und Lungenkrankheiten verursachen, gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Dies war aber der Grund, warum das Bundesverfassungsgericht 2008 auch strenge Rauchverbote für zulässig erklärte.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #31 - 07.07.10 um 20:41:40
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Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

Thomas Hacker, dem Chef der Liberalen im Landtag, stinkt die Ausnahme für das Oktoberfest 2010 und fordert gleiches Recht für alle. Grüne: „Er ist eine beleidigte Leberwurst“.

Neue Taktik unentschlossen

http://www.abendzeitung.de/muenchen/197542
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #32 - 07.07.10 um 20:51:56
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Ich bin da ganz auf der Seite von Hacker.
Vor dem Volksbegehren zu verkünden, dass auf jeden Fall 2010 auf der Wiesn geraucht wird hat dem Volksbegehren enorm geschadet und und viele Nein Stimmen gekostet.
Mehr noch die Ausnahme wird auch die wahren Ausmaße verschleiern und den richtigen Zoff ein Jahr weiter vertagen...in der Hoffnung dass er an Dynamik verliert. 
Die Umstände auf anderen Volksfesten sind genau dieselben, dass ausgerechnet und einzig für die Wiesn eine Ausnahme gelten soll ist nicht nachvollziehbar.
Weg mit der Ausnahmeregelung !
  
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perle
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #33 - 07.07.10 um 20:58:58
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Berlin-Mindplayer schrieb on 07.07.10 um 20:51:56:
Weg mit der Ausnahmeregelung !


sehe ich auch so. alle volksfestbetreiber sollten sofort vor dem zuständigen OVG klagen, daß das rauchverbot auch auf der wiesn 2010 zu gelten hat.

hauptargument: kinder wünschen sich rauchfreie bierzelte!
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #34 - 07.07.10 um 22:16:46
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es ist auch keine wunder, dass die grünen ihn gleich im visier haben, die wissen ganz genau, was das für die wiesn und ihre ach-so-gut funktionierende regelung bedeutet (bei der alle sooo zufrieden sind).
  

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perle
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #35 - 07.07.10 um 22:22:49
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Zora schrieb on 07.07.10 um 22:16:46:
es ist auch keine wunder, dass die grünen ihn gleich im visier haben, die wissen ganz genau, was das für die wiesn und ihre ach-so-gut funktionierende regelung bedeutet (bei der alle sooo zufrieden sind). 


das ist übrigens die chance, die grünen als absolute nullmeier zu entlarven:

gerade das oktoberfest wird von vielen familien mit kindern besucht, aber das rauchverbot ist dort aktuell kein thema, kinder auf dem oktoberfest sind also nicht schützenwert?

warum wohl nicht? weil frau roth dann keine cohiba mehr mit den eliten der welt paffen darf?
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #36 - 07.07.10 um 22:32:55
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RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:38:00:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/vernebelte-debatte/1876906.html

Das radikale Rauchverbot bringt Nichtrauchern wenig, meint Alexander S. Kekulé. Die Dosis mache das Gift.

Quote:
Dagegen bringt das neue Gesetz für die Nichtraucher, die es eigentlich schützen soll, kaum gesundheitliche Vorteile. Die oft zitierte Zahl von 3300 Nichtrauchern, die in Deutschland angeblich jährlich an den Folgen des Passivrauchens sterben, wurde anhand von Menschen hochgerechnet, die mit Kettenrauchern zusammenleben oder ganztätig in verrauchten Kneipen arbeiten.

Auch die von den Rauchgegnern angeführte Erhöhung des Risikos für Lungenkrebs und koronare Herzkrankheiten um 20 bis 30 Prozent bezieht sich auf Passivrauchen im Haushalt und an der Arbeitsstätte. Für die Behauptung, der gewöhnliche Besuch verrauchter Gaststätten würde Krebs, Herzinfarkte und Lungenkrankheiten verursachen, gibt es keine wissenschaftlichen Belege. Dies war aber der Grund, warum das Bundesverfassungsgericht 2008 auch strenge Rauchverbote für zulässig erklärte.


Noch son Weisskittel ... . Gelesen hat der Pötschke-Langers Blödsinn bestimmt nicht. Geschweige denn die Quellen.

Schön wärs wenn sich die Mediziner um die Medizin kümmerten und die Stochastiker um die Statistik.

Ich komm ja auch nicht mal einfach so auf die Idee einem meiner Mitmenschen die Gallenblase zu entfernen oder einen Bruch zusammenzunageln. Die aber meinen Stochastik in einem Wochenendseminar lernen zu können. Und das geht eben nicht. Genauso wenig wie man in drei Tagen Arzt werden kann.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #37 - 07.07.10 um 22:47:04
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Ich müsste mich jetzt schwer täuschen....

Weißkittel ja, aber Kekule dürfte eher zu der Gattung ernstzunehmender weil seriöser Wissenschaftler gehören.
  
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Antwort #38 - 07.07.10 um 22:53:35
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Berlin-Mindplayer schrieb on 07.07.10 um 22:47:04:
Ich müsste mich jetzt schwer täuschen....

Weißkittel ja, aber Kekule dürfte eher zu der Gattung ernstzunehmender weil seriöser Wissenschaftler gehören.


Stimmt schon. Das war Einstein auch. Aber auch der hat wohl keinem die Gallenblase entfernt. Zumindest ist das m.W. nicht belegt.
  

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Antwort #39 - 07.07.10 um 23:05:48
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ja da hast Du wohl Recht....

trotzdem sollten wir da milde drüber hinwegblicken, soweit ich mich erinnere war Kekule einer der weniger Mediziner, der den nicht so nette Person  in der Hose hatte darauf hinzuweisen dass bei der 3301 Studie erhebliche Zweifel angebracht sind Smiley
  
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Antwort #40 - 07.07.10 um 23:22:40
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Berlin-Mindplayer schrieb on 07.07.10 um 23:05:48:
ja da hast Du wohl Recht....

trotzdem sollten wir da milde drüber hinwegblicken, soweit ich mich erinnere war Kekule einer der weniger Mediziner, der den nicht so nette Person  in der Hose hatte darauf hinzuweisen dass bei der 3301 Studie erhebliche Zweifel angebracht sind Smiley 


Das sind zwei paar Schuhe.

Dass er den nicht so nette Person in der Hose hat, das anzuzweifeln, dafür soll er den höchsten Orden dieser Republik erhalten. Falls ihm das was bedeuted. Welche Repressalien das bedeuten kann, ist hier im Forum ja hinlänglich bekannt.

Was das Thema "Epidemiologie des Passivrauchs" betrifft, sollte man sich m.E. eher an Herrn Gori halten. Der hat das Ganze in ein, zwei Artikeln ziemlich gut dargestellt. Bzw. als das was es ist: Mumpitz.
Und dabei spielt es nun wirklich keine Rolle ob, oder ob nicht, ihm diese Artikel evtl. von der fiesen Tabaklobby vergütet wurden. Das weiss jeder der sie gelesen hat.
  

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ChristophL
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #41 - 08.07.10 um 00:54:30
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fitzcarraldo schrieb on 07.07.10 um 23:22:40:
Was das Thema "Epidemiologie des Passivrauchs" betrifft, sollte man sich m.E. eher an Herrn Gori halten. Der hat das Ganze in ein, zwei Artikeln ziemlich gut dargestellt. Bzw. als das was es ist: Mumpitz.
Und dabei spielt es nun wirklich keine Rolle ob, oder ob nicht, ihm diese Artikel evtl. von der fiesen Tabaklobby vergütet wurden. Das weiss jeder der sie gelesen hat.


Die Kekulé-Äußerungen, 2007 wie aktuell, sind relativ zurückhaltend und keine kritische Gesamtsicht der multifaktoriellen Epidemiologie, sondern einzelne Punkte, die aber in die richtige Richtung gehen, worüber wir schon froh sein müssen.

Gio Gori hingegen bietet die insbesondere naturwissenschaftliche fundierte Entlarvung dieses ganzen Geschäftszweiges. Und gehört zu unserer Bewegung, nachdem er jahrzehntelang a) zunächst im Sold von Public Health und b) dann im Sold von Big Tobacco gestanden hat. Ein ganz wichtiger und kompetenter Mitstreiter, auch wenn ich selbst dazu neige, die prohibitionistische Epidemiologie stärker aus einer sozialwissenschaftlich-statistischen Perspektive heraus bloßzustellen als er. Da spürt man schon mal den unterschiedlichen Background, aber das ergänzt sich und im Ergebnis kommt es aufs selbe raus.

« Zuletzt geändert: 08.07.10 um 00:56:34 von ChristophL »  
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xila
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #42 - 08.07.10 um 07:24:24
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Am leichtesten angreifbar an dem ganzen Passivrauchquatsch ist die für jeden Wissenschaftler erkennbar unwissenschaftliche Null-Molekül-Theorie, und die greift Kekule an.

  

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Hallo

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #43 - 08.07.10 um 14:12:31
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RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:41:40:
Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

Thomas Hacker, dem Chef der Liberalen im Landtag, stinkt die Ausnahme für das Oktoberfest 2010 und fordert gleiches Recht für alle. Grüne: „Er ist eine beleidigte Leberwurst“.

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http://www.abendzeitung.de/muenchen/197542


Hacker ist ein Heuchler und ein klassischer Prototyp eines FDP-Politikers. Entgegen seiner ursprünglichen Meinung und der von seiner Partei maßgeblich initiierten und mitgetragenen Lockerung des absoluten Rauchverbotes im ehemaligen Freistaat Bayern, schlägt er sich jetzt populistisch in alter FDP-Manier auf die Seite einer fragwürdigen und vermeintlichen Mehrheit. Eine Polithure par excellance.

Hacker scheint, ob bewusst oder unbewusst, entgangen zu sein, dass das Rauchverbot natürlich auch auf der Wiesn 2010 gilt. Nur es wird nicht vollzogen. Die Wiesn-Wirte begründen dies mit der Unmöglichkeit in so kurzer Zeit die Rahmenbedingungen für eine Durchsetzung des Rauchverbots zu erfüllen. Ob das willentlich oder aus wahren Sachzwängen heraus geschieht bleibt dem geneigten Beobachter überlassen. Nicht umsonst allerdings hat das Kreisverwaltungsreferat den Wirten schon angedroht, dass bei völliger Untätigkeit und Passivität der Wirte hinsichtlich hemmungslosen Rauchens in den Zelten eine obrigkeitlich erzwungene Reduzierung der Aussenschankflächen angeordnet wird um den Rauchern geordnete Rauchpausen ausserhalb zu ermöglichen. Dies käme einer verordneten Reduzierung der Saufplätze gleich und das haben Wirte gar nicht gerne. Man erinnere sich an den genialen Erweiterungsstunt von Michael Käfer vor einigen Jahren.
Wie allerdings hemmungsloses Rauchen in riesigen Bierzelten erkannt und geahndet werden kann, dies bleibt auch das KVR schuldig näher zu erläutern. Somit ist es also rechtlich in trockenen Tüchern, praktisch aber Makulatur.
  
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Bin Passivraucher und
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #44 - 08.07.10 um 15:24:46
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Ich gebe in diesem Punkt Thomas Hacker absolut recht.

Es ist ein Gesetz beschlossen worden das ein Totales Rauchverbot ab 1. August festlegt. In dem Gesetz steht nichts von Übergangsfristen oder Ausnahmeregelungen. Es gibt jetzt 2 Möglichkeiten :

1. Man setzt das Gesetz um, also Rauchverbot auf der Wiesn mit Kontrollen und Strafen wie sie auch für andere Gaststätten gelten.

2. Man setzt die Durchführung des Gesetzes für alle aus wie im Saarland.

Es muß der Grundsatz gelten: Alle sind vor dem Gesetz gleich.

Ich habe auch einen Tipp wie man das Rauchverbot am Oktoberfest sicherstellen kann. Einfach die Bierzelte nicht aufsperren und der Nichtraucherschutz ist gesichert.
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #45 - 08.07.10 um 18:38:03
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Hier eine Meldung des VEBWK:
Quote:
Update 8.7.2010:
Das Aktionsbündniss und seine Sprecher haben Klage gegen das geltende Gesetz ab 1.8.2010 eingereicht. Ein Bestandteil der Klage ist eine Schadensersatzklage von Wirten, die bauliche Veränderungen in Ihren Gaststätten vorgenommen haben, um Nebenräume für Raucher einzurichten. Der genau Wortlaut der Klage wird nachgereicht.
  

Kultivierte bedauern nie einen Genuß Unkultivierte wissen überhaupt nicht, was ein Genuß ist. (Oscar Wilde)
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perle
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #46 - 08.07.10 um 18:51:36
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noch eine folge des VE:

Quote:
Rauchen wird in Bayern bald in vielen öffentlich Räumen fast überall verboten sein. Aus den Köpfen vieler Kommunalpolitiker raucht es aber noch gewaltig. In Germering (Kreis Fürstenfeldbruck) fordert eine Initiative auch im Freibad ein absolutes Rauchverbot. Einen entsprechenden Antrag haben die Grünen bereits im Stadtrat gestellt.

http://tinyurl.com/2wgmckk


und


Quote:
"Anträge aus Absurdistan": Die Germeringer Grünen finden im Stadtrat keine Unterstützung für ihren Vorschlag, Zigaretten im Freibad zu verbieten.

http://tinyurl.com/35grxva
  

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Berlin-Mindplayer
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #47 - 08.07.10 um 19:52:14
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Bezeichnend an der ganzen Geschichte jedoch ist, dass es nicht etwa abgelehnt weil es schwachsinnig ist, sondern lediglich " weil man es nicht konttrollieren kann"
  
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Zora
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fumar es un placer

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #48 - 08.07.10 um 20:12:59
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ganz genau. ein wort wie unverhältnismäßig fehlt in dieser ganzen debatte. wenn die freibadbetreiber sich gegen zigarettenkippen auf dem rasen oder sonstwo wehren, ist das genauso nachvollziehbar, wie der ärger über müll auf dem gelände ganz allgemein. so etwas ist aber mit den gängigen mitteln zu regeln - kein mensch würde ein bonbonverbot im freibad aussprechen, weil ab und zu ein bonbonpapier auf dem rasen liegt.

ach ja: überhaupt ist mir aufgefallen, dass in diesem ganzen kampf um die antiraucherstimmen in bayern so gut wie nie die rede von passivrauchschäden gewesen ist, dieses argument kam höchstens in zusammenhang mit den bedienungen. es ging immer wieder (und immer mehr) um den bloßen gestank.
« Zuletzt geändert: 08.07.10 um 20:16:20 von Zora »  

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Pater Peter
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #49 - 09.07.10 um 00:38:02
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Und das mit dem "Gestank" scheint sich auf die Generationen zu beschränken, die heute (max.) 40-45 Jahre alt sind. Ältere Leute (eben auch nichtrauchende!) bekennen sich - meiner Erfahrung nach - eher dazu, daß sie Tabakduft lieben.

