Normales Thema Vortrag Uni Stuttgart-Hohenheim zum Rauchverbot (Gelesen: 506 mal)
xila
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... hat meistens recht
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Re: Vortrag Uni Stuttgart-Hohenheim zum Rauchverbot
Antwort #9 - 30.01.11 um 17:13:39
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Meinrad schrieb on 30.01.11 um 16:34:28:
Nicht schlecht, dieser Tauschmann. Er lässt durchaus den Wirt zu Wort kommen, der so ungefähr 40 Prozent Einbußen hat. Aber der Leser seines Artikels weiß nun : Wirte, die so reden, gibt es zwar, aber sie sind nicht repräsentativ.

Die Lücken seiner jetzigen "Studie" hat er ja gleich offenbart : die Wirte hätten nichts gesagt und seien unkooperativ. Kann schon sein, denn viele davon sind Pächter und sie misstrauen irgendwelchen "Befragern", weil sie Verdacht haben, dass ihr Verpächter dahinter steckt. Ihrer Berufsorganisation, der IHK aber geben sie schon die richtigen Zahlen an. Diese Zahlen hat man, aber sie sind Herrn Tauschmann zu schlecht. Nur ist sein Verfahren überhaupt nicht geeignet, die Qualität der anderen zu übertreffen. Ist auch nicht nötig, er will ja Propaganda machen.

Wie hat eigentlich Sabine Bätzing damals 2008 wissen können, dass es in Deutschland "Umsatzrückgänge wie in keinem anderen europäischen Land" gegeben hatte und man deswegen das 75 Quadratmeter-Gesetz erlassen hat ? Der Witz ist nämlich : in D sind fast alle Wirte in der IHK und Dehoga, sodass man schneller als anderswo einen Überblick bekommt. Und da kommen die richtigen Zahlen her.

Ganz abgesehen davon, dass eine "Befragung" zum jetzigen Zeitpunkt natürlich diejenigen außen vorlässt, die bereits über den Jordan gegangen sind.

Gruß Meinrad
   


Der Tauchmann (nicht: Tauschmann, das hat das Wochenblatt falsch geschrieben) ist der mit der Studie von letztem Jahr, die die SZ zu einem Artikel mit der Überschrift "Das Märchen von der Pleitewell" umgemünzt hatte. Auf gut Deutsch: Ss gibt keine neuen Erkenntnisse seit jenem Artikel, in dem Tauchmanns Behauptungen unter die Lupe genommen wurden, und dem, was dort steht, ist nichts hinzuzufügen: http://www.nein-beim-volksentscheid.de/wp/archives/341

Der Tauchmann hat auch gar keinen Wirt zu Worte kommen lassen, das war bloß die Autorin des StN-Artikels, Judith A. Sägesser.

  

As the mathematician Ian Stewart points out in “Do Dice Play God?” (Basic), the average person has one breast and one testicle.
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Meinrad
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Re: Vortrag Uni Stuttgart-Hohenheim zum Rauchverbot
Antwort #8 - 30.01.11 um 16:34:28
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Nicht schlecht, dieser Tauschmann. Er lässt durchaus den Wirt zu Wort kommen, der so ungefähr 40 Prozent Einbußen hat. Aber der Leser seines Artikels weiß nun : Wirte, die so reden, gibt es zwar, aber sie sind nicht repräsentativ.

Die Lücken seiner jetzigen "Studie" hat er ja gleich offenbart : die Wirte hätten nichts gesagt und seien unkooperativ. Kann schon sein, denn viele davon sind Pächter und sie misstrauen irgendwelchen "Befragern", weil sie Verdacht haben, dass ihr Verpächter dahinter steckt. Ihrer Berufsorganisation, der IHK aber geben sie schon die richtigen Zahlen an. Diese Zahlen hat man, aber sie sind Herrn Tauschmann zu schlecht. Nur ist sein Verfahren überhaupt nicht geeignet, die Qualität der anderen zu übertreffen. Ist auch nicht nötig, er will ja Propaganda machen.

Wie hat eigentlich Sabine Bätzing damals 2008 wissen können, dass es in Deutschland "Umsatzrückgänge wie in keinem anderen europäischen Land" gegeben hatte und man deswegen das 75 Quadratmeter-Gesetz erlassen hat ? Der Witz ist nämlich : in D sind fast alle Wirte in der IHK und Dehoga, sodass man schneller als anderswo einen Überblick bekommt. Und da kommen die richtigen Zahlen her.

Ganz abgesehen davon, dass eine "Befragung" zum jetzigen Zeitpunkt natürlich diejenigen außen vorlässt, die bereits über den Jordan gegangen sind.

Gruß Meinrad
  
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perle
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Re: Vortrag Uni Stuttgart-Hohenheim zum Rauchverbot
Antwort #7 - 30.01.11 um 10:50:22
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Tegel schrieb on 29.01.11 um 19:05:09:
Schon erstaunlich wie die Zeitungsgruppe Stuttgart
( Teil der Südwestdeutsche Medien Holding ) doch recht schnell ihre Meinung und Überschriften wechseln kann.

