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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg! (Gelesen: 1.183 mal)
Blaudunst
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Verboten? So wenig wie
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Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
28.04.11 um 21:49:48
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Am 4 Mai (Mi) um 19:00 Uhr, am Hauptbahnhof:

http://www.fairness-fuer-raucher.de/aktuelles/198-demo-in-augsburg-am-mittwoch-4...

Ich hoffe sehr, dass sich die gute Tradition in Augsburg fortsetzt (die erste Demo dort war mit Abstand die größte Raucherdemo bis jetzt).

Alle, die irgendwie können, sind herzlich eingeladen!
« Zuletzt geändert: 28.04.11 um 21:53:30 von Blaudunst »  
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Blaudunst
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Verboten? So wenig wie
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #1 - 05.05.11 um 19:23:25
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Ersatzbericht
Es waren diesmal leider nur knapp 200. Laut und bunt, mit Herz und Seele dabei! Wir sind fast eine Stunde durch Augsburg marschiert, dann sind einige noch in Plärrer gegangen. Dort war ich nicht mehr, da "rauchfrei".
Die Reaktion der Passanten und der Gäste der "Außengastronomie" auf die Demo waren eindeutig und in großer Mehrheit zustimmend.
  
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magnitubel
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #2 - 05.05.11 um 20:41:27
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Blaudunst schrieb on 05.05.11 um 19:23:25:
dann sind einige noch in Plärrer gegangen. Dort war ich nicht mehr, da "rauchfrei".

Les ich recht, die demonstrieren zuerst gegen RV in der Gastro, um anschliessend selbige mit einem Besuch zu beehren?
Also es tut mir furchtbar leid, aber angesichts solcher Inkonsequenz müssen wir uns nicht wundern, wenn man unser Anliegen bisweilen nicht ernst nimmt.
Die Aussage dieser "Demonstranten" ist doch, "wir sind zwar gegen RV, aber eigentlich ist's uns doch völlig wurscht, Hauptsache was zu Saufen."
Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr...
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Tegel
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #3 - 05.05.11 um 21:02:40
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Sorry, so recht verstehen kann ich das auch nicht. Insbesonder in dieser Situation hätte ich demonstrativ meine Getränke auf dem Leiterwagen mitgezogen. Aber sicherlich nicht in eine solche " Kurheilanstalt " gesetzt....
Selbst hier in Hessen gibt es für mich eine " Schwarze-Liste ", wer mich im Winter  als Gast nicht will, kann auch im Sommer ( trotz Biergarten....) auf mein Geld verzichten. Ganz einfache Sache.....
« Zuletzt geändert: 05.05.11 um 21:09:55 von Tegel »  

Gib " links" keine Chance.
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Zora
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #4 - 06.05.11 um 08:08:21
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ganz so einfach ist das nicht. zwar kann ich auch nicht verstehen, warum die augsburger es für diesen anlaß nicht auf die reihe bekommen haben, eine geschlossene gesellschaft zu organisieren, grundsätzlich geht aber gerade von augsburg ein guter schub aus.

zum totalboykott der rauchfreien gastro kann ich nur folgendes sagen: wer sich hier in bayern daran hält, kann sich vom gesellschaftlichen leben mehr oder weniger ganz ausschließen. so ein hehrer purismus ist schlicht und einfach nicht lebbar.
  

"Puritaner sollten zwei Feigenblätter vor den Augen tragen." (Stanislaw Lec)
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magnitubel
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #5 - 06.05.11 um 09:53:41
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Zora schrieb on 06.05.11 um 08:08:21:
zum totalboykott der rauchfreien gastro kann ich nur folgendes sagen: wer sich hier in bayern daran hält, kann sich vom gesellschaftlichen leben mehr oder weniger ganz ausschließen. so ein hehrer purismus ist schlicht und einfach nicht lebbar.


Aber das ist doch genau der Punkt.
Nicht die Raucher sind es, die sich vom gesellschaftlichen Leben ausschliessen, es sind die Gesetze, welche die Raucher bereits ausgeschlossen haben.
Was wird der gemeine Anti denn aus diesem Verhalten folgern?
Er wird sagen, "na also, stellt euch doch nicht so an, ihr geht doch trotzdem noch in die Kneipen, so schlimm kanns also ja nicht sein".
Was jemand in seiner Freizeit tut und wie, bzw. wo er diese verbringt, ist natürlich letztlich jedem selbst überlassen, aber ausgerechnet nach so einer Demo in rauchfreie Kneipen zu sitzen- das ist ungefähr so ähnlich, als würden Anti-Kriegs-Demonstranten sich nach Abschluss ihrer Kundgebung im Kreiswehrersatzamt zu einer fröhlichen Musterung treffen (ja ja, ich weiss, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich...).
Wenn ich als überzeugter Gegner der Prohibition diese durch meinen Besuch der Gastronomie mehr oder weniger akzeptiere, muss ich mich nicht wundern, wenn man mich nicht ernst nimmt.
Schlimm genug, dass so wenige Raucher den nicht so nette Person in der Hose haben, durch ihren Boykott mit den Füssen abzustimmen. Wären die offiziellen 30% der Bevölkerung (es sind natürlich wesentlich mehr, speziell in der Zielgruppe, um die es hier geht), welche noch rauchen konsequent und würden rauchfreie Gastronomie schlicht meiden, wir hätten ein Gastro-Sterben beispiellosen Ausmasses, was mit Sicherheit zu Änderungen in der Gesetzgebung führen würde.
Aber was passiert stattdessen?
Die Mehrzahl der Raucher geht wie gehabt in die Gastro und gibt den Prohibitionisten damit letztlich Recht ("seht ihr, es funktioniert auch ohne Rauch").
Und wenn so ein Verhalten dann auch noch eine Anti-RV-Demo begleitet, so fehlt mir erst recht jedes Verständnis dafür.
  
