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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ... (Gelesen: 2.443 mal)
ChristophL
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #119 - 29.03.17 um 04:08:22
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Ärztekammerpräsident Jonitz, über den wir vor einigen Jahren in diesem Thread diskutiert hatten, hat sich jetzt für die Cannabis-Legalisierung ausgesprochen.

Quote:
Im politischen Mainstream werden Sie mich nicht finden. Ich bin ein großer Verfechter der Wahrheit.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #118 - 08.10.11 um 18:06:54
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Achso..nö dann ist es ja doch irgendwie richtig, zumal die Bezirke Friedrichshain und kreuzberg ja gemeinsam verwaltet werden.
  
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ChristophL
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #117 - 08.10.11 um 15:49:28
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Dann war das eine Fehlinfo. Habe gerade nachgeschaut, es geht wohl um befürchtete Auswirkungen auf Friedrichshain durch Zubringerverkehr oder so.

  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #116 - 08.10.11 um 11:39:47
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ChristophL schrieb on 07.10.11 um 16:28:14:
Zum einen das. Zum anderen habe ich gehört, die Verlängerung soll durch Kreuzberg führen und damit die grüne Klientel stören.



....durch Kreuzberg?? Nein das kann eigentlich nicht sein.....
Die Strecke ist längst an Kreuzberg vorbei und endet irgendwo in Neukölln......das letzte Stück kann eigentlich nur Treptow, Rudow und die südlichen Ecken bis Schönefeld betreffen.
  
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xila
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #115 - 07.10.11 um 16:45:28
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ChristophL schrieb on 07.10.11 um 16:28:14:
xila schrieb on 07.10.11 um 09:12:20:
5.10.2011 Forsa: 8 Prozent
2.10.2011 Emnid: 7 Prozent
28.9.2011 Forsa: 7 Prozent
26.9.2011 Infratest Dimap: 4 Prozent
23.9.2011 Forschungsgruppe Wahlen: 4 Prozent
01.9.2011 Infratest Dimap: 2 Prozent


Interessant, aber du willst doch hoffentlich nicht bis zur nächsten Bundestagswahl hier durchgängig die demoskopischen Wasserstände melden Zwinkernd



Das hängt von der Entwicklung dieser Wasserstände ab.  Zwinkernd

  

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ChristophL
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #114 - 07.10.11 um 16:28:14
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Meinrad schrieb on 07.10.11 um 06:27:37:
Die Themen waren in der Tat bekannt, dass aber die Grünen tatsächlich wegen der Autobahn platzen lassen, überrascht dann doch. Man hätte das Thema doch eher in der zweiten Reihe vermutet.


Klassisch ist der Protest gegen irgendwelche Großprojekte schon immer gerne prioritäres Wahlkampfthema bei den Grünen (was im Übrigen nicht für alle diese Projekte spricht).

Meinrad schrieb on 07.10.11 um 06:27:37:
Aufschlussreich ist es doch : was soll das eigentlich, gegen die Autobahn zu sein ? Tatsächlich ist damit beabsichtigt, auf administrativem Wege das Autofahren einzudämmen. Das ist immer noch ein Denken in den Kategorien des Club of Rome, der 1973 ein Buch mit dem bezeichnenden Titel : "Grenzen des Wachstums" herausbrauchte. Den ständig steigenden Ressourcenverbrauch kann man nur durch Null- und Minusawachstum eindämmen und die Grünen machen es sich zur Aufgabe, dies administrativ und ohne die Bevölkerung zu fragen, durchzusetzen. In diesem Fall mit höchst zweifelhaftem Ertrag : diese Autobahn wird ja´gebaut, um Umwege und damit Kraftstoff zu sparen. Wird sie nicht gebaut, wird keineswegs weniger gefahren, es gibt nur mehr Ärger. Was aber ignoriert wird.


Zum einen das. Zum anderen habe ich gehört, die Verlängerung soll durch Kreuzberg führen und damit die grüne Klientel stören.
Vielleicht verspüren K(ü)nasts Vasallen aber auch das Bedürfnis, wenigstens in der Verkehrspolitik einen Kontrast zur Politik des Dritten Reiches herauszuarbeiten ... Smiley

xila schrieb on 07.10.11 um 09:12:20:
5.10.2011 Forsa: 8 Prozent
2.10.2011 Emnid: 7 Prozent
28.9.2011 Forsa: 7 Prozent
26.9.2011 Infratest Dimap: 4 Prozent
23.9.2011 Forschungsgruppe Wahlen: 4 Prozent
01.9.2011 Infratest Dimap: 2 Prozent


Interessant, aber du willst doch hoffentlich nicht bis zur nächsten Bundestagswahl hier durchgängig die demoskopischen Wasserstände melden Zwinkernd

« Zuletzt geändert: 07.10.11 um 16:33:10 von ChristophL »  
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xila
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #113 - 07.10.11 um 09:12:20
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Die Piratenpartei bei der Sonntagsfrage (auf Bundesebene), chronologisch:

6.10.2011 Infratest Dimap: 8 Prozent
5.10.2011 Forsa: 8 Prozent
2.10.2011 Emnid: 7 Prozent
28.9.2011 Forsa: 7 Prozent
26.9.2011 Infratest Dimap: 4 Prozent
23.9.2011 Forschungsgruppe Wahlen: 4 Prozent
01.9.2011 Infratest Dimap: 2 Prozent

Bei GMS und Allensbach, letzte Umfrage jeweils 21.9., verbergen sich die Piraten unter den "Sonstigen" (Allensbach 6 Prozent, GMS 7 Prozent).
« Zuletzt geändert: 07.10.11 um 09:12:44 von xila »  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #112 - 07.10.11 um 08:08:33
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Quote:
... "Grenzen des Wachstums" herausbrauchte. Den ständig steigenden Ressourcenverbrauch kann man nur durch Null- und Minusawachstum eindämmen ...


Hoffen wir, dass die Grünen auch allmählich die Grenzen des Wachstums erreicht haben, und sich im Bezug auf das Minuswachstum bei der schwindsüchtigen fdp eine Scheibe abschneiden...

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xila
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #111 - 07.10.11 um 08:00:44
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Ich war schon am Wahlabend irritiert über den nörgeligen Drängelton, den die Grünen gegenüber ihrem künftigen Koalitionspartner angeschlagen haben. Führt man sich denn so auf, wenn man zum einen weit unter seinen Erwartungen zurückgeblieben und zum anderen nur eine ziemlich wackelige Koalition mit einer sehr knappen Mehrheit zu befürchten ist? Während gleichzeitig eine SPD-CDU-Koalition eine sehr viel komfortablere Mehrheit hätte?

Was auch immer da hinter den Kulissen abgelaufen ist - gut möglich, daß Wowereit nur wegen der innerparteilichen Koalitionswunsch-Gemütslage überhaupt Verhandlungen mit den Grünen begonnen hat -, bei solchen Mehrheitsverhältnissen war es natürlich auch objektiv gesehen für Wowereit sinnlos, sich mit einem Partner einzulassen, mit dem ständiger Ärger schon vorprogammiert war. Da ist den Grünen bei dem Autobahnfall wohl der Instinkt dafür verloren gegangen, wie weit sie gehen konnten, ohne diesen Eindruck zu hinterlassen. Das gilt auch und sogar gerade dann, wenn Wowereit, was ja durchaus möglich ist, nur einen Vorwand gesucht hat, um die Koalitionsverhandlungen platzen zu lassen.

Mein persönlicher Eindruck ist, daß die Grünen im Rausch des Fukushima-Effekts und des Erfolgs in BW ihre Verhandlungsposition einfach überschätzt haben und jetzt Mühe haben, vom hohen Roß wieder herunterzukommen. Der Drängelton spricht dafür, die Überheblichkeit gegenüber den Piraten, das Beharren auf Maximalforderungen, und jetzt das füßchenaufstampfende Schmollen. Die Künast hat ja sinngemäß gesagt, das würde kein Grüner der SPD jemals vergessen. Das erinnert mich an meinen Sohn, der, als er zwei bis drei Jahre alt war, mir im Konfliktfall als Höchststrafe angedroht hat: "Dann habe ich dich NIE WIEDER lieb."

Von mir aus dürfen die Grünen aber gerne so weitermachen. Nichts ist mir lieber als wenn die an ihrem unvermeidlichen Niedergang, ausgelöst durch den plötzlichen Durchbruch der Piratenpartei, auch noch kräftig selbst mitarbeiten.
  

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Meinrad
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #110 - 07.10.11 um 06:27:37
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Die Themen waren in der Tat bekannt, dass aber die Grünen tatsächlich wegen der Autobahn platzen lassen, überrascht dann doch. Man hätte das Thema doch eher in der zweiten Reihe vermutet.

Aufschlussreich ist es doch : was soll das eigentlich, gegen die Autobahn zu sein ? Tatsächlich ist damit beabsichtigt, auf administrativem Wege das Autofahren einzudämmen. Das ist immer noch ein Denken in den Kategorien des Club of Rome, der 1973 ein Buch mit dem bezeichnenden Titel : "Grenzen des Wachstums" herausbrauchte. Den ständig steigenden Ressourcenverbrauch kann man nur durch Null- und Minusawachstum eindämmen und die Grünen machen es sich zur Aufgabe, dies administrativ und ohne die Bevölkerung zu fragen, durchzusetzen. In diesem Fall mit höchst zweifelhaftem Ertrag : diese Autobahn wird ja´gebaut, um Umwege und damit Kraftstoff zu sparen. Wird sie nicht gebaut, wird keineswegs weniger gefahren, es gibt nur mehr Ärger. Was aber ignoriert wird.

Was so wie 1973 schon lange nicht mehr stimmt, Wachstum und Ressourcenverbrauch sind schon längst entkoppelt, am deutlichsten in der Industrie. Das Wachstum kommt derzeit gerade aus dem Bau regenerativer Anlagen und da ist Streben nach Anti-Wachstum wohl das Dümmste, was man aus ökologischer Sicht überhaupt machen kann. Aber man findet das bei den Grünen überall : Straßen nicht bauen, um die Leute zum Nicht-Fahren zu zwingen. Kraftwerke stillegen ohne Ersatz. Wenn weniger Strom da ist, wird auch weniger verbraucht. Prohibitionisten, Puritaner und Bußprediger aller Art haben Grund, sich bei den Grünen zu tummeln, und wie man sieht, tun sie das auch.

Ein Herr Mühlbauer macht dort, nicht zu Unrecht "Rousseauismus" aus. Auch der Linken geht die grüne Bevormundung inzwischen ziemlich auf den Geist :

http://www.heise.de/tp/artikel/35/35562/1.html

Tja, man wünscht in Deutschland eine Öko-Partei, aber ohne Bevormundung und Zwangsbeglückung. Die Piraten wären schön dumm, wenn sie auf diesem bequemen und bisher unbesetzten Sessel nicht Platz nähmen.



       
« Zuletzt geändert: 07.10.11 um 06:28:11 von Meinrad »  
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Tegel
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #109 - 06.10.11 um 20:35:34
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Richtig, da habe ich in meinem Kommentar sicherlich nicht alle Hintergründe berücksichtigt. War auch mehr so eine spontane Interpretation.  Mein Augenmerk oder Teilnahme war eigentlich mehr in die Richtung der Wähler beider Parteien. Zudem mich als Wähler beider Parteien, die  nachfolgende Stänkerei noch mal mehr frusten würde....
  

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perle
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #108 - 06.10.11 um 11:22:10
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Tegel schrieb on 05.10.11 um 22:12:54:
...alles irgendwie schon eine peinliche Angelegenheit. Die Wähler und Parteigenossen waren von dieser Koalition überzeugt, jetzt das " AUS " wegen 3 Kilometer Autobahn. Die unterschiedlichen Meinungen waren doch schon am Wahlabend bekannt...? Mal aus dem " hohlen Bauch heraus " gesprochen, als Anhänger von beiden Parteien würde ich michmächtig verar...fühlen.Zudem, was ein Absturz für die Grünen, vom ambitionierter Wahlsieger über Koalitionspartner und jetzt in der Opposition.....Zudem,einen Kontrahenten im Nacken,der ohne tatsächliches Konzept die Wähler abgräbt. Wie schnell kann sich doch vermeintlich sichere Sieg drehen….noch haben die GRÜNEN bundesweit 17 %........schaun mer mal


sicherlich  war nicht nur das thema A100 ein wichtiger punkt. ich weiß nicht, ob außerhalb der berliner medienszene auch erwähnt wurde, daß bei den berliner wahlen mehrfach nachgezählt und senatssitze für die SPD korrigiert werden mussten. am ende lag rot-grün nur noch mit einer stimme über der absoluten mehrheit.

klar, das ein taktiker wie wowereit sich nicht auf gedeih und verderb den grünen ausliefern würde, denn bei jedem thema hätten die grünen mit einem scheitern drohen können, bzw. sich die möglichsten und unmöglichsten gegenleistungen erkaufen können. das reicht vom flächendeckenden tempo 30 in berlin (auch auf der A100) über neudiskussion des flughafens (die A100 ist eine wichtige verbindung dort hin) und verschärften rauchverboten bis zu alkoholverkaufssperren in geschäften.

da geht man doch besser mit der CDU ins boot, die dieses mal einen etwas anderen wahlkampf betrieben haben. die bürger sollten selbst die 100 wichtigsten themen für die stadt bestimmen, und die themen, die von diesen 100 themen am häufigsten erwähnt wurden, waren dann themen im wahlkampf. weitere rauchverbote, bzw. verschärfungen bestehender rauchverbote waren bei den 100 themen nicht dabei.
  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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Brigitte
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Hallo

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #107 - 06.10.11 um 08:11:50
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Sehr interessant, Danke auch fuer den Link zum Artikel der StZ.

  
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xila
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #106 - 06.10.11 um 06:46:35
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Berlin-Mindplayer schrieb on 05.10.11 um 19:55:53:
Brigitte schrieb on 05.10.11 um 18:51:39:
Quote:
Nicht umsonst sind die Piraten eine Alternative geworden.


Von dieser Partei habe ich erst neulich gehoert und ich bin noch am Durchlesen auf deren Seite, da auch die Wahlen in Deutschland auch mich angehen.
Es ist jedoch ueberraschend, wie schnell die Piratenpartei eine Alternative geworden ist (korrigiert mich wenn ich mich da irre) und ich finde, dass deren Diskussionsbereitschaft begruessenswert ist. 

Hier im guten alten England scheint es neuerdings UKIP zu sein, die Zulauf hat.

"Volksentscheid" hin - "Volksentscheid" her.  Die "richtigen" Wahlen sind alle 4 Jahre...


Was nützt uns eine Partei die auf europäischer Ebene bekundet, man wolle bei allen Themen, bei denen man keine eigenen Standpunkte hat sich an den Grünen orientieren und deren Entscheidung folgen.


Nichts. Aber das war vor zwei Jahren, und es war die schwedische Piratenpartei. Zur Erinnerung, damals existierte die Piratenpartei seit drei Jahren und hatte in Deutschland gerade mal knapp über 1000 Mitglieder und bei der Europawahl ihren allerersten Achtungserfolg. Heute sind es 12.000, und in Berlin waren es die Grünen, die die Piraten während des Wahlkampfs erst ziemlich von oben herab behandelt und schließlich als ihren Hauptkonkurrenten bekämpft haben. Ich wage zu bezweifeln, daß eine Anlehnung an die Grünen damit in Deutschland noch weiter denkbar ist.

Quote:
Außer der Netzgeschichte gibt es ja auch praktisch keine Piraten-Standpunkte.
Überdies darf ich daran erinnern, dass die Piraten sich bei einer der letzten Landtagswahlen für ein totales Rauchverbot stark gemacht haben.


Die Piratenstandpunkte bilden sich zu allen möglichen Themen erst heraus. Derzeit wird noch vieles - ohne einen richtigen weltanschaulichen Überbau - per Mitgliederentscheid und damit qua Bauchgefühl beschlossen, und da kommen in unserer gehirngewaschenen Gesellschaft, in der auch Volksentscheide pro Rauchverbot ausgehen, dann so Dinge wie ein totales Rauchverbot heraus. Mit ein bißchen Glück merken die Piraten demnächst, daßauf diese Weise nicht umsetzbar sein wird, was der Parteivorsitzende vorgestern in einem Interview mit der StZ als weltanschauliche Grundlinien der Partei vorgestellt hat.

Quote:
Wenn sie das klassische Links-Rechts-Schema der Politik nehmen, wo würden Sie die Piratenpartei darin einordnen?

Am liebsten gar nicht. Dieses Schema ist eindimensional. Wir vertreten eine Sozialpolitik, die eher in der Nähe der SPD ist, aber eine Bürgerrechtspolitik, die nahe der alten FDP-Linie liegt. Wir sind eine sozialliberale Partei. Liberalismus ist die einzige politische Strömung, die dem Menschen die Freiheit lässt, die er eigentlich braucht. Wir wollen keinen behütenden Staat wie die SPD, wir wollen keinen autoritären Staat wie die Union. Deshalb sind wir eine - im ursprünglichen Sinne - liberale Partei. Wir können ja nichts dafür, dass die FDP den Begriff auf reinen Wirtschaftsliberalismus runtergewirtschaftet hat.


http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.piratenpartei-vorsitzender-nerz-wir-wol...

Das hört sich genauso an, wie ich mir meine Wunschpartei immer vorgestellt habe und gehofft hatte, daß die Piratenpartei nach einer gewissen Entwicklung auch sein wird. Deswegen war ich auch so maßlos enttäuscht von der tatsächlichen Entwicklung zwischen der Europawahl 2009 und der Landtagswahl in BW. Aber inzwischen spiele ich sogar wieder mit dem Gedanken, dort Mitglied zu werden. Noch ist die Partei klein genug, daß es sich lohnt, mit seiner eigenen Stimme auf die innerparteiliche Meinungsbildung Einfluß zu nehmen. Dabei geht es mir nicht einmal so sehr um das Rauchverbot selbst, sondern um den noch zu entwickelnden weltanschaulichen Überbau, aus dem heraus unter anderem auch ein Rauchverbot abzulehnen ist.

