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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke (Gelesen: 3.430 mal)
rodie
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Hallo

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Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
28.10.10 um 14:51:14
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Hallo zusammen,

ich möchte meinen ersten Beitrag in diesem Forum nutzen, um auf die aktuelle öffentliche Konsultation der EU hinzuweisen:

unter http://redir.ec/Tabak-Richtlinie gibt es einen Artikel mit Link zur Abstimmung und der deutschen Übersetzung der kompletten Konsultation.

Leider hält die EU-Kommission es nicht für nötig, das Formular zur Stimmenabgabe in andere Sprachen zu übersetzen, so dass man bei keinen oder Basis-Englischkenntnissen schon fast gar keine Chance hat, zu verstehen, wo man denn was anklicken muß.

Wer der englischen Sprache nicht so mächtig ist, der kann gerne die deutsche Übersetzung des Abstimm-Formulars nutzen. Ich habe diese Übersetzung aber lediglich nur für die beiden meiner Meinung nach wichtigsten Punkte der Abstimmung vorgenommen: Punkt 3 - Verbraucher-Information - dort geht es u.a. um die Einführung von Einheitsverpackungen / Wegfall von Werbung und Markenlogos etc.
Punkt 6 - Zugang - dort geht es im schlimmsten Fall sogar um das absolute Platzierungsverbot- d.h. den Verkauf von Tabakwaren unter der Ladentheke !

Alle Angaben im Abstimm-Formular können in jeder EU-Sprache gemacht werden - also auch auf Deutsch, lediglich die Feldbezeichnungen sind nur englisch, werden aber in den pdf-Dateien so gut es geht übersetzt.
Die Links zu den Abstimmungen und die Übersetzungen finden Sie hier:

Abstimmung Punkt 3:
http://redir.ec/Verbraucher-Information

Abstimmung Punkt 6:
http://redir.ec/Zugang
Übersetzungen:
www.rodie.de/EUTPRK-Verbraucher-Information.pdf
www.rodie.de/EUTPRK-Zugang.pdf

Bitte stimmen Sie ab und geben Sie diese Info weiter, damit sich möglichst viele EU-Bürger an dieser (wie ich finde heimlichen) Abstimmung beteiligen.
Ich sehe nicht nur die Rechte der Raucher mit Füßen getreten, sondern auch erhebliche Umsatzeinbußen für den Einzelhandel, der Tabakwaren vertreibt.

Deshalb nochmal die Bitte: Stimmen Sie ab solange noch etwas bewegt werden kann ! Noch sind die Optionen nur fantastische Vorschläge aber wenn wir nicht mitbestimmen, kann es auch dazu kommen.
Ich hoffe dieser Beitrag ist in Ihrem Sinne !
Vielen Dank !



  
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Coma_Black
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #1 - 28.10.10 um 18:23:52
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Da werden dann wohl wieder die einschlägigen NGO's und andere übliche Verdächtige die Tasten zum Glühen bringen, um "Mehrheiten" vorzugaukeln.
  
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Quirinus
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #2 - 28.10.10 um 20:21:31
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Ich bin mir absolut sicher, daß kein einziger meiner vielen Freunde und Bekannten von der Tabakhändlerin bis hin zum emeritierten Soziologieprofessor, Grünen- oder Linksparteimitglied oder Journalisten von der Existenz solcher Abstimmungen weiß. Wie sollten unter dieser Umständen dann erst andere davon wissen?

Deshalb bin ich dafür, solche Abstimmungen zu boykottieren, um ihnen nicht noch einen Schein demokratischer Legitimität zu verleihen. Zugleich aber sollte die Öffentlichkeit davon erfahren, daß solche (vermutlich recht kostspieligen) Spielchen mit den EU-Bürgern gespielt werden. Und was wird eigentlich mit den preisgegebenen Daten passieren? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
  
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CoF
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Es lebe die Freiheit

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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #3 - 28.10.10 um 20:49:52
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Quirinus schrieb on 28.10.10 um 20:21:31:
Ich bin mir absolut sicher, daß kein einziger meiner vielen Freunde und Bekannten von der Tabakhändlerin bis hin zum emeritierten Soziologieprofessor, Grünen- oder Linksparteimitglied oder Journalisten von der Existenz solcher Abstimmungen weiß. Wie sollten unter dieser Umständen dann erst andere davon wissen?


Das andere davon nichts wissen würde ich so nicht stehen lassen. Die Antirauchergruppen sind bzw. wurden sicher informiert und sie werden es zu nutzen wissen und schon ist eine "Mehrheit" geschaffen.

  

Der gesunde Menschenverstand ist die Sache, die am Besten auf der Welt verteilt ist, aber nur die wirklich 'Unverbildeten' haben ihn" ...


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RaucherHB
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #4 - 28.10.10 um 21:04:37
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Einheitspackungen finde ich gut, dann werden die illegalen Zigaretten kaum von Markenprodukten zu unterscheiden sein.
Die Fälscher brauchen sich auch mit der aufwendigen Bedruckung der Verpackungen plagen.  Laut lachend
  

Verbote sind immer ein Zeichen von Hilflosigkeit!
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Matrix
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In tyrannos!

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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #5 - 29.10.10 um 14:44:58
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@ Raucher HB:
wird wahrscheinlich zu einer weiteren Verbilligung der Schmuggelzigs fűhren  Laut lachend
  

Tu felix Austria fume
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ChristophL
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #6 - 29.10.10 um 15:32:40
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Quirinus schrieb on 28.10.10 um 20:21:31:
Ich bin mir absolut sicher, daß kein einziger meiner vielen Freunde und Bekannten von der Tabakhändlerin bis hin zum emeritierten Soziologieprofessor, Grünen- oder Linksparteimitglied oder Journalisten von der Existenz solcher Abstimmungen weiß. Wie sollten unter dieser Umständen dann erst andere davon wissen?

Deshalb bin ich dafür, solche Abstimmungen zu boykottieren, um ihnen nicht noch einen Schein demokratischer Legitimität zu verleihen. Zugleich aber sollte die Öffentlichkeit davon erfahren, daß solche (vermutlich recht kostspieligen) Spielchen mit den EU-Bürgern gespielt werden. Und was wird eigentlich mit den preisgegebenen Daten passieren? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. 