Sehr merkwürdig finde ich im übrigen das permanent kolportierte Statement, "das Volk hätte das ewige Hin und Her einfach satt gehabt". Träfe dies zu, so hätte "das Volk" ja der geltenden Regelung zustimmen müssen, an die man sich gewöhnt hatte, anstatt wiederum eine neue Variante zu wählen.

Ebensowenig verständlich ist mir das "Argument", man hätte "den 'Schlingerkurs' der CSU abgestraft". Wenn ich die CSU wäre, hätte ich ebenfalls, angesichts der durch Gründung zahlreicher Raucherclubs offenkundigen Tatsache, daß Lokale mit Rauch von einem Teil der Bevölkerung wohl doch erwünscht sind, das Rauchverbot teilweise wieder zurückgenommen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Genauso unsäglich ist die Propaganda, die Bayern hätten für "eine eindeutige Regelung" votiert. Ich kann nicht erkennen, daß die vorherige mehrdeutig gewesen wäre.

Aber angesichts der "Gestank"-Debatte sehe ich - leider - derzeit wenig Chancen für Ingos durchaus konstruktiven Vorschlag. Selbst wenn erwiesen wäre, daß die Sache mit dem Passivrauch ein Ammenmärchen ist, würden Sebastian Frankenbergers stinkende Haare noch als erfolgreiches Argument für ein Rauchverbot vorgebracht.
  

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Mr.Marple
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #50 - 09.07.10 um 00:45:19
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Pater Peter schrieb on 09.07.10 um 00:38:02:
Selbst wenn erwiesen wäre, daß die Sache mit dem Passivrauch ein Ammenmärchen ist, würden Sebastian Frankenbergers stinkende Haare noch als erfolgreiches Argument für ein Rauchverbot vorgebracht.


Wobei dann in diesem Fall der Artikel 2 GG nicht mehr greifen würde; und die Berufsfreiheit der Wirte, juristisch gesehen, wieder dominieren würde.

Allerdings hätte ich auch bei einer eindeutigen Widerlegung der Passivrauchlüge meine Zweifel, dass das Karlsruher Oktett, sofern sich mit Papiers Abgang nicht ein Umdenken dort einstellte, ein derartiges RV kassieren würde.

Schließlich sagten sie ja sinngemäß, falls der gesetzgeber es für nötig erachtet, Nichtraucher vor Passivrauch zu schützen.....

In dieser Formulierung sehe ich nicht mal die objektive Wissenschaft als letzte Instanz für das, was wahr ist, sondern tatsächlich die Regierung / der Souverän.

Gruß, Mr.Marple
  

Ich habe noch nie gehört, dass einer seine Frau verprügelt hat, weil er zuviel geraucht hatte.
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ChristophL
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #51 - 09.07.10 um 01:00:53
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Quote:
Und das mit dem "Gestank" scheint sich auf die Generationen zu beschränken, die heute (max.) 40-45 Jahre alt sind. Ältere Leute (eben auch nichtrauchende!) bekennen sich - meiner Erfahrung nach - eher dazu, daß sie Tabakduft lieben.


Genau, und in anderen Teil der Welt, um Zé do Rock zu zitieren, weiß man in allen Altersgruppen noch gar nicht Tabakrauch stinken soll.
Wirklich interessant zu sehen, wie sich die Manipulation des Kopfes auf die Sinnesorgane auswirkt.

Was die verfassungsrechtliche Seite angeht, teile ich Mr. Marple's Einschätzung. Allerdings wären "bei einer eindeutigen Widerlegung der Passivrauchlüge", also einer öffentlichkeitswirksamen, die Karlsruher Richter vielleicht nicht mehr nötig.


  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #52 - 09.07.10 um 09:16:50
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Die neue Lust am Verbot*

Quote:
Natürlich ist Rauchen gesundheitsschädlich – aber um den Nichtraucherschutz allein geht es beim vehementen Kampf gegen den Qualm gar nicht. Es geht auch um schlichte Gängelei.


*Der Autor ist Raucher, Kaffee- und Weintrinker, bevorzugt Mineralwasser mit Kohlensäure und hält das Erlebnis fleischloser Mahlzeiten für überschätzt. Es geht ihm gut.

http://nachrichten.rp-online.de/politik/die-neue-lust-am-verbot-1.81349

Es wird in letzter Zeit immer mehr über Verbote geregelt. Es wird bald einen richtige Inflation geben.
Schon heute verstoße ich täglich mehrmals gegen irgendeines und ich muß sagen ich habe noch nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei!
Wenn kein Auto kommt, gehe ich auch schon mal bei Rot über die Straße. Gestern habe ich trotz Verbot meine Pommes in der Bahn gegessen. Meine Hemmungen Verbote nicht zu beachten sinken von Tag zu Tag und ich stehe damit sicher nicht alleine da.
Damit Verbote Beachtung finden, sollten sie so spärlich wie möglich erfolgen, ansonsten verlieren sie ihre Wirkung.
Was in den letzten Jahren passiert, halte ich für bedenklich. Verbote ohne Alternativen sind vorprogrammiert umgangen, oder einfach nicht beachtet zu werden.
Meiner Ansicht sollte der Staat um ein friedliches Miteinander bemüht sein, möglichst viele Bürger sollten sich in unserem Staat wohlfühlen. Dafür müssen Lösungen gefunden werden
Hierzu zählen nun auch mal Kompromisse und Ausnahmen.
Bei der Schweinegrippe konnte auch jeder entscheiden ob er sich impfen lassen hat. Wie wäre das nur ausgegangen hätte man mittels VE über eine Impfpflicht abgestimmt?

Ich mag nicht dran denken.

Schönen Tag noch, der Autor muss gleich noch mal gegen ein Verbot verstoßen, er entsorgt mal eben seine defekte elektrische Zahnbürste über die Restmülltonne   Zwinkernd


  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #53 - 09.07.10 um 09:46:35
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RaucherHB schrieb on 09.07.10 um 09:16:50:
Gestern habe ich trotz Verbot meine Pommes in der Bahn gegessen


solange du nicht anfängst dir eine plastikschüssel auszupacken, müsli aus einer tüte dareinschüttest, und dann ersten einen becher buttermilchyoghurt 5 minuten lange bis zum letzten tropfen mit einem plastiklöffel auskratzt, den aludeckel an der plastikschüssel abstreifst, um dann das gleiche nochmals mit dem zweiten becher zu veranstalten, dann die mischung in der schüssel verrührst und anfängst in der s-bahn dann dein yoghurt müsli zu löffeln, wie das gestern eine junge frau vollkommen ungerührt in der s-bahn getan hat, ist mir das vollkommen egal. ich habe nur draufgewartet, daß sie mit dem finger die reste aus der plastikschüssel holt........
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #54 - 09.07.10 um 10:23:03
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@ RaucherHB
Ein interessanter Text.
Als letzten Absatz muss der Autor allerdings zur Buße für das zuvor Geschriebene brav den Anti-Kotau machen, damit er nicht gar zu arg gerügt wird für seinen frechen Artikel  Durchgedreht
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #55 - 09.07.10 um 10:27:49
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auf eine interessante, bzw. aus meiner sicht bedenkliche folge des VEs bin ich hier gestoßen:

Quote:
Hätten die Nichtraucherschützer ihren am letzten Sonntag erfolgreichen Volksentscheid nicht in Bayern, sondern in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und im Saarland abgehalten, dann wäre er an einer zu niedrigen Wahlbeteiligung gescheitert.

Der Verein Mehr Demokratie will deshalb eine "Reformdebatte" anstoßen, die ein Absenken von Zulassungshürden und Quoren zur Folge haben soll.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32924/1.html
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sargnagel
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #56 - 09.07.10 um 12:38:43
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Quote:
Dieser Nürnberger klagt gegen das Oktoberfest

Lambert Forsbach (59) ist Raucher. Doch jetzt kämpft der Nürnberger für die strikte Einhaltung des Rauchverbots. Was ihn stört, ist die Extrawurst, mit der die Stadt München auf dem Oktoberfest weiterhin das Rauchen erlaubt.  …


http://www.abendzeitung.de/nuernberg/lokales/197857

Zu diesem Artikel gibt’s einen absolut geilen Psychotiker-Beitrag (der zudem nicht das Geringste mit dem behandelten Sachverhalt zu tun hat):
Quote:
Hab mal ne Frage. Wie ist das eigentlich mit meinem Nachbar, keine Angst ich nenne keine Namen, aber es er raucht ständig auf dem Balkon. Meine Frau und ich wollen ihn anzeigen. Jetzt ist es ja möglich. Nur das Problem, selbst wenn er in der Wohnung rauchen würde, zieht der Rauch ja auch zu uns nach oben. Wir sind eine zwar tolerante Familie, aber unsere Kinder wollen wir gesund aufziehen, ohne Drogen usw. Weiss jemand, gibt es eine Möglichkeit den Mietvertrag von ihm kündigen zu lassen, wir im Haus wollen keine Raucher! Die Stadt Nürnberg will uns nicht helfen, daher suchen wir im Internet Hilfe, wie kann man diesen Mann zum Ausziehen zwingen? Er muss einfach weg, bestimmt gibt es irgendwo Häuser für Raucher, aber bitte nicht bei uns. Hier sind alle moderne, ökologisch-lebende Familien, wir wollen diese Spiesser nicht !!!!!

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #57 - 09.07.10 um 13:40:21
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"Zu diesem Artikel gibt’s einen absolut geilen Psychotiker-Beitrag (der zudem nicht das Geringste mit dem behandelten Sachverhalt zu tun hat):..."

Könnte mir auch eine Strafe beim reinen Besitz von Zigaretten vorstellen und wer ein Feuerzeug hat ist von vorne herein schon Tatverdächtig.


Div. Volksentscheide stehen übrigends noch an:

"Ein AUSschluss div. Sportarten aus der Krankenversicherung"

"Ein AUS für 8 Jahre politisches Körperöffnungserkunden und doppelt soviel Rente als ein normaler Arbeiter, der 40 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat 

"Ein AUS für arbeitslose Looser in politischen Ämtern"

« Zuletzt geändert: 09.07.10 um 13:41:50 von EleeMU »  
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Quirinus
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #58 - 09.07.10 um 13:40:37
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Dazu fällt mir nur dieser alte Schlager von Udo Jürgens ein:

  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #59 - 09.07.10 um 15:09:02
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In Straubing am Gäubodenfolksfest wird jetzt ernst gemacht mit dem Rauchverboot. Die Stadt Straubing hat heute bekannt gegeben das es keine Ausnahmeregelungen wie in München geben wird.

Ich persönlich als Straubinger finde die konsequente Umsetzung richtig damit möglicht bald der Unsinn dieser Regelung besonders fürs Gäubodenvolksfest sichtbar wird.

http://www.idowa.de/straubinger-tagblatt/container/container/con/740194.html

  
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Zora
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #60 - 09.07.10 um 15:12:11
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perle schrieb on 09.07.10 um 10:27:49:
auf eine interessante, bzw. aus meiner sicht bedenkliche folge des VEs bin ich hier gestoßen:

Quote:
Hätten die Nichtraucherschützer ihren am letzten Sonntag erfolgreichen Volksentscheid nicht in Bayern, sondern in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und im Saarland abgehalten, dann wäre er an einer zu niedrigen Wahlbeteiligung gescheitert.

Der Verein Mehr Demokratie will deshalb eine "Reformdebatte" anstoßen, die ein Absenken von Zulassungshürden und Quoren zur Folge haben soll.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32924/1.html


au ja, perle, da hast du mal wieder zielsicher nach dem faulen apfel gegriffen, auch ich höre hier mehr als eine nachtigall trapsen.
einer der gründer und immer noch aktiv bei "mehr demokratie e.v.", der grüne gerald häfner, setzt sich schon seit jahren auf EU-ebene für rauchverbote ein. kurz vor dem volksentscheid war er zusammen mit frankenberger, ermer und anderen zu einem podiumsgespräch extra von münchen nach nürnberg gereist.
da weiß man schnell, woher der neue-quoren-wind weht.

http://www.mehr-demokratie.de/haefner.html

  

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perle
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #61 - 09.07.10 um 15:23:51
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@ Zora,

den verein hatten wir hier schon mal zum thema. ich glaube noch im alten forum. ist jedenfalls schon eine weile her. ich fand den laden von anfang an nicht sehr demokratisch.

ist für mich noch eine überflüssige NGO die ihr eigenes lobbysüppchen kochen will.

ich hab' jetzt nicht noch mal in den link geguckt, aber einer der initiatoren ist doch gerald häfner (übrigens ein begnadeter rhetoriker!) und ehemaliges? mitglied der grünen.
« Zuletzt geändert: 09.07.10 um 15:25:00 von perle »  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #62 - 09.07.10 um 17:10:26
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bei
Facebook Bayern Sagt Nein
gelesen

Info: es melden sich inzwischen Rechtsanwälte und Notare, die alle ernstzunehmende Vorschläge unterbreiten. Parallel werden Vorgehen geprüft, die von Popularklage bis zur Schadenersatzklage reichen. Wir bitten alle Diskutanten in dieser Gruppe, sich auf diesem Niveau einzubringen. Sachliche Beiträge, aber auch "Berichte von Betroffenen" helfen uns. Wir müssen die Fakten dokumentieren und als Beweis einbringen.
  
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xila
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #63 - 09.07.10 um 17:11:53
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mueller1965 schrieb on 08.07.10 um 18:38:03:
Hier eine Meldung des VEBWK:
Quote:
Update 8.7.2010:
Das Aktionsbündniss und seine Sprecher haben Klage gegen das geltende Gesetz ab 1.8.2010 eingereicht. Ein Bestandteil der Klage ist eine Schadensersatzklage von Wirten, die bauliche Veränderungen in Ihren Gaststätten vorgenommen haben, um Nebenräume für Raucher einzurichten. Der genau Wortlaut der Klage wird nachgereicht.


Die nächsten Verfassungsbeschwerden: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/region/muenchner-ziehen-vor-gericht-verfassu...

  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #64 - 09.07.10 um 17:14:37
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Aus einer privaten E-Mail von mir, geschrieben am 26. Mai:

Quote:
Glaubst du, das Thema wird vom Tisch sein, falls der Volksentscheid in deinem Sinne ausgeht? Ich vermute, dann geht es im Gegenteil erst richtig los, und zwar sowohl mit den Verstößen als auch mit Protesten. Irgendwie hält sich in Gastronomenkreisen wie bei Rauchern nämlich ziemlich hartnäckig das Gerücht, ein Ja beim Volksentscheid bedeute die Wiederkehr der Raucherclubs. Nicht jeder hätte da was dagegen.