Stuttgarter Nachrichten
Das Qualmverbot drückt den Umsatz der Wirte( letzte Änderung 14.01.2010 )

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.das-qualmverbot-drueckt-den-umsatz-....

Stuttgarter Wochenblatt
Kaum Umsatzrückgänge durch Rauchverbot(aktualisiert: 27.01.2011 07:05 Uhr)


das ist doch noch gar nichts. gegenteilige wirtschaftsmeldungen schaffen es im stundentakt in die online-redaktionen.

sagt um 08:05 das ZEW einen deutlichen anstieg der wirtschaftsleistung hervor, kommt eine stunde später das IW und vermeldet düstere wolken am horizont, dem das IFO-institut dann gegen mittag erneut widerspricht und einen anstieg von fantastilliarden der deutschen wirtschaftsleistung sieht. an "guten" medientagen gibt an die 10 sich widersprechende meldungen, die gerne auch mal von berühmt-berüchtigten volkswirten der deutschen oder der commerzbank (gerne auch gegenteilig) kommentiert werden.

interessant dabei ist nur, daß in den foren und kommentaren klar zum ausdruck kommt, das man keine dieser meldungen für glaubhaft macht und sich teilweise gar starker sarkasmus in den beiträgen breitmacht.

soweit sind wir bei meldungen zum thema rauchen noch nicht, jedoch bröckelt die antifront kontinuierlich vor sich hin. kein vergleich zu dem bild, das sich in den online-medien noch vor 2-3 jahren bot, als die (virtuelle) mehrheit der antis quasi zementiert schien.
« Zuletzt geändert: 30.01.11 um 10:52:14 von perle »  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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Re: Vortrag Uni Stuttgart-Hohenheim zum Rauchverbot
Antwort #6 - 30.01.11 um 08:28:59
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Das ist ein schőnes Beispiel unserer Pressefreiheit, Tegel. Das sollten wir nach Ungarn schicken.
  

Tu felix Austria fume
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Tegel
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Re: Vortrag Uni Stuttgart-Hohenheim zum Rauchverbot
Antwort #5 - 29.01.11 um 19:05:09
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Schon erstaunlich wie die Zeitungsgruppe Stuttgart
( Teil der Südwestdeutsche Medien Holding ) doch recht schnell ihre Meinung und Überschriften wechseln kann. 

Stuttgarter Nachrichten
Das Qualmverbot drückt den Umsatz der Wirte( letzte Änderung 14.01.2010 )

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.das-qualmverbot-drueckt-den-umsatz-...

Stuttgarter Wochenblatt
Kaum Umsatzrückgänge durch Rauchverbot(aktualisiert: 27.01.2011 07:05 Uhr)


http://www.stuttgarter-wochenblatt.de/stw/page/detail.php/2791843






  

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Meinrad
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Re: Vortrag Uni Stuttgart-Hohenheim zum Rauchverbot
Antwort #4 - 08.01.11 um 22:10:05
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Immerhin : da steht einiges an Hard-Facts drinnen, was den Thesen von MPL aufs Heftigste widerspricht. Die totale Ablehnung der Rauchverbote durch die Wirte, die Entlassung von Personal, das Wegbleiben der Raucher, zu alledem enthält das Papier drastische Zahlen. Aus immerhin 7900 befragten Betrieben, also einer durchaus genügenden Anzahl, um repräsentativ zu sein. Auch sonst ist durchaus mit Ernsthaftigkeit an die Sache herangegangen worden. Am Schluß kommt dann eine "Simulation", die uns sagt, es werde alles nicht so heiß gegessen. Musste ja kommen, aber die Zahlen zuvor sind eben schon heraus und zwar von jemandem, der garantiert nicht der Tabakindustrie nahesteht. Dieses Papier ist durchaus von Nutzen.

Natürlich muss alles rauchfrei werden, um der Gesundheit willen, aber es ist ein Schönheitsfehler, dass der Markt das nicht bewerkstelligen kann, so der Tenor. Mitnichten ist das so Herr Tauchmann, Gesundheit ist nicht per se das Joker-Argument, um andere Werte über den Haufen zu werfen, so ein Denken ist unserer Kultur fremd. Und wenn schon, dann lassen wir nur tatsächliche Zugewinne an Gesundheit gelten, solche, die für jedermann zu sehen sind und nicht solche, die von dubiosen Studien behauptet werden. Und zu sehen ist nichts, die behaupteten Infarktwunder sind keine. Wenn solche "Nicht-Wunder" als Argument herhalten müssen, darf man ruhig davon ausgehen, dass es echte Wunder nicht gab.

Überhaupt ist alles Schnee von gestern, das Ganze bezieht sich auf Ende 2008. Gestern hatten wir die Meldung aus Bayern, auf dem Lande sei ein "katasprophales Wirtshaussterben" im Gange. Das zählt, das ist 2011. Dass man dazu keine Zahlen bekommt, ist doppelt verdächtig : in Deutschland, wo alle Betriebe in einer Innung sind, müssten diese Zahlen jederzeit zur Verfügung stehen. Dass sie das nicht tun, kann nur einen Grund haben : man will sie geheim halten, weil sie zu eindeutig sind. Abwarten - auch das kommt ans Licht.