  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #105 - 05.10.11 um 22:47:17
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Quote:
ich möchte zu dem thema piraten hier mal zwei links einstellen, über die sich jeder bei interesse seine eigene meinung bilden möge:

nummer 1:
http://www.cicero.de/berliner-republik/piratenpartei-und-urheberrecht-mit-vollen....

nummer 2:

http://mnementh.blogsport.de/2011/10/04/michael-naumann-das-urheberrecht-die-pir....

mir leuchtet der beitrag von nauman eher ein.


An vielen Punkten haben die Kritiker eher recht.
Naumann spricht aufgrund seiner Berufsbiographie eben pro domo, so wie jemand von Monsanto Patentrechte für irgendwelche Tiere verteidigt.
Die Piratenpartei legt ihre Finger in die Wunden des  Urheber- und Verwertungsrechts, und diese - komplexe - Diskussion ist bedeutsam.
  
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Antwort #104 - 05.10.11 um 22:12:54
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...alles irgendwie schon eine peinliche Angelegenheit. Die Wähler und Parteigenossen waren von dieser Koalition überzeugt, jetzt das " AUS " wegen 3 Kilometer Autobahn. Die unterschiedlichen Meinungen waren doch schon am Wahlabend bekannt...? Mal aus dem " hohlen Bauch heraus " gesprochen, als Anhänger von beiden Parteien würde ich mich  mächtig verar...fühlen.  Zudem, was ein Absturz für die Grünen, vom ambitionierter Wahlsieger über Koalitionspartner und jetzt in der Opposition.....Zudem,  einen Kontrahenten im Nacken,  der ohne tatsächliches Konzept die Wähler abgräbt. Wie schnell kann sich doch vermeintlich sichere Sieg drehen….noch haben die GRÜNEN bundesweit 17 %........schaun mer mal Zwinkernd
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #103 - 05.10.11 um 21:57:10
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ich möchte zu dem thema piraten hier mal zwei links einstellen, über die sich jeder bei interesse seine eigene meinung bilden möge:

nummer 1:
http://www.cicero.de/berliner-republik/piratenpartei-und-urheberrecht-mit-vollen...

nummer 2:

http://mnementh.blogsport.de/2011/10/04/michael-naumann-das-urheberrecht-die-pir...

mir leuchtet der beitrag von nauman eher ein.

ach ja - und die zigaretten gehen tatsächlich andauernd aus.
« Zuletzt geändert: 05.10.11 um 22:03:11 von Zora »  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #102 - 05.10.11 um 21:21:09
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Berlin-Mindplayer schrieb on 05.10.11 um 19:55:53:
Brigitte schrieb on 05.10.11 um 18:51:39:
Quote:
Nicht umsonst sind die Piraten eine Alternative geworden.


Von dieser Partei habe ich erst neulich gehoert und ich bin noch am Durchlesen auf deren Seite, da auch die Wahlen in Deutschland auch mich angehen.
Es ist jedoch ueberraschend, wie schnell die Piratenpartei eine Alternative geworden ist (korrigiert mich wenn ich mich da irre) und ich finde, dass deren Diskussionsbereitschaft begruessenswert ist. 

Hier im guten alten England scheint es neuerdings UKIP zu sein, die Zulauf hat.

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Ich sehe das genauso. Persönliche Freiheit kann es nicht nur im Netz geben.
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #101 - 05.10.11 um 20:14:33
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Ah..... Danke, Berlin Mindplayer.   Auf deren Site sieht das nicht so aus.

Wenigstens spricht UKIP offen gegen ein totales Rauchverbot.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #100 - 05.10.11 um 19:55:53
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Brigitte schrieb on 05.10.11 um 18:51:39:
Quote:
Nicht umsonst sind die Piraten eine Alternative geworden.


Von dieser Partei habe ich erst neulich gehoert und ich bin noch am Durchlesen auf deren Seite, da auch die Wahlen in Deutschland auch mich angehen.
Es ist jedoch ueberraschend, wie schnell die Piratenpartei eine Alternative geworden ist (korrigiert mich wenn ich mich da irre) und ich finde, dass deren Diskussionsbereitschaft begruessenswert ist. 

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Antwort #99 - 05.10.11 um 19:05:34
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Achim schrieb on 05.10.11 um 17:54:29:
Welche Erleichterung macht sich bei mir breit.
Für weitere 5 Jahre wird uns dieses Paternalisten-Pack nicht regieren! (Leider nur in Berlin)

Außer alle schließen sich gegen die SPD zusammen. Ist zwar unwahrscheinlich, aber die Machtgier hat schon seltsamere Blüten getrieben.
  
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Antwort #98 - 05.10.11 um 18:51:39
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Quote:
Nicht umsonst sind die Piraten eine Alternative geworden.


Von dieser Partei habe ich erst neulich gehoert und ich bin noch am Durchlesen auf deren Seite, da auch die Wahlen in Deutschland auch mich angehen.
Es ist jedoch ueberraschend, wie schnell die Piratenpartei eine Alternative geworden ist (korrigiert mich wenn ich mich da irre) und ich finde, dass deren Diskussionsbereitschaft begruessenswert ist. 

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #97 - 05.10.11 um 17:54:29
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Welche Erleichterung macht sich bei mir breit.
Für weitere 5 Jahre wird uns dieses Paternalisten-Pack nicht regieren! (Leider nur in Berlin)
  
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Am Anfang waren .....
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Antwort #96 - 05.10.11 um 15:57:28
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"Paprika" für Bärlin, wo es sich endlich ausgegrünt hat! Yeah!

"Noch am Nachmittag wollten sie (die Piraten) eine Fraktionssitzung abhalten - und anschließend SPD, Linken und Grünen "Sondierungsgespräche anbieten", verbreiteten die Piraten über Twitter."

Quelle Spon: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,790050,00.html

Den GRÜNs würd ich bei der Gelegenheit doch auch gleich mal ein Resozialisationsangebot der Parteispitze unterbreiten ... Zwinkernd
« Zuletzt geändert: 19.12.14 um 10:50:03 von Javaanse »  

Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommts an.
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #95 - 05.10.11 um 11:41:01
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So schnell hätte ich das auch nicht erwartet. Aber das "Kerngeschäft" Atomkraft nein Danke ist ihnen abhandengekommen, übrig bleibt eine spießig gewordene Partei der Bevormundung und Gängelei, die ihr Programm an der Basis vorbei ausrichtet. Nicht umsonst sind die Piraten eine Alternative geworden.
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #94 - 05.10.11 um 11:22:19
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Tegel schrieb on 05.10.11 um 11:17:42:
Soeben gelesen.....

Rot-Grün in Berlin gescheitert............

http://www.focus.de/politik/deutschland/hauptstadt-berliner-spd-laesst-koalition...


Wow. Ich hatte es ja heimlich gehofft, daß das nix wird, aber so richtig daran geglaubt hatte ich nicht.  Smiley
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #93 - 05.10.11 um 11:17:42
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Soeben gelesen.....

Rot-Grün in Berlin gescheitert............

http://www.focus.de/politik/deutschland/hauptstadt-berliner-spd-laesst-koalition...
  

Gib " links" keine Chance.
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #92 - 04.10.11 um 22:07:49
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Berlin-Mindplayer schrieb on 04.10.11 um 09:58:36:
... hat irgendjemand schon mal rausbekommen, warum die Berliner Grünen gegen den Ausbau der A100 sind ...


Na, weil dit iss doch janich öko und so, vastehste? Und Autos sind sowieso Scheisse. Touris auch.

Aussadem soll die Scheissautobahn runta bis Treptow jehn, wo die Scheissnazis wohn. Autobahn und Nazis, na dämmerts nun?
« Zuletzt geändert: 04.10.11 um 22:12:15 von Montechristo »  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #91 - 04.10.11 um 09:58:36
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Mir muss da was entgangen sein, daher mal etwas doof gefragt:
Hat irgendjemand schon mal rausbekommen, warum die Berliner Grünen gegen den Ausbau der A100 sind -mal abgesehen davon dass die Grünen ja grundsätzlich erstmal gegen alle Bauprojekte sind-?
Welche Argumente werden da verwendet?
Die Autobahn wird ja nun seit Jahren gebaut, es geht, wenn ich es richtig im Kopf habe noch um 3,5 Km um den Ring zu schließen.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #90 - 02.10.11 um 07:35:50
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7 Prozent auf Bundesebene für die Piraten nach Forsa nun auch bei Emnid. Dabei haben die Piraten im Vergleich zur letzten Umfrage den Anteil der "sonstigen Sonstigen" bemerkenswerterweise nicht verringert. Ihre Stimmen stammen nahezu gleichmäßig von allen im Parlament vertretenen Parteien außer der FDP, die weiterhin bei 4 Prozent liegen würde und im nächsten Bundestag damit nicht vertreten wäre.

http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm

Was die Sache aber noch besser macht: Auf einmal hat Rot-Grün jetzt keine rechnerische Mehrheit mehr. Eine große Koalition stünde mit zusammengenommen 60 Prozent noch ganz komfortabel da, aber "groß" im eigentlichen Sinne wäre sie im Grunde nicht mehr.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13637901/Piratenpartei-zerstoert-M...

  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #89 - 29.09.11 um 14:47:19
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shadu schrieb on 29.09.11 um 09:36:14:
Nur weil die Grünen zur sanitarischen Partei mutiert sind heisst das noch lange nicht das einzelne Themen nicht beachtenswert sind. Das selbe trifft auch auf die anderen Parteien zu.

Vielleicht picken die Piraten die Rosinen der einzelnen Parteien raus. Piraten eben Smiley


Grün ist für mich abgeschlossen. Es gibt ja noch einiges an grünen Forderungen was sich bei näherer Betrachtung als völliger Schwachsinn erweist. Ideologie ist nur schwer zu bekämpfen, vor allem, wenn fast die gesamte Presse mit macht.

Bisher hat die Vergangenheit gezeigt, daß man sich viel zu sehr verbiegen muß, um was zu bewegen und um an die Töpfe zu kommen.

Ich lass mich gerne überraschen, aber ich glaube nicht im geringsten daran.

« Zuletzt geändert: 29.09.11 um 14:49:27 von CoF »  

Der gesunde Menschenverstand ist die Sache, die am Besten auf der Welt verteilt ist, aber nur die wirklich 'Unverbildeten' haben ihn" ...


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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #88 - 29.09.11 um 09:36:14
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Nur weil die Grünen zur sanitarischen Partei mutiert sind heisst das noch lange nicht das einzelne Themen nicht beachtenswert sind. Das selbe trifft auch auf die anderen Parteien zu.

Vielleicht picken die Piraten die Rosinen der einzelnen Parteien raus. Piraten eben Smiley
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #87 - 29.09.11 um 08:35:55
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Abwarten. Mir hat bis jetzt gereicht, daß einige Piraten mitteilten, daß sie den Grünen recht nahe stehen.
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #86 - 28.09.11 um 19:07:55
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xila schrieb on 28.09.11 um 18:27:37:
Destruktor schrieb on 28.09.11 um 16:30:54:
Meinrad schrieb on 28.09.11 um 05:03:45:
Destruktor schrieb on 23.09.11 um 13:30:13:
Nach meiner Einschätzung wurden die Piraten in Berlin tatsächlich von den Massenmedien gefördert, um die Proteststimmen zu kanalisieren.

Diese Demokratie ist eine Farce.


Also sei mir nicht böse, aber das ist mit Sicherheit eine Fehleinschätzung. Ja, es soll der Protest kanalisiert werden, aber doch nicht in diese Richtung. Du siehst doch, wie es in anderen Staaten läuft : plötzlich ghast Du einen Chip im Ausweis und einen Trojaner auf dem PC und der Staat kennt all Deine Passwörter. Darüber wird nicht geredet, das wird einfach gemacht und man hofft, dass das dumme Volk nichts merkt. Dass die Obrigkeit eine Partei sponsort, die die Aufmerksamkeit genau auf diesen Punkt lenkt ist - mit Verlaub - undenkbar.

Überwachung und Bevormundung gehen stets Hand in Hand und wir hier lehnen beides kategorisch ab, auch wenn wir aus unterschiedlichen politischen Richtungen kommen. Der Sieg der Piraten ist aus unserer Sicht daher unter allen Umständen eine gute Nachricht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Piraten am Ende dieselben Schlüsse ziehen wie wir, ist durchaus gegeben.

Ehrlich gesagt bin ich äußerst platt, dass so etwas bei uns möglich ist. Früher hieß es, Italiener, Franzosen und Engländer seien "freiheitsliebend". Genau die aber lassen sich derzeit willig das Fell über die Ohren ziehen. Die Deutschen hingegen seien "obrigkeitshörig", hieß es. Und genau diese wehren sich. Sagenhaft.

Überdies : wir wissen doch, wie "Astroturfing" geht, das Vortäuschen einer Graswurzelbewegung, wo im Hintergrund der Staat die Fäden zieht. Zwar soll das alles unsichtbar bleiben, aber man sieht es eben doch, wie bei "pro rauchfrei" oder anderen. Da, bei den Piraten, da sehe ich beim besten Willen nichts, tut mir leid.

Freispruch !

 








Die Piraten sind dem System vermutlich immer noch lieber wie Die Linke, NPD, MLPD & Co..

Sollten die Piraten tatsächlich einmal politischen Einfluß erlangen, werden sie vorher rechtzeitig unterwandert / auf Linie gebracht.

Hinsichtlich Rauchverbote sind die Piraten aber sicherlich positiv einzuschätzen.



Da wäre ich mir nicht so sicher. Die Piraten sind eine unbekannte Größe und bei vielen Entscheidungen nicht im mindesten berechenbar.

Wobei "das System" ohnehin nicht so funktioniert, wie du dir das vorstellst. Da ist viel weniger wissentlich gesteuert, als die meisten glauben. Die Medien schreiben, um Aufmerksamkeit, Auflage und damit Werbekunden zu bekommen, und dabei ist ihnen jedes Mittel recht. So was wie eine "Haltung" können sich nur noch Nischenprodukte leisten, aber Spiegel und Focus jedenfalls nicht mehr.

Nur zur Erinnerung: Die Tabakwerbung gehörte in die Kategorie sichere Einnahmen. Entgegen anderslautenden Gerüchten wurde das wohl auch nicht durch Pharma-Werbung ersetzt. Neulich beim Zahnarzt habe ich mal ein paar Spiegel-Ausgaben durchgeblättert und keine Pharmawerbung gefunden. Das heißt, diese Einnahmen fehlen vermutlich ganz oder zu großen Teilen ersatzlos.










Stimmt auch wieder.

Eines ist jedenfalls sicher :    Bei der Wahlparty der Piraten in Berlin wurde ungeniert - auch vor laufender Kamera - geraucht.

Ein gutes Zeichen !              Smiley
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #85 - 28.09.11 um 18:27:37
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Destruktor schrieb on 28.09.11 um 16:30:54:
Meinrad schrieb on 28.09.11 um 05:03:45:
Destruktor schrieb on 23.09.11 um 13:30:13:
Nach meiner Einschätzung wurden die Piraten in Berlin tatsächlich von den Massenmedien gefördert, um die Proteststimmen zu kanalisieren.

Diese Demokratie ist eine Farce.


Also sei mir nicht böse, aber das ist mit Sicherheit eine Fehleinschätzung. Ja, es soll der Protest kanalisiert werden, aber doch nicht in diese Richtung. Du siehst doch, wie es in anderen Staaten läuft : plötzlich ghast Du einen Chip im Ausweis und einen Trojaner auf dem PC und der Staat kennt all Deine Passwörter. Darüber wird nicht geredet, das wird einfach gemacht und man hofft, dass das dumme Volk nichts merkt. Dass die Obrigkeit eine Partei sponsort, die die Aufmerksamkeit genau auf diesen Punkt lenkt ist - mit Verlaub - undenkbar.

Überwachung und Bevormundung gehen stets Hand in Hand und wir hier lehnen beides kategorisch ab, auch wenn wir aus unterschiedlichen politischen Richtungen kommen. Der Sieg der Piraten ist aus unserer Sicht daher unter allen Umständen eine gute Nachricht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Piraten am Ende dieselben Schlüsse ziehen wie wir, ist durchaus gegeben.

Ehrlich gesagt bin ich äußerst platt, dass so etwas bei uns möglich ist. Früher hieß es, Italiener, Franzosen und Engländer seien "freiheitsliebend". Genau die aber lassen sich derzeit willig das Fell über die Ohren ziehen. Die Deutschen hingegen seien "obrigkeitshörig", hieß es. Und genau diese wehren sich. Sagenhaft.

Überdies : wir wissen doch, wie "Astroturfing" geht, das Vortäuschen einer Graswurzelbewegung, wo im Hintergrund der Staat die Fäden zieht. Zwar soll das alles unsichtbar bleiben, aber man sieht es eben doch, wie bei "pro rauchfrei" oder anderen. Da, bei den Piraten, da sehe ich beim besten Willen nichts, tut mir leid.

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Sollten die Piraten tatsächlich einmal politischen Einfluß erlangen, werden sie vorher rechtzeitig unterwandert / auf Linie gebracht.

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Da wäre ich mir nicht so sicher. Die Piraten sind eine unbekannte Größe und bei vielen Entscheidungen nicht im mindesten berechenbar.

Wobei "das System" ohnehin nicht so funktioniert, wie du dir das vorstellst. Da ist viel weniger wissentlich gesteuert, als die meisten glauben. Die Medien schreiben, um Aufmerksamkeit, Auflage und damit Werbekunden zu bekommen, und dabei ist ihnen jedes Mittel recht. So was wie eine "Haltung" können sich nur noch Nischenprodukte leisten, aber Spiegel und Focus jedenfalls nicht mehr.

Nur zur Erinnerung: Die Tabakwerbung gehörte in die Kategorie sichere Einnahmen. Entgegen anderslautenden Gerüchten wurde das wohl auch nicht durch Pharma-Werbung ersetzt. Neulich beim Zahnarzt habe ich mal ein paar Spiegel-Ausgaben durchgeblättert und keine Pharmawerbung gefunden. Das heißt, diese Einnahmen fehlen vermutlich ganz oder zu großen Teilen ersatzlos.