[...]

Sollte nun statt dessen das kommen, was die Volksentscheids-Initiative haben will, geht das Theater vermutlich einfach noch einmal in eine neue Runde, diesmal wohl unter den Vorzeichen: Hat die bayerische Staatsregierung das nötige Geld und die kriminelle Energie, eine Regelung, die sie gar nicht gewollt hat, mit Brachialgewalt durchzusetzen, oder läßt sie sie dann einfach schleichend unterlaufen? Das letztere würde allerdings auch nicht gerade einfach, weil das Wutgeheul der Gastronomie vermutlich viel zu groß ausfallen würde, um irgendwas Unauffälliges zu bewerkstelligen. 

Ergebnis: keine Ahnung. Es wäre aber ganz bestimmt besser, es käme gar nicht erst dazu. Falls es doch dazu kommt, wundere dich jedenfalls nicht, falls es dir nicht gefällt. Meine Prognosen sind normalerweise nämlich gar nicht so schlecht. Bei der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen liege ich jedenfalls jeden Monat näher am tatsächlichen Ergebnis als die "Experten". Zwinkernd
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #65 - 09.07.10 um 22:46:51
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Dyckmans bezweifelt Verfassungsmäßigkeit eines bundesweiten Rauchergesetzes
Bundesregierung will sich mit den Ländern abstimmen

Quote:
Sie begrüße jedoch jede Initiative zum Nichtraucherschutz, sagte Dyckmans. Diese gehe nun darauf hinaus, dass man versucht über die Arbeitsstättenverordnung zu einer einheitlichen Regelung zu kommen. »Es ist richtig, dass das Bundesarbeitsministerium die Kompetenz für Regelungen in der Arbeitsstättenverordnung hat, aber verfassungsrechtlich ist es natürlich etwas schwierig, ob jetzt eine Bundesregelung die Entscheidungen, die die Länder schon im Gaststättenrecht getroffen haben, aushebeln kann«, erläuterte die Drogenbeauftragte. »Der Bund wird versuchen, gemeinsam mit den Ländern eine Regelung zu bekommen, dass wir weniger Ausnahmen haben." Hinter dieser Regelung stehe sie, fügte sie hinzu.


http://www.open-report.de/artikel/Dyckmans+bezweifelt+Verfassungsm%E4%DFigkeit+e...

Immerhin steht dort noch weniger und nicht keine Ausnahmen. Gilt dann Bundesrecht vor Landesrecht? Zwinkernd

Nachtrag: Sollte man bei der Arbeitsstättenverordnung  nicht erst mal andern Gesundheitsgefährdenden Dingen auf den Grund gehen?

Quote:
Studie: Arbeitnehmer immer häufiger psychisch krank
 

Quote:
Die Forscher werteten dafür die Krankheitsdaten von 9,7 Millionen erwerbstätigen AOK-Mitgliedern aus. Demnach sind psychisch bedingte Erkrankungen für die längsten Fehlzeiten in der Arbeitswelt verantwortlich. ,,Bei einer Atemwegserkrankung fehlt ein Beschäftigter im Schnitt 6,5 Tage, bei einer psychischen Erkrankung sind es fast 23 Tage??, sagte der Mitherausgeber der Studie und stellvertretender Geschäftsführer des Instituts, Helmut Schröder.

Schon jetzt sind psychische Erkrankungen zudem die häufigste Ursache für Frühverrentungen. 2007 begründete jeder Dritte seinen vorzeitigen Ausstieg aus dem Beruf mit hartnäckigen Depressionen oder anderen seelischen Störungen.


Vielleicht hilft mal eine kleine Rauchpause zwischendurch?  Zwinkernd

http://www.open-report.de/artikel/Studie%3A+Arbeitnehmer+immer+h%E4ufiger+psychi...

« Zuletzt geändert: 09.07.10 um 23:21:46 von RaucherHB »  

Verbote sind immer ein Zeichen von Hilflosigkeit!
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #66 - 10.07.10 um 00:15:19
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ich müßte mich jetzt schwer täuschen ...aber die Arbeitsstättenverordnung scheint mir eine ziemliche Luftblase....Jeder Inhaber geführte Laden kann eigentlich nicht davon betroffen sein.
  
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ChristophL
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #67 - 10.07.10 um 00:34:30
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Die Arbeitsstättenverordnung ist vor allem deshalb ein Problem, weil bei einer Verschärfung möglicherweise nicht nur die Gaststätten, sondern die um Größenordnungen gewaltigere Zahl anderer Unternehmen auch betroffen wäre, bis hin zu einem Totalverbot, wie etwa im UK.

Unternehmen ohne Arbeitnehmer fallen nicht darunter, wenn ich richtig informiert bin.
Ist ja bei den niederländischen Gaststätten ein großes Thema. Inklusive einer aktuellen Gerichtsentscheidung, das Rauchverbot solle auch den Wirt ohne Personal davor schützen, sich selbst Passivrauch auszusetzen.


  
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xila
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #68 - 10.07.10 um 17:50:06
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xila schrieb on 09.07.10 um 17:11:53:
mueller1965 schrieb on 08.07.10 um 18:38:03:
Hier eine Meldung des VEBWK:
Quote:
Update 8.7.2010:
Das Aktionsbündniss und seine Sprecher haben Klage gegen das geltende Gesetz ab 1.8.2010 eingereicht. Ein Bestandteil der Klage ist eine Schadensersatzklage von Wirten, die bauliche Veränderungen in Ihren Gaststätten vorgenommen haben, um Nebenräume für Raucher einzurichten. Der genau Wortlaut der Klage wird nachgereicht.


Die nächsten Verfassungsbeschwerden: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/region/muenchner-ziehen-vor-gericht-verfassu...



Hier der Volltext dieser Verfassungsbeschwerden:

http://www.vebwk.com/cms/upload/Bilder_113/PDF_113/Verfassungsbeschwerde.pdf
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #69 - 10.07.10 um 18:36:08
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Lesenswert.
Danke für den Link, Xila.

Das Argument, dass zum jetzigen Zeitpunkt ein totales RV in Bayern nicht mehr erforderlich und verhältnismäßig ist, somit der Urteisspruch aus Karlsruhe 2008 nicht mehr 1:1 anzuwenden ist, klingt logisch und plausibel, mit dem Verweis, dass es zum Ausführungszeitpunkt des Volksbegehrens ohnehin bereits 89 % rauchfreie Lokale gab.

So gesehen steht die Verhältnismäßigkeit des totalen RV in Frage, da sich die Umstände in Vergleich zu 2008 geändert haben.
Es gäbe ja beispielsweise die verhältnismäßigere Möglichkeit, dass die Kommunen "Raucher-Gaststättenkonzessionen" versteigern, die einen bestimmten Prozentsatz aller Gaststätten in der jeweiligen Kommune nicht überschreiten (z.B. 30 %, oder 11 % als eingependelte Zahl aus Bayern).

Auch der Exkurs in die Pharma-Hintergründe ist nicht schlecht, wobei ich dann doch erwarte, dass die Karlsruher Richter mal wieder auf Pontius Pilatus machen werden, bevor sie die wissenschaftlichen Grundlagen des Passivrauchens überhaupt hinterfragen.

Hätte ich gestern einem erneuten Zug nach Karlsruhe zu 100 % keine Chance gegeben, sehe ich das mit dem Text jetzt schon ein bißchen anders.

Gruß, Mr.Marple
« Zuletzt geändert: 10.07.10 um 18:38:08 von Mr.Marple »  

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Quirinus
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #70 - 10.07.10 um 18:55:33
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Zitat aus der Verfassungsbeschwerde:


Sind Raucher und Nichtraucher gleichberechtigt und räumt der Gesetzgeber der Gruppe der Nichtraucher das Recht ein, nicht durch Raucher belästigt zu werden, muss der Gesetzgeber auch den Rauchern das Recht einräumen, nicht durch Nichtraucher belästigt zu werden. Diesem Erfordernis wird das mit dieser Verfassungsbeschwerde angegriffene Gesetz nicht gerecht. Bei Beachtung des Gleichheitsgrundsatzes des Artikels 3 GG müsste der Gesetzgeber, falls er reine „Nichtrauchergaststätten“ zulässt, auch reine „Rauchergaststätten“ zulassen. „Nichtraucherschutz“ kann sich begrifflich logisch nicht auch auf „Raucher“ erstrecken.


Wunderbar! Beim Lesen sah ich unwillkürlich Charles Laughton vor mir.
« Zuletzt geändert: 10.07.10 um 18:56:25 von Quirinus »  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #71 - 10.07.10 um 19:04:40
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Wobei ich das nicht so formuliert hätte.
Ich hätte eher die Formulierung Karlsruhes aufgegriffen, dass der Nichtraucher ein Anrecht darauf habe, in Gastronomien am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Wenn der Nichtraucher dieses Recht haben soll, dann muss es auch der Raucher haben, notfalls in abgeschlossenen Räumen. Nur unter Rauchern, wenn er dies möchte.

Gruß, Mr.Marple
  

Ich habe noch nie gehört, dass einer seine Frau verprügelt hat, weil er zuviel geraucht hatte.
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #72 - 10.07.10 um 19:06:30
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Der Schluß liest sich allerdings, als wäre der Autor abrupt unterbrochen worden. Und einen sachlichen Fehler habe ich gefunden, nämlich

Quote:
Darüber hinaus ist festzustellen, dass die wesentliche Annahme in der o.g.
Arbeit des Deutschen Krebsforschungszentrums darin besteht, dass jeder
Nichtraucher, der an Lungenkrebs verstorben ist, der Gruppe "Tod durch
Passivrauchen" zuzuschreiben ist. "Passivrauchen" als Todesursache
kann jedoch wissenschaftlich einwandfrei nur dann als erwiesen gelten,
wenn eine Obduktion durchgeführt wurde. Es gibt keine andere Untersuchungsart
als eine Obduktion, um nachzuweisen, dass Lungenkrebs eines
Nichtrauchers auf Passivrauchen und nicht auf andere Ursachen (Luftverschmutzung,
etc.) zurückzuführen ist, sofern dies überhaupt möglich sein
sollte.


Das wird dort nirgends behauptet, und der Lungenkrebs spielt in der Passivrauchstudie überhaupt eine zahlenmäßig sehr viel kleinere Rolle als Herzinfarkt und Schlaganfall.

Wer bringt's dem Dr. Nerz schonend bei? Eine so brillante juristische Argumentation sollte nicht durch einen solchen unnötigen Fehler gefährdet werden. Man kennt ja mittlerweile die Stellungnahmen des DKFZ: Da wird der Schwachpunkt herausgepickt und lautstark begackert, in der Hoffnung, daß niemand merkt, daß dem gesamten Rest gar nicht widersprochen wurde.

  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #73 - 10.07.10 um 19:07:30
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Mr.Marple schrieb on 10.07.10 um 19:04:40:
Wobei ich das nicht so formuliert hätte.
Ich hätte eher die Formulierung Karlsruhes aufgegriffen, dass der Nichtraucher ein Anrecht darauf habe, in Gastronomien am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Wenn der Nichtraucher dieses Recht haben soll, dann muss es auch der Raucher haben, notfalls in abgeschlossenen Räumen. Nur unter Rauchern, wenn er dies möchte.

Gruß, Mr.Marple


Nee, so hätte das nicht funktioniert. Die Antwort von Juristenseite darauf lautet: Er kann ja am sozialen Leben teilnehmen, er hat nur gefälligst währenddessen nicht zu rauchen.

Das ist schon ganz richtig so, wie es dasteht.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #74 - 11.07.10 um 12:49:14
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Jetzt bleibt nur zu hoffen, daß das BVerfG es genauso sieht wie der Verfasser der Beschwerde.
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #75 - 11.07.10 um 13:32:03
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Quote:
Sind Raucher und Nichtraucher gleichberechtigt und räumt der Gesetzgeber der Gruppe der Nichtraucher das Recht ein, nicht durch Raucher belästigt zu werden, muss der Gesetzgeber auch den Rauchern das Recht einräumen, nicht durch Nichtraucher belästigt zu werden. Diesem Erfordernis wird das mit dieser Verfassungsbeschwerde angegriffene Gesetz nicht gerecht. Bei Beachtung des Gleichheitsgrundsatzes des Artikels 3 GG müsste der Gesetzgeber, falls er reine „Nichtrauchergaststätten“ zulässt, auch reine „Rauchergaststätten“ zulassen. „Nichtraucherschutz“ kann sich begrifflich logisch nicht auch auf „Raucher“ erstrecken.


das war für mich auch die schlagtreffendste ausführung in diesem text. er kommt dem ziemlich nahe, was ich schon einmal hier erwähnte. es war möglicherweise ein fehler der raucher, nicht von anfang darauf bestanden zu haben, nicht von nichtrauchern belästigt zu werden.

ich würde es sehr begrüßen, wenn das BVerfG diese auffassung teilen würde, zumal es ja der gleichbehandlung trotz allem verpflichtet ist.

und charles laughton paßt da ganz vorzüglich, Quirinus. Wie tolerant es damals zuging, kann man daran erkennen, daß ihm die schwester am ende sogar noch den cognac in der thermoskanne reicht, weil auch sie will, daß er weitermacht.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #76 - 12.07.10 um 13:30:19
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… und hier ein erster Entwurf für ein „Gütesigel“ der bayerischen Verbotsgastronomie

Wir wollen doch verhindern, dass der bayerischen Gastronomie die lehrreichen Erfahrungen,

die die Verbotsgastro beider Gefängnisinseln machen durfte, schnöde entgehen.

(...und die Raucher bedürfen offensichtlich gelegentlicher "Gedächtnisstützen")
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #77 - 12.07.10 um 14:06:01
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Mr.Marple schrieb on 10.07.10 um 19:04:40:
Ich hätte eher die Formulierung Karlsruhes aufgegriffen, dass der Nichtraucher ein Anrecht darauf habe, in Gastronomien am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Wenn der Nichtraucher dieses Recht haben soll, dann muss es auch der Raucher haben, notfalls in abgeschlossenen Räumen. Nur unter Rauchern, wenn er dies möchte.


In diesem Sinne hatte sich bereits Bundesverfassungsrichter Masing in seinem Minderheitsvotum gegen ein absolutes Rauchverbot geäußert. Denn es könne nicht angehen, daß Nichtraucher, wenn ihre Anwesenheit unerwünscht ist, den Rauchern ein Rauchverbot aufzwingen.