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sargnagel
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #6 - 06.05.11 um 12:02:20
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Liebe Zora,

Quote:
so ein hehrer purismus ist schlicht und einfach nicht lebbar


da muss ich Dir aber widersprechen. Das ist sehr stark von den UMSTÄNDEN abhängig .

Bevor das mit dem Rauchverbot losging, war ich z.B. als Gastronomiekunde weitgehend abgemeldet (vielleicht mal eine Bringpizza am Wochenende),
alleine schon aus Zeitgründen (Bahnpendler).
Erst der Widerstand hat dazu geführt, dass ich wieder regelmäßiger Kneipenbesucher wurde, und zwar, um dem damals in BAW geltenden RV zu trotzen.
Und sollte die grüne Pest in BAW und RLP ihre Totalitarismusträume umsetzen, werden wir uns auch weiterhin treffen. Allerdings nicht in Betrieben einer Verbotsgastro,
sondern vielmehr privat. Für darüber hinaus gehende Kneip-Touren würde mir persönlich sowieso die Zeit fehlen.

Ich sage nicht, dass ich niemals einen Fuß in „rauchfreie“ Gastro setzen würde – manchmal ist man einfach zu dringend auf ein WC angewiesen.
Aber dort zu verweilen, Geld dort auszugeben, fiele mir nicht im Traume ein.
Auch nicht indirekt – auf Einladung – DAS hab‘ ich auch meinem Umfeld deutlich klargemacht.

Totalboykott ist machbar, und wie machbar!

Seit dem desaströsen Volksentscheid habe ich zudem für mich persönlich den TBB verhängt, den Totalen Bayern-Boykott:
Ich kaufe keine bayerischen Orangen mehr, und verbrenne am vierten eines jeden Monats eine bayerische Fahne (okay, eine kleine, aber immerhin:
„Oktoberfest Flaggenpicker Bayrische Raute“, 8 cm hoch…)  Zwinkernd

Herzliche Grüße - sargnagel

  

Prohibitionisten aller Länder verpfeift Euch!
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Zora
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fumar es un placer

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #7 - 06.05.11 um 14:08:17
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es war mir klar, dass ich hier widerspruch ernten würde, seh die ganze angelegenheit nach drei jahren und guten vier monaten in der bayerischen prohibition aber mittlerweile anders - sagen wir mal praktisch und nicht nur theoretisch. deshalb bin ich auch genau wie ihr der meinung, dass es ziemlich schwach von den augsburger organisatoren war, im anschluss an die demo keine geschlossene gesellschaft organisiert zu haben. da enden dann aber auch schon die gemeinsamkeiten.

anders als sargnagel kann ich zum beispiel keinen totalen bayern boykott betreiben, weil ich hier lebe und arbeite. ebenfalls anders als sargnagel war ich vor der einführung der rv eine recht emsige kneipengängerin, wenn auch eine herumstrolcherin, also stammkneipenlos. die prohibition hat für mich einen ganz gewaltigen einschnitt bedeutet und aus wut habe ich mich lange zeit ins private zurückgezogen.

so weit, so schlecht. aber jetzt mal zu den fakten. hier wird immer wieder argumentiert, dass die leute gefälligst mit den füßen abstimmen sollen. genau das haben sie getan und tun sie immer noch. auf der seite
http://rauchverbotbayern.wordpress.com/bayerischer-kneipenfriedhof-die-karte-zum...

hat eine mitstreiterin von uns dankenswerterweise den “bayerischen kneipenfriedhof” errichtet, der nur einen kleinen eindruck davon gibt, wie hier bereits mit den füßen abgestimmt wurde (wohlgemerkt, diese seite wurde erst nach dem volksentscheid erstellt, berücksichtigt also nicht all die rv-bedingten schließungen davor). ähnliche, oft erschreckende meldungen über schließungen und den verlust von arbeitsplätzen in bestimmten teilen der gastronomie haben wir auch aus anderen ländern. und - nützt es was? hat sich bisher irgendein regierungschef, dem die zahlen auch bekannt sein dürften, davon überzeugen lassen und hat die verbote rückgängig gemacht?

ich habe nicht vor, irgendjemanden davon zu überzeugen, seinen wie auch immer gearteten boykott aufzugeben, sehe aber in meinem falle nicht ein, was eine übelgelaunte frau im permanenten hausarrest der raucherbewegung nützen soll.
  

"Puritaner sollten zwei Feigenblätter vor den Augen tragen." (Stanislaw Lec)
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #8 - 06.05.11 um 14:44:24
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magnitubel schrieb on 06.05.11 um 09:53:41:
Zora schrieb on 06.05.11 um 08:08:21:
zum totalboykott der rauchfreien gastro kann ich nur folgendes sagen: wer sich hier in bayern daran hält, kann sich vom gesellschaftlichen leben mehr oder weniger ganz ausschließen. so ein hehrer purismus ist schlicht und einfach nicht lebbar.


Aber das ist doch genau der Punkt.
Nicht die Raucher sind es, die sich vom gesellschaftlichen Leben ausschliessen, es sind die Gesetze, welche die Raucher bereits ausgeschlossen haben.