  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #84 - 28.09.11 um 16:30:54
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Meinrad schrieb on 28.09.11 um 05:03:45:
Destruktor schrieb on 23.09.11 um 13:30:13:
Nach meiner Einschätzung wurden die Piraten in Berlin tatsächlich von den Massenmedien gefördert, um die Proteststimmen zu kanalisieren.

Diese Demokratie ist eine Farce.


Also sei mir nicht böse, aber das ist mit Sicherheit eine Fehleinschätzung. Ja, es soll der Protest kanalisiert werden, aber doch nicht in diese Richtung. Du siehst doch, wie es in anderen Staaten läuft : plötzlich ghast Du einen Chip im Ausweis und einen Trojaner auf dem PC und der Staat kennt all Deine Passwörter. Darüber wird nicht geredet, das wird einfach gemacht und man hofft, dass das dumme Volk nichts merkt. Dass die Obrigkeit eine Partei sponsort, die die Aufmerksamkeit genau auf diesen Punkt lenkt ist - mit Verlaub - undenkbar.

Überwachung und Bevormundung gehen stets Hand in Hand und wir hier lehnen beides kategorisch ab, auch wenn wir aus unterschiedlichen politischen Richtungen kommen. Der Sieg der Piraten ist aus unserer Sicht daher unter allen Umständen eine gute Nachricht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Piraten am Ende dieselben Schlüsse ziehen wie wir, ist durchaus gegeben.

Ehrlich gesagt bin ich äußerst platt, dass so etwas bei uns möglich ist. Früher hieß es, Italiener, Franzosen und Engländer seien "freiheitsliebend". Genau die aber lassen sich derzeit willig das Fell über die Ohren ziehen. Die Deutschen hingegen seien "obrigkeitshörig", hieß es. Und genau diese wehren sich. Sagenhaft.

Überdies : wir wissen doch, wie "Astroturfing" geht, das Vortäuschen einer Graswurzelbewegung, wo im Hintergrund der Staat die Fäden zieht. Zwar soll das alles unsichtbar bleiben, aber man sieht es eben doch, wie bei "pro rauchfrei" oder anderen. Da, bei den Piraten, da sehe ich beim besten Willen nichts, tut mir leid.

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Sollten die Piraten tatsächlich einmal politischen Einfluß erlangen, werden sie vorher rechtzeitig unterwandert / auf Linie gebracht.

Hinsichtlich Rauchverbote sind die Piraten aber sicherlich positiv einzuschätzen.

  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #83 - 28.09.11 um 11:44:07
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xila schrieb on 23.09.11 um 11:12:47:
Aber das alles kann sich natürlich jetzt bei künftigen Wahlen ändern, auch auf Bundesebene. Beim ZDF-Politbaromenter von heute haben sie 4 Prozent bekommen - und einen eigenen Balken in der Grafik. Alleine das kann schon ausreichen, um sie bei der nächsten Umfrage vollends über die 5 Prozent zu hieven.

http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,8353610,00.html?dr=1



Ich zitiere mich aus aktuellem Anlaß mal wieder selbst. In der jüngsten Forsa-Umfrage liegen die Piraten jetzt nämlich auch auf Bundesebene bei 7 Prozent:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,788742,00.html

Ich glaube, das war jetzt ihr endgültiger Durchbruch. Nach den aufgeregten Medienberichten, die jetzt wieder zu erwarten sind, werden sie in den nächsten Umfragen wahrscheinlich bei allen Instituten über 5 Prozent liegen und ihren eigenen Balken in den Grafiken behalten, und damit sind sie demnächst überall in den Köpfen präsent als eine Partei, die es in den nächsten Bundestag schaffen kann. Die werden nicht wieder ins Ein-bis-zwei-Prozent-Ghetto zurücksinken.

Die Experten sind gerade mal wieder dabei, sich zu blamieren:

Quote:
"Selbst die Grünen brauchten nach ihrem ersten Antreten zur Europawahl 1979 vier Jahre, bis sie in den Bundestag kamen", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner. Er habe einen derartigen Erfolg einer Partei aus dem Nichts wie bei den Piraten noch nicht gesehen.


So viel kulleräugiges Staunen ist  ja schon ein bißchen peinlich. Die Grünen hätten bei der Wahl 1980 weitaus besser als 1,5 Prozent abgeschnitten und wären möglicherweise schon damals in den Bundestag gekommen, hätte der Kandidat der Schwarzen nicht Franz-Josef Strauß geheißen. Damit haben sich einfach zu viele potentielle Grünen-Wähler für eine Stimme gegen Strauß und damit für eine der beiden Parteien der Regierungskoalition entschieden. Das war eine ganz ähnliche Situation wie dieses Frühjahr bei der Landtagswahl in BW.

Alles, was bei den Piraten über diesen Effekt hinausgeht, ist auch ohne Expertenstatus problemlos damit zu erklären, daß die Rahmenbedingungen heute so grundlegend anders sind als 1980. Damals betrug die Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen noch durchweg um die 90 Prozent, 2009 waren es aber nur noch 70 Prozent. So viele resignierte und wütende Ex-Wähler der etablierten Parteien wie in den letzten Jahren gab es einfach noch nie. Die sollen froh sein - ich jedenfalls bin es - und könnten ruhig auch darauf hinweisen, daß sich das Protestpotential bei diesen trotz aller Unkonventionalität ernsthaften jungen Leuten zusammenfindet, nicht bei einer neuen Rechtspartei mit platten Parolen.

  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #82 - 28.09.11 um 06:35:11
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Wir in Basel haben jetzt im Herbst auch Wahlen. Da für mich die bisherigen Parteien nicht wählbar sind habe ich den Piraten meine Stimme gegeben.

  
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Wider das tierische Abstinenzlertum
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #81 - 28.09.11 um 05:03:45
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Destruktor schrieb on 23.09.11 um 13:30:13:
Nach meiner Einschätzung wurden die Piraten in Berlin tatsächlich von den Massenmedien gefördert, um die Proteststimmen zu kanalisieren.

Diese Demokratie ist eine Farce.


Also sei mir nicht böse, aber das ist mit Sicherheit eine Fehleinschätzung. Ja, es soll der Protest kanalisiert werden, aber doch nicht in diese Richtung. Du siehst doch, wie es in anderen Staaten läuft : plötzlich ghast Du einen Chip im Ausweis und einen Trojaner auf dem PC und der Staat kennt all Deine Passwörter. Darüber wird nicht geredet, das wird einfach gemacht und man hofft, dass das dumme Volk nichts merkt. Dass die Obrigkeit eine Partei sponsort, die die Aufmerksamkeit genau auf diesen Punkt lenkt ist - mit Verlaub - undenkbar.

Überwachung und Bevormundung gehen stets Hand in Hand und wir hier lehnen beides kategorisch ab, auch wenn wir aus unterschiedlichen politischen Richtungen kommen. Der Sieg der Piraten ist aus unserer Sicht daher unter allen Umständen eine gute Nachricht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Piraten am Ende dieselben Schlüsse ziehen wie wir, ist durchaus gegeben.

Ehrlich gesagt bin ich äußerst platt, dass so etwas bei uns möglich ist. Früher hieß es, Italiener, Franzosen und Engländer seien "freiheitsliebend". Genau die aber lassen sich derzeit willig das Fell über die Ohren ziehen. Die Deutschen hingegen seien "obrigkeitshörig", hieß es. Und genau diese wehren sich. Sagenhaft.

Überdies : wir wissen doch, wie "Astroturfing" geht, das Vortäuschen einer Graswurzelbewegung, wo im Hintergrund der Staat die Fäden zieht. Zwar soll das alles unsichtbar bleiben, aber man sieht es eben doch, wie bei "pro rauchfrei" oder anderen. Da, bei den Piraten, da sehe ich beim besten Willen nichts, tut mir leid.

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #80 - 23.09.11 um 13:30:13
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xila schrieb on 23.09.11 um 11:12:47:
Meinrad schrieb on 20.09.11 um 18:49:40:
Jetzt muss man eins noch wissen : Berlin ist ja inzwischen die europäische Künstlermetropole und hat Paris und London in dieser Hinsicht regelrecht abgehängt. Genauer gesagt, die Künstler kommen von dort sogar nach Berlin. Exakt zu der Zeit, als diese beiden Städte ihre gnadenlosen Rauchverbote erließen und diese darf man deshalb als mitverursachend für diesen früher ganz undenkbaren Rollentausch sehen.  Auch wenn es uns schwerfällt : im Vergleich zu denen ist Berlin eine Insel der Liberalität.

Künstler sind immer gut für eine Stadt : das gibt Flair und - heute natürlich viel wichtiger - Umsatz. Die Berliner wissen intern wohl ganz gut, dass das an ihrem liberalen Rauchverbot hängt, gesagt werden darf dies freilich nicht. Es kann hier unendlich viel Porzellan zerdeppert werden, wenn ein Elefant wie Künast darauf losgelassen wird. Man wird sie - schätze ich - zu bremsen wissen.

Es scheint nun so, dass die Piraten sich zumindest zum Teil aus diesem Künstlermilieu speisen, so zumindest will es dieser taz-Artikel beobachtet haben :

"Wenn Techniker auf Künstler treffen"
http://www.taz.de/!37159/

Was auch erklären würde, warum diese sagenhaften 9 Prozent zustande kamen : ein halbes Jahr zuvor in BaWü waren es nur 2,1 Prozent. Draußen im Lande dürften die Piraten auch jetzt nicht auf 9 Prozent kommen.

Jetzt kommt der Dreisatz : da in Stuttgart regiert nun Grün-Rot und es hat sich bisher kein Lüftchen in Richtung Rauchverbot geregt. Dann wird sich in Berlin schon zweimal keins regen, auch nicht mit Rot-Grün.



Überlassen wir solche Milchmädchenrechnungen doch lieber den Antis. Der Grund, warum die Piraten in Berlin auf 9 Prozent kamen, liegt doch auf der Hand, wenn man die Wochen vor der Wahl verfolgt hat:

Drei Wochen vor der Wahl hatten sie mit 4,5 Prozent in einer Umfrage auf einmal eine realistische Chance reinzukommen, und alle Medien berichteten darüber. In der nächsten Umfrage lagen sie bei 6,5 Prozent. Nun wurden die Berichte noch mehr und noch aufgeregter, und in der letzten Umfrage vor der Wahl lagen sie bei 9 Prozent.

Der Zusammenhang zwischen der Möglichkeit, seine Stimme einer "sonstigen" Partei zu geben, ohne sie damit zu verschenken, ist doch mit Händen zu greifen.

Das alles gab's in BW nicht, dort waren die Piraten vielmehr in keiner einzigen Umfrage auch nur separat ausgewiesen, sondern sie bildeten darin ungenannt einen Teil der "Sonstigen". Darüber hinaus wurde die BW-Wahl zur Schicksalwahl um S21 erklärt, und die Sensation, nach der die Leute lechzten, war die Ablösung der CDU als Regierungspartei, und zwar zum ersten Mal seit ihrer Gründung. Niemand in BW hat sich unter solchen Umständen doch noch sonderlich für die Piraten interessiert.

Vergleicht man die Werte der Piraten in den letzten Umfragen vor dem plötzlichen Hype in Berlin mit dem Wahlergebnis in BW, dann lagen sie dort bei 4,5 Prozent, während sie in BW auf 2,1 Prozent der Stimmen kamen (in den Umfragen verbergen sie sich hingegen unter den ziemlich gleichbleibenden 5 % der "Sonstigen"). Das entspricht ziemlich genau dem Unterschied, der zwischen einem Stadtstaat und einem Flächenstaat zu erwarten war. Denn die Piraten sind ein städtischer und studentischer Trend, genauso wie früher die Grünen. In Stuttgart, Heidelberg, Freiburg, Konstanz hatten sie für BW überdurchschnittliche Ergebnisse, wenn auch immer noch unter 5 Prozent.

Aber das alles kann sich natürlich jetzt bei künftigen Wahlen ändern, auch auf Bundesebene. Beim ZDF-Politbaromenter von heute haben sie 4 Prozent bekommen - und einen eigenen Balken in der Grafik. Alleine das kann schon ausreichen, um sie bei der nächsten Umfrage vollends über die 5 Prozent zu hieven.

http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,8353610,00.html?dr=1

Was du beobachtest, ist nicht der Aufstand der Künstler, sondern die Macht der Medien. Es bestand sicherlich keine Absicht, die Piraten in Berlin "hochzuschreiben", aber dennoch ist es geschehen. Und die Chancen stehen nicht schlecht, daß der Effekt auch bei künftigen Wahlen weiterwirkt, also die Piraten von nun an ernstzunehmende Chancen auf einen Parlamentseinzug haben, wo immer sie antreten. Es sei denn, die Medien können sich dazu entschließen, sie doch wieder totzuschweigen.

Woraus wir wiederum den Schluß ziehen können, welcher der Hebel, die wir bislang nicht bewegt bekommen haben, für uns derjenige mit der besten Wirkung gewesen wäre. Ich darf gar nicht darüber nachdenken, was für eine wichtige Rolle dabei ein Scheitern des Anti-Volksentscheids in Bayern hätte spielen können. Eigentlich hätten letztes Frühjahr alle verfügbaren Kräfte mobilisiert und an dieser Stelle eingesetzt werden müssen, und das ist leider nicht geschehen.








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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #79 - 23.09.11 um 11:12:47
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Meinrad schrieb on 20.09.11 um 18:49:40:
Jetzt muss man eins noch wissen : Berlin ist ja inzwischen die europäische Künstlermetropole und hat Paris und London in dieser Hinsicht regelrecht abgehängt. Genauer gesagt, die Künstler kommen von dort sogar nach Berlin. Exakt zu der Zeit, als diese beiden Städte ihre gnadenlosen Rauchverbote erließen und diese darf man deshalb als mitverursachend für diesen früher ganz undenkbaren Rollentausch sehen.  Auch wenn es uns schwerfällt : im Vergleich zu denen ist Berlin eine Insel der Liberalität.

Künstler sind immer gut für eine Stadt : das gibt Flair und - heute natürlich viel wichtiger - Umsatz. Die Berliner wissen intern wohl ganz gut, dass das an ihrem liberalen Rauchverbot hängt, gesagt werden darf dies freilich nicht. Es kann hier unendlich viel Porzellan zerdeppert werden, wenn ein Elefant wie Künast darauf losgelassen wird. Man wird sie - schätze ich - zu bremsen wissen.

Es scheint nun so, dass die Piraten sich zumindest zum Teil aus diesem Künstlermilieu speisen, so zumindest will es dieser taz-Artikel beobachtet haben :

"Wenn Techniker auf Künstler treffen"
http://www.taz.de/!37159/

Was auch erklären würde, warum diese sagenhaften 9 Prozent zustande kamen : ein halbes Jahr zuvor in BaWü waren es nur 2,1 Prozent. Draußen im Lande dürften die Piraten auch jetzt nicht auf 9 Prozent kommen.

Jetzt kommt der Dreisatz : da in Stuttgart regiert nun Grün-Rot und es hat sich bisher kein Lüftchen in Richtung Rauchverbot geregt. Dann wird sich in Berlin schon zweimal keins regen, auch nicht mit Rot-Grün.



Überlassen wir solche Milchmädchenrechnungen doch lieber den Antis. Der Grund, warum die Piraten in Berlin auf 9 Prozent kamen, liegt doch auf der Hand, wenn man die Wochen vor der Wahl verfolgt hat:

Drei Wochen vor der Wahl hatten sie mit 4,5 Prozent in einer Umfrage auf einmal eine realistische Chance reinzukommen, und alle Medien berichteten darüber. In der nächsten Umfrage lagen sie bei 6,5 Prozent. Nun wurden die Berichte noch mehr und noch aufgeregter, und in der letzten Umfrage vor der Wahl lagen sie bei 9 Prozent.

Der Zusammenhang zwischen der Möglichkeit, seine Stimme einer "sonstigen" Partei zu geben, ohne sie damit zu verschenken, ist doch mit Händen zu greifen.

Das alles gab's in BW nicht, dort waren die Piraten vielmehr in keiner einzigen Umfrage auch nur separat ausgewiesen, sondern sie bildeten darin ungenannt einen Teil der "Sonstigen". Darüber hinaus wurde die BW-Wahl zur Schicksalwahl um S21 erklärt, und die Sensation, nach der die Leute lechzten, war die Ablösung der CDU als Regierungspartei, und zwar zum ersten Mal seit ihrer Gründung. Niemand in BW hat sich unter solchen Umständen doch noch sonderlich für die Piraten interessiert.

Vergleicht man die Werte der Piraten in den letzten Umfragen vor dem plötzlichen Hype in Berlin mit dem Wahlergebnis in BW, dann lagen sie dort bei 4,5 Prozent, während sie in BW auf 2,1 Prozent der Stimmen kamen (in den Umfragen verbergen sie sich hingegen unter den ziemlich gleichbleibenden 5 % der "Sonstigen"). Das entspricht ziemlich genau dem Unterschied, der zwischen einem Stadtstaat und einem Flächenstaat zu erwarten war. Denn die Piraten sind ein städtischer und studentischer Trend, genauso wie früher die Grünen. In Stuttgart, Heidelberg, Freiburg, Konstanz hatten sie für BW überdurchschnittliche Ergebnisse, wenn auch immer noch unter 5 Prozent.

Aber das alles kann sich natürlich jetzt bei künftigen Wahlen ändern, auch auf Bundesebene. Beim ZDF-Politbaromenter von heute haben sie 4 Prozent bekommen - und einen eigenen Balken in der Grafik. Alleine das kann schon ausreichen, um sie bei der nächsten Umfrage vollends über die 5 Prozent zu hieven.

http://politbarometer.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,8353610,00.html?dr=1

Was du beobachtest, ist nicht der Aufstand der Künstler, sondern die Macht der Medien. Es bestand sicherlich keine Absicht, die Piraten in Berlin "hochzuschreiben", aber dennoch ist es geschehen. Und die Chancen stehen nicht schlecht, daß der Effekt auch bei künftigen Wahlen weiterwirkt, also die Piraten von nun an ernstzunehmende Chancen auf einen Parlamentseinzug haben, wo immer sie antreten. Es sei denn, die Medien können sich dazu entschließen, sie doch wieder totzuschweigen.

