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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Genosse will Raucherpartei gründen (Gelesen: 1.672 mal)
ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #51 - 14.10.10 um 01:28:31
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Terrx schrieb on 13.10.10 um 23:00:04:
ch hab da für Zuwanderer meinen Grundsatz, der doch meist stimmte:

"Man kann nicht auf Dauer nur einen Menschen herholen."

Selbst der hochqualifizierte Facharbeiter oder Ingenieur wird, wenn es ihm hier gefällt, Verwandte und Bekannte nachholen.



Die Familienzusammenführung ist ein ganz entscheidendes Problem. Ohne diesen Anspruch auf Seiten von Zuwanderern hätten sich diese zu einem großen Teil in die Bevölkerung hinein gemischt (oder wären rückgewandert), und wir hätten weniger Integrationsschwierigkeiten. In den Niederlanden hat man da ein bisschen was verschärft, indem Importbräute usw. nur noch unter bestimmten Bedingungen einwandern dürfen.

  
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Terrx
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Einheit in Vielfalt war
bis zur FCTC-Konvention

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #50 - 13.10.10 um 23:00:04
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Kriegt Ihr Euch noch wieder ein?
Mal abgesehen, daß hier hinten alles OT ist, blickt  ein dazukommender Leser schwer durch.

Ich hab da für Zuwanderer meinen Grundsatz, der doch meist stimmte:

"Man kann nicht auf Dauer nur einen Menschen herholen."

Selbst der hochqualifizierte Facharbeiter oder Ingenieur wird, wenn es ihm hier gefällt, Verwandte und Bekannte nachholen.
Das mal vor allem an die Adresse der "Wirtschaft", die dauernd nach denen ruft, statt sie auszubilden und die Nachkommenden dann der restlichen Gesellschaft überläßt.
Wenn beispielsweise EADS/Airbus nach Flugzeugingenieuren ruft, weil sie zu trottelig oder sparsam ausgebildet haben, dann muß die Gesellschaft dann mit der Frau, den Kindern, den Eltern, den Schwiegereltern, den Geschwistern der Schwiegereltern...klarkommen.
Wenn die Politik sagt, daß das nicht geht, muß EADS/Airbus wohl mal doch paar Facharbeitern ein Studium finanzieren - allemal volkswirtschaftlich günstiger als Rundumversorgung für 20 Leute des Anhangs.

Soviel dazu.

Dann gibts auch noch geschlossene Volksgruppen, die auch in 10 Generationen nicht deutsch werden werden.
Die sollte man als Deutschland nicht noch auffüllen.

Wenn die ansässige Bevölkerung mit denen nicht klarkommt und also auch die gesellschaft nicht, dann gehört das nicht nur angesprochen, sondern auch geändert.

Aber ganz vorne dran sollte es in D. mal die Debatte darüber geben, warum wir (Deutschen)denn den "Demographischen Wandel" haben!
Ist das ein Naturgesetz?!!



  
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xila
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... hat meistens recht
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #49 - 13.10.10 um 20:54:03
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Ich lese aus den allen erdenklichen Foren häufig etwas ganz anderes heraus, CoF. Ohne Gewähr, weil ich keine Zeit hatte, die hier zitierte Studie im Volltext zu lesen

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33488/1.html

aber die Telepolis-Zusammenfassung spiegelt schon das wider, was ich aus Foren an Eindrücken gewonnen habe.

[quoete]Dass "Ausländer kommen, um den Sozialstaat auszunutzen", finden 30 Prozent zutreffend. Eben so viel Zustimmung fanden auch die Aussagen, dass man Ausländer wieder in ihre Heimat schicken solle, wenn die Arbeitsplätze knapp werden. Auch der Aussage, wonach Deutschland durch die "vielen Ausländer" "in gefährlichem Maße überfremdet" werde, stimmten beinahe ein Drittel zu.

[...]Weit mehr als die Hälfte (58,4%), etwa das Wahlergebnis, dem die CSU hinterherweint, stimmten der Aussage zu, dass "die Religionsausübung für Muslime in Deutschland erheblich eingeschränkt" werden sollte – im Grundgesetz steht anderes. [/quote]

Meiner Meinung nach ist das bis zu einem gewissen Punkt in miesen Zeiten wie denen, die wir gerade haben, normal, weil Angst nun einmal futterneidisch macht. Aus irgendwelchen schwer nachvollziehbaren Gründen schürt die Politik pausenlos neue Ängste, anstatt sie zu beruhigen zu versuchen, was den Nährboden für populistische Rattenfängerei stetig verbessert, ihr selbst aber wohl auch eher schlecht bekommen wird, denn meines Erachtens ist die Sache kurz davor, ihr endgültig um die Ohren zu fliegen. Die spielen inzwischen mit dem Feuer, und das einzig Gute daran ist, daß derzeit weit und breit keine populistische Rattenfänger-Partei bereitsteht, um das politische Vakuum zu füllen.

Noch mal der Telepolis-Artikel:

Quote:
Die als gemeinsames, nationales Interesse formulierte ökonomische Rationalität sei zur dominanten Argumentationsfigur geworden und würde die demokratischen Institutionen faktisch schwächen.

In Anlehnung an den Soziologen Klaus Dörre spricht die Studie von einer "ökonomischen Landnahme", die alle Bereiche des individuellen und persönlichen Lebens erfasst, in der sich die Überlegungen vor allem darauf konzentrieren würden, wie die Sanktionen gegen diejenigen, die nicht (mehr) in diese ökonomische Logik passen, verschärft werden könnten.


Das heißt, jemandem, den man diffamieren will, spricht man nach dieser These einfach die gesellschaftliche Nützlichkeit ab. Stichwort Hartz-IV-Empfänger und sonstige Geringqualifizierte, deren beruflichem Status nun auch noch von Sarrazin die Rolle einer Erbkrankheit zugedacht wurde - und Sandy erwähnt zu Recht dieses ominöse Rauchergen und die angebliche Dummheit der Raucher. Und natürlich auch die berüchtigten Sozialhilfe-Dynastien, mit denen arbeitslose Ausländer inzwischen schon fast automatisch gleichgesetzt werden.

Das paßt schon alles zusammen, auch mit den Befragungsergebnissen. Und mit dem Ausgang des Volksentscheids, dem ja auch mehrere Jahre einschlägiger Propaganda vorausgingen.



  

As the mathematician Ian Stewart points out in “Do Dice Play God?” (Basic), the average person has one breast and one testicle.
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CoF
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Es lebe die Freiheit

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #48 - 13.10.10 um 19:07:43
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Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Was mich aber mehr wundert ist, dass parteiinterne Differenzen nach aussen getragen werden. Damit demontiert sich eine Partei doch von selbst. Die Kritik von Aussenstehenden (Xila z.B.) ist völlig legitim. So eine kritische Bestandsaufnahme muss eine Partei aushalten können.


Das nach aussen tragen in diesem Netzwerk kam nicht vom BmB. Ich habe lediglich Stellung bezogen.

Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Wkw = wer kennt wen?, wenn ich nix falsch versteh. Will damit sagen, Parteimitglieder veräußerlichen parteiinterne Kontroversdiskussionen… äh, sauber…! Gab’s da ned schon mal ne Schlammschlacht zweier Konkurrenzgruppen in Bayern, wenn’s auch keine Parteien waren?


Das ist ein wunder Punkt. Wir stehen für Meinungsfreiheit und Mündigkeit der Bürger. Was soll der BmB machen, wenn ein Mitglied seine Meinung äußert, die ein Teil der Bevölkerung richtig findet und ein anderer nicht? Zitat Martella, daß es genau auf den Punkt bringt: Es ist einfach nicht möglich, auf die Befindlichkeit jedes Individuums einzugehen.

Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Die fehlende Kommunikation ist der andere Punkt. Komisch finde ich schon, dass Mitglieder nicht einmal über die Aktivitäten der Vorstände im Vorfeld Bescheid wussten. Ich meine, der bmb wird ja keine Megapartei mit 100000 Mitgliedern sein, dass der Aufwand dafür zu hoch wär.


Richtig, fehlende Kommunikation ist ein Problem. Das liegt aber eher an den Mitgliedern als am Vorstand des BmB.
Als Partei kann man manchmal bei tagesaktuellen Themen und dieser irrsinnig schnellen Medienwelt nicht erst eine Umfrage starten und hoffen, daß die Mitglieder auch alle zeitnah Stellung beziehen. Im Gegenteil, es wäre ein Treffen der Mitglieder erforderlich, damit eine ausgiebige Diskussion stattfinden kann, um alle Unklarheiten zu beseitigen.
Trotzdem werden wir uns darüber Gedanken machen müssen, wie wir künftig vorgehen.

Bei Parteiprogrammänderungen hingegen ist das was völlig anderes, da hoffen und erwarten wir, daß sich Mitglieder äußern und Vorschläge einbringen. Das wird auch das Thema Integration sein, das ins Programm des BmB aufgenommen werden muß. Dazu wird jedoch ein Parteitag erforderlich.

Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Aber ok, is nur der Einwurf einer Aussenstehenden u. möglicherweise ist’s gar unhöflich, mich da einzumischen.


Ich finds nicht schlecht das Du Dich einmischt. Noch haben wir Meinungsfreiheit.

Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Komisch aber auch, dass der Raucherrassismus bei weitem weniger Aufsehen erregt, als der pc-inkorrekte Rassismus von einem Sarrazin. Nur zum Nachdenken im „anständigen“ deutschen Schweinestall, äh Staat natürlich. Proscht Mahlzeit!
hä?


Ich finde das überhaupt nicht komisch. Du kannst in allen erdenklichen Foren lesen, daß es einer überwältigenden Mehrheit lediglich um verfehlte Integration geht.

Das war beim Thema Rauchen völlig anders und ist für mich nicht vergleichbar.

« Zuletzt geändert: 13.10.10 um 19:09:02 von CoF »  

Der gesunde Menschenverstand ist die Sache, die am Besten auf der Welt verteilt ist, aber nur die wirklich 'Unverbildeten' haben ihn" ...


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Martella
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #47 - 13.10.10 um 17:39:54
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Werner R. Niedermeier schrieb on 13.10.10 um 16:41:58:
Ich hab heute morgen die Wiederholung gesehen. Ich gestehe ja, dass ich mit Frau Schwarzers Ideen nur sehr selten konform gehe, aber bei dieser Diskussion hat sie es Herrn Ströbele wirklich gezeigt.

Schwarzers Feminismus, der sich auf die Formel Frau=gut=Opfer, Mann=böse=Täter  reduziert, ist meiner Meinung nach krank. Aber eines muss man der Frau lassen: sie vertritt ihre Ansichten konsequent gegen jeden. Das ekelhafte an der grün-rosaroten Gutmenschenpartie ist ja vor allem ihre Verlogenheit: da wird bei jedem fehlenden Binnen-I wegen Geschlechterdiskriminierung aufgeheult, aber jeder noch so frauenverachtende Dreck, wenn er nur aus einem anderen Kulturkreis kommt, ist plötzlich irgendwie zu respektieren.

Werner R. Niedermeier schrieb on 13.10.10 um 16:41:58:
Allerdings denke ich, dass auch bei diesem Thema (wie bei vielen anderen) die Gefahr in der Verallgemeinerung liegt. Dummerweise ist da niemand davor gefeit.

Ich fürchte, Politik muss verallgemeinern. Es ist einfach nicht möglich, auf die Befindlichkeit jedes Individuums einzugehen.
  
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Wettereule
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #46 - 13.10.10 um 17:18:00
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Hallo Sandy,

Sandy schrieb on 13.10.10 um 09:09:45:
Was mich aber mehr wundert ist, dass parteiinterne Differenzen nach aussen getragen werden. Damit demontiert sich eine Partei doch von selbst. [...]
Aber ok, is nur der Einwurf einer Aussenstehenden u. möglicherweise ist’s gar unhöflich, mich da einzumischen.


Danke für Deine Einmischung, die ich nun ganz und gar nicht als unhöflich empfinde.

Auf Basis der gleichen Überlegungen verzichte ich darauf, mich in diesem Kreis an dieser Debatte zu beteiligen, was keineswegs heißt, parteiintern nicht deutliche Position bezogen zu haben.

Auch sonst vielen Dank für Deine Beteiligung hier.

Gruß,

Jürgen
  

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Werner R. Niedermeier
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #45 - 13.10.10 um 16:41:58
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Ich hab heute morgen die Wiederholung gesehen. Ich gestehe ja, dass ich mit Frau Schwarzers Ideen nur sehr selten konform gehe, aber bei dieser Diskussion hat sie es Herrn Ströbele wirklich gezeigt.

Allerdings denke ich, dass auch bei diesem Thema (wie bei vielen anderen) die Gefahr in der Verallgemeinerung liegt. Dummerweise ist da niemand davor gefeit.
  

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.
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papa_baer66
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #44 - 13.10.10 um 13:26:05
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Nicht Rauchen macht dumm, grün macht dumm!

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Wettereule
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Re: Inzwischen gibts das auch in der Mediathek ...
Antwort #43 - 13.10.10 um 13:23:47
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Ich wiederhole: Absolut sehenswert, wie der GRÜNE Alien da mit der Wirklichkeit konfrontiert wird, ohne sie auch nur andeutungsweise zu erkennen.

Grün UND senil ist eine verheerende Mischung ...

http://mediathek.daserste.de/daserste/servlet/content/5597326?pageId=&moduleId=3...

Jürgen

« Zuletzt geändert: 13.10.10 um 13:26:01 von Wettereule »  

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evarix
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #42 - 13.10.10 um 13:08:49
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Wettereule schrieb on 12.10.10 um 21:58:18:
WAS tut das gut, wie Ströbele gerade bei Maischberger zum Thema eingemacht wird! Zwinkernd



Allerdings, ja!

Geradezu eingedampft worden ist dieser unverbesserliche Sozialromantiker.

Mag er auch bis dato noch in einigen Kiezen seines Wahlbezirks, vor allem im ehemaligen Kreuzberg SO 36, als bei jeder Versammlung präsenter und damit vermeintlich bürgernaher "Elder Hanfman" allseits bekannt sein und sich einer gewissen Beliebtheit erfreuen; ob die nachwachsende Generation diese Popularität künftig noch nachzuvollziehen vermag, wage ich zu bezweifeln:

"Du, Michael", fragen die angehenden Erstkläßler Anna-Laura und Konrad-Maximilian heute schon ihren Papa beim alljährlich am und um den "Kotti" *) stattfindenden sog. Myfest, "der alte Mann da drüben, der mit dem roten Schal, ist das der, 'wegen dem' die Mama sagt, sie wohnt jetzt bei der Sabine?" **)


Mag für diejenigen, die die einschlägigen Viertel Berlins und anderer Großstädte nicht kennen, merkwürdig anmuten, ist aber in der Realität so; ich kenne diverse Beispiele, nicht zuletzt das einer befreundeten Grundschullehrerin, die schon seinerzeit in den neunziger Jahren, als es um die Einschulung ihrer beiden Söhne ging, jeweils die Meldeadresse änderte.

Leute wie Ströbele, die die vielfältige Problematik, vor allem in Großstädten, die nicht nur, aber jedenfalls auch partiell gescheiterter Integration zu verdanken ist, leugnen, haben nichts verstanden.

Deshalb war das geballte Kontra, das Schwarzer, vor allem aber Balci und Buschkowsky als Kenner der Szene, Ströbele geboten haben, bitter nötig.

Gruß

evarix


 

*)   Kottbusser Tor/Platz
**) kurzfristiger, meist fingierter Wohnortwechsel    eines Elternteils, um der Einschulung des Kindes in die an sich örtlich zuständige sog. Problemschule zu entgehen
  
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Sandy
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Hallo

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #41 - 13.10.10 um 09:09:45
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So wie ich’s mitbekam, wurde da einem ehemaligen Bankmenschen ne Mitgliedschaft in einer Partei angetragen. Der Schritt wird aufgrund der Unpopularität des Herrn von einigen Parteimitgliedern als anrüchig empfunden.

Zitat:
Das gilt nicht zuletzt, weil davon auszugehen ist, daß Sarrazin den Namen BmB noch nie gehört hat

Davon ist auszugehen im Normalfall. Vielleicht wurde vom Parteivorstand das Ding aber doch vorher mit Sarrazin abgesprochen. Man erfährt’s dann, falls er wirklich beitritt.

Was mich aber mehr wundert ist, dass parteiinterne Differenzen nach aussen getragen werden. Damit demontiert sich eine Partei doch von selbst. Die Kritik von Aussenstehenden (Xila z.B.) ist völlig legitim. So eine kritische Bestandsaufnahme muss eine Partei aushalten können.

Zitat:
Schockiert hat mich auch ein Beitrag eines BmB-Mitglieds - der bis jetzt unkommentiert stehen blieb - bei wkw:

Wkw = wer kennt wen?, wenn ich nix falsch versteh. Will damit sagen, Parteimitglieder veräußerlichen parteiinterne Kontroversdiskussionen… äh, sauber…! Gab’s da ned schon mal ne Schlammschlacht zweier Konkurrenzgruppen in Bayern, wenn’s auch keine Parteien waren? Das sind aber auch Indizien dafür, *warum* der (schlecht) organisierte Raucherwiderstand sooft scheitert, wenn man sich scho gegenseitig ans Bein pinkelt. Soviel zu Parteien und Vereinen.

Die fehlende Kommunikation ist der andere Punkt. Komisch finde ich schon, dass Mitglieder nicht einmal über die Aktivitäten der Vorstände im Vorfeld Bescheid wussten. Ich meine, der bmb wird ja keine Megapartei mit 100000 Mitgliedern sein, dass der Aufwand dafür zu hoch wär.

Aber ok, is nur der Einwurf einer Aussenstehenden u. möglicherweise ist’s gar unhöflich, mich da einzumischen.