Mit Masings Auffassung hatte sich der 1. Senat vor seiner Entscheidung vom 30. Juli 2008 auseinandergesetzt und trotzdem - ungefragt - ein absolutes Rauchverbot für verfassungsgemäß gehalten. Seit dieser Entscheidung fand nur ein Richterwechsel statt (Richter Gaier statt Präsident Papier). Wer, bitte schön, glaubt ernsthaft, daß die neue Verfassungsbeschwerde auch nur einen Hauch von Erfolgschance hat? Falls sie überhaupt zur Entscheidung angenommen werden sollte, wird sie wahrscheinlich mit dem folgenden Argument zurückgewiesen werden:
Zwar gebe es jetzt im Gegensatz zu 2008 ca. 90% Nichtrauchergaststätten, so daß der Besuch eines NR in einer Rauchergaststätte wegen vorhandener Alternativen als Willensentscheidung zu werten sei. Deswegen sei er aber nicht schutzlos, sondern müsse trotzdem vor dem so gefährlichen Passivrauch geschützt werden. und blablabla wie gehabt. Der Gesetzgeber - das Volk! - könne sich für eine solch rigorose Regelung entscheiden, weil sie etwa einfacher kontrollierbar sei und die Beeinträchtigung der Raucher, die ja nur zeitweilig vor die Tür müßten, verhältnismäßig zumutbar sei.

M.a.W.: Was Masing an der Entscheidung vom 30.07.2008 kritisierte, stößt bei diesem Senat ob seiner Prohibitionsgesinnung auf taube Ohren. Selbst wenn ein Gastwirt qua Hausrecht allen Nichtrauchern den Zutritt verwehrte, hält das BVerfG dort ein gesetzliches Rauchverbot für verfassungsgemäß!
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Prominente Unterstützung für die Aufweichung des Rauchverbot
Antwort #78 - 12.07.10 um 14:07:34
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Herr Sebastian Frankenberger unterstützt Ausnahmeregelungen für Shisha Bars und Zigarren Lounges in Bayern.

Quote:
Hoffnung macht der Zigarrenlounge-Inhaberin ausgerechnet der Initiator des «Volksbegehrens für echten Nichtraucherschutz», Sebastian Frankenberger (ÖDP). Man müsse zunächst abwarten, wie die Ausführungsbestimmungen des Gesundheitsministeriums für das neue Gesetz ausfallen, sagt er. Außerdem sei es auch durchaus möglich, dass für Zigarrenlounges und Wasserpfeifenbars eine Ausnahmegenehmigung über das Gaststättengesetz erteilt werde. Damit hätte Frankenberger nach eigenem Bekunden kein Problem. «Ich kenne Frau Klever recht gut», berichtet er. «Ich drücke ihr auch die Daumen, dass das klappt.»


http://www.ad-hoc-news.de/zigarrenlounge-in-nuernberg-nach-rauchverbot-vor-dem-a...
  
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Re: Prominente Unterstützung für die Aufweichung des Rauchverbot
Antwort #79 - 12.07.10 um 14:23:28
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LocalPlayer schrieb on 12.07.10 um 14:07:34:
Herr Sebastian Frankenberger unterstützt Ausnahmeregelungen für Shisha Bars und Zigarren Lounges in Bayern.

Quote:
Hoffnung macht der Zigarrenlounge-Inhaberin ausgerechnet der Initiator des «Volksbegehrens für echten Nichtraucherschutz», Sebastian Frankenberger (ÖDP). Man müsse zunächst abwarten, wie die Ausführungsbestimmungen des Gesundheitsministeriums für das neue Gesetz ausfallen, sagt er. Außerdem sei es auch durchaus möglich, dass für Zigarrenlounges und Wasserpfeifenbars eine Ausnahmegenehmigung über das Gaststättengesetz erteilt werde. Damit hätte Frankenberger nach eigenem Bekunden kein Problem. «Ich kenne Frau Klever recht gut», berichtet er. «Ich drücke ihr auch die Daumen, dass das klappt.»


http://www.ad-hoc-news.de/zigarrenlounge-in-nuernberg-nach-rauchverbot-vor-dem-a...


Zum 100. Mal: Wenn diese Frau Klever ihre Zigarrenlounge in der Weise betreibt, daß ihr Betrieb "weder jedermann noch bestimmten Personenkreisen" (§ 1 Gaststättengesetz) zugänglich ist, dann betreibt sie keine Gaststätte und darf dort Getränke und Speisen verabreichen. Sie wäre schlau, würde sie schnellstmöglich zum Beispiel einen Verein aus ihren Kunden gründen und sich selbst in kontrollierbarer Weise auferlegen,
1.) ab 01.08.10 nur ihr namentlich bekannte Mitglieder dieses Vereins einzulassen (keine "Schnupper"-Mitgliedschaften) und
2.) dafür zu sorgen, daß eine Mitgliedschaft nicht ad hoc, quasi sofort an der Tür, erworben werden kann (mehrtägige Aufnahmeprozedur)
Wer dies als sogenannter Raucherclub unter Geltung des alten bayerischen Rauchverbotsgesetzes unter Ausnutzung der damaligen Klausel für "geschlossene Gesellschaften" tat, d.h. in vorbezeichneter kontrollierter Weise, war übrigens schon damals keine Gaststätte!
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #80 - 12.07.10 um 14:33:55
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und wieso kann herr frankenberger mit dieser lösung leben, aber nicht mit der raucherkneipe, wo kein nichtraucher hingeht?

habe ich was verpaßt?
  

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Re: Prominente Unterstützung für die Aufweichung des Rauchverbot
Antwort #81 - 12.07.10 um 14:37:40
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bom schrieb on 12.07.10 um 14:23:28:
2.) dafür zu sorgen, daß eine Mitgliedschaft nicht ad hoc, quasi sofort an der Tür, erworben werden kann (mehrtägige Aufnahmeprozedur)
Wer dies als sogenannter Raucherclub unter Geltung des alten bayerischen Rauchverbotsgesetzes unter Ausnutzung der damaligen Klausel für "geschlossene Gesellschaften" tat, d.h. in vorbezeichneter kontrollierter Weise, war übrigens schon damals keine Gaststätte!


Nach dem bayerischen Gaststättengesetz erfordert jede kommerzielle (mit Gewinnabsicht) Abgabe von alkoholischen Getränken eine Gaststättenlizenz. Die früheren Raucherclubs waren auch Gaststätten nur waren sie nicht öffentlich zugänglich.

Ausgenommen von den Rauchverboten sind nur Vereinsräumlickeiten ohne komerzielle Nutzung. Beispiel: Der Verein kauft das Bier und die Mitglieder holen sich die Getränke zum Selbstkostenpreis aus dem Kühlschrank.

Das Schlupfloch Raucherclub oder geschlossene Gesellschaft existiert nicht.
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #82 - 12.07.10 um 14:41:08
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perle schrieb on 12.07.10 um 14:33:55:
und wieso kann herr frankenberger mit dieser lösung leben, aber nicht mit der raucherkneipe, wo kein nichtraucher hingeht?

habe ich was verpaßt?


Herr Frankenberger möchte natürlich ungern mit den realen Folgen des Rauchverbots ab 1. August in Verbindung gebracht werden.
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #83 - 12.07.10 um 14:54:49
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"Herr Sebastian Frankenberger unterstützt Ausnahmeregelungen für Shisha Bars und Zigarren Lounges in Bayern."

Soll ich jetzt lachen oder weinen ?

Mein Vorschlag: Holen wir Sebastian Frankenberger in unsere Reihen, er soll sich tatkräftig einsetzen für Ausnahmeregelungen in der Gastronomie. Vielleicht mit einer Volksabstimmung ? Mit seinen Erfahrungen, ideal !

Ich liebe diesen Mann  Laut lachend
« Zuletzt geändert: 12.07.10 um 14:55:38 von shadu »  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #84 - 12.07.10 um 15:00:13
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LocalPlayer schrieb on 12.07.10 um 14:41:08:
Herr Frankenberger möchte natürlich ungern mit den realen Folgen des Rauchverbots ab 1. August in Verbindung gebracht werden. 


vor allem nicht von den inhabern/pächtern der shisha-bars.....
  

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Re: Prominente Unterstützung für die Aufweichung des Rauchverbot
Antwort #85 - 12.07.10 um 15:23:38
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LocalPlayer schrieb on 12.07.10 um 14:37:40:
Nach dem bayerischen Gaststättengesetz erfordert jede kommerzielle (mit Gewinnabsicht) Abgabe von alkoholischen Getränken eine Gaststättenlizenz. Die früheren Raucherclubs waren auch Gaststätten nur waren sie nicht öffentlich zugänglich.

Ausgenommen von den Rauchverboten sind nur Vereinsräumlickeiten ohne komerzielle Nutzung. Beispiel: Der Verein kauft das Bier und die Mitglieder holen sich die Getränke zum Selbstkostenpreis aus dem Kühlschrank.




Wenn jede "kommerzielle (mit Gewinnabsicht) Abgabe von alkoholischen Getränken" eine Gaststättenlizenz erforderte, bräuchte aldi ja auch eine.
Ich empfehle: § 1 Gaststättengesetz lesen!


  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #86 - 12.07.10 um 15:35:40
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LocalPlayer schrieb on 12.07.10 um 14:41:08:
Herr Frankenberger möchte natürlich ungern mit den realen Folgen des Rauchverbots ab 1. August in Verbindung gebracht werden.


Vor Allem möchte Herr Frankenberger nicht, dass die clevere Frau Klever unter vielfältiger Medienbeachtung ein Konzept entwickelt, welches auch für andere Lokale eine Alternative darstellt und somit zu einem Flächenbrand in ganz Bayern werden könnte, der die "rauchfreie Gastronomie" endgültig ad absurdum führt.

Daher der Versuch, die Dame durch das Zuckerl einer Ausnahmegenehmigung davon abzuhalten, zuviel Staub aufzuwirbeln.

In der Zigarrenlounge gehen Nürnbergs hochkarätigste Anwälte, Notare, Richter und Steuerberater ein und aus. Und von denjenigen, deren Kinder ich unterrichte, weiß ich, dass sie nicht im Traum daran denken, sich vom einfachen Volk in einer Abstimmung ihr rauchiges Refugium wegnehmen zu lassen. Wenn Frankenberger Widerstand mit hand und Fuß zu fürchten hat, dann von dort.

Gruß, Mr.Marple
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #87 - 12.07.10 um 15:43:13
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Quote:
Zum 100. Mal: Wenn diese Frau Klever ihre Zigarrenlounge in der Weise betreibt, daß ihr Betrieb "weder jedermann noch bestimmten Personenkreisen" (§ 1 Gaststättengesetz) zugänglich ist, dann betreibt sie keine Gaststätte ....


Bom, eine Verständnisfrage, wenn´s um juristische Begrifflichkeiten geht:

Ich kenne den Satz im GastG. Dort heißt es, Gaststätte, falls "jedermann oder bestimmten Personenkreisen zugänglich". Damit habe ich auch kein Problem, da sich beide Formulierungen gegenseitig ausschließen, und (nach meinem Verständnis) alle denkbaren Varianten vollends abdecken.

Du schreibst:
"Weder jedermann, noch bestimmten Personenkreisen zugänglich...".
Wie soll das bitte gehen?
Danach müsste es ja eine dritte Variante geben, wenn diese beiden Formulierungen nicht alle denkbaren Varianten abdecken.

Gerne auch per PN.

Gruß, Mr.Marple
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #88 - 12.07.10 um 15:47:08
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Mr.Marple schrieb on 12.07.10 um 15:35:40:
LocalPlayer schrieb on 12.07.10 um 14:41:08:
Herr Frankenberger möchte natürlich ungern mit den realen Folgen des Rauchverbots ab 1. August in Verbindung gebracht werden.


Vor Allem möchte Herr Frankenberger nicht, dass die clevere Frau Klever unter vielfältiger Medienbeachtung ein Konzept entwickelt, welches auch für andere Lokale eine Alternative darstellt und somit zu einem Flächenbrand in ganz Bayern werden könnte, der die "rauchfreie Gastronomie" endgültig ad absurdum führt.

Daher der Versuch, die Dame durch das Zuckerl einer Ausnahmegenehmigung davon abzuhalten, zuviel Staub aufzuwirbeln.

In der Zigarrenlounge gehen Nürnbergs hochkarätigste Anwälte, Notare, Richter und Steuerberater ein und aus. Und von denjenigen, deren Kinder ich unterrichte, weiß ich, dass sie nicht im Traum daran denken, sich vom einfachen Volk in einer Abstimmung ihr rauchiges Refugium wegnehmen zu lassen. Wenn Frankenberger Widerstand mit hand und Fuß zu fürchten hat, dann von dort.

Gruß, Mr.Marple


Seit wann hätte Frankenberger denn die Macht und die Möglichkeit, solche Zuckerl zu verschenken? Sein Gesetzentwurf ist vom "Volk" akzeptiert worden. Ausnahmegenehmigung sind in ihm explizit nicht vorgesehen. Das gilt auch dann, wenn er selbst sie ausdrücklich haben will.

  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #89 - 12.07.10 um 16:05:22
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Mr.Marple schrieb on 12.07.10 um 15:43:13:
Du schreibst:
"Weder jedermann, noch bestimmten Personenkreisen zugänglich...".
Wie soll das bitte gehen?
Danach müsste es ja eine dritte Variante geben, wenn diese beiden Formulierungen nicht alle denkbaren Varianten abdecken.


Nicht jedes gewerbliche Verabreichen von Speisen und/oder Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle begründet die Gaststätteneigenschaft, sondern nur, wenn der Betrieb "jedermann oder bestimmten Personenkreisen zugänglich" ist.

"Jedermann oder bestimmten Personenkreisen zugänglich" heißt nicht, daß der Betrieb unter allen Varianten seiner Zugänglichkeit Gaststätte ist. Sonst wäre die Einschränkung "jedermann oder bestimmten Personenkreisen zugänglich" nämlich überflüssig.

Wenn ein Betrieb, der im übrigen die oben genannten Voraussetzungen erfüllt, nur ganz bestimmten, namentlich dem Wirt bekannten Personen zugänglich ist und die Anzahl dieser Personen überschaubar und im Bestand nicht oder wenig fluktuativ ist, dann ist das nicht mehr "jedermann" und auch nicht ein "bestimmter Personenkreis" im Sinne von § 1 GastG.

"Bestimmter Personenkreis" im Sinne von § 1 GastG ist zum Beispiel: Schwule, Hertha-Fans (falls es die noch gibt), Raucher, Frauen, Heavy-Metal-Fans.

Nicht mehr "Bestimmter Personenkreis" sondern enger, wäre z.B: Herr X, wohnhaft ..., PA-Nr...., Frau A wohnhaft ..., PA-Nr...., usw.