Woraus wir wiederum den Schluß ziehen können, welcher der Hebel, die wir bislang nicht bewegt bekommen haben, für uns derjenige mit der besten Wirkung gewesen wäre. Ich darf gar nicht darüber nachdenken, was für eine wichtige Rolle dabei ein Scheitern des Anti-Volksentscheids in Bayern hätte spielen können. Eigentlich hätten letztes Frühjahr alle verfügbaren Kräfte mobilisiert und an dieser Stelle eingesetzt werden müssen, und das ist leider nicht geschehen.
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #78 - 23.09.11 um 06:39:27
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Piratenpartei gewinne in Berlin

dazu

Anne Will

Abgeordneter der Piraten kanzelt Bärbel Höhn ab

LOL

http://daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill3141.html
  
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Meinrad
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #77 - 20.09.11 um 18:49:40
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Jetzt muss man eins noch wissen : Berlin ist ja inzwischen die europäische Künstlermetropole und hat Paris und London in dieser Hinsicht regelrecht abgehängt. Genauer gesagt, die Künstler kommen von dort sogar nach Berlin. Exakt zu der Zeit, als diese beiden Städte ihre gnadenlosen Rauchverbote erließen und diese darf man deshalb als mitverursachend für diesen früher ganz undenkbaren Rollentausch sehen.  Auch wenn es uns schwerfällt : im Vergleich zu denen ist Berlin eine Insel der Liberalität.

Künstler sind immer gut für eine Stadt : das gibt Flair und - heute natürlich viel wichtiger - Umsatz. Die Berliner wissen intern wohl ganz gut, dass das an ihrem liberalen Rauchverbot hängt, gesagt werden darf dies freilich nicht. Es kann hier unendlich viel Porzellan zerdeppert werden, wenn ein Elefant wie Künast darauf losgelassen wird. Man wird sie - schätze ich - zu bremsen wissen.

Es scheint nun so, dass die Piraten sich zumindest zum Teil aus diesem Künstlermilieu speisen, so zumindest will es dieser taz-Artikel beobachtet haben :

"Wenn Techniker auf Künstler treffen"
http://www.taz.de/!37159/

Was auch erklären würde, warum diese sagenhaften 9 Prozent zustande kamen : ein halbes Jahr zuvor in BaWü waren es nur 2,1 Prozent. Draußen im Lande dürften die Piraten auch jetzt nicht auf 9 Prozent kommen.

Jetzt kommt der Dreisatz : da in Stuttgart regiert nun Grün-Rot und es hat sich bisher kein Lüftchen in Richtung Rauchverbot geregt. Dann wird sich in Berlin schon zweimal keins regen, auch nicht mit Rot-Grün.

  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #76 - 20.09.11 um 17:13:16
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eine kleine pikanterie am rande der berliner wahl. die wahlbeteiliung lag in diesem jahr höher als beim letzten mal. 60,2% im vergleich zu 58,x% im jahr 2006.

die differenz beträgt an die 1,8%.

da könnte man auf die idee kommen, das extra leute zur wahl gegangen sind, um die FDP abzuwählen.

  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #75 - 20.09.11 um 07:04:29
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Quote:
Natürlich haben die Antis auch versucht, die Diskussionsbereiche der Piraten mit ihrer Propaganda zu überschwemmen. Allerdings haben, zumindest sehe ich das so, die Piraten erkannt, dass da zwar lautstark unter verschiedenen Pseudonymen von immer den Gleichen Stimmung gemacht wird. Dass das aber in Wirklichkeit immer wieder ein paar Missionare sind und in keinem Fall eine Mehrheit

Ich stimme dir in vollem Umfang zu! Die Weltverbesserer wollten auch dort tritt fassen, was ihnen aber keinesfalls gelungen ist!
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #74 - 20.09.11 um 01:45:12
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Natürlich haben die Antis auch versucht, die Diskussionsbereiche der Piraten mit ihrer Propaganda zu überschwemmen. Allerdings haben, zumindest sehe ich das so, die Piraten erkannt, dass da zwar lautstark unter verschiedenen Pseudonymen von immer den Gleichen Stimmung gemacht wird. Dass das aber in Wirklichkeit immer wieder ein paar Missionare sind und in keinem Fall eine Mehrheit.

Hier sind die Piraten weiter als andere politische Parteien, die immer noch glauben, der Massen-Spam, der von ein paar Antiraucherlobbyisten immer wieder losgetreten wird, sei die Mehrheit der Bevölkerung. Da zeichnet es sich aus, wenn man Kompetenz in Sachen Internet hat.

Ob das in Berlin mit den Piraten ein Anfang war oder nur ein Strohfeuer von Unzufriedenen, wird die Zukunft zeigen und vor allem wie sich die Piraten zu anderen Themen stellen. Vor allem, ob sie sich zu den selben spießbürgerlichen Verbotsfetischisten wandeln wie die Grünen das getan haben.
  

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.
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magnitubel
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #73 - 19.09.11 um 22:34:37
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Martella schrieb on 19.09.11 um 19:31:21:
magnitubel schrieb on 19.09.11 um 09:25:36:
Auch wenn sich die Piraten in ihrem WP nicht explizit zum "Nichtraucherschutz" äussern, immerhin lassen solche Beobachtungen Rückschlüsse auf ihren Standpunkt zum Thema zu:

Deine Blauäugigkeit ist beeindruckend. Du hast offenbar keine Piraten-Twitter oder Foren vor und nach dem bayrischen Volksentscheid gelesen. Die meisten Piraten sind Befürworter des staatlichen Rundumschutzes (siehe Forderung nach Grundeinkommen). Nicht so sehr die Mandatare, da scheint es ganz vernünftige zu geben, sondern das Fußvolk.

Die Piraten sind einfach Grüne, die sich im Netz bei urheberrechtsgeschützten Inhalten frei bedienen wollen. Moderne Grüne, wohlgemerkt, nicht die häkelnden Kiffer der 80er.


Danke für das Kompliment, leider bin ich eher blau/grau-äugig... Zwinkernd
Im Ernst, nein ich lese tatsächlich nicht im Piratenforum und zwitschern tu ich auch nicht.
Aber eines dürfte auch Dir klar sein:
Internetforen etc. sind eine Sache, das reale Leben draussen oftmals eine andere.
Und natürlich lässt sich aufgrund einer verrauchten Kneipe nicht gleich die politische Position der Piraten zum Thema ableiten.
Trotzdem, welche der s.g. Etablierten würde es in der heutigen Zeit noch wagen, bei so einem medial verfolgten Ereignis wie der Berlinwahl eine Location als Wahlparty-Ort zu wählen, in welcher geraucht werden darf (und davon auch noch Gebrauch machen)?
Ich finde das zumindest bemerkenswert.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #72 - 19.09.11 um 20:43:35
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Die Diskussion zu Rauchverboten im forum der piratenpartei wurde hauptsächlich von Nichtmitgliedern geführt.  Der Raucheranteil bei den Piraten ist aufgrund der Mitgliederstruktur überdurchschnittlich.

Eine Prohibitionspolitik nach Vorbild der Grünen ist mit der Piratenpartei sicher nicht zu machen.

(bin aber voreingenommen da Mitglied bei den Piraten)
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #71 - 19.09.11 um 19:31:21
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magnitubel schrieb on 19.09.11 um 09:25:36:
Auch wenn sich die Piraten in ihrem WP nicht explizit zum "Nichtraucherschutz" äussern, immerhin lassen solche Beobachtungen Rückschlüsse auf ihren Standpunkt zum Thema zu:

Deine Blauäugigkeit ist beeindruckend. Du hast offenbar keine Piraten-Twitter oder Foren vor und nach dem bayrischen Volksentscheid gelesen. Die meisten Piraten sind Befürworter des staatlichen Rundumschutzes (siehe Forderung nach Grundeinkommen). Nicht so sehr die Mandatare, da scheint es ganz vernünftige zu geben, sondern das Fußvolk.

Die Piraten sind einfach Grüne, die sich im Netz bei urheberrechtsgeschützten Inhalten frei bedienen wollen. Moderne Grüne, wohlgemerkt, nicht die häkelnden Kiffer der 80er.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #70 - 19.09.11 um 14:34:36
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Den Piraten brockt das Wahlergebnis schon rein formal einige Probleme ein:

1. Mit ihren 15 Sitzen ist ihre gesamte Landesliste aufgebraucht. Für jeden Piraten, der in den kommenden fünf Jahren sein  Mandat aus beruflichen, privaten oder politischen Gründen niederlegt, kann niemand ins Abgeordnetenhaus nachrücken. Was immerhin Steuergeld sparen würde - hätten alle Nichtwähler Piraten gewählt, bestünde das Abgeordnetenhaus künftig aus vielen Dutzend weniger Abgeordneten...

2. Die Piraten sind gestern in alle der 12 Berliner Bezirksverordnetenversammlungen (BVVen, entsprechen dem Stadtrat einer mittleren Großstadt) in Fraktionsstärke einzogen. Aber: Vier der BVV-Listen der Piraten sind ebenfalls bereits (mehr als) erschöpft. Mindestens in einer BVV, vermutlich in mehreren, konnte ein Sitz gar nicht erst besetzt werden - Liste zu kurz.

3. Ferner sind Doppelmandate im Abgeordnetenhaus und in einer BVV nicht möglich. Und 13 von 15 angehenden piratischen Abgeordneten sind in eine der BVVen gewählt worden, einer ist erster Nachrücker. Wenn diese 14 alle aus politischen Gründen die Landesebene und/oder aus finanziellen Gründen das hauptamtliche Mandat präferieren sollten, werden auf Anhieb 5 kommunale Sitze leerbleiben müssen. Was im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg dazu führen würde, dass die Piraten ihren Sitz im Bezirksamt (dem 5köpfigen hauptamtlichen Verwaltungsvorstand aus Bezirksbürgermeister und Dezernenten), der ihnen nach Wahlergebnis (nur im diesem Bezirk) eigentlich zustünde, nicht mehr beanspruchen könnten.
Siehe für letztgenannten Fall:
http://www.bz-berlin.de/berlin-wahl-2011/piraten-sind-in-der-zwickmuehle-article...
http://www.berlinerumschau.com/news.php?id=30960&title=Piraten+m%FCssen+entschei...

Ergänzung: Offenbar haben die Piraten in einer BVV einen Sitz nicht besetzen können, in einer weiteren 2 und in einer dritten mindestens einen.
« Zuletzt geändert: 19.09.11 um 17:02:29 von ChristophL »  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #69 - 19.09.11 um 14:10:18
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Schade, dass es vermutlich Rot-Grün geben wird, aber um mich selbst sinngemäß zu zitieren: Das war zu erwarten. Leider kann ich mir nur zu gut vorstellen, dass sich Wowis Sozis gerade bei sanitaristischen Themen von den Grünen am Nasenring ziehen lassen, während diese wiederum bei anderen Themen Federn lassen (etwa Verkehrsprojekte).
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #68 - 19.09.11 um 10:02:10
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Die hauchdünne Mehrheit von einer Stimme für Rot-Grün ist leider erhalten geblieben. Schade. Aber vielleicht wird die Sache der SPD auf diese Weise ja doch zu wackelig? Auch der bundesweite Abwärtstrend der Grünen wird ihr nicht entgangen sein, das könnte bei Koalitionserwägungen auch eine Rolle spielen.

Nachträgliche Korrektur: Gerade sehe ich, daß es, vermutlich durch Überhangmandate, jetzt doch drei Stimmen "über den Durst" für Rot-Grün gibt. Die Sitzverteilung hatte ich mir nicht mehr angesehen, nur die Stimmenverteilung. Ärgerlich

Randnotiz zur ÖDP: Sie erhielt sage und schreibe 1.932 Stimmen und damit weniger als folgende der nicht im Parlament vertretenen unter den angetretenen Parteien:

- NPD 31.243
- FDP 26.916
- Tierschutzpartei 21.612
- pro Deutschland 17.829
- Die Freiheit 14.019
- Die PARTEI 12.846
- BIG 8.008
- DKP 3.614
- Konservative 2.334

Gesamtzahl der Wähler: 1.460.012
davon haben Piraten gewählt: 129.795

« Zuletzt geändert: 19.09.11 um 10:23:24 von xila »  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #67 - 19.09.11 um 09:25:36
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Auch wenn sich die Piraten in ihrem WP nicht explizit zum "Nichtraucherschutz" äussern, immerhin lassen solche Beobachtungen Rückschlüsse auf ihren Standpunkt zum Thema zu:

Quote:
Piratenpartei-Wahlparty: Im "Ritter Butzke" wird die rauchgeschwängerte Luft immer dicker, jetzt ist das Samstagabend-Gefühl perfekt. In einem Raum läuft immer noch Wahlfernsehen, aber nebenan zappeln die jungen Piraten-Anhänger längst zu Elektro-Klängen herum.


  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #66 - 18.09.11 um 19:24:19
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Nur zum Vergleich, gegen was für eine Entwicklung die Grünen in Berlin eigentlich hätten anstinken müssen: Im Wahlkreis Stuttgart I, auch so eine traditionelle Grünen-Hochburg, kamen die Grünen bei der Landtagswahl im Frühjahr auf 42,5 Prozent (nach 23,6 Prozent bei der Wahl 2006). Im Stadtbezirk Mitte, dem grünsten Teil des Wahlkreises, waren es 45,5 Prozent. In allen ihren Hochburgen haben die Grünen in BW deutlichst hinzugewonnen. Ihr schlechtestes Ergebnis im Stuttgarter Stadtgebiet lag im Randortsteil Mühlhausen bei 23,4 Prozent. Baden-Württemberg-weit betrachtet war ihr schlechtestes Ergebnis im Neckar-Odenwald-Kreis (tiefste Provinz, so was gibt's in Berlin überhaupt nicht) mit 14,6 Prozent.



« Zuletzt geändert: 18.09.11 um 19:25:36 von xila »  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #65 - 18.09.11 um 19:13:25
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...scheinbar doch nicht so easy für die Grünen. Anfänglich Ziel OB und jetzt......
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #64 - 18.09.11 um 19:07:09
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Das wird superknapp für Rot-Grün. Bei der letzten ARD-Hochrechnung hatten sie nur noch eine Stimme Mehrheit. Aber bei der Auszählung der Landeswahlleiterin (Auszählungsstand: 88,6 % der Stimmen) liegt die SPD inzwischen nicht mehr wie bei der ARD bei 28,6, sondern nur noch bei 28,2 Prozent. Die Grünen liegen mit 17,6 einen Zehntelprozentpunkt höher als bei der ARD, also zusammengerechnet ein Minus von 0,3 gegenüber der letzten ARD-Hochrechnung.

Im Trendsetterbezirk Friedrichshain-Kreuzberg kamen die Piraten fast auf 15 Prozent und die Grünen auf knapp über 30. Dabei ist sehr auffallend, daß die Stimmenzuwächse der Grünen gerade hier weit unterdurchschnittlich ausgefallen sind.
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #63 - 18.09.11 um 16:33:38
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Claudia Roth in Höchstform, als sie etwas zu den Piraten sagen sollte.

"Willkommen an Bord, liebe Piraten - Piratinnen gibt es ja nicht so viele, also "liebe Piraten ..."

Ich nehme mit Interesse zur Kenntnis, daß eine sprachlich vor Diskriminierung zu schützende Minderheit plötzlich nicht mehr schützenswert ist, wenn es sich nur um eine kleine Minderheit handelt.

und

"Wir müssen unser Bürgerrechtsprofil schärfen."

Aha. Man ahnt also, warum die Wähler davonlaufen.

18 Prozent, bestes Ergebnis aller Zeiten, sind für die Grünen dennoch eine Riesenblamage.

  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #62 - 18.09.11 um 16:09:21
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Grüne 18, CDU 23,5, SPD 29,5, FDP 2, Piraten 8,5, Linke 11,5
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #61 - 18.09.11 um 16:05:13
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ARD: 8,5 Prozent für die Piraten. ZDF: 9 Prozent!
« Zuletzt geändert: 18.09.11 um 16:07:06 von xila »  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #60 - 18.09.11 um 15:23:21
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Wahlbeteiligung bis 16 Uhr unter 50 Prozent.....so wird das nix Hr. Wowereit. Vielleicht aber ein bunter Blumenstrauss.....in ca. 35 Minuten wissen wir mehr.
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #59 - 18.09.11 um 14:30:01
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Quote:
Wowereit sagte: "Die Leute sollen wählen gehen, damit die Kleinen nicht so viel Macht bekommen."


http://www.rbb-online.de/themen/dossiers/berlin_wahl_2011/wahl/aktuell/berlin_wa...
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #58 - 17.09.11 um 21:32:45
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Meinrad schrieb on 17.09.11 um 19:03:41:
Nun aber, fünf Jahre danach, das exakte Gegenteil : da regiert in BaWü nun schon ein Vierteljahr grün-rot und es ist nicht ein einziges Mal ein Wort zum Thema Rauchverbot an die Öffentlichkeit gedrungen.


Nur Geduld. In NRW hat es ja auch ein bisschen gedauert, bis die grünen Antis die SPD so weit hatten.

Meinrad schrieb on 17.09.11 um 19:03:41:
jetzt ist ihnen dieses Thema peinlich. 


Schön wäre es. Aber die Tabakkontrolle schreitet voran und ihre Methoden werden immer offensichtlicher auf andere Bereiche angewandt, s. Alkohol.

  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #57 - 17.09.11 um 19:03:41
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Berlin-Mindplayer schrieb on 04.09.11 um 09:46:22:
...an dieser Stelle sei nochmal an den Berliner Arzt Dr. Jörg Gölz erinnert, der in der Funktion des Präsident der deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin vor Jahren einen bemerkenswerten Artikel zu dem Thema im SH-Ärzteblatt veröffentlicht hat.....
http://www.aeksh.de/download/SHAE_20060835_werden_jetzt_die_raucher_stigmatisier...



