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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg! (Gelesen: 811 mal)
shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #26 - 10.05.11 um 06:38:23
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WoDi schrieb on 09.05.11 um 19:35:25:
Nicht winden, Shadu, sondern wehren müssen wir uns!


für mich, winden=wehren  Zwinkernd
  
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Zora
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fumar es un placer

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #25 - 09.05.11 um 22:09:52
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meinst du so was in die richtung:

  

"Puritaner sollten zwei Feigenblätter vor den Augen tragen." (Stanislaw Lec)
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WoDi
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Ich rauche, weil Du so
stinkst!

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #24 - 09.05.11 um 19:35:25
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Nicht winden, Shadu, sondern wehren müssen wir uns!
  

Es geht auch ohne ... Gesundheitsfaschisten
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #23 - 09.05.11 um 05:53:41
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ChristophL schrieb on 08.05.11 um 22:25:34:
Quote:
wir haben den point of no return schon überschritten


Einen solchen gibt es nicht. Es wird nur immer schlimmer und kann sehr lange dauern, bis die Tabakkontrolle in wesentlichen Teilen der Welt temporär besiegt ist. Zwischen der ersten relevanten Organisation, welche sich in Deutschland für die Streichung des § 175 aus dem StGB (Homosexualität) stark gemacht, und dem Erreichen dieses Zieles verstrichen fast 100 Jahre. Im Internetzeitalter geht es hoffentlich etwas schneller...


Das ist wie mit den Rauchverbotsschildern in England. Je mehr Schilder desto mehr wird geraucht.

oder

Je enger der Würgegriff der Bevormunder desto mehr winden wir uns.
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #22 - 08.05.11 um 22:25:34
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Quote:
wir haben den point of no return schon überschritten


Einen solchen gibt es nicht. Es wird nur immer schlimmer und kann sehr lange dauern, bis die Tabakkontrolle in wesentlichen Teilen der Welt temporär besiegt ist. Zwischen der ersten relevanten Organisation, welche sich in Deutschland für die Streichung des § 175 aus dem StGB (Homosexualität) stark gemacht, und dem Erreichen dieses Zieles verstrichen fast 100 Jahre. Im Internetzeitalter geht es hoffentlich etwas schneller...
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #21 - 08.05.11 um 22:17:36
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SoSch schrieb on 08.05.11 um 06:53:08:
Ich denke, die Diskussion muss politischer werden.
[...]
Der Punkt ist doch, dass sich eine unheilige Allianz aus Pharmaindustrie, Politik, Medien und Justiz gebildet hat, die auf unzulässige Weise – demokratisch und rechtsstaatlich betrachtet – Raucher aus der Gesellschaft drängen. Zu diesem Zweck wird gelogen, manipuliert und das Recht gebeugt, auf Teufel komm raus!
Und sie werden ihr schmutziges Spiel weiterspielen, bis sie endlich ihr Ziel, die raucherfreie Gesellschaft, erreicht haben, oder, bis eine starke Raucher- und Bürger!!!bewegung ihnen die Stirn bietet. So wie es derzeit aussieht, fürchte ich eher das Erstere.


Da sind wir uns einig. Das ist im Netzwerk Rauchen (bis auf den letzten Satz bei einigen Optimisten) unbestritten. Wir thematisieren die Tabakkontrolle grundsätzlich und umfassend.
Die Zerstörung von Kneipen ist nur eines von vielen Symptomen dieses Problems. Es spricht aber auch nichts dagegen, die diesbezüglichen Lügen der Antis - genau wie alle anderen - bloßzulegen.

SoSch schrieb on 08.05.11 um 06:53:08:
Volkswirtschaftlich und somit politisch spielt das nicht die geringste Rolle. Die Gastronomie ist nicht die Autoindustrie!


Kleine Anmerkung: Die Gastronomie hat in Deutschland durchaus so viele Mitarbeiter wie die Autoindustrie. Aber politisch ist sie eben nicht so mit dem Staat verwoben und besteht nicht aus klassischen Großkonzernen, daher hat sie kaum Einfluss, was besonders für die Kneipen gilt.


