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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Antwort #13 - 12.08.10 um 17:57:49
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Gian Turci hat das 2007 mal so auf den Punkt gebracht:

Quote:
They want obedience and the acceptance that "public health" can command personal
lifestyles. Thus they want smokers gradually to accept that "smoking is no longer a socially acceptable behaviour". In that way, the "reasonable restrictions on smoking" gradually Big Tobacco SRGs: Snapping Out an Illusion expand to 100% without smokers lifting a finger to actually stop the process -- other than some token barking, that is.
They absolutely do not want a political or social mobilization of smokers and even less a challenge to authority, especially that of "public health".
We want exactly that.


Warum ist das so?
- Konzerne neigen in unserem Korporatismus zum Anbeten des Staates. Man will ihn milde stimmen, ihm Opfer bringen, ihn auf seine Seite ziehen. Man will  aber nicht gegen ihn kämpfen, auch wenn er einem den Krieg erklärt hat.
- Konzerne möchten gerne von Regulierung profitieren. Bestes Beispiel Philip Morris, denen als Marktführer Werbeverbote bis zu einem gewissen Grad nutzen (und die nach Meinung mancher nur durch Werbeverbote zum Langzeit-Marktführer geworden sind). Die FDA-Regulierung in den USA als gemeinsame Aktion von Antis und PM eröffnet noch ganz andere Horizonte.
- Beschwichtigung des Feindes durch Kollaboration ist ein trügerischer Weg, den viele beschreiten. Durch Einschleimen und Mitwirken hofft man, dass die gegnerischen Maßnahmen abgeschwächt und verzögert werden können. Gerade kurzfristig denkenden Managern kann es reichen, durch Lobbying eine bestimmte Regierungsmaßnahme um ein Jährchen zu verschieben, dann haben sie schon andere Position im Unternehmen. Ein besonders markantes Beispiel für dieses (letztlich scheiternde) Vorgehen sind jüdische Organisationen Anfang der 40er Jahre, z.B. in Amsterdam, und ihre Rolle beim Holocaust.
- In den Konzernen sitzen Normalbürger, die der sanitaristischen Berieselung genauso ausgesetzt sind wie alle anderen. Heutige Manager sind durch Arbeit dort keineswegs alle so aufgeklärt wie wir es sind.

Das vermischt sich dann zu vielerlei Ansätzen mittlerer Reichweite, z.B. den Versuch, in anderen Kontinenten der Welt den Umsatz zu steigern, statt in der westlichen Welt Kämpfe mit der Tabakkontrolle auszufechten.

« Zuletzt geändert: 12.08.10 um 17:58:44 von ChristophL »  
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Matrix
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In tyrannos!

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Antwort #12 - 11.08.10 um 18:57:05
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Quote:
Die Konzerne verfolgen einen ganz anderen Ansatz als wir.


Nämlich welchen?

Siehe Zoras Vermutungen?
  

Tu felix Austria fume
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Zora
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fumar es un placer

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Antwort #11 - 10.08.10 um 22:30:38
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wenn ich p.m. wäre, würde ich das konventionelle geschäft so lange weiterlaufen lassen, wie es eben weiterläuft und mich ansonsten um möglichst viele anteile an firmen kümmern, die synthetisches nikotin und koffein herstellen.
die enorme anbauintensität beider stoffe kostet auf konventionelle weise unnötig viel geld und energie, was nicht in mein schnelles umsatzdenken passt. und die verbraucher rauchen und schlucken doch sowieso jeden scheiß!
  

"Puritaner sollten zwei Feigenblätter vor den Augen tragen." (Stanislaw Lec)
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perle
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Re: Frage
Antwort #10 - 10.08.10 um 20:40:28
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Matrix schrieb on 10.08.10 um 08:30:35:
Vielleicht wacht ja die Tabakindustrie ja mal wieder aus ihrer Erstarrung auf... 


mir würde schon so eine art A-team reichen..........
  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Antwort #9 - 10.08.10 um 16:15:33
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Quote:
Vielleicht wacht ja die Tabakindustrie ja mal wieder aus ihrer Erstarrung auf...


Die Konzerne verfolgen einen ganz anderen Ansatz als wir. Und sind keine Mäzene, sondern leisten sich höchstens einen verlängerten Arm, der nach ihrer Pfeife tanzt. Bei Mittelständlern sieht das etwas anders aus, aber da sind nicht die Riesensummen.

  
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Werner R. Niedermeier
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Antwort #8 - 10.08.10 um 16:12:07
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Matrix schrieb on 10.08.10 um 08:30:35:
Vielleicht wacht ja die Tabakindustrie ja mal wieder aus ihrer Erstarrung auf...

