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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ... (Gelesen: 2.445 mal)
ChristophL
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #119 - 29.03.17 um 04:08:22
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Ärztekammerpräsident Jonitz, über den wir vor einigen Jahren in diesem Thread diskutiert hatten, hat sich jetzt für die Cannabis-Legalisierung ausgesprochen.

Quote:
Im politischen Mainstream werden Sie mich nicht finden. Ich bin ein großer Verfechter der Wahrheit.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #118 - 08.10.11 um 18:06:54
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Achso..nö dann ist es ja doch irgendwie richtig, zumal die Bezirke Friedrichshain und kreuzberg ja gemeinsam verwaltet werden.
  
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ChristophL
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #117 - 08.10.11 um 15:49:28
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Dann war das eine Fehlinfo. Habe gerade nachgeschaut, es geht wohl um befürchtete Auswirkungen auf Friedrichshain durch Zubringerverkehr oder so.

  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #116 - 08.10.11 um 11:39:47
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ChristophL schrieb on 07.10.11 um 16:28:14:
Zum einen das. Zum anderen habe ich gehört, die Verlängerung soll durch Kreuzberg führen und damit die grüne Klientel stören.



....durch Kreuzberg?? Nein das kann eigentlich nicht sein.....
Die Strecke ist längst an Kreuzberg vorbei und endet irgendwo in Neukölln......das letzte Stück kann eigentlich nur Treptow, Rudow und die südlichen Ecken bis Schönefeld betreffen.
  
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xila
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #115 - 07.10.11 um 16:45:28
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ChristophL schrieb on 07.10.11 um 16:28:14:
xila schrieb on 07.10.11 um 09:12:20:
5.10.2011 Forsa: 8 Prozent
2.10.2011 Emnid: 7 Prozent
28.9.2011 Forsa: 7 Prozent
26.9.2011 Infratest Dimap: 4 Prozent
23.9.2011 Forschungsgruppe Wahlen: 4 Prozent
01.9.2011 Infratest Dimap: 2 Prozent


Interessant, aber du willst doch hoffentlich nicht bis zur nächsten Bundestagswahl hier durchgängig die demoskopischen Wasserstände melden Zwinkernd



Das hängt von der Entwicklung dieser Wasserstände ab.  Zwinkernd

  

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ChristophL
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #114 - 07.10.11 um 16:28:14
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Meinrad schrieb on 07.10.11 um 06:27:37:
Die Themen waren in der Tat bekannt, dass aber die Grünen tatsächlich wegen der Autobahn platzen lassen, überrascht dann doch. Man hätte das Thema doch eher in der zweiten Reihe vermutet.


Klassisch ist der Protest gegen irgendwelche Großprojekte schon immer gerne prioritäres Wahlkampfthema bei den Grünen (was im Übrigen nicht für alle diese Projekte spricht).

Meinrad schrieb on 07.10.11 um 06:27:37:
Aufschlussreich ist es doch : was soll das eigentlich, gegen die Autobahn zu sein ? Tatsächlich ist damit beabsichtigt, auf administrativem Wege das Autofahren einzudämmen. Das ist immer noch ein Denken in den Kategorien des Club of Rome, der 1973 ein Buch mit dem bezeichnenden Titel : "Grenzen des Wachstums" herausbrauchte. Den ständig steigenden Ressourcenverbrauch kann man nur durch Null- und Minusawachstum eindämmen und die Grünen machen es sich zur Aufgabe, dies administrativ und ohne die Bevölkerung zu fragen, durchzusetzen. In diesem Fall mit höchst zweifelhaftem Ertrag : diese Autobahn wird ja´gebaut, um Umwege und damit Kraftstoff zu sparen. Wird sie nicht gebaut, wird keineswegs weniger gefahren, es gibt nur mehr Ärger. Was aber ignoriert wird.