Da ist keine "Abstimmung", das ist ein Anhörungsverfahren. Typische Klientel sind organisierte Interessen aller Art, nicht Einzelpersonen. Die Kommission öffnet aber seit Jahren das Verfahren auch für 'normale' EU-Bürger (wobei sich eher anormale melden) und sogar Kräfte außerhalb der EU.
Das entspricht formal einer pluralistischen Demokratie, auch wenn wir natürlich wissen, dass das hier keineswegs ergebnisoffen veranstaltet wird. Man wäre also naiv, darin eine faire Beteiligung zu sehen.
Dennoch wende ich mich strikt dagegen, den Antis und der kommerziellen Tabakfamilie das Spielfeld zu überlassen. Übrigens: Je mehr vernünftige Stimmen es gibt, umso schlechter kann das zuständige Kommissariat sie in Zusammenfassungen unter den Tisch fallen lassen, umso eher sind sie zudem als EU-Publikation auffindbar.
(Zum Datenschutz: Man kann auch eine vertrauliche Stellungnahme abgeben, die nicht veröffentlicht wird.)

Hier Infos zu zwei solcher Verfahren, an denen Netzwerk Rauchen - Forces Germany e.V. 2007 teilgenommen hat:
http://ec.europa.eu/health/ph_determinants/life_style/Tobacco/Documents/smoke_fr...
http://ec.europa.eu/taxation_customs/common/consultations/tax/article_4266_de.ht...

« Zuletzt geändert: 29.10.10 um 15:34:43 von ChristophL »  
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #7 - 27.11.10 um 03:53:40
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Nicht nur in den österreichischen Trafiken, auch in Deutschland haben Tabakhändler am vergangenen Wochenende gegen diese Pläne protestiert.

Siehe dieses Video (hatte jemand schon als Link in einen anderen Thread eingestellt):



Die Aktion war eine Kooperation von
http://www.entscheiden-sie-selbst.de/
und dem BFT (Bündnis für Freiheit und Toleranz).

Und weil Matrix ein paar Fotos aus einer Trafik gebracht hat, hier ein Bild aus einem Fachgeschäft in Aachen (via Bundesversammlung Genuss, Freiheit und Selbstbestimmung):






  
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Matrix
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In tyrannos!

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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #8 - 27.11.10 um 06:31:46
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Hoffentlich bringen die Aktionen was. Bei uns wurde viel darűber geredet, die Medien aber hatten weitgehend Schweigepflicht.

Allein das zeigt, wie verkommen unsere Medien bereits sind!
  

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ChristophL
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #9 - 30.11.10 um 02:41:13
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Netzwerk Rauchen macht keinen Bückling vor der Bückware, sondern geigt der EU-Kommission die Meinung:

http://www.netzwerk-rauchen.de/neuigkeiten/576-netzwerk-rauchen-gegen-bueckware-...

Quote:
Zu den verschiedenen Anti-Raucher-Maßnahmen, die EU-Kommission derzeit im Rahmen eines Befragungsverfahrens vorstellt, gehören unter anderem Einheitsverpackungen für Tabakprodukte, das sogenannte ‚Plain Packaging‘. Dieses stößt auf erbitterte Kritik von Netzwerk Rauchen, einer Vereinigung gegen die Diskriminierung des Rauchens. Es „wäre eine ästhetische Katastrophe durch Vernichtung kulturell wertvollen und beliebten Industriedesigns und außerdem eine tiefgreifende Verzerrung des Wettbewerbs“ schreibt das Netzwerk und erinnert daran, dass Einheitsverpackungen lange in der DDR vorgeschrieben waren.
Außerdem wendet sich die Vereinigung in ihrer offiziellen Stellungnahme gegen Pläne, Zigarettenpackungen und andere Tabakwaren unter die Ladentheke zu verbannen beziehungsweise unkenntlich zu machen. Diese „Bückwarenvorschrift“ entspräche zusammen mit dem Plain Packaging sogar einer „Burkapflicht für Tabakwaren“, kritisiert Michael Löb, Bundesvorsitzender des Netzwerk Rauchen.
„Auf Ebene der EU findet eine besonders freiheitsfeindliche Bekämpfung des Tabakkonsums statt, da die Pläne des medizinisch-industriellen Komplexes bzw. der Anti-Tabak-Lobby in Brüssel auf fruchtbareren Boden fallen als in vielen Mitgliedsstaaten“, so Löb.

Werbeverbote nützten nur den Marktführern, wie dem Philip-Morris-Konzern (u.a. Marke „Marlboro“), das angedachte Verbot sogenannter elektronischer Zigaretten wiederum nur der Pharmaindustrie, die keine Konkurrenz für ihre eigenen Nikotinprodukte zulassen wolle.
Ein Verbot von Zusatzstoffen in Tabak sei unter anderem deshalb abzulehnen, weil dann aktuelle Produktinnovationen, etwa eine risikoreduzierten Zigarette, chemisch nicht mehr machbar wären.
Netzwerk Rauchen fordert zudem die Aufhebung des Verbots von Snus, einem skandinavischen Oraltabaks, und die Beibehaltung von Zigarettenautomaten.

Noch bis zum 17. Dezember können Vereinigungen und Einzelpersonen über das Internet ihre Meinung zu den von der EU geplanten Maßnahmen abgeben. Netzwerk Rauchen kritisiert, dass dies bisher nur auf Englisch möglich, ruft aber alle kritischen Bürger auf, sich an der Befragung zu beteiligen.


Volltext der Stellungnahme vom Netzwerk auch unter obigem Link.
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #10 - 30.11.10 um 06:28:37
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Quote:
Burkapflicht für Tabakwaren


Laut lachend Laut lachend Laut lachend
  

Prohibitionisten aller Länder verpfeift Euch!
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ChristophL
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #11 - 02.12.10 um 17:30:15
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PM der Bundesversammlung GFS:


Quote:
Pressemitteilung Berlin, 2010-12-02


Barrierefreie Teilnahme am Konsultationsverfahren der EU-Kommission kann für
deutsche Bürger nicht realisiert werden