Und diese individuell bekannten Personen sind zweckmäßigerweise - nicht zwingend, sondern nur aus Gründen besserer Kontrollierbarkeit des Lokalzugangs - in einem Verein zu organisieren. Der Verein wird dabei aber weder Träger noch Inhaber des Lokals; er bleibt eine Art Kundenclub wie die Einfach-Mitglieder des VEBWK.

Hab ich vor zweieinhalb Jahren in diesem Forum bereits alles dargestellt. Ist nichts neues und wird meines Wissens von schweizer Wirten bereits praktiziert. Die Schweiz hat offenbar einen ähnlichen Gaststättenbegriff - und mutigere Wirte!

  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #90 - 12.07.10 um 18:44:03
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Zigarrenlounge in Nürnberg nach Rauchverbot vor dem Aus

Mit dem in einem Volksentscheid beschlossenen absoluten Rauchverbot in Bayern steht nun Klevers Existenz und die von sechs Angestellten und zwei Auszubildenden auf dem Spiel. «Am Tag nach dem Entscheid war ich völlig leer und habe nur geweint», sagt Klever.

Viel Energie hat die Geschäftsfrau in die Lounge mit ihren etwa 30 Sitzplätzen gesteckt - aber auch rund 800 000 Euro in die Ausstattung etwa mit kubanischen Möbeln. Alleine 100 000 Euro kostete die aufwendige Be- und Entlüftung. Um den Kredit zu bekommen, hatte Klever sogar ihre Altersversorgung verpfändet. Abzahlen habe sie bislang kaum etwas können, sagt sie. Und so habe keine 24 Stunden nach dem Entscheid die Bank bei ihr angerufen und um ein Gespräch gebeten. «Mir bleibt nichts, wenn ich die Lounge schließen muss», sagt Klever.

http://tinyurl.com/32dyabq
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #91 - 12.07.10 um 18:53:50
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Jedenfalls spaltet dieses Frankenberger-Zitat gerade seine Anhängerschaft ganz gewaltig.  Cool
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #92 - 12.07.10 um 19:53:29
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shadu schrieb on 12.07.10 um 18:44:03:
Zigarrenlounge in Nürnberg nach Rauchverbot vor dem Aus

Mit dem in einem Volksentscheid beschlossenen absoluten Rauchverbot in Bayern steht nun Klevers Existenz und die von sechs Angestellten und zwei Auszubildenden auf dem Spiel. «Am Tag nach dem Entscheid war ich völlig leer und habe nur geweint», sagt Klever.

Viel Energie hat die Geschäftsfrau in die Lounge mit ihren etwa 30 Sitzplätzen gesteckt - aber auch rund 800 000 Euro in die Ausstattung etwa mit kubanischen Möbeln. Alleine 100 000 Euro kostete die aufwendige Be- und Entlüftung. Um den Kredit zu bekommen, hatte Klever sogar ihre Altersversorgung verpfändet. Abzahlen habe sie bislang kaum etwas können, sagt sie. Und so habe keine 24 Stunden nach dem Entscheid die Bank bei ihr angerufen und um ein Gespräch gebeten. «Mir bleibt nichts, wenn ich die Lounge schließen muss», sagt Klever.

http://tinyurl.com/32dyabq


das ist ja absolut ekelhaft. die stadt nürnberg, mit ihrer ganz und gar unrühmlichen jüngeren vergangenheit, brüstet sich wieder mit denunzianten anstatt sich davon zu distanzieren. als mensch, der seit vielen jahren in dieser stadt lebt, schäme ich mich unglaublich.

Quote:
Bei der Stadt Nürnberg sieht man das Problem pragmatisch. Geraucht werden dürfe in der Lounge auch weiterhin, sagt Rainer Lenzner vom Ordnungsamt. «Sie dürfen nur keinen Gaststättenbetrieb aufrecht erhalten» - also keinerlei Speisen oder Getränke anbieten. Auch die teure Belüftungsanlage sei für eine Lizenz «vollkommen uninteressant», sagt der Sachgebietsleiter für Gaststättenrecht und fügt hinzu: «Ausnahmen sind in dem Gesetz nicht vorgesehen.» Zwar werde die Stadt die Kontrollen wegen Personalmangel nicht verschärfen, doch die Befürworter des Rauchverbots kontrollierten selbst und meldeten jeden Verstoß umgehend beim Amt. «Im Prinzip ist es gar nicht notwendig, dass wir selbst rausgehen», sagt Lenzner.


  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #93 - 12.07.10 um 20:15:40
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Quote:
doch die Befürworter des Rauchverbots kontrollierten selbst und meldeten jeden Verstoß umgehend beim Amt.


ach, die befürworter kontrollieren selbst, stand das auch in dem VE, daß die befürworter dann auch gleichzeitig aufgaben des ordnungamts übernehmen werden?
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #94 - 12.07.10 um 23:02:06
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Zora schrieb on 12.07.10 um 19:53:29:
das ist ja absolut ekelhaft. die stadt nürnberg, mit ihrer ganz und gar unrühmlichen jüngeren vergangenheit, brüstet sich wieder mit denunzianten anstatt sich davon zu distanzieren. als mensch, der seit vielen jahren in dieser stadt lebt, schäme ich mich unglaublich.


Da bleibt ja wirklich nur zu hoffen, dass dieses widerwärtige Denunziantengesindel a la Ermel und Co bei seiner "Mission" so dermaßen aufs Maul kriegt, dass sich die Fuzzis aus dem Stadtparlament schon selbst bequemen und auf Patrouille gehen müssen.

So könnten diese Herrschaften und Dämlichkeiten dann auch endlich mal mit der viel beschworenen "Bürgernähe" Ernst machen und alle würden sie - da bin ich mir absolut sicher - ganz furchtbar lieb haben ... - Oder etwa doch nicht? Zwinkernd

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #95 - 13.07.10 um 06:35:33
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Zora schrieb on 12.07.10 um 19:53:29:
shadu schrieb on 12.07.10 um 18:44:03:
Zwar werde die Stadt die Kontrollen wegen Personalmangel nicht verschärfen, doch die Befürworter des Rauchverbots kontrollierten selbst und meldeten jeden Verstoß umgehend beim Amt. «Im Prinzip ist es gar nicht notwendig, dass wir selbst rausgehen», sagt Lenzner.



Ich würde das so übersetzen: " Ihr habt dem Mist eingebrockt, nun kümmert euch auch selbst darum!"
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #96 - 13.07.10 um 07:11:10
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Achim schrieb on 13.07.10 um 06:35:33:
Zora schrieb on 12.07.10 um 19:53:29:
shadu schrieb on 12.07.10 um 18:44:03:
Zwar werde die Stadt die Kontrollen wegen Personalmangel nicht verschärfen, doch die Befürworter des Rauchverbots kontrollierten selbst und meldeten jeden Verstoß umgehend beim Amt. «Im Prinzip ist es gar nicht notwendig, dass wir selbst rausgehen», sagt Lenzner.



Ich würde das so übersetzen: " Ihr habt dem Mist eingebrockt, nun kümmert euch auch selbst darum!"


Siehe hierzu auch die Auffassung des Oberbürgermeisters von Waldshut-Tiengen (in BW): http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/waldshut-tiengen/Stadt-laesst-Rauchver...
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #97 - 13.07.10 um 08:38:40
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xila schrieb on 13.07.10 um 07:11:10:
Siehe hierzu auch die Auffassung des Oberbürgermeisters von Waldshut-Tiengen


ich hoffe, ihm ist klar, daß er es dann mit hunderten "knöllchen-horsts" zu tun bekommt.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #98 - 13.07.10 um 09:01:34
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perle schrieb on 13.07.10 um 08:38:40:
xila schrieb on 13.07.10 um 07:11:10:
Siehe hierzu auch die Auffassung des Oberbürgermeisters von Waldshut-Tiengen


ich hoffe, ihm ist klar, daß er es dann mit hunderten "knöllchen-horsts" zu tun bekommt.


???

Er beschrieb nicht seine künftigen Pläne, sondern die seit langem ausgeübte Praxis.

Quote:
Seit der öffentlichen Debatte Ende 2008 habe es „zwei oder drei Beschwerden“ gegeben, erinnert sich Volker Tetzlaff. In diesen Fällen „reden wir mit den Wirten“, so der Amtsleiter, man stoße durchaus auf Verständnis.


  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #99 - 13.07.10 um 09:20:51
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Wo Rauch ist, ist auch Feuer - Was passiert jetzt?

Die Entscheidung der bayerischen Wähler für einen konsequenteren Nichtraucherschutz wird derzeit weit über die Grenzen des Freistaats hinaus diskutiert. Ihre Befürworter sehen die Chance, im Rest der Republik ähnliche Initiativen zu gewinnen.

So nutzte die ÖDP das Medieninteresse um den Start einer analogen Kampagne in Hamburg zu bewerben und die designierte niedersächsische Minderheitsregierungschefin Hannelore Kraft (SPD) befleißigte sich zu erklären, man habe sowieso vor gehabt, im Rahmen der Koalitionsvereinbarung "über dieses Thema zu sprechen".

Die Rauchverbotsgegner wirken weniger organisiert. Auf überregionale Strukturen wie sie die an "Ja zum Nichtraucherschutz" beteiligten Parteien besitzen, kann (und will) "Bayern sagt Nein" nicht zurückgreifen. Auf "ihren Bergmüller" werden der Bundesverband der Zigarettenindustrie und die anderen Gegen-Initiatoren im Kampf um Hamburg oder Hannover nicht zurückgreifen können.

Es geht aber längst um mehr als verqualmte Kneipen. Ähnlich den sich heimtückisch verbreitenden Schwaden passiven Tabakrauchs, greift die Diskussion über das Für und Wider strengerer Nichtraucherregeln auf andere Politikbereiche über. So beschwerte sich Julia Seeliger angesichts der Bündnisgrünen Unterstützung für das "totale Rauchverbot" bitterlich über mangelhaftes Freiheitsverständnis ihrer Grünen Parteifreunde.

    Dieser ganze Quatsch, den die Nannies da regelmäßig veranstalten, ist nicht durch Beschlüsse auf Bundesebene gedeckt. Bei den Netzsperren nicht, und bei der Anti-Rauch-Intiative auch nicht.
    ...
    Es ist wohl eher eine tiefsitzende Einstellung des "Ich kann es besser und helfe deinem schwachen Fleisch mit einem Verbot". Was mehr und mehr nervt.

    Aus "Rauchverbot: Die Grünen Nannies" von Julia Seeliger

Es scheint im öffentlichen Diskurs immer weniger um den Gesundheitsschutz der Nichtraucher und dafür mehr und mehr um den zulässigen Grad der Selbstschädigung durch die individuelle Lebensgestaltung zu gehen. Wesentlich spannender als die Frage nach der "richtigen Menge Verbot" wird wohl die Frage nach der "richtigen Menge Überwachung des Verbots" werden. Und wer, wen, wann und in wessen Auftrag überwacht und straft, das sucht man im Initiativtext vergeblich.

Welche Auswirkungen der Willen der bayerischen Wähler auf das Leben der (Nicht-)Raucher und Gastwirte haben wird, ist zweifelhaft. Die realpolitische Tragweite der Wählerentscheidung wird aus meiner Sicht von beiden Fraktionen bewusst überschätzt...
Aber das diskutieren wir ein anderes Mal, ich rauch jetzt erstmal ne Zigarette Smiley

Quelle
  

www.sackstark.info - heute schon gelesen?
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #100 - 13.07.10 um 10:30:49
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es geht immer deutlicher zur sache:

http://www.abendzeitung.de/muenchen/198055

Quote:
Reiner Knäusl, Geschäftsführer des Bayerischen Städtetags, erklärt aber: „Wenn sich herausstellen sollte, dass es nach wie vor so etwas wie Raucherclubs gibt oder sonstige Umgehungen mit Hilfe geschlossener Gesellschaften, wird sich die Frage stellen, ob unsere Ämter das nötige Kontrollpersonal haben.“ Oder: Ob die Kommunen dann im Raucherkrieg aufrüsten müssen.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #101 - 13.07.10 um 13:15:42
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xila schrieb on 13.07.10 um 09:01:34:
Er beschrieb nicht seine künftigen Pläne, sondern die seit langem ausgeübte Praxis. 


entschuldigung, ich ging davon aus, die kontrollen bezögen sich auf die zeit nach dem 1.8.2010. daß da die initiatoren des VE sich dann auf "streife" begeben.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #102 - 13.07.10 um 13:19:17
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Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 09:20:51:
Es scheint im öffentlichen Diskurs immer weniger um den Gesundheitsschutz der Nichtraucher und dafür mehr und mehr um den zulässigen Grad der Selbstschädigung durch die individuelle Lebensgestaltung zu gehen. 


Yep, ich glaube, daß ist der Knackpunkt.

Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 09:20:51:
Welche Auswirkungen der Willen der bayerischen Wähler auf das Leben der (Nicht-)Raucher und Gastwirte haben wird, ist zweifelhaft. Die realpolitische Tragweite der Wählerentscheidung wird aus meiner Sicht von beiden Fraktionen bewusst überschätzt...


Es gilt jetzt wohl, mit Getöse die Claims abzustecken. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Lieber Gruß
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #103 - 13.07.10 um 13:21:19
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perle schrieb on 13.07.10 um 13:15:42:
xila schrieb on 13.07.10 um 09:01:34:
Er beschrieb nicht seine künftigen Pläne, sondern die seit langem ausgeübte Praxis. 


entschuldigung, ich ging davon aus, die kontrollen bezögen sich auf die zeit nach dem 1.8.2010. daß da die initiatoren des VE sich dann auf "streife" begeben.


Ach so! Du dachtest sicher, Waldshut-Tiengen liegt in Bayern. Tatsächlich liegt es in Baden-Württemberg, wo sich nichts ändert, sondern das Thema wohl nur deshalb auf der lokalen Ebene wieder in die Zeitung kam, weil gerade alle Welt darüber spricht.  Smiley

« Zuletzt geändert: 13.07.10 um 13:21:56 von xila »  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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perle
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #104 - 13.07.10 um 13:24:23
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xila schrieb on 13.07.10 um 13:21:19:
Ach so! Du dachtest sicher, Waldshut-Tiengen liegt in Bayern. Tatsächlich liegt es in Baden-Württemberg, wo sich nichts ändert, sondern das Thema wohl nur deshalb auf der lokalen Ebene wieder in die Zeitung kam, weil gerade alle Welt darüber spricht.


gnade! ich habe nur bis "waldshut" gelesen, das "tiengen" ging unter, ist halt nicht so nette Person heiß momentan.......... Smiley
  

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ChristophL
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #105 - 13.07.10 um 13:40:06
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Quote:
ich habe nur bis "waldshut" gelesen, das "tiengen" ging unter,


Gibt es denn in Bayern ein Waldshut ohne Tiengen?
  