SoSch schrieb on 08.05.11 um 06:53:08:
Solange eine Vielzahl kleiner Grüppchen mit unterschiedlichen Vorstellungen in diversen Foren die Wirte bedauert, wird sich an der Situation nichts ändern. Sie wird sich nur verschlechtern.
Sinnvoll wäre, ein bundesweiter, besser noch, ein europaweiter „Verband der Raucher“, ähnlich wie Industrieverbände, ADAC, Gewerkschaften usw., der klare Forderungen nach Gleichstellung erhebt, Diskriminierung und Mobbing medienwirksam!!! anprangert, und auf Einhaltung der Bürgerrechte achtet. Und, der auch in der Öffentlichkeit, also im realen Raum!!! präsent ist. Reale Präsenz ist m. E. unabdingbar.

Wer diesen Job machen könnte, durchaus auch mit Unterstützung der Tabakindustrie, - dabei muss nicht immer Geld fließen -, weiß ich nicht. Vielleicht Netzwerk Rauchen?


Netzwerk Rauchen ist durchaus mit einem hehren Anspruch in dieser Richtung gestartet, realistischerweise aber wohl wissend, dass die Ressourcen für eine solche Massenmobilisierung fehlen und auf dem jetzigen Stand der Gehirnwäsche der Bevölkerung für unsere Positionen sehr mühsam geworben werden muss.
Netzwerk Rauchen war in den vergangenen auch das ein und andere Mal in den Massenmedien präsent, aber nicht oft genug, da die Mainstreammedien - wie du ja selbst festgestellt hast, Teil der unheiligen Allianz sind.

Aber eine von dir angesprochene nennenswerte Unterstützung durch die Zigarettenindustrie kannst du vergessen. Unsere Bewegung, da zähle ich mal ab der FORCES-Gründung in den USA vor 15 Jahren, und die Konzerne leben auf unterschiedlichen Planeten. Ziele, Analysen, Inhalte und Methoden sind grundverschieden.
  
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Blaudunst
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Verboten? So wenig wie
möglich!

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #20 - 08.05.11 um 21:59:16
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xila schrieb on 08.05.11 um 16:58:04:
Auch nach sieben Jahren hat das Rauchverbot noch keine neue Normalität geschaffen, also in dem Sinne, daß es mit einer gewissen Selbstverständlichkeit akzeptiert worden ist. 


Ich glaube, die Menschen gewöhnen sich grundsätzlich nicht an Sachen, die der menschlichen Natur widersprechen. Sie lassen leider zu leicht das Abnorme über sich ergehen, weil ihnen zu schwer oder nicht erforlgsversprechend erscheint, sich zu wehren.

Dieser Puritanismus und die kranke Fixierung auf Gesundheit (Gesundheit über alles...) entsprechen nicht der menschlichen Natur. So was kann nur mit Dauergewalt und permanenter Propaganda und Gehirnwäsche durchgesetzt werden. So weit ist die Angst der Antiraucher schon berechtigt Smiley

Ein normaler Mensch braucht Genuss, Spaß, Risiko, er überteibt mal, macht auch Blödsinn und vergisst oft schnell "die guten Vorsätze". So was kann er auch bei anderen Menschen schnell verstehen und akzeptieren.
Ein steriles, lustloses Leben um gesund zu sterben empfinden die meisten aber nicht als normal. Deshalb akzeptieren sie es auch nicht wirklich. Manche tun so als ob, weil sie sich Vorteile davon versprechen, aber das war es schon.

xila schrieb on 08.05.11 um 16:58:04:
Offenen Widerstand gegen das Rauchverbot werden wir aber mit Sicherheit nicht erleben, solange sich keine Organisation an dessen Spitze stellt, wie in Griechenland, wo der dortige Gastro-Verband das getan hat. Weit eher vermute ich, daß die Übertretungen immer häufiger und immer weniger versteckt ausfallen werden, sobald die Politik das Thema fallen läßt.


Sicher würde ich mir deutlich mehr Widerstand wünschen. Aber 9 Raucherdemos in ca. 6 Monaten, immer wieder "Lange Haaren" -Hausverbot, mehrere Gerichtsverfahren, Theaterkneipe, GG's - das war nicht wenig.

Eine Organisation, die es schafft, alle Verbotsgegner unter einem Hut zu bringen und gut durchgedachte Aktionen zu realisieren, das wäre sicher ein Traum. Vielleicht wird es  mal auch Realität...