Ach und ja, der akzeptierte „Sarrazin“ heisst Tel Hashomer.

http://www.bild.de/BILD/ratgeber/gesund-fit/2010/04/27/studie-rauchen/forscher-f...

http://www.bild.de/BILD/ratgeber/gesund-fit/2010/02/25/iq-raucher/rauchen-macht-...

Man empört sich ja über die Genforschung.

Zitat:
Der BmB steht für Meinungsfreiheit ohne das man daraufhin seinen Posten verliert und von der restlichen "anständigen" deutschen Politik durch den Verleumdungswald gezogen wird.

Komisch aber auch, dass der Raucherrassismus bei weitem weniger Aufsehen erregt, als der pc-inkorrekte Rassismus von einem Sarrazin. Nur zum Nachdenken im „anständigen“ deutschen Schweinestall, äh Staat natürlich. Proscht Mahlzeit!
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #40 - 12.10.10 um 22:38:01
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@ CoF
Quote:
Die Einladung Sarrazins zum BmB wurde demokratisch beschlossen.


sie wurde vom vorstand beschlossen. die basis wurde weder gefragt noch darüber informiert. das ist zwar irgendwie demokratisch, guter stil ist es nicht.

Quote:
Die Rede von Wulff ist ein typisches Beispiel dafür, wie man ein Problem nicht löst. Ich verstehe nicht, daß man eine offensichtlich verfehlte Intergrationspolitik nicht ansprechen darf bzw. das dann einer wie Sarrazin kommen muß um Bewegung in diese Problematik zu bringen.


absolut einverstanden.

nur erstens: warum wurde sarrazin dann nicht bereits vor über einem jahr eingeladen, als er sich in dieser richtung erstmals öffentlich zu wort meldete.

zweitens: warum findet sich der punkt einwanderungspolitik, den ich auch für einen sehr wichtigen halte (und das nicht erst seit einem jahr), nirgendwo im programm des bmb?

Quote:
Meine Aussage zu Sarrazin bleibt bestehen. Meinungsfreiheit ist fundamental in einer Demokratie auch wenn der Rest seines Buches nicht meine Zustimmung findet.


genau das ist der punkt. worum geht es euch denn nun eigentlich?

um eine solidaritätsbezeugung mit dem "maulkorb-opfer" sarrazin?

um ein ersthaftes engagement in sachen einwanderungs- zuwanderungs und -integrationspolitik?

oder ist diese demokratisch beschlossene einladung doch nichts anderes als ein reichlich nassforscher anbiederungsversuch an einen momentan nach oben gespülten provokateur, zu dessen aussagen man (wie du selber schreibst) inhaltlich nicht einmal in vollem umfang stehen muss?

  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #39 - 12.10.10 um 21:58:18
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WAS tut das gut, wie Ströbele gerade bei Maischberger zum Thema eingemacht wird! Zwinkernd

Jürgen


Nachtrag: Darum gings genau:

http://www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=12.10.2010&startseite=true

und Güner Yasemin Balci hat Ströbele die absolut passenden Ansagen gemacht! - Kapiert hat DER freilich gar nix.

Wer die - trotz Schwarzer - absolut sehenswerte Runde noch schauen will:

Wiederholungstermine der Sendung :

Mittwoch, 13.10.2010 | 09:30 Uhr (MDR)
Samstag, 16.10.2010 | 23:20 Uhr (3Sat)

Mediathek ist noch nicht.
« Zuletzt geändert: 12.10.10 um 22:32:08 von Wettereule »  

Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommts an.
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #38 - 12.10.10 um 21:44:58
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Werner R. Niedermeier schrieb on 12.10.10 um 19:59:50:
CoF schrieb on 12.10.10 um 14:06:13:
Nicht die Zuwanderung, der Islam ist das Problem!

Ich persönlich würde noch einen Schritt weiter gehen: Jeder religiöse oder pseudoreligiöser Fanatismus ist ein Problem. Ich beschränke dies nicht auf den Islam. Von mir aus kann jeder glauben, was er will. Er soll aber verdammt noch mal damit aufhören, anderen seinen Glauben aufzuzwingen. Und dabei ist es mir völlig egal, ob das irgendwelche Puritaner, Gesundheitsfaschisten, Islamisten oder sonstwer ist.


ja...aber das ist nicht einen Schritt weiter gegangen, sondern das ist der eigentliche  Schritt in eine richtige Richtung. Islamistische Fanatiker sind genauso scheiße wie z.B. ein Bischof Mixa.
Wir können doch nicht ernsthaft behaupten, der Islam sei generell das Problem ohne in dumpfe Pauschalierungen zu verfallen.
Um es jetzt recht plakativ zu gestalten:
Es hat doch niemand ernsthaft ein Problem mit beispielsweise Mesut Özil, wenn er vor jedem Spiel Koranverse betet.
Gut das könnte jetzt die hierzulande gerne gepflegte multikulturelle Doppelmoral sein, trotzdem...

es gibt kein ernsthaftes Argument dafür dass diese Menschen ein Problem darstellen können, solange sie die Grundwerte unserer Kultur so akzeptieren wie wir ihre Religion. Sie müssen das nicht adaptieren oder 'sich anpassen'.
Leben und leben lassen hieß das vor langer Zeit einmal......bevor irgendwelche Fanatiker aus Passau das ganze grotesk verdreht haben.
« Zuletzt geändert: 12.10.10 um 21:46:24 von Berlin-Mindplayer »  
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Werner R. Niedermeier
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #37 - 12.10.10 um 19:59:50
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CoF schrieb on 12.10.10 um 14:06:13:
Nicht die Zuwanderung, der Islam ist das Problem!

Ich persönlich würde noch einen Schritt weiter gehen: Jeder religiöse oder pseudoreligiöser Fanatismus ist ein Problem. Ich beschränke dies nicht auf den Islam. Von mir aus kann jeder glauben, was er will. Er soll aber verdammt noch mal damit aufhören, anderen seinen Glauben aufzuzwingen. Und dabei ist es mir völlig egal, ob das irgendwelche Puritaner, Gesundheitsfaschisten, Islamisten oder sonstwer ist.
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #36 - 12.10.10 um 19:54:35
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@CoF,
Quote:
Nicht die Zuwanderung, der Islam ist das Problem!
Da gehe ich zu 100 % mit. Nur will es keiner wahrhaben.

Gruß DL
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #35 - 12.10.10 um 19:51:07
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Zora schrieb on 12.10.10 um 16:33:03:
CoF schrieb on 12.10.10 um 14:06:13:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article10238861/Nicht-die-Zuwanderung-der-...

12.10.10|Integrationsdebatte

Nicht die Zuwanderung, der Islam ist das Problem! Schriftsteller Ralph Giordano verurteilt in einem offenen Brief die positive Haltung des Bundespräsidenten Christian Wulff zum Islam.


CoF, es tut mir leid, aber ich kann dem ganzen nicht mehr folgen (ebenfalls tut es mir leid, dass du hier von seiten des bmb vorstandes nicht mehr unterstützung erfährst).

frage (an dich): was hat die vollkommen verrutschte rede des bundespräsidenten am 3. oktober mit der thematik sarrazin als eingeladenes ehrenmitglied des bmb zu tun?



Die Einladung Sarrazins zum BmB wurde demokratisch beschlossen.

Die Rede von Wulff ist ein typisches Beispiel dafür, wie man ein Problem nicht löst. Ich verstehe nicht, daß man eine offensichtlich verfehlte Intergrationspolitik nicht ansprechen darf bzw. das dann einer wie Sarrazin kommen muß um Bewegung in diese Problematik zu bringen.

Meine Aussage zu Sarrazin bleibt bestehen. Meinungsfreiheit ist fundamental in einer Demokratie auch wenn der Rest seines Buches nicht meine Zustimmung findet.
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #34 - 12.10.10 um 16:33:03
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CoF schrieb on 12.10.10 um 14:06:13:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article10238861/Nicht-die-Zuwanderung-der-...

12.10.10|Integrationsdebatte

Nicht die Zuwanderung, der Islam ist das Problem! Schriftsteller Ralph Giordano verurteilt in einem offenen Brief die positive Haltung des Bundespräsidenten Christian Wulff zum Islam.


CoF, es tut mir leid, aber ich kann dem ganzen nicht mehr folgen (ebenfalls tut es mir leid, dass du hier von seiten des bmb vorstandes nicht mehr unterstützung erfährst).

frage (an dich): was hat die vollkommen verrutschte rede des bundespräsidenten am 3. oktober mit der thematik sarrazin als eingeladenes ehrenmitglied des bmb zu tun?

  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #33 - 12.10.10 um 16:28:30
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Llarian schrieb on 12.10.10 um 14:31:58:
Hallo CoF,
nein, ich habe nachgefragt. Es ist keine Satire. Anscheinend will man sich vielmehr von Seiten des Vorstandes profilieren und in die Diskussion bringen, indem man diesen Herren einlädt.