Nicht die Gesetze schließen den Raucher vom gesellschaftlichen Leben aus, sondern die Menschen die solche Gesetze fordern und diejenigen, die solche Gesetze erlassen.

Ein Totalboykott der rauchfreien Gastro in Bayern ist selbstverständlich mach- und auch lebbar. So würde sich in kürzester Zeit bewahrheiten, daß die Nichtraucher ihr Versprechen, vermehrt in Gaststätten und Kneipen zu gehen, gelogen war. Ein massives Gaststätten- und Kneipensterben hätte die Politik quasi gezwungen, die totalen Rauchverbote wieder zu lockern. Aber so können sie natürlich behaupten, die Rauchverbote funktionieren doch. Im Gegenteil es ermöglicht sogar, die Forderung nach noch weitreichenderen Rauchverboten. Denn es gibt immer noch genug Raucher, die reumütig an die Theke zurückkehren und sich vor der Tür bemitleiden, verhähmen oder beleidigen lassen.

Gruß
Gerhard
  
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ChristophL
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #9 - 06.05.11 um 14:45:54
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magnitubel schrieb on 06.05.11 um 09:53:41:
aber ausgerechnet nach so einer Demo in rauchfreie Kneipen zu sitzen- das ist ungefähr so ähnlich, als würden Anti-Kriegs-Demonstranten sich nach Abschluss ihrer Kundgebung im Kreiswehrersatzamt zu einer fröhlichen Musterung treffen (ja ja, ich weiss, nicht alles was hinkt ist ein Vergleich...).


Als würden sie sich anschließend zu einer Wehrsportübung zusammenfinden...

magnitubel schrieb on 06.05.11 um 09:53:41:
Wenn ich als überzeugter Gegner der Prohibition diese durch meinen Besuch der Gastronomie mehr oder weniger akzeptiere, muss ich mich nicht wundern, wenn man mich nicht ernst nimmt.


Das ist der Punkt.

Zora schrieb on 06.05.11 um 14:08:17:
nützt es was? hat sich bisher irgendein regierungschef, dem die zahlen auch bekannt sein dürften, davon überzeugen lassen und hat die verbote rückgängig gemacht?

ich habe nicht vor, irgendjemanden davon zu überzeugen, seinen wie auch immer gearteten boykott aufzugeben, sehe aber in meinem falle nicht ein, was eine übelgelaunte frau im permanenten hausarrest der raucherbewegung nützen soll.


1. geht es um Prinzip und darum, sich selbst im Spiegel anschauen zu können.
2. geht es darum, der prohibitionistischen Staatsgastronomie Geld zu entziehen. Anders kann man billiger feiern.
3. bleibt die Verweigerung, sich von der Prohibitionsgastronomie beglücken zu lassen, ein Stachel im Fleisch. Siehe Großbritannien, wo das Ganze immer noch ein Thema, obwohl die Antis versprochen haben, dass in ein paar Jahren kein Mensch darüber redet. Ein Gewöhnungseffekt darf nicht eintreten, übrigens schon gar nicht bei einem selbst.

Eine übelgelaunte Zora im Hausarrest wollen wir natürlich nicht.
Wie dies verhindern?
1. An einem Tag wie heute braucht wohl nicht extra auf die Außengastronomie hingewiesen zu werden. Diese wird sowieso immer intensiver genutzt, auch an kälteren Tagen, von Rauchern wie Nichtrauchern.
2. Die Geschlossenen Gesellschaften in Bayern lassen sich nutzen, wenn man ein klein wenig Aufwand betreibt.
3. Die Wiederbelebung der häuslichen Salons, der Partykeller usw. ist mit "Hausarrest" keineswegs gleichzusetzen.
4. Ab und zu mal ein Trip in ein anderes Bundesland oder z.B. nach Österreich kann auch die Laune heben.
5. Chatten/Skypen/Telefonieren mit Gleichgesinnten ist auch ein nettes Zusatzangebot zu Treffen mit biologischer Präsenz.
« Zuletzt geändert: 06.05.11 um 14:46:34 von ChristophL »  
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Blaudunst
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #10 - 06.05.11 um 22:17:50
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Also, um das ein wenig zu entschärfen Smiley

Ursprünglich war eine Kundgebung geplant, die aber weg gefallen ist. Da bei der ersten Demo in Augsburg mit ca 200 Leuten gerechnet hat und über 700 anwesend waren, konnten damals bei der ersten Kundgebung nicht alle teilnehmen, wegen Platzmangel. Anschliessend waren ein paar von uns noch in einer GG.

Jetzt haben sie gedacht, es kommen wieder so viele und man braucht mehr Platz für eine anschliessende Kundgebung. Zusätzlich wäre sicher nicht schlecht gewesen, wenn ca. 700 Leute mit Plakaten plötzlich ins Plärrer reinmarschiert wären Smiley

Es war aber leider auch diesmal anders und zwar als gedacht Griesgrämig-

Vielleicht hätte man auch draussen sitzen können, ich weiß es nicht, mir war auch etwas zu kalt dafür. Es waren mehrere, die nicht mehr rein wollten, weil rauchfrei kein Spaß macht.

So weit die Geschichte in Augsburg...

