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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) (Bald) 5 Jahre Rauchverbot (Gelesen: 7.280 mal)
Raucherhusten
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #22 - 15.11.12 um 16:25:41
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Interessante Diskussion derzeit im Forum der Augsburger Allgemeinen. Die User beklagen sich, warum es keine urtümlichen Kneipen gibt, sondern nur noch Systemgastronomie. Die Folgen des VE werden immer deutlicher.

http://tinyurl.com/cew987r
  

"Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird." (Le Bon, Psychologie der Massen)
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ChristophL
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #21 - 01.11.12 um 01:54:16
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Destruktor schrieb on 31.10.12 um 14:21:51:
Aus meiner Sicht winkt Merkel alles, was von den "internationalen Organisationen" kommt, ungefiltert durch.

Das sieht man auch bei den Themen "Klimaschutz", " "Banken - Rettung", "Euro - Rettung", usw..

Merkel ist für mich keine deutsche Kanzlerin, eher so eine Art Vertreterin "globalistischer Interessen". 


Ganz gewiss. Aber kennst du irgendein Land hier in der Gegend, welches auch nur bei einem der genannten Punkte von dieser Einheitslinie nennenswert abgewichen ist?
Das ist eben das Problem, es macht keinen Riesenunterschied mehr, wo man lebt und erst recht nicht, wer dort die Wahlen gewinnt.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #20 - 31.10.12 um 14:21:51
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ChristophL schrieb on 31.10.12 um 02:18:03:
BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 19:31:18:
Ich versuche es mir vorzustellen und lande wieder bei derselben Überlegung: falsch verstandener Idealismus mag für eine große Zahl der Antis der eigene Beweggrund sein, in dieser Richtung aktiv zu sein oder zu bleiben, aber daß sich eine derartige Bewegung, ganz ohne weitergehende politische Überlegungen, zu einem derartigen Grundsatzprogramm auswächst, das halte ich wiederum für zu kurz gedacht.

Für den einzelnen RV-Befürworter mag diese Perspektive ja stimmen, aber wenn man sich beispielsweise Destruktors Beispiele von weiter oben ansieht, dann fällt doch da ein gewisses Muster auf, das zwar für den jeweils einzelnen Befürworter der Maßnahme die "Gutmenschen-Perspektive" vom fehlgeleiteten Idealismus passt, sie aber nicht erklärt, wie ein gesellschaftliches Klima zugunsten derartiger Veränderungen erzeugt werden konnte. Die Rauchverbote wurden erst möglich, nachdem man es durch dauerhafte Berichterstattung über Jahre hinweg geschafft hatte, eine Unhinterfragbarkeit der Behauptung "Passivrauch schadet" zu erreichen.

Und vergleiche ich diese Entwicklung mit den von Destruktor gebrachten Beispielen, so fällt doch auf, dass es noch ganz andere Entwicklungen gibt, die man mit "verfehltem Idealismus" begründen kann. Nur ob man mit dieser Erklärung bei der Ursache des ganzen gelandet ist, das bezweifle ich.


Man muss aufpassen, nicht nach einer Weltformel oder einer Gesamtverschwörung zu suchen. Es sind einfach viele Faktoren, die zusammenlaufen. Das Projekt der Antis steht im Mittelpunkt und zum Erfolg tragen eine Reihe von Faktoren bei, etwa die Interessen des medinzinisch-industriellen Komplexes, eine von deutlicher Weltsicht und bestimmten Wählergruppen entkoppelte Parteipolitik u.v.m. Der Faulheit wegen zitiere ich mal etwas, was ich vor Jahren hier schon geschrieben habe:

Quote:
Die verschiedenen Faktoren, ideologisch wie finanziell, die hinter der Tabakkontrolle und analogen Prohibitionismen liegen, haben wir immer wieder in diesem Forum definiert.
Macht, Geld, Ansehen, Hass als Triebfedern, unterschiedlich verteilt auf die Akteure: im Public-Health-Sektor, bei Big Pharma, in den Verwaltungen, der Politik, der "Zivilgesellschaft", gepaart mit der üblichen Intoleranz, dem Sündenbockdenken und manchem mehr.