Meinen Austritt habe ich erklärt. Ich denke auch nicht, daß ich da überreagiere. Wenn man einem Herrn Sarrazin zugesteht, seine Meinung so öffentlich zu äußern, nehme ich mir das selbe Recht. Und meine Meinung ist, daß dieser Herr nicht nur rassistischen Stuß labert, ich bin außerdem der Meinung, daß ich ganz bestimmt nicht in derselben Partei sein möchte.



Für mich gilt in gleicher Weise noch immer dasselbe!
Selbst eine Distanzierung von dieser Einladung und / oder Gesinnung (mir erscheint sie auch eindeutig) würde es nicht ändern.
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #32 - 12.10.10 um 14:58:09
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...soweit wäre ich noch noch nicht einmal gegangen.
Zum einen ist es tatsächlich sowas von unrealistisch, dass sich olle Thilo dem BMB anschließt, dass es in der Tat einen recht peinlichen Eindruck hinterläßt.
Zum anderen scheint mir die -ohnehin recht dürftige- Begründung das Produkt einfacher Denkstrukturen.
Ich denke nicht dass Sarrazin die die geheimen Gelüste des kleinen Mannes, des gemeinen Bild-Lesers, bedient...wie es in der Vergangenheit Republikaner, DVU und NPD, oder wie die ganze Scheiße sich auch nennt, gerne getan haben.
Und falls doch, dann bestenfalls als Zufallsprodukt, weil man sich mit Schlagworten begnügt hat.

Sarrazin wählt hier einen deutlich perfideren Weg mittels pseudointellektuellem und -wissenschaftlichem Anstrich.
Ich glaube nicht, dass er der Rattenfänger der Gosse ist. Vielmehr laufen im jene nach, die oftmals aus der Mittelschicht entspringen und sich möglicherweise noch zum Bildungsbürgertum zählen.
Also die, die sich gerne und reflexartig gegenüber anderen Gesellschaftsschichten abzugrenzen versuchen. Erstaunlicherweise dient gerade denen oft die political correctness als Hilfsmittel....deren Überwindung dem BMB ja scheinbar so gefällt.   
« Zuletzt geändert: 12.10.10 um 18:06:19 von Berlin-Mindplayer »  
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #31 - 12.10.10 um 14:31:58
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CoF schrieb on 08.10.10 um 21:16:08:
Llarian schrieb on 08.10.10 um 12:22:44:
Ich habe leider heute erst die Einladung des BmB an Herrn Sarrazin gesehen, in der ihm die Ehrenmitgliedschaft angeboten wird. Meinen Austritt erkläre ich noch heute. Sorry, eine Partei, die diesen Rassisten und Hetzredner hofiert, ist bei mir unten durch.

Und nein, das ist keine erkennbare Satire (die bei diesem Herren sowieso wirkungslos verpuffen würde).


Überreagierst Du da nicht? Meinungsfreiheit, egal von wem, sollte nicht in Frage gestellt werden. Das gehört auch zu mündigen Bürgern.

Sarrazin als Ehrenmitglied ist ganz sicher als Satire gedacht.


Hallo CoF,
nein, ich habe nachgefragt. Es ist keine Satire. Anscheinend will man sich vielmehr von Seiten des Vorstandes profilieren und in die Diskussion bringen, indem man diesen Herren einlädt.

Meinen Austritt habe ich erklärt. Ich denke auch nicht, daß ich da überreagiere. Wenn man einem Herrn Sarrazin zugesteht, seine Meinung so öffentlich zu äußern, nehme ich mir das selbe Recht. Und meine Meinung ist, daß dieser Herr nicht nur rassistischen Stuß labert, ich bin außerdem der Meinung, daß ich ganz bestimmt nicht in derselben Partei sein möchte.


  
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #30 - 12.10.10 um 14:06:13
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http://www.welt.de/debatte/kommentare/article10238861/Nicht-die-Zuwanderung-der-...

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #29 - 11.10.10 um 14:39:13
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evarix schrieb on 11.10.10 um 14:16:58:
Ich finde es schade, daß hier Sarrazins Thesen aus seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" von Mitstreitern diskutiert bzw. "rezensiert" werden, die das Buch entweder gar nicht oder nur teilweise (50 Seiten) gelesen haben.

Da ich selbst das Buch allerdings auch noch nicht ausgelesen habe, habe ich mir noch keine abschließende Meinung bilden können.

Daher von mir im Moment nur soviel:

Das "Lettre"-Interview vom vergangenen Jahr habe ich gelesen und meine Auffassung hierzu (überwiegend Zustimmung) seinerzeit auch in das Forum eingestellt.

Gruß

evarix


Eine Buchrezension sähe bei mir anders aus, ich beschrieb lediglich, in welcher Form mir die These von der erblichen Dummheit (die sich schon aus der auf der Verlagsseite verlinkten Einführung klar herauslesen ließ) in diesen fünfzig Seiten - ganz unabhängig vom Ausländerthema - wiederbegegnete, und welche Schlußfolgerungen ich daraus ziehe. Um diese Schlußfolgerungen zu ziehen, ist es gar nicht nötig, das Buch ganz zu lesen, deswegen tu ich's auch nicht. Und sie sind völlig ausreichend, um sich ein Urteil über das Buch zu bilden.

Wenn du zu dieser These bis jetzt noch kein Urteil entwickelt haben solltest - über die ersten hundert Seiten wirst du ja wohl schon hinaus sein, also ist sie dir schon begegnet -, dann gehe ich nicht davon aus, daß du das später noch nachholen wirst.

  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #28 - 11.10.10 um 14:16:58
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Ich finde es schade, daß hier Sarrazins Thesen aus seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" von Mitstreitern diskutiert bzw. "rezensiert" werden, die das Buch entweder gar nicht oder nur teilweise (50 Seiten) gelesen haben.

Da ich selbst das Buch allerdings auch noch nicht ausgelesen habe, habe ich mir noch keine abschließende Meinung bilden können.

Daher von mir im Moment nur soviel:

Das "Lettre"-Interview vom vergangenen Jahr habe ich gelesen und meine Auffassung hierzu (überwiegend Zustimmung) seinerzeit auch in das Forum eingestellt.

Gruß

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #27 - 11.10.10 um 13:18:41
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Nun, der BmB sieht es positiv, der Rest nicht. Erinnert mich irgendwie an die etablierten Parteien. Die sehen ihr Handeln auch positiv
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #26 - 11.10.10 um 13:03:18
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ja und nun?
deswegen wird mir das nicht sypathischer.....


ChristophL schrieb on 10.10.10 um 20:47:54:
Am Rande der Bundesmitgliederversammlung von Netzwerk Rauchen an diesem Wochenende, wo auch ein paar BmB-Vorstands- sowie 'einfache' Mitglieder anwesend waren, haben wir dieses Thema mal angesprochen. Insgesamt war die Stimmungslage gegenüber diesem BmB-Beschluss dort positiver bzw. weniger negativ als hier im Thread.


  
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #25 - 10.10.10 um 20:47:54
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Am Rande der Bundesmitgliederversammlung von Netzwerk Rauchen an diesem Wochenende, wo auch ein paar BmB-Vorstands- sowie 'einfache' Mitglieder anwesend waren, haben wir dieses Thema mal angesprochen. Insgesamt war die Stimmungslage gegenüber diesem BmB-Beschluss dort positiver bzw. weniger negativ als hier im Thread.

  
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #24 - 10.10.10 um 18:08:59
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es gibt für mich zwei gründe, warum ich das verhalten des bmb-vorstandes kritisiere.

1) das hat xila schon erwähnt: auch mir ist es schlicht und einfach peinlich, wenn sich diese bürgerbewegung an sarazin dranhängt, nur weil er gerade in aller munde ist.

zwar bin ich auch der meinug, dass es ein unding ist, jemandem den mund zu verbieten und ihn parteiübergreifend zu behandeln wie einen aussätzigen, nur weil seine meinung nicht in das genormte politsprech paßt - so etwas ist undemokratisch und ein skandal. hier hätte man aber ebenso der "klimaleugnerin" dött eine ehrenmitgliedschaft antragen können, aber das ist dann vielleicht doch zu bäh, oder ist sie einfach nicht populär genug?