Zum einen das. Zum anderen habe ich gehört, die Verlängerung soll durch Kreuzberg führen und damit die grüne Klientel stören.
Vielleicht verspüren K(ü)nasts Vasallen aber auch das Bedürfnis, wenigstens in der Verkehrspolitik einen Kontrast zur Politik des Dritten Reiches herauszuarbeiten ... Smiley

xila schrieb on 07.10.11 um 09:12:20:
5.10.2011 Forsa: 8 Prozent
2.10.2011 Emnid: 7 Prozent
28.9.2011 Forsa: 7 Prozent
26.9.2011 Infratest Dimap: 4 Prozent
23.9.2011 Forschungsgruppe Wahlen: 4 Prozent
01.9.2011 Infratest Dimap: 2 Prozent


Interessant, aber du willst doch hoffentlich nicht bis zur nächsten Bundestagswahl hier durchgängig die demoskopischen Wasserstände melden Zwinkernd

« Zuletzt geändert: 07.10.11 um 16:33:10 von ChristophL »  
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xila
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #113 - 07.10.11 um 09:12:20
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Die Piratenpartei bei der Sonntagsfrage (auf Bundesebene), chronologisch:

6.10.2011 Infratest Dimap: 8 Prozent
5.10.2011 Forsa: 8 Prozent
2.10.2011 Emnid: 7 Prozent
28.9.2011 Forsa: 7 Prozent
26.9.2011 Infratest Dimap: 4 Prozent
23.9.2011 Forschungsgruppe Wahlen: 4 Prozent
01.9.2011 Infratest Dimap: 2 Prozent

Bei GMS und Allensbach, letzte Umfrage jeweils 21.9., verbergen sich die Piraten unter den "Sonstigen" (Allensbach 6 Prozent, GMS 7 Prozent).
« Zuletzt geändert: 07.10.11 um 09:12:44 von xila »  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #112 - 07.10.11 um 08:08:33
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Quote:
... "Grenzen des Wachstums" herausbrauchte. Den ständig steigenden Ressourcenverbrauch kann man nur durch Null- und Minusawachstum eindämmen ...


Hoffen wir, dass die Grünen auch allmählich die Grenzen des Wachstums erreicht haben, und sich im Bezug auf das Minuswachstum bei der schwindsüchtigen fdp eine Scheibe abschneiden...

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xila
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #111 - 07.10.11 um 08:00:44
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Ich war schon am Wahlabend irritiert über den nörgeligen Drängelton, den die Grünen gegenüber ihrem künftigen Koalitionspartner angeschlagen haben. Führt man sich denn so auf, wenn man zum einen weit unter seinen Erwartungen zurückgeblieben und zum anderen nur eine ziemlich wackelige Koalition mit einer sehr knappen Mehrheit zu befürchten ist? Während gleichzeitig eine SPD-CDU-Koalition eine sehr viel komfortablere Mehrheit hätte?

Was auch immer da hinter den Kulissen abgelaufen ist - gut möglich, daß Wowereit nur wegen der innerparteilichen Koalitionswunsch-Gemütslage überhaupt Verhandlungen mit den Grünen begonnen hat -, bei solchen Mehrheitsverhältnissen war es natürlich auch objektiv gesehen für Wowereit sinnlos, sich mit einem Partner einzulassen, mit dem ständiger Ärger schon vorprogammiert war. Da ist den Grünen bei dem Autobahnfall wohl der Instinkt dafür verloren gegangen, wie weit sie gehen konnten, ohne diesen Eindruck zu hinterlassen. Das gilt auch und sogar gerade dann, wenn Wowereit, was ja durchaus möglich ist, nur einen Vorwand gesucht hat, um die Koalitionsverhandlungen platzen zu lassen.

