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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) (Bald) 5 Jahre Rauchverbot (Gelesen: 8.803 mal)
BY-Raucher
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(Bald) 5 Jahre Rauchverbot
29.10.12 um 03:25:30
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Nach mittlerweile bald 5 Jahren Rauchverbot in Bayern halte ich für mich die Zeit für gekommen, ein vorläufiges Resümee zu ziehen. Wenn ich hier auch allgemein sehr wenig geschrieben habe und mein Engagement im Vorfeld des Volksentscheid 2010 mittlerweile über 2 Jahre her ist, so habe ich doch die weiteren Ereignisse in Sachen "Rauchverbot"  zur Kenntnis genommen.

Zunächst einmal scheint es in der medialen Berichterstattung ruhig geworden zu sein. Einzelne Vorstöße zu weiteren Verschärfungen, wie beispielsweise das Rauchverbot an Bord von Schiffen auf bayerischen Seen, bringen zwar das zu Grunde liegende Thema wieder auf die Tagesordnung, Konsens in der breiten Masse ist aber im Moment, das Rauchverbot sei aufgrund wissenschaftlicher Tatsachen, untermauert durch eine nachgeschobene Legitimation in Form des Volksentscheides, ein unantastbarer Grundsatz des öffentlichen Lebens in allen Formen seiner gastronomischen Ausprägungen. Dieser Grundsatz wird mittlerweile anscheinend auch von einer Mehrheit der Raucher mitgetragen, sei es mit der geballten Faust in der Tasche, sei es mit einem demonstrativ zur Schau gestellten "Anpassungsgebaren" ("ich gehe gern vor die Tür, ich nehme Rücksicht", u.ä.).

Für mich selbst hat sich die Situation subjektiv dahingehend geändert, wie ich dies bereits gegen Ende des Jahres 2007 befürchtet hatte. Vor genau 5 Jahren lag der 01.01.2008 noch gefühlt sehr weit in der Zukunft, ein Rauchverbot schien, auch so kurz zuvor, absolut unvorstellbar. Mit diesem Gefühl stand ich damals nicht allein da, im Gegenteil, man ignorierte weitestgehend das drohende Unheil und versuchte, die verbleibende Zeit besonders ausgiebig zu nutzen.

Doch bereits zu dieser Zeit kamen dann doch immer wieder Diskussionen auf, wie es denn weiter ginge ab 2008. Die Bandbreite der geäußerten Vermutungen ging von gar keinen Auswirkungen ("Ach, dann wird halt draußen geraucht...") bis zu betriebsblinden Wunschvorstellungen ("Das wird sich nicht durchsetzen lassen, die Leute werden sich das nicht gefallen lassen, JEMAND wird da schon was machen", usw.). Ich selbst hing damals auch diesen Wunschvorstellungen an, hatte aber schon die Erfahrung machen dürfen, dass die Mehrzahl meiner Mitmenschen es ungern auf offene Konfrontationen und Regelüberschreitungen ankommen ließen. Somit verdrängte ich zunächst weitere Gedanken und wartete ab. Zusätzlich wurde ja zur gleichen Zeit noch diskutiert, ob es nicht doch Ausnahmeregelungen geben sollte, und so ließ ich es bis 2008 dabei bewenden.

Wie es dann tatsächlich kam, wurde hier und andernorts seitdem immer wieder diskutiert und konnte draußen selbst erfahren und erlebt werden. Der erste Kneipenbesuch am Beginn des neuen Jahres hatte durch das Rauchverbot noch einen gewissen Erlebnischarakter, der Hinweis des Türstehers, das Lokal dürfe erst nach dem Begleichen der Rechnung zum Rauchen verlassen werden, wurde von der großen Zahl der herausdrängenden Raucher einfach ignoriert. Dieser Abend stellte eine interessante Abwechslung im bisherigen (verrauchten) Weggeh-Einerlei dar, reichte mir persönlich aber für die nachfolgenden Wochen bis zum Aufkommen der Raucherclubs aus.

Deren Aufkommen zeichnete sich dann bereits nach kurzer Zeit ab, die Situation war gerettet, der häufig genannte JEMAND hatte sich doch tatsächlich etwas einfallen lassen und für die nächsten Monate ging alles (unter Einschränkungen) so weiter wie zuvor, bis auf den Umstand, dass trotzdem eine große Zahl gastronomischer Betriebe weiter das Rauchverbot beibehielt. Auch machten pragmatische Lösungen wie das Rauchen nach Küchenschluß und ähnliches die Runde. Hätte man nicht geahnt, dass die Gegenseite sich damit wohl nicht zufrieden geben würde, so hätte man 2008 noch davon ausgehen können, so etwas wie eine Kompromißlösung gefunden zu haben. Den weiteren Weg von da an muß ich, so denke ich, nicht nachzeichnen. Gerade über die Ereignisse im Vorfeld des VEs wurde hier und in anderen Foren ausgiebig diskutiert.

Bleibt mir, meine Eindrücke der Gegenwart festzuhalten. Für mich und andere hat sich das "Weggehen" in allen seinen Spielarten mehr oder weniger stark geändert. Neben der offensichtlichen Veränderung, nicht mehr drinnen rauchen zu dürfen, haben sich eine gewisse Zahl weiterer Veränderungen gesellt, die mir mittlerweile aber fast noch mehr zu denken geben.

Zunächst ist da die gefühlte allgegenwärtige Situation des Zwangs. Früher war die Zeit abends und am Wochenende druch einen bisweilen verruchten Charakter gekennzeichnet, der sie vom normalen Alltag unterschied. Es schien, als "ginge alles", man durfte laut sein, aus sich rausgehen, über die Stränge schlagen, usw. Und in dieses Gefühl passt ein Rauchverbot bis heute in meinen Augen überhaupt nicht hinein. Wen interessiert denn am Samstag-Abend die Gesundheit, die verrauchten Klamotten, o.ä.? Es war auch zuvor so, dass man solche Sachen am nächsten Tag nicht besonders erbaulich fand, aber man hatte um deren Preis einen (zumeist) lustigen und unbeschwerten Abend.

Das nächste ist die permanente Zerrissenheit jeder Art von Gruppe, mit der man unterwegs ist. Saß man früher, bis auf unvermeidliche Toilettengänge u.ä., den ganzen Abend zusammen, so trennt sich die Gruppe heutzutage mehrmals am Abend. Die Raucher hetzen nach draußen, die Nichtraucher sitzen um einen halbleeren Tisch, von Entspanntheit oder Unbeschwertheit keine Spur. Zusätzlich darf man entweder sein Glas vor der Zigarette leeren oder das Bier schal werden lassen, da man selbstredend in der Mehrzahl der Fälle das Getränk nicht mitnehmen darf.

Drittens ist ein Verlust der Atmosphäre bestimmter Lokalitäten zu beobachten. Musste man früher im Billardlokal auf einen Tisch warten, so steht man heute an einem der wenigen bespielten Tische, nimmt nebenbei zur Kenntnis, dass die Mehrheit der Tischnachbarn auch alle Stunde zum Rauchen den Tisch verlässt, um sich dann gemeinsam mit dem Personal vor der Tür beim Rauchen einzufinden. In einer Kneipe, einer Bar oder auch einem Cafe sieht es des öfteren ähnlich aus.

Alles in allem hat man meiner Meinung nach für nichts und wieder nichts eine Regelung eingeführt, die an der gelebten Realität einer Mehrzahl der tatsächlichen Gastronomiebesucher vorbeigeht. Ich stelle nach 5 Jahren bei keiner Mehrheit, weder dem Personal, noch den Gästen oder den Anwohnern, eine höhere Zufriedenheit fest, im Gegenteil. Selbst nichtrauchende Wirte und Kellner äußern bisweilen, sie hätten lieber in einem verrauchten Lokal zu tun, als in einem rauchfreien Lokal um ihre Zukunft zu bangen oder sich zumindest die Beine in den Bauch zu stehen.

Man hat in meinen Augen vollkommen sinnlos eine vielschichtige Weggeh-, Feier- und Bewirtungskultur nachhaltig geschädigt und in einzelnen Bereichen zerstört. Ich halte ich dies bis heute nicht für eine unerwünschte Entwicklung seitens der RV-Befürworter, sondern für eine von Anfang an absehbare, in Kauf genommene und, in Teilen evtl. gewollte, Entwicklung. Die Masse hat es sich gefallen lassen. Die Versuche zur Abwendung der heutigen Situation im Jahre 2010, die auch ich selbst insgesamt für zielführend gehalten habe, haben sich meiner Meinung nach als zu defensiv und erfolglos herausgestellt. Bezeichnend war für mich die Veranstaltung am 04.07.10 des VEBWK, die, so berichteten mir damalige Mitstreiter, in einem rauchfreien Lokal statt fand. Man stelle sich vor, die Gegenseite hätte ihre Veranstaltung im (noch erlaubten) Raucherbereich eines Lokals veranstaltet.