Die Politik würde wahrscheinlich das Thema schon mehr oder weniger "fallen lassen", aber die WHO und die Gesundheits- und Pharma-Lobby lassen gar nicht locker.

Viele Politiker machen nur mit um nicht als "bezahlt von der Tabak-Industrie" in den Medien zu stehen. Statt sich darum zu kümmern, dass unsere Medien nicht zu einseitig von der Gesundheitslobby finanziert werden und dann entsprechend einseitg berichten, machen sie lieber mit, weil es einfacher ist.
Deshalb fürchte ich, dass mit Gespächen nicht viel zu erreichen ist, eher mit Gegendruck.
  
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xila
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... hat meistens recht
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #19 - 08.05.11 um 16:58:04
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SoSch schrieb on 08.05.11 um 15:05:10:
Meinrad schrieb on 08.05.11 um 11:56:09:
Aber die Gegenbewegung kommt aus dieser Richtung, da bin ich sicher. Dass sie kommt, steht ohnehin fest.


Meinrad, ich hoffe, dass du Recht hast. Ich fürchte aber, wir haben den point of no return schon überschritten.

Gruß SoSch


Welchen Point of no return?

Was mir europaweit auffällt: Überall wird heimlich oder offen in den angeblich rauchfreien Kneipen geraucht, wann immer es mit geringem Risiko verbunden zu sein scheint. Überall werden aber auch möglichst komfortable Außenbereichs-Lösungen für Raucher gesucht und gefunden.

Das ist besonders auffallend in Irland, wo das Rauchverbot schon am längsten existiert. Dort sind Behörden und Gerichte auch im Jahre 8 nach dem Rauchverbot erstaunlich rigide, wann immer es um das Rauchverbot ging. Kürzlich wurde etwa ein Wirt zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil in seinem Lokal angeblich das Rauchverbot übertreten wurde (und zwar bei einer einzigen Gelegenheit und ohne daß, gehe ich nach dem Zeitungsbericht, den ich dazu las, auch nur nachgewiesen worden ist, daß es mit Wissen des Wirts geschah).

Neben all dem anderen, was man sich dazu denken kann, fällt mir vor allem eines auf: Auch nach sieben Jahren hat das Rauchverbot noch keine neue Normalität geschaffen, also in dem Sinne, daß es mit einer gewissen Selbstverständlichkeit akzeptiert worden ist. Jede kleinste Umgehung oder Übertretung birgt in den Augen der Behörden die Gefahr, daß auf der Stelle alle mühsam aufgebauten Dämme wieder brechen. Deshalb reagieren die auch so überzogen.

Offenen Widerstand gegen das Rauchverbot werden wir aber mit Sicherheit nicht erleben, solange sich keine Organisation an dessen Spitze stellt, wie in Griechenland, wo der dortige Gastro-Verband das getan hat. Weit eher vermute ich, daß die Übertretungen immer häufiger und immer weniger versteckt ausfallen werden, sobald die Politik das Thema fallen läßt.


  

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SoSch
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Hallo

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #18 - 08.05.11 um 15:05:10
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Meinrad schrieb on 08.05.11 um 11:56:09:
Aber die Gegenbewegung kommt aus dieser Richtung, da bin ich sicher. Dass sie kommt, steht ohnehin fest.


Meinrad, ich hoffe, dass du Recht hast. Ich fürchte aber, wir haben den point of no return schon überschritten.

Gruß SoSch
  
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Meinrad
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Wider das tierische Abstinenzlertum
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #17 - 08.05.11 um 11:56:09
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Ich denke, wir müssen es anders anpacken. Umsatzrückgänge in einer nicht unbedingt bedeutenden Branche sind nun mal nicht der Bringer.

Der Witz ist doch diese massive Kulturzerstörung, die mit Rauchverboten und sonstigem Puritanertum einhergeht. Man hatte nun wirklich allen Grund, die Gaststätten genau so zu lassen, wie sie die letzten 500 Jahre waren. Genau denen, die die Dinge voranbrachten, hat es dort gefallen und sie haben sich dort wohlgefühlt. Künstler, Musiker, Vereine, politische und kulturelle Bewegungen. Jetzt aber zeigt sich, dass nach Rauchverbot u.ä. genau diese sich dort nicht mehr wohl fühlen. The pub is the hub, wie man in England sagt, die Achse also. Wenn der Pub ausfällt, ist die Achse weg. Wenn der einzige Pub in der Ortschaft stirbt, dann stirbt auch der Ort, wie nun in England massenhaft zu sehen.