Mein persönlicher Eindruck ist, daß die Grünen im Rausch des Fukushima-Effekts und des Erfolgs in BW ihre Verhandlungsposition einfach überschätzt haben und jetzt Mühe haben, vom hohen Roß wieder herunterzukommen. Der Drängelton spricht dafür, die Überheblichkeit gegenüber den Piraten, das Beharren auf Maximalforderungen, und jetzt das füßchenaufstampfende Schmollen. Die Künast hat ja sinngemäß gesagt, das würde kein Grüner der SPD jemals vergessen. Das erinnert mich an meinen Sohn, der, als er zwei bis drei Jahre alt war, mir im Konfliktfall als Höchststrafe angedroht hat: "Dann habe ich dich NIE WIEDER lieb."

Von mir aus dürfen die Grünen aber gerne so weitermachen. Nichts ist mir lieber als wenn die an ihrem unvermeidlichen Niedergang, ausgelöst durch den plötzlichen Durchbruch der Piratenpartei, auch noch kräftig selbst mitarbeiten.
  

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Meinrad
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #110 - 07.10.11 um 06:27:37
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Die Themen waren in der Tat bekannt, dass aber die Grünen tatsächlich wegen der Autobahn platzen lassen, überrascht dann doch. Man hätte das Thema doch eher in der zweiten Reihe vermutet.

Aufschlussreich ist es doch : was soll das eigentlich, gegen die Autobahn zu sein ? Tatsächlich ist damit beabsichtigt, auf administrativem Wege das Autofahren einzudämmen. Das ist immer noch ein Denken in den Kategorien des Club of Rome, der 1973 ein Buch mit dem bezeichnenden Titel : "Grenzen des Wachstums" herausbrauchte. Den ständig steigenden Ressourcenverbrauch kann man nur durch Null- und Minusawachstum eindämmen und die Grünen machen es sich zur Aufgabe, dies administrativ und ohne die Bevölkerung zu fragen, durchzusetzen. In diesem Fall mit höchst zweifelhaftem Ertrag : diese Autobahn wird ja´gebaut, um Umwege und damit Kraftstoff zu sparen. Wird sie nicht gebaut, wird keineswegs weniger gefahren, es gibt nur mehr Ärger. Was aber ignoriert wird.

Was so wie 1973 schon lange nicht mehr stimmt, Wachstum und Ressourcenverbrauch sind schon längst entkoppelt, am deutlichsten in der Industrie. Das Wachstum kommt derzeit gerade aus dem Bau regenerativer Anlagen und da ist Streben nach Anti-Wachstum wohl das Dümmste, was man aus ökologischer Sicht überhaupt machen kann. Aber man findet das bei den Grünen überall : Straßen nicht bauen, um die Leute zum Nicht-Fahren zu zwingen. Kraftwerke stillegen ohne Ersatz. Wenn weniger Strom da ist, wird auch weniger verbraucht. Prohibitionisten, Puritaner und Bußprediger aller Art haben Grund, sich bei den Grünen zu tummeln, und wie man sieht, tun sie das auch.

Ein Herr Mühlbauer macht dort, nicht zu Unrecht "Rousseauismus" aus. Auch der Linken geht die grüne Bevormundung inzwischen ziemlich auf den Geist :

http://www.heise.de/tp/artikel/35/35562/1.html

Tja, man wünscht in Deutschland eine Öko-Partei, aber ohne Bevormundung und Zwangsbeglückung. Die Piraten wären schön dumm, wenn sie auf diesem bequemen und bisher unbesetzten Sessel nicht Platz nähmen.



       
« Zuletzt geändert: 07.10.11 um 06:28:11 von Meinrad »  
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Tegel
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #109 - 06.10.11 um 20:35:34
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Richtig, da habe ich in meinem Kommentar sicherlich nicht alle Hintergründe berücksichtigt. War auch mehr so eine spontane Interpretation.  Mein Augenmerk oder Teilnahme war eigentlich mehr in die Richtung der Wähler beider Parteien. Zudem mich als Wähler beider Parteien, die  nachfolgende Stänkerei noch mal mehr frusten würde....
  

