Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Petition war ein Flop (Gelesen: 144 mal)
Quirinus
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Re: Petition war ein Flop
Antwort #10 - 11.09.10 um 12:09:10
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Nur daß sie nie genug kriegen können ...
  
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Matrix
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In tyrannos!

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Re: Petition war ein Flop
Antwort #9 - 11.09.10 um 11:25:07
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Quirinus schrieb on 10.09.10 um 18:13:09:
@perle: Ich befürchte ohnehin, daß es vielen Petenten weniger um die jeweilige Sache geht als um den damit verbundenen Streit. Petitionen einzureichen scheint mir ein beliebtes Querulantenhobby zu sein.



Gerade Querulanten gieren nach Aufmerksamkeit und Bedeutung.
Leserbriefe, Tollen in Foren oder Facebook aber auch Petitionen sind Mőglichkeiten fűr sie, das zu kriegen was sie brauchen.
  

Tu felix Austria fume
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Quirinus
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Re: Petition war ein Flop
Antwort #8 - 10.09.10 um 18:13:09
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@ChristophL: In diesem Fall bin ich ganz deiner Meinung.

@perle: Ich befürchte ohnehin, daß es vielen Petenten weniger um die jeweilige Sache geht als um den damit verbundenen Streit. Petitionen einzureichen scheint mir ein beliebtes Querulantenhobby zu sein.

  
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perle
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Re: Petition war ein Flop
Antwort #7 - 10.09.10 um 17:06:58
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Quirinus schrieb on 10.09.10 um 13:48:42:
Menschen, die dieser Ansicht sind, verurteilen in aller Regel auch die Stammzellforschung. Das können fundamentalistische Christen sein, aber auch Anhänger des Galubens an Reinkarnation & Karma, die meinen, der Mensch habe keinerlei Recht, ein Leben daran zu hindern, sich zu inkarnieren, und sei es auch gegen den Willen der Mutter und/oder des Vaters. 


so weit habe ich das nicht verfolgt, weil ich keine zeit dazu hatte.

allerdings schoß mir der gedanke durch den kopf, daß er mit dieser petition dafür sorgen will, daß es auch weiterhin "nachschub" für sein anliegen gibt. damit einem die arbeit in den verschiedenen grüppchen und gremien nicht ausgeht.
  

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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Petition war ein Flop
Antwort #6 - 10.09.10 um 14:28:08
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Quirinus schrieb on 10.09.10 um 13:48:42:
Hast du wirklich nicht verstanden, was der Petent erreichen will? Ihm ist ganz offensichtlich daran gelegen, daß Frauen nicht mehr darüber entscheiden können, ob sie ein schwerstbehindertes Kind gebären wollen oder nicht. Schwangerschaftsabbrüche wären dann nur noch möglich, wenn mit dem Tod der Mutter während der Geburt zu rechnen wäre. Menschen, die dieser Ansicht sind, verurteilen in aller Regel auch die Stammzellforschung. Das können fundamentalistische Christen sein, aber auch Anhänger des Galubens an Reinkarnation & Karma, die meinen, der Mensch habe keinerlei Recht, ein Leben daran zu hindern, sich zu inkarnieren, und sei es auch gegen den Willen der Mutter und/oder des Vaters. 


Dem will ich im Prinzip nicht widersprechen, aber etwas doppelbödiger ist die Sache doch. Da halte ich es bei der Abtreitung wie der Sterbehilfe: Ich bin strikt für die Selbstbestimmung des Menschen über seinen eigenen Bauch/sein eigenes Leben, sehe aber mit Widerwillen die Versuche der medizinischen Profession, das in eine andere Richtung auszunutzen.
Bei der Sterbehilfe gibt es bei einigen Weißkitteln die Mentalität, dass nicht der Sterbenskranke, sondern der Halbgott als 'Experte' entscheiden soll, wer noch 'lebenswert' ist und wer nicht.
Bei der Abtreitung gibt es eine rechtliche Ungleichbehandlung von Föten, aus denen nach Prognose ein behindertes Kind werden wird und den anderen Föten. Diese Ungleichbehandlung hat eine Menge mit der bei einigen Weißkitteln heute wie vor 60 Jahren vorhandenen Mentalität zu tun, dass bestimmtes Leben als 'unwert' betrachtet wird. Drückt sich dadurch aus, dass so mancher 'Onkel Dokter' wie selbstverständlich von Schwangeren erwartet, dass sie einen Fötus abtreiben lassen, für den eine schwere Behinderung diagnostiziert worden ist.
Und das muss doch - gerade in Deutschland - kritisiert werden.  Ohne, wie gesagt, das Selbstbestimmungsrecht der Schwangern/Sterbehilfesuchenden in Frage zu stellen.

« Zuletzt geändert: 10.09.10 um 14:29:53 von ChristophL »  
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Quirinus
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Re: Petition war ein Flop
Antwort #5 - 10.09.10 um 13:48:42
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Hast du wirklich nicht verstanden, was der Petent erreichen will? Ihm ist ganz offensichtlich daran gelegen, daß Frauen nicht mehr darüber entscheiden können, ob sie ein schwerstbehindertes Kind gebären wollen oder nicht. Schwangerschaftsabbrüche wären dann nur noch möglich, wenn mit dem Tod der Mutter während der Geburt zu rechnen wäre. Menschen, die dieser Ansicht sind, verurteilen in aller Regel auch die Stammzellforschung. Das können fundamentalistische Christen sein, aber auch Anhänger des Galubens an Reinkarnation & Karma, die meinen, der Mensch habe keinerlei Recht, ein Leben daran zu hindern, sich zu inkarnieren, und sei es auch gegen den Willen der Mutter und/oder des Vaters.
  
