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Heißes Thema (mehr als 10 Antworten) BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag (Gelesen: 1.817 mal)
xila
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BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
27.05.11 um 20:14:59
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http://www.sozialministerium-bw.de/de/Meldungen/252937.html?referer=82188&templa...

Ich frage mich, warum das so allgemein und bla-bla-artig gehalten ist. Gibt es doch internen Widerstand gegen ein totales Rauchverbot in BW? Das wäre, auch was die SPD im Ländle betrifft, von der ich mir nicht viel versprochen habe, eine angenehme Überraschung.



  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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Terrx
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #1 - 27.05.11 um 20:51:27
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Ich sehe dort kein Bla-Bla, wenn sie "...weitestgehenden Nichtraucherschutz" fordert und umsetzen will.
Das heißt für mich , daß sie jedes Rauchverbot durchsetzen will, das geht.
#
Die Beteiligung am `Wettbewerb der Schulklassen` ist quasi gesichert, da die Zustimmung wohl klar sein sollte. Es werden die bei einem Elternabend Anwesenden gefragt, ob ja oder nein - einfache Mehrheit zählt.
Die Schüler unterschreiben sowieso und  bei den Rückläufern gibt es auch ne Mehrheit, da Raucherhaushalte eher den Zettel nicht abgeben werden.
« Zuletzt geändert: 27.05.11 um 20:53:08 von Terrx »  
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hardl
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #2 - 27.05.11 um 20:56:00
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Zum verlinkten Artikel:

Welche NichtXXXXXXwettbewerbe werden wohl noch kommen?
  
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Meinrad
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #3 - 28.05.11 um 08:32:10
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In der Tat, man muss zwischen den Zeilen lesen :

Quote:
Gesundheitsministerin Katrin Altpeter betonte dazu: „Wir haben mit unserem Landesnichtraucherschutzgesetz ganz besonders auch den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren des Passivrauchs konsequent umgesetzt.“


Wer ist Wir ? Die SPD war's nicht, gemeint ist wahrscheinlich das Parlament. Einen Satz mit "wir werden" hat sie allerdings vermieden und das sagt schon etwas. Denn am Weltnichtrauchertag herrscht da eine Radikalität, die man die restlichen 364 Tage nicht findet. Allerdings auch nicht vermisst.

In der Tat entsteht der Eindruck, es soll halt etwas gesagt worden, damit der Gedenktag nicht unkommentiert verstreicht. Zwischen den Zeilen aber heißt das ziemlich unverhohlen : wir tun nichts. Was auch sehr nahe liegt derzeit : wo man diese maßlosen Rauchverbote verhängt, ist regelrecht der Teufel los, siehe Griechenland und Spanien.

Nochmals muss betont werden, dass wir von Netzwerk Rauchen den Weltnichtrauchertag äußerst kritisch sehen, da er als solcher nur einer Minderheit dient und die große Masse der Bezirks- und Kreisnichtraucher außen vorlässt. Und wer denkt an den Gaunichtraucher ? Es liegt wieder mal an uns, da die passenden Grußworte zu sprechen. Also Jungs, haltet die Ohren steif und zündet euch von Zeit zu Zeit eine an. Ansonsten : let the good times roll !

Gruß Meinrad
 
  
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xila
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #4 - 28.05.11 um 13:45:42
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Terrx schrieb on 27.05.11 um 20:51:27:
Ich sehe dort kein Bla-Bla, wenn sie "...weitestgehenden Nichtraucherschutz" fordert und umsetzen will.
Das heißt für mich , daß sie jedes Rauchverbot durchsetzen will, das geht.
#
Die Beteiligung am `Wettbewerb der Schulklassen` ist quasi gesichert, da die Zustimmung wohl klar sein sollte. Es werden die bei einem Elternabend Anwesenden gefragt, ob ja oder nein - einfache Mehrheit zählt.
Die Schüler unterschreiben sowieso und  bei den Rückläufern gibt es auch ne Mehrheit, da Raucherhaushalte eher den Zettel nicht abgeben werden.


Noch im März war bei Kretschmann höchst konkret von einer Neuregelung des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie einschließlich dem Ende aller Ausnahmeregelungen die Rede. Und da die SPD in der letzten Legislaturperiode ebenfalls für eine solche Regelung gewesen wäre, war ich davon ausgegangen, daß sich die Koalitionspartner in diesem Punke einig genug sind, um sich zur feierlichen Begehung des Weltnichtrauchertags damit bereits weit aus dem Fenster lehnen zu können. Deswegen wundert es mich, daß sie das nicht getan haben.