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perle
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #108 - 06.10.11 um 11:22:10
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Tegel schrieb on 05.10.11 um 22:12:54:
...alles irgendwie schon eine peinliche Angelegenheit. Die Wähler und Parteigenossen waren von dieser Koalition überzeugt, jetzt das " AUS " wegen 3 Kilometer Autobahn. Die unterschiedlichen Meinungen waren doch schon am Wahlabend bekannt...? Mal aus dem " hohlen Bauch heraus " gesprochen, als Anhänger von beiden Parteien würde ich michmächtig verar...fühlen.Zudem, was ein Absturz für die Grünen, vom ambitionierter Wahlsieger über Koalitionspartner und jetzt in der Opposition.....Zudem,einen Kontrahenten im Nacken,der ohne tatsächliches Konzept die Wähler abgräbt. Wie schnell kann sich doch vermeintlich sichere Sieg drehen….noch haben die GRÜNEN bundesweit 17 %........schaun mer mal


sicherlich  war nicht nur das thema A100 ein wichtiger punkt. ich weiß nicht, ob außerhalb der berliner medienszene auch erwähnt wurde, daß bei den berliner wahlen mehrfach nachgezählt und senatssitze für die SPD korrigiert werden mussten. am ende lag rot-grün nur noch mit einer stimme über der absoluten mehrheit.

klar, das ein taktiker wie wowereit sich nicht auf gedeih und verderb den grünen ausliefern würde, denn bei jedem thema hätten die grünen mit einem scheitern drohen können, bzw. sich die möglichsten und unmöglichsten gegenleistungen erkaufen können. das reicht vom flächendeckenden tempo 30 in berlin (auch auf der A100) über neudiskussion des flughafens (die A100 ist eine wichtige verbindung dort hin) und verschärften rauchverboten bis zu alkoholverkaufssperren in geschäften.

da geht man doch besser mit der CDU ins boot, die dieses mal einen etwas anderen wahlkampf betrieben haben. die bürger sollten selbst die 100 wichtigsten themen für die stadt bestimmen, und die themen, die von diesen 100 themen am häufigsten erwähnt wurden, waren dann themen im wahlkampf. weitere rauchverbote, bzw. verschärfungen bestehender rauchverbote waren bei den 100 themen nicht dabei.
  

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Brigitte
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Hallo

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #107 - 06.10.11 um 08:11:50
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Sehr interessant, Danke auch fuer den Link zum Artikel der StZ.

  
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xila
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #106 - 06.10.11 um 06:46:35
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Berlin-Mindplayer schrieb on 05.10.11 um 19:55:53:
Brigitte schrieb on 05.10.11 um 18:51:39:
Quote:
Nicht umsonst sind die Piraten eine Alternative geworden.


Von dieser Partei habe ich erst neulich gehoert und ich bin noch am Durchlesen auf deren Seite, da auch die Wahlen in Deutschland auch mich angehen.
Es ist jedoch ueberraschend, wie schnell die Piratenpartei eine Alternative geworden ist (korrigiert mich wenn ich mich da irre) und ich finde, dass deren Diskussionsbereitschaft begruessenswert ist. 

Hier im guten alten England scheint es neuerdings UKIP zu sein, die Zulauf hat.

"Volksentscheid" hin - "Volksentscheid" her.  Die "richtigen" Wahlen sind alle 4 Jahre...


Was nützt uns eine Partei die auf europäischer Ebene bekundet, man wolle bei allen Themen, bei denen man keine eigenen Standpunkte hat sich an den Grünen orientieren und deren Entscheidung folgen.


Nichts. Aber das war vor zwei Jahren, und es war die schwedische Piratenpartei. Zur Erinnerung, damals existierte die Piratenpartei seit drei Jahren und hatte in Deutschland gerade mal knapp über 1000 Mitglieder und bei der Europawahl ihren allerersten Achtungserfolg. Heute sind es 12.000, und in Berlin waren es die Grünen, die die Piraten während des Wahlkampfs erst ziemlich von oben herab behandelt und schließlich als ihren Hauptkonkurrenten bekämpft haben. Ich wage zu bezweifeln, daß eine Anlehnung an die Grünen damit in Deutschland noch weiter denkbar ist.