Die Bundesversammlung für Genuss, Freiheit uns Selbstbestimmung kritisiert
auf das Schärfste, dass sich die Europäische Kommission nicht in der Lage
sieht oder sich vorsätzlich zu entziehen versucht, ein schriftliches
Anhörungsverfahren – wenn schon nicht in allen 23 Amtssprachen – so doch
wenigstens in den drei in der EU intern verbreiteten Arbeitssprachen
(Deutsch, Englisch, Französisch) vorzulegen. Der Bundesgeschäftsführer,
Detlef Petereit, stellt dazu fest: „Die jetzige Vorgehensweise, die
Materialien lediglich in Englisch bereit zu stellen, erhöht die ohnehin
schon recht weit verbreitete ‚Europaverdrossenheit’, wie sie sich auch ganz
deutlich in der kontinuierlich sinkenden Wahlbeteiligung zu Europawahlen
(2009 deutlich unter 50 Prozent) zeigt. Darüber hinaus konterkariert sie
sämtliche Bemühungen, sowohl der nationalen Regierungen als auch der
EU-Parlamentarier, in der Bevölkerung die eurodemokratische Mitgestaltung
sowie das Verständnis für und Interesse an Europa zu verbessern.“

Noch bis zum 17. Dezember 2010 führt die EU-Kommission, Generaldirektion
Gesundheit und Verbraucher, Referat C – Öffentliche Gesundheit und
Risikobewertung ein öffentliches Konsultationsverfahren durch. Dieses
richtet sich ausdrücklich nicht nur an die nationalen Behörden,
Nichtregierungsorganisationen und die Wirtschaft, sondern auch an alle
EU-Bürger.

Infolge die Bundesversammlung schon vor einigen Wochen erreichter Anfragen
wandte sich der Bundesgeschäftsführer an die Europäische Kommission und
erfuhr, dass weder eine deutsche noch eine anderssprachige Version
vorgesehen sei. Mit dieser Information wandte sich der Bundesgeschäftsführer
an die deutschsprachigen Parlamentarier, die zwar Zustimmung und
Unterstützung signalisierten, jedoch keine Änderung erwirken konnten.
Petereit dazu: „In den fast wortgleichen Antworten der Generaldirektorin
Gesundheit und Verbraucher, Frau Paola Testori Coggi, sowie des
Referatsleiters Öffentliche Gesundheit und Risikobewertung, Herrn Antti
Maunu, die den Nutzen eines schnellen Starts der Konsultation höher
einschätzen, als den einer vollständigen Übersetzung, zeichnet sich ein
nicht zu akzeptierendes Demokratieverständnis der Europäischen Kommission
ab.“

Die Bundesversammlung für Genuss, Freiheit und Selbstbestimmung ruft alle
interessierten Bürger auf, sich an dem Konsultationsverfahren dennoch zu
beteiligen.

Zur Überwindung der Sprachbarriere wurden auf der Webseite
http://Bundesversammlung-GFS.de Links, Informationen zur deutschen
Übersetzung, Erklärungen und Ausfüllhilfen zusammen gestellt sowie eine
kostenfreie Telefonhotline-Nummer angegeben. Die Antworten können in Deutsch
erfolgen.

Detlef Petereit
Der Bundesgeschäftsführer



  
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ChristophL
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #12 - 07.12.10 um 22:36:24
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Quote:
BERLIN (zaw) - Auf heftige Kritik sind in der deutschen Wirtschaft, der Gewerkschaft NGG und der Werbebranche Pläne der Europäischen Kommission gestoßen, Tabakwaren unter die Ladentheke zu verlagern, Marken-Logos zu verbieten und nur noch weiße, graue oder kartonfarbene Schachteln für Zigaretten zuzulassen. Manfred Parteina, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft ZAW, sagte auf eine gemeinsamen Pressekonferenz der Wirtschaftsgruppen in Berlin: "Brüssel macht Kunden damit zu Blindgängern im Markt, rückt Tabak-Produkte in die Illegalität, erweitert Gesundheitsgefahren und vernichtet Marken-Kapital".
[...]
Die Europäische Kommission führe die EU-Mitglieder auf den Weg jenseits der Marktwirtschaft. Immer tiefer greife die Behörde in die ohnehin gesetzlich eng begrenzte Markt-Kommunikation der Wirtschaft in Europa ein. Das zeigten die Musterfälle wie Lebensmittel, alkoholhaltige Getränke, Automobile und Medien. "Im Sektor Tabakwaren will Brüssel endgültig durch das Programm der Marken-Vernichtung unterhalb von Planwirtschaft agieren: Selbst in den früheren sozialistischen Staaten durften Tabak-Marken ihre differenzierenden Logos und Farbbilder auf die Packungen drucken." Der ZAW rate von dem geplanten EU-Krieg gegen Anbieter und Kunden dringend ab.


http://www.zaw.de/index.php?menuid=98&reporeid=729

Bemerkenswert klare Worte. Hat der ZAW wieder mal Lob verdient.
  
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Matrix
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In tyrannos!

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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #13 - 08.12.10 um 10:29:17
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Dazu ein Artikel in der Zeit:

http://www.welt.de/wirtschaft/article11444130/Die-Zigarettenindustrie-befuerchte...

Die Einheitspäckchen werden keinerlei Einfluss auf das Rauchverhalten haben.
Aber sie sind ein wesentlicher Eingriff ins Marken- und Firmenrecht, so gesehen ein Meilenstein auf dem Wege zur Enteignung und zur weiteren Ausgrenzung der Raucher.

Aber offensichtlich kann die Diktaturisierung noch weitere Schritte gehen, bis dem Mainstream etwas auffällt oder die Menschen dagegen aufstehen.
  

Tu felix Austria fume
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perle
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #14 - 08.12.10 um 15:37:54
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in der printausgabe der welt-kompakt war am ende des artikesl noch ein verweis darauf, daß schmuggler es mit den einheitspackungen wesentlich einfacher hätten als heute.
  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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Raucherhusten
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #15 - 08.12.10 um 16:07:16
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perle schrieb on 08.12.10 um 15:37:54:
in der printausgabe der welt-kompakt war am ende des artikesl noch ein verweis darauf, daß schmuggler es mit den einheitspackungen wesentlich einfacher hätten als heute.