Warum sollte sie? Die Rauchverbote in den einzelnen Ländern beweisen, dass dort, wo die Verbote am härtesten sind, vor allem Jugendliche wieder mehr rauchen. Etwas besseres als diese irren Antiraucher mit ihrem Verbotsfetischismus kann den Zigarettenformen doch gar nicht passieren. Nirgendwo wurde mittelfristig nach Einführung der Rauchverbote weniger geraucht, im Gegenteil. Es gibt zwei Parteien, die von den Rauchverboten zum Teil massiv finanziell profitieren: Die Bosse der Antiraucherlobby samt Pharmaindustrie und die Zigarettenindustrie.
  

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.
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Matrix
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In tyrannos!

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Re: Frage
Antwort #7 - 10.08.10 um 08:30:35
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Quote:
Aber du hast ja völlig recht, wir bräuchten auch Mäzene.



Vielleicht wacht ja die Tabakindustrie ja mal wieder aus ihrer Erstarrung auf...
  

Tu felix Austria fume
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Antwort #6 - 08.08.10 um 23:22:07
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perle schrieb on 07.08.10 um 14:59:27:
dazu bräuchte es schon eines uns geneigten banzhaf (und seine finanziellen mittel)


Ein nicht ganz gelungenes Beispiel, da Banzhaf nicht wie etwa Bill Gates anderweitiges erworbenes Vermögen der Tabakkontrolle zur Verfügung gestellt hat, sondern umgekehrt durch seinen Hasslobbyismus reich geworden ist.
Aber du hast ja völlig recht, wir bräuchten auch Mäzene.

  
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perle
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Antwort #5 - 07.08.10 um 14:59:27
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Coma_Black schrieb on 07.08.10 um 11:19:37:
Weil die Gescheiten am Ende immer die Dummen sind, wenn sie es nicht fertigbekommen, sich dem Niveau des Gegners anzupassen.


auch wieder wahr, wenn die klügeren immer nachgeben, regieren am ende die dummen die welt.......... Schockiert/Erstaunt

das problem ist, daß wir gar nicht die finanziellen mittel haben, um all den scheiß, der durch die welt geschwurbelt wird, auch nur annähernd paroli zu bieten.

dazu bräuchte es schon eines uns geneigten banzhaf (und seine finanziellen mittel), aber da sehe ich leider auf weiter flur nichts, rien, niente, nada, nema nista, yok bir sey....
« Zuletzt geändert: 07.08.10 um 15:03:05 von perle »  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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Coma_Black
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Antwort #4 - 07.08.10 um 11:19:37
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Weil die Gescheiten am Ende immer die Dummen sind, wenn sie es nicht fertigbekommen, sich dem Niveau des Gegners anzupassen.
Nach der Auseinandersetzung kann man ja wieder auf sein eigenes Niveau hinauf.  Zwinkernd
Ich denke, wir waren bisher einfach viel zu brav im Umgang mit Lügnern, Betrügern und Verleumdern und diese bayerische Volksblamage gibt mir Recht. Das Spiel läuft nuneinmal nach den Regeln der Antis, und die spielten es von Anfang an auf die schmutzige Tour. Als Stimme der Vernunft hat man da automatisch verloren, weil an einem herrschaftsfreien und sachlichen Diskurs von deren Seite noch keine Sekunde ein Interesse bestand.
  
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perle
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Re: Frage
Antwort #3 - 07.08.10 um 07:46:34
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ehrlich gesagt, habe ich gar keine lust mich auf so ein niveau herunterzubegeben. wieso soll ich in die gosse abtauchen, nur um auf gleicher augenhöhe zu sein?

« Zuletzt geändert: 07.08.10 um 07:47:35 von perle »  

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Antwort #2 - 07.08.10 um 07:35:20
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Mir ist schon klar, daß das ungefähr so aussagekräftig sein dürfte wie die Tatsache, daß Himmler Brillenträger war. Aber man könnte die Antis endlich mal auf ihrem eigenen dümmlichen Niveau ärgern ohne gleich den größten Nichtraucher aller Zeiten zu bemühen.
  
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Re: Frage
Antwort #1 - 06.08.10 um 19:08:59
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solche fragestellungen sollte man erst gar nicht aufwerfen.
zweifellos haben alle kriminellen (von klein bis mafiakrimineller) aller regelmäßig wasser getrunken oder brot gegessen. da kann man das kriminelle verhalten auch genau so gut darauf zurückführen.
  

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06.08.10 um 17:54:23
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Da ja allzugerne Raucher mit Kinderschändern und Vergewaltigern gleichgesetzt werden, würde mich interessieren, ob es denn Studien über das Konsumverhalten von verurteilten Vergewaltigern u. ä. gibt.
Ich werden nämlich den Verdacht nicht los, daß die Raucher wohl eher im Bereich der Kleinkriminalität angesiedelt sind als in den Refugien der verklemmt-perversen Mittelschicht.
  
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