Quote:
Außer der Netzgeschichte gibt es ja auch praktisch keine Piraten-Standpunkte.
Überdies darf ich daran erinnern, dass die Piraten sich bei einer der letzten Landtagswahlen für ein totales Rauchverbot stark gemacht haben.


Die Piratenstandpunkte bilden sich zu allen möglichen Themen erst heraus. Derzeit wird noch vieles - ohne einen richtigen weltanschaulichen Überbau - per Mitgliederentscheid und damit qua Bauchgefühl beschlossen, und da kommen in unserer gehirngewaschenen Gesellschaft, in der auch Volksentscheide pro Rauchverbot ausgehen, dann so Dinge wie ein totales Rauchverbot heraus. Mit ein bißchen Glück merken die Piraten demnächst, daßauf diese Weise nicht umsetzbar sein wird, was der Parteivorsitzende vorgestern in einem Interview mit der StZ als weltanschauliche Grundlinien der Partei vorgestellt hat.

Quote:
Wenn sie das klassische Links-Rechts-Schema der Politik nehmen, wo würden Sie die Piratenpartei darin einordnen?

Am liebsten gar nicht. Dieses Schema ist eindimensional. Wir vertreten eine Sozialpolitik, die eher in der Nähe der SPD ist, aber eine Bürgerrechtspolitik, die nahe der alten FDP-Linie liegt. Wir sind eine sozialliberale Partei. Liberalismus ist die einzige politische Strömung, die dem Menschen die Freiheit lässt, die er eigentlich braucht. Wir wollen keinen behütenden Staat wie die SPD, wir wollen keinen autoritären Staat wie die Union. Deshalb sind wir eine - im ursprünglichen Sinne - liberale Partei. Wir können ja nichts dafür, dass die FDP den Begriff auf reinen Wirtschaftsliberalismus runtergewirtschaftet hat.


http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.piratenpartei-vorsitzender-nerz-wir-wol...

Das hört sich genauso an, wie ich mir meine Wunschpartei immer vorgestellt habe und gehofft hatte, daß die Piratenpartei nach einer gewissen Entwicklung auch sein wird. Deswegen war ich auch so maßlos enttäuscht von der tatsächlichen Entwicklung zwischen der Europawahl 2009 und der Landtagswahl in BW. Aber inzwischen spiele ich sogar wieder mit dem Gedanken, dort Mitglied zu werden. Noch ist die Partei klein genug, daß es sich lohnt, mit seiner eigenen Stimme auf die innerparteiliche Meinungsbildung Einfluß zu nehmen. Dabei geht es mir nicht einmal so sehr um das Rauchverbot selbst, sondern um den noch zu entwickelnden weltanschaulichen Überbau, aus dem heraus unter anderem auch ein Rauchverbot abzulehnen ist.

  

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ChristophL
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #105 - 05.10.11 um 22:47:17
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Quote:
ich möchte zu dem thema piraten hier mal zwei links einstellen, über die sich jeder bei interesse seine eigene meinung bilden möge:

nummer 1:
http://www.cicero.de/berliner-republik/piratenpartei-und-urheberrecht-mit-vollen....

nummer 2:

http://mnementh.blogsport.de/2011/10/04/michael-naumann-das-urheberrecht-die-pir....

mir leuchtet der beitrag von nauman eher ein.


An vielen Punkten haben die Kritiker eher recht.
Naumann spricht aufgrund seiner Berufsbiographie eben pro domo, so wie jemand von Monsanto Patentrechte für irgendwelche Tiere verteidigt.
Die Piratenpartei legt ihre Finger in die Wunden des  Urheber- und Verwertungsrechts, und diese - komplexe - Diskussion ist bedeutsam.
  
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