Was das Boykot der rauchfreien Gastronomie betrifft, ich mache es konsequent: entweder GG, oder Biergarten, sonst nur privat.
Mit der Bahn fahre ich auch nicht mehr (ein "rauchfreier" Bahhof ist in Wirklichkeit ein Raucher-freier Bahnhof und dort hat mein Geld nichts zu suchen.
Die "rauchfreien" Kulturveranstaltungen habe ich auch abgeschrieben, die heutige Technik kann ein persönlicher Besuch zum Teil ersetzen. 
Rauchern in meinem Alter würde ich durchaus zumuten, ähnliches zu tun, auch wenn es mit einiges an Verzicht gebunden ist.
Die jungen Menschen tun mir aber schon leid. Sie haben nicht so viel Geld und oft auch keine Möglichkeit, privat oder in GG zu feiern. Sie wollen aber feiern, leben, Spaß haben! Wo denn???

Wir werden immer mehr zum Verbotsfriedhof: alles schädlich, alles Sucht, alles verboten. Nicht dort, nicht da, nicht das, nicht so...
Ich fühle mich, der jungen Generation gegenüber, schon ein wenig als Versager...

Wir haben unser Leben gelebt und Spaß daran gehabt. Wir haben geraucht, getrunken, wenn uns danach war, nach Lust und Laune gefeiert und auch Blödsinn gemacht. Das hat uns meistens nicht geschadet, sondern hat uns bereichert und etwas kluger gemacht.
Leider doch nicht klug genug, um diese Gesundheitstaliban effizient zu bekämpfen. Bis jetzt in jedem Fall noch nicht...
  
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RaucherHB
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #11 - 06.05.11 um 22:44:54
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Tegel schrieb on 05.05.11 um 21:02:40:
Sorry, so recht verstehen kann ich das auch nicht. Insbesonder in dieser Situation hätte ich demonstrativ meine Getränke auf dem Leiterwagen mitgezogen. Aber sicherlich nicht in eine solche " Kurheilanstalt " gesetzt....


Richtig! Vielleicht sollte man bei solchen Veranstaltungen einen Servicewagen mitführen, bestückt mit Bier und Klappstühlen.
Die Jugend bekommt das schon besser hin, sie nennen es Flashmob. Da ist doch schnell mal eine temporäre Kneipe aufgebaut. Das wäre doch mal eine Aktion!
  

Verbote sind immer ein Zeichen von Hilflosigkeit!
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #12 - 06.05.11 um 23:47:13
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Blaudunst schrieb on 06.05.11 um 22:17:50:
Ich fühle mich, der jungen Generation gegenüber, schon ein wenig als Versager...

Wir haben unser Leben gelebt und Spaß daran gehabt. Wir haben geraucht, getrunken, wenn uns danach war, nach Lust und Laune gefeiert und auch Blödsinn gemacht. Das hat uns meistens nicht geschadet, sondern hat uns bereichert und etwas kluger gemacht.
Leider doch nicht klug genug, um diese Gesundheitstaliban effizient zu bekämpfen. Bis jetzt in jedem Fall noch nicht...


Wir Aktivisten hier müssen uns zwar bemühen, mehr und bessere Arbeit zu leisten, Selbstvorwürfe sind aber nicht am Platze. Wir sind es doch, die was machen, die das nicht tatenlos geschehen lassen und damit zeigen, dass diejenigen junge Leute, die von der Prohibition genervt sind, nicht alleine dastehen.
  
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magnitubel
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #13 - 07.05.11 um 08:09:12
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Ja das mit der jungen Generation ist so ne Sache, das beschäftigt mich schon seit geraumer Zeit.
Unsere zwei Teenager hier (16/17) gehen mit dieser Situation beispielsweise sehr entspannt um.
Sie rauchen beide (wir sind ein 4-Personen-Raucher-Haushalt, ja ihr habt richtig gelesen, sozusagen wie im Paradies  Zwinkernd ), scheren sich einen Dreck um irgendwelche Gesundheits-Nannys (und nein, es stimmt nicht, dass Rauchen bei den jungen Leuten als "nicht mehr cool" gilt, wie man in letzter Zeit öfters lesen konnte, ganz im Gegenteil...) und machen "ihr Ding". Wenn sie die Möglichkeit haben, irgendwo zu feiern, wo man rauchen darf, so machen sie davon Gebrauch und wenn nicht, gehn sie halt raus.
Klingt eigentlich aufs erste Lesen beneidenswert (ich selbst boykottiere grundsätzlich die Verbotsgastro, abgesehen von unvermeidlichen Besuchen ebenda zum Zwecke der Nahrungsaufnahme bei fehlender Alternative o.ä.), hat aber einen Haken.
Für die Generation der heute 30-jährigen und alle Älteren ist es eine Selbstverständlichkeit (gewesen), dass man in ner Kneipe/Bar oder nem Café oder Restaurant um einen Aschenbecher gebeten hat, wenn dieser nicht schon automatisch sowieso da stand.
So war es immer und keinen hat's gestört (bis auf ein paar Tabakhypochonder, die man getrost vergessen kann). Es war der Normalfall, sozusagen zur Gastronomie dazugehörig wie die Speisekarte oder der Kellner oder der Tresen.
Die jüngere Generation aber, also die heute 15-bis 25 jährigen erleben eine Gastronomie, in der Tabakabsenz der Normalfall zu sein scheint.
Und da sie es nicht anders kennen, akzeptieren sie es schlicht, was natürlich zur Folge hat, dass aus dieser Altersgruppe kein nennenswerter Widerstand zu erwarten ist.
Das ist ja auch das Kalkül von MPL und co., irgendwann werden sich die Menschen schon daran gewöhnt haben, spätestens mit der übernächsten Generation an Kneipenbesuchern.
Die Zeit läuft also gegen uns, da können wir noch so viele GG veranstalten oder privat feiern, solange die Gastronomie nicht massiv einbricht, sitzen wir schlicht am kürzeren Hebel.
Dein Kneipenfriedhof, liebe Zora, in Ehren, aber wieviel Kneipen o.ä. sind denn da verzeichnet, die seit 2008 dichtgemacht haben?
So um die hundert würd ich schätzen und wenn es fünfhundert wären, es ist schlicht viel zu wenig.
Ein Gastrosterben im grossen Stil wäre die einzige Chance für uns, Gehör zu bekommen. Und damit meine ich nicht nur Onkel Pauls Pils-Stübchen, sondern die gesamte Palette der Gastronomie, von der Spelunke bis zum Nobel-Italiener.
Aber solange ich meine rauchenden Mitmenschen sagen höre, "ja im Restaurant find ichs gut, dass nicht mehr geraucht wird, in der Kneipe ist's machmal doof, aber kann man halt nix machen", solange weiss ich, dass die Mehrheit der Menschen noch gar nicht mitbekommen hat, was hier eigentlich abgeht und solange sind wir eben am A...
« Zuletzt geändert: 07.05.11 um 08:13:12 von magnitubel »  
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #14 - 07.05.11 um 09:24:09
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@magnitubel: Ich kann mich in Deiner Einschätzung und Interpretation sehr gut wieder finden. Wer die Zeit " Der persönlichen Vielfältigkeit Und Freiheit "   noch bewusst  miterleben durfte, der kann mit diesen Verbots- und ideologischen Wahnsinn nicht viel anfangen. Letztendlich, trifft aber auch hier jeder seine eigene Entscheidung im alltäglichen Verhalten und Reaktion. Sicherlich ist dies auch abhängig von seinen Möglichkeiten ( Familie, Beruf, soziales Umfeld ). Soweit es mir zumindest möglich ist, so " lebe " ich die strikte Ablehnung  und Boykott  gegenüber derer, die sich für diesen Wahnsinn verantwortlich, fördernd oder unterstützend  zu erkennen geben.
In der Konsequenz ist es aber eine persönliche Entscheidung.
Teilnahme an einer  Demo gegen RV und anschließendem  Besuch im NR-Lokal.....dieser Spagat ist für mich allerdings schwer nach zu vollziehen. 
  