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sargnagel
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #106 - 13.07.10 um 13:43:49
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Quote:
Rauchverbot: Jan Fedder will nicht mehr in Bayern drehen
...
„Ich lasse mir von niemandem sagen, was ich zu tun oder zu lassen habe. Ich fühle mich in eine Zeit zurückversetzt, in der Bevormundung, Bespitzelung und blinder Aktionismus stattfand.“


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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #107 - 13.07.10 um 13:46:03
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RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:41:40:
Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

Thomas Hacker, dem Chef der Liberalen im Landtag, stinkt die Ausnahme für das Oktoberfest 2010 und fordert gleiches Recht für alle. Grüne: „Er ist eine beleidigte Leberwurst“.

Neue Taktik unentschlossen

http://www.abendzeitung.de/muenchen/197542







Thomas Hacker tickt offenbar nicht richtig.

Von dieser FDP ist wohl auch nichts mehr zu erwarten.        Augenrollen
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #108 - 13.07.10 um 14:25:20
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LocalPlayer schrieb on 12.07.10 um 14:41:08:
perle schrieb on 12.07.10 um 14:33:55:
und wieso kann herr frankenberger mit dieser lösung leben, aber nicht mit der raucherkneipe, wo kein nichtraucher hingeht?

habe ich was verpaßt?


Herr Frankenberger möchte natürlich ungern mit den realen Folgen des Rauchverbots ab 1. August in Verbindung gebracht werden.






So sieht es aus.

Kann durchaus sein, daß er demnächst mit bankrotten Wirten zu tun haben wird. Dann gibt´s vermutlich Dresche.       Laut lachend
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #109 - 13.07.10 um 14:31:26
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Destruktor schrieb on 13.07.10 um 13:46:03:
RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:41:40:
Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

Thomas Hacker, dem Chef der Liberalen im Landtag, stinkt die Ausnahme für das Oktoberfest 2010 und fordert gleiches Recht für alle. Grüne: „Er ist eine beleidigte Leberwurst“.

Neue Taktik unentschlossen

http://www.abendzeitung.de/muenchen/197542



Thomas Hacker tickt offenbar nicht richtig.

Von dieser FDP ist wohl auch nichts mehr zu erwarten.        Augenrollen


Ich hatte es an anderer Stelle schon angemerkt:
Ich finde die Haltung der FDP und die von Hr. Hacker klasse.
Warum sollten wir den Bayern ein kuscheliges Oktoberfest gönnen?
Gerade weil es sich um die Jubiläumswiesn handelt, soll es gerade dort gleich ordentlich scheppern.
Gerade die Wiesnwirte scheren sich einen Scheißdreck um die kleinen Kneipen und haben uns viele "Nein" Stimmen gekostet.

  
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sargnagel
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #110 - 13.07.10 um 14:39:27
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Quote:
Gerade weil es sich um die Jubiläumswiesn handelt, soll es gerade dort gleich ordentlich scheppern.


Genau diese Art GUTEN EINSTIEG wollen sie offensichtlich vermeiden. Warum sonst die Ausnahmeregel?  KRACHEN SOLL'S...
« Zuletzt geändert: 13.07.10 um 14:40:12 von sargnagel »  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #111 - 13.07.10 um 14:43:20
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Berlin-Mindplayer schrieb on 13.07.10 um 14:31:26:
Ich finde die Haltung der FDP und die von Hr. Hacker klasse.
Warum sollten wir den Bayern ein kuscheliges Oktoberfest gönnen?


Genau! Beim Münchener Oktoberfest werden die praktischen Auswirkungen des Rauchverbots am augenfälligsten. Wenn das Rauchverbot erst nächstes Jahr gelten würde, wenn sich die Raucher bereits angepaßt haben werden, dann waä die Wirkung geringer
  
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Carolus Magnus
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #112 - 13.07.10 um 15:19:06
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Berlin-Mindplayer schrieb on 13.07.10 um 14:31:26:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 13:46:03:
RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:41:40:
Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

Thomas Hacker, dem Chef der Liberalen im Landtag, stinkt die Ausnahme für das Oktoberfest 2010 und fordert gleiches Recht für alle. Grüne: „Er ist eine beleidigte Leberwurst“.

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Ich hatte es an anderer Stelle schon angemerkt:
Ich finde die Haltung der FDP und die von Hr. Hacker klasse.
Warum sollten wir den Bayern ein kuscheliges Oktoberfest gönnen?
Gerade weil es sich um die Jubiläumswiesn handelt, soll es gerade dort gleich ordentlich scheppern.
Gerade die Wiesnwirte scheren sich einen Scheißdreck um die kleinen Kneipen und haben uns viele "Nein" Stimmen gekostet.



Dem stimme ich zu, und dem FDPler der dies fordert, gratuliere ich für sein Rückgrat!
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #113 - 13.07.10 um 15:19:55
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Destruktor schrieb on 13.07.10 um 14:25:20:
Kann durchaus sein, daß er demnächst mit bankrotten Wirten zu tun haben wird. Dann gibt´s vermutlich Dresche


dann stellt sich frankenberger hin, und sagt, ich verstehe das gar nicht, die mehrheit wollte das doch so............
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #114 - 13.07.10 um 16:19:07
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Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 15:19:06:
Berlin-Mindplayer schrieb on 13.07.10 um 14:31:26:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 13:46:03:
RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:41:40:
Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

Thomas Hacker, dem Chef der Liberalen im Landtag, stinkt die Ausnahme für das Oktoberfest 2010 und fordert gleiches Recht für alle. Grüne: „Er ist eine beleidigte Leberwurst“.

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Thomas Hacker tickt offenbar nicht richtig.

Von dieser FDP ist wohl auch nichts mehr zu erwarten.        Augenrollen


Ich hatte es an anderer Stelle schon angemerkt:
Ich finde die Haltung der FDP und die von Hr. Hacker klasse.
Warum sollten wir den Bayern ein kuscheliges Oktoberfest gönnen?
Gerade weil es sich um die Jubiläumswiesn handelt, soll es gerade dort gleich ordentlich scheppern.
Gerade die Wiesnwirte scheren sich einen Scheißdreck um die kleinen Kneipen und haben uns viele "Nein" Stimmen gekostet.



Dem stimme ich zu, und dem FDPler der dies fordert, gratuliere ich für sein Rückgrat!



    



Forderungen nach zusätzlichen Rauchverboten sind doch Quatsch.

Die FDP sollte lieber versuchen, die Folgen dieses "Volksentscheides" im Rahmen ihrer Möglichkeiten abzumildern.
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #115 - 13.07.10 um 16:37:21
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Destruktor schrieb on 13.07.10 um 16:19:07:
Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 15:19:06:
Berlin-Mindplayer schrieb on 13.07.10 um 14:31:26:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 13:46:03:
RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:41:40:
Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

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Forderungen nach zusätzlichen Rauchverboten sind doch Quatsch.

Die FDP sollte lieber versuchen, die Folgen dieses "Volksentscheides" im Rahmen ihrer Möglichkeiten abzumildern.


Das eine schließt doch das andre nicht aus. Gerade durch ein Verbot beim Jubiläums-Saufen auf den Wiesn käme so manchen in den Sinn, daß er vielleicht doch besser stimmen gegangen wäre, oder gar besser andres abgestimmt hätte.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #116 - 13.07.10 um 19:11:30
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Rauchverbot: Fedder dreht nicht in Bayern

Schauspieler und Raucher Jan Fedder (55) will Konsequenzen aus dem per Volksentscheid beschlossenen strikten Rauchverbot in Bayern ziehen...

http://www.bild.de/BILD/Newsticker/news-ticker/2010/07/13/13-14-fedder.html

Ein Beispiel das Schule machen sollte.
  
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Muna_Sat-Ananda
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #117 - 13.07.10 um 20:45:23
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Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 16:37:21:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 16:19:07:
Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 15:19:06:
Berlin-Mindplayer schrieb on 13.07.10 um 14:31:26:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 13:46:03:
RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:41:40:
Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

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Sehe ich genauso, Carolus. Dieser FDP'ler hat deshalb Rückgrat, weil er diese doppelbödige Moral nicht unterstützt.
  
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Reinhold
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #118 - 13.07.10 um 21:10:58
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Muna_Sat-Ananda schrieb on 13.07.10 um 20:45:23:
Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 16:37:21:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 16:19:07:
Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 15:19:06:
Berlin-Mindplayer schrieb on 13.07.10 um 14:31:26:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 13:46:03:
RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:41:40:
Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

Thomas Hacker, dem Chef der Liberalen im Landtag, stinkt die Ausnahme für das Oktoberfest 2010 und fordert gleiches Recht für alle. Grüne: „Er ist eine beleidigte Leberwurst“.

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Das eine schließt doch das andre nicht aus. Gerade durch ein Verbot beim Jubiläums-Saufen auf den Wiesn käme so manchen in den Sinn, daß er vielleicht doch besser stimmen gegangen wäre, oder gar besser andres abgestimmt hätte.


Sehe ich genauso, Carolus. Dieser FDP'ler hat deshalb Rückgrat, weil er diese doppelbödige Moral nicht unterstützt.

Jedenfalls hat er eine hübsche Zitateverschachtelung verursacht.  Cool
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #119 - 13.07.10 um 21:23:35
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Reinhold schrieb on 13.07.10 um 21:10:58:
Muna_Sat-Ananda schrieb on 13.07.10 um 20:45:23:
Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 16:37:21:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 16:19:07:
Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 15:19:06:
Berlin-Mindplayer schrieb on 13.07.10 um 14:31:26:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 13:46:03:
RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:41:40:
Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

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Jedenfalls hat er eine hübsche Zitateverschachtelung verursacht.  Cool

Bin auch gegen Aussetzen des Rauchverbots auf dem Oktoberfest. Verschachtelung next. Zwinkernd
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #120 - 13.07.10 um 22:10:57
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LocalPlayer schrieb on 13.07.10 um 21:23:35:
Reinhold schrieb on 13.07.10 um 21:10:58:
Muna_Sat-Ananda schrieb on 13.07.10 um 20:45:23:
Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 16:37:21:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 16:19:07:
Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 15:19:06:
Berlin-Mindplayer schrieb on 13.07.10 um 14:31:26:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 13:46:03:
RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:41:40:
Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

Thomas Hacker, dem Chef der Liberalen im Landtag, stinkt die Ausnahme für das Oktoberfest 2010 und fordert gleiches Recht für alle. Grüne: „Er ist eine beleidigte Leberwurst“.

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Warum sollten wir den Bayern ein kuscheliges Oktoberfest gönnen?
Gerade weil es sich um die Jubiläumswiesn handelt, soll es gerade dort gleich ordentlich scheppern.
Gerade die Wiesnwirte scheren sich einen Scheißdreck um die kleinen Kneipen und haben uns viele "Nein" Stimmen gekostet.



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Die FDP sollte lieber versuchen, die Folgen dieses "Volksentscheides" im Rahmen ihrer Möglichkeiten abzumildern.


Das eine schließt doch das andre nicht aus. Gerade durch ein Verbot beim Jubiläums-Saufen auf den Wiesn käme so manchen in den Sinn, daß er vielleicht doch besser stimmen gegangen wäre, oder gar besser andres abgestimmt hätte.


Sehe ich genauso, Carolus. Dieser FDP'ler hat deshalb Rückgrat, weil er diese doppelbödige Moral nicht unterstützt.

Jedenfalls hat er eine hübsche Zitateverschachtelung verursacht.  Cool

Bin auch gegen Aussetzen des Rauchverbots auf dem Oktoberfest. Verschachtelung next. Zwinkernd


rein um der schönheit der schachtelung willen: recht hat er der fdp-ler!  Smiley
  

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Ingo
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #121 - 14.07.10 um 06:01:40
Beitrag drucken  
Und der Schauspieler Jan Fedder wird nicht mehr in Bayern drehen:


http://www.rp-online.de/gesellschaft/leute/Jan-Fedder-will-nicht-mehr-in-Bayern-...


Vielleicht ein möglicher Unterstützer oder Mitstreiter?

Gruß

Ingo
  
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Hallo

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #122 - 14.07.10 um 07:34:38
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Ingo schrieb on 14.07.10 um 06:01:40:
Und der Schauspieler Jan Fedder wird nicht mehr in Bayern drehen:


http://www.rp-online.de/gesellschaft/leute/Jan-Fedder-will-nicht-mehr-in-Bayern-...


Vielleicht ein möglicher Unterstützer oder Mitstreiter?

Gruß

Ingo


Zum Dritten...  Augenrollen
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #123 - 14.07.10 um 07:54:47
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LocalPlayer schrieb on 13.07.10 um 21:23:35:
Bin auch gegen Aussetzen des Rauchverbots auf dem Oktoberfest. Verschachtelung next. Zwinkernd


Da kann man sich doch nur anschließen - warum sollte es für das Spektakel eine Ausnahme geben?

Wie es mir doch gerade ein Grinsen hämmert, wenn ich mir vorstelle, wie der Passauer Stadtratsausflug auf dem Oktoberfest endet und dieser bereits von drölfmillionen besoffenen Fans rund ums Paulaner-Zelt begrüßt werden.

Ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit... oans, zwoa gsuffa


  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #124 - 14.07.10 um 08:59:42
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Ich könnte den ganzen Tag kotzen ob der Entwicklung des ganzen Themas. Kann man vielleicht auch etwas Sinnvolles machen? Als Musiker?
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #125 - 14.07.10 um 09:10:28
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metallady schrieb on 14.07.10 um 08:59:42:
Ich könnte den ganzen Tag kotzen ob der Entwicklung des ganzen Themas. Kann man vielleicht auch etwas Sinnvolles machen? Als Musiker?


Wenn Du öffentlich auftrittst, ganz sicher. Ein Statement vor Beginn mit den richtigen Worten garniert, ist auf jeden Fall kein Fehler.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #126 - 14.07.10 um 10:47:16
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Zora schrieb on 13.07.10 um 22:10:57:
LocalPlayer schrieb on 13.07.10 um 21:23:35:
Reinhold schrieb on 13.07.10 um 21:10:58:
Muna_Sat-Ananda schrieb on 13.07.10 um 20:45:23:
Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 16:37:21:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 16:19:07:
Carolus Magnus schrieb on 13.07.10 um 15:19:06:
Berlin-Mindplayer schrieb on 13.07.10 um 14:31:26:
Destruktor schrieb on 13.07.10 um 13:46:03:
RaucherHB schrieb on 07.07.10 um 20:41:40:
Wiesn: FDP will das Rauchverbot sofort

Thomas Hacker, dem Chef der Liberalen im Landtag, stinkt die Ausnahme für das Oktoberfest 2010 und fordert gleiches Recht für alle. Grüne: „Er ist eine beleidigte Leberwurst“.