Das ist ja wohl logisch. Wie sollen dann noch außer an der Steuerbanderole versteuerte von geschmuggelten Zigs unterschieden werden können
  

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ChristophL
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #16 - 08.12.10 um 23:04:42
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Quote:
Das ist ja wohl logisch. Wie sollen dann noch außer an der Steuerbanderole versteuerte von geschmuggelten Zigs unterschieden werden können


An der Sprache der Warnhinweise...
Tatsächlich sind es die Fälscher, die von den Einheitspackungen am meisten profitieren, weil sie weniger Designaufwand betreiben müssen. Man stelle sich Banknoten in einer solchen Aufmachung vor Zwinkernd
  
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perle
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #17 - 09.12.10 um 10:32:10
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ChristophL schrieb on 08.12.10 um 23:04:42:
Tatsächlich sind es die Fälscher, die von den Einheitspackungen am meisten profitieren, weil sie weniger Designaufwand betreiben müssen.


ich hatte ja schon die frage aufgeworfen, wer oder hinter dieser idee stecken könnte. die gesundheitslobby oder schlicht und ergreifend die mafia.

ChristophL schrieb on 08.12.10 um 23:04:42:
Man stelle sich Banknoten in einer solchen Aufmachung vor 


oder pharmazeutische oder kosmetische produkte..........
« Zuletzt geändert: 09.12.10 um 10:34:05 von perle »  

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Martella
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #18 - 09.12.10 um 11:52:44
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perle schrieb on 09.12.10 um 10:32:10:
ChristophL schrieb on 08.12.10 um 23:04:42:
Man stelle sich Banknoten in einer solchen Aufmachung vor 


oder pharmazeutische oder kosmetische produkte..........

Bei Pharmazeutika wäre es vermutlich egal, wer kauft sich schon Kopfwehpulver nur wegen der originellen Verpackung?

In der Kosmetik sieht es natürlich anders aus. Dort wären Einheitspackungen eine Kulturschande, genau wie bei Tabakwaren.
  
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perle
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #19 - 09.12.10 um 16:12:53
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Martella schrieb on 09.12.10 um 11:52:44:
Bei Pharmazeutika wäre es vermutlich egal, wer kauft sich schon Kopfwehpulver nur wegen der originellen Verpackung?


was glaubst du, wie viel aufwand getrieben wird, um innovative verpackungen und ansprechende werbung für verschreibunspflichtige medikamente in den fachmedien zu entwickeln?

jetzt still dir mal vor, pharmazeutische unternehmen müssten alles in der einheitsschachtel auf den markt bringen, und diese packungen anzeigen in den fachmedien bekämen als gestaltungsmotiv gerade noch die black box warnung gestattet. wie hätte dann wohl werbung für vioxx (zeitweise vom markt genommen), oder acomplia (komplett vom markt genommen) ausgesehen?

Quote:
In der Kosmetik sieht es natürlich anders aus. Dort wären Einheitspackungen eine Kulturschande, genau wie bei Tabakwaren.


interessanterweise gilt bei kosmetikprodukten nicht die für tabak gültige "molekül-formel". in kosmetikprodukten dürfen etliche stoffe enthalten sein, die im verdacht stehen krebsauslösend zu sein.
« Zuletzt geändert: 09.12.10 um 16:14:26 von perle »  

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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #20 - 09.12.10 um 19:45:41
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perle schrieb on 09.12.10 um 16:12:53:
interessanterweise gilt bei kosmetikprodukten nicht die für tabak gültige "molekül-formel". in kosmetikprodukten dürfen etliche stoffe enthalten sein, die im verdacht stehen krebsauslösend zu sein.

In Kanada aber schon. Dort sind doch Parfums in manchen öffentlichen Gebäuden auch schon verboten, wenn ich mich recht erinnere?
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #21 - 10.12.10 um 00:17:33
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Martella schrieb on 09.12.10 um 19:45:41:
perle schrieb on 09.12.10 um 16:12:53:
interessanterweise gilt bei kosmetikprodukten nicht die für tabak gültige "molekül-formel". in kosmetikprodukten dürfen etliche stoffe enthalten sein, die im verdacht stehen krebsauslösend zu sein.

In Kanada aber schon. Dort sind doch Parfums in manchen öffentlichen Gebäuden auch schon verboten, wenn ich mich recht erinnere?

" If you are going to be entering a fragrance free area anytime during the day, then you must not use any scented products anytime that day. Using a scented conditioner after a morning shower and then going to a fragrance free doctor’s office in the afternoon is a ‘No-No "

http://www.scentaware.com/advice-on-responsible-behaviour-in-fragrance-free-buil...
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #22 - 10.12.10 um 06:28:13
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Martella schrieb on 09.12.10 um 19:45:41:
perle schrieb on 09.12.10 um 16:12:53:
interessanterweise gilt bei kosmetikprodukten nicht die für tabak gültige "molekül-formel". in kosmetikprodukten dürfen etliche stoffe enthalten sein, die im verdacht stehen krebsauslösend zu sein.

In Kanada aber schon. Dort sind doch Parfums in manchen öffentlichen Gebäuden auch schon verboten, wenn ich mich recht erinnere?

Hachja. Kanada. Welch supergesundes Land  Augenrollen
  

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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #23 - 10.12.10 um 10:02:09
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #24 - 10.12.10 um 12:22:18
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das mit kanada und dem duftverbot ist ja schon ein "alter hut"... Smiley

was mich irgendwie wundert ist, daß man diesen innovativen verbotsansatz noch nicht in der EU entdeckt hat. wo man doch sonst gerne auf jeden verbotszug aufspringt.
  

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Antwort #25 - 21.01.11 um 09:45:22
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Antwort #26 - 15.04.11 um 09:49:24
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #27 - 15.04.11 um 16:06:05
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Wundert mich alles nicht. Dies alles ist eine logische Entwicklung durch Geschäftemacher, Lobbyist und Karrieristen, unterstützt vom herrschenden Gesundheitswahn.
Mit der Passivrauchlűge hat es begonnen.

Dennoch bin ich sicher, dass wir alle noch den Untergang dieser Lügner und Betrüger sehen werden. Auch ein Herr Dalli wird mir den Genuss des Rauchens nicht nehmen können. Gerade der nicht.
  