Tabakantis haben - nicht als einzige - den Marsch durch die Institutionen erfolgreich beschritten und eine Art kulturelle Hegenomie erlangt. Sie profitieren von einem sich selbst reproduzierenden Mainstream.
Das hat Jahrzehnte gedauert und sich langsam aufgebaut. So geht der Prozess auch weiter, sich tendenziell verschnellernd; so ähnlich auch bei Alkohol und Nahrungsmitteln. Oder Klima usw.







Ich beobachte die Antiraucherentwicklung bereits seit vielen Jahren.

Den entscheidenden Durchbruch erzielten die Antis nach den Tabak - Werbeverboten im  Jahr 2006, zu Beginn der Kanzlerschaft von Merkel. Aus meiner Sicht winkt Merkel alles, was von den "internationalen Organisationen" kommt, ungefiltert durch.

Das sieht man auch bei den Themen "Klimaschutz", " "Banken - Rettung", "Euro - Rettung", usw..

Merkel ist für mich keine deutsche Kanzlerin, eher so eine Art Vertreterin "globalistischer Interessen".
  
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ChristophL
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #19 - 31.10.12 um 02:18:03
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BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 19:31:18:
Ich versuche es mir vorzustellen und lande wieder bei derselben Überlegung: falsch verstandener Idealismus mag für eine große Zahl der Antis der eigene Beweggrund sein, in dieser Richtung aktiv zu sein oder zu bleiben, aber daß sich eine derartige Bewegung, ganz ohne weitergehende politische Überlegungen, zu einem derartigen Grundsatzprogramm auswächst, das halte ich wiederum für zu kurz gedacht.

Für den einzelnen RV-Befürworter mag diese Perspektive ja stimmen, aber wenn man sich beispielsweise Destruktors Beispiele von weiter oben ansieht, dann fällt doch da ein gewisses Muster auf, das zwar für den jeweils einzelnen Befürworter der Maßnahme die "Gutmenschen-Perspektive" vom fehlgeleiteten Idealismus passt, sie aber nicht erklärt, wie ein gesellschaftliches Klima zugunsten derartiger Veränderungen erzeugt werden konnte. Die Rauchverbote wurden erst möglich, nachdem man es durch dauerhafte Berichterstattung über Jahre hinweg geschafft hatte, eine Unhinterfragbarkeit der Behauptung "Passivrauch schadet" zu erreichen.

Und vergleiche ich diese Entwicklung mit den von Destruktor gebrachten Beispielen, so fällt doch auf, dass es noch ganz andere Entwicklungen gibt, die man mit "verfehltem Idealismus" begründen kann. Nur ob man mit dieser Erklärung bei der Ursache des ganzen gelandet ist, das bezweifle ich.


Man muss aufpassen, nicht nach einer Weltformel oder einer Gesamtverschwörung zu suchen. Es sind einfach viele Faktoren, die zusammenlaufen. Das Projekt der Antis steht im Mittelpunkt und zum Erfolg tragen eine Reihe von Faktoren bei, etwa die Interessen des medinzinisch-industriellen Komplexes, eine von deutlicher Weltsicht und bestimmten Wählergruppen entkoppelte Parteipolitik u.v.m. Der Faulheit wegen zitiere ich mal etwas, was ich vor Jahren hier schon geschrieben habe:

Quote:
Die verschiedenen Faktoren, ideologisch wie finanziell, die hinter der Tabakkontrolle und analogen Prohibitionismen liegen, haben wir immer wieder in diesem Forum definiert.
Macht, Geld, Ansehen, Hass als Triebfedern, unterschiedlich verteilt auf die Akteure: im Public-Health-Sektor, bei Big Pharma, in den Verwaltungen, der Politik, der "Zivilgesellschaft", gepaart mit der üblichen Intoleranz, dem Sündenbockdenken und manchem mehr.


Tabakantis haben - nicht als einzige - den Marsch durch die Institutionen erfolgreich beschritten und eine Art kulturelle Hegenomie erlangt. Sie profitieren von einem sich selbst reproduzierenden Mainstream.
Das hat Jahrzehnte gedauert und sich langsam aufgebaut. So geht der Prozess auch weiter, sich tendenziell verschnellernd; so ähnlich auch bei Alkohol und Nahrungsmitteln. Oder Klima usw.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #18 - 30.10.12 um 20:44:41
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BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 19:31:18:
xila schrieb on 30.10.12 um 15:53:55:
Du verstehst es deshalb nicht, weil du einen zu kleinen Bildausschnitt betrachtest. Frag dich, wie jemand das begründen würde, wenn er das Ziel verfolgt, das Rauchen auszurotten, und versuch, die Welt aus seinen Augen zu betrachten. Dann wirst du rasch begreifen, wie unwichtig das Wohl und Wehe der Gastronomie und derjenigen, die sie nutzen, diesen Leuten sein muß.