Mit Bitte um andere Meinungen,

BY-Raucher
« Zuletzt geändert: 29.10.12 um 03:27:01 von BY-Raucher »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #1 - 29.10.12 um 09:32:55
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BY-Raucher,

ich sehe das absolut genauso, und es ist in BW mit seinem Rauchverbot mit Ausnahmeregelungen letztlich ebenfalls spürbar.

Normalerweise vermeide ich ja Nichtraucherlokale, aber kürzlich habe ich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gleich zwei hintereinander besucht. Es waren ehemalige Dorfwirtschaften, die nun wegen des Essensangebots Nichtraucherlokale sind. Und es war einfach trostlos. Beides waren große Lokale, eines davon mit der alten, rustikalen Einrichtung einschließlich Stammtisch und so weiter, das andere modern und schick umgestylt, beide auf ihre Art schön, aber beide - trotz hervorragendem Essen - so gut wie leer. Im einen waren außer mir noch drei Gäste da, im anderen saß ich, bis kurz bevor ich bezahlt habe, mutterseeelenalleine, dann kam noch ein Paar in meinem Alter. Ich war früh dran gewesen mit dem Essen (kurz nach 19 Uhr), und gegen 21 Uhr kam ich noch einmal an dem Gebäude vorbei und sah, daß alles schon dunkel war. So etwas muß doch deprimierend sein, wenn man ein Restaurant betreibt.

Restaurantkonzepte, die nur auf Gäste zugeschnitten sind, die essen gehen wollen, funktionieren auf dem Dorf offensichtlich nicht, jedenfalls nicht unter der Woche - am Wochenende ist es möglicherweise ein bißchen besser. Und andere Gäste kann man in einer Nichtraucher-Dorfwirtschaft offensichtlich nicht anlocken. Wie soll man als Inhaber auf diese Weise denn auf einen grünen Zweig kommen?

Wieder einen Tag später hatte ich mehr Glück und aß in einem Restaurant mit Raucherbereich. Da war die Küche auch kurz nach 21 Uhr zu, aber der Raucherbereich war noch gut mit Gästen aus der Nachbarschaft besetzt (und es waren durchaus auch ein paar Nichtraucher dabei), die sich ihr Bier oder ihr Viertele schmecken ließen, und die Wirtin setzte sich dann auch noch ein bißchen dazu. Das war richtig nett und gemütlich, und man war auch gleich mit den Leuten im Gespräch, obwohl ich, als ich reingekommen bin, niemanden gekannt hatte. Ich bin nach dem Essen dann auch noch geraume Zeit geblieben.

Mir ist schon klar, daß die Antis - und vielleicht zu Recht - darauf spekulieren, daß irgendwann niemand mehr sich an die Zeit erinnert, als es noch kein Rauchverbot in der Gastronomie gegeben hat, und es gar nicht mehr wahrnimmt, was sich darüber hinaus noch alles verändert hat. Aber es ist unbestreitbar etwas Wichtiges dabei verloren gegangen. Ich habe es an diesen beiden Abenden vermißt, sogar mehr als den Aschenbecher auf dem Tisch.

  

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G-H-L
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #2 - 29.10.12 um 17:51:33
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xila schrieb on 29.10.12 um 09:32:55:
Restaurantkonzepte, die nur auf Gäste zugeschnitten sind, die essen gehen wollen, funktionieren auf dem Dorf offensichtlich nicht, jedenfalls nicht unter der Woche - am Wochenende ist es möglicherweise ein bißchen besser. Und andere Gäste kann man in einer Nichtraucher-Dorfwirtschaft offensichtlich nicht anlocken. Wie soll man als Inhaber auf diese Weise denn auf einen grünen Zweig kommen?


Nun, es ist eine Tatsache, dass gerade hier in der fränkischen Schweiz, in vielen kleinen Dörfern, gar keine Gastwirtschaften mehr sind. Für die hat es sich nicht rentiert und haben zugemacht. Zulauf bekommen nur die sog. Geheimtipps oder aber die Wirtschaften in Tourismusgegenden.

xila schrieb on 29.10.12 um 09:32:55:
Mir ist schon klar, daß die Antis - und vielleicht zu Recht - darauf spekulieren, daß irgendwann niemand mehr sich an die Zeit erinnert, als es noch kein Rauchverbot in der Gastronomie gegeben hat, und es gar nicht mehr wahrnimmt, was sich darüber hinaus noch alles verändert hat. Aber es ist unbestreitbar etwas Wichtiges dabei verloren gegangen. Ich habe es an diesen beiden Abenden vermißt, sogar mehr als den Aschenbecher auf dem Tisch.


Mir ist auf jeden Fall klar, dass die Antis früher oder später weitere Versuche unternehmen werden das Rauchen noch weiter einzudämmen.

Gruß
Gerhard
  
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Meinrad
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #3 - 29.10.12 um 19:53:51
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BY-Raucher schrieb on 29.10.12 um 03:25:30:
Man hat in meinen Augen vollkommen sinnlos eine vielschichtige Weggeh-, Feier- und Bewirtungskultur nachhaltig geschädigt und in einzelnen Bereichen zerstört. Ich halte ich dies bis heute nicht für eine unerwünschte Entwicklung seitens der RV-Befürworter, sondern für eine von Anfang an absehbare, in Kauf genommene und, in Teilen evtl. gewollte, Entwicklung.
BY-Raucher


Das war meiner Meinung nach das Eigentliche. Überleg mal die Nebenwirkungen: in  zehn Jahren gibt es da keinen Verein mehr, keine Feuerwehr, keinen Stammtisch.  Wir sind dann ein Volk von Einzelnen und das hat den Vorteil, dass sie da völlig ungestört durchregieren können.

Es ist ja nun sehr der Eindruck vom "Bild"-lesenden Stammtischbruder gepflegt worden, der immer nur billige Phrasen drischt. Ich behaupte, die Stammtische waren besser als ihr Ruf. Solange die existierten, konnte die Gemeinde nicht einfach machen, was sie wollte, da war Opposition. Jetzt schimpfen die Leute zuhause, was niemanden kratzt.

Ich habe in Bezug auf die Stammtische die Vergangenheitsform gewählt und denke, dass ich da richtig liege. Oder ?

Wenn das das Ziel war, eine Gesellschaft von Einzelnen zu schaffen, in der es keinerlei "Zusammenballungen" mehr gibt, dann war das Rauchverbot ein Volltreffer.  Um genau das dreht es sich.
« Zuletzt geändert: 29.10.12 um 19:55:22 von Meinrad »  
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BY-Raucher
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #4 - 29.10.12 um 21:11:21
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xila schrieb on 29.10.12 um 09:32:55:
Mir ist schon klar, daß die Antis - und vielleicht zu Recht - darauf spekulieren, daß irgendwann niemand mehr sich an die Zeit erinnert, als es noch kein Rauchverbot in der Gastronomie gegeben hat, und es gar nicht mehr wahrnimmt, was sich darüber hinaus noch alles verändert hat. Aber es ist unbestreitbar etwas Wichtiges dabei verloren gegangen. Ich habe es an diesen beiden Abenden vermißt, sogar mehr als den Aschenbecher auf dem Tisch.


Ich denke, das ist längst passiert. Ein beträchtlicher Teil der heute Anfang 20-jährigen war doch schon nicht mehr aktiv vor dem Rauchverbot weg, und die älteren Jahrgänge reden sich die Situation zurecht, es sei immer schon so gewesen, damals volle Lokale "seien der Erinnerung geschuldet", usw.  Ärgerlich

G-H-L schrieb on 29.10.12 um 17:51:33:
Nun, es ist eine Tatsache, dass gerade hier in der fränkischen Schweiz, in vielen kleinen Dörfern, gar keine Gastwirtschaften mehr sind.


Man konnte mir und anderen bereits vor 5 Jahren nicht erzählen, dass die, die das RV auf die Tagesordnung gebracht haben, das nicht geahnt oder gewusst hätten. Es handelt sich bei diesen Entwicklungen um strukturelle Schäden, die im Dienste höherer Interessen in Kauf genommen wurden.

Meinrad schrieb on 29.10.12 um 19:53:51:
Wenn das das Ziel war, eine Gesellschaft von Einzelnen zu schaffen, in der es keinerlei "Zusammenballungen" mehr gibt, dann war das Rauchverbot ein Volltreffer.Um genau das dreht es sich.