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SoSch
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Hallo

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #15 - 08.05.11 um 06:53:08
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Ich denke, die Diskussion muss politischer werden.

Es geht doch nicht darum, dass Eckkneipen pleite gehen. Das ist zwar bedauerlich für den einzelnen Wirt, ändert aber nichts an der Situation der Raucher. Selbst wenn 90% der Kneipen in den nächsten Jahren verschwinden würden, so what? Volkswirtschaftlich und somit politisch spielt das nicht die geringste Rolle. Die Gastronomie ist nicht die Autoindustrie!

Die Raucher sollten m. E. endlich aufhören ihr eigenes Elend mit dem der Wirte zu kompensieren! Da geht nichts voran! Das konnte man doch die letzten Jahre, nicht nur hier in Bayern, sondern europa-, ja weltweit beobachten.

Der Punkt ist doch, dass sich eine unheilige Allianz aus Pharmaindustrie, Politik, Medien und Justiz gebildet hat, die auf unzulässige Weise – demokratisch und rechtsstaatlich betrachtet – Raucher aus der Gesellschaft drängen. Zu diesem Zweck wird gelogen, manipuliert und das Recht gebeugt, auf Teufel komm raus!
Und sie werden ihr schmutziges Spiel weiterspielen, bis sie endlich ihr Ziel, die raucherfreie Gesellschaft, erreicht haben, oder, bis eine starke Raucher- und Bürger!!!bewegung ihnen die Stirn bietet. So wie es derzeit aussieht, fürchte ich eher das Erstere.

Solange eine Vielzahl kleiner Grüppchen mit unterschiedlichen Vorstellungen in diversen Foren die Wirte bedauert, wird sich an der Situation nichts ändern. Sie wird sich nur verschlechtern.
Sinnvoll wäre, ein bundesweiter, besser noch, ein europaweiter „Verband der Raucher“, ähnlich wie Industrieverbände, ADAC, Gewerkschaften usw., der klare Forderungen nach Gleichstellung erhebt, Diskriminierung und Mobbing medienwirksam!!! anprangert, und auf Einhaltung der Bürgerrechte achtet. Und, der auch in der Öffentlichkeit, also im realen Raum!!! präsent ist. Reale Präsenz ist m. E. unabdingbar.

Wer diesen Job machen könnte, durchaus auch mit Unterstützung der Tabakindustrie, - dabei muss nicht immer Geld fließen -, weiß ich nicht. Vielleicht Netzwerk Rauchen?

Ich jedenfalls finde die Forderung nach „Raucherkneipen“, gar noch mit dem Zusatz der prozentualen Beschränkung lächerlich. Wer „Raucherkneipen“ fordert anstatt Gleichstellung (Raucher-/Nichtraucherbereich in allen Lokalen, kulturellen Einrichtungen und der DB), akzeptiert m. E. diese diskriminierende Politik.

Gruß SoSch
  
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... hat meistens recht
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #16 - 08.05.11 um 08:37:14
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Die Diskussion IST politisch und juristisch hochgradig brisant, wenn es um die Wirte geht. Denn daran, wie man mit ihrem Recht umgegangen ist, kann jeder, der Augen im Kopf hat, ablesen, wie spätestens übermorgen auch mit den Rauchern selbst umgegangen wird. Oder jeder könnte es jedenfalls sehen. Tatsächlich bemerkt es aber in Wirklichkeit fast niemand. Das ist dieses Tellerrand-Problem. Die meisten Leute haben einen so engen persönlichen Tellerrand, daß sie eigentlich pausenlos Kopfschmerzen haben müßten.