Es geht hier - trotz mancher Leute und Organisationen, die dabei auch ihr ganz eigenes Süppchen kochen - in erster Linie um fehlgeleiteten Idealismus, dem es gelungen ist, den ganzen schwerfälligen Apparat in die von ihm gewünschte Richtung in Bewegung zu setzen, genauso wie bei der Alkoholprohibition und mit demselben Tunnelblick und demselben Nichtwahrhabenwollen negativer Wirkungen ihrer gutgemeinten Bemühungen. 


Ich versuche es mir vorzustellen und lande wieder bei derselben Überlegung: falsch verstandener Idealismus mag für eine große Zahl der Antis der eigene Beweggrund sein, in dieser Richtung aktiv zu sein oder zu bleiben, aber daß sich eine derartige Bewegung, ganz ohne weitergehende politische Überlegungen, zu einem derartigen Grundsatzprogramm auswächst, das halte ich wiederum für zu kurz gedacht.

Für den einzelnen RV-Befürworter mag diese Perspektive ja stimmen, aber wenn man sich beispielsweise Destruktors Beispiele von weiter oben ansieht, dann fällt doch da ein gewisses Muster auf, das zwar für den jeweils einzelnen Befürworter der Maßnahme die "Gutmenschen-Perspektive" vom fehlgeleiteten Idealismus passt, sie aber nicht erklärt, wie ein gesellschaftliches Klima zugunsten derartiger Veränderungen erzeugt werden konnte. Die Rauchverbote wurden erst möglich, nachdem man es durch dauerhafte Berichterstattung über Jahre hinweg geschafft hatte, eine Unhinterfragbarkeit der Behauptung "Passivrauch schadet" zu erreichen.

Und vergleiche ich diese Entwicklung mit den von Destruktor gebrachten Beispielen, so fällt doch auf, dass es noch ganz andere Entwicklungen gibt, die man mit "verfehltem Idealismus" begründen kann. Nur ob man mit dieser Erklärung bei der Ursache des ganzen gelandet ist, das bezweifle ich.



Ich glaube, den Sinn des Satzes "Passivrauchen schadet" kapiert nur eine Minderheit. Die Gefahren des Rauchens und des Passivrauchens werden doch sogar in den Medien oft bunt durcheinandergewürfelt, und in den Köpfen der normalen Leute sieht es noch viel schlimmer durcheinander aus. Übrigens verhält sich auch nur eine Minderheit der Nichtraucher so, als würde sie sich ernsthaft vor Gesundheitsschäden durch Passivrauchen fürchten. Das gilt sogar für diejenigen, die den Geruch nicht mögen.

Der Schlüsselsatz lautet also eher "Rauchen ist schädlich".

Lies Victor Klemperers Tagebücher, wenn du wissen willst, wie solche gruppendynamischen Prozesse, über einen Mehrjahreszeitraum verteilt, in der Praxis funktionieren; ich bekam sogar eine Ahnung davon, wie und warum sie jetzt wieder funktionieren. Letztlich macht man bei der Bewertung des Verhaltens der Menschen jener Zeit auch immer wieder den Fehler, nach einer ganz bestimmten Art von Logik zu suchen, die es dabei einfach nicht gegeben hat. Die gibt es jetzt wieder nicht.



  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #17 - 30.10.12 um 19:36:42
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ChristophL schrieb on 30.10.12 um 17:07:21:
Vor einem "So schlimm wird's schon nicht werden" kann ich nur warnen. Da gab es in der Geschichte schon ganz andere Erfahrungen. Und der "Einfluss der Tabakindustrie" wird wohl überschätzt, da ihn die Antis als Chimäre immer an die Wand malen. Sicher, die Konzerne haben mehr Einfluss als wir, die unabhängige Bewegung bzw. als die latente Masse Raucher, deshalb ist Plain Packaging auch schwerer durchzusetzen als manch andere Maßnahme. Aber die Entwicklungen in diese Richtung und im Übrigen auch die tabaksteuerverursachte Verlagerung in den illegalen Sektor deuten bereits die schleichende Veränderungen an. Und die Tabakbekämpfung entschlossen, auch den nächsten Schritt zu gehen.