2) egal was man von sarazin und seinem buch hält (ich habe es nicht gelesen, damals aber das interview mit ihm im lettre, was ich ganz hervorragend fand). darum geht es mir aber nicht. es geht mir um die unsensibilität, mit der hier vorgegangen worden ist. dass sarazin nämlich enorm polarisiert, dürfte auch dem vorstand des bmb bekannt sein. dass man als mitglied aber nicht einmal informiert, geschweige denn um seine meinung in dieser heiklen angelegenheit gebeten wird, ist instinktlos.

falls meine meinung dazu doch irgendwen vom vorstand interessiert: ich hätte mich ganz klar dagegen ausgesprochen. begründung siehe punkt 1
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #23 - 10.10.10 um 10:28:05
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Quirinus schrieb on 10.10.10 um 02:26:20:
@CoF:

Ich kann dem, was xila über Sarrazin geschrieben hat, 100%ig beipflichten: auch weil ich mir den Luxus geleistet habe, mir die Live-Übertragung des Auftakts seiner Lesetour von der ersten bis zur letzten Sekunde anzusehen und mitzuschneiden. Hier ein paar Zitate, die einiges über seine Denke verraten:

Quote:
Der indonesische Migrant, der also der malayische Migrant, der pakistanische Migrant, der äh also türkische Migrant und der also marokkanische Migrant haben eins nicht gemeinsam: ihre Ethnie oder Rasse. Der eine ist also Arier, der andere ist Semit, der dritte ist Malaye und so weiter.  Sie haben sie haben da gemeinsam ihren also kulturellen islamischen Hintergrund, und deshalb ist meine Vermutung, dort liegen auch die die äh Ursachen für diese Anpassungsprobleme, und dafür gibt es also da zahlreiche sehr interessante Belege, die ich auch in meinem Buch teilweise aufführe.


Quote:
Die angeborene Intelligenz hat der Wilde im Urwald genauso, trotzdem kann er keine Mathematik.


Quote:
Höhere Bildungsschicht heißt jetzt Techniker oder ähnliches, nicht unbedingt Universitätsabschluß.


Zu diesen Äußerungen fällt mir eine ganze Menge ein. Einiges habe ich bereits an dieser Stelle gesagt; das meiste habe ich nicht gesagt. Aber bei monoma gibt es immer wieder vieles über den Typus zu lesen, den der sich immer wieder auf Zahlen, Zahlen und nochmal Zahlen berufende auffallend unempathische Thilo Sarrazin verkörpert. Dieser Mann erweckt den Eindruck, als glaubte er, was er sagt. Doch das macht ihn noch lange nicht vertrauenswürdig. Deshalb kann ich nur jedem raten, sich nicht von seinen Worten einlullen zu lassen, sondern ihm genau zuzuhören. An seiner Sprache könnt ihr ihn erkennen.


Ich finde Zahlen und Statistiken ja auch spannend, deshalb irritiert mich auch die Interpretation derselben Zahlen, die ich selbst gelesen und verstanden zu haben glaube, durch solche Wirtschaftsheinis jedes Mal maßlos. Ich habe sogar einmal - vor Jahren - ein VWL-Lehrbuch durchgeackert, um diesen speziellen und offensichtlich falschen Blick auf die Welt besser verstehen zu können. Danach war mir klar, wo der Fehler liegt - sie beurteilen das, was sie sehen, hören und erfahren auf Basis einer Theorie, und zwar einer, deren Gesetze nur unter Laborbedingungen hundertprozentig anwendbar sind. In der Realität kann das so überhaupt nicht funktionieren, wie die das behaupten.

Auch in den 50 Seiten Sarrazin, die ich gelesen habe, fand ich diesen starren und unflexiblen Wirtschaftswissenschaftler-Blickwinkel sehr auffallend, aber amüsant war, daß Sarrazin tatsächlich die Zukunft der Welt sehr technikfixiert sieht und sogar seine eigene Zunft im Vergleich zu der der MINT-Absolventen  für nachrangig, wenn nicht sogar mehr oder weniger überflüssig erklärt hat. Das las sich für mich ein bißchen, als würde ein übereifriger Naturschützer die Ausrottung der Menschheit für wünschenswert halten, um die Welt wieder ins ökologische Gleichgewicht zu bringen.

  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #22 - 10.10.10 um 08:24:19
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Quirinus schrieb on 10.10.10 um 02:26:20:
@CoF:

Ich kann dem, was xila über Sarrazin geschrieben hat, 100%ig beipflichten: auch weil ich mir den Luxus geleistet habe, mir die Live-Übertragung des Auftakts seiner Lesetour von der ersten bis zur letzten Sekunde anzusehen und mitzuschneiden. Hier ein paar Zitate, die einiges über seine Denke verraten:

Quote:
Der indonesische Migrant, der also der malayische Migrant, der pakistanische Migrant, der äh also türkische Migrant und der also marokkanische Migrant haben eins nicht gemeinsam: ihre Ethnie oder Rasse. Der eine ist also Arier, der andere ist Semit, der dritte ist Malaye und so weiter.  Sie haben sie haben da gemeinsam ihren also kulturellen islamischen Hintergrund, und deshalb ist meine Vermutung, dort liegen auch die die äh Ursachen für diese Anpassungsprobleme, und dafür gibt es also da zahlreiche sehr interessante Belege, die ich auch in meinem Buch teilweise aufführe.


Quote:
Die angeborene Intelligenz hat der Wilde im Urwald genauso, trotzdem kann er keine Mathematik.


Quote:
Höhere Bildungsschicht heißt jetzt Techniker oder ähnliches, nicht unbedingt Universitätsabschluß.


Zu diesen Äußerungen fällt mir eine ganze Menge ein. Einiges habe ich bereits an dieser Stelle gesagt; das meiste habe ich nicht gesagt. Aber bei monoma gibt es immer wieder vieles über den Typus zu lesen, den der sich immer wieder auf Zahlen, Zahlen und nochmal Zahlen berufende auffallend unempathische Thilo Sarrazin verkörpert. Dieser Mann erweckt den Eindruck, als glaubte er, was er sagt. Doch das macht ihn noch lange nicht vertrauenswürdig. Deshalb kann ich nur jedem raten, sich nicht von seinen Worten einlullen zu lassen, sondern ihm genau zuzuhören. An seiner Sprache könnt ihr ihn erkennen.


Vollkommen richtig Quirinus,
Leider, und das ist das grosse Dilemma stossen solche Typen wie der Sarrazin auf fruchtbaren Boden.
übrigens

Sarrazin frei nach wiki:
Sarazenen ist ein Begriff, der ursprünglich einen im Nordwesten der arabischen Halbinsel siedelnden Volksstamm bezeichnete. Im Gefolge der islamischen Expansion wurde der Begriff in lateinischen Quellen und im christlichen Europa als Sammelbezeichnung für die muslimischen Völker, die ab ca. 700 n.Chr. in den Mittelmeerraum eingedrungen waren, verwendet, meist in angstgeprägtem Sinn.

Besonders in Frankreich und der Schweiz ist noch heute der Familienname Sar(r)asin bzw. Sar(r)azin verbreitet, in der deutschsprachigen Schweiz auch Saratz, in Italien und der italienischsprachigen Schweiz Sar(r)aceno, Sar(r)acino, im Englischen die aus dem Französischen bzw. Anglonormannischen noch weiter entwickelte Form Sarson. Vorläufer solcher Namen ist im Mittelalter ein in den lateinischen Quellen seit dem 11. Jh. vielfach dokumentierter Name oder Beiname Saracenus, der in vielen Fällen wegen einer „sarazenischen“ Herkunft des Trägers

einfach herrlich wenn das stimmt  Laut lachend

  
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Quirinus
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #21 - 10.10.10 um 02:26:20
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@CoF:

Ich kann dem, was xila über Sarrazin geschrieben hat, 100%ig beipflichten: auch weil ich mir den Luxus geleistet habe, mir die Live-Übertragung des Auftakts seiner Lesetour von der ersten bis zur letzten Sekunde anzusehen und mitzuschneiden. Hier ein paar Zitate, die einiges über seine Denke verraten:

Quote:
Der indonesische Migrant, der also der malayische Migrant, der pakistanische Migrant, der äh also türkische Migrant und der also marokkanische Migrant haben eins nicht gemeinsam: ihre Ethnie oder Rasse. Der eine ist also Arier, der andere ist Semit, der dritte ist Malaye und so weiter.  Sie haben sie haben da gemeinsam ihren also kulturellen islamischen Hintergrund, und deshalb ist meine Vermutung, dort liegen auch die die äh Ursachen für diese Anpassungsprobleme, und dafür gibt es also da zahlreiche sehr interessante Belege, die ich auch in meinem Buch teilweise aufführe.


Quote:
Die angeborene Intelligenz hat der Wilde im Urwald genauso, trotzdem kann er keine Mathematik.


Quote:
Höhere Bildungsschicht heißt jetzt Techniker oder ähnliches, nicht unbedingt Universitätsabschluß.


Zu diesen Äußerungen fällt mir eine ganze Menge ein. Einiges habe ich bereits an dieser Stelle gesagt; das meiste habe ich nicht gesagt. Aber bei monoma gibt es immer wieder vieles über den Typus zu lesen, den der sich immer wieder auf Zahlen, Zahlen und nochmal Zahlen berufende auffallend unempathische Thilo Sarrazin verkörpert. Dieser Mann erweckt den Eindruck, als glaubte er, was er sagt. Doch das macht ihn noch lange nicht vertrauenswürdig. Deshalb kann ich nur jedem raten, sich nicht von seinen Worten einlullen zu lassen, sondern ihm genau zuzuhören. An seiner Sprache könnt ihr ihn erkennen.
« Zuletzt geändert: 10.10.10 um 02:35:24 von Quirinus »  
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #20 - 09.10.10 um 14:54:10
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Sarrazin redet von was ganz anderem, hast du das immer noch nicht kapiert? Er redet davon, daß die Unterschicht - dank der Bildungsreformen früherer SPD-Regierungen, die den Gescheiten den Weg in höhere Schichten geebnet haben - nun nur noch aus dem Bodensatz der hoffnungslos (und bis zu ihren fernsten Nachkommen weiterhin) Bildungsunfähigen besteht, weil nämlich Dummheit erblich sei und weil die Unterschicht heute nur noch aus Dummen bestehe.