Der ganze Schulquatsch ist ja nicht neu, sondern das gibt es bereits seit Jahren. Sie werden's also nicht abschaffen. Ich wüßte nicht, warum mich das überraschen sollte. Und "weitestgehender Nichtraucherschutz" ... das kann alles oder nichts sein. Wenn "alles" gemeint wäre, dann sind sie jedenfalls im Moment noch nicht einig genug darüber, um damit an die Öffentlichkeit zu gehen.


  

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Terrx
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #5 - 28.05.11 um 21:06:08
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Stimmt auch wieder. Naja. Schaun wir mal Zwinkernd
Im Prinzip halte ich es eh mit Meinrad Smiley
  
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Meinrad
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #6 - 29.05.11 um 08:43:24
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xila schrieb on 28.05.11 um 13:45:42:
Noch im März war bei Kretschmann höchst konkret von einer Neuregelung des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie einschließlich dem Ende aller Ausnahmeregelungen die Rede. Und da die SPD in der letzten Legislaturperiode ebenfalls für eine solche Regelung gewesen wäre, war ich davon ausgegangen, daß sich die Koalitionspartner in diesem Punke einig genug sind, um sich zur feierlichen Begehung des Weltnichtrauchertags damit bereits weit aus dem Fenster lehnen zu können. Deswegen wundert es mich, daß sie das nicht getan haben.



Kretschmann hat sich nur ein einziges Mal geäußert, auf Befragung in Abgeordnetenwatch. Ansonsten hat die absolute Funkstille überrascht, mit der das Thema nicht behandelt und gemiden wurde. Sie wissen offenbar ganz genau, dass sie da keinem Mainstream haben.

Andererseits zeigt sich hier aber auch der absolut typische Verlauf einer klassischen Massenhysterie, wie man sie im Mittelalter oder im China Mao Tse-Tungs beobachten konnte : erst hat sie eine Kraft wie ein Tsunami, die Leute sind völlig von Sinnen und glauben irgendwelchen Schauermärchen mehr als das, was sie mit eigenen Augen sehen. Aber das dauert nicht ewig, das normale Denken setzt mit der Zeit wieder ein. Und da nun zeigt sich häufig, dass genau den Scharfmachern und Büchsenspannern die Sache äußerst peinlich ist und sie das Thema meiden, wo es nur geht.

Tut uns leid, wir können darauf keine Rücksicht nehmen : wer sich zu so einem Quatsch hat hinreißen lassen, muss mit nachträglicher Bloßstellung rechnen.   

Gruß Meinrad
  
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Berlin-Mindplayer
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #7 - 29.05.11 um 08:46:38
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mich überrascht es nicht wirklich, ich halte an meiner Theorie fest, die ich an anderer Stelle schon geäußert hatte:
Rauchverbote fordert man aus der Opposition heraus und -erstmal an der Regierung- versucht man es eher unter den Teppich zu kehren. Oder wie es Green in den Gesetzen der Macht formuliert hat:
Predige den Wandel, aber ändere nie (zu) viel auf einmal.
Es ist erstaunlich, dass in den Ländern in denen die SPD am Ruder ist es kein Totalverbot gibt, sondern bisweilen liberaler als sonstwo gehandhabt wird. Selbst in NRW setzt man auf mehr Kontrollen ohne das Prinzip Club auszuhebeln (bislang zumindest...würde mich wundern, wenn hier noch der gorße Wurf kommt). Im Saarland und Bayer spricht man sich ja sogar gegen totale Rauchverbote aus.
Die Grünen waren bislang nie in der Verlegenheit richtig das sagen zu haben, ich denke die müssen das federführende Regieren erst noch lernen.
Als Grüne im Saarland konnte man sich aus sein Stammklientel berufen, die die Prohibition mitgetragen haben (ich müßte mich täuschen, ich glaube hier hatte man gesamt nur rund 40.000 Stimmen), das ist in BW sicher anders.
Es bleibt spannend.
  