Hallo ChristophL,

Volle Zustimmung. Bereits 2007 und 2010 wurde doch die Hartnäckigkeit der Gegenseite unterschätzt, und ohne eine echte Gegenwehr haben die Raucher 2010 das Feld geräumt.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #16 - 30.10.12 um 19:31:18
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xila schrieb on 30.10.12 um 15:53:55:
Du verstehst es deshalb nicht, weil du einen zu kleinen Bildausschnitt betrachtest. Frag dich, wie jemand das begründen würde, wenn er das Ziel verfolgt, das Rauchen auszurotten, und versuch, die Welt aus seinen Augen zu betrachten. Dann wirst du rasch begreifen, wie unwichtig das Wohl und Wehe der Gastronomie und derjenigen, die sie nutzen, diesen Leuten sein muß.

Es geht hier - trotz mancher Leute und Organisationen, die dabei auch ihr ganz eigenes Süppchen kochen - in erster Linie um fehlgeleiteten Idealismus, dem es gelungen ist, den ganzen schwerfälligen Apparat in die von ihm gewünschte Richtung in Bewegung zu setzen, genauso wie bei der Alkoholprohibition und mit demselben Tunnelblick und demselben Nichtwahrhabenwollen negativer Wirkungen ihrer gutgemeinten Bemühungen. 


Ich versuche es mir vorzustellen und lande wieder bei derselben Überlegung: falsch verstandener Idealismus mag für eine große Zahl der Antis der eigene Beweggrund sein, in dieser Richtung aktiv zu sein oder zu bleiben, aber daß sich eine derartige Bewegung, ganz ohne weitergehende politische Überlegungen, zu einem derartigen Grundsatzprogramm auswächst, das halte ich wiederum für zu kurz gedacht.

Für den einzelnen RV-Befürworter mag diese Perspektive ja stimmen, aber wenn man sich beispielsweise Destruktors Beispiele von weiter oben ansieht, dann fällt doch da ein gewisses Muster auf, das zwar für den jeweils einzelnen Befürworter der Maßnahme die "Gutmenschen-Perspektive" vom fehlgeleiteten Idealismus passt, sie aber nicht erklärt, wie ein gesellschaftliches Klima zugunsten derartiger Veränderungen erzeugt werden konnte. Die Rauchverbote wurden erst möglich, nachdem man es durch dauerhafte Berichterstattung über Jahre hinweg geschafft hatte, eine Unhinterfragbarkeit der Behauptung "Passivrauch schadet" zu erreichen.

Und vergleiche ich diese Entwicklung mit den von Destruktor gebrachten Beispielen, so fällt doch auf, dass es noch ganz andere Entwicklungen gibt, die man mit "verfehltem Idealismus" begründen kann. Nur ob man mit dieser Erklärung bei der Ursache des ganzen gelandet ist, das bezweifle ich.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #15 - 30.10.12 um 17:29:16
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Raucherhusten schrieb on 30.10.12 um 16:03:51:
Destruktor schrieb on 30.10.12 um 13:26:54:
Irgendwann kommt dann das Totalverbot inklusive Kriminalisierung aller Tabakprodukte.

Soweit sehe ich das nicht kommen, dazu hat die Tabakindustrie ziviel Einfluss. Wenn, dann wird es auf eine Totalregulierung herauslaufen, ohne das dabei die Einnahmen einer Milliardenwirtschaft beeinträchtigt werden.


So ähnlich haben die jüdischen Unternehmer - vor allem die großen - anno '33 auch gedacht: Sie hielten sich für, heute würde man sagen: systemrelevant und damit für grundsätzlich absolut sicher. Das weiß ich aus den Lebenserinnerungen eines jüdischen Zigarrenfabrikanten, der sich damals nach eigener Aussage bei allen möglichen Sitzungen und Versammlungen erfolglos den Mund fusselig geredet hat, bevor er sich selbst ins Ausland abgeseilt hat, was, wie wir heute leicht beurteilen können, eine sehr viel klügere und weitblickendere Entscheidung war. Viele seiner damaligen Gesprächspartner haben es mit dem Leben bezahlt, daß sie glaubten, sich sicher fühlen zu können, weil sie zu jenem Zeitpunkt tatsächlich noch nicht hätten beseitigt werden können.