Da kommen wir der Sache meiner Meinung nach schon wesentlich näher. Das würde dann auch die Vehemenz erklären, mit der bis heute jede Form von Ausnahmeregelung bekämpft wird. Selbst wenn die unterstellten gesundheitlichen Belastungen durch (Passiv-)Rauchen tatsächlich vorhanden wären, würde sich die Totalität der Forderungen und Durchführungen dadurch nicht erklären lassen.
  
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xila
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #5 - 30.10.12 um 10:04:42
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BY-Raucher schrieb on 29.10.12 um 21:11:21:
Meinrad schrieb on 29.10.12 um 19:53:51:
Wenn das das Ziel war, eine Gesellschaft von Einzelnen zu schaffen, in der es keinerlei "Zusammenballungen" mehr gibt, dann war das Rauchverbot ein Volltreffer.Um genau das dreht es sich.



Da kommen wir der Sache meiner Meinung nach schon wesentlich näher. Das würde dann auch die Vehemenz erklären, mit der bis heute jede Form von Ausnahmeregelung bekämpft wird. Selbst wenn die unterstellten gesundheitlichen Belastungen durch (Passiv-)Rauchen tatsächlich vorhanden wären, würde sich die Totalität der Forderungen und Durchführungen dadurch nicht erklären lassen.


Ich glaube nicht, daß die Entsolidarisierung bewußter Bestandteil eines Plans war, aber derselbe Nebeneffekt wurde und wird ja bei vielen steuernden Maßnahmen von der Politik gerne in Kauf genommen, was ich in jedem der zugehörigen Fälle für höchst fahrlässig halte. Das sind Zauberlehrlinge. Sie haben keine Ahnung, was sie da tun und welche gesellschaftlichen Wirkungen zu erwarten sind. Wenn ihnen der ganze Laden einmal um die Ohren fliegt, werden sie immer noch darauf bestehen, daß man das ja schließlich nicht hätte ahnen können.

Ich tippe darauf, daß der Grundgedanke, mit dem die Antibewegung ihren War on Tobacco angegangen ist, ungefähr so aussah: "Wir müssen eine neue Normalität schaffen, in der das Rauchen keine Rolle mehr spielt. Eine Übergangszeit und die dabei entstehenden Kollateralschäden müssen wir in Kauf nehmen, wenn wir die späteren Vorteile genießen wollen." Und obwohl solche Bewegungen im Lauf der Zeit ihre Eigendynamik entwickeln und man das, was man eigentlich erreichen wollte, leicht aus den Augen verliert, nehme ich an, daß genau das immer noch eine Rolle spielt, wenn Antis unter sich sind.

Sie wissen also schon, was sie der Gastronomie antun, sie haben sich aber darauf geeinigt, das nicht öffentlich zuzugeben, weil es der Akzeptanz ihrer Mission schaden könnte, und hoffen darauf, daß es in absehbarer Zeit keine Rolle mehr spielen wird, weil die Gastronomie sich dann längst so verändert hat, daß sie zu der niedrigeren und anderen Nachfrage wieder paßt, die es für Nichtrauchergastronomie gibt. Vermutlich spielen sie auch in dieser Frage einfach auf Zeit.

  

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Motorhead
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #6 - 30.10.12 um 12:54:16
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Hallo, BY-Raucher!

Wenn es nur bei den Rauchverboten geblieben wäre. Aber ich nehme z. B. eine Reise in das Ruhrgebiet zu einem Konzert, einmal 2000 und einmal 2010.

Was hat sich getan? Auf der Autobahn sehe ich Windräder und Solaranlagen, die ich mitfinanziert habe durch meine Steuern aber am Gewinn nicht beteileigt bin. Die auch zusätzlich noch die Landschaft verschandeln. Auf etlichen Kilometern wurde ein Tempolimit eingeführt, warum weiss keiner.

In Essen gibt es dann eine Umweltzone, darf ich eigentlich auch nicht mehr rein. Illegal fahre ich weiter und darf dann in der Konzerthalle nicht rauchen. Usw. usf...

D. h. 2000 bin ich einfach so zum Konzert gefahren und habe micht ganz normal verhalten; 2010 habe ich bei gleichem Verhalten mindestens drei Gesetzesverstösse begangen und das kotzt mich an.

Interessant ist übrigens, daß nahezu alles ein paar Kilometer weiter in NL so nicht passiert ist (o. k. bis auf das Rauchen) Ärgerlich
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #7 - 30.10.12 um 13:26:54
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BY-Raucher schrieb on 29.10.12 um 21:11:21:
xila schrieb on 29.10.12 um 09:32:55:
Mir ist schon klar, daß die Antis - und vielleicht zu Recht - darauf spekulieren, daß irgendwann niemand mehr sich an die Zeit erinnert, als es noch kein Rauchverbot in der Gastronomie gegeben hat, und es gar nicht mehr wahrnimmt, was sich darüber hinaus noch alles verändert hat. Aber es ist unbestreitbar etwas Wichtiges dabei verloren gegangen. Ich habe es an diesen beiden Abenden vermißt, sogar mehr als den Aschenbecher auf dem Tisch.


Ich denke, das ist längst passiert. Ein beträchtlicher Teil der heute Anfang 20-jährigen war doch schon nicht mehr aktiv vor dem Rauchverbot weg, und die älteren Jahrgänge reden sich die Situation zurecht, es sei immer schon so gewesen, damals volle Lokale "seien der Erinnerung geschuldet", usw.  Ärgerlich

G-H-L schrieb on 29.10.12 um 17:51:33:
Nun, es ist eine Tatsache, dass gerade hier in der fränkischen Schweiz, in vielen kleinen Dörfern, gar keine Gastwirtschaften mehr sind.


Man konnte mir und anderen bereits vor 5 Jahren nicht erzählen, dass die, die das RV auf die Tagesordnung gebracht haben, das nicht geahnt oder gewusst hätten. Es handelt sich bei diesen Entwicklungen um strukturelle Schäden, die im Dienste höherer Interessen in Kauf genommen wurden.

Meinrad schrieb on 29.10.12 um 19:53:51:
Wenn das das Ziel war, eine Gesellschaft von Einzelnen zu schaffen, in der es keinerlei "Zusammenballungen" mehr gibt, dann war das Rauchverbot ein Volltreffer.Um genau das dreht es sich.



Da kommen wir der Sache meiner Meinung nach schon wesentlich näher. Das würde dann auch die Vehemenz erklären, mit der bis heute jede Form von Ausnahmeregelung bekämpft wird. Selbst wenn die unterstellten gesundheitlichen Belastungen durch (Passiv-)Rauchen tatsächlich vorhanden wären, würde sich die Totalität der Forderungen und Durchführungen dadurch nicht erklären lassen.







Die Totalität der Forderungen wird von der Langfrist - Strategie der Tabakkontrolle vorgegeben.

Etappenziel ist eine kompett rauchfreie Gastronomie, danach geht es an Autos und Wohnungen, bis die Raucher nur noch irgendwo abseits im Freien rauchen dürfen.

Irgendwann kommt dann das Totalverbot inklusive Kriminalisierung aller Tabakprodukte.
  
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BY-Raucher
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #8 - 30.10.12 um 14:55:06
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xila schrieb on 30.10.12 um 10:04:42:
Ich tippe darauf, daß der Grundgedanke, mit dem die Antibewegung ihren War on Tobacco angegangen ist, ungefähr so aussah: "Wir müssen eine neue Normalität schaffen, in der das Rauchen keine Rolle mehr spielt. Eine Übergangszeit und die dabei entstehenden Kollateralschäden müssen wir in Kauf nehmen, wenn wir die späteren Vorteile genießen wollen." Und obwohl solche Bewegungen im Lauf der Zeit ihre Eigendynamik entwickeln und man das, was man eigentlich erreichen wollte, leicht aus den Augen verliert, nehme ich an, daß genau das immer noch eine Rolle spielt, wenn Antis unter sich sind. 



Hallo xila,

das sehe ich auch so, aber es beantwortet doch die Frage nach dem "warum?" nicht. Unterstellen wir doch einmal, dass die Leute, die die RV herbeigesehnt haben, wussten, was passieren wird. Längst hatte es ja auch im Ausland Erfahrungen gegeben, die übertragbar waren, also war eine nachhaltige Veränderung der Gastronomie vorhersehbar. Warum hat man diese Sache befürwortet, wenn man selbst auch weiterhin die Gastronomie nicht häufiger besucht als vorher? Ich meine, warum kämpft man für eine Veränderung, die einen selbst gar nicht betrifft? Irgendeine Motivation braucht man doch dafür.