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xila
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #8 - 29.05.11 um 11:37:13
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Meinrad schrieb on 29.05.11 um 08:43:24:
xila schrieb on 28.05.11 um 13:45:42:
Noch im März war bei Kretschmann höchst konkret von einer Neuregelung des Nichtraucherschutzes in der Gastronomie einschließlich dem Ende aller Ausnahmeregelungen die Rede. Und da die SPD in der letzten Legislaturperiode ebenfalls für eine solche Regelung gewesen wäre, war ich davon ausgegangen, daß sich die Koalitionspartner in diesem Punke einig genug sind, um sich zur feierlichen Begehung des Weltnichtrauchertags damit bereits weit aus dem Fenster lehnen zu können. Deswegen wundert es mich, daß sie das nicht getan haben.



Kretschmann hat sich nur ein einziges Mal geäußert, auf Befragung in Abgeordnetenwatch. Ansonsten hat die absolute Funkstille überrascht, mit der das Thema nicht behandelt und gemiden wurde. Sie wissen offenbar ganz genau, dass sie da keinem Mainstream haben.


Das liegt daran, daß es das einzige Mal ist, daß er direkt danach gefragt wurde, und zwar von einem Fragesteller, der keinen Zweifel daran ließ, daß es ihm am liebsten wäre, wenn es zu keiner Änderung käme. Kretschmann wiederum lag scheinbar etwas daran, keinen Zweifel daran zu lassen, daß er die Sache ganz anders sieht als der Fragesteller.

Das könnte daran liegen, daß er es tatsächlich ganz anders sieht, also unbedingt ein Totalverbot haben will. Oder es könnte daran liegen, daß er sich auf einer solchen Plattform zu beobachtet fühlt, um etwas anderes als das zu schreiben, was die Antigemüter erfreuen könnte. Ich weiß es nicht. Ich kann ja nicht in ihn hineinsehen.

Jedenfalls war das Rauchverbot weder so noch umgekehrt ein Wahlkampfthema. Niemand rechnet mit irgendwelchen Veränderungen, so mein Eindruck. Und niemand wünscht sich auch Veränderungen.

Am Samstag las ich in der Zeitung, daß die Hirnfreien von 10 bis 15 Uhr einen Stand in der Königstraße hätten. Ich hatte aber gestern keine Gelegenheit, sie zu besichtigen. Außerdem schien es mir ein Beitrag zur allgemeinen Gewaltprävention, mich nicht auch noch absichtlich in die Nähe solcher Gestalten zu begeben.


  

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Muna_Sat-Ananda
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Kampf dem Verbotswahn!

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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #9 - 17.07.11 um 20:39:12
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Nein, Berlin-Mindplayer, Deine Aussage betr. der Opposition ist nicht ganz richtig. Bestes Bsp., s. Saarland. Die Jamaika-Koalition hat dort Fakten geschaffen, womit wohl kein Saarländer von vornherein gerechnet hätte.

Daß in Baden-Württ. noch keine rigorosen RV eingeführt wurden, schreibe ich eher den Unstimmigkeiten bzgl. Stuttgart-21 zu. Dieses Projekt wurde nicht - wie von den Grünen bei ihrem Wahlkampf versprochen - eingestellt. Momentan sind die vollauf beschäftigt. Laut lachend

Würden die sich jetzt auf den Kampf gegen die Raucher verlagern - trotz aller anderen ungelösten Probleme - wären die wohl schnell weg vom Fenster. Ein zweites Mal werden die in B.-W. eh keine Chance mehr bekommen.  Laut lachend
  
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Berlin-Mindplayer
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #10 - 18.07.11 um 07:59:12
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ja und nein. Meine ursprüngliche Aussagen galt für die Spezialdemokraten. Dass die Grünen aus jeder Lebenslage ein Rauchverbot fordern ..ist ein klarer Fall von 'Is so'. Zum einen ist bei den Grünen Prohibitionspolitik ja quasi Klientelpolitik, zum anderen konnte man bislang frei fröhlich fordern wohlwissend dass man in der Minderheit ist und im Regelfall kaum was bewegen kann ....abgesehen vom Saarland, da gebe ich Dir Recht.
Schau Dir allerdings die SPD regierten, gerne auch rot-grün regiert, Länder an:
Hamburg: Es wäre ein einfaches jetzt ein komplettes Rauchverbot durchzusetzen. NRW: Was da passiert ist derzeit köcheln auf kleiner Flamme. Warum setzt man hier nicht zum 'großen Wurf' an?
RPF: Beck hat sich klar gegen eine weitere Verschärfung ausgesprochen. machbar wäre es.
Berlin: Kurz vor den Wahlen fangen sogar die (Landes)Grünen an rumzueiern.
Bremen, Brandenburg...Absolutes Rauchverbot? Fehlanzeige.
Und Saarland. Gut Saarland ist kein Bundesland, sondern ein Fliegenschiß ohne tieferen Sinn. Allerdings hat sich hier die SPD klar gegen ein komplettes Rauchverbot positioniert.
BW bleibt indes sicher spannend...
  