Tu felix Austria fume
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #28 - 11.10.11 um 22:10:11
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Quote:
Da ist keine "Abstimmung", das ist ein Anhörungsverfahren. Typische Klientel sind organisierte Interessen aller Art, nicht Einzelpersonen. Die Kommission öffnet aber seit Jahren das Verfahren auch für 'normale' EU-Bürger (wobei sich eher anormale melden) und sogar Kräfte außerhalb der EU.
Das entspricht formal einer pluralistischen Demokratie, auch wenn wir natürlich wissen, dass das hier keineswegs ergebnisoffen veranstaltet wird. Man wäre also naiv, darin eine faire Beteiligung zu sehen.
Dennoch wende ich mich strikt dagegen, den Antis und der kommerziellen Tabakfamilie das Spielfeld zu überlassen. Übrigens: Je mehr vernünftige Stimmen es gibt, umso schlechter kann das zuständige Kommissariat sie in Zusammenfassungen unter den Tisch fallen lassen, umso eher sind sie zudem als EU-Publikation auffindbar.
(Zum Datenschutz: Man kann auch eine vertrauliche Stellungnahme abgeben, die nicht veröffentlicht wird.)


http://tinyurl.com/343xf53
Hier der vorläufige Bericht dieser Anhörung als PDF-Datei. Darunter die detaillierten Excel-Dateien mit allen ca. 90.000 Teilnehmern. Wer teilgenommen hat findet sich in diesen Excel-Listen wieder. Meine Einträge z.B. in Citizen (Part 1). Netzwerk-Rauchen in NGOs.

Quote:
Quote:
A significant majority of respondents opposed limiting access to tobacco products. The most
commonly discussed issue was the display ban, where citizen arguments were similar to those
used by industry representatives. The limitation of the legitimate use of the trademarks and
branding displays, the lack of the possibility for customers to  be fully informed about the
accessibility, the price and characteristic of products and potential increase of the illicit trade
were the most often used arguments. Some of the responses referred to the lack of scientific 22
evidence that bans on the point of sale display of tobacco would impact smoking behaviour.
This argument also referred to a lack of research regarding both vending machines and
internet sales. The significant majority of respondents perceived these restrictions as an
excessive intervention in a consumer's right to decide. Rather, these respondents opted for
more effective controls, such as age verification, in these channels of tobacco products.

  
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ChristophL
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #29 - 24.11.11 um 03:44:41
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Quote:
Reemtsma-Chef Schmidt, der im April den Posten in Hamburg übernommen hat, entdeckt in der Tabakbranche ein neues Selbstbewusstsein "Ein so einheitliches Stimmungsbild gab es noch nie. Die Unternehmen sind nicht mehr dazu bereit, schlechte Kompromisse auszuhandeln", sagte Schmid. Diesmal gehe es um den "Frontalangriff" aus Brüssel gegen die Zigarettenkonzerne. So will die EU-Kommission etwa erreichen, dass Zigaretten aus den Geschäften verschwinden und nicht mehr gezeigt werden dürfen. Auf Nachfrage des Kunden sollen sie aus Schubladen geholt und verkauft werden. Dagegen wiederum wehrt sich nicht nur die Tabakbranche: Auch die Ölkonzerne sitzen mit ihnen in einem Boot. Über den Mineralölwirtschaftsverband wollen sie verhindern, dass Zigarettenregale komplett aus den Tankstellen verschwinden. Schließlich sind Zigarettenpackungen der wichtigste Verkaufsartikel im Tankstellenshop. Ihr Umsatzanteil liegt bei 50 Prozent.

(Hervorhebung von mir)

http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article13727312/Tabakbranche-witter...

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Die Tabakkonzerne haben sowohl viele "schlechte Kompromisse" ausgehandelt (Tabaksteuer, FSC usw.), dass da allenfalls punktuell etwas in die richtige Richtung geht, vielleicht nur bei diesem Thema.

  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #30 - 24.11.11 um 15:23:06
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ChristophL schrieb on 24.11.11 um 03:44:41:
Quote:
Reemtsma-Chef Schmidt, der im April den Posten in Hamburg übernommen hat, entdeckt in der Tabakbranche ein neues Selbstbewusstsein "Ein so einheitliches Stimmungsbild gab es noch nie. Die Unternehmen sind nicht mehr dazu bereit, schlechte Kompromisse auszuhandeln", sagte Schmid. Diesmal gehe es um den "Frontalangriff" aus Brüssel gegen die Zigarettenkonzerne. So will die EU-Kommission etwa erreichen, dass Zigaretten aus den Geschäften verschwinden und nicht mehr gezeigt werden dürfen. Auf Nachfrage des Kunden sollen sie aus Schubladen geholt und verkauft werden. Dagegen wiederum wehrt sich nicht nur die Tabakbranche: Auch die Ölkonzerne sitzen mit ihnen in einem Boot. Über den Mineralölwirtschaftsverband wollen sie verhindern, dass Zigarettenregale komplett aus den Tankstellen verschwinden. Schließlich sind Zigarettenpackungen der wichtigste Verkaufsartikel im Tankstellenshop. Ihr Umsatzanteil liegt bei 50 Prozent.

(Hervorhebung von mir)

http://www.welt.de/print/die_welt/wirtschaft/article13727312/Tabakbranche-witter...

Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. Die Tabakkonzerne haben sowohl viele "schlechte Kompromisse" ausgehandelt (Tabaksteuer, FSC usw.), dass da allenfalls punktuell etwas in die richtige Richtung geht, vielleicht nur bei diesem Thema.



Es paßt aber schon zu den weltweiten Entwicklungen der letzten Monate. Die Klage von Philip Morris in Australien. Die Klage in den USA, die vorläufig erfolgreich war. Da war doch auch noch was mit Uruquay? Dann diese Umfragedaten in GB. Da scheint mir schon System dahinterzustecken.

Es paßt außerdem dazu, daß alle Bemühungen der Tabakindustrie in den letzten zehn Jahren, sich unauffällig und kooperativ zu verhalten, erfolglos geblieben sind - also erfolglos in dem Sinne, die Anti-Bewegung einfach auszusitzen, falls das der Hintergedanke gewesen ist, oder alternativ die Anti-Bewegung gnädig zu stimmen, sollte dies der Hintergedanke gewesen sein.

Ich will jetzt nicht behaupten, den Nieten in Nadelstreifen, die für die Appeasement-Strategie verantwortlich waren, ins Hirn schauen zu können, also weiß ich nicht, was sie auf den abwegigen Gedanken gebracht hat, so was könne erfolgversprechend sein. Die pausenlose geifernde Beschuldigung der bösen Tabaklobby für so ziemlich alles Denkbare hätte ihr schon zu einem ziemlich frühen Zeitpunkt signalisieren können, daß sie überhaupt nichts davon haben, zurückhaltend zu bleiben.