Er redet von einem Klotz am Bein der Gesellschaft, der seiner Meinung nach überproportional aus Ausländern ganz bestimmter Herkünfte, aber keineswegs nur aus Ausländern besteht. Und er geht dieses Problem aus dem Blickwinkel des Wirtschaftswissenschaftlers an: da dieses Problem nicht beseitigt werden kann, soll es wenigstens so wenig wie möglich kosten. Aus dieser Richtung heraus kommen auch seine Forderungen zu Hartz IV, insbesonder was die Leistungen für Familien betrifft, die er  ja für viel zu hoch hält. Er will sie deshalb niedriger haben, damit "dumme" Familien möglichst wenig Kinder bekommen. Damit, hofft er, die biologische Katastrophe, die unserem Land droht, weil die Dummen mehr Kinder bekommen als die Schlauen, mit "humanen" Mitteln in den Griff zu bekommen.

Daß die Thesen von allen nur mit Ausländerfeindlichkeit in Verbindung gebracht werden (und zu Recht, denn seine Aufstiegsthese der Gescheiten aus der Unterschicht läßt sich für Ausländern gar nicht logisch anwenden), heißt nicht, daß sie nur damit etwas zu tun hätten. Das alles erinnert mich vielmehr sehr an die Rassentheorien der Nazizeit, wo ja neben den Juden und den Zigeunern auch die damals so genannten "Asozialen" unter den Deutschen als bloße Bürde für die Volksgemeinschaft betrachtet wurden.

Dieser Blickwinkel war der erste Schritt, der kommen muß, bevor Maßnahmen wie Internierung, Zwangssterilisation oder Euthanasie überhaupt nur denkbar waren. Sarrazin ist nicht mehr als diesen ersten Schritt gegangen, aber falls dieses Verständnis von erblicher Dummheit Grundlage von Politik würde, dann fände sich früher oder später irgendwer, der bereit ist, auch den zweiten, den dritten und den letzten Schritt zu gehen ... und das alles auf einer "wissenschaftlichen" Basis, die nicht besser ist als die Rassentheorien von sein. Oder die zum Passivrauch.

Quote:
Ich persönlich bin an dem Punkt, zu überlegen ob ich meine Freizeit für Mitmenschen opfern soll, die keinerlei Interesse an Veränderungen haben, die keinerlei Interesse haben eine Bürgerbewegung aufzubauen, die zwar kritisieren aber keine Hilfestellung geben.


Wenn du den Bettel beim BmB hinwerfen willst, dann ist das deine Entscheidung. Mit mir hat das nichts zu tun. Ich hatte dich nämlich nicht darum gebeten, deine Freizeit dafür zu opfern. Ich fühle mich deshalb auch nicht zur Hilfestellung für eine Sache verpflichtet, bei der ich von vornherein keine Erfolgsaussichten gesehen habe.

Daß ich entgegen deinem Vorwurf sehr wohl Interesse an Veränderungen habe, ergibt sich schon daraus, daß ich meine Freizeit damit verbringe, Veränderungen aktiv zu unterstützen, nämlich da, wo es mir selbst erfolgversprechend scheint.


« Zuletzt geändert: 09.10.10 um 15:12:26 von xila »  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #19 - 09.10.10 um 09:14:51
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xila schrieb on 09.10.10 um 08:52:53:
CoF schrieb on 09.10.10 um 07:08:01:
xila schrieb on 08.10.10 um 17:56:08:
Llarian schrieb on 08.10.10 um 12:22:44:
Ich habe leider heute erst die Einladung des BmB an Herrn Sarrazin gesehen, in der ihm die Ehrenmitgliedschaft angeboten wird. Meinen Austritt erkläre ich noch heute. Sorry, eine Partei, die diesen Rassisten und Hetzredner hofiert, ist bei mir unten durch.

Und nein, das ist keine erkennbare Satire (die bei diesem Herren sowieso wirkungslos verpuffen würde).


Das erinnert mich an Tauss und dessen Eintritt in die Piratenpartei. Inzwischen ist er wieder ausgetreten, und in der Zwischenzeit hat er ihr nur geschadet, es hat die Partei förmlich zerrissen, und das ist einer der Gründe, warum sie dabei ist, wieder in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Der Unterschied ist, daß die Piratenpartei eine Zeitlang die - inzwischen wohl vertane - Chance hatte, die Parteienlandschaft zu verändern. Der BmB, ich hoffe, damit trete ich ihm nicht zu nahe, hatte eine solche Chance nie.

Warum Sarrazin den Wunsch haben sollte, einer obskuren und in der politischen Landschaft nahezu wirkungslosen Splitterpartei durch Annahme der Ehrenmitgliedschaft mehr Publicity zu verschaffen, leuchtet mir auch nicht ein. Abgesehen davon, daß ich mißbillige, daß sich der BmB die von Sarrazin vertretenen, völlig schwachsinnigen Thesen zu eigen macht, empfinde ich eine Anbiederei dieser Sorte auch als würdelos und einfach nur peinlich.



Der BmB steht für Meinungsfreiheit ohne das man daraufhin seinen Posten verliert und von der restlichen "anständigen" deutschen Politik durch den Verleumdungswald gezogen wird. Ein mündiger Bürger sollte sich seine Meinung selbst bilden können.

Gilt ja auch im weiteren Sinne für Dich. Du darfst den BmB obskur nennen (obwohl Du uns nicht kennst), Du darfst Sarrazins Thesen als völlig schwachsinnig bezeichen, Du darfst hier öffentlich sein Buch zerpflücken, kurz, Du darfst Deine Meinung sagen.

Übrigens Dein Vergleich Tauss / Sarrazin ist Dir wirklich gelungen.


CoF, ich war bekanntlich nie überzeugt von den Erfolgsaussichten des Projekts BmB, auch wenn ich eure Absichten anerkennenswert fand. Aber sich an einen kontrovers diskutierten Promi anzuhängen oder es auch nur zu versuchen, war wirklich keine gute Idee. Das gilt nicht zuletzt, weil davon auszugehen ist, daß Sarrazin den Namen BmB noch nie gehört hat (und das meinte ich mit "obskur" - es ging um seinen eigenen Blickwinkel) und vermutlich alleine schon deshalb für eure feurige Unterstützung nur ein müdes Lächeln übrig hätte.

Wäre ich BmB-Mitglied, dann wäre mir eine solche Anbiederei sehr peinlich, ganz unabhängig von den Inhalten, die Sarrazin vertritt. Aber außerdem würde ich natürlich einer Partei, die diese Inhalte mitvertritt, nicht mehr angehören wollen.


Ich respetiere Deine Meinung. Wer entscheidet denn wer der Gute und wer der Böse ist?

Uns ging es lediglich um Meinungsfreiheit, die scheinbar nur dann keine Aufstände heraus fordert, wenn sie in den Mainstream paßt. Sobald das Wort Migranten fällt, haben die Deutschen gefälligst die Klappe zu halten oder sie werden in die rechte Ecke gesteckt. Sicher hat Sarrazin provoziert, sicher bin ich nicht komplett seiner Meinung, sicher hätte man das anders ausdrücken können und sicher wäre dann überhaupt keine Diskussion entstanden. Es ist doch furchtbar, daß man völlig über den Rand hinausschiessen muß, um überhaupt gehört zu werden.

Ich kann diese, aus meiner Sicht, verlogene Moral einfach nicht mehr ertragen.

Selbstverständlich gibt es größte Probleme in der Integrationspolitik und das seit Jahrzehnten und keiner packts an. Ich bin kein glühender Verfechter von Sarrazin. Er hat den Finger in die Wunde gelegt und die Wunde existiert. Sollte er dafür gesorgt haben, daß Migranten hier irgendwann wirklich eine Chance haben, dann wäre doch viel geholfen.

Stimmt, zum Projekt BmB hast Du nie eine andere Meinung vertreten. Ich persönlich bin an dem Punkt, zu überlegen ob ich meine Freizeit für Mitmenschen opfern soll, die keinerlei Interesse an Veränderungen haben, die keinerlei Interesse haben eine Bürgerbewegung aufzubauen, die zwar kritisieren aber keine Hilfestellung geben.
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #18 - 09.10.10 um 08:52:53
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CoF schrieb on 09.10.10 um 07:08:01:
xila schrieb on 08.10.10 um 17:56:08:
Llarian schrieb on 08.10.10 um 12:22:44:
Ich habe leider heute erst die Einladung des BmB an Herrn Sarrazin gesehen, in der ihm die Ehrenmitgliedschaft angeboten wird. Meinen Austritt erkläre ich noch heute. Sorry, eine Partei, die diesen Rassisten und Hetzredner hofiert, ist bei mir unten durch.