Das ist das Eigentliche : diese Puritaner haben schon die interessantesten Staaten dieser Welt in Altersheime verwandelt. Wir haben da ja nicht dazu gehört, infolgedessen ist die Fallhöhe niedriger. Aber was man in anderen Ländern sieht, müsste spätestens doch jetzt ausreichen, um das Abstinenzlertum für die nächsten 500 Jahre zu diskreditieren. Der Abstinenzler sitzt halt da, zählt Kalorien, geht in die Wellness-Oase und misst seinen Blutdruck. Mehr kommt da nicht und das ist eben zu wenig. So ist man nicht aus dem faden und langweiligen Mittelalter herausgekommen.

Es ist völlig entgegengesetzt zu unserer Kultur, in der die Gesundheit eben ein Thema unter vielen ist und keineswegs das dominierende. Und schon garnicht dasjenige, das alle anderen Prioritäten einfach vom Tisch wischt.


Die Prohibitionisten behaupten doch in aller Frechheit, die Drogenpolitik der letzten 500 Jahre sei grundverkehrt gewesen, bis sie dann kamen und das herausfanden. Was man jetzt sieht ist aber das genaue Gegenteil : die Alten haben gut und richtig beobachtet, ihre Drogenpolitik war richtig. Dieses Abstinenzlertum hingegen schmeißt uns zurück ins Mittelalter.

Das Blöde ist : so konnte man im Moment des Geschehens nicht argumentieren, man musste erst warten, bis sich die Sache in dieser Weise zeigt. Wobei die Gegenseite alles tat, um den Tatbestand zu vertuschen.

Aber die Gegenbewegung kommt aus dieser Richtung, da bin ich sicher. Dass sie kommt, steht ohnehin fest.

Gruß Meinrad
  
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... hat meistens recht
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #16 - 08.05.11 um 08:37:14
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Die Diskussion IST politisch und juristisch hochgradig brisant, wenn es um die Wirte geht. Denn daran, wie man mit ihrem Recht umgegangen ist, kann jeder, der Augen im Kopf hat, ablesen, wie spätestens übermorgen auch mit den Rauchern selbst umgegangen wird. Oder jeder könnte es jedenfalls sehen. Tatsächlich bemerkt es aber in Wirklichkeit fast niemand. Das ist dieses Tellerrand-Problem. Die meisten Leute haben einen so engen persönlichen Tellerrand, daß sie eigentlich pausenlos Kopfschmerzen haben müßten.

Was gehen mich zum Beispiel die Kneipen an? Ich besuche, wenn's hoch kommt, alle Schaltjahr mal eine. Von mir aus könnten die Kneipenwirte sich um das Problem, daß ihnen die Geschäftsgrundlage entzogen wird, gerne alleine kümmern, wenn die politische und juristische Behandlung der Kneipenwirte nicht einen Rattenschwanz von Folgewirkungen auch auf mich und mein Privateigentum haben würde, mit denen innerhalb weniger Jahre zu rechnen ist. Deshalb mache ich es nicht so wie die meisten Raucher, die ebenfalls kaum in Kneipen gehen und sich deshalb einbilden, die Wirte seien ja gar nicht ihr Problem. Und diesen Rauchern ist natürlich das Problem derjenigen Raucher genauso egal, die sich durch das Gesetz ausgegrenzt fühlen, denn auch das sehen sie nicht als etwas, was sie irgendwas anginge.

Die Raucher wiederum, die nichts weiter wollen, als in ihrer Stammkneipe weiterrauchen, wären problemlos mit einer Raucherkneipenquote zufriedenzustellen. Ebenso die betroffenen Wirte. Aber politisch wäre das auch in einem übergeordneten Sinne ein viel wichtigeres Hemmnis für all diesen Kram, der nach dem totalen Rauchverbot schon längst geplant ist und der uns alle betreffen würde, als du meinst. Keine Regierung wird zum Beispiel im Freien umfassendere Rauchverbote verhängen können, solange es noch Raucherkneipen gibt.