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #11 - 18.07.11 um 08:42:26
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Berlin-Mindplayer schrieb on 18.07.11 um 07:59:12:
ja und nein. Meine ursprüngliche Aussagen galt für die Spezialdemokraten. Dass die Grünen aus jeder Lebenslage ein Rauchverbot fordern ..ist ein klarer Fall von 'Is so'. Zum einen ist bei den Grünen Prohibitionspolitik ja quasi Klientelpolitik, zum anderen konnte man bislang frei fröhlich fordern wohlwissend dass man in der Minderheit ist und im Regelfall kaum was bewegen kann ....abgesehen vom Saarland, da gebe ich Dir Recht.
Schau Dir allerdings die SPD regierten, gerne auch rot-grün regiert, Länder an:
Hamburg: Es wäre ein einfaches jetzt ein komplettes Rauchverbot durchzusetzen. NRW: Was da passiert ist derzeit köcheln auf kleiner Flamme. Warum setzt man hier nicht zum 'großen Wurf' an?
RPF: Beck hat sich klar gegen eine weitere Verschärfung ausgesprochen. machbar wäre es.
Berlin: Kurz vor den Wahlen fangen sogar die (Landes)Grünen an rumzueiern.
Bremen, Brandenburg...Absolutes Rauchverbot? Fehlanzeige.
Und Saarland. Gut Saarland ist kein Bundesland, sondern ein Fliegenschiß ohne tieferen Sinn. Allerdings hat sich hier die SPD klar gegen ein komplettes Rauchverbot positioniert.
BW bleibt indes sicher spannend... 


Aus meiner Sicht ist es sinnlos, eine bestimmte Parteilinie auszupendeln. Ich gehe davon aus, daß Nichtraucherschutz für die meisten Parteien ein eher uninteressantes Thema ist, das nur im Zusammenhang mit irgendwelchen Machtspielchen, etwa Koalitionsverhandlungen oder als Oppositionsforderung oder deren Gegenteil, eine Rolle spielt.

Glaubst du wirklich, die SPD im Saarland ist gegen das Rauchverbot, weil sie die SPD ist? Sie ist gegen das Rauchverbot, weil es von der Regierung beschlossen wurde und weil eine anständige Opposition gegen alles ist, was die Regierung beschließt.  Wie man an der saarländischen FDP sieht, war sie sofort bereit, einem Rauchverbot zuzustimmen, um damit eine Regierungsbeteiligung zu erkaufen.

Das Beispiel Saarland lehrt vor allem eines, nämlich daß keine Partei außer dem Grünen Rauchverbote als etwas anderes betrachtet als Verhandlungsmasse. Und noch dazu unwichtige Verhandlungsmasse - das ist, meine ich, der eigentliche Fehler in deiner Perspektive. Du hältst das Thema für viel wichtiger als die meisten Politiker der meisten Parteien, aber auch die meisten Normalbürger und kannst dir einfach nicht vorstellen, wie unwichtig es fast jedem ist. Sogar die Grünen, schätze ich, halten es im Grunde für unwichtig. Aber man kann sich damit halt hervorragend als gesundheitspolitisch aktiv, dynamisch und fortschrittlich präsentieren und der Beifall sämtlicher "Experten" ist einem gewiß.

In BW war die SPD schon in der Opposition für das totale Rauchverbot, deshalb ist nicht zu erwarten, daß sie etwaigen Forderungen der Grünen nennenswerten Widerstand entgegensetzen würde. Übrigens ist von der großmächtig angekündigten Abschaffung des nächtlichen Alkoholverkaufsverbots im Koalitionsvertrag plötzlich auch keine Rede mehr gewesen. Das ist auch so ein minderwichtiges Thema.
  

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Meinrad
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #12 - 18.07.11 um 10:18:09
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Habt ihr wirklich ein so schlechtes Gedächtnis ? Habt ihr die Massenhysterie um 2007 herum schon vergessen, als sich alle Parteien gegenseitig überboten mit Hetzparolen gegen Raucher ? Das ist nun völlig zum Stillstand gekommen, das Thema wird in geradezu auffallender Weise gemieden. Auch und gerade von den Grünen, die sich allerdings erst vergleichsweise spät als "Speerspitze" hergaben, als die anderen schon ausgestiegen waren.