Was gehen mich zum Beispiel die Kneipen an? Ich besuche, wenn's hoch kommt, alle Schaltjahr mal eine. Von mir aus könnten die Kneipenwirte sich um das Problem, daß ihnen die Geschäftsgrundlage entzogen wird, gerne alleine kümmern, wenn die politische und juristische Behandlung der Kneipenwirte nicht einen Rattenschwanz von Folgewirkungen auch auf mich und mein Privateigentum haben würde, mit denen innerhalb weniger Jahre zu rechnen ist. Deshalb mache ich es nicht so wie die meisten Raucher, die ebenfalls kaum in Kneipen gehen und sich deshalb einbilden, die Wirte seien ja gar nicht ihr Problem. Und diesen Rauchern ist natürlich das Problem derjenigen Raucher genauso egal, die sich durch das Gesetz ausgegrenzt fühlen, denn auch das sehen sie nicht als etwas, was sie irgendwas anginge.

Die Raucher wiederum, die nichts weiter wollen, als in ihrer Stammkneipe weiterrauchen, wären problemlos mit einer Raucherkneipenquote zufriedenzustellen. Ebenso die betroffenen Wirte. Aber politisch wäre das auch in einem übergeordneten Sinne ein viel wichtigeres Hemmnis für all diesen Kram, der nach dem totalen Rauchverbot schon längst geplant ist und der uns alle betreffen würde, als du meinst. Keine Regierung wird zum Beispiel im Freien umfassendere Rauchverbote verhängen können, solange es noch Raucherkneipen gibt.


  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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Meinrad
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Wider das tierische Abstinenzlertum
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #17 - 08.05.11 um 11:56:09
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Ich denke, wir müssen es anders anpacken. Umsatzrückgänge in einer nicht unbedingt bedeutenden Branche sind nun mal nicht der Bringer.

Der Witz ist doch diese massive Kulturzerstörung, die mit Rauchverboten und sonstigem Puritanertum einhergeht. Man hatte nun wirklich allen Grund, die Gaststätten genau so zu lassen, wie sie die letzten 500 Jahre waren. Genau denen, die die Dinge voranbrachten, hat es dort gefallen und sie haben sich dort wohlgefühlt. Künstler, Musiker, Vereine, politische und kulturelle Bewegungen. Jetzt aber zeigt sich, dass nach Rauchverbot u.ä. genau diese sich dort nicht mehr wohl fühlen. The pub is the hub, wie man in England sagt, die Achse also. Wenn der Pub ausfällt, ist die Achse weg. Wenn der einzige Pub in der Ortschaft stirbt, dann stirbt auch der Ort, wie nun in England massenhaft zu sehen.

Das ist das Eigentliche : diese Puritaner haben schon die interessantesten Staaten dieser Welt in Altersheime verwandelt. Wir haben da ja nicht dazu gehört, infolgedessen ist die Fallhöhe niedriger. Aber was man in anderen Ländern sieht, müsste spätestens doch jetzt ausreichen, um das Abstinenzlertum für die nächsten 500 Jahre zu diskreditieren. Der Abstinenzler sitzt halt da, zählt Kalorien, geht in die Wellness-Oase und misst seinen Blutdruck. Mehr kommt da nicht und das ist eben zu wenig. So ist man nicht aus dem faden und langweiligen Mittelalter herausgekommen.

Es ist völlig entgegengesetzt zu unserer Kultur, in der die Gesundheit eben ein Thema unter vielen ist und keineswegs das dominierende. Und schon garnicht dasjenige, das alle anderen Prioritäten einfach vom Tisch wischt.


Die Prohibitionisten behaupten doch in aller Frechheit, die Drogenpolitik der letzten 500 Jahre sei grundverkehrt gewesen, bis sie dann kamen und das herausfanden. Was man jetzt sieht ist aber das genaue Gegenteil : die Alten haben gut und richtig beobachtet, ihre Drogenpolitik war richtig. Dieses Abstinenzlertum hingegen schmeißt uns zurück ins Mittelalter.

Das Blöde ist : so konnte man im Moment des Geschehens nicht argumentieren, man musste erst warten, bis sich die Sache in dieser Weise zeigt. Wobei die Gegenseite alles tat, um den Tatbestand zu vertuschen.

Aber die Gegenbewegung kommt aus dieser Richtung, da bin ich sicher. Dass sie kommt, steht ohnehin fest.

Gruß Meinrad
  
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SoSch
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Hallo

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #18 - 08.05.11 um 15:05:10
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Meinrad schrieb on 08.05.11 um 11:56:09:
Aber die Gegenbewegung kommt aus dieser Richtung, da bin ich sicher. Dass sie kommt, steht ohnehin fest.


Meinrad, ich hoffe, dass du Recht hast. Ich fürchte aber, wir haben den point of no return schon überschritten.

Gruß SoSch
  
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xila
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... hat meistens recht
;)

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #19 - 08.05.11 um 16:58:04
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SoSch schrieb on 08.05.11 um 15:05:10:
Meinrad schrieb on 08.05.11 um 11:56:09:
Aber die Gegenbewegung kommt aus dieser Richtung, da bin ich sicher. Dass sie kommt, steht ohnehin fest.