Eines der Zwischenziele der Antis besteht darin, die Tabakindustrie in eine Position zu bringen, in der sie nicht mehr "systemrelevant" ist. Ob sie das erreicht, steht natürlich in den Sternen, denn dazu müßte der Bevölkerungsanteil der Raucher viel schneller und stärker zurückgehen. Aber daß sie dieses Ziel hat, sollen wir trotzdem nicht auf die leichte Schulter nehmen.


  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #14 - 30.10.12 um 17:10:38
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xila schrieb on 30.10.12 um 17:02:13:
Selbstverständlich waren auch die Nazis Idealisten im hier gemeinten Sinne. Und die Kommunisten stalinistischer Prägung natürlich auch. Ebenso die Heilige Inquisition, wenn wir schon dabei sind. Sie hatten alle eine Vision von einer Welt, in der das ultimative Übel ausgerottet ist und man herrlich und in Freuden leben wird. Diese jeweilige Vision und die daraus resultierende Besoffenheit der Visionäre von ihren eigenen Wahnvorstellungen sind der Kern. Daß sich um die Visionäre und ihre Schergen herum alles mögliche Gelichter sammelt, denen die Vision eigentlich wurst ist, die aber aus irgendwelchem Eigeninteresse mittun, ändert daran nichts.



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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #13 - 30.10.12 um 17:07:21
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Raucherhusten schrieb on 30.10.12 um 16:03:51:
Destruktor schrieb on 30.10.12 um 13:26:54:
Irgendwann kommt dann das Totalverbot inklusive Kriminalisierung aller Tabakprodukte.

Soweit sehe ich das nicht kommen, dazu hat die Tabakindustrie ziviel Einfluss. Wenn, dann wird es auf eine Totalregulierung herauslaufen, ohne das dabei die Einnahmen einer Milliardenwirtschaft beeinträchtigt werden.


Vor einem "So schlimm wird's schon nicht werden" kann ich nur warnen. Da gab es in der Geschichte schon ganz andere Erfahrungen. Und der "Einfluss der Tabakindustrie" wird wohl überschätzt, da ihn die Antis als Chimäre immer an die Wand malen. Sicher, die Konzerne haben mehr Einfluss als wir, die unabhängige Bewegung bzw. als die latente Masse Raucher, deshalb ist Plain Packaging auch schwerer durchzusetzen als manch andere Maßnahme. Aber die Entwicklungen in diese Richtung und im Übrigen auch die tabaksteuerverursachte Verlagerung in den illegalen Sektor deuten bereits die schleichende Veränderungen an. Und die Tabakbekämpfung entschlossen, auch den nächsten Schritt zu gehen.

  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #12 - 30.10.12 um 17:02:13
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ChristophL schrieb on 30.10.12 um 16:45:42:
xila schrieb on 30.10.12 um 15:53:55:
BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 14:55:06:
Hallo xila,

das sehe ich auch so, aber es beantwortet doch die Frage nach dem "warum?" nicht. Unterstellen wir doch einmal, dass die Leute, die die RV herbeigesehnt haben, wussten, was passieren wird. Längst hatte es ja auch im Ausland Erfahrungen gegeben, die übertragbar waren, also war eine nachhaltige Veränderung der Gastronomie vorhersehbar. Warum hat man diese Sache befürwortet, wenn man selbst auch weiterhin die Gastronomie nicht häufiger besucht als vorher? Ich meine, warum kämpft man für eine Veränderung, die einen selbst gar nicht betrifft? Irgendeine Motivation braucht man doch dafür.



Du verstehst es deshalb nicht, weil du einen zu kleinen Bildausschnitt betrachtest. Frag dich, wie jemand das begründen würde, wenn er das Ziel verfolgt, das Rauchen auszurotten, und versuch, die Welt aus seinen Augen zu betrachten. Dann wirst du rasch begreifen, wie unwichtig das Wohl und Wehe der Gastronomie und derjenigen, die sie nutzen, diesen Leuten sein muß.