Die Rauchverbote richteten sich nicht direkt gegen die Tabakindustrie. Die Maßnahmen der letzten Zeit tun das wieder sehr deutlich. Es ergäbe schon einen Sinn, wenn bei den Tabakkonzernen allmählich die Einsicht reifen würde, daß Appeasement ihnen nicht helfen wird. Wir hätten ihnen das natürlich gleich sagen können. Aber besser, sie kommen jetzt drauf, als erst dann, wenn Gegenwehr nicht mehr möglich ist.



  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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ChristophL
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #31 - 08.12.11 um 03:55:01
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Quote:
Wie die Österreicher darüber denken, zeigt eine Umfrage des Institutes Karmasin. Demnach sind 81 Prozent gegen Bevormundungen durch die EU bei Tabak, Alkohol oder Fetten.

57 Prozent - darunter auch alle Nichtraucher - finden den bestehenden Nichtraucherschutz ausreichend. Gegen neutrale Zigarettenpackungen sprechen sich 60 Prozent aus. Nichtraucher lehnen weiße Packungen zu 53 Prozent ab. Mehr als die Hälfte aller Befragten meint, dass die derzeitigen Warnungen auf den Packungen ausreichen.

Wie Untersuchungen in Australien zeigen - dem ersten Land, das "plain packing" eingeführt hat - halten diese Jugendliche nicht vom Rauchen ab. In Irland hat das Präsentationsverbot den Raucheranteil sogar um sieben Prozent erhöht. [...]
Wenig schmeichelhaft sind für die EU auch die weiteren Umfrageergebnisse


http://kurier.at/wirtschaft/4471647.php
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #32 - 09.12.11 um 16:59:47
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Ich darf hier vielleicht ein wenig erklären:
Österreich war immer ein Obrigkeitsstaat mit strengen und steilen Hierarchien, die sich im Lauf der Geschichte nur wenig verändert haben.
Allerdings mischte sich die Obrigkeit für ihr Anerkanntwerden, die Ehrerbietungen und ihr Leben in Saus und Braus nicht sehr in das tägliche Leben der Menschen ein: Ein paar oberflächliche Unterwerfungsrituale, und alles lief geschmiert.
Die Österreicher wären auch "gute EU-Anhänger" geworden und hätten den Bonzen dort alles gegönnt und sogar bezahlt - um einen einzigen Preis: Dass diese sich nicht ein bissl in unser Leben eingemischt hätten. Und dieses eherne Gesetz haben die EU-Bonzen gebrochen. Und das ist "tödlich" - in den Alpen wie im tiefsten Favoriten.
Daher gibt es keine Gefolgschaft mehr, nur Hohn, Spott, Verachtung und Subversion.
Wir werden als erste aus der Brüsseler Pestgrube aufstehen, Weinglas und Tschick in den Händen und singen "Alles ist hin"  Laut lachend



Aber es is eh scho wieder alles anders:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten...
« Zuletzt geändert: 09.12.11 um 17:17:35 von Matrix »  

Tu felix Austria fume
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #33 - 02.01.12 um 01:38:42
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Artikel zum Thema bei Novo Online, aus dem Englischen übersetzt und annotiert von Netzwerk-Rauchen-Aktivisten :

http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001040

Quote:
Diese intolerante Verwüstung von Zigaretten-Anzeigen, Marken und gar Namen (Winfield und Benson & Hedges könnten bald schon zu Tabu-Begriffen werden, die – wie Voldemort – niemals in der Öffentlichkeit geäußert werden dürfen) ist Illiberalität im Doppelpack. Erstens greift sie das Recht der Firmen an, ihre Produkte als Marken zu vermarkten, und zweitens das Recht der Öffentlichkeit, selbst zu prüfen und zu entscheiden, was sie konsumieren will. Marx etwa würde sich im Grabe umdrehen. Er hielt das Brummen der Konsumgesellschaft, die Art und Weise, in der der Kapitalist „alle Mittel auf[sucht], um […] zum Konsum anzuspornen neue Reize seinen Waren zu geben“ für ein „wesentliches Zivilisationsmoment“.
Indem sie es Zigarettenherstellern verbieten, uns zum Konsum anzuspornen, indem sie ihren Waren durch Werbung und Markennamen „neue Reize“ verleihen, benehmen sich unsere Eliten äußerst unzivilisiert. Der Krieg gegen das Rauchen geht weit über den Versuch einer Beherrschung von Verkaufsflächen und Plakatwänden hinaus: Unsere Regierungen haben ihr Visier auf die Eroberung des öffentlichen Raumes an sich gerichtet. Als die westlichen Staaten in den 2000er Jahren allesamt anfingen, das Rauchen an öffentlichen Orten zu verbieten, wobei sie ihre Illiberalität mit dem brillanten Orwell’schen Konzept der „Förderung der Rauchfreiheit“ zu verbrämen wussten, da haben viele törichterweise geglaubt, mit Kneipen, Restaurants und Verkehrsmitteln würde es sein Bewenden haben. Doch nachdem sie einen Eindruck davon bekommen haben, wie leicht es ist, autoritäre Maßnahmen unter dem Deckmäntelchen des Gesundheitsschutzes durchzupeitschen, drängen Regierungen jetzt danach, das Rauchen nahezu überall zu verbieten.


« Zuletzt geändert: 02.01.12 um 01:41:24 von ChristophL »  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #34 - 11.01.12 um 19:52:42
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Neues aus der Anstalt.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13809765/Tabakindustrie-will-keine-Kompromi...


Tabakindustrie will keine Kompromisse mehr machen

In Brüssel wird eine neue Tabakrichtlinie vorbereitet, die den Herstellern von Zigaretten das Leben schwer machen wird. Die wehren sich dagegen.
  

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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #35 - 11.01.12 um 20:21:09
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CoF schrieb on 11.01.12 um 19:52:42:
Neues aus der Anstalt.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13809765/Tabakindustrie-will-keine-Kompromi...


Tabakindustrie will keine Kompromisse mehr machen

In Brüssel wird eine neue Tabakrichtlinie vorbereitet, die den Herstellern von Zigaretten das Leben schwer machen wird. Die wehren sich dagegen.