Meinrad, ich hoffe, dass du Recht hast. Ich fürchte aber, wir haben den point of no return schon überschritten.

Gruß SoSch


Welchen Point of no return?

Was mir europaweit auffällt: Überall wird heimlich oder offen in den angeblich rauchfreien Kneipen geraucht, wann immer es mit geringem Risiko verbunden zu sein scheint. Überall werden aber auch möglichst komfortable Außenbereichs-Lösungen für Raucher gesucht und gefunden.

Das ist besonders auffallend in Irland, wo das Rauchverbot schon am längsten existiert. Dort sind Behörden und Gerichte auch im Jahre 8 nach dem Rauchverbot erstaunlich rigide, wann immer es um das Rauchverbot ging. Kürzlich wurde etwa ein Wirt zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil in seinem Lokal angeblich das Rauchverbot übertreten wurde (und zwar bei einer einzigen Gelegenheit und ohne daß, gehe ich nach dem Zeitungsbericht, den ich dazu las, auch nur nachgewiesen worden ist, daß es mit Wissen des Wirts geschah).

Neben all dem anderen, was man sich dazu denken kann, fällt mir vor allem eines auf: Auch nach sieben Jahren hat das Rauchverbot noch keine neue Normalität geschaffen, also in dem Sinne, daß es mit einer gewissen Selbstverständlichkeit akzeptiert worden ist. Jede kleinste Umgehung oder Übertretung birgt in den Augen der Behörden die Gefahr, daß auf der Stelle alle mühsam aufgebauten Dämme wieder brechen. Deshalb reagieren die auch so überzogen.

Offenen Widerstand gegen das Rauchverbot werden wir aber mit Sicherheit nicht erleben, solange sich keine Organisation an dessen Spitze stellt, wie in Griechenland, wo der dortige Gastro-Verband das getan hat. Weit eher vermute ich, daß die Übertretungen immer häufiger und immer weniger versteckt ausfallen werden, sobald die Politik das Thema fallen läßt.


  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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Blaudunst
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Verboten? So wenig wie
möglich!

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #20 - 08.05.11 um 21:59:16
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xila schrieb on 08.05.11 um 16:58:04:
Auch nach sieben Jahren hat das Rauchverbot noch keine neue Normalität geschaffen, also in dem Sinne, daß es mit einer gewissen Selbstverständlichkeit akzeptiert worden ist. 


Ich glaube, die Menschen gewöhnen sich grundsätzlich nicht an Sachen, die der menschlichen Natur widersprechen. Sie lassen leider zu leicht das Abnorme über sich ergehen, weil ihnen zu schwer oder nicht erforlgsversprechend erscheint, sich zu wehren.

Dieser Puritanismus und die kranke Fixierung auf Gesundheit (Gesundheit über alles...) entsprechen nicht der menschlichen Natur. So was kann nur mit Dauergewalt und permanenter Propaganda und Gehirnwäsche durchgesetzt werden. So weit ist die Angst der Antiraucher schon berechtigt Smiley

Ein normaler Mensch braucht Genuss, Spaß, Risiko, er überteibt mal, macht auch Blödsinn und vergisst oft schnell "die guten Vorsätze". So was kann er auch bei anderen Menschen schnell verstehen und akzeptieren.
Ein steriles, lustloses Leben um gesund zu sterben empfinden die meisten aber nicht als normal. Deshalb akzeptieren sie es auch nicht wirklich. Manche tun so als ob, weil sie sich Vorteile davon versprechen, aber das war es schon.

xila schrieb on 08.05.11 um 16:58:04:
Offenen Widerstand gegen das Rauchverbot werden wir aber mit Sicherheit nicht erleben, solange sich keine Organisation an dessen Spitze stellt, wie in Griechenland, wo der dortige Gastro-Verband das getan hat. Weit eher vermute ich, daß die Übertretungen immer häufiger und immer weniger versteckt ausfallen werden, sobald die Politik das Thema fallen läßt.


Sicher würde ich mir deutlich mehr Widerstand wünschen. Aber 9 Raucherdemos in ca. 6 Monaten, immer wieder "Lange Haaren" -Hausverbot, mehrere Gerichtsverfahren, Theaterkneipe, GG's - das war nicht wenig.

Eine Organisation, die es schafft, alle Verbotsgegner unter einem Hut zu bringen und gut durchgedachte Aktionen zu realisieren, das wäre sicher ein Traum. Vielleicht wird es  mal auch Realität...

Die Politik würde wahrscheinlich das Thema schon mehr oder weniger "fallen lassen", aber die WHO und die Gesundheits- und Pharma-Lobby lassen gar nicht locker.

Viele Politiker machen nur mit um nicht als "bezahlt von der Tabak-Industrie" in den Medien zu stehen. Statt sich darum zu kümmern, dass unsere Medien nicht zu einseitig von der Gesundheitslobby finanziert werden und dann entsprechend einseitg berichten, machen sie lieber mit, weil es einfacher ist.
Deshalb fürchte ich, dass mit Gespächen nicht viel zu erreichen ist, eher mit Gegendruck.
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #21 - 08.05.11 um 22:17:36
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SoSch schrieb on 08.05.11 um 06:53:08:
Ich denke, die Diskussion muss politischer werden.
[...]
Der Punkt ist doch, dass sich eine unheilige Allianz aus Pharmaindustrie, Politik, Medien und Justiz gebildet hat, die auf unzulässige Weise – demokratisch und rechtsstaatlich betrachtet – Raucher aus der Gesellschaft drängen. Zu diesem Zweck wird gelogen, manipuliert und das Recht gebeugt, auf Teufel komm raus!
Und sie werden ihr schmutziges Spiel weiterspielen, bis sie endlich ihr Ziel, die raucherfreie Gesellschaft, erreicht haben, oder, bis eine starke Raucher- und Bürger!!!bewegung ihnen die Stirn bietet. So wie es derzeit aussieht, fürchte ich eher das Erstere.