Habe diesen bemerkenswerten Artikel erst jetzt gelesen. Zitat :

Quote:
Inzwischen, so die Erfahrung des Berliner Arztes, sagen selbst Politiker, sie könnten nur noch Stimmen gewinnen, wenn sie gegen das Rauchen losziehen - jenseits aller Vernunft


Ja, damals - 2006 - war das so, man konnte den Eindruck gewinnen, es gäbe kein anderes Thema. Nun aber, fünf Jahre danach, das exakte Gegenteil : da regiert in BaWü nun schon ein Vierteljahr grün-rot und es ist nicht ein einziges Mal ein Wort zum Thema Rauchverbot an die Öffentlichkeit gedrungen. Was ja den Betreffenden inzwischen selbst auffallen müsste : entweder ist das Thema astronomisch wichtig, wie 2006 oder es ist gänzlich unwichtig wie 2011. Aber kein Wort dazu, auch kein Versuch zur Erklärung dieser Schizophrenie.

Es ist so gelaufen, wie ich mir das dachte : sie haben inzwischen bemerkt, dass sie einer von außen gesteuerten Massenhysterie aufgesessen sind und jetzt ist ihnen dieses Thema peinlich. Intern dürften alle Parteien inzwischen zu  Einschätzungen gekommen sein, die sehr nahe an unserer Sicht der Dinge liegen (überdies liest man uns !). Aber das darf nicht gesagt werden. Wir haben uns ködern lassen und sind darauf hereingefallen - wir haben Mist gebaut. Solche Worte wird man vom politischen Personal wohl nie zu hören bekommen.

Eben drum sind die Piraten in dieser Sache ein Hoffnungsschimmer. Sie haben keinen Mist gebaut, weil sie damals wegen Nichtexistenz dazu nicht in der Lage waren. Sie haben das alles nur vorgefunden und müssen sich bei der Kommentierung keinerlei Zwang antun.

Da könnte was kommen.



 
« Zuletzt geändert: 17.09.11 um 19:05:52 von Meinrad »  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #56 - 16.09.11 um 06:43:41
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Tegel schrieb on 16.09.11 um 05:36:51:
....Die Gewinne der Piraten gehen offenbar zulasten der Grünen, die nur noch auf 18 Prozent (minus 4) kommen. ( DIE WELT ) ...

Bin mal sehr gespannt, wie die Medien den Erfolg
" verarbeiten ". Insbesondere LOCUS,Stern und Spiegel. Würde mich nicht verwundern, wenn hier in den Redaktionen nicht schon die  " Messer gewetzt " sind.


Je hälftig zu Lasten der Grünen und der Sonstigen. Beides ist gut, siehe Christophs Ausführungen über die Rolle der Sonstigen, die an der Fünfprozenthürde scheitern, auf die Sitzverteilung bei eigentlich relativ niedrigem Stimmenanteil. Zwinkernd

  

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Tegel
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #55 - 16.09.11 um 05:36:51
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....Die Gewinne der Piraten gehen offenbar zulasten der Grünen, die nur noch auf 18 Prozent (minus 4) kommen. ( DIE WELT ) ...

Bin mal sehr gespannt, wie die Medien den Erfolg
" verarbeiten ". Insbesondere LOCUS,Stern und Spiegel. Würde mich nicht verwundern, wenn hier in den Redaktionen nicht schon die  " Messer gewetzt " sind.
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #54 - 15.09.11 um 19:24:59
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Mich freut besonders, das die Piratenpartei laut dieser Umfrage im Osten von Berlich mit 12% zu den Grünen mit ebenfalls 12% gleichgezogen hat und der grüne Höhenflug einen Dämfer erhällt.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #53 - 15.09.11 um 19:16:52
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Nächste Ausgabe von "Betrifft Berlin" im Berliner Radio und als Livestream im Internet am
17.09.2011, 17 bis 18 Uhr

Quote:
24 Stunden vor der Wahl – jetzt geht’s los!
Zieht ein Schiff* ins Abegordnetenhaus ein? (*”Piratenschiff”)
weitere Themen in Kürze


Plus von den Machern dieser Sendung (evtl. anderswo im Berliner Bürgerfunk-Radio): Livestream am Wahlabend wohl von der Piraten-Wahlparty.

http://www.betrifft-berlin.de/
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #52 - 15.09.11 um 19:06:44
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Ich weiß, daß es nur eine einzelne Umfrage ist. Aber trotzdem erlaube ich mir, mich zur Feier des Tages selbst zu zitieren.

xila schrieb on 11.09.11 um 12:36:55:
Angenommen, die Piraten liegen am Ende sogar bei knapp unter 10 %? Unmöglich ist das nicht. Medienberichte haben sie in den Umfragen von 4,5 auf 6,5 Prozent hochkatapultiert, und das hat noch mehr Medienaufregung hervorgerufen, die noch einmal eine Wirkung derselben Größenordnung (oder sogar noch größer) erzeugen kann. 


Was mich darauf gebracht hat, sind daneben all die "Rechtspopulisten", die in anderen europäischen Ländern in den letzten Monaten "überraschend" hohe Stimmenanteile bekommen haben (Finnland, Schottland, auch die Niederlande). Auch wenn das auf den ersten Blick nicht zu den Piraten zu passen scheint, es hat dieselbe Wurzel.

Daß ich am Sonntagabend ab 18 Uhr die Wahlsendung im Livestream verfolgen werde, ist schon sicher.
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #51 - 15.09.11 um 18:59:26
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Bemerkenswert. Die Piraten könnten elektoral zu einem Sammelbecken der Unzufriedenen werden...
Aber Vorsicht, es ist bisher nur einziges Umfrageergebnis, auf das du dich beziehst.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #50 - 15.09.11 um 18:52:37
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Wow. Mehr fällt mir dazu nicht ein.

http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #49 - 14.09.11 um 06:59:37
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ChristophL schrieb on 13.09.11 um 20:10:45:
xila schrieb on 13.09.11 um 15:29:04:
Nein, hat es nicht. Keine einzige im Abgeordnetenhaus vertretene Partei hat mehr Stimmen bekommen als nach den letzten Umfrage vor der Wahl, sondern jede einzelne von ihnen weniger. Jetzt glaub's mir halt, oder lies es von mir aus selbst nach, anstatt mir einfach ins Blaue hinein zu widersprechen: http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm


Da haben wir uns einfach missverstanden. Ich sprach davon, dass die Abweichungen zwischen Umfragen und Wahlergebnis keinen nennenswerten Einfluss auf die Mandatsverteilung und auf das Verhältnis der Resultate der ins AbgH gewählten Parteien hatten. Keinen Zweifel daran, dass die Summe dieser Abweichungen einen Boost bei den Sonstigen bewirkt hat.


Prima, dann sind wir uns ja ausnahmsweise doch mal einig geworden. Smiley

Was mich interessiert, ist, was diese Schwankungen über die Wähler aussagen. Und daß sie was bedeuten, erkennt man m.E. daran, daß die Sonstigen auch NACH der Wahl plötzlich so viel höhere Umfragewerte hatten als vorher. Ich interpretiere das so, daß relativ viele Wähler von dem jeweils ausgewählten (und wenig verlockenden) Kompromiß auf der Zielgeraden doch noch abgekommen sind.

Piraten und Sonstige haben ja diesmal schon vor der Wahl zusammengenommen ungefähr so hohe Stimmenanteile wie seinerzeit die Sonstigen erst bei der Wahl selbst. Zuvor waren die Werte der Sonstigen aber in ALLEN Umfragen deutlich niedriger gewesen als bei der Wahl selbst, das ging nur bis maximal 10 %.

Jetzt frag ich mich bloß: Was werden nun, da mit den Piraten plötzlich eine Partei zur Verfügung steht, mit der man seine Stimme nicht einfach "verschenkt", die Wähler eigentlich machen, die bei der letzten Wahl - so wie ich bei der Landtagswahl BW - mit zusammengebissenen Zähnen bei ihrem Kompromiß geblieben sind? Ich warte mit großer Spannung auf den Sonntagabend.

Quote:
xila schrieb on 13.09.11 um 15:29:04:
Die Avantgarde sind aber wohl eher die Städte. In allen Stadtstaaten gibt es, glaube ich, dieses Phänomen, daß neue Parteien eher als in Flächenstaaten die 5% knacken. Erinnerst du dich noch an die Schill-Partei? 


Hamburg in allererster Linie. Ich erinnere mich sogar noch an die Statt-Partei... Bei Bremen spielt das Wahlsystem mit der eigenen 5-Prozent-Hürde für Bremerhaven eine Rolle, aber die hatten auch mal landesweit genug Stimmen für AFB. Berlin war das erste Bundesland (und eines der wenigen überhaupt), in dem die REPs ins Landesparlament gezogen sind. Das spricht (mit Einschränkungen) für deine These. Die AbgH-Wahlen Berlin 06 haben sich jedoch dadurch ausgezeichnet, dass eben keine neue Partei ernsthafte Chancen hatte, sondern man bewusst trotzdem massenhaft solche Parteien gewählt hat.


Ich habe die Wahlen damals nicht verfolgt, aber es gab, wenn ich die Umfragewerte richtig deute, wohl einfach keine Partei, die ernsthafte Chancen hatte, die 5 % zu knacken. Das schreckt immer ein bißchen ab. Ich gestehe, es hat mich auch vor drei Wochen schon etwas überrascht, daß die Piraten dieser Grenze in Berlin so nahe gekommen sind. Aber es war mir auch klar, daß die Berichte darüber eine Sogwirkung haben werden, erstaunt bin ich nur, wie stark dieser Sog geworden ist. In Städten haben die Piraten schon bei allen früheren Wahlen, bei denen sie angetreten sind, überdurchschnittlich abgeschnitten, aber das lag immer im Bereich zwischen 2 und 3 Prozent.

Quote:
Tegel schrieb on 13.09.11 um 18:45:40:
Danke für den Beitrag ! Würde mich freuen, wenn sie auch bei einem Wahlerfolg diese " schnörkellose " Art beibehalten. Mal unabhängig von den Zielen und Vorstellungen der Piraten.....vielleicht ist es ja gerade diese Ausdrucksform was sie z.Zt. so beliebt macht ? 


Die Piraten sind - wie die Grünen der 80er - eine Partei für eine bestimmte Klientel, aus der sie graswurzelmäßig entstanden sind, und der die Parteifunktionäre und -kandidaten selbst angehören, was sie authentisch macht. Und: bei aller Ausbreitung linker Vorstellungen dort sind das keine klassischen Linken mit Schubladen-Denken - was sie interessanter macht. Man darf gespannt sein.


Ich hab gestern auch kurz in dieses Interview reingeschaut und war sehr angetan, nicht nur von der Atmosphäre, sondern auch von den Inhalten. Aber besonders wichtig ist, daß die Art, wie sie sich präsentieren, wirklich ein ganz anderes Gefühl vermittelt als Parteiauftritte normaler Parteien. Da merkt man erst so richtig, wie sehr die Grünen heute nur noch von dem Image zehren, so zu sein, wie es jetzt die Piraten sind.

  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #48 - 13.09.11 um 20:10:45
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xila schrieb on 13.09.11 um 15:29:04:
Nein, hat es nicht. Keine einzige im Abgeordnetenhaus vertretene Partei hat mehr Stimmen bekommen als nach den letzten Umfrage vor der Wahl, sondern jede einzelne von ihnen weniger. Jetzt glaub's mir halt, oder lies es von mir aus selbst nach, anstatt mir einfach ins Blaue hinein zu widersprechen: http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm


Da haben wir uns einfach missverstanden. Ich sprach davon, dass die Abweichungen zwischen Umfragen und Wahlergebnis keinen nennenswerten Einfluss auf die Mandatsverteilung und auf das Verhältnis der Resultate der ins AbgH gewählten Parteien hatten. Keinen Zweifel daran, dass die Summe dieser Abweichungen einen Boost bei den Sonstigen bewirkt hat.


xila schrieb on 13.09.11 um 15:29:04:
Die Avantgarde sind aber wohl eher die Städte. In allen Stadtstaaten gibt es, glaube ich, dieses Phänomen, daß neue Parteien eher als in Flächenstaaten die 5% knacken. Erinnerst du dich noch an die Schill-Partei? 


Hamburg in allererster Linie. Ich erinnere mich sogar noch an die Statt-Partei... Bei Bremen spielt das Wahlsystem mit der eigenen 5-Prozent-Hürde für Bremerhaven eine Rolle, aber die hatten auch mal landesweit genug Stimmen für AFB. Berlin war das erste Bundesland (und eines der wenigen überhaupt), in dem die REPs ins Landesparlament gezogen sind. Das spricht (mit Einschränkungen) für deine These. Die AbgH-Wahlen Berlin 06 haben sich jedoch dadurch ausgezeichnet, dass eben keine neue Partei ernsthafte Chancen hatte, sondern man bewusst trotzdem massenhaft solche Parteien gewählt hat.

Tegel schrieb on 13.09.11 um 18:45:40:
Danke für den Beitrag ! Würde mich freuen, wenn sie auch bei einem Wahlerfolg diese " schnörkellose " Art beibehalten. Mal unabhängig von den Zielen und Vorstellungen der Piraten.....vielleicht ist es ja gerade diese Ausdrucksform was sie z.Zt. so beliebt macht ? 


Die Piraten sind - wie die Grünen der 80er - eine Partei für eine bestimmte Klientel, aus der sie graswurzelmäßig entstanden sind, und der die Parteifunktionäre und -kandidaten selbst angehören, was sie authentisch macht. Und: bei aller Ausbreitung linker Vorstellungen dort sind das keine klassischen Linken mit Schubladen-Denken - was sie interessanter macht. Man darf gespannt sein.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #47 - 13.09.11 um 18:45:40
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Danke für den Beitrag ! Würde mich freuen, wenn sie auch bei einem Wahlerfolg diese " schnörkellose " Art beibehalten. Mal unabhängig von den Zielen und Vorstellungen der Piraten.....vielleicht ist es ja gerade diese Ausdrucksform was sie z.Zt. so beliebt macht ?
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #46 - 13.09.11 um 17:47:10
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Hab gerade in den täglichen livestrem der Piratenpartei (www.piratorama.de) zur Berlinwahl reingeschaut. Lief ein Interview mit dem Kandidaten Pavel Meyer.

In der Sendung haben sowohl der Interviewer als auch der Gast gemütlich ihre Zigaretten geraucht.

Wirkt gleich viel gemütlicher.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #45 - 13.09.11 um 15:51:20
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xila schrieb on 13.09.11 um 15:29:04:
ChristophL schrieb on 13.09.11 um 15:01:28:
xila schrieb on 13.09.11 um 13:20:20:
Je einzelner Partei waren die Abweichungen relativ gering, aber es ging halt bei allen Parteien in dieselbe Richtung. Das summierte sich schon.


Es hat sich eher ausgeglichen zwischen Regierung und Opposition, lediglich die Linkspartei war ein Ausreißer.


Nein, hat es nicht. Keine einzige im Abgeordnetenhaus vertretene Partei hat mehr Stimmen bekommen als nach den letzten Umfrage vor der Wahl, sondern jede einzelne von ihnen weniger. Jetzt glaub's mir halt, oder lies es von mir aus selbst nach, anstatt mir einfach ins Blaue hinein zu widersprechen: http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm

Quote:
xila schrieb on 13.09.11 um 13:20:20:
Ich ahne, wie schwierig die Wahlentscheidung für viele gewesen ist (vor allem, weil ich das Problem ja auch schon hatte): mit Bauchschmerzen noch einmal CDUSPDGrüneLinksparteiFDP, oder die Stimme verschenken? 


Obwohl du keine Berlinerin bist. Denn das ist ja interessant: Die Sonstige-Ergebnisse in Berlin sind offenbar höher als anderswo. Die Hauptstadt als Avantgarde?


Wenn jede einzelne im Abgeordnetenhaus vertretene Partei am Wahltag schlechter dasteht als nach der letzten Umfrage, während sich der Stimmenanteil der Sonstigen im Vergleich zur selben Umfrage in etwa verdoppelt hat, ist der Grund dafür ja auch von ferne nicht besonders schwierig zu deuten.

Zumal, wenn man das alles schon selbst hinter sich hat. Ich habe das letzte Mal CDU gewählt, aber ich habe vor der Wahl beim Anblick jedes Wahlplakats eine Wut bekommen, und die Anzeigen in der Zeitung habe ich jeden Morgen zur Erheiterung meines nichtwählenden Freunds angefaucht: "Erinnert mich bloß nicht zu oft daran, ihr [Selbstzensur], sonst überleg' ich's mir doch noch anders."

Am Wahlabend kam mein Sohn zu mir ins Zimmer und sagte:
"Ich hab CDU gewählt. Komisches Gefühl."
Mein Sohn hat eine Stimme für Stuttgart 21 und gegen Grün abgegeben. Obwohl er den Mappus verabscheut. Gegen Grün ist er übrigens von ganz alleine. Ich habe damit nichts zu tun.
Daß es ein komisches Gefühl war, CDU gewählt zu haben, konnte ich bestätigen.
"Aber beinahe hätte ich mein Kreuz doch ganz unten gemacht, bei diesem komischen Diplom-Ingenieur."
Das war ein Einzelbewerber gewesen. Ich las seinen Namen auf dem Stimmzettel zum ersten Mal. Der Kerl war aus Heilbronn. Wieso um alles in der Welt läßt sich ein Heilbronner in Stuttgart als Einzelbewerber aufstellen?
Aber ich gestehe, mir ging's genauso wie meinem Sohn. Mir hat der Bleistift kurz in den Fingern gezuckt. Bloß, ein Kreuzchen bei dem war ungeeignet, um Grün-Rot zu verhindern.
Wählen enthält immer Kompromisse, und das letzte Mal, daß ich meine Stimme ohne jeden Vorbehalt abgegeben habe, war 1998. Aber in den letzten Jahren wird es wirklich immer mühsamer, sich zu irgendeiner Wahlentscheidung durchzuringen, und ich bin immer häufiger wochenlang vor und nach meiner Stimmabgabe ziemlich gereizt.
Ich plädiere dafür, das "korsische" Wahlsystem frei nach Asterix einzuführen: Nach der Stimmabgabe werden die Wahlurnen im Meer versenkt, und die Spitzenkandidaten kämpfen die Sache aus. Viel schlechter kann das Ergebnis auf diese Weise auch nicht ausfallen.