Motorhead schrieb on 30.10.12 um 12:54:16:
Geschrieben von: MotorheadMarkieren & Zitieren Zitieren      Geschrieben am: Heute um 13:54:16
Hallo, BY-Raucher!

Wenn es nur bei den Rauchverboten geblieben wäre. Aber ich nehme z. B. eine Reise in das Ruhrgebiet zu einem Konzert, einmal 2000 und einmal 2010.

Was hat sich getan? Auf der Autobahn sehe ich Windräder und Solaranlagen, die ich mitfinanziert habe durch meine Steuern aber am Gewinn nicht beteileigt bin. Die auch zusätzlich noch die Landschaft verschandeln. Auf etlichen Kilometern wurde ein Tempolimit eingeführt, warum weiss keiner.

In Essen gibt es dann eine Umweltzone, darf ich eigentlich auch nicht mehr rein. Illegal fahre ich weiter und darf dann in der Konzerthalle nicht rauchen. Usw. usf...

D. h. 2000 bin ich einfach so zum Konzert gefahren und habe micht ganz normal verhalten; 2010 habe ich bei gleichem Verhalten mindestens drei Gesetzesverstösse begangen und das kotzt mich an.

Interessant ist übrigens, daß nahezu alles ein paar Kilometer weiter in NL so nicht passiert ist (o. k. bis auf das Rauchen) Ärgerlich



Hallo Motorhead,

solche Betrachtungen mache ich auch manchmal, die Gesamtzahl der Zumutungen, der direkten Eingriffe ins alltägliche Leben hat deutlich zugenommen. Und Deine Beispiele lassen sich in meinen Augen ähnlich bewerten wie das Rauchverbot, sie brachten für die Allgemeinheit insgesamt wenig bis keine Vorteile, um den Preis massiver Einschränkungen. Das meinte ich auch mit dem, was ich im Ursprungspost "allgegenwärtige Situation des Zwangs" nannte. Es ist schwer erklärbar, aber an allen möglichen Ecken vor allem des alltäglichen Lebens wurde und wird ein Faß nach dem andern aufgemacht. Beim Weggehen ist doch mit dieser "kenn-dein-Limit"-Sache auch seit einiger Zeit klar, wohin die Reise geht. Es bleibt nicht bei der "Entnormalisierung" des Rauchens, sondern es kommt die Entnormalisierung verschiedenster Verhaltensweisen.

Destruktor schrieb on 30.10.12 um 13:26:54:
Die Totalität der Forderungen wird von der Langfrist - Strategie der Tabakkontrolle vorgegeben.

Etappenziel ist eine kompett rauchfreie Gastronomie, danach geht es an Autos und Wohnungen, bis die Raucher nur noch irgendwo abseits im Freien rauchen dürfen.

Irgendwann kommt dann das Totalverbot inklusive Kriminalisierung aller Tabakprodukte. 



Hallo Destruktor,

damit hast Du schon recht. Es bleibt aber weiterhin die Frage nach dem dahinter stehenden Grund für die ganze Betriebsamkeit. Auch wirtschaftliche Interessen einzelner Lobbys reichen mir als Grund für die Vehemenz, mit der die Gegenseite gekämpft hat, nicht mehr aus. Dass trotz der negativen Erfahrungen in Bayern in anderen Bundesländern auf Biegen und Brechen ebenfalls ein Totalverbot her soll, muss weitergehende Gründe haben, ebenso wie die vorübergehende Dominanz in den Medien im damaligen Zeitraum, u.ä. Stellt eine rauchfreie Welt als übergeordnetes Ziel wirklich eine derart verlockende Vision dar, dass Menschen ohne jeden weiteren Grund über Jahrzehnte darauf hin arbeiten, internationale Rahmenabkommen durchsetzen können und dem Thema Rauchen ihrerseits eine derartige Wichtigkeit zukommen lassen, wie sie sonst nur wesentlich grundsätzlichere Themen für sich beanspruchen können?
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #9 - 30.10.12 um 15:53:55
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BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 14:55:06:
xila schrieb on 30.10.12 um 10:04:42:
Ich tippe darauf, daß der Grundgedanke, mit dem die Antibewegung ihren War on Tobacco angegangen ist, ungefähr so aussah: "Wir müssen eine neue Normalität schaffen, in der das Rauchen keine Rolle mehr spielt. Eine Übergangszeit und die dabei entstehenden Kollateralschäden müssen wir in Kauf nehmen, wenn wir die späteren Vorteile genießen wollen." Und obwohl solche Bewegungen im Lauf der Zeit ihre Eigendynamik entwickeln und man das, was man eigentlich erreichen wollte, leicht aus den Augen verliert, nehme ich an, daß genau das immer noch eine Rolle spielt, wenn Antis unter sich sind. 



Hallo xila,

das sehe ich auch so, aber es beantwortet doch die Frage nach dem "warum?" nicht. Unterstellen wir doch einmal, dass die Leute, die die RV herbeigesehnt haben, wussten, was passieren wird. Längst hatte es ja auch im Ausland Erfahrungen gegeben, die übertragbar waren, also war eine nachhaltige Veränderung der Gastronomie vorhersehbar. Warum hat man diese Sache befürwortet, wenn man selbst auch weiterhin die Gastronomie nicht häufiger besucht als vorher? Ich meine, warum kämpft man für eine Veränderung, die einen selbst gar nicht betrifft? Irgendeine Motivation braucht man doch dafür.



Du verstehst es deshalb nicht, weil du einen zu kleinen Bildausschnitt betrachtest. Frag dich, wie jemand das begründen würde, wenn er das Ziel verfolgt, das Rauchen auszurotten, und versuch, die Welt aus seinen Augen zu betrachten. Dann wirst du rasch begreifen, wie unwichtig das Wohl und Wehe der Gastronomie und derjenigen, die sie nutzen, diesen Leuten sein muß.

Es geht hier - trotz mancher Leute und Organisationen, die dabei auch ihr ganz eigenes Süppchen kochen - in erster Linie um fehlgeleiteten Idealismus, dem es gelungen ist, den ganzen schwerfälligen Apparat in die von ihm gewünschte Richtung in Bewegung zu setzen, genauso wie bei der Alkoholprohibition und mit demselben Tunnelblick und demselben Nichtwahrhabenwollen negativer Wirkungen ihrer gutgemeinten Bemühungen.

  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #10 - 30.10.12 um 16:03:51
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Destruktor schrieb on 30.10.12 um 13:26:54:
Irgendwann kommt dann das Totalverbot inklusive Kriminalisierung aller Tabakprodukte.

Soweit sehe ich das nicht kommen, dazu hat die Tabakindustrie ziviel Einfluss. Wenn, dann wird es auf eine Totalregulierung herauslaufen, ohne das dabei die Einnahmen einer Milliardenwirtschaft beeinträchtigt werden.
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #11 - 30.10.12 um 16:45:42
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xila schrieb on 30.10.12 um 15:53:55:
BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 14:55:06:
Hallo xila,

das sehe ich auch so, aber es beantwortet doch die Frage nach dem "warum?" nicht. Unterstellen wir doch einmal, dass die Leute, die die RV herbeigesehnt haben, wussten, was passieren wird. Längst hatte es ja auch im Ausland Erfahrungen gegeben, die übertragbar waren, also war eine nachhaltige Veränderung der Gastronomie vorhersehbar. Warum hat man diese Sache befürwortet, wenn man selbst auch weiterhin die Gastronomie nicht häufiger besucht als vorher? Ich meine, warum kämpft man für eine Veränderung, die einen selbst gar nicht betrifft? Irgendeine Motivation braucht man doch dafür.



Du verstehst es deshalb nicht, weil du einen zu kleinen Bildausschnitt betrachtest. Frag dich, wie jemand das begründen würde, wenn er das Ziel verfolgt, das Rauchen auszurotten, und versuch, die Welt aus seinen Augen zu betrachten. Dann wirst du rasch begreifen, wie unwichtig das Wohl und Wehe der Gastronomie und derjenigen, die sie nutzen, diesen Leuten sein muß.

Es geht hier - trotz mancher Leute und Organisationen, die dabei auch ihr ganz eigenes Süppchen kochen - in erster Linie um fehlgeleiteten Idealismus, dem es gelungen ist, den ganzen schwerfälligen Apparat in die von ihm gewünschte Richtung in Bewegung zu setzen, genauso wie bei der Alkoholprohibition und mit demselben Tunnelblick und demselben Nichtwahrhabenwollen negativer Wirkungen ihrer gutgemeinten Bemühungen.