Es geht hier - trotz mancher Leute und Organisationen, die dabei auch ihr ganz eigenes Süppchen kochen - in erster Linie um fehlgeleiteten Idealismus, dem es gelungen ist, den ganzen schwerfälligen Apparat in die von ihm gewünschte Richtung in Bewegung zu setzen, genauso wie bei der Alkoholprohibition und mit demselben Tunnelblick und demselben Nichtwahrhabenwollen negativer Wirkungen ihrer gutgemeinten Bemühungen.


"Gutgemeint" insofern, als dass auch andere Fanatiker, wie etwa religiöse Fundamentalisten, Stalinisten oder Nazis immer nur "das Beste" im Sinn haben...
"Beim Hobeln fallen Späne" und "Das Ziel rechtfertigt die Mittel" sind typische Denkmuster dieser Leute. Kneipensterben bedeutet allerdings keinen Kollatoralschaden für sie, sondern ist durchaus erwünscht, da man dort zumeist mit anderen Charakteristika von Kneipen (Alkohol, oft auch Glücksspielautomaten) ebenfalls nichts am Hut hat.
Selbstverständlich spielen Macht, Geld und Ansehen (in unterschiedlicher Mischung) eine zentrale Rolle bei vielen Akteuren, wie bei jeder Art Versuch, seine Mitmenschen zu beherrschen. Anti-Sein ist entweder Berufung, bezahlter Beruf oder beides.



Selbstverständlich waren auch die Nazis Idealisten im hier gemeinten Sinne. Und die Kommunisten stalinistischer Prägung natürlich auch. Ebenso die Heilige Inquisition, wenn wir schon dabei sind. Sie hatten alle eine Vision von einer Welt, in der das ultimative Übel ausgerottet ist und man herrlich und in Freuden leben wird. Diese jeweilige Vision und die daraus resultierende Besoffenheit der Visionäre von ihren eigenen Wahnvorstellungen sind der Kern. Daß sich um die Visionäre und ihre Schergen herum alles mögliche Gelichter sammelt, denen die Vision eigentlich wurst ist, die aber aus irgendwelchem Eigeninteresse mittun, ändert daran nichts.

  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #11 - 30.10.12 um 16:45:42
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xila schrieb on 30.10.12 um 15:53:55:
BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 14:55:06:
Hallo xila,

das sehe ich auch so, aber es beantwortet doch die Frage nach dem "warum?" nicht. Unterstellen wir doch einmal, dass die Leute, die die RV herbeigesehnt haben, wussten, was passieren wird. Längst hatte es ja auch im Ausland Erfahrungen gegeben, die übertragbar waren, also war eine nachhaltige Veränderung der Gastronomie vorhersehbar. Warum hat man diese Sache befürwortet, wenn man selbst auch weiterhin die Gastronomie nicht häufiger besucht als vorher? Ich meine, warum kämpft man für eine Veränderung, die einen selbst gar nicht betrifft? Irgendeine Motivation braucht man doch dafür.



Du verstehst es deshalb nicht, weil du einen zu kleinen Bildausschnitt betrachtest. Frag dich, wie jemand das begründen würde, wenn er das Ziel verfolgt, das Rauchen auszurotten, und versuch, die Welt aus seinen Augen zu betrachten. Dann wirst du rasch begreifen, wie unwichtig das Wohl und Wehe der Gastronomie und derjenigen, die sie nutzen, diesen Leuten sein muß.

Es geht hier - trotz mancher Leute und Organisationen, die dabei auch ihr ganz eigenes Süppchen kochen - in erster Linie um fehlgeleiteten Idealismus, dem es gelungen ist, den ganzen schwerfälligen Apparat in die von ihm gewünschte Richtung in Bewegung zu setzen, genauso wie bei der Alkoholprohibition und mit demselben Tunnelblick und demselben Nichtwahrhabenwollen negativer Wirkungen ihrer gutgemeinten Bemühungen.