Die Avantgarde sind aber wohl eher die Städte. In allen Stadtstaaten gibt es, glaube ich, dieses Phänomen, daß neue Parteien eher als in Flächenstaaten die 5% knacken. Erinnerst du dich noch an die Schill-Partei?







Bei der letzten Landtagswahl in BW habe ich zum ersten Mal in meinem Leben FDP gewählt.

Weil ich den Prohibitionisten Mappus nicht ausstehen kann und weil ich Rot - Grün verhindern wollte.

Letzteres hat leider nicht geklappt.                Griesgrämig
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #44 - 13.09.11 um 15:29:04
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ChristophL schrieb on 13.09.11 um 15:01:28:
xila schrieb on 13.09.11 um 13:20:20:
Je einzelner Partei waren die Abweichungen relativ gering, aber es ging halt bei allen Parteien in dieselbe Richtung. Das summierte sich schon.


Es hat sich eher ausgeglichen zwischen Regierung und Opposition, lediglich die Linkspartei war ein Ausreißer.


Nein, hat es nicht. Keine einzige im Abgeordnetenhaus vertretene Partei hat mehr Stimmen bekommen als nach den letzten Umfrage vor der Wahl, sondern jede einzelne von ihnen weniger. Jetzt glaub's mir halt, oder lies es von mir aus selbst nach, anstatt mir einfach ins Blaue hinein zu widersprechen: http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm

Quote:
xila schrieb on 13.09.11 um 13:20:20:
Ich ahne, wie schwierig die Wahlentscheidung für viele gewesen ist (vor allem, weil ich das Problem ja auch schon hatte): mit Bauchschmerzen noch einmal CDUSPDGrüneLinksparteiFDP, oder die Stimme verschenken? 


Obwohl du keine Berlinerin bist. Denn das ist ja interessant: Die Sonstige-Ergebnisse in Berlin sind offenbar höher als anderswo. Die Hauptstadt als Avantgarde?


Wenn jede einzelne im Abgeordnetenhaus vertretene Partei am Wahltag schlechter dasteht als nach der letzten Umfrage, während sich der Stimmenanteil der Sonstigen im Vergleich zur selben Umfrage in etwa verdoppelt hat, ist der Grund dafür ja auch von ferne nicht besonders schwierig zu deuten.

Zumal, wenn man das alles schon selbst hinter sich hat. Ich habe das letzte Mal CDU gewählt, aber ich habe vor der Wahl beim Anblick jedes Wahlplakats eine Wut bekommen, und die Anzeigen in der Zeitung habe ich jeden Morgen zur Erheiterung meines nichtwählenden Freunds angefaucht: "Erinnert mich bloß nicht zu oft daran, ihr [Selbstzensur], sonst überleg' ich's mir doch noch anders."

Am Wahlabend kam mein Sohn zu mir ins Zimmer und sagte:
"Ich hab CDU gewählt. Komisches Gefühl."
Mein Sohn hat eine Stimme für Stuttgart 21 und gegen Grün abgegeben. Obwohl er den Mappus verabscheut. Gegen Grün ist er übrigens von ganz alleine. Ich habe damit nichts zu tun.
Daß es ein komisches Gefühl war, CDU gewählt zu haben, konnte ich bestätigen.
"Aber beinahe hätte ich mein Kreuz doch ganz unten gemacht, bei diesem komischen Diplom-Ingenieur."
Das war ein Einzelbewerber gewesen. Ich las seinen Namen auf dem Stimmzettel zum ersten Mal. Der Kerl war aus Heilbronn. Wieso um alles in der Welt läßt sich ein Heilbronner in Stuttgart als Einzelbewerber aufstellen?
Aber ich gestehe, mir ging's genauso wie meinem Sohn. Mir hat der Bleistift kurz in den Fingern gezuckt. Bloß, ein Kreuzchen bei dem war ungeeignet, um Grün-Rot zu verhindern.

Wählen enthält immer Kompromisse, und das letzte Mal, daß ich meine Stimme ohne jeden Vorbehalt abgegeben habe, war 1998. Aber in den letzten Jahren wird es wirklich immer mühsamer, sich zu irgendeiner Wahlentscheidung durchzuringen, und ich bin immer häufiger wochenlang vor und nach meiner Stimmabgabe ziemlich gereizt.
Ich plädiere dafür, das "korsische" Wahlsystem frei nach Asterix einzuführen: Nach der Stimmabgabe werden die Wahlurnen im Meer versenkt, und die Spitzenkandidaten kämpfen die Sache aus. Viel schlechter kann das Ergebnis auf diese Weise auch nicht ausfallen.

Die Avantgarde sind aber wohl eher die Städte. In allen Stadtstaaten gibt es, glaube ich, dieses Phänomen, daß neue Parteien eher als in Flächenstaaten die 5% knacken. Erinnerst du dich noch an die Schill-Partei?
« Zuletzt geändert: 13.09.11 um 15:51:23 von xila »  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #43 - 13.09.11 um 15:01:28
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xila schrieb on 13.09.11 um 13:20:20:
Je einzelner Partei waren die Abweichungen relativ gering, aber es ging halt bei allen Parteien in dieselbe Richtung. Das summierte sich schon.


Es hat sich eher ausgeglichen zwischen Regierung und Opposition, lediglich die Linkspartei war ein Ausreißer. Und manche Abweichungen bedeuten nicht mal ein einziges Mandat Unterschied.

xila schrieb on 13.09.11 um 13:20:20:
Ich ahne, wie schwierig die Wahlentscheidung für viele gewesen ist (vor allem, weil ich das Problem ja auch schon hatte): mit Bauchschmerzen noch einmal CDUSPDGrüneLinksparteiFDP, oder die Stimme verschenken? 


Obwohl du keine Berlinerin bist. Denn das ist ja interessant: Die Sonstige-Ergebnisse in Berlin sind offenbar höher als anderswo. Die Hauptstadt als Avantgarde?
« Zuletzt geändert: 13.09.11 um 15:02:30 von ChristophL »  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #42 - 13.09.11 um 13:20:20
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ChristophL schrieb on 13.09.11 um 12:08:03:
Quote:
Aber mir fiel gerade etwas Interessantes auf, als ich mir das Wahlergebnis vom letzten Mal ansah: Bei der letzten Wahl haben sämtliche im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien am Ende gegenüber der letzten Umfrage verloren, und zwar immerhin um die 6 Prozentpunkte. Die Sonstigen hatten fast 14 %, das war fast doppelt so viel wie in der vorausgegangenen Umfrage und deutlich mehr als in allen Wahlumfragen des Jahres 2006 vor der Wahl. Erst in der Zeit nach der Wahl spiegelten die Umfrageergebnisse das tatsächliche Wahlverhalten bezogen auf die "Sonstigen" in etwa wider.

Die Frage ist, ob man diesmal mit demselben Effekt rechnen muß, oder ob die "Kurzentschlossenen" eher den Piraten zuneigen werden.


Bei den im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien war die Abweichung zwischen den Umfrageergebnissen aus dem gleichen Monat und dem Result insgesamt sehr gering, so dass die Abweichung bei den Sonstigen bei der Mandatsverteilung zwischen den Parteien keinen Einfluss hatte. So ähnlich wird das wohl diesmal auch sein, mit dem von dir herausgearbeiteten Unterschied, dass die Piraten in letzter Minute doch noch mehr Stimmen bekommen könnten. Was aber die Gewichte der Parteien alles in allem gegenüber den Umfragen nicht so stark verschieben dürfte. Mal sehen.



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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #41 - 13.09.11 um 12:08:03
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Quote:
Aber mir fiel gerade etwas Interessantes auf, als ich mir das Wahlergebnis vom letzten Mal ansah: Bei der letzten Wahl haben sämtliche im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien am Ende gegenüber der letzten Umfrage verloren, und zwar immerhin um die 6 Prozentpunkte. Die Sonstigen hatten fast 14 %, das war fast doppelt so viel wie in der vorausgegangenen Umfrage und deutlich mehr als in allen Wahlumfragen des Jahres 2006 vor der Wahl. Erst in der Zeit nach der Wahl spiegelten die Umfrageergebnisse das tatsächliche Wahlverhalten bezogen auf die "Sonstigen" in etwa wider.

Die Frage ist, ob man diesmal mit demselben Effekt rechnen muß, oder ob die "Kurzentschlossenen" eher den Piraten zuneigen werden.


Bei den im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien war die Abweichung zwischen den Umfrageergebnissen aus dem gleichen Monat und dem Result insgesamt sehr gering, so dass die Abweichung bei den Sonstigen bei der Mandatsverteilung zwischen den Parteien keinen Einfluss hatte. So ähnlich wird das wohl diesmal auch sein, mit dem von dir herausgearbeiteten Unterschied, dass die Piraten in letzter Minute doch noch mehr Stimmen bekommen könnten. Was aber die Gewichte der Parteien alles in allem gegenüber den Umfragen nicht so stark verschieben dürfte. Mal sehen.

  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #40 - 12.09.11 um 09:03:15
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ChristophL schrieb on 11.09.11 um 21:56:50:
xila schrieb on 11.09.11 um 13:46:10:
Aber bei der Sitzverteilung im Abgeordnetenhaus, die für die Koalitionsmöglichkeiten entscheidend ist, spielen die Splitterparteien sowieso keine Rolle.


Insofern schon, als dass für eine absolute Mandatsmehrheit umso weniger Stimmenanteil benötigt wird, je mehr Stimmen auf Sonstige entfallen, die nicht im Parlament landen. Bei der letzten Berlin-Wahl hat Rot-Rot mit 44 % der Stimmen eine Mandatsmehrheit geholt, weil die Sonstigen zusammengenommen zweistellig waren.



Ich meinte die Sitzverteilung unter den Parteien, die im Abgeordnetenhaus vertreten sind. Derselbe Effekt, den du schilderst, vergrößert ja die Bedeutung der Stimmenanteile aller vertretenen Parteien zuungunsten der im Parlament nicht vertretenen.

Aber mir fiel gerade etwas Interessantes auf, als ich mir das Wahlergebnis vom letzten Mal ansah: Bei der letzten Wahl haben sämtliche im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien am Ende gegenüber der letzten Umfrage verloren, und zwar immerhin um die 6 Prozentpunkte. Die Sonstigen hatten fast 14 %, das war fast doppelt so viel wie in der vorausgegangenen Umfrage und deutlich mehr als in allen Wahlumfragen des Jahres 2006 vor der Wahl. Erst in der Zeit nach der Wahl spiegelten die Umfrageergebnisse das tatsächliche Wahlverhalten bezogen auf die "Sonstigen" in etwa wider.

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Antwort #39 - 11.09.11 um 21:56:50
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xila schrieb on 11.09.11 um 12:36:55:
Ich ging davon aus, daß der Einzug der Piraten von vornherein nicht mehr zu verhindern ist - jetzt, wo die Medien sich der Sache eine Woche vor der Wahl noch einmal angenommen haben, steht für mich fest, daß sie die Fünfprozenthürde locker nehmen werden. Wenn sie aber drin sind, dann bringt man diejenigen, die eine Regierung bilden wollen, umso mehr in Verlegenheit, je höher ihr Stimmenanteil ist. [...]
Angenommen, die Piraten liegen am Ende sogar bei knapp unter 10 %? Unmöglich ist das nicht. Medienberichte haben sie in den Umfragen von 4,5 auf 6,5 Prozent hochkatapultiert, und das hat noch mehr Medienaufregung hervorgerufen, die noch einmal eine Wirkung derselben Größenordnung (oder sogar noch größer) erzeugen kann.


Wie in meinem letzten Posting ausgeführt, würde selbst das nach dem jetzigen Stand der Umfragen die Wahrscheinlichkeit einer rot-grünen Koalition eher vergrößern als verringern.
Das gilt unter folgender Bedingung erst recht:

perle schrieb on 11.09.11 um 13:13:02:
ich gehe mal davon aus, das die stimmengewinne für die piraten eher zu lasten von kleineren parteien gehen, wie die FDP, oderauch der NPD. auch die "sonstigen" parteien dürften zugunsten der piraten verlieren.


xila schrieb on 11.09.11 um 13:46:10:
Aber bei der Sitzverteilung im Abgeordnetenhaus, die für die Koalitionsmöglichkeiten entscheidend ist, spielen die Splitterparteien sowieso keine Rolle.


Insofern schon, als dass für eine absolute Mandatsmehrheit umso weniger Stimmenanteil benötigt wird, je mehr Stimmen auf Sonstige entfallen, die nicht im Parlament landen. Bei der letzten Berlin-Wahl hat Rot-Rot mit 44 % der Stimmen eine Mandatsmehrheit geholt, weil die Sonstigen zusammengenommen zweistellig waren.

perle schrieb on 11.09.11 um 13:13:02:
ich persönlich halte SPD und CDU als gewinner der wahl (beide parteien gewinnen mehr stimmen als bei der letzten wahl, grün verliert im vergleich zur letzten wahl) nicht für unrealistisch. und eine große koalition auch nicht.


Nach den Umfragen sind geringfügige Gewinne für SPD und CDU gegenüber der letzten Berlin-Wahl denkbar. Einen Verlust der Grünen jedoch muss man leider ausschließen.
Eine "große" Koalition in Berlin könnte sowohl Rot-Schwarz als auch Rot-Grün sein.

« Zuletzt geändert: 11.09.11 um 21:59:08 von ChristophL »  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #38 - 11.09.11 um 13:46:10
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perle schrieb on 11.09.11 um 13:13:02:
xila schrieb on 11.09.11 um 12:36:55:
Ich ging davon aus, daß der Einzug der Piraten von vornherein nicht mehr zu verhindern ist - jetzt, wo die Medien sich der Sache eine Woche vor der Wahl noch einmal angenommen haben, steht für mich fest, daß sie die Fünfprozenthürde locker nehmen werden. Wenn sie aber drin sind, dann bringt man diejenigen, die eine Regierung bilden wollen, umso mehr in Verlegenheit, je höher ihr Stimmenanteil ist. 


ich gehe mal davon aus, das die stimmengewinne für die piraten eher zu lasten von kleineren parteien gehen, wie die FDP, oderauch der NPD. auch die "sonstigen" parteien dürften zugunsten der piraten verlieren. 

ich persönlich halte SPD und CDU als gewinner der wahl (beide parteien gewinnen mehr stimmen als bei der letzten wahl, grün verliert im vergleich zur letzten wahl) nicht für unrealistisch. und eine große koalition auch nicht.



Vermutlich werden sie vor allem die Wahlbeteiligung höher machen, als sie andernfalls ausgefallen wäre. Sie zielten ja schon in ihrem Wahlkampf vor allem auf bisherige Nichtwähler ab. Aber bei der Sitzverteilung im Abgeordnetenhaus, die für die Koalitionsmöglichkeiten entscheidend ist, spielen die Splitterparteien sowieso keine Rolle.

  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #37 - 11.09.11 um 13:13:02
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xila schrieb on 11.09.11 um 12:36:55:
Ich ging davon aus, daß der Einzug der Piraten von vornherein nicht mehr zu verhindern ist - jetzt, wo die Medien sich der Sache eine Woche vor der Wahl noch einmal angenommen haben, steht für mich fest, daß sie die Fünfprozenthürde locker nehmen werden. Wenn sie aber drin sind, dann bringt man diejenigen, die eine Regierung bilden wollen, umso mehr in Verlegenheit, je höher ihr Stimmenanteil ist. 


ich gehe mal davon aus, das die stimmengewinne für die piraten eher zu lasten von kleineren parteien gehen, wie die FDP, oderauch der NPD. auch die "sonstigen" parteien dürften zugunsten der piraten verlieren. 

ich persönlich halte SPD und CDU als gewinner der wahl (beide parteien gewinnen mehr stimmen als bei der letzten wahl, grün verliert im vergleich zur letzten wahl) nicht für unrealistisch. und eine große koalition auch nicht.

  

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Antwort #36 - 11.09.11 um 12:36:55
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ChristophL schrieb on 11.09.11 um 10:18:20:
Künast quälen - Piraten wählen: Da ist sicher was dran. Aber:

xila schrieb on 09.09.11 um 16:52:23:
Je besser die Piraten abschneiden, desto enger wird es für eine rot-grüne Koalition, die ja offenbar geplant ist.


Das haut nicht ganz hin. Wenn die Piraten nichts ins Abgeordnetenhaus einziehen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Erhalts der rechnerischen Rot-Rot-Mehrheit, was zudem bedeuten würde, dass Schwarz-Grün/Grün-Schwarz über keine mandatsmäßige Mehrheit verfügen würden. Zwar wäre Letzteres auch bei einem Piraten-Einzug der Fall, die SPD wäre dann auch aber rechnerisch gezwungen statt mit der Linkspartei mit einer Partei zu koalieren. Eine rot-grüne Mehrheit der Mandate steht sowieso außer Frage, wenn das Wahlergebnis nicht sehr stark von den Umfragen abweichen sollte.


Ich ging davon aus, daß der Einzug der Piraten von vornherein nicht mehr zu verhindern ist - jetzt, wo die Medien sich der Sache eine Woche vor der Wahl noch einmal angenommen haben, steht für mich fest, daß sie die Fünfprozenthürde locker nehmen werden. Wenn sie aber drin sind, dann bringt man diejenigen, die eine Regierung bilden wollen, umso mehr in Verlegenheit, je höher ihr Stimmenanteil ist.

Wowereit und Künast scheint inzwischen tatsächlich wegen der Piraten der kalte Angstschweiß ausgebrochen zu sein, und das hat auch seinen Grund. Noch vor vier Wochen hat bei der Berlin-Wahl kein Mensch die Piraten mit auf der Rechnung gehabt, und auf einmal sind sie schon sicher drin.