"Gutgemeint" insofern, als dass auch andere Fanatiker, wie etwa religiöse Fundamentalisten, Stalinisten oder Nazis immer nur "das Beste" im Sinn haben...
"Beim Hobeln fallen Späne" und "Das Ziel rechtfertigt die Mittel" sind typische Denkmuster dieser Leute. Kneipensterben bedeutet allerdings keinen Kollatoralschaden für sie, sondern ist durchaus erwünscht, da man dort zumeist mit anderen Charakteristika von Kneipen (Alkohol, oft auch Glücksspielautomaten) ebenfalls nichts am Hut hat.
Selbstverständlich spielen Macht, Geld und Ansehen (in unterschiedlicher Mischung) eine zentrale Rolle bei vielen Akteuren, wie bei jeder Art Versuch, seine Mitmenschen zu beherrschen. Anti-Sein ist entweder Berufung, bezahlter Beruf oder beides.

« Zuletzt geändert: 30.10.12 um 16:47:54 von ChristophL »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #12 - 30.10.12 um 17:02:13
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ChristophL schrieb on 30.10.12 um 16:45:42:
xila schrieb on 30.10.12 um 15:53:55:
BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 14:55:06:
Hallo xila,

das sehe ich auch so, aber es beantwortet doch die Frage nach dem "warum?" nicht. Unterstellen wir doch einmal, dass die Leute, die die RV herbeigesehnt haben, wussten, was passieren wird. Längst hatte es ja auch im Ausland Erfahrungen gegeben, die übertragbar waren, also war eine nachhaltige Veränderung der Gastronomie vorhersehbar. Warum hat man diese Sache befürwortet, wenn man selbst auch weiterhin die Gastronomie nicht häufiger besucht als vorher? Ich meine, warum kämpft man für eine Veränderung, die einen selbst gar nicht betrifft? Irgendeine Motivation braucht man doch dafür.



Du verstehst es deshalb nicht, weil du einen zu kleinen Bildausschnitt betrachtest. Frag dich, wie jemand das begründen würde, wenn er das Ziel verfolgt, das Rauchen auszurotten, und versuch, die Welt aus seinen Augen zu betrachten. Dann wirst du rasch begreifen, wie unwichtig das Wohl und Wehe der Gastronomie und derjenigen, die sie nutzen, diesen Leuten sein muß.

Es geht hier - trotz mancher Leute und Organisationen, die dabei auch ihr ganz eigenes Süppchen kochen - in erster Linie um fehlgeleiteten Idealismus, dem es gelungen ist, den ganzen schwerfälligen Apparat in die von ihm gewünschte Richtung in Bewegung zu setzen, genauso wie bei der Alkoholprohibition und mit demselben Tunnelblick und demselben Nichtwahrhabenwollen negativer Wirkungen ihrer gutgemeinten Bemühungen.


"Gutgemeint" insofern, als dass auch andere Fanatiker, wie etwa religiöse Fundamentalisten, Stalinisten oder Nazis immer nur "das Beste" im Sinn haben...
"Beim Hobeln fallen Späne" und "Das Ziel rechtfertigt die Mittel" sind typische Denkmuster dieser Leute. Kneipensterben bedeutet allerdings keinen Kollatoralschaden für sie, sondern ist durchaus erwünscht, da man dort zumeist mit anderen Charakteristika von Kneipen (Alkohol, oft auch Glücksspielautomaten) ebenfalls nichts am Hut hat.
Selbstverständlich spielen Macht, Geld und Ansehen (in unterschiedlicher Mischung) eine zentrale Rolle bei vielen Akteuren, wie bei jeder Art Versuch, seine Mitmenschen zu beherrschen. Anti-Sein ist entweder Berufung, bezahlter Beruf oder beides.



Selbstverständlich waren auch die Nazis Idealisten im hier gemeinten Sinne. Und die Kommunisten stalinistischer Prägung natürlich auch. Ebenso die Heilige Inquisition, wenn wir schon dabei sind. Sie hatten alle eine Vision von einer Welt, in der das ultimative Übel ausgerottet ist und man herrlich und in Freuden leben wird. Diese jeweilige Vision und die daraus resultierende Besoffenheit der Visionäre von ihren eigenen Wahnvorstellungen sind der Kern. Daß sich um die Visionäre und ihre Schergen herum alles mögliche Gelichter sammelt, denen die Vision eigentlich wurst ist, die aber aus irgendwelchem Eigeninteresse mittun, ändert daran nichts.

  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #13 - 30.10.12 um 17:07:21
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Raucherhusten schrieb on 30.10.12 um 16:03:51:
Destruktor schrieb on 30.10.12 um 13:26:54:
Irgendwann kommt dann das Totalverbot inklusive Kriminalisierung aller Tabakprodukte.

Soweit sehe ich das nicht kommen, dazu hat die Tabakindustrie ziviel Einfluss. Wenn, dann wird es auf eine Totalregulierung herauslaufen, ohne das dabei die Einnahmen einer Milliardenwirtschaft beeinträchtigt werden.


Vor einem "So schlimm wird's schon nicht werden" kann ich nur warnen. Da gab es in der Geschichte schon ganz andere Erfahrungen. Und der "Einfluss der Tabakindustrie" wird wohl überschätzt, da ihn die Antis als Chimäre immer an die Wand malen. Sicher, die Konzerne haben mehr Einfluss als wir, die unabhängige Bewegung bzw. als die latente Masse Raucher, deshalb ist Plain Packaging auch schwerer durchzusetzen als manch andere Maßnahme. Aber die Entwicklungen in diese Richtung und im Übrigen auch die tabaksteuerverursachte Verlagerung in den illegalen Sektor deuten bereits die schleichende Veränderungen an. Und die Tabakbekämpfung entschlossen, auch den nächsten Schritt zu gehen.

  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #14 - 30.10.12 um 17:10:38
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xila schrieb on 30.10.12 um 17:02:13:
Selbstverständlich waren auch die Nazis Idealisten im hier gemeinten Sinne. Und die Kommunisten stalinistischer Prägung natürlich auch. Ebenso die Heilige Inquisition, wenn wir schon dabei sind. Sie hatten alle eine Vision von einer Welt, in der das ultimative Übel ausgerottet ist und man herrlich und in Freuden leben wird. Diese jeweilige Vision und die daraus resultierende Besoffenheit der Visionäre von ihren eigenen Wahnvorstellungen sind der Kern. Daß sich um die Visionäre und ihre Schergen herum alles mögliche Gelichter sammelt, denen die Vision eigentlich wurst ist, die aber aus irgendwelchem Eigeninteresse mittun, ändert daran nichts.



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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #15 - 30.10.12 um 17:29:16
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Raucherhusten schrieb on 30.10.12 um 16:03:51:
Destruktor schrieb on 30.10.12 um 13:26:54:
Irgendwann kommt dann das Totalverbot inklusive Kriminalisierung aller Tabakprodukte.

Soweit sehe ich das nicht kommen, dazu hat die Tabakindustrie ziviel Einfluss. Wenn, dann wird es auf eine Totalregulierung herauslaufen, ohne das dabei die Einnahmen einer Milliardenwirtschaft beeinträchtigt werden.


So ähnlich haben die jüdischen Unternehmer - vor allem die großen - anno '33 auch gedacht: Sie hielten sich für, heute würde man sagen: systemrelevant und damit für grundsätzlich absolut sicher. Das weiß ich aus den Lebenserinnerungen eines jüdischen Zigarrenfabrikanten, der sich damals nach eigener Aussage bei allen möglichen Sitzungen und Versammlungen erfolglos den Mund fusselig geredet hat, bevor er sich selbst ins Ausland abgeseilt hat, was, wie wir heute leicht beurteilen können, eine sehr viel klügere und weitblickendere Entscheidung war. Viele seiner damaligen Gesprächspartner haben es mit dem Leben bezahlt, daß sie glaubten, sich sicher fühlen zu können, weil sie zu jenem Zeitpunkt tatsächlich noch nicht hätten beseitigt werden können.

Eines der Zwischenziele der Antis besteht darin, die Tabakindustrie in eine Position zu bringen, in der sie nicht mehr "systemrelevant" ist. Ob sie das erreicht, steht natürlich in den Sternen, denn dazu müßte der Bevölkerungsanteil der Raucher viel schneller und stärker zurückgehen. Aber daß sie dieses Ziel hat, sollen wir trotzdem nicht auf die leichte Schulter nehmen.