  

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SoSch
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Hallo

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #15 - 08.05.11 um 06:53:08
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Ich denke, die Diskussion muss politischer werden.

Es geht doch nicht darum, dass Eckkneipen pleite gehen. Das ist zwar bedauerlich für den einzelnen Wirt, ändert aber nichts an der Situation der Raucher. Selbst wenn 90% der Kneipen in den nächsten Jahren verschwinden würden, so what? Volkswirtschaftlich und somit politisch spielt das nicht die geringste Rolle. Die Gastronomie ist nicht die Autoindustrie!

Die Raucher sollten m. E. endlich aufhören ihr eigenes Elend mit dem der Wirte zu kompensieren! Da geht nichts voran! Das konnte man doch die letzten Jahre, nicht nur hier in Bayern, sondern europa-, ja weltweit beobachten.

Der Punkt ist doch, dass sich eine unheilige Allianz aus Pharmaindustrie, Politik, Medien und Justiz gebildet hat, die auf unzulässige Weise – demokratisch und rechtsstaatlich betrachtet – Raucher aus der Gesellschaft drängen. Zu diesem Zweck wird gelogen, manipuliert und das Recht gebeugt, auf Teufel komm raus!
Und sie werden ihr schmutziges Spiel weiterspielen, bis sie endlich ihr Ziel, die raucherfreie Gesellschaft, erreicht haben, oder, bis eine starke Raucher- und Bürger!!!bewegung ihnen die Stirn bietet. So wie es derzeit aussieht, fürchte ich eher das Erstere.

Solange eine Vielzahl kleiner Grüppchen mit unterschiedlichen Vorstellungen in diversen Foren die Wirte bedauert, wird sich an der Situation nichts ändern. Sie wird sich nur verschlechtern.
Sinnvoll wäre, ein bundesweiter, besser noch, ein europaweiter „Verband der Raucher“, ähnlich wie Industrieverbände, ADAC, Gewerkschaften usw., der klare Forderungen nach Gleichstellung erhebt, Diskriminierung und Mobbing medienwirksam!!! anprangert, und auf Einhaltung der Bürgerrechte achtet. Und, der auch in der Öffentlichkeit, also im realen Raum!!! präsent ist. Reale Präsenz ist m. E. unabdingbar.

Wer diesen Job machen könnte, durchaus auch mit Unterstützung der Tabakindustrie, - dabei muss nicht immer Geld fließen -, weiß ich nicht. Vielleicht Netzwerk Rauchen?

Ich jedenfalls finde die Forderung nach „Raucherkneipen“, gar noch mit dem Zusatz der prozentualen Beschränkung lächerlich. Wer „Raucherkneipen“ fordert anstatt Gleichstellung (Raucher-/Nichtraucherbereich in allen Lokalen, kulturellen Einrichtungen und der DB), akzeptiert m. E. diese diskriminierende Politik.

Gruß SoSch
  
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #14 - 07.05.11 um 09:24:09
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@magnitubel: Ich kann mich in Deiner Einschätzung und Interpretation sehr gut wieder finden. Wer die Zeit " Der persönlichen Vielfältigkeit Und Freiheit "   noch bewusst  miterleben durfte, der kann mit diesen Verbots- und ideologischen Wahnsinn nicht viel anfangen. Letztendlich, trifft aber auch hier jeder seine eigene Entscheidung im alltäglichen Verhalten und Reaktion. Sicherlich ist dies auch abhängig von seinen Möglichkeiten ( Familie, Beruf, soziales Umfeld ). Soweit es mir zumindest möglich ist, so " lebe " ich die strikte Ablehnung  und Boykott  gegenüber derer, die sich für diesen Wahnsinn verantwortlich, fördernd oder unterstützend  zu erkennen geben.
In der Konsequenz ist es aber eine persönliche Entscheidung.
Teilnahme an einer  Demo gegen RV und anschließendem  Besuch im NR-Lokal.....dieser Spagat ist für mich allerdings schwer nach zu vollziehen. 
  