Da sind wir uns einig. Das ist im Netzwerk Rauchen (bis auf den letzten Satz bei einigen Optimisten) unbestritten. Wir thematisieren die Tabakkontrolle grundsätzlich und umfassend.
Die Zerstörung von Kneipen ist nur eines von vielen Symptomen dieses Problems. Es spricht aber auch nichts dagegen, die diesbezüglichen Lügen der Antis - genau wie alle anderen - bloßzulegen.

SoSch schrieb on 08.05.11 um 06:53:08:
Volkswirtschaftlich und somit politisch spielt das nicht die geringste Rolle. Die Gastronomie ist nicht die Autoindustrie!


Kleine Anmerkung: Die Gastronomie hat in Deutschland durchaus so viele Mitarbeiter wie die Autoindustrie. Aber politisch ist sie eben nicht so mit dem Staat verwoben und besteht nicht aus klassischen Großkonzernen, daher hat sie kaum Einfluss, was besonders für die Kneipen gilt.


SoSch schrieb on 08.05.11 um 06:53:08:
Solange eine Vielzahl kleiner Grüppchen mit unterschiedlichen Vorstellungen in diversen Foren die Wirte bedauert, wird sich an der Situation nichts ändern. Sie wird sich nur verschlechtern.
Sinnvoll wäre, ein bundesweiter, besser noch, ein europaweiter „Verband der Raucher“, ähnlich wie Industrieverbände, ADAC, Gewerkschaften usw., der klare Forderungen nach Gleichstellung erhebt, Diskriminierung und Mobbing medienwirksam!!! anprangert, und auf Einhaltung der Bürgerrechte achtet. Und, der auch in der Öffentlichkeit, also im realen Raum!!! präsent ist. Reale Präsenz ist m. E. unabdingbar.

Wer diesen Job machen könnte, durchaus auch mit Unterstützung der Tabakindustrie, - dabei muss nicht immer Geld fließen -, weiß ich nicht. Vielleicht Netzwerk Rauchen?


Netzwerk Rauchen ist durchaus mit einem hehren Anspruch in dieser Richtung gestartet, realistischerweise aber wohl wissend, dass die Ressourcen für eine solche Massenmobilisierung fehlen und auf dem jetzigen Stand der Gehirnwäsche der Bevölkerung für unsere Positionen sehr mühsam geworben werden muss.
Netzwerk Rauchen war in den vergangenen auch das ein und andere Mal in den Massenmedien präsent, aber nicht oft genug, da die Mainstreammedien - wie du ja selbst festgestellt hast, Teil der unheiligen Allianz sind.

Aber eine von dir angesprochene nennenswerte Unterstützung durch die Zigarettenindustrie kannst du vergessen. Unsere Bewegung, da zähle ich mal ab der FORCES-Gründung in den USA vor 15 Jahren, und die Konzerne leben auf unterschiedlichen Planeten. Ziele, Analysen, Inhalte und Methoden sind grundverschieden.
  
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ChristophL
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #22 - 08.05.11 um 22:25:34
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Quote:
wir haben den point of no return schon überschritten


Einen solchen gibt es nicht. Es wird nur immer schlimmer und kann sehr lange dauern, bis die Tabakkontrolle in wesentlichen Teilen der Welt temporär besiegt ist. Zwischen der ersten relevanten Organisation, welche sich in Deutschland für die Streichung des § 175 aus dem StGB (Homosexualität) stark gemacht, und dem Erreichen dieses Zieles verstrichen fast 100 Jahre. Im Internetzeitalter geht es hoffentlich etwas schneller...
  
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #23 - 09.05.11 um 05:53:41
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ChristophL schrieb on 08.05.11 um 22:25:34:
Quote:
wir haben den point of no return schon überschritten


Einen solchen gibt es nicht. Es wird nur immer schlimmer und kann sehr lange dauern, bis die Tabakkontrolle in wesentlichen Teilen der Welt temporär besiegt ist. Zwischen der ersten relevanten Organisation, welche sich in Deutschland für die Streichung des § 175 aus dem StGB (Homosexualität) stark gemacht, und dem Erreichen dieses Zieles verstrichen fast 100 Jahre. Im Internetzeitalter geht es hoffentlich etwas schneller...


Das ist wie mit den Rauchverbotsschildern in England. Je mehr Schilder desto mehr wird geraucht.

oder

Je enger der Würgegriff der Bevormunder desto mehr winden wir uns.
  
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #24 - 09.05.11 um 19:35:25
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Nicht winden, Shadu, sondern wehren müssen wir uns!
  

Es geht auch ohne ... Gesundheitsfaschisten
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #25 - 09.05.11 um 22:09:52
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meinst du so was in die richtung:

  

"Puritaner sollten zwei Feigenblätter vor den Augen tragen." (Stanislaw Lec)
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shadu
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Re: Neue Demo gegen das totale Rauchverbot in Augsburg!
Antwort #26 - 10.05.11 um 06:38:23
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WoDi schrieb on 09.05.11 um 19:35:25:
Nicht winden, Shadu, sondern wehren müssen wir uns!


für mich, winden=wehren  Zwinkernd
  
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