  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #16 - 30.10.12 um 19:31:18
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xila schrieb on 30.10.12 um 15:53:55:
Du verstehst es deshalb nicht, weil du einen zu kleinen Bildausschnitt betrachtest. Frag dich, wie jemand das begründen würde, wenn er das Ziel verfolgt, das Rauchen auszurotten, und versuch, die Welt aus seinen Augen zu betrachten. Dann wirst du rasch begreifen, wie unwichtig das Wohl und Wehe der Gastronomie und derjenigen, die sie nutzen, diesen Leuten sein muß.

Es geht hier - trotz mancher Leute und Organisationen, die dabei auch ihr ganz eigenes Süppchen kochen - in erster Linie um fehlgeleiteten Idealismus, dem es gelungen ist, den ganzen schwerfälligen Apparat in die von ihm gewünschte Richtung in Bewegung zu setzen, genauso wie bei der Alkoholprohibition und mit demselben Tunnelblick und demselben Nichtwahrhabenwollen negativer Wirkungen ihrer gutgemeinten Bemühungen. 


Ich versuche es mir vorzustellen und lande wieder bei derselben Überlegung: falsch verstandener Idealismus mag für eine große Zahl der Antis der eigene Beweggrund sein, in dieser Richtung aktiv zu sein oder zu bleiben, aber daß sich eine derartige Bewegung, ganz ohne weitergehende politische Überlegungen, zu einem derartigen Grundsatzprogramm auswächst, das halte ich wiederum für zu kurz gedacht.

Für den einzelnen RV-Befürworter mag diese Perspektive ja stimmen, aber wenn man sich beispielsweise Destruktors Beispiele von weiter oben ansieht, dann fällt doch da ein gewisses Muster auf, das zwar für den jeweils einzelnen Befürworter der Maßnahme die "Gutmenschen-Perspektive" vom fehlgeleiteten Idealismus passt, sie aber nicht erklärt, wie ein gesellschaftliches Klima zugunsten derartiger Veränderungen erzeugt werden konnte. Die Rauchverbote wurden erst möglich, nachdem man es durch dauerhafte Berichterstattung über Jahre hinweg geschafft hatte, eine Unhinterfragbarkeit der Behauptung "Passivrauch schadet" zu erreichen.

Und vergleiche ich diese Entwicklung mit den von Destruktor gebrachten Beispielen, so fällt doch auf, dass es noch ganz andere Entwicklungen gibt, die man mit "verfehltem Idealismus" begründen kann. Nur ob man mit dieser Erklärung bei der Ursache des ganzen gelandet ist, das bezweifle ich.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #17 - 30.10.12 um 19:36:42
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ChristophL schrieb on 30.10.12 um 17:07:21:
Vor einem "So schlimm wird's schon nicht werden" kann ich nur warnen. Da gab es in der Geschichte schon ganz andere Erfahrungen. Und der "Einfluss der Tabakindustrie" wird wohl überschätzt, da ihn die Antis als Chimäre immer an die Wand malen. Sicher, die Konzerne haben mehr Einfluss als wir, die unabhängige Bewegung bzw. als die latente Masse Raucher, deshalb ist Plain Packaging auch schwerer durchzusetzen als manch andere Maßnahme. Aber die Entwicklungen in diese Richtung und im Übrigen auch die tabaksteuerverursachte Verlagerung in den illegalen Sektor deuten bereits die schleichende Veränderungen an. Und die Tabakbekämpfung entschlossen, auch den nächsten Schritt zu gehen.



Hallo ChristophL,

Volle Zustimmung. Bereits 2007 und 2010 wurde doch die Hartnäckigkeit der Gegenseite unterschätzt, und ohne eine echte Gegenwehr haben die Raucher 2010 das Feld geräumt.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #18 - 30.10.12 um 20:44:41
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BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 19:31:18:
xila schrieb on 30.10.12 um 15:53:55:
Du verstehst es deshalb nicht, weil du einen zu kleinen Bildausschnitt betrachtest. Frag dich, wie jemand das begründen würde, wenn er das Ziel verfolgt, das Rauchen auszurotten, und versuch, die Welt aus seinen Augen zu betrachten. Dann wirst du rasch begreifen, wie unwichtig das Wohl und Wehe der Gastronomie und derjenigen, die sie nutzen, diesen Leuten sein muß.

Es geht hier - trotz mancher Leute und Organisationen, die dabei auch ihr ganz eigenes Süppchen kochen - in erster Linie um fehlgeleiteten Idealismus, dem es gelungen ist, den ganzen schwerfälligen Apparat in die von ihm gewünschte Richtung in Bewegung zu setzen, genauso wie bei der Alkoholprohibition und mit demselben Tunnelblick und demselben Nichtwahrhabenwollen negativer Wirkungen ihrer gutgemeinten Bemühungen. 


Ich versuche es mir vorzustellen und lande wieder bei derselben Überlegung: falsch verstandener Idealismus mag für eine große Zahl der Antis der eigene Beweggrund sein, in dieser Richtung aktiv zu sein oder zu bleiben, aber daß sich eine derartige Bewegung, ganz ohne weitergehende politische Überlegungen, zu einem derartigen Grundsatzprogramm auswächst, das halte ich wiederum für zu kurz gedacht.

Für den einzelnen RV-Befürworter mag diese Perspektive ja stimmen, aber wenn man sich beispielsweise Destruktors Beispiele von weiter oben ansieht, dann fällt doch da ein gewisses Muster auf, das zwar für den jeweils einzelnen Befürworter der Maßnahme die "Gutmenschen-Perspektive" vom fehlgeleiteten Idealismus passt, sie aber nicht erklärt, wie ein gesellschaftliches Klima zugunsten derartiger Veränderungen erzeugt werden konnte. Die Rauchverbote wurden erst möglich, nachdem man es durch dauerhafte Berichterstattung über Jahre hinweg geschafft hatte, eine Unhinterfragbarkeit der Behauptung "Passivrauch schadet" zu erreichen.

Und vergleiche ich diese Entwicklung mit den von Destruktor gebrachten Beispielen, so fällt doch auf, dass es noch ganz andere Entwicklungen gibt, die man mit "verfehltem Idealismus" begründen kann. Nur ob man mit dieser Erklärung bei der Ursache des ganzen gelandet ist, das bezweifle ich.



Ich glaube, den Sinn des Satzes "Passivrauchen schadet" kapiert nur eine Minderheit. Die Gefahren des Rauchens und des Passivrauchens werden doch sogar in den Medien oft bunt durcheinandergewürfelt, und in den Köpfen der normalen Leute sieht es noch viel schlimmer durcheinander aus. Übrigens verhält sich auch nur eine Minderheit der Nichtraucher so, als würde sie sich ernsthaft vor Gesundheitsschäden durch Passivrauchen fürchten. Das gilt sogar für diejenigen, die den Geruch nicht mögen.

Der Schlüsselsatz lautet also eher "Rauchen ist schädlich".

Lies Victor Klemperers Tagebücher, wenn du wissen willst, wie solche gruppendynamischen Prozesse, über einen Mehrjahreszeitraum verteilt, in der Praxis funktionieren; ich bekam sogar eine Ahnung davon, wie und warum sie jetzt wieder funktionieren. Letztlich macht man bei der Bewertung des Verhaltens der Menschen jener Zeit auch immer wieder den Fehler, nach einer ganz bestimmten Art von Logik zu suchen, die es dabei einfach nicht gegeben hat. Die gibt es jetzt wieder nicht.



  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #19 - 31.10.12 um 02:18:03
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BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 19:31:18:
Ich versuche es mir vorzustellen und lande wieder bei derselben Überlegung: falsch verstandener Idealismus mag für eine große Zahl der Antis der eigene Beweggrund sein, in dieser Richtung aktiv zu sein oder zu bleiben, aber daß sich eine derartige Bewegung, ganz ohne weitergehende politische Überlegungen, zu einem derartigen Grundsatzprogramm auswächst, das halte ich wiederum für zu kurz gedacht.

Für den einzelnen RV-Befürworter mag diese Perspektive ja stimmen, aber wenn man sich beispielsweise Destruktors Beispiele von weiter oben ansieht, dann fällt doch da ein gewisses Muster auf, das zwar für den jeweils einzelnen Befürworter der Maßnahme die "Gutmenschen-Perspektive" vom fehlgeleiteten Idealismus passt, sie aber nicht erklärt, wie ein gesellschaftliches Klima zugunsten derartiger Veränderungen erzeugt werden konnte. Die Rauchverbote wurden erst möglich, nachdem man es durch dauerhafte Berichterstattung über Jahre hinweg geschafft hatte, eine Unhinterfragbarkeit der Behauptung "Passivrauch schadet" zu erreichen.

