Seitenindex umschalten Seiten: 1 2 3 [4]  Thema versendenDrucken
Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Genosse will Raucherpartei gründen (Gelesen: 1.995 mal)
Werner R. Niedermeier
God Member
****
Offline



Beiträge: 977
Standort: München
Mitglied seit: 05.02.08
Geschlecht: männlich
Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #45 - 13.10.10 um 16:41:58
Beitrag drucken  
Ich hab heute morgen die Wiederholung gesehen. Ich gestehe ja, dass ich mit Frau Schwarzers Ideen nur sehr selten konform gehe, aber bei dieser Diskussion hat sie es Herrn Ströbele wirklich gezeigt.

Allerdings denke ich, dass auch bei diesem Thema (wie bei vielen anderen) die Gefahr in der Verallgemeinerung liegt. Dummerweise ist da niemand davor gefeit.
  

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.
http://www.rauchernews.de
http://www.aranita.de
http://www.bvgg.eu
Zum Seitenanfang
IP gespeichert
 
Wettereule
Full Member
***
Offline


Am Anfang waren .....
Feuer & Rauch

Beiträge: 253
Standort: Marburg
Mitglied seit: 19.08.09
Geschlecht: männlich
Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #46 - 13.10.10 um 17:18:00
Beitrag drucken  
Hallo Sandy,

Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Was mich aber mehr wundert ist, dass parteiinterne Differenzen nach aussen getragen werden. Damit demontiert sich eine Partei doch von selbst. [...]
Aber ok, is nur der Einwurf einer Aussenstehenden u. möglicherweise ist’s gar unhöflich, mich da einzumischen.


Danke für Deine Einmischung, die ich nun ganz und gar nicht als unhöflich empfinde.

Auf Basis der gleichen Überlegungen verzichte ich darauf, mich in diesem Kreis an dieser Debatte zu beteiligen, was keineswegs heißt, parteiintern nicht deutliche Position bezogen zu haben.

Auch sonst vielen Dank für Deine Beteiligung hier.

Gruß,

Jürgen
  

Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommts an.
Zum Seitenanfang
IP gespeichert
 
Martella
Senior Member
*****
Offline


Reality.sys is corrupted!
Reboot universe? (y/n)

Beiträge: 1.583
Standort: Wien
Mitglied seit: 08.08.07
Geschlecht: weiblich
Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #47 - 13.10.10 um 17:39:54
Beitrag drucken  
Werner R. Niedermeier schrieb on 13.10.10 um 16:41:58:
Ich hab heute morgen die Wiederholung gesehen. Ich gestehe ja, dass ich mit Frau Schwarzers Ideen nur sehr selten konform gehe, aber bei dieser Diskussion hat sie es Herrn Ströbele wirklich gezeigt.

Schwarzers Feminismus, der sich auf die Formel Frau=gut=Opfer, Mann=böse=Täter  reduziert, ist meiner Meinung nach krank. Aber eines muss man der Frau lassen: sie vertritt ihre Ansichten konsequent gegen jeden. Das ekelhafte an der grün-rosaroten Gutmenschenpartie ist ja vor allem ihre Verlogenheit: da wird bei jedem fehlenden Binnen-I wegen Geschlechterdiskriminierung aufgeheult, aber jeder noch so frauenverachtende Dreck, wenn er nur aus einem anderen Kulturkreis kommt, ist plötzlich irgendwie zu respektieren.

Werner R. Niedermeier schrieb on 13.10.10 um 16:41:58:
Allerdings denke ich, dass auch bei diesem Thema (wie bei vielen anderen) die Gefahr in der Verallgemeinerung liegt. Dummerweise ist da niemand davor gefeit.

Ich fürchte, Politik muss verallgemeinern. Es ist einfach nicht möglich, auf die Befindlichkeit jedes Individuums einzugehen.
  
Zum Seitenanfang
IP gespeichert
 
CoF
Senior Member
*****
Offline


Es lebe die Freiheit

Beiträge: 1.660
Mitglied seit: 08.08.07
Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #48 - 13.10.10 um 19:07:43
Beitrag drucken  
Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Was mich aber mehr wundert ist, dass parteiinterne Differenzen nach aussen getragen werden. Damit demontiert sich eine Partei doch von selbst. Die Kritik von Aussenstehenden (Xila z.B.) ist völlig legitim. So eine kritische Bestandsaufnahme muss eine Partei aushalten können.


Das nach aussen tragen in diesem Netzwerk kam nicht vom BmB. Ich habe lediglich Stellung bezogen.

Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Wkw = wer kennt wen?, wenn ich nix falsch versteh. Will damit sagen, Parteimitglieder veräußerlichen parteiinterne Kontroversdiskussionen… äh, sauber…! Gab’s da ned schon mal ne Schlammschlacht zweier Konkurrenzgruppen in Bayern, wenn’s auch keine Parteien waren?