Diktatur !
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #36 - 02.02.12 um 13:00:46
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Kampagne von und Petition bei FOREST:





http://www.handsoffourpacks.com/

« Zuletzt geändert: 02.02.12 um 13:01:13 von ChristophL »  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #37 - 06.03.12 um 18:50:48
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wer sich noch mehr informieren will...

http://www.entscheiden-sie-selbst.de
  

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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #38 - 05.04.12 um 22:36:31
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Die Ukraine und Honduras haben bei der Welthandelsorganisation (WTO) Beschwerde gegen das australische Plain Packaging eingelegt, weil es nach Auffassung dieser Länder gegen Freihandelsbestimmungen verstößt. Sollte es zu keiner Einigung kommen, müsste ein WTO-Gremium entscheiden, ob das australische Gesetz Bestand hat.

http://www.reuters.com/article/2012/04/04/wto-australia-tobacco-idUSL6E8F4BQC201...
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #39 - 31.05.12 um 21:59:36
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Chris Snowdon in Novo über Plain Packacking und Snus
(mal wieder eine Übersetzung aus dem Netzwerk Rauchen)

http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001133

Quote:
Indem sie hunderttausende Pfund zur Förderung inhaltsloser Symbolpolitik wie der Einheitsverpackung ausgibt, hat sich die gegenwärtige britische Regierung in die Gilde der Neo-Prohibitionisten eingereiht und damit denselben Glauben an Über-Regulierung zum Ausdruck gebracht wie ihre Vorgängerregierung. Würde sie diese Ressourcen zur Unterstützung der Initiative der schwedischen Regierung für eine Aufhebung des Snus-Verbots in der EU verwenden, käme sie dem vorgeblichen Ziel einer Verbesserung der Volksgesundheit tatsächlich näher. Dies würde allerdings das stillschweigende Eingeständnis voraussetzen, dass Verbote nicht immer wünschenswert, manchmal gar kontraproduktiv sind – eine Vorstellung, die der britischen Politik des 21. Jahrhunderts fremder nicht sein könnte.


  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #40 - 30.09.12 um 09:33:56
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Gilt das auch für Warnhinweise auf Zigarettenpackungen?

Quote:
Wer ein Medikament verschrieben bekommt, tut gut daran, dem Beipackzettel keine Beachtung zu schenken. Weiss man von den dort aufgeführten Nebenwirkungen, steigen die Chancen, diese auch zu bekommen.


http://www.20min.ch/wissen/gesundheit/story/18423876
  

Verbote sind immer ein Zeichen von Hilflosigkeit!
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shadu
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #41 - 30.09.12 um 11:27:28
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RaucherHB schrieb on 30.09.12 um 09:33:56:
Gilt das auch für Warnhinweise auf Zigarettenpackungen?

Quote:
Wer ein Medikament verschrieben bekommt, tut gut daran, dem Beipackzettel keine Beachtung zu schenken. Weiss man von den dort aufgeführten Nebenwirkungen, steigen die Chancen, diese auch zu bekommen.


http://www.20min.ch/wissen/gesundheit/story/18423876


Ja, wirkt auch da. Braucht man, um diese Krankheiten zu produzieren.
  
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Tegel
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #42 - 13.12.12 um 05:48:57
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NeueTabakrichtlinie beschlossen

EU will Mentholzigaretten verbannen

Das Zentralkomitee meldet sich mal wieder zu den wichtigsten Themen unserer Zeit.

P.S: Frage an Hr. H.Schmidt als Raucher von Menthol-Zigaretten , ist dass Ihr gwünschtes und so oft als wichtige und notwendiges betontes Europa ?
Vielleicht mal ein direkter Ansatz (auch mal) darüber nachzudenken. 

http://www.focus.de/gesundheit/news/neuetabakrichtlinie-beschlossen-eu-will-ment...
« Zuletzt geändert: 13.12.12 um 05:49:34 von Tegel »  

Gib " links" keine Chance.
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #43 - 13.12.12 um 12:37:24
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Tegel schrieb on 13.12.12 um 05:48:57:
NeueTabakrichtlinie beschlossen

EU will Mentholzigaretten verbannen

Das Zentralkomitee meldet sich mal wieder zu den wichtigsten Themen unserer Zeit.

P.S: Frage an Hr. H.Schmidt als Raucher von Menthol-Zigaretten , ist dass Ihr gwünschtes und so oft als wichtige und notwendiges betontes Europa ?
Vielleicht mal ein direkter Ansatz (auch mal) darüber nachzudenken. 

http://www.focus.de/gesundheit/news/neuetabakrichtlinie-beschlossen-eu-will-ment...


Zitat:Verboten werden sollen laut „Bild“ grundsätzlich Zusatzgeschmackstoffe und die Zugabe von Vitaminen, Koffein, Taurin oder Farbstoffen in Zigaretten-Tabak.

Dafür schmeisst die EU Chemikalien rein damit sie schneller aus gehen  Schockiert/Erstaunt
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #44 - 13.12.12 um 15:11:34
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Die Einheitsverpackungen mit Schockbildern bei Zigaretten bringen die notorischen Weltbeglücker natürlich auch auf andere Ideen - die ständige Umerziehung zu einer Einheitslebensweise und der Bekehrungsanspruch sind ja schon im psychologisches Profil dieser Puritaner angelegt.

Kanadische Ärzte wollen jetzt ungesundes Essen mit gruseligen Warnhinweisen und Schockfotos bekämpfen:

http://rt.com/news/ontario-junk-food-tobacco-189/
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #45 - 13.12.12 um 15:35:17
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shadu schrieb on 13.12.12 um 12:37:24:
Zitat:Verboten werden sollen laut „Bild“ grundsätzlich Zusatzgeschmackstoffe und die Zugabe von Vitaminen, Koffein, Taurin oder Farbstoffen in Zigaretten-Tabak.

Dafür schmeisst die EU Chemikalien rein damit sie schneller aus gehen  Schockiert/Erstaunt


Die EU hat ja auch damals ungefähr zeitgleich einerseits die Bezeichnungen "Light" und "Mild" mit der Begründung verboten, Zigaretten mit niedrigeren Werten seien nicht gesünder, und andererseits Höchstwerte eingeführt. Logik interessiert in Brüssel nicht.

In der neuen Richtlinie soll es offenbar neben der bisherigen Mindestpackungsgröße von 19 Zigaretten auch eine Höchstpackungsgröße geben, ich las da was einem Verbot von "Big Boxes"...
  