Neue Taktik unentschlossen

http://www.abendzeitung.de/muenchen/197542



Thomas Hacker tickt offenbar nicht richtig.

Von dieser FDP ist wohl auch nichts mehr zu erwarten.        Augenrollen


Ich hatte es an anderer Stelle schon angemerkt:
Ich finde die Haltung der FDP und die von Hr. Hacker klasse.
Warum sollten wir den Bayern ein kuscheliges Oktoberfest gönnen?
Gerade weil es sich um die Jubiläumswiesn handelt, soll es gerade dort gleich ordentlich scheppern.
Gerade die Wiesnwirte scheren sich einen Scheißdreck um die kleinen Kneipen und haben uns viele "Nein" Stimmen gekostet.



Dem stimme ich zu, und dem FDPler der dies fordert, gratuliere ich für sein Rückgrat!



    



Forderungen nach zusätzlichen Rauchverboten sind doch Quatsch.

Die FDP sollte lieber versuchen, die Folgen dieses "Volksentscheides" im Rahmen ihrer Möglichkeiten abzumildern.


Das eine schließt doch das andre nicht aus. Gerade durch ein Verbot beim Jubiläums-Saufen auf den Wiesn käme so manchen in den Sinn, daß er vielleicht doch besser stimmen gegangen wäre, oder gar besser andres abgestimmt hätte.


Sehe ich genauso, Carolus. Dieser FDP'ler hat deshalb Rückgrat, weil er diese doppelbödige Moral nicht unterstützt.

Jedenfalls hat er eine hübsche Zitateverschachtelung verursacht.  Cool

Bin auch gegen Aussetzen des Rauchverbots auf dem Oktoberfest. Verschachtelung next. Zwinkernd


rein um der schönheit der schachtelung willen: recht hat er der fdp-ler!  Smiley




O.K.,  gebe mich geschlagen :

Der FDP - ler hat Recht !!!!!
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #127 - 15.07.10 um 02:27:49
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CoF schrieb on 14.07.10 um 09:10:28:
metallady schrieb on 14.07.10 um 08:59:42:
Ich könnte den ganzen Tag kotzen ob der Entwicklung des ganzen Themas. Kann man vielleicht auch etwas Sinnvolles machen? Als Musiker?


Wenn Du öffentlich auftrittst, ganz sicher. Ein Statement vor Beginn mit den richtigen Worten garniert, ist auf jeden Fall kein Fehler.


Auf der Bühne rauchen.
Von der Bühne aus Zigaretten oder Feuerzeuge verteilen.
Entsprechendes Outfit.
Entsprechende Songs.
Mitglied bei Netzwerk Rauchen werden Zwinkernd

Es gibt viel zu tun, machen wir Raucherpause !
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #128 - 15.07.10 um 07:42:28
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Zerstören ist das Einzige was sie können - diese intoleranten Fanatiker!

Das Aus für die Wasserpfeife?


Nichtraucherschutzgesetz betrifft auch Shisha-Lokale - Betreiber bangen um ihre Existenz



Melanie Barhumi hat Existenzängste: Die 41-Jährige führt zusammen mit ihrem Mann die Shisha-Lounge „Sahara“ in der Theresienstraße. Doch wie lange noch? Auch das Wasserpfeife-Rauchen fällt unter das Rauchverbot in öffentlichen Räumen. (Foto: Jäger)

 





Von Elke Zanner

Am 4. Juli ist Zakaria Barhumi in seine Heimat Tunesien geflogen. Der Urlaub wurde ihm noch am selben Tag vermiest, als er erfahren hat, wie in Bayern der Bürgerentscheid zum Nichtraucherschutz ausgegangen ist. Zusammen mit seiner Frau Melanie Barhumi (41) betreibt er in der Theresienstraße die Shisha-Lounge „Sahara“. Dorthin kommen die Gäste zum Wasserpfeife-Rauchen. Auch dieser Genuss fällt unter das neue Nichtraucherschutzgesetz.

--------------------------------------------------------------------------------


„Eigentlich müssten
wir zusperren“

--------------------------------------------------------------------------------

„Eigentlich müssten wir zum 1. August“ zusperren, sagt Melanie Barhumi. Denn auch das Inhalieren des Tabakrauchs mit der Wasserpfeife fällt unter das Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen und Gaststätten. Die Gesetzesbegründung stützt sich auf Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO. Demnach sei das Rauchen einer Wasserpfeife mit dem Rauchen einer filterlosen Zigarette zu vergleichen. In der Shisha wird meist Tabak mit Fruchtaromen oder ähnlichen Geschmacksrichtungen geraucht. Das Prinzip: der Rauch wird zunächst durch ein mit Wasser gefülltes Gefäß gezogen. Dadurch wird der Rauch in erster Linie heruntergekühlt, soll aber auch gefiltert werden. Die Wirksamkeit dieser Filterung als auch die Gefährlichkeit der Rauchmethode selbst sind umstritten.
Auch in Passau hat das Shisha-Rauchen mittlerweile seine Anhängerschaft gefunden. Neben dem „Sahara“ gibt es noch das Cathago in der Altstadt und das „Sindbad“ in der Dr. Hans-Kapfinger-Straße, wo man Wasserpfeife rauchen kann. Mit 50 bis 60 Leuten sei das „Sahara“ täglich gut besucht - vom Studenten bis zum Kardiologen ist alles dabei, sagt Melanie Barhumi über ihre Stammgäste. Die kommen ausschließlich zum Shisha-Rauchen, nicht zum Zigarettenrauchen.
Melanie Barhumi spricht von Panikattacken und Existanzängsten. So gehe es auch den rund 200 anderen Shisha-Lokal-Betreibern in ganz Bayern. Mit fast 50 hat sie in den vergangenen Tagen schon telefoniert. Mit Sebastian Frankenberger, dem Initiator des Nichtraucherschutz-Begehrens, wollte sie auch sprechen, doch persönlich ans Telefon bekam sie ihn nicht. Und zurückgerufen habe er bis dato noch nicht. „Ich hätte mich gerne mit ihm unterhalten“, sagt die 41-Jährige, die es im Übrigen gut findet, dass dort, wo gegessen wird, nicht geraucht werden darf.
Dass das Gesetz auch für die Shisha-Cafés gilt, will sie jedoch nicht verstehen. „In Spanien haben sie auch einen strengen Nichtraucherschutz, aber Shisha-Cafés gibt’s “, sagt sie. Und deshalb will die die 41-Jährige die Flinte auch nicht vorschnell ins Korn werfen. Sie hat einen Münchner Anwalt eingeschaltet, der eine Ausnahmegenehmigung für die Shisha-Lounge erwirken soll. Der Betreiber des Café Sindbad, ein Shisha-Lokal in der Dr.- Hans-Kapfinger-Straße, hat sich mit ihr zusammengetan. „Wir lassen uns nicht kaputt machen, was wir mühevoll aufgebaut haben“, hofft die 41-Jährige auf die Hilfe des Juristen. Wenn dies nicht gelingt und sie den Laden tatsächlich schließen muss, kann es sein, dass sie Deutschland verlassen wird. „Es wird wohl schwierig werden für diese Lokale“, sagt der Chef des Passauer Ordungsamts, Josef Zacher.

  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #129 - 15.07.10 um 08:47:08
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Libera schrieb on 15.07.10 um 07:42:28:
Zerstören ist das Einzige was sie können - diese intoleranten Fanatiker!

Das Aus für die Wasserpfeife?


Nichtraucherschutzgesetz betrifft auch Shisha-Lokale - Betreiber bangen um ihre Existenz



Melanie Barhumi hat Existenzängste: Die 41-Jährige führt zusammen mit ihrem Mann die Shisha-Lounge „Sahara“ in der Theresienstraße. Doch wie lange noch? Auch das Wasserpfeife-Rauchen fällt unter das Rauchverbot in öffentlichen Räumen. (Foto: Jäger)

 





Von Elke Zanner

Am 4. Juli ist Zakaria Barhumi in seine Heimat Tunesien geflogen. Der Urlaub wurde ihm noch am selben Tag vermiest, als er erfahren hat, wie in Bayern der Bürgerentscheid zum Nichtraucherschutz ausgegangen ist. Zusammen mit seiner Frau Melanie Barhumi (41) betreibt er in der Theresienstraße die Shisha-Lounge „Sahara“. Dorthin kommen die Gäste zum Wasserpfeife-Rauchen. Auch dieser Genuss fällt unter das neue Nichtraucherschutzgesetz.

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„Eigentlich müssten
wir zusperren“

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„Eigentlich müssten wir zum 1. August“ zusperren, sagt Melanie Barhumi. Denn auch das Inhalieren des Tabakrauchs mit der Wasserpfeife fällt unter das Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen und Gaststätten. Die Gesetzesbegründung stützt sich auf Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO. Demnach sei das Rauchen einer Wasserpfeife mit dem Rauchen einer filterlosen Zigarette zu vergleichen. In der Shisha wird meist Tabak mit Fruchtaromen oder ähnlichen Geschmacksrichtungen geraucht. Das Prinzip: der Rauch wird zunächst durch ein mit Wasser gefülltes Gefäß gezogen. Dadurch wird der Rauch in erster Linie heruntergekühlt, soll aber auch gefiltert werden. Die Wirksamkeit dieser Filterung als auch die Gefährlichkeit der Rauchmethode selbst sind umstritten.
Auch in Passau hat das Shisha-Rauchen mittlerweile seine Anhängerschaft gefunden. Neben dem „Sahara“ gibt es noch das Cathago in der Altstadt und das „Sindbad“ in der Dr. Hans-Kapfinger-Straße, wo man Wasserpfeife rauchen kann. Mit 50 bis 60 Leuten sei das „Sahara“ täglich gut besucht - vom Studenten bis zum Kardiologen ist alles dabei, sagt Melanie Barhumi über ihre Stammgäste. Die kommen ausschließlich zum Shisha-Rauchen, nicht zum Zigarettenrauchen.
Melanie Barhumi spricht von Panikattacken und Existanzängsten. So gehe es auch den rund 200 anderen Shisha-Lokal-Betreibern in ganz Bayern. Mit fast 50 hat sie in den vergangenen Tagen schon telefoniert. Mit Sebastian Frankenberger, dem Initiator des Nichtraucherschutz-Begehrens, wollte sie auch sprechen, doch persönlich ans Telefon bekam sie ihn nicht. Und zurückgerufen habe er bis dato noch nicht. „Ich hätte mich gerne mit ihm unterhalten“, sagt die 41-Jährige, die es im Übrigen gut findet, dass dort, wo gegessen wird, nicht geraucht werden darf.
Dass das Gesetz auch für die Shisha-Cafés gilt, will sie jedoch nicht verstehen. „In Spanien haben sie auch einen strengen Nichtraucherschutz, aber Shisha-Cafés gibt’s “, sagt sie. Und deshalb will die die 41-Jährige die Flinte auch nicht vorschnell ins Korn werfen. Sie hat einen Münchner Anwalt eingeschaltet, der eine Ausnahmegenehmigung für die Shisha-Lounge erwirken soll. Der Betreiber des Café Sindbad, ein Shisha-Lokal in der Dr.- Hans-Kapfinger-Straße, hat sich mit ihr zusammengetan. „Wir lassen uns nicht kaputt machen, was wir mühevoll aufgebaut haben“, hofft die 41-Jährige auf die Hilfe des Juristen. Wenn dies nicht gelingt und sie den Laden tatsächlich schließen muss, kann es sein, dass sie Deutschland verlassen wird. „Es wird wohl schwierig werden für diese Lokale“, sagt der Chef des Passauer Ordungsamts, Josef Zacher.






das ist jetzt wirklich ein stuss was da gelabbert wird.

Folgende Sätze bringen mich auf die Palme

Die kommen ausschließlich zum Shisha-Rauchen, nicht zum Zigarettenrauchen. Diskriminierung = Shisha gut Zigarette böse

dann

die es im Übrigen gut findet, dass dort, wo gegessen wird, nicht geraucht werden darf. Prügelt nicht auf uns aber auf die andern darf man schlagen

und

In Spanien haben sie auch einen strengen Nichtraucherschutz, aber Shisha-Cafés gibt’s. Spanien hat eine Akzeptable Lösung, egal ob Shisha oder Restaurant

« Zuletzt geändert: 15.07.10 um 08:48:10 von shadu »  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #130 - 15.07.10 um 09:12:32
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@ libera,

wo hast du das her - quelle?
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #131 - 15.07.10 um 09:49:55
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Das ist heute ein Bericht der Passauer Neuen Presse/ PNP unter "Lokales-Passau"
Leider ist der Online-Link nicht freigeschaltet - nur für Abbonnenten.
  
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magnitubel
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #132 - 15.07.10 um 10:14:38
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shadu schrieb on 15.07.10 um 08:47:08:
das ist jetzt wirklich ein stuss was da gelabbert wird.

Folgende Sätze bringen mich auf die Palme

Die kommen ausschließlich zum Shisha-Rauchen, nicht zum Zigarettenrauchen. Diskriminierung = Shisha gut Zigarette böse

dann

die es im Übrigen gut findet, dass dort, wo gegessen wird, nicht geraucht werden darf. Prügelt nicht auf uns aber auf die andern darf man schlagen

und

In Spanien haben sie auch einen strengen Nichtraucherschutz, aber Shisha-Cafés gibt’s. Spanien hat eine Akzeptable Lösung, egal ob Shisha oder Restaurant



Das ist überhaupt kein Stuss, sondern dokumentiert das eigentliche Kernproblem jeglicher Verbotspolitik.
Ich vermute, die gute Frau hat sich die letzten Jahre gefreut über ein rauchfreies Restaurant, gehört möglicherweise zu den Leuten, die zum Rauchen vor die Tür gehen, selbst wenn es drinnen erlaubt ist und sie hat wohl nie daran gedacht, dass ein Rauchverbot ohne Ausnahmen eben genau das ist was es beschreibt, nämlich ein ausnahmsloses Verbot. Tja, und ihr Geschäftsmodell beschreibt nunmal eine Ausnahme, die dann nicht mehr möglich ist.
Das ist es doch, was man seit Jahren bei Diskussionen mit Menschen erlebt, welche den RV positiv gegenüber stehen. Sie sehen nur ihre 5 jährlichen Restaurantbesuche beim Edel-Italiener und die Tatsache, dass sie sich möglicherweise schon einmal belästigt (nicht gefährdet, denn das empfinden die allerwenigsten) fühlten von einem Raucher am Nebentisch und freuen sich nun über das neue Ausgehgefühl. Welche Folgen solche Verbote für andere gesellschaftliche Bereiche (kleine Kneipen, Musikclubs, Shisha-Bars etc.) haben, ist ihnen schnuppe, da sie nicht in der Lage sind, über ihren kleinen (Pasta-)Tellerrand hinauszusehen.
Deshalb muss ich in diesem Fall sagen, hier triffts mal die Richtigen, wer ein ausnahmsloses RV in der Gastronomie (egal ob speise-oder getränkeorientiert) für richtig und angemessen hält, darf sich nicht wundern, wenn ihn die Verbotskeule selbst erwischt.
Ich beispielsweise hätte auch kein Problem damit, würden auf einmal alle Shisha-Bars verboten, ich frequentiere derartige Etablissements nicht, allerdings bin ich sehr froh darüber, dass man in BW (noch) halbwegs menschenwürdig ausgehen kann (auch wenn das Angebot kleiner geworden ist und man manchmal ganz schön suchen muss). Ich käme dennoch nicht auf die Idee ein solches Shishabar-Verbot gutzuheissen (oder gar zu fordern), ich mache einfach keinen Gebrauch davon.
Und dass die gute Frau keine Ahnung von der eigentlichen Problematik hat, zeigt sich in ihrer "Kenntnis" des "strengen" spanischen Raucherdiskriminierungsgesetzes.
Wenn ich aber als Gastronom (und ich denke auch Shishabar-Betreiber gelten als solche) nicht bereit bin, mich mit dieser Thematik, die meine unmittelbare Existenzgrundlage in Frage stellt, zu beschäftigen und mich klar gegen ideologisch motivierte Verbotspolitik zu positionieren, sondern diese auch noch (da wo's meinen persönlichen Befindlichkeiten grade in den Kram passt) gut heisse, dann darf ich mich nicht beschweren, wenn's mich am Ende selbst erwischt.
« Zuletzt geändert: 15.07.10 um 10:17:33 von magnitubel »  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #133 - 15.07.10 um 11:06:23
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #134 - 15.07.10 um 11:09:37
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Klasse Beitrag, magnitubel:

Ich sehe das ganz genauso, und mein Mitleid mit dieser Lady hält sich in Grenzen.