Das ist ein wunder Punkt. Wir stehen für Meinungsfreiheit und Mündigkeit der Bürger. Was soll der BmB machen, wenn ein Mitglied seine Meinung äußert, die ein Teil der Bevölkerung richtig findet und ein anderer nicht? Zitat Martella, daß es genau auf den Punkt bringt: Es ist einfach nicht möglich, auf die Befindlichkeit jedes Individuums einzugehen.

Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Die fehlende Kommunikation ist der andere Punkt. Komisch finde ich schon, dass Mitglieder nicht einmal über die Aktivitäten der Vorstände im Vorfeld Bescheid wussten. Ich meine, der bmb wird ja keine Megapartei mit 100000 Mitgliedern sein, dass der Aufwand dafür zu hoch wär.


Richtig, fehlende Kommunikation ist ein Problem. Das liegt aber eher an den Mitgliedern als am Vorstand des BmB.
Als Partei kann man manchmal bei tagesaktuellen Themen und dieser irrsinnig schnellen Medienwelt nicht erst eine Umfrage starten und hoffen, daß die Mitglieder auch alle zeitnah Stellung beziehen. Im Gegenteil, es wäre ein Treffen der Mitglieder erforderlich, damit eine ausgiebige Diskussion stattfinden kann, um alle Unklarheiten zu beseitigen.
Trotzdem werden wir uns darüber Gedanken machen müssen, wie wir künftig vorgehen.

Bei Parteiprogrammänderungen hingegen ist das was völlig anderes, da hoffen und erwarten wir, daß sich Mitglieder äußern und Vorschläge einbringen. Das wird auch das Thema Integration sein, das ins Programm des BmB aufgenommen werden muß. Dazu wird jedoch ein Parteitag erforderlich.

Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Aber ok, is nur der Einwurf einer Aussenstehenden u. möglicherweise ist’s gar unhöflich, mich da einzumischen.


Ich finds nicht schlecht das Du Dich einmischt. Noch haben wir Meinungsfreiheit.

Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Komisch aber auch, dass der Raucherrassismus bei weitem weniger Aufsehen erregt, als der pc-inkorrekte Rassismus von einem Sarrazin. Nur zum Nachdenken im „anständigen“ deutschen Schweinestall, äh Staat natürlich. Proscht Mahlzeit!
hä?


Ich finde das überhaupt nicht komisch. Du kannst in allen erdenklichen Foren lesen, daß es einer überwältigenden Mehrheit lediglich um verfehlte Integration geht.

Das war beim Thema Rauchen völlig anders und ist für mich nicht vergleichbar.

« Zuletzt geändert: 13.10.10 um 19:09:02 von CoF »  

Der gesunde Menschenverstand ist die Sache, die am Besten auf der Welt verteilt ist, aber nur die wirklich 'Unverbildeten' haben ihn" ...


Philosoph Descartes
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
xila
Advanced Member
*****
Offline


... hat meistens recht
;)

Beiträge: 4.098
Mitglied seit: 15.10.07
Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #49 - 13.10.10 um 20:54:03
Beitrag drucken  
Ich lese aus den allen erdenklichen Foren häufig etwas ganz anderes heraus, CoF. Ohne Gewähr, weil ich keine Zeit hatte, die hier zitierte Studie im Volltext zu lesen

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33488/1.html

aber die Telepolis-Zusammenfassung spiegelt schon das wider, was ich aus Foren an Eindrücken gewonnen habe.

[quoete]Dass "Ausländer kommen, um den Sozialstaat auszunutzen", finden 30 Prozent zutreffend. Eben so viel Zustimmung fanden auch die Aussagen, dass man Ausländer wieder in ihre Heimat schicken solle, wenn die Arbeitsplätze knapp werden. Auch der Aussage, wonach Deutschland durch die "vielen Ausländer" "in gefährlichem Maße überfremdet" werde, stimmten beinahe ein Drittel zu.

[...]Weit mehr als die Hälfte (58,4%), etwa das Wahlergebnis, dem die CSU hinterherweint, stimmten der Aussage zu, dass "die Religionsausübung für Muslime in Deutschland erheblich eingeschränkt" werden sollte – im Grundgesetz steht anderes. [/quote]

Meiner Meinung nach ist das bis zu einem gewissen Punkt in miesen Zeiten wie denen, die wir gerade haben, normal, weil Angst nun einmal futterneidisch macht. Aus irgendwelchen schwer nachvollziehbaren Gründen schürt die Politik pausenlos neue Ängste, anstatt sie zu beruhigen zu versuchen, was den Nährboden für populistische Rattenfängerei stetig verbessert, ihr selbst aber wohl auch eher schlecht bekommen wird, denn meines Erachtens ist die Sache kurz davor, ihr endgültig um die Ohren zu fliegen. Die spielen inzwischen mit dem Feuer, und das einzig Gute daran ist, daß derzeit weit und breit keine populistische Rattenfänger-Partei bereitsteht, um das politische Vakuum zu füllen.