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hardl
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #46 - 13.12.12 um 20:11:14
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In einem Interview zum Thema spricht MPL ( bei 2:36 ) von Tabakabhängigkeit.

http://www.wdr2.de/musik/audioinanderenlaendernhabenschockfotosaufzigarettenscha...
« Zuletzt geändert: 13.12.12 um 20:12:09 von hardl »  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #47 - 13.12.12 um 20:40:16
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Damit sich niemand der gesundheitsfördernden Wirkung der Ekelbilder entzieht, denkt man in Australien über ein Verbot von Aufklebern für Zigarettenpackungen nach:

http://www.brisbanetimes.com.au/queensland/ama-wants-stickers-back-in-their-box-...

Es gibt kein Halten mehr.
  
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Terrx
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #48 - 13.12.12 um 21:43:54
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Gibts hier eigentlich die Teile als Aufkleber?
Bislang fand ich nur sowas zum Selberausschneiden und dann selber mit Klebe aufzukleben.
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #49 - 13.12.12 um 22:01:57
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Terrx schrieb on 13.12.12 um 21:43:54:
Gibts hier eigentlich die Teile als Aufkleber?
Bislang fand ich nur sowas zum Selberausschneiden und dann selber mit Klebe aufzukleben.

Weiß ich leider nicht. Aber man könnte der australischen Firma einen Hinweis geben oder selbst in das Geschäft einsteigen. Wo viel Schatten ist, ist auch viel Licht Zwinkernd
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #50 - 20.12.12 um 06:32:21
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Schweizer Politiker kritisieren verschärftes Rauchergesetz

«Manchmal frage ich mich, ob die EU nicht wichtigere Probleme zu lösen hat», nervt sich der Tessiner Arzt und FDP-Nationalrat Ignazio Cassis. «Wie viel Freiheit und Mündigkeit wünschen sich die 500 Millionen EU-Bürgerinnen und Bürger? Die Behörden scheinen mir das Augenmass verloren zu haben.»
Auch Geri Müller kritisiert den Fokus der Gesetzgeber auf die Raucher-Problematik. «Heute weiss ja jeder, dass Rauchen schädlich ist, das muss man nicht mehr gross diskutieren», meint der Grüne Aargauer Nationalrat.

http://tinyurl.com/cvdd2n5
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #51 - 20.12.12 um 16:27:30
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http://tinyurl.com/bue9g4f

Der neue Diktator stellt sich in Pose !
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #52 - 02.05.13 um 06:10:06
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Wenn man der "SUN" glauben darf, dann hat die britische Regierung die Pläne zu Einheitsverpackungen bei Zigaretten erst einmal verschrottet:

http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/politics/4911532/Plain-cigarette-packe...

Offenbar haben Einheitsverpackungen in Australien nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.
  
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #53 - 10.05.13 um 00:57:54
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ChristophL schrieb on 05.04.12 um 22:36:31:
Die Ukraine und Honduras haben bei der Welthandelsorganisation (WTO) Beschwerde gegen das australische Plain Packaging eingelegt, weil es nach Auffassung dieser Länder gegen Freihandelsbestimmungen verstößt. Sollte es zu keiner Einigung kommen, müsste ein WTO-Gremium entscheiden, ob das australische Gesetz Bestand hat.

http://www.reuters.com/article/2012/04/04/wto-australia-tobacco-idUSL6E8F4BQC201...


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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #54 - 10.05.13 um 08:19:33
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Querkopf schrieb on 02.05.13 um 06:10:06:
Wenn man der "SUN" glauben darf, dann hat die britische Regierung die Pläne zu Einheitsverpackungen bei Zigaretten erst einmal verschrottet:

http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/politics/4911532/Plain-cigarette-packe...

Offenbar haben Einheitsverpackungen in Australien nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.


Ja,  die Einheitsverpackungen sind (wohl erstmal) unter den Tisch gefallen.  Die Gesundheitsbrigade ist entsetzt:
http://www.bbc.co.uk/news/health-22449838

Die Tories stehen derzeit sehr unter Druck; sie haben sehr viele Stimmen in der letzten by-election an UKIP verloren.  Wenn das so weitergeht und UKIP in 2015 noch mehr Toryabtruennige gewinnt, kann Labour wieder gewinnen. 
Es wird gemunkelt, dass die Tories eventuell eine Koalition mit UKIP eingehen wird. 

  
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Feuerstein
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Re: Einheitspackungen und Verkauf unter der Ladentheke
Antwort #55 - 18.06.20 um 22:29:37
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ChristophL schrieb on 10.05.13 um 00:57:54:
ChristophL schrieb on 05.04.12 um 22:36:31:
Die Ukraine und Honduras haben bei der Welthandelsorganisation (WTO) Beschwerde gegen das australische Plain Packaging eingelegt, weil es nach Auffassung dieser Länder gegen Freihandelsbestimmungen verstößt. Sollte es zu keiner Einigung kommen, müsste ein WTO-Gremium entscheiden, ob das australische Gesetz Bestand hat.

http://www.reuters.com/article/2012/04/04/wto-australia-tobacco-idUSL6E8F4BQC201...


Kuba schließt sich dem an.


Wie die Tabakzeitung (DTZ) am 15.06.2020 berichtet (leider kein Link möglich)
Quote:
Einheitsverpackung entspricht Regeln des Welthandels
WTO hält abschreckende australische Zigarettenschachteln für regelkonform
GENF // Das Berufungsgremium der Welthandelsorganisation (WTO) entschied vor kurzem, dass die strengen australischen Gesetze für Tabakverpackungen, das Plain Packaging, gerechtfertigt seien, und lehnte damit Beschwerden von Honduras und der Dominikanischen Republik ab.

Ihren Vorwurf, dass es sich um unfaire Handelsbeschränkungen handele, wiesen die Richter zurück.


Die Entscheidung ist hier bei der WTO zu finden - nur in englisch, was durchaus hilft, diese Entscheidung NICHT zu verstehen...

Noch ein Hinweis durch die DTZ
Quote:
Die Entscheidung war die vorerst letzte der WTO-Berufungsinstanz, das als oberstes Gericht für internationale Handelsstreitigkeiten fungiert. Seine Funktion ist ausgesetzt, da die USA die Ernennung neuer Richter blockieren. Das wiederum führt dazu, dass die in Genf ansässige WTO nicht mehr effektiv Handels-Streitigkeiten beilegen kann.
  
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