Und vergleiche ich diese Entwicklung mit den von Destruktor gebrachten Beispielen, so fällt doch auf, dass es noch ganz andere Entwicklungen gibt, die man mit "verfehltem Idealismus" begründen kann. Nur ob man mit dieser Erklärung bei der Ursache des ganzen gelandet ist, das bezweifle ich.


Man muss aufpassen, nicht nach einer Weltformel oder einer Gesamtverschwörung zu suchen. Es sind einfach viele Faktoren, die zusammenlaufen. Das Projekt der Antis steht im Mittelpunkt und zum Erfolg tragen eine Reihe von Faktoren bei, etwa die Interessen des medinzinisch-industriellen Komplexes, eine von deutlicher Weltsicht und bestimmten Wählergruppen entkoppelte Parteipolitik u.v.m. Der Faulheit wegen zitiere ich mal etwas, was ich vor Jahren hier schon geschrieben habe:

Quote:
Die verschiedenen Faktoren, ideologisch wie finanziell, die hinter der Tabakkontrolle und analogen Prohibitionismen liegen, haben wir immer wieder in diesem Forum definiert.
Macht, Geld, Ansehen, Hass als Triebfedern, unterschiedlich verteilt auf die Akteure: im Public-Health-Sektor, bei Big Pharma, in den Verwaltungen, der Politik, der "Zivilgesellschaft", gepaart mit der üblichen Intoleranz, dem Sündenbockdenken und manchem mehr.


Tabakantis haben - nicht als einzige - den Marsch durch die Institutionen erfolgreich beschritten und eine Art kulturelle Hegenomie erlangt. Sie profitieren von einem sich selbst reproduzierenden Mainstream.
Das hat Jahrzehnte gedauert und sich langsam aufgebaut. So geht der Prozess auch weiter, sich tendenziell verschnellernd; so ähnlich auch bei Alkohol und Nahrungsmitteln. Oder Klima usw.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #20 - 31.10.12 um 14:21:51
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ChristophL schrieb on 31.10.12 um 02:18:03:
BY-Raucher schrieb on 30.10.12 um 19:31:18:
Ich versuche es mir vorzustellen und lande wieder bei derselben Überlegung: falsch verstandener Idealismus mag für eine große Zahl der Antis der eigene Beweggrund sein, in dieser Richtung aktiv zu sein oder zu bleiben, aber daß sich eine derartige Bewegung, ganz ohne weitergehende politische Überlegungen, zu einem derartigen Grundsatzprogramm auswächst, das halte ich wiederum für zu kurz gedacht.

Für den einzelnen RV-Befürworter mag diese Perspektive ja stimmen, aber wenn man sich beispielsweise Destruktors Beispiele von weiter oben ansieht, dann fällt doch da ein gewisses Muster auf, das zwar für den jeweils einzelnen Befürworter der Maßnahme die "Gutmenschen-Perspektive" vom fehlgeleiteten Idealismus passt, sie aber nicht erklärt, wie ein gesellschaftliches Klima zugunsten derartiger Veränderungen erzeugt werden konnte. Die Rauchverbote wurden erst möglich, nachdem man es durch dauerhafte Berichterstattung über Jahre hinweg geschafft hatte, eine Unhinterfragbarkeit der Behauptung "Passivrauch schadet" zu erreichen.

Und vergleiche ich diese Entwicklung mit den von Destruktor gebrachten Beispielen, so fällt doch auf, dass es noch ganz andere Entwicklungen gibt, die man mit "verfehltem Idealismus" begründen kann. Nur ob man mit dieser Erklärung bei der Ursache des ganzen gelandet ist, das bezweifle ich.


Man muss aufpassen, nicht nach einer Weltformel oder einer Gesamtverschwörung zu suchen. Es sind einfach viele Faktoren, die zusammenlaufen. Das Projekt der Antis steht im Mittelpunkt und zum Erfolg tragen eine Reihe von Faktoren bei, etwa die Interessen des medinzinisch-industriellen Komplexes, eine von deutlicher Weltsicht und bestimmten Wählergruppen entkoppelte Parteipolitik u.v.m. Der Faulheit wegen zitiere ich mal etwas, was ich vor Jahren hier schon geschrieben habe:

Quote:
Die verschiedenen Faktoren, ideologisch wie finanziell, die hinter der Tabakkontrolle und analogen Prohibitionismen liegen, haben wir immer wieder in diesem Forum definiert.
Macht, Geld, Ansehen, Hass als Triebfedern, unterschiedlich verteilt auf die Akteure: im Public-Health-Sektor, bei Big Pharma, in den Verwaltungen, der Politik, der "Zivilgesellschaft", gepaart mit der üblichen Intoleranz, dem Sündenbockdenken und manchem mehr.


Tabakantis haben - nicht als einzige - den Marsch durch die Institutionen erfolgreich beschritten und eine Art kulturelle Hegenomie erlangt. Sie profitieren von einem sich selbst reproduzierenden Mainstream.
Das hat Jahrzehnte gedauert und sich langsam aufgebaut. So geht der Prozess auch weiter, sich tendenziell verschnellernd; so ähnlich auch bei Alkohol und Nahrungsmitteln. Oder Klima usw.







Ich beobachte die Antiraucherentwicklung bereits seit vielen Jahren.

Den entscheidenden Durchbruch erzielten die Antis nach den Tabak - Werbeverboten im  Jahr 2006, zu Beginn der Kanzlerschaft von Merkel. Aus meiner Sicht winkt Merkel alles, was von den "internationalen Organisationen" kommt, ungefiltert durch.

Das sieht man auch bei den Themen "Klimaschutz", " "Banken - Rettung", "Euro - Rettung", usw..

Merkel ist für mich keine deutsche Kanzlerin, eher so eine Art Vertreterin "globalistischer Interessen".
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #21 - 01.11.12 um 01:54:16
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Destruktor schrieb on 31.10.12 um 14:21:51:
Aus meiner Sicht winkt Merkel alles, was von den "internationalen Organisationen" kommt, ungefiltert durch.

Das sieht man auch bei den Themen "Klimaschutz", " "Banken - Rettung", "Euro - Rettung", usw..

Merkel ist für mich keine deutsche Kanzlerin, eher so eine Art Vertreterin "globalistischer Interessen". 


Ganz gewiss. Aber kennst du irgendein Land hier in der Gegend, welches auch nur bei einem der genannten Punkte von dieser Einheitslinie nennenswert abgewichen ist?
Das ist eben das Problem, es macht keinen Riesenunterschied mehr, wo man lebt und erst recht nicht, wer dort die Wahlen gewinnt.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #22 - 15.11.12 um 16:25:41
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Interessante Diskussion derzeit im Forum der Augsburger Allgemeinen. Die User beklagen sich, warum es keine urtümlichen Kneipen gibt, sondern nur noch Systemgastronomie. Die Folgen des VE werden immer deutlicher.

http://tinyurl.com/cew987r
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #23 - 17.11.12 um 16:29:24
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Raucherhusten schrieb on 15.11.12 um 16:25:41:
Interessante Diskussion derzeit im Forum der Augsburger Allgemeinen. Die User beklagen sich, warum es keine urtümlichen Kneipen gibt, sondern nur noch Systemgastronomie. Die Folgen des VE werden immer deutlicher.

http://tinyurl.com/cew987r


Ich frage mich, warum sich die User überhaupt beklagen? Bekommen sie doch nun genau die Gastronomie, die sie doch gerade durch den Volksentscheid gewünscht haben.
So langsam ist es an der Zeit, anzuerkennen, dass sich der Raucher doch nicht so schnell an die Rauchverbote gewöhnt und die Gaststätten stürmt. Das Versprechen der Nichtraucher verstärkt in die Gaststätten zu gehen hat sich doch mittlerweile als Lüge herausgestellt.

Gruß
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #24 - 18.11.12 um 21:39:53
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Es hat sich so aufgelöst wie vermutet. Es ist nur eine  Frage der Zeit bis auch die Touristen ausbleiben. Den Flair von McDoof und Starblubb kann man auch in Wanne-Eickel mitnehmen. Die Atmosphäre  aus der Retorte braucht kein Mensch.....vielleicht irgendwo in Toko oder Las Vegas.
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #25 - 18.11.12 um 21:48:37
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Tegel schrieb on 18.11.12 um 21:39:53:
Es hat sich so aufgelöst wie vermutet. Es ist nur eine  Frage der Zeit bis auch die Touristen ausbleiben. Den Flair von McDoof und Starblubb kann man auch in Wanne-Eickel mitnehmen.


Mit dem Unterschied, dass man in Wanne-Eickel derzeit noch viel besser rauchen darf.