Angenommen, die Piraten liegen am Ende sogar bei knapp unter 10 %? Unmöglich ist das nicht. Medienberichte haben sie in den Umfragen von 4,5 auf 6,5 Prozent hochkatapultiert, und das hat noch mehr Medienaufregung hervorgerufen, die noch einmal eine Wirkung derselben Größenordnung (oder sogar noch größer) erzeugen kann. 

  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #35 - 11.09.11 um 10:18:20
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Künast quälen - Piraten wählen: Da ist sicher was dran. Aber:

xila schrieb on 09.09.11 um 16:52:23:
Je besser die Piraten abschneiden, desto enger wird es für eine rot-grüne Koalition, die ja offenbar geplant ist.


Das haut nicht ganz hin. Wenn die Piraten nichts ins Abgeordnetenhaus einziehen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Erhalts der rechnerischen Rot-Rot-Mehrheit, was zudem bedeuten würde, dass Schwarz-Grün/Grün-Schwarz über keine mandatsmäßige Mehrheit verfügen würden. Zwar wäre Letzteres auch bei einem Piraten-Einzug der Fall, die SPD wäre dann auch aber rechnerisch gezwungen statt mit der Linkspartei mit einer Partei zu koalieren. Eine rot-grüne Mehrheit der Mandate steht sowieso außer Frage, wenn das Wahlergebnis nicht sehr stark von den Umfragen abweichen sollte.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #34 - 10.09.11 um 22:50:40
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ChristophL schrieb on 09.09.11 um 13:17:56:
Brief der Piratenpartei an die ehemalige Gefängnis-Mitarbeiterin Künast:

Quote:
Sehr geehrte Frau Künast,

auf der heutigen Befragung der Spitzenkandidaten durch die IHK von 8:00 bis 10:00 Uhr im Ludwig Erhard Haus haben Sie gesagt, Sie wollen die Piraten „resozialisieren“, damit diese bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten.

Zu dieser Aussage habe ich einige Fragen:

1. Ist die Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei resozialisierungsbedürftig oder worauf zielen Sie ab, wenn Sie so etwas ankündigen?
2. Wie genau möchten Sie die ca. 12.000 Mitglieder der Piratenpartei resozialisieren?
3. Würden Sie für den Fall, dass sich die ca. 12.000 Mitglieder der Piratenpartei weigern resozialisiert zu werden, Gewalt anwenden?


http://www.tagesspiegel.de/politik/wahlen-2011/ein-brief-der-piratenpartei-an-re...


Die GRÜNEN sind nach meiner Sicht der Dinge das schlimmste politideologische Übel das unser Land in den letzten Jahrzehnten hervor gebracht hat.

Ich glaube zwar nicht, dass sich diese Dame je "resozialisieren" lässt, aber wenn die Wahl der Piraten dabei helfen kann, den Berlinern solche Furien zu ersparen, dann wünsch' ich dieser Partei 10 Prozent + . 

Laut lachend

Jürgen


« Zuletzt geändert: 19.12.14 um 10:58:09 von Javaanse »  

Nicht woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt, darauf kommts an.
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #33 - 09.09.11 um 21:53:11
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..... wenn es in Berlin / bundesweit keine konservative Kraft auf die " Beine " bekommt eine ernsthafte Opposition gegenüber dem linken Trend auf die Beine zu bekommen, so ist mir ein neues und zusätzliches  Konträr gegenüber den Grünen / SPD  nur recht....
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #32 - 09.09.11 um 16:52:23
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... ach übrigens, für die Berliner unter uns:

Es gäbe einen nachdenkenswerten Grund, die Piraten aus taktischen Gründen zu wählen, auch wenn man sie programmatisch eigentlich ablehnt: Je besser die Piraten abschneiden, desto enger wird es für eine rot-grüne Koalition, die ja offenbar geplant ist. Warum soll man es diesen [Selbstzensur] denn leichter als nötig machen mit dem Koalitonsgedöns? Die Piraten hingegen sind als Neulinge und in den Augen der Etablierten unheimlicher Haufen ganz sicher in der Opposition. Ein Risiko, am Ende deren Politik mit an die Regierung gewählt zu haben, geht man von vornherein nicht ein.

« Zuletzt geändert: 09.09.11 um 16:53:07 von xila »  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #31 - 09.09.11 um 15:31:31
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So was liest man doch auch mal gerne.  Smiley

Quote:
Der Bundesgeschäftsführer der Partei, Christopher Lauer (27), dreht sich neben einem Plakatstand am Kollwitzplatz im Prenzlauer Berg eine Zigarette, daneben weht eine orangefarbene Fahne.


http://www.heise.de/newsticker/meldung/Piraten-nehmen-Kurs-auf-Berliner-Abgeordn...
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #30 - 09.09.11 um 13:43:52
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ChristophL schrieb on 09.09.11 um 13:17:56:
Brief der Piratenpartei an die ehemalige Gefängnis-Mitarbeiterin Künast:

Quote:
Sehr geehrte Frau Künast,

auf der heutigen Befragung der Spitzenkandidaten durch die IHK von 8:00 bis 10:00 Uhr im Ludwig Erhard Haus haben Sie gesagt, Sie wollen die Piraten „resozialisieren“, damit diese bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten.

Zu dieser Aussage habe ich einige Fragen:

1. Ist die Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei resozialisierungsbedürftig oder worauf zielen Sie ab, wenn Sie so etwas ankündigen?
2. Wie genau möchten Sie die ca. 12.000 Mitglieder der Piratenpartei resozialisieren?
3. Würden Sie für den Fall, dass sich die ca. 12.000 Mitglieder der Piratenpartei weigern resozialisiert zu werden, Gewalt anwenden?


http://www.tagesspiegel.de/politik/wahlen-2011/ein-brief-der-piratenpartei-an-re...



Interessant auch die Kommentare. Punktsieg für die Piratenpartei.

Inzwischen verdichten sich die Anzeichen dafür, daß sie im Parlament vermutlich tatsächlich vertreten sein werden. In den letzten beiden Umfragen lagen sie bei 6,5 bzw. 5,5 Prozent: http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm

Da war Künasts sprachliche Entgleisung natürlich eine Steilvorlage, um sich weiter in den Medien zu halten. Und jeder Medienbericht verbessert ihre Aussichten.






  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #29 - 09.09.11 um 13:17:56
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Brief der Piratenpartei an die ehemalige Gefängnis-Mitarbeiterin Künast:

Quote:
Sehr geehrte Frau Künast,

auf der heutigen Befragung der Spitzenkandidaten durch die IHK von 8:00 bis 10:00 Uhr im Ludwig Erhard Haus haben Sie gesagt, Sie wollen die Piraten „resozialisieren“, damit diese bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten.

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1. Ist die Mitgliedschaft in einer demokratischen Partei resozialisierungsbedürftig oder worauf zielen Sie ab, wenn Sie so etwas ankündigen?
2. Wie genau möchten Sie die ca. 12.000 Mitglieder der Piratenpartei resozialisieren?
3. Würden Sie für den Fall, dass sich die ca. 12.000 Mitglieder der Piratenpartei weigern resozialisiert zu werden, Gewalt anwenden?


http://www.tagesspiegel.de/politik/wahlen-2011/ein-brief-der-piratenpartei-an-re...
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #28 - 04.09.11 um 09:46:22
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...an dieser Stelle sei nochmal an den Berliner Arzt Dr. Jörg Gölz erinnert, der in der Funktion des Präsident der deutschen Gesellschaft für Suchtmedizin vor Jahren einen bemerkenswerten Artikel zu dem Thema im SH-Ärzteblatt veröffentlicht hat.....
http://www.aeksh.de/download/SHAE_20060835_werden_jetzt_die_raucher_stigmatisier...
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #27 - 31.08.11 um 19:34:09
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Jonitz:....die man nicht weiter ernst nehmen müsse.

Welch ein Genuss  Laut lachend Laut lachend Laut lachend
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #26 - 31.08.11 um 15:28:35
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Quote:
Der Sprecher der Frischluft-Initiative, Johannes Spatz, bezeichnete Jonitz Äußerungen als hochgefährlich. [...] Er sei daher als Kammerpräsident nicht tragbar.

Jonitz wies dies als Sichtweise von "leicht fundamentalistischen" Tabakgegnern zurück, die man nicht weiter ernst nehmen müsse.


http://www.taz.de/Diskussion-um-Rauchverbote/!77189/
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #25 - 31.08.11 um 15:10:05
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Auf jeden Fall ist es interessant (und sollte den Genußrauchern in Politik und Ärzteschaft zu denken geben), daß selbst die im Grunde genommen ziemlich harte Position von Herrn Jonitz den diversen Militantis um Spatz und Co. noch viel zu lasch ist. Diese Sektierer fordern eine restlos rauch- und tabakfreie Welt, und wer auch nur im Milimeterbereich davon abweicht macht sich bereits der Komplizenschaft mit der (in der von den Antis verbreiteten Form so nichtexistenten) "Tabakmafia" verdächtig.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #24 - 31.08.11 um 11:05:28
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Ja, da ist Jonitz dem so häufig erlebten Zigarrenraucher-Überlegenheitsgefühl aufgesessen. Mein persönlicher Favorit der absurden Bestandteile ist:

Quote:
13. Um den sinnvollen Gebrauch und Genuss von Tabak weiter zu ermöglichen, sind gemeinsame politische Aktionen notwendig


Zwischen sinnvollem und sinnlosem Tabakgenuß zu unterscheiden, ist schon ein bißchen lächerlich - wenn das Rauchen von Zigaretten keinen Sinn haben soll, hat das von Zigarren auch keinen -, und daß der Autor hier "sinnvoll" mit "die Art von Tabakgenuß, der ich am liebsten fröne" gleichsetzt, ist aus wissenschaftlicher Sicht höchst angreifbar.

Aber dafür

Quote:
Die Aussagen, dass für Tabakrauch andere physikalische Gesetze gelten als für andere gesundheitsgefährdende Substanzen sind nicht plausibel.


bin ich bereit, ihm so manches zu verzeihen. Und dieser Forderung

Quote:
11. Die Dosis-Wirkungsbeziehungen der Toxizität des Tabakrauchs sind darzustellen. Wissenschaftliche Aussagen über Wirkungen des Rauchens und Passivrauchens müssen auf eine solide Grundlage gestellt werden.


schließe ich mich vorbehaltslos an.
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #23 - 31.08.11 um 10:45:51
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So sehr ich die Euphorie über diesen kleinen Anfall von Vernunft eines offiziellen Vertreters der Ärzteschaft nachvollziehen kann, so sehr bleibt mir die Freude denn doch im Halse stecken, wenn ich mir die "13 Thesen" des Herrn Jonitz genauer betrachte:

Thesen zum Nichtraucherschutz unter Erhalt des Genussrauchens von Dr. med. Günther Jonitz

Quote:
1. Nichtraucher müssen vor den Gefahren des Passivrauchens geschützt sein. Dazu gehört ein grundsätzliches Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen.

2. Durch gesetzliche Regelungen muss die Beimengung suchterzeugender Stoffe in Tabakwaren verboten und unter Strafe gestellt werden. (Reinheitsgebot)

3. Nikotinsucht ist eine Krankheit und muss ärztlich behandelt werden. Die Kosten sind von den gesetzlichen Krankenkassen zu übernehmen.

4. Um den Ausstieg aus dem Rauchen zu erleichtern müssen adiuvante Maßnahmen (wie das praktische Ausüben von Sport inklusive der Teilnahme in Sportvereinen) gefördert werden.

5. Um den Einstieg in das krankhafte Rauchen zu Vermeiden muss die Forschung über medizinische und soziale Ursachen des Rauchens intensiviert werden.

6. Absolute Rauchverbote verlagern das Rauchen entweder ins Freie und führen dort zu neuen Gefährdungen und Belastungen oder in das häusliche Umfeld. Dort sind insbesondere Kleinkinder ungeschützt dem Passivrauchen ausgesetzt. Absolute Rauchverbote sind deshalb nicht sinnvoll.

7. Um in Raucherzonen die Gefährdung durch Passivrauchen zu minimieren, sind Abluftanlagen im Sinne der TA Luft vorzuschreiben. Die Aussagen, dass für Tabakrauch andere physikalische Gesetze gelten als für andere gesundheitsgefährdende Substanzen sind nicht plausibel.

8. Genussrauchen muss vom pathologischen Rauchen differenziert werden („Paracelsus: Allein die Dosis macht, dass ein Gift ein Gift ist")

9. Raucher sind keine Menschen zweiter Klasse. Sie dürfen nicht stigmatisiert werden. Sie haben Anspruch auf einen menschenwürdigen Umgang.
Rauchende Patientinnen und Patienten im Bademantel vor dem Krankenhauseingang auch bei widrigen Wetterbedingungen sind kein Zeichen von Patientenfreundlichkeit. Krank-sein ist kein Anlass für eine Raucherzwangsentwöhnung.

10. Die Tabaksteuer ist als Abgabe zur Entlastung der Krankenversicherungen zu gestalten.

11. Die Dosis-Wirkungsbeziehungen der Toxizität des Tabakrauchs sind darzustellen. Wissenschaftliche Aussagen über Wirkungen des Rauchens und Passivrauchens müssen auf eine solide Grundlage gestellt werden.

12. Die Ursachen von krankhaftem Rauchen müssen besser erforscht, Anti-Einstiegs-Kampagnen müssen ursächlich sein und nicht allein auf Abschreckung setzen.

13. Um den sinnvollen Gebrauch und Genuss von Tabak weiter zu ermöglichen, sind gemeinsame politische Aktionen notwendig



Er betet also auch nur die alte Mär vom giftigen Passivrauch herunter und hat offensichtlich nicht im Geringsten verstanden, worum es hier geht. Ich kann's nur immer wiederholen, das Programm heisst war on tobacco und ist global ausgerichtet.
Mir scheint es, als wolle hier ein bekennender Zigarrenliebhaber (wie wir das ja auch schon an anderer Stelle hatten, ich glaube in irgendeinem Schweiz-Thread) eine zweite Front eröffnen. Hier die "guten", weil geniessenden
(Zigarren-) Raucher, dem gegenüber die "bösen", weil süchtigen Kippen-Junkies, mit denen sich dann auch seitens des Gesundheitswesens Kohle scheffeln lässt (s. Thesen 3, 5 und 10).
Immerhin gibt er zu, dass durch Lüftung ebenfalls sg. "Nichtraucherschutz" zu erreichen ist.
Ja, als Raucher in diesen Zeiten wird man bescheiden...

Und würde seine These Nr. 11 tatsächlich Gehör finden, dann allerdings könnte in die ganze Debatte ein frischer Wind Einzug halten. Ich bin mir aber nicht sicher, ob er als Zigarrenraucher am Ende so glücklich wäre mit den Ergebnissen.
Denn auch wenn er sagt, er rauche nicht "auf Lunge", so weiss doch jeder Zigarettenraucher, der schonmal ab und zu ne Zigarre raucht, dass auch beim "nicht auf Lunge rauchen" derselben der Nikotinflash, den man bekommt in keinem Verhältnis zu ein paar Zigis steht.

Aber trotzdem schön, dass sich einer der Herren wenigstens mal ein klein wenig was traut.
Könnte immerhin ein Anfang sein.
  
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Antwort #22 - 31.08.11 um 10:44:13
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Quote:
Genußmensch des Tages: Günther Jonitz


http://www.jungewelt.de/2011/08-31/031.php
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #21 - 31.08.11 um 10:35:40
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RaucherHB schrieb on 31.08.11 um 08:45:32:
Ärztechef: Rauchen nicht gesundheitsschädlich

Quote:
Auf der Veranstaltung sprach Jonitz zum Thema "Nichtraucherschutz: Wie weit geht die Antiraucherkampagne?". Laut Spatz hat der Chirurg dort behauptet, Rauchen in geringer Dosis sei nicht gesundheitsschädlich. Zudem soll Jonitz sich für eine Änderung des Nichtraucherschutzgesetzes ausgesprochen haben - er plädierte für Raucherzimmer in Krankenhäusern, damit Kranke nicht mehr vor der Türe frieren müssten. Die Frischluftverfechter prangern an, dass Jonitz den Vortrag kurz vor seiner Präsidentschaftskandidatur gehalten habe. Nach dem Auftritt habe er sich versprechen lassen, dass erst sehr viel später darüber berichtet werden dürfe. "Das ist ein unglaublicher Skandal, Jonitz berät auch noch das Bundesgesundheitsministerium", sagte Spatz.


Wir dulden keine andere Meinung... Zwinkernd

http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1748884/Aerztechef-Rauchen-ni...


Ich gratuliere Dr. Jonitz dazu, daß seine Position es - dank der freundlichen Mithilfe von Herrn Spatz - in die Mainstreammedien geschafft hat, was auf andere Weise vermutlich nicht geschehen wäre. Ich habe von diesem Mann zum ersten Mal gehört, aber was man sonst noch über ihn herausfinden kann, liest sich ermutigend:

Quote:
Dr. Jonitz ist Gründungsmitglied des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin, unterstützt das Cochrane Institut und Healthyskepticsm, DIPeX bzw. www.krankheitserfahrungen.de. Außerdem ist er Mitglied in der Leitlinienkommission der AWMF und alternierender Vorsitzender der Planungsgruppe des ÄZQ. 2009 beteiligte er sich am international besetzten Ernst-Strüngmann-Forum, dessen Ergebnisse im aktuell erschienen Buch "Better doctors, better patients, better decisions" (05-11) veröffentlicht wurden. Eine der Botschaften: Evidenz ist wichtig und hilfreich. Medizinstudenten sollten bereits im Studium eine bessere Ausbildung im Bereich der evidenzbasierten Medizin erhalten, damit sie klinische Studien kritisch lesen und beurteilen können.


http://www.aerztekammer-berlin.de/Jonitz-Gesundheitspolitik/Evidenzbasierte_Medi...

Einer, der sich jedenfalls kein x für ein u vormachen läßt.

Auch schön: http://www.aerztekammer-berlin.de/Jonitz-Gesundheitspolitik/60_Lebens-_Lesewerte...