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #13 - 07.05.11 um 08:09:12
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Ja das mit der jungen Generation ist so ne Sache, das beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit.
Unsere zwei Teenager hier (16/17) gehen mit dieser Situation beispielsweise sehr entspannt um.
Sie rauchen beide (wir sind ein 4-Personen-Raucher-Haushalt, ja ihr habt richtig gelesen, sozusagen wie im Paradies  Zwinkernd ), scheren sich einen Dreck um irgendwelche Gesundheits-Nannys (und nein, es stimmt nicht, dass Rauchen bei den jungen Leuten als "nicht mehr cool" gilt, wie man in letzter Zeit öfters lesen konnte, ganz im Gegenteil...) und machen "ihr Ding". Wenn sie die Möglichkeit haben, irgendwo zu feiern, wo man rauchen darf, so machen sie davon Gebrauch und wenn nicht, gehn sie halt raus.
Klingt eigentlich aufs erste Lesen beneidenswert (ich selbst boykottiere grundsätzlich die Verbotsgastro, abgesehen von unvermeidlichen Besuchen ebenda zum Zwecke der Nahrungsaufnahme bei fehlender Alternative o.ä.), hat aber einen Haken.
Für die Generation der heute 30-jährigen und alle Älteren ist es eine Selbstverständlichkeit (gewesen), dass man in ner Kneipe/Bar oder nem Café oder Restaurant um einen Aschenbecher gebeten hat, wenn dieser nicht schon automatisch sowieso da stand.
So war es immer und keinen hat's gestört (bis auf ein paar Tabakhypochonder, die man getrost vergessen kann). Es war der Normalfall, sozusagen zur Gastronomie dazugehörig wie die Speisekarte oder der Kellner oder der Tresen.
Die jüngere Generation aber, also die heute 15-bis 25 jährigen erleben eine Gastronomie, in der Tabakabsenz der Normalfall zu sein scheint.
Und da sie es nicht anders kennen, akzeptieren sie es schlicht, was natürlich zur Folge hat, dass aus dieser Altersgruppe kein nennenswerter Widerstand zu erwarten ist.
Das ist ja auch das Kalkül von MPL und co., irgendwann werden sich die Menschen schon daran gewöhnt haben, spätestens mit der übernächsten Generation an Kneipenbesuchern.
Die Zeit läuft also gegen uns, da können wir noch so viele GG veranstalten oder privat feiern, solange die Gastronomie nicht massiv einbricht, sitzen wir schlicht am kürzeren Hebel.
Dein Kneipenfriedhof, liebe Zora, in Ehren, aber wieviel Kneipen o.ä. sind denn da verzeichnet, die seit 2008 dichtgemacht haben?
So um die hundert würd ich schätzen und wenn es fünfhundert wären, es ist schlicht viel zu wenig.
Ein Gastrosterben im grossen Stil wäre die einzige Chance für uns, Gehör zu bekommen. Und damit meine ich nicht nur Onkel Pauls Pils-Stübchen, sondern die gesamte Palette der Gastronomie, von der Spelunke bis zum Nobel-Italiener.
Aber solange ich meine rauchenden Mitmenschen sagen höre, "ja im Restaurant find ichs gut, dass nicht mehr geraucht wird, in der Kneipe ist's machmal doof, aber kann man halt nix machen", solange weiss ich, dass die Mehrheit der Menschen noch gar nicht mitbekommen hat, was hier eigentlich abgeht und solange sind wir eben am A...
« Zuletzt geändert: 07.05.11 um 08:13:12 von magnitubel »  
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #12 - 06.05.11 um 23:47:13
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Blaudunst schrieb on 06.05.11 um 22:17:50:
Ich fühle mich, der jungen Generation gegenüber, schon ein wenig als Versager...

Wir haben unser Leben gelebt und Spaß daran gehabt. Wir haben geraucht, getrunken, wenn uns danach war, nach Lust und Laune gefeiert und auch Blödsinn gemacht. Das hat uns meistens nicht geschadet, sondern hat uns bereichert und etwas kluger gemacht.
Leider doch nicht klug genug, um diese Gesundheitstaliban effizient zu bekämpfen. Bis jetzt in jedem Fall noch nicht...


Wir Aktivisten hier müssen uns zwar bemühen, mehr und bessere Arbeit zu leisten, Selbstvorwürfe sind aber nicht am Platze. Wir sind es doch, die was machen, die das nicht tatenlos geschehen lassen und damit zeigen, dass diejenigen junge Leute, die von der Prohibition genervt sind, nicht alleine dastehen.
  
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