Was sagt das ? Das sagt, dass die Antiraucher hier nie eine Basis hatten, dass alles ausschließlich von außen hereingetragen wurde und die ganze seitens der Politik reiner Opportunismus war. Kein Mensch hat die Antiraucher ernst genommen und so wäre es jetzt wieder, wenn nicht die Antis in der Lage gewesen wären, in einer politischen Ausnahmesituation Rauchverbote zu etablieren.

Wir haben unser Schärflein auch dazu beigetragen, wir werden durchaus gelesen und zwar von den Richtigen. Was aber in der Öffentlichkeit nicht zugegeben werden darf, hier ist es den Antis tatsächlich gelungen, einen Gesslerhut aufzuhängen. Offiziell gelesen und für richtig befunden werden dürfen nur ihre Hetzschriften.

Politiker, lasst euch sagen : der Gessler ist tot, seinen Hut zu grüßen ist nicht nur unnötig, es ist auch obendrein noch lächerlich.

Gruß Meinrad
  
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #13 - 18.07.11 um 11:24:51
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Naja, man mag dazu stehen wie man will, die Bähzick war da schon sehr aktiv. Wer weiß, was passiert wäre, wenn die immer noch Drogenschutzbeauftragte wäre.
Klar sind Rauchverbote im Moment ein eher nachgelagertes Thema, aber die Antis werden keine Ruhe geben und solange öffentlich nicht anerkannt wird, was dieses FCTC für ein Mist ist, werden wir Raucher immer unter diesem Damoklesschwert leben. Dieses FCTC Gesetz muss abgeschafft werden, wobei ich mir garnicht sicher bin, ob man so einfach eine Vorlage der WHO zum Gesetz erheben kann/darf, wie das in Deutschland geschehen ist. Wenn ich mir das Ding durchlese (ich schaff das vor lauter Wut nicht an einem Stück) sollte das doch jeglichen Regeln bzw. der guten Praxis zum Verfassen von Gesetzestexten (gibts sowas überhaupt?) widersprechen.
  
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Re: BW-Gesundheitsministerium zum Weltnichtrauchertag
Antwort #14 - 18.07.11 um 11:48:42
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Meinrad schrieb on 18.07.11 um 10:18:09:
Habt ihr wirklich ein so schlechtes Gedächtnis ? Habt ihr die Massenhysterie um 2007 herum schon vergessen, als sich alle Parteien gegenseitig überboten mit Hetzparolen gegen Raucher ? Das ist nun völlig zum Stillstand gekommen, das Thema wird in geradezu auffallender Weise gemieden. Auch und gerade von den Grünen, die sich allerdings erst vergleichsweise spät als "Speerspitze" hergaben, als die anderen schon ausgestiegen waren.

Was sagt das ? Das sagt, dass die Antiraucher hier nie eine Basis hatten, dass alles ausschließlich von außen hereingetragen wurde und die ganze seitens der Politik reiner Opportunismus war. Kein Mensch hat die Antiraucher ernst genommen und so wäre es jetzt wieder, wenn nicht die Antis in der Lage gewesen wären, in einer politischen Ausnahmesituation Rauchverbote zu etablieren.

Wir haben unser Schärflein auch dazu beigetragen, wir werden durchaus gelesen und zwar von den Richtigen. Was aber in der Öffentlichkeit nicht zugegeben werden darf, hier ist es den Antis tatsächlich gelungen, einen Gesslerhut aufzuhängen. Offiziell gelesen und für richtig befunden werden dürfen nur ihre Hetzschriften.

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Gruß Meinrad
 


Diese Hysterie läßt sich jederzeit wieder wachrufen, das war am Fall Bayern deutlich zu sehen.

Im übrigen sehe ich die Sache auch sonst nicht so optimistisch wie du, denn im Moment gerade ist bundesweit auf kommunaler Ebene das Thema Rauchverbote auf Spielplätzen auf dem Programm - heute in dieser Stadt, morgen in der nächsten. Das fällt dir bloß nicht so auf wie mir, denn ich verfolge das ziemlich genau. Die Art und Weise, wie dazu die Diskussionen ablaufen, zeigt deutlich, daß schon vieles, was 2007 noch der Seelenmassage durch Kampagnenarbeit bedurfte, inzwischen schon von vielen als Selbstverständlichkeit verinnerlicht worden ist, obwohl es 2007 noch ganz neu war.



  

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