Gruß Meinrad
  
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Re: Vortrag Uni Stuttgart-Hohenheim zum Rauchverbot
Antwort #3 - 08.01.11 um 17:29:41
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Coma_Black schrieb on 08.01.11 um 17:19:08:
Das wird auf die übliche Schönrednerei hinauslaufen mit ein paar Leuten im Publikum, die vorher abgesprochene Fragen stellen...


Ja. Es wäre schon interessant, den Referenten mit nicht abgesprochenen Fragen in Verlegenheit zu bringen.
  

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Re: Vortrag Uni Stuttgart-Hohenheim zum Rauchverbot
Antwort #2 - 08.01.11 um 17:19:08
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Das wird auf die übliche Schönrednerei hinauslaufen mit ein paar Leuten im Publikum, die vorher abgesprochene Fragen stellen...
  
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Re: Vortrag Uni Stuttgart-Hohenheim zum Rauchverbot
Antwort #1 - 08.01.11 um 12:56:03
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xila schrieb on 08.01.11 um 12:24:15:
Quote:
Mittwoch, 12.01.11
Die Auswirkungen des Rauchverbots auf die Gastronomie

Rauchfrei in Kneipe, Café und Lokal – aus gesundheitlicher Perspektive erscheint das Rauchverbot als folgerichtig. Aus ökonomischer Perspektive stellt sich allerdings die Frage, ob die Schädigung von Nichtrauchern durch Passivrauchen tatsächlich einen Faktor darstellt, für den der Markt selbst keine Lösung findet. Nur dann wäre ein Verbot gerechtfertigt. Der Vortrag stellt die Frage, ob der Nichtraucherschutz gar durch hohe wirtschaftliche Einbußen bei den Gastronomen erkauft ist.

Referent: Dr. Harald Tauchmann (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung), Ort: Aula


Klingt auf den ersten Blick interessant, bis man bei Google erfährt, wer der Autor ist. Der hat jene "Studie" verbrochen, die angeblich "bewies", daß das Rauchverbot in der Gastronomie keine Umsatzeinbußen mit sich gebracht habe.

http://www.rwi-essen.de/media/content/pages/publikationen/rwi-materialien/M_58_R...

Vielleicht hat ja jemand von den Mitlesenden aus der Region Stuttgart Lust hinzugehen? Ich muß gestehen, daß ich selbst eigentlich keine habe, aber ich lasse mir die Sache bis zum Mittwoch noch einmal durch den Kopf gehen.


Man kann schon fast erahnen was als Ergebnis raus kommt. Mir ist schleierhaft, wie man Rückgänge in Gastrobetrieben bezgl. des Rauchverbots realistisch ausrechnen kann, wenn eine beträchtliche Anzahl bereits die Pforten geschlossen hat und zwar mehr als die sonst übliche Fluktuation. Plötzlich ist die Kneipe ein Kulturverein, der keine Steuern zahlt, was übrigens recht häufig vorkommt. Das verfälscht doch jedes Ergebnis.

Ich möchte noch mal darauf hinweisen, daß ich seit Jahren in der Gastro ein und aus gehe und ich keinen einzigen Kunden habe, der nicht über Umsatzrückgänge klagt, keinen einzigen.
  

Der gesunde Menschenverstand ist die Sache, die am Besten auf der Welt verteilt ist, aber nur die wirklich 'Unverbildeten' haben ihn" ...


Philosoph Descartes
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Vortrag Uni Stuttgart-Hohenheim zum Rauchverbot
08.01.11 um 12:24:15
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Quote:
Mittwoch, 12.01.11
Die Auswirkungen des Rauchverbots auf die Gastronomie

Rauchfrei in Kneipe, Café und Lokal – aus gesundheitlicher Perspektive erscheint das Rauchverbot als folgerichtig. Aus ökonomischer Perspektive stellt sich allerdings die Frage, ob die Schädigung von Nichtrauchern durch Passivrauchen tatsächlich einen Faktor darstellt, für den der Markt selbst keine Lösung findet. Nur dann wäre ein Verbot gerechtfertigt. Der Vortrag stellt die Frage, ob der Nichtraucherschutz gar durch hohe wirtschaftliche Einbußen bei den Gastronomen erkauft ist.

Referent: Dr. Harald Tauchmann (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung), Ort: Aula


Klingt auf den ersten Blick interessant, bis man bei Google erfährt, wer der Autor ist. Der hat jene "Studie" verbrochen, die angeblich "bewies", daß das Rauchverbot in der Gastronomie keine Umsatzeinbußen mit sich gebracht habe.

http://www.rwi-essen.de/media/content/pages/publikationen/rwi-materialien/M_58_R...

Vielleicht hat ja jemand von den Mitlesenden aus der Region Stuttgart Lust hinzugehen? Ich muß gestehen, daß ich selbst eigentlich keine habe, aber ich lasse mir die Sache bis zum Mittwoch noch einmal durch den Kopf gehen.
  

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