Noch mal der Telepolis-Artikel:

Quote:
Die als gemeinsames, nationales Interesse formulierte ökonomische Rationalität sei zur dominanten Argumentationsfigur geworden und würde die demokratischen Institutionen faktisch schwächen.

In Anlehnung an den Soziologen Klaus Dörre spricht die Studie von einer "ökonomischen Landnahme", die alle Bereiche des individuellen und persönlichen Lebens erfasst, in der sich die Überlegungen vor allem darauf konzentrieren würden, wie die Sanktionen gegen diejenigen, die nicht (mehr) in diese ökonomische Logik passen, verschärft werden könnten.


Das heißt, jemandem, den man diffamieren will, spricht man nach dieser These einfach die gesellschaftliche Nützlichkeit ab. Stichwort Hartz-IV-Empfänger und sonstige Geringqualifizierte, deren beruflichem Status nun auch noch von Sarrazin die Rolle einer Erbkrankheit zugedacht wurde - und Sandy erwähnt zu Recht dieses ominöse Rauchergen und die angebliche Dummheit der Raucher. Und natürlich auch die berüchtigten Sozialhilfe-Dynastien, mit denen arbeitslose Ausländer inzwischen schon fast automatisch gleichgesetzt werden.

Das paßt schon alles zusammen, auch mit den Befragungsergebnissen. Und mit dem Ausgang des Volksentscheids, dem ja auch mehrere Jahre einschlägiger Propaganda vorausgingen.



  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Terrx
Senior Member
*****
Offline


Einheit in Vielfalt war
bis zur FCTC-Konvention

Beiträge: 1.861
Mitglied seit: 26.03.07
Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #50 - 13.10.10 um 23:00:04
Beitrag drucken  
Kriegt Ihr Euch noch wieder ein?
Mal abgesehen, daß hier hinten alles OT ist, blickt  ein dazukommender Leser schwer durch.

Ich hab da für Zuwanderer meinen Grundsatz, der doch meist stimmte:

"Man kann nicht auf Dauer nur einen Menschen herholen."

Selbst der hochqualifizierte Facharbeiter oder Ingenieur wird, wenn es ihm hier gefällt, Verwandte und Bekannte nachholen.
Das mal vor allem an die Adresse der "Wirtschaft", die dauernd nach denen ruft, statt sie auszubilden und die Nachkommenden dann der restlichen Gesellschaft überläßt.
Wenn beispielsweise EADS/Airbus nach Flugzeugingenieuren ruft, weil sie zu trottelig oder sparsam ausgebildet haben, dann muß die Gesellschaft dann mit der Frau, den Kindern, den Eltern, den Schwiegereltern, den Geschwistern der Schwiegereltern...klarkommen.
Wenn die Politik sagt, daß das nicht geht, muß EADS/Airbus wohl mal doch paar Facharbeitern ein Studium finanzieren - allemal volkswirtschaftlich günstiger als Rundumversorgung für 20 Leute des Anhangs.

Soviel dazu.

Dann gibts auch noch geschlossene Volksgruppen, die auch in 10 Generationen nicht deutsch werden werden.
Die sollte man als Deutschland nicht noch auffüllen.

Wenn die ansässige Bevölkerung mit denen nicht klarkommt und also auch die gesellschaft nicht, dann gehört das nicht nur angesprochen, sondern auch geändert.

Aber ganz vorne dran sollte es in D. mal die Debatte darüber geben, warum wir (Deutschen)denn den "Demographischen Wandel" haben!
Ist das ein Naturgesetz?!!



  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
ChristophL
Administrator
*****
Offline


Freier Rauch statt Rauchfrei!

Beiträge: 8.525
Mitglied seit: 30.06.06
Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #51 - 14.10.10 um 01:28:31
Beitrag drucken  
Terrx schrieb on 13.10.10 um 23:00:04:
ch hab da für Zuwanderer meinen Grundsatz, der doch meist stimmte:

"Man kann nicht auf Dauer nur einen Menschen herholen."

Selbst der hochqualifizierte Facharbeiter oder Ingenieur wird, wenn es ihm hier gefällt, Verwandte und Bekannte nachholen.



Die Familienzusammenführung ist ein ganz entscheidendes Problem. Ohne diesen Anspruch auf Seiten von Zuwanderern hätten sich diese zu einem großen Teil in die Bevölkerung hinein gemischt (oder wären rückgewandert), und wir hätten weniger Integrationsschwierigkeiten. In den Niederlanden hat man da ein bisschen was verschärft, indem Importbräute usw. nur noch unter bestimmten Bedingungen einwandern dürfen.

  
Zum Seitenanfang
 
IP gespeichert
 
Seitenindex umschalten Seiten: 1 2 3 [4] 
Thema versendenDrucken
 
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.    Hier erfahren Sie mehr zum Datenschutz OK