"Gutgemeint" insofern, als dass auch andere Fanatiker, wie etwa religiöse Fundamentalisten, Stalinisten oder Nazis immer nur "das Beste" im Sinn haben...
"Beim Hobeln fallen Späne" und "Das Ziel rechtfertigt die Mittel" sind typische Denkmuster dieser Leute. Kneipensterben bedeutet allerdings keinen Kollatoralschaden für sie, sondern ist durchaus erwünscht, da man dort zumeist mit anderen Charakteristika von Kneipen (Alkohol, oft auch Glücksspielautomaten) ebenfalls nichts am Hut hat.
Selbstverständlich spielen Macht, Geld und Ansehen (in unterschiedlicher Mischung) eine zentrale Rolle bei vielen Akteuren, wie bei jeder Art Versuch, seine Mitmenschen zu beherrschen. Anti-Sein ist entweder Berufung, bezahlter Beruf oder beides.

« Zuletzt geändert: 30.10.12 um 16:47:54 von ChristophL »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #10 - 30.10.12 um 16:03:51
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Destruktor schrieb on 30.10.12 um 13:26:54:
Irgendwann kommt dann das Totalverbot inklusive Kriminalisierung aller Tabakprodukte.

Soweit sehe ich das nicht kommen, dazu hat die Tabakindustrie ziviel Einfluss. Wenn, dann wird es auf eine Totalregulierung herauslaufen, ohne das dabei die Einnahmen einer Milliardenwirtschaft beeinträchtigt werden.
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #9 - 30.10.12 um 15:53:55
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BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 14:55:06:
xila schrieb on 30.10.12 um 10:04:42:
Ich tippe darauf, daß der Grundgedanke, mit dem die Antibewegung ihren War on Tobacco angegangen ist, ungefähr so aussah: "Wir müssen eine neue Normalität schaffen, in der das Rauchen keine Rolle mehr spielt. Eine Übergangszeit und die dabei entstehenden Kollateralschäden müssen wir in Kauf nehmen, wenn wir die späteren Vorteile genießen wollen." Und obwohl solche Bewegungen im Lauf der Zeit ihre Eigendynamik entwickeln und man das, was man eigentlich erreichen wollte, leicht aus den Augen verliert, nehme ich an, daß genau das immer noch eine Rolle spielt, wenn Antis unter sich sind. 



Hallo xila,

das sehe ich auch so, aber es beantwortet doch die Frage nach dem "warum?" nicht. Unterstellen wir doch einmal, dass die Leute, die die RV herbeigesehnt haben, wussten, was passieren wird. Längst hatte es ja auch im Ausland Erfahrungen gegeben, die übertragbar waren, also war eine nachhaltige Veränderung der Gastronomie vorhersehbar. Warum hat man diese Sache befürwortet, wenn man selbst auch weiterhin die Gastronomie nicht häufiger besucht als vorher? Ich meine, warum kämpft man für eine Veränderung, die einen selbst gar nicht betrifft? Irgendeine Motivation braucht man doch dafür.



Du verstehst es deshalb nicht, weil du einen zu kleinen Bildausschnitt betrachtest. Frag dich, wie jemand das begründen würde, wenn er das Ziel verfolgt, das Rauchen auszurotten, und versuch, die Welt aus seinen Augen zu betrachten. Dann wirst du rasch begreifen, wie unwichtig das Wohl und Wehe der Gastronomie und derjenigen, die sie nutzen, diesen Leuten sein muß.

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #8 - 30.10.12 um 14:55:06
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xila schrieb on 30.10.12 um 10:04:42:
Ich tippe darauf, daß der Grundgedanke, mit dem die Antibewegung ihren War on Tobacco angegangen ist, ungefähr so aussah: "Wir müssen eine neue Normalität schaffen, in der das Rauchen keine Rolle mehr spielt. Eine Übergangszeit und die dabei entstehenden Kollateralschäden müssen wir in Kauf nehmen, wenn wir die späteren Vorteile genießen wollen." Und obwohl solche Bewegungen im Lauf der Zeit ihre Eigendynamik entwickeln und man das, was man eigentlich erreichen wollte, leicht aus den Augen verliert, nehme ich an, daß genau das immer noch eine Rolle spielt, wenn Antis unter sich sind. 



Hallo xila,

das sehe ich auch so, aber es beantwortet doch die Frage nach dem "warum?" nicht. Unterstellen wir doch einmal, dass die Leute, die die RV herbeigesehnt haben, wussten, was passieren wird. Längst hatte es ja auch im Ausland Erfahrungen gegeben, die übertragbar waren, also war eine nachhaltige Veränderung der Gastronomie vorhersehbar. Warum hat man diese Sache befürwortet, wenn man selbst auch weiterhin die Gastronomie nicht häufiger besucht als vorher? Ich meine, warum kämpft man für eine Veränderung, die einen selbst gar nicht betrifft? Irgendeine Motivation braucht man doch dafür.