Gruß

evarix
  
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perle
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #135 - 15.07.10 um 11:26:45
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@magnitubel,

guter beitrag, danke!

was du beschreibst, zeigt aber auch, daß der spaltpilz (raucher = unterschicht = säufer =  hartz4-ler vor der glotze sitzend und den kindern das brot wegsaufen und rauchen) hervorragend funktioniert.

so hervorragend, daß noch nicht einmal die raucher im wesentlichen begriffen haben, daß der cocnac und die zigarre (nach dem mehrgängingen menü) im nebenraum ab 1.8. verboten sind.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #136 - 15.07.10 um 12:10:23
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perle schrieb on 15.07.10 um 11:26:45:
...
so hervorragend, daß noch nicht einmal die raucher im wesentlichen begriffen haben, daß der cocnac und die zigarre (nach dem mehrgängingen menü) im nebenraum ab 1.8. verboten sind.


Man wird sich wohl an Brottrunk und das lutschen von Selleriestange gewöhnen müssen.
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #137 - 15.07.10 um 12:36:32
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EleeMU schrieb on 15.07.10 um 12:10:23:
Man wird sich wohl an Brottrunk und das lutschen von Selleriestange gewöhnen müssen. 


also da sehe ich ganz schwarz. gestern gab es im zdf einen bericht darüber, wie sich z.b. akazien in afrika mittels chemischer substanzen von baum zu baum vor den fraßfeinden antilope warnen.

wenn solche erkenntnisse erst über den mainstream verbraten werden, brechen auch für alle veggie-liebhaber ganz raue zeiten an!

DIE erklärungsversuche möchte ich gerne noch erleben dürfen...........
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #138 - 15.07.10 um 12:39:34
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Frotzler schrieb on 15.07.10 um 11:06:23:


auch dieses kommentar, den frotzler gepostet hat, ist klasse. unter anderem gefällt mir darin der hinweis auf den lockenden reiz, den alles verbotene beinhaltet. seitdem hier in bayern das rauchen immer mehr eingeschränkt und demnächt vollkommen aus der öffentlichkeit verbannt wird, sehe ich immer häufiger jungendliche, manchmal sogar kinder mit einer zigarette herumlaufen. und das hätte es nun wirklich nicht gebraucht.

noch etwas zu den shishabarleuten. nach meiner beobachtung war da allgemein sehr viel blauäugigkeit im spiel. ich habe mit vielen barbesitzern gesprochen und die waren sehr oft der meinug, dass das rauchverbot sie nicht betreffen würde, weil es ja "nur" um zigaretten gehen würde. und nun herrscht heulen und zähneklappern.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #139 - 15.07.10 um 14:07:49
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perle schrieb on 15.07.10 um 11:26:45:
so hervorragend, daß noch nicht einmal die raucher im wesentlichen begriffen haben, daß der cocnac und die zigarre (nach dem mehrgängingen menü) im nebenraum ab 1.8. verboten sind.


Das ist ja das eigentliche Problem an der Sache. Auch nach Jahren der systematischen Raucherdiskriminierung haben noch immer die Wenigsten begriffen, woher (oder wohin) der Wind weht. Ein Propagandastück aus dem Lehrbuch.
Beispiele gefällig?
Hier ein älterer Beitrag aus einem sozialdemokratisch orientierten Blog (gibt es sowas?).
rotstehtunsgut.de
Quote:
Angestoßen wurde dieses Begehren von der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP), die BayernSPD ist auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Begründung des Begehrens: man will „leben und leben lassen”. Einverstanden. Aber ist dazu die komplette Verbannung des Rauchens aus dem öffentlichen Raum notwendig?

Ich bin ebenfalls für starken Nichtraucherschutz. Gar keine Frage. Gleichzeitig finde ich aber Shisha-Bars wunderbar und eine echte Bereicherung für unsere Städte — sogar in meiner Kleinstadt gibt es eine solche. Nach dem Willen der Volksbegehrer würden diese Shisha-Bars künftig der Vergangenheit angehören.

Ob sich die BayernSPD mit derart dogmatischer Ablehnung des Rauchens einen Gefallen tut? Ich kann es mir nicht vorstellen.


Dazu kann ich nur sagen, nichts verstanden, setzen, sechs!

Oder hier ein Shisha-Raucher-Forum
Shisha-Freunde.de
Quote:
Ich denke das Rauchverbot gilt nur für öffentliche Gaststätten.
Shisha-Bars etc. wären dann ne andere Kategorie.
Aber genau wissen tue ich's nich.

Gruß,
Jan...


Shisha Bars werden da ausgeschlossen sein. Weil was macht man wohl darin...


Wäre ja von Grund auf Quatsch die Shisha Bars zu schließen. Es geht ja auch bei unserem Rauchverbot in Gaststätten nur darum das man in einem abgetrennten Raum sitzen muss für das rauchen. Also wenn man ein shisha cafe betritt weiß man ja vorher das da sowieso geraucht wird.

lg...




was ich so mitbekommen habe ist, dass für shishabars jetzt eine schwere zeit kommt. die sind nämlich nicht ausgeschlossen von diesem gesetzt und es geht hierbei auch nicht um abgetrennte räume, sondern es ist ein absolutes rauchverbot in gaststätte und cafés.
aber zum glück gibt es hier brauchbare gesetzteslücken:
einfach das lokal als club anmelden, umfunktionieren und mitgliederkarten verteilen und schon darf wieder geraucht werden...


Wie heissts so schön im deutschen Strafrecht?
Unwissenheit schützt nicht vor Strafe


Was bin ich froh, dass ich mittlerweile meinen eigenen "Biergarten" habe. Muss ihn halt nur ab und zu mähen, dafür darf ich aber auch drinnen rauchen, wann immer und so viel es mir passt...
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #140 - 15.07.10 um 14:38:01
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magnitubel schrieb on 15.07.10 um 14:07:49:
Das ist ja das eigentliche Problem an der Sache. Auch nach Jahren der systematischen Raucherdiskriminierung haben noch immer die Wenigsten begriffen, woher (oder wohin) der Wind weht.


alleine schon aus dem grund wäre ein komplettes rauchverbot auf der wiesn 2010 sicherlich ein geeignetes mittel, um das noch einmal zu unterstreichen.
  

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StopferRonnie
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #141 - 16.07.10 um 11:22:54
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Die Ausnahme für die Wiesn 2010 zeigt, dass eine Handvoll "Gigagastronomen" mehr Einfluss auf die Landesregierung hat als die Gaststättenverbände mit tausenden Mitgliedern. Es wäre jedoch ein organisatorisches Problem, die Einhaltung eines Rauchverbots in diesem Jahr zu überwachen, weil bestimmt auch im Security-Bereich schon alles festgelegt und keine Personalaufstockung mehr möglich ist. Es würde bestimmt lustig werden, wenn es doch noch jemand per Gericht schafft, dass die Ausnahme nicht zugelassen wird. So wird das Problem nur ins nächste Jahr verschoben.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #142 - 16.07.10 um 11:55:09
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StopferRonnie schrieb on 16.07.10 um 11:22:54:
Es würde bestimmt lustig werden, wenn es doch noch jemand per Gericht schafft, dass die Ausnahme nicht zugelassen wird.


mit einem guten anwalt und einer einstweiligen verfügung dürfte das recht problemlos klappen, sofern nicht von oben gegenteilige anweisung erfolgt, aber unsere justiz ist ja gott sei dank unabhängig...........
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #143 - 16.07.10 um 12:25:38
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Gegenteilige Anweisung von Oben wird es wohl nicht geben - so weit glaube ich an die Unabhängigkeit unserer Justiz. Inwieweit jedoch die Prüfung und Abwägung des Für und Wider, was ja zur Zustimmung oder Ablehnung der Verfügung führt, von persönlichen Präferenzen beeinflusst ist, kann niemand sagen.
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #144 - 16.07.10 um 15:49:07
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"Gigagastronomen"  dürfen

und die anderen Wirte in München müssen am Oktoberfest die Rauchverbote einhalten ?
Das ist Rechtsungleichheit

man könnte natürlich für alle Wirte das Rauchverbot aufheben. Wo werden aber die Grenzen gezogen, an der Stadtgrenze. Und die Wirte hinter der Stadtgrenze ? schon wieder Rechtsungleichheit !

Am besten alle Wirte halten sich nicht ans Gesetz und demonstrieren zivilen ungehorsam

  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #145 - 17.07.10 um 06:42:01
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #146 - 17.07.10 um 07:16:25
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Da bin ich aber gespannt, wenn das halbe Zelt qualmt, ob die tatsächlich kein Bier mehr ausschenken. Denen geht doch der Profit vor die Geisteshaltung. Cool
  

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #147 - 17.07.10 um 10:36:11
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....na, dann mal viel Spaß. Jetzt läuft so alles quer.
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #148 - 17.07.10 um 11:34:18
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Ich bin ebenfalls gespannt, wie lange sie durchhalten "mit der harten, konsequenten Durchsetzung des Rauchverbots".
Ich finde es aber gut, so bekommen die Bayern gleich hautnah zu spüren, was sie mit ihrer Wahlfaulheit angerichtet haben.
  

Der Kultivierte bedauert nie einen Genuss. Das Unkultivierte weiß überhaupt nicht, was ein Genuss ist. (Oscar Wilde)
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hardl
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #149 - 17.07.10 um 11:45:59
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Bitte nicht alle über einen Kamm scheren.

Gruß

Hardl
  
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Tegel
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #150 - 17.07.10 um 12:01:46
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nein, sicherlich nicht ( ..die Sache mit dem "Kamm" Zwinkernd.
Zudem, ich war diese Woche in Mchn. Nach einem Event auf Isar & Biergarten noch einmal in eine Disco.....frage beim Türsteher was das Rauchen betrifft, antwort:

Rauchen kannst Du wo du willst  Zwinkernd

Keine Ahnung, ob es in dem Laden schon immer so war oder eine aktuelle Entwicklung.... aber cool.
Aschenbecher am richtigen Platz und eine super Stimmung. Selbst in Hessen habe ich so etwas in den letzten 3 Jahren nicht mehr erlebt.... Zwinkernd


  

Gib " links" keine Chance.
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Destruktor
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #151 - 17.07.10 um 14:01:53
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Gizeh schrieb on 17.07.10 um 11:34:18:
Ich bin ebenfalls gespannt, wie lange sie durchhalten "mit der harten, konsequenten Durchsetzung des Rauchverbots".
Ich finde es aber gut, so bekommen die Bayern gleich hautnah zu spüren, was sie mit ihrer Wahlfaulheit angerichtet haben.






Die Raucher im Zelt werden sich wahrscheinlich denken :   Das Rauchen wurde von der Stadt München zwar erlaubt, ist jetzt aber doch nicht erlaubt.    Durchgedreht

Spätestens nach der zweiten Maß Bier werden sie das Ganze nicht mehr kapieren und dann wird eben doch geraucht.      Laut lachend

Wird spannend.
  
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Kettenraucher1
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #152 - 17.07.10 um 15:46:12
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Die Sache hat auch was “Positives“

Bei schönem Wetter gehören die Außenplätze den Rauchern.
Denke wenn manche nicht freiwillig aufstehen wird etwas nachgeholfen.
Laut lachend
  
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #153 - 17.07.10 um 15:47:16
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Destruktor schrieb on 17.07.10 um 14:01:53:
Spätestens nach der zweiten Maß Bier werden sie das Ganze nicht mehr kapieren und dann wird eben doch geraucht.      Laut lachend

Wird spannend.


Das will ich hoffen! Sollen die Raucher richtig auf den Putz hauen - sodass die Wiesnwirte gleich sehen: das Rauchverbot ist ummachbar - und sich gleich überlegen, wie sie gegen den Volksentscheid vorgehen. Am besten gleich den laufenden Klagen anschließen.

  

Der Kultivierte bedauert nie einen Genuss. Das Unkultivierte weiß überhaupt nicht, was ein Genuss ist. (Oscar Wilde)
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Kettenraucher1
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Rauchen erlaubt !

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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #154 - 17.07.10 um 15:49:44
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Hätte ich eine Wirtschaft mit Biergarten dann würde ich folgende Schilder aufstellen:

Reserviert für Raucher - Nichtraucher bitte Tische im Gastraum benutzen.

...und das bei 35 Grad....
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evarix
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #155 - 17.07.10 um 16:11:57
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Kettenraucher1 schrieb on 17.07.10 um 15:49:44:
Hätte ich eine Wirtschaft mit Biergarten dann würde ich folgende Schilder aufstellen:

Reserviert für Raucher - Nichtraucher bitte Tische im Gastraum benutzen.

...und das bei 35 Grad....
Smiley


Wieso Gastraum?

Sollen' s doch im ICE gemütlich Party machen... Laut lachend

Gruß

evarix
  
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hardl
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Re: Volksentscheid: die Folgen
Antwort #156 - 17.07.10 um 21:14:40