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perle
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Re: Petition war ein Flop
Antwort #4 - 10.09.10 um 13:13:19
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schade. manchmal ist alleine schon hilfreich, wenn man weiß, wer solche eine petition eingereicht hat.

so gibt es derzeit eine e-petition an den bundestag, schwangerschaftsabbrüche nach etwaiger vorheriger diagnostik zu verbieten.

als ich mal geguckt habe, ob es was über den petitenten im internet gibt, habe ich herausgefunden, daß er sich in mehreren gruppen für behinderte menschen einsetzt.

wieso er nun eine regulierung der schwangerschaftsabbrüche fordert war mir nicht ganz klar. ich hätte es ja noch verstanden, wenn er für mehr stammzellforschung plädiert hätte, hat er aber nicht.
  

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Werner R. Niedermeier
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Re: Petition war ein Flop
Antwort #3 - 10.09.10 um 13:01:17
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perle schrieb on 10.09.10 um 08:55:25:
kann man irgendwo nachlesen, wer diese petitionen eingereicht, so wie bei den petitionen für den bundestag?

Ich habe nichts gefunden.
  

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.
http://www.rauchernews.de
http://www.aranita.de
http://www.bvgg.eu
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perle
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Re: Petition war ein Flop
Antwort #2 - 10.09.10 um 08:55:25
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kann man irgendwo nachlesen, wer diese petitionen eingereicht, so wie bei den petitionen für den bundestag?
  

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Quirinus
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Re: Petition war ein Flop
Antwort #1 - 09.09.10 um 21:27:17
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Quote:
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erscheint eine erneute parlamentarische Diskussion nicht angezeigt.


Sobald es aber wieder massiven Druck von oben gibt ...

« Zuletzt geändert: 09.09.10 um 21:27:56 von Quirinus »  
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RaucherHB
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Petition war ein Flop
08.09.10 um 21:29:58
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Da wurden (fast unbemerkt) doch glatt zwei Petitionen eingereicht eine fand sogar 7 Mitzeichner.
Quote:
Eingabe Nr.: L 17/712
Gegenstand:
Nichtraucherschutz
Begründung:
Der Petent regt an, das Nichtraucherschutzgesetz so zu ändern, dass in Gaststätten ein ausnahmsloses Rauchverbot gilt. Nur so lasse sich ein konsequenter Nichtraucherschutz ohne finanzielle Nachteile für die Wirte erreichen. Die Petition wird von sieben Mitzeichnern unterstützt.
Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales eingeholt. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung zusammengefasst wie folgt dar:
Das bremische Nichtraucherschutzgesetz stellt einen Kompromiss dar zwischen dem Schutz von Nichtrauchern vor den Gefahren des Passivrauchens und den Interessen der Gastronomie. Seine Regelungen entsprechen den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts. Sie sind das Ergebnis einer intensiven parlamentarischen Auseinandersetzung. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt erscheint eine erneute parlamentarische Diskussion nicht angezeigt.


Quote:
Eingabe Nr.: L 17/710
Gegenstand:
Nichtraucherschutz
Begründung:
Der Petent kritisiert, dass in Spielhallen und Wettbüros geraucht werden dürfe, in Diskotheken aber nicht. Einen Grund für diese Ungleichbehandlung gebe es nicht. Ihm sei nicht einleuchtend, weshalb überhaupt Ausnahmen vom Rauchverbot zugelassen würden, die sich nicht als unzumutbare Härte darstellen.
Der Petitionsausschuss hat zu dem Vorbringen des Petenten eine Stellungnahme der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales eingeholt. Unter Berücksichtigung dessen stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung zusammengefasst wie folgt dar:
Das Bremische Nichtraucherschutzgesetz sieht kein ausdrückliches Rauchverbot für Spielhallen oder ähnliche Einrichtungen vor. Nach der obergerichtlichen Rechtsprechung fallen Spielhallen, in denen Getränke gereicht werden, unter den Gaststättenbergriff im Sinne des Nichtraucherschutzgesetzes. Demnach gilt dort – ebenso wie in Diskotheken - ein grundsätzliches Rauchverbot. Ausnahmen sind ebenso wie für Gaststätten und Diskotheken unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die vom Petenten gerügte Ungleichbehandlung kann der Petitionsausschuss deshalb nicht erkennen.
Das bremische Nichtraucherschutzgesetz stellt einen Kompromiss dar zwischen dem Schutz von Nichtrauchern vor den Gefahren des Passivrauchens und den Interessen der Gastronomie. Seine Regelungen entsprechen den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts. Sie sind das Ergebnis einer intensiven parlamentarischen Auseinandersetzung

http://www.bremische-buergerschaft.de/drs_abo/Drs-17-1416_b1d.pdf
  

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