Motorhead schrieb on 30.10.12 um 12:54:16:
Geschrieben von: MotorheadMarkieren & Zitieren Zitieren      Geschrieben am: Heute um 13:54:16
Hallo, BY-Raucher!

Wenn es nur bei den Rauchverboten geblieben wäre. Aber ich nehme z. B. eine Reise in das Ruhrgebiet zu einem Konzert, einmal 2000 und einmal 2010.

Was hat sich getan? Auf der Autobahn sehe ich Windräder und Solaranlagen, die ich mitfinanziert habe durch meine Steuern aber am Gewinn nicht beteileigt bin. Die auch zusätzlich noch die Landschaft verschandeln. Auf etlichen Kilometern wurde ein Tempolimit eingeführt, warum weiss keiner.

In Essen gibt es dann eine Umweltzone, darf ich eigentlich auch nicht mehr rein. Illegal fahre ich weiter und darf dann in der Konzerthalle nicht rauchen. Usw. usf...

D. h. 2000 bin ich einfach so zum Konzert gefahren und habe micht ganz normal verhalten; 2010 habe ich bei gleichem Verhalten mindestens drei Gesetzesverstösse begangen und das kotzt mich an.

Interessant ist übrigens, daß nahezu alles ein paar Kilometer weiter in NL so nicht passiert ist (o. k. bis auf das Rauchen) Ärgerlich



Hallo Motorhead,

solche Betrachtungen mache ich auch manchmal, die Gesamtzahl der Zumutungen, der direkten Eingriffe ins alltägliche Leben hat deutlich zugenommen. Und Deine Beispiele lassen sich in meinen Augen ähnlich bewerten wie das Rauchverbot, sie brachten für die Allgemeinheit insgesamt wenig bis keine Vorteile, um den Preis massiver Einschränkungen. Das meinte ich auch mit dem, was ich im Ursprungspost "allgegenwärtige Situation des Zwangs" nannte. Es ist schwer erklärbar, aber an allen möglichen Ecken vor allem des alltäglichen Lebens wurde und wird ein Faß nach dem andern aufgemacht. Beim Weggehen ist doch mit dieser "kenn-dein-Limit"-Sache auch seit einiger Zeit klar, wohin die Reise geht. Es bleibt nicht bei der "Entnormalisierung" des Rauchens, sondern es kommt die Entnormalisierung verschiedenster Verhaltensweisen.

Destruktor schrieb on 30.10.12 um 13:26:54:
Die Totalität der Forderungen wird von der Langfrist - Strategie der Tabakkontrolle vorgegeben.

Etappenziel ist eine kompett rauchfreie Gastronomie, danach geht es an Autos und Wohnungen, bis die Raucher nur noch irgendwo abseits im Freien rauchen dürfen.

Irgendwann kommt dann das Totalverbot inklusive Kriminalisierung aller Tabakprodukte. 



Hallo Destruktor,

damit hast Du schon recht. Es bleibt aber weiterhin die Frage nach dem dahinter stehenden Grund für die ganze Betriebsamkeit. Auch wirtschaftliche Interessen einzelner Lobbys reichen mir als Grund für die Vehemenz, mit der die Gegenseite gekämpft hat, nicht mehr aus. Dass trotz der negativen Erfahrungen in Bayern in anderen Bundesländern auf Biegen und Brechen ebenfalls ein Totalverbot her soll, muss weitergehende Gründe haben, ebenso wie die vorübergehende Dominanz in den Medien im damaligen Zeitraum, u.ä. Stellt eine rauchfreie Welt als übergeordnetes Ziel wirklich eine derart verlockende Vision dar, dass Menschen ohne jeden weiteren Grund über Jahrzehnte darauf hin arbeiten, internationale Rahmenabkommen durchsetzen können und dem Thema Rauchen ihrerseits eine derartige Wichtigkeit zukommen lassen, wie sie sonst nur wesentlich grundsätzlichere Themen für sich beanspruchen können?
  
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