Und nein, das ist keine erkennbare Satire (die bei diesem Herren sowieso wirkungslos verpuffen würde).


Das erinnert mich an Tauss und dessen Eintritt in die Piratenpartei. Inzwischen ist er wieder ausgetreten, und in der Zwischenzeit hat er ihr nur geschadet, es hat die Partei förmlich zerrissen, und das ist einer der Gründe, warum sie dabei ist, wieder in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Der Unterschied ist, daß die Piratenpartei eine Zeitlang die - inzwischen wohl vertane - Chance hatte, die Parteienlandschaft zu verändern. Der BmB, ich hoffe, damit trete ich ihm nicht zu nahe, hatte eine solche Chance nie.

Warum Sarrazin den Wunsch haben sollte, einer obskuren und in der politischen Landschaft nahezu wirkungslosen Splitterpartei durch Annahme der Ehrenmitgliedschaft mehr Publicity zu verschaffen, leuchtet mir auch nicht ein. Abgesehen davon, daß ich mißbillige, daß sich der BmB die von Sarrazin vertretenen, völlig schwachsinnigen Thesen zu eigen macht, empfinde ich eine Anbiederei dieser Sorte auch als würdelos und einfach nur peinlich.



Der BmB steht für Meinungsfreiheit ohne das man daraufhin seinen Posten verliert und von der restlichen "anständigen" deutschen Politik durch den Verleumdungswald gezogen wird. Ein mündiger Bürger sollte sich seine Meinung selbst bilden können.

Gilt ja auch im weiteren Sinne für Dich. Du darfst den BmB obskur nennen (obwohl Du uns nicht kennst), Du darfst Sarrazins Thesen als völlig schwachsinnig bezeichen, Du darfst hier öffentlich sein Buch zerpflücken, kurz, Du darfst Deine Meinung sagen.

Übrigens Dein Vergleich Tauss / Sarrazin ist Dir wirklich gelungen.


CoF, ich war bekanntlich nie überzeugt von den Erfolgsaussichten des Projekts BmB, auch wenn ich eure Absichten anerkennenswert fand. Aber sich an einen kontrovers diskutierten Promi anzuhängen oder es auch nur zu versuchen, war wirklich keine gute Idee. Das gilt nicht zuletzt, weil davon auszugehen ist, daß Sarrazin den Namen BmB noch nie gehört hat (und das meinte ich mit "obskur" - es ging um seinen eigenen Blickwinkel) und vermutlich alleine schon deshalb für eure feurige Unterstützung nur ein müdes Lächeln übrig hätte.

Wäre ich BmB-Mitglied, dann wäre mir eine solche Anbiederei sehr peinlich, ganz unabhängig von den Inhalten, die Sarrazin vertritt. Aber außerdem würde ich natürlich einer Partei, die diese Inhalte mitvertritt, nicht mehr angehören wollen.
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #17 - 09.10.10 um 07:08:01
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xila schrieb on 08.10.10 um 17:56:08:
Llarian schrieb on 08.10.10 um 12:22:44:
Ich habe leider heute erst die Einladung des BmB an Herrn Sarrazin gesehen, in der ihm die Ehrenmitgliedschaft angeboten wird. Meinen Austritt erkläre ich noch heute. Sorry, eine Partei, die diesen Rassisten und Hetzredner hofiert, ist bei mir unten durch.

Und nein, das ist keine erkennbare Satire (die bei diesem Herren sowieso wirkungslos verpuffen würde).


Das erinnert mich an Tauss und dessen Eintritt in die Piratenpartei. Inzwischen ist er wieder ausgetreten, und in der Zwischenzeit hat er ihr nur geschadet, es hat die Partei förmlich zerrissen, und das ist einer der Gründe, warum sie dabei ist, wieder in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Der Unterschied ist, daß die Piratenpartei eine Zeitlang die - inzwischen wohl vertane - Chance hatte, die Parteienlandschaft zu verändern. Der BmB, ich hoffe, damit trete ich ihm nicht zu nahe, hatte eine solche Chance nie.

Warum Sarrazin den Wunsch haben sollte, einer obskuren und in der politischen Landschaft nahezu wirkungslosen Splitterpartei durch Annahme der Ehrenmitgliedschaft mehr Publicity zu verschaffen, leuchtet mir auch nicht ein. Abgesehen davon, daß ich mißbillige, daß sich der BmB die von Sarrazin vertretenen, völlig schwachsinnigen Thesen zu eigen macht, empfinde ich eine Anbiederei dieser Sorte auch als würdelos und einfach nur peinlich.



Der BmB steht für Meinungsfreiheit ohne das man daraufhin seinen Posten verliert und von der restlichen "anständigen" deutschen Politik durch den Verleumdungswald gezogen wird. Ein mündiger Bürger sollte sich seine Meinung selbst bilden können.

Gilt ja auch im weiteren Sinne für Dich. Du darfst den BmB obskur nennen (obwohl Du uns nicht kennst), Du darfst Sarrazins Thesen als völlig schwachsinnig bezeichen, Du darfst hier öffentlich sein Buch zerpflücken, kurz, Du darfst Deine Meinung sagen.

Übrigens Dein Vergleich Tauss / Sarrazin ist Dir wirklich gelungen.
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #16 - 08.10.10 um 21:16:08
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Llarian schrieb on 08.10.10 um 12:22:44:
Ich habe leider heute erst die Einladung des BmB an Herrn Sarrazin gesehen, in der ihm die Ehrenmitgliedschaft angeboten wird. Meinen Austritt erkläre ich noch heute. Sorry, eine Partei, die diesen Rassisten und Hetzredner hofiert, ist bei mir unten durch.

Und nein, das ist keine erkennbare Satire (die bei diesem Herren sowieso wirkungslos verpuffen würde).


Überreagierst Du da nicht? Meinungsfreiheit, egal von wem, sollte nicht in Frage gestellt werden. Das gehört auch zu mündigen Bürgern.

Sarrazin als Ehrenmitglied ist ganz sicher als Satire gedacht.
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #15 - 08.10.10 um 17:56:08
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Llarian schrieb on 08.10.10 um 12:22:44:
Ich habe leider heute erst die Einladung des BmB an Herrn Sarrazin gesehen, in der ihm die Ehrenmitgliedschaft angeboten wird. Meinen Austritt erkläre ich noch heute. Sorry, eine Partei, die diesen Rassisten und Hetzredner hofiert, ist bei mir unten durch.

Und nein, das ist keine erkennbare Satire (die bei diesem Herren sowieso wirkungslos verpuffen würde).


Das erinnert mich an Tauss und dessen Eintritt in die Piratenpartei. Inzwischen ist er wieder ausgetreten, und in der Zwischenzeit hat er ihr nur geschadet, es hat die Partei förmlich zerrissen, und das ist einer der Gründe, warum sie dabei ist, wieder in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Der Unterschied ist, daß die Piratenpartei eine Zeitlang die - inzwischen wohl vertane - Chance hatte, die Parteienlandschaft zu verändern. Der BmB, ich hoffe, damit trete ich ihm nicht zu nahe, hatte eine solche Chance nie.

Warum Sarrazin den Wunsch haben sollte, einer obskuren und in der politischen Landschaft nahezu wirkungslosen Splitterpartei durch Annahme der Ehrenmitgliedschaft mehr Publicity zu verschaffen, leuchtet mir auch nicht ein. Abgesehen davon, daß ich mißbillige, daß sich der BmB die von Sarrazin vertretenen, völlig schwachsinnigen Thesen zu eigen macht, empfinde ich eine Anbiederei dieser Sorte auch als würdelos und einfach nur peinlich.

Stichwort "schwachsinnige Thesen": Gestern auf der Buchmesse hatte ich die Gelegenheit, mal fünfzig Seiten am Stück von Sarrazins Buch zu lesen. Eigentlich fand ich es vor allem übermäßig langatmig und schwerfällig geschrieben. Der Jubel derjenigen, die seine Thesen mögen, über dieses Buch ist mir unbegreiflich - ich hätte sicherlich um die zehn von den fünfzig Seiten herausgekürzt, um es besser lesbar zu machen. Aber mir ist bei dieser Lektüre auch klar geworden, daß die These von der "erblichen Intelligenz" und der "erblichen Dummheit" nicht aus Versehen in diesen Text hineingeraten, sondern dessen ideologische Grundlage und der rote Faden des ganzen Buches ist.