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« Zuletzt geändert: 31.08.11 um 10:36:02 von xila »  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #20 - 31.08.11 um 09:41:29
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Er hat Jehova gesagt Zwinkernd

  

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Antwort #19 - 31.08.11 um 09:37:49
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RaucherHB schrieb on 31.08.11 um 08:45:32:
"Das ist ein unglaublicher Skandal, Jonitz berät auch noch das Bundesgesundheitsministerium", sagte Spatz. 


[ironie]Das ist in der Tat ein skandalöser Vorgang. Das stellt sich doch dieser Jonitz hin und sagt was dagegen, dass die Raucher wie Hunde vor die Tür gejagd werden. Ja wo gibt's denn so was. Wo kommen wir denn hin, wenn hier jeder dahergelaufene Bundesgesundheitsministeriumsberater den Unterschichtlern Rechte einräumen will, die diese nicht zu haben haben.[/ironie]

Offensichtlich kehrt doch langsam aber sicher wieder der gesunde Menschenverstand in die Öffentlichkeit zurück. Das ist ein schöner Trend. Den sollten wir nach Kräften unterstützen.
  

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RaucherHB
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #18 - 31.08.11 um 08:45:32
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Ärztechef: Rauchen nicht gesundheitsschädlich

Quote:
Auf der Veranstaltung sprach Jonitz zum Thema "Nichtraucherschutz: Wie weit geht die Antiraucherkampagne?". Laut Spatz hat der Chirurg dort behauptet, Rauchen in geringer Dosis sei nicht gesundheitsschädlich. Zudem soll Jonitz sich für eine Änderung des Nichtraucherschutzgesetzes ausgesprochen haben - er plädierte für Raucherzimmer in Krankenhäusern, damit Kranke nicht mehr vor der Türe frieren müssten. Die Frischluftverfechter prangern an, dass Jonitz den Vortrag kurz vor seiner Präsidentschaftskandidatur gehalten habe. Nach dem Auftritt habe er sich versprechen lassen, dass erst sehr viel später darüber berichtet werden dürfe. "Das ist ein unglaublicher Skandal, Jonitz berät auch noch das Bundesgesundheitsministerium", sagte Spatz.


Wir dulden keine andere Meinung... Zwinkernd

http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1748884/Aerztechef-Rauchen-ni...
  

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perle
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #17 - 31.08.11 um 06:20:49
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Martella schrieb on 30.08.11 um 21:22:50:
Sagt mal, was macht eigentlich die FDP in Berlin? Üblicherweise sind liberale Parteien ja gerade (oder sogar nur) in Großstädten stark.


die lassen sich prozentemäßig (knapp unter 5%) gerade von der piratenpartei einholen.

Martella schrieb on 30.08.11 um 21:22:50:
Nicht dass ich die Truppe im Ganzen für wirklich liberal halte, aber manchmal gibt es brauchbare Einzelperonen. Scheint aber in Berlin nicht der Fall zu sein. 


jedenfalls hat herr henkel (CDU) vorige woche im berliner radio wortwörtlich zu, bzw. über die FDP gesagt: "diese yuppietruppe braucht in berlin kein mensch"..........

  

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Martella
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #16 - 30.08.11 um 21:22:50
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Sagt mal, was macht eigentlich die FDP in Berlin? Üblicherweise sind liberale Parteien ja gerade (oder sogar nur) in Großstädten stark.

Nicht dass ich die Truppe im Ganzen für wirklich liberal halte, aber manchmal gibt es brauchbare Einzelperonen. Scheint aber in Berlin nicht der Fall zu sein.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #15 - 30.08.11 um 20:33:20
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Martella schrieb on 28.08.11 um 21:06:54:
... Wie groß ist die Chance, dass in Berlin bald eine öffentliche Guillotine steht?  ...


Leider sehr gering, denn genug Gesocks haben wir ja leider in unserer Stadt.
  
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xila
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #14 - 29.08.11 um 13:22:39
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Liest die "Welt" meine Beiträge, oder ist sie von alleine draufgekommen, daß in Berlin etwas Unerwartetes passieren könnte? Falls andere Medien das ebenfalls aufgreifen sollten, bekommen die Piraten im Wahlkampf-Endspurt tatsächlich noch kostenlose Wahlwerbung. Das könnte unter Umständen bei der Frage Drinnen oder Draußen sogar noch den Ausschlag geben.

Unabhängig von der Frage, ob ein Parlamentseinzug der Piraten nun wünschenswert ist oder nicht oder ob man sie als Raucher wählen sollte oder nicht (meine persönliche Antwort lautet: nein, für mich sind sie nicht wählbar), finde ich das doch sehr spannend. Das gilt nicht zuletzt, weil die Grünen auf einmal gemerkt haben, daß das Konkurrenz für sie ist.

Quote:
Derweil hat Lauer als seinen politischen Lieblingsgegner den Berliner Grünen-Fraktionschef Volker Ratzmann ausgemacht, gegen den er im Direktwahlkreis Pankow 8 antritt. Ratzmann soll öffentlich behauptet haben, der Wähler würde mit einem Kreuz neben der Piratenpartei seine Stimme verschwenden. „Und sowas sagt ausgerechnet jemand von den Grünen, die vor wenigen Jahren selbst noch eine junge Partei waren“, kritisiert Lauer.


http://www.welt.de/politik/wahl/berlin-wahl/article13571675/Piratenpartei-ueberh...
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #13 - 29.08.11 um 07:20:00
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ein weiterer Punkt:

Die Mentalität der Länder (nicht nur der deutschen) ist es, ihre Städte rauszuputzen.

Genau wie im kleinen Familienkreis. Kommt Besuch will man sich von der besten Seite zeigen. Es wird aufgeräumt geputzt und eine intakte Welt vorgespiegelt. Für das Tourismusmanagement ist es schlecht wenn sie den Gästen betrunkene Bürger zeigen müssen. Darum wird der Konsum eingeschränkt und in die Privaträume zurück gedrängt wo man sie nicht sieht. Das sehe ich in vielen EU-Grossstädten. Das Rauchen in Gaststätten gehört auch dazu.
  
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Martella
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #12 - 28.08.11 um 21:06:54
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ChristophL schrieb on 27.08.11 um 11:12:17:
http://www1.wahl-o-mat.de/berlin2011/

Kein Punkt zu Tabak, wohl aber zu Alkohol:
"Der Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen soll weiter eingeschränkt werden."

Dafür: CDU, NPD, NSÖPD, pro Deutschland, BIG, BüSo, ddp, Konservative
Dagegen: ....DKP....PSG

Oha. Stalinisten und Trotzkisten im selben Boot. Das schafft auch nur Berlin.  Durchgedreht

Und was ist die Bergpartei? In der Französischen Revolution waren das die radikalen Kräfte, Jakobiner, Frühkommunisten und Anarchos. Wie groß ist die Chance, dass in Berlin bald eine öffentliche Guillotine steht?  Cool
  
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ChristophL
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #11 - 27.08.11 um 11:12:17
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http://www1.wahl-o-mat.de/berlin2011/

Kein Punkt zu Tabak, wohl aber zu Alkohol:
"Der Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen soll weiter eingeschränkt werden."

Dafür: CDU, NPD, NSÖPD, pro Deutschland, BIG, BüSo, ddp, Konservative
Dagegen: FDP, Grüne, Linke, Piraten, Die Partei, APPD, Familienpartei, Unabhängige für bürgernahe Demokratie, DKP, Die Freiheit, Tierschutzpartei, PSG, Bergpartei
Neutral: SPD

  
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Tegel
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #10 - 27.08.11 um 11:03:42
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na, wenn Frau Künast und zugehörige Medien etwas Glück haben, vielleicht ist es ja noch möglich den
Hurrikan über der Ostküste der USA zu für den Wahlkampf zu " verbraten "....
  

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SoSch
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #9 - 27.08.11 um 06:03:58
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Ich denke, dass die Piraten für Raucher nicht wählbar sind, da sie keinen klaren Standpunkt zu diesem Thema propagieren.

Wenn man das Wort "Rauchverbot" bei denen eingibt, dann kommen eine Menge Aussagen, die überwiegend für das Rauchverbot stehen. Zumindest in Bayern haben viele den Volksentscheid befürwortet.

Leider weiß ich auch sonst keine Partei, weder auf Bundes- noch auf Landesebene, die sich zu diesem gesellschaftsrelevanten Thema klar und deutlich zu Gunsten der Raucher äußert.

Ich schätze, ich werde bei der nächsten Wahl einfach meinen Stimmzettel ungültig machen.

Gruß SoSch
  
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Tegel
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #8 - 26.08.11 um 20:57:23
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Es würde mich nur einfach mal freuen, wenn endlich der durch Medien & Kampagnen  völlig orientierungslosen schweigenden „ grauen Masse „ aus Arbeitern,  einfachen Angestellten und kleinen Selbständigen deutlich gemacht wird ,  - diese Parteien, die zugehörigen Verantwortlichen und Ideologien und Ziele, sind nicht die Lösung ihrer eigentlichen Probleme und Ängste.  Keine der etablierten Parteien und Funktionäre hat  die tatsächlichen Sorgen des „ bodenständigen „  Bürgers verstanden aufzugreifen.  Es ist nicht die Glühbirne, es  ist nicht Stuttgart 21, es ist auch nicht die Rettung der Banken und Griechenland. 
Es ist die Angst um die eigene Existenz sowie die ständig  weiter schreitende Aufsplitterung unserer Gesellschaft .  Diese Themen werden ALLE zur Zeit etablierten Parteien und Verantwortlichen eines Tages zu verantworten haben.    
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #7 - 26.08.11 um 17:22:12
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Achim schrieb on 26.08.11 um 17:14:43:
xila schrieb on 26.08.11 um 09:21:54:
Falls nicht bis zur Wahl irgendwo auf der Welt eine weitere Atomkatastrophe geschieht, wird's Frau Künast wohl nicht schaffen, in der letzten Umfrage lagen die Grünen noch bei 20,5 Prozent (SPD: 33 Prozent). Viel interessanter noch ist aber, daß die Piratenpartei in den letzten beiden Umfragen mit 4,5 Prozent näher an der Fünfprozenthürde lag als die FDP. Wenn ich bei den Piraten was zu sagen hätte, würde ich alles, was ich habe, in den Endspurt des Berliner Wahlkampfs werfen. Das wäre schon ein Ding, sollten die in Berlin den Einzug ins Parlament schaffen.


Die Piraten-Partei hat ihre Daseinsberechtigung darin, daß sie den Grünen zum Teil die Stimmen wegnehmen.
Wenn man aber das Wahlprogramm durchliest wird man feststellen, daß dieses eine weitere Partei ist, die kein Mensch braucht (wie viel etablierte Parteien natürlich auch...)


Das ändert nichts daran, daß ihr Parlementseinzug eine Sensation wäre - und ein Alarmsignal für die etablierten Parteien. Meine Güte, ich dachte, mit denen wäre es schon fast wieder vorbei. So kann man sich irren.
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #6 - 26.08.11 um 17:14:43
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xila schrieb on 26.08.11 um 09:21:54:
Falls nicht bis zur Wahl irgendwo auf der Welt eine weitere Atomkatastrophe geschieht, wird's Frau Künast wohl nicht schaffen, in der letzten Umfrage lagen die Grünen noch bei 20,5 Prozent (SPD: 33 Prozent). Viel interessanter noch ist aber, daß die Piratenpartei in den letzten beiden Umfragen mit 4,5 Prozent näher an der Fünfprozenthürde lag als die FDP. Wenn ich bei den Piraten was zu sagen hätte, würde ich alles, was ich habe, in den Endspurt des Berliner Wahlkampfs werfen. Das wäre schon ein Ding, sollten die in Berlin den Einzug ins Parlament schaffen.


Die Piraten-Partei hat ihre Daseinsberechtigung darin, daß sie den Grünen zum Teil die Stimmen wegnehmen.
Wenn man aber das Wahlprogramm durchliest wird man feststellen, daß dieses eine weitere Partei ist, die kein Mensch braucht (wie viel etablierte Parteien natürlich auch...)
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #5 - 26.08.11 um 09:21:54
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Falls nicht bis zur Wahl irgendwo auf der Welt eine weitere Atomkatastrophe geschieht, wird's Frau Künast wohl nicht schaffen, in der letzten Umfrage lagen die Grünen noch bei 20,5 Prozent (SPD: 33 Prozent). Viel interessanter noch ist aber, daß die Piratenpartei in den letzten beiden Umfragen mit 4,5 Prozent näher an der Fünfprozenthürde lag als die FDP. Wenn ich bei den Piraten was zu sagen hätte, würde ich alles, was ich habe, in den Endspurt des Berliner Wahlkampfs werfen. Das wäre schon ein Ding, sollten die in Berlin den Einzug ins Parlament schaffen.
  

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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #4 - 05.08.11 um 15:22:24
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Na klar doch! Ein Drogenfreies Leben ist gesund und schön. Dann sollte sich Frau Künast aus der Politik verabschieden, denn auch Macht ist eine Droge. Und die Bereicherungskriminalität unter den Politikern ist weit verbreitet.

Gruß
Gerhard
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #3 - 05.08.11 um 14:36:34
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perle schrieb on 04.08.11 um 19:21:28:
hier noch etwas, dazu, wie die grünen nicht nur von uns wahrgenommen werden:


Quote:
In der spannungsgeladenen Debatte gab es kaum einen gemeinsamen Nenner zwischen der grünen Spitzenkandidatin Renate Künast und Sozialwissenschaftlerin Ulrike Ackermann. Bei deren Bemerkung, die Grünen würden ihren Beitrag zur „Öko-Diktatur“ leisten, erstarrten Künasts Gesichtszüge.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/kuenast-auf-schwierigem-terrain-/4466490.html


und

Quote:
Renate Künast hat sich Ärger mit den Drogenpolitikern ihrer Partei eingehandelt. In einem Interview in der aktuellen „Super Illu" sagt sie auf eine Frage nach der alten Forderung der Grünen nach „Recht auf Rausch“: „In welchem Jahrhundert machen Sie eigentlich dieses Interview mit mir? Diese Zeiten sind längst vorbei. Mein Ziel ist es, dass die Menschen ein möglichst drogenfreies Leben führen, weil ein drogenfreies Leben gesund und schön ist und viele Probleme – nehmen wir nur die Beschaffungskriminalität – gar nicht erst entstehen."

http://www.tagesspiegel.de/berlin/kuenast-gibt-das-hanf-nicht-frei/4460862.html






Die meisten heutigen GRÜNEN sind altgewordene Spießer.
  
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #2 - 05.08.11 um 06:37:51
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Auch die Linken kommentieren Künasts Outing als "grüne Spießerin":
http://rotstehtunsgut.de/2011/08/01/die-grunen-spieser-kommen/
  

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben.
http://www.rauchernews.de
http://www.aranita.de
http://www.bvgg.eu
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perle
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Re: Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
Antwort #1 - 04.08.11 um 19:21:28
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hier noch etwas, dazu, wie die grünen nicht nur von uns wahrgenommen werden:


Quote:
In der spannungsgeladenen Debatte gab es kaum einen gemeinsamen Nenner zwischen der grünen Spitzenkandidatin Renate Künast und Sozialwissenschaftlerin Ulrike Ackermann. Bei deren Bemerkung, die Grünen würden ihren Beitrag zur „Öko-Diktatur“ leisten, erstarrten Künasts Gesichtszüge.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/kuenast-auf-schwierigem-terrain-/4466490.html


und

Quote:
Renate Künast hat sich Ärger mit den Drogenpolitikern ihrer Partei eingehandelt. In einem Interview in der aktuellen „Super Illu" sagt sie auf eine Frage nach der alten Forderung der Grünen nach „Recht auf Rausch“: „In welchem Jahrhundert machen Sie eigentlich dieses Interview mit mir? Diese Zeiten sind längst vorbei. Mein Ziel ist es, dass die Menschen ein möglichst drogenfreies Leben führen, weil ein drogenfreies Leben gesund und schön ist und viele Probleme – nehmen wir nur die Beschaffungskriminalität – gar nicht erst entstehen."

http://www.tagesspiegel.de/berlin/kuenast-gibt-das-hanf-nicht-frei/4460862.html
  

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Dirk
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Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...
02.08.11 um 19:34:34
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Wahlen in Berlin: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ...

»Eine Geschichte aus Berlin« ist der Titel einer Extra-Ausgabe des »Schelm«, herausgegeben von Netzwerk Rauchen in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis »Berlin genießt!«, sechs Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin.

Während eines »Stammtischgesprächs« erörtern der Schelm, die Wirtin der Kneipe »Zum Eck« und ein grüner Sachbearbeiter aus dem Ordnungsamt die wichtigsten Eckpunkte und Absonderlichkeiten des sogenannten Berliner »Nichtraucherschutz«-Gesetzes. Auch die Passivrauchlüge wird debattiert. Ein tolerantes Miteinander von Nichtrauchenden und Rauchenden in Berlin wird eingefordert.
Darüber hinaus werden die »Versprechen« der großen Berliner Parteien zur Abgeordnetenhauswahl am 18. September 2011 vorgestellt und bewertet: Wie soll es weitergehen mit dem Berliner »Nichtraucherschutz«: Das Gesetz weiter verschärfen? Nicht mehr daran rühren? Die Bevormundung mündiger Bürger weiter treiben? Der Schelm will anregen, sich mit den Vorhaben der Parteien vor der Wahl auseinanderzusetzen ...

Eine pdf-Datei des Schelm ist hier eingestellt: http://tinyurl.com/3rkr83t
Bestellungen und die Bedingungen des Bezugs: schelm@betrifft-berlin.de

Eine Druckvorlage wird auf der Internetseite des Schelm eingestellt: http://www.neues-vom-schelm.de

Die Internetseite von Netzwerk Rauchen: http://www.netzwerk-rauchen.de
Die Internetseiten der Bundesversammlung Genuss, Freiheit und Selbstbestimmung: http://bundesversammlung-gfs.de
« Zuletzt geändert: 02.08.11 um 19:47:37 von Dirk »  

Dirk
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