Ein Beispiel dafür ist auch die originelle Erklärung, die Sarrazin für den Niedergang der SPD gefunden hat: Der Teil der Arbeiterklasse, der über Intelligenz verfügt, habe dank der Bildungsreformen der siebziger Jahre den sozialen Aufstieg geschafft und wähle nun samt seiner Nachkommen nicht mehr SPD, weil die Politik für ihre nunmehrige gesellschaftliche Schicht von anderen gemacht werde. Wer aber den Aufstieg nicht geschafft habe und immer noch Arbeiter ist, der verfüge samt seinen Nachkommen nicht über die zum Aufstieg nötige Intelligenz. Weil die Dummen aber eher unpolitisch seien, würden weniger von ihnen wählen, und die, die 's doch täten, würden entgegen ihrem wohlverstandenen Interesse diejenigen wählen, die ihnen die verlockendsten Versprechungen machen, also die Linkspartei.

Der Verlag hat mit diesem Buch inzwischen doppelt so viel Geld verdient wie mit Reich-Ranickis "Mein Leben".
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #14 - 08.10.10 um 14:21:22
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Llarian schrieb on 08.10.10 um 12:22:44:
Ich habe leider heute erst die Einladung des BmB an Herrn Sarrazin gesehen, in der ihm die Ehrenmitgliedschaft angeboten wird. Meinen Austritt erkläre ich noch heute. Sorry, eine Partei, die diesen Rassisten und Hetzredner hofiert, ist bei mir unten durch.

Und nein, das ist keine erkennbare Satire (die bei diesem Herren sowieso wirkungslos verpuffen würde).


Tut mir leid, aber ich sehe es ganz genauso.

Schockiert hat mich auch ein Beitrag eines BmB-Mitglieds - der bis jetzt unkommentiert stehen blieb - bei wkw:
"...Mit grünen Fahnen und Koransprüchen drauf. So wie sie das Kosovo mit Hilfe Massengeburten und Gewalt erobert haben, so werden die Islamisten auch unser Land erobern..."...(unsere Kinder werden uns fragen:) "Warum habt Ihr unser Land, unsere Freiheit und unsere Kultur an den Islam verschenkt und warum müssen wir heute unter der Scharia leiden?..."

Einen solchen Rassismus und eine solche Menschenhatz kann ich nur schärfstens Verurteilen und möchte damit nichts zu tun haben!
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #13 - 08.10.10 um 12:22:44
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Ich habe leider heute erst die Einladung des BmB an Herrn Sarrazin gesehen, in der ihm die Ehrenmitgliedschaft angeboten wird. Meinen Austritt erkläre ich noch heute. Sorry, eine Partei, die diesen Rassisten und Hetzredner hofiert, ist bei mir unten durch.

Und nein, das ist keine erkennbare Satire (die bei diesem Herren sowieso wirkungslos verpuffen würde).
  
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #12 - 12.09.10 um 18:09:11
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CoF schrieb on 10.09.10 um 19:47:34:
Bei einem vermeintlichen Anteil von 2/3 NR sehen es Politiker vielleicht doch als Gewinnerthema, vor allem wenn man eh auf dem Trip ist, den Bürger vollends zu bevormunden.

So wie die SPD drauf ist, sind 1/3 der Stimmen aber fast überall ein Gewinn...
  
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #11 - 11.09.10 um 11:35:20
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Als einzelner nobody hast du schon verloren. Sarrazin wäre aber ein Prominenter.
Oder aber eine bestehende Partei positioniert sich neu.
Die Zeiten fűr Neuerungen stehen jedenfalls gut. In jede Richtung.
Die Anzahl der Unzufriedenen ist unabsehbar.
Die bisherige Politische Klasse mit ihren Denkverboten, politisch korrekten Tabus und schwersten Fehlern macht es ja auch leicht.
Ein chinesischer Fluch lautet, mőgest du ein interessantes Leben haben. Wir haben zumindest "interessante Zeiten".
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #10 - 10.09.10 um 20:03:00
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Da kommt noch einiges die nächste Zeit zu diesem Thema. Wartet mal ab wenn der Sarrazin wirklich Lust bekommen sollte. In Deutschland würde die Pateienlandschaft wackeln. Ob es uns was bringen würde muss man sehen.
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #9 - 10.09.10 um 19:47:34
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kinks schrieb on 10.09.10 um 19:43:00:
Natürlich hat eine Raucherpartei keine Chance bei einer Wahl. Dieser Herr Groß, so sympathisch seine Einstellung ist, hätte lieber versuchen sollen, seine Partei von ihrem Verbotskurs abzubringen. Wenn man den angeblichen volksvertretern klar gemacht hätte, dass es sich bei dem Rauchverbot nicht um ein " Gewinnerthema", hätte sich die SPD wahrscheinlich anders verhalten. Der Begriff Gewinnerthema stammt nicht von mir, sondern entstammt einem Pamphlet, ich glaub der Grünen.


Vergiss es. Gegen den Mainstream kann man als Einzlner in einer Partei nicht ankämpfen. Bei einem vermeintlichen Anteil von 2/3 NR sehen es Politiker vielleicht doch als Gewinnerthema, vor allem wenn man eh auf dem Trip ist, den Bürger vollends zu bevormunden.
  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #8 - 10.09.10 um 19:43:00
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Natürlich hat eine Raucherpartei keine Chance bei einer Wahl. Dieser Herr Groß, so sympathisch seine Einstellung ist, hätte lieber versuchen sollen, seine Partei von ihrem Verbotskurs abzubringen. Wenn man den angeblichen volksvertretern klar gemacht hätte, dass es sich bei dem Rauchverbot nicht um ein " Gewinnerthema", hätte sich die SPD wahrscheinlich anders verhalten. Der Begriff Gewinnerthema stammt nicht von mir, sondern entstammt einem Pamphlet, ich glaub der Grünen.
  
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #7 - 10.09.10 um 18:15:59
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Quirinus schrieb on 10.09.10 um 17:56:24:
Vor allem scheinen sie nicht zu kapieren, daß schon verloren ist, wer sich selbst darauf reduziert, ein Raucher (oder auch: ein Nichtraucher) zu sein.


Das sehe ich auch so. Eine Raucherpartei hat keine Chance. Das muß eingebettet werden ins gesamte Parteiprogramm.
Interessant ist allerdings, daß an einem einzigen Tag gleich zwei Meldungen von angeblichen oder bevorstehenden Parteigründungen zu hören sind.
Es gibt Bewegung und das finde ich gut. Was mir nicht gefällt ist die Tatsache, daß es bereits eine Vielzahl kleinerer Parteien mit guten Parteiprogrammen gibt, die leider noch nicht richtig aus den Startlöchern gekommen sind. Meines Erachtens sollten Gespräche geführt werden um eine "gscheite"(wie der Schwabe sagen würde) Partei daraus zu machen. Das Potential für eine solche Partei wäre riesig.

btw. das Programm des BmB und der Partei der Vernunft ist fast identisch.
« Zuletzt geändert: 10.09.10 um 18:17:56 von CoF »  

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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #6 - 10.09.10 um 17:56:24
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Vor allem scheinen sie nicht zu kapieren, daß schon verloren ist, wer sich selbst darauf reduziert, ein Raucher (oder auch: ein Nichtraucher) zu sein.
  
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #5 - 10.09.10 um 16:50:33
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Ich denke, das das dann wieder so rausläuft, das die Partei um ein paar Plätze zum rauchen bettelt und den Antis weitere Zugeständnisse  macht. Weil die kapieren sicher nicht, das klein beigeben bei den Antis gleichzusetzen mit verlieren heisst.
  

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Quirinus
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #4 - 10.09.10 um 13:03:31
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Partei humaner Raucher? Klingt so wie Partei bibeltreuer Christen.
  
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #3 - 10.09.10 um 11:13:03
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Den Typen kenn ich, hab mich aber noch nicht näher mit ihm unterhalten. Die Kneipe kenn ich auch, denen hab ich Material von Nein beim Volksentscheid geschickt.

Ich schick dem mal Material vom BmB.
« Zuletzt geändert: 10.09.10 um 11:14:00 von humboldt »  
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #2 - 10.09.10 um 08:54:03
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RaucherHB schrieb on 09.09.10 um 23:25:57:
SPD-Mitglied Günter Groß hadert mit dem strengen Nichtraucherschutzgesetz


man sollte ihm vielleicht mal den link des BmB schicken, die haben auch schon alles fertig.
  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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Re: Genosse will Raucherpartei gründen
Antwort #1 - 10.09.10 um 05:56:50
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Sollte man im Auge behalten.  Zwinkernd
  

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Genosse will Raucherpartei gründen
09.09.10 um 23:25:57
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SPD-Mitglied Günter Groß hadert mit dem strengen Nichtraucherschutzgesetz

Quote:
„Partei Humaner Raucher“, soll sie heißen. Groß hat die vorläufigen Mitgliedsausweise bereits angefertigt und rührt auch heftig die Werbetrommel im Internet, vor allem im sozialen Netzwerk Facebook. So will Einzelkämpfer Groß, der von Ehefrau und befreundeten Wirten unterstützt wird, Gleichgesinnte finden. Die Gründungsversammlung findet am 12. Januar 2011 im Q-two, einer ehemaligen Raucherkneipe in der Weingasse, statt.


http://www.mainpost.de/lokales/bayern/Genosse-will-Raucherpartei-gruenden;art223...
  

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