  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #26 - 19.11.12 um 06:08:18
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.....korrekt, und bleibt aus diesem Grund auch lieber dort.  Zwinkernd
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #27 - 19.11.12 um 19:04:49
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Lokalverbot für Frankenberger.
Er muss immer noch draußen bleiben.

Quote:
Rauchern gilt er als Spaßverderber: Sebastian Frankenberger, Initiator des Rauchverbotes, hat in vielen Lokalen immer noch Hausverbot. Auf der Suche nach Versammlungsräumen bekam die ÖDP von drei Lokalen eine Absage - als klar wurde, dass auch der Bundesvorsitzende auftreten würde.


http://www.sueddeutsche.de/muenchen/lokalverbot-fuer-frankenberger-er-muss-immer...

Erding - Vor zwei Jahren ist er schon mal aus einem Wirtshaus geflogen. Jetzt hätte ÖDP-Chef Sebastian Frankenberger um ein Haar auf Erdings Straßen schlafen müssen.

http://www.merkur-online.de/lokales/erding/nichtraucherkoenig-frankenberger-sein...

Bin untröstlich  Laut lachend Laut lachend Laut lachend
« Zuletzt geändert: 19.11.12 um 22:17:44 von RaucherHB »  

Verbote sind immer ein Zeichen von Hilflosigkeit!
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #28 - 20.11.12 um 07:43:54
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Das versöhnt mich wieder ein ganz klein wenig mit den Bayern....
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #29 - 20.11.12 um 08:58:11
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http://www.merkur-online.de/lokales/landkreis-muenchen-sued/rauchverbot-frankenb...

Herrlich...hoffentlich ergeht es den Grünen in NRW bald ganu so...
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #30 - 20.11.12 um 09:34:57
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Der Frankenberger - und das geschieht ihm ganz recht - wird als Symbolfigur des Rauchverbots in Bayern wohl für immer eine Haßfigur bleiben. Ich war ja total verblüfft über die heftige Reaktion in einer bayerischen Facebook-Gruppe, die bis dahin völlig neutral wirkte beim Thema Rauchverbot, als Frankenbergers Buch herausgekommen ist. Da hat niemand von den üblichen Verdächtigen - BFT und so weiter - mitgemischt, das waren ganz normale Facebook-User aus Bayern. Aber die Reaktion war ganz eindeutig.

Wenn Wirte und Hoteliers gegenüber Neonazis ihr Hausrecht geltend machen können - und ja sogar sollen, das gilt dann nämlich als ungeheuer mutig und zivilcouragiert! -, dann gibt es aber auch wirklich keinen Grund, warum sie jemandem, der ihnen wie Frankenberger Schaden zugefügt hat, nicht ebenfalls den Zutritt verweigern dürfen sollten.

Eigentlich finde ich diesen Hampelmann ja so was von unwichtig, aber wer sich als Symbolfigur hergibt und aus dem Erfolg Kapital zu schlagen versucht, muß halt mit den Nebenwirkungen leben. Soll er sich bei denen beschweren, die ihm eingeredet haben, für das Rauchverbot würden ihn alle liebhaben.

« Zuletzt geändert: 20.11.12 um 09:35:23 von xila »  

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Teufeline
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #31 - 20.11.12 um 15:05:10
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So ist das eben, wenn man sich gegen Rauchverbote einsetzt hat man einen vertrottelten Reallehrer und seine Psychofreunde zum Feind - andersherum hingegen fast das ganze Land!  Laut lachend

Ich hoffe, daß viele Politiker daraus lernen!
  

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Frank
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #32 - 27.11.12 um 07:16:04
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Raucherjäger bleibt unerwünscht

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/Raucherjaeger-bleibt-unerwu...

Quote:
Zuletzt soll ihm nahe München in drei Gaststätten der Zutritt verwehrt worden sein. Frankenberger zeigt dafür wenig Verständnis und behält sich anscheinend rechtliche Schritte vor. Einen Menschen aufgrund eines organisierten Volksbegehrens auszuschließen, falle seiner Meinung nach unter das Antidiskriminierungsgesetz.


Und unter welches Gesetz fällt es die Raucher bei Wind und Wetter vor die Tür zu schicken???
  
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Zora
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #33 - 27.11.12 um 08:28:23
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Frank schrieb on 27.11.12 um 07:16:04:
Raucherjäger bleibt unerwünscht

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/innviertel/Raucherjaeger-bleibt-unerwu...

Quote:
Zuletzt soll ihm nahe München in drei Gaststätten der Zutritt verwehrt worden sein. Frankenberger zeigt dafür wenig Verständnis und behält sich anscheinend rechtliche Schritte vor. Einen Menschen aufgrund eines organisierten Volksbegehrens auszuschließen, falle seiner Meinung nach unter das Antidiskriminierungsgesetz.


Und unter welches Gesetz fällt es die Raucher bei Wind und Wetter vor die Tür zu schicken???


Ach, der Arme wird diskriminiert, mir kommen die Tränen.

Frankenberger hat als Symbolfigur dafür gesorgt, dass die bayerischen Wirte in Bezug auf die Raucher/Nichtraucherfrage de fakto enteignet worden sind. So weit, dass sie nicht mehr entscheiden könnten, welchen Gast sie bedienen möchten und welchen nicht, ist die "Verstaatlichung" aber dann doch noch nicht vorangeschritten.

Ein bisschen mehr Demut stünde diesem Exministranten besser zu Gesicht, als sein dümmliches Dauergrinsen und die ebenso dümmlichen Phrasen, die er ständig von sich gibt.
  

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perle
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #34 - 27.11.12 um 10:23:57
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Quote:
Frankenberger zeigt dafür wenig Verständnis und behält sich anscheinend rechtliche Schritte vor.


Das allerdings wundert mich nicht im geringsten. Und er wird medial so einen Wind machen, daß er sich erfolgreich auch in geschlossene Gesellschaften, in denen geraucht wird, hereinklagen wird. Von dort aus kann er dann wiederum auf "Nichtraucherschutz" klagen.

Das arme Hascherl Frankenberger, das nirgends mitfeiern darf. Sicherlich wird ihm die Betroffenheits- und Betreuungsindustrie zur Seite stehen, wenn es darum geht, aus Nichtrauchern diskriminierte Personen zu machen, die sogar dann unter den Rauchern zu leiden haben, wenn die Raucher gar nicht mehr in der Kneipe rauchen dürfen.
« Zuletzt geändert: 27.11.12 um 13:29:34 von perle »  

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perle
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #35 - 19.12.12 um 06:27:18
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Frank schrieb on 27.11.12 um 07:16:04:


Die erste Klage "ist in Arbeit". Mal sehen, ob da wirklich was kommt, oder ob das nur ein weiterer Versuch ist, auch weiterhin medial präsent sein zu können.

http://www.merkur-online.de/lokales/ottobrunn/anzeige-gegen-hausverbote-gaststae...
  

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Meinrad
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #36 - 21.12.12 um 19:11:49
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perle schrieb on 19.12.12 um 06:27:18:
Die erste Klage "ist in Arbeit". Mal sehen, ob da wirklich was kommt, oder ob das nur ein weiterer Versuch ist, auch weiterhin medial präsent sein zu können.

http://www.merkur-online.de/lokales/ottobrunn/anzeige-gegen-hausverbote-gaststae...


Bis dato hat er keine Chance: wir haben keine Staatsgastronomie, in der Gaststätte hat der Wirt das Hausrecht und er kann ohne Begründung jedermann Hausverbot geben. Nicht auszuschließen, dass die ÖDP genau diese Staastgastro nun vorschlägt, denn der erste Schritt dazu ist mit den Rauchverboten getan. Die waren nur möglich, indem man die Gaststätte nun plötzlich zum "öffentlichen Raum" erklärte. Worauf tausend Jahre zuvor niemand gekommen wäre.

Aber es zeigt sehr wohl die Stimmung in Bayern: wäre nun nach fünf Jahren mildem und zweieinhalb Jahren scharfem Rauchverbot alles in Butter, würden die Wirte ihre Blockade wohl aufgeben. Aber es ist eben nicht in Butter: Frankenberger gefährdet ihre Existenz und das ist die einzige Protestform, die noch möglich ist. Derer, die überhaupt noch existieren.

Es schadet dem Wichtigtuer überhaupt nicht, wenn er mal sieht, wie sehr man in der politischen Arbeit auf die Gastro angewiesen ist. Dass das politische Leben regelrecht zum Erliegen kommt, wenn die Gaststätten reihenweise pleite gehen, das soll er ruhig am eigenen Leib erfahren.

Nebenbei: Mc Donalds und Starbucks erlauben keine Parteiveranstaltungen und sind dazu völlig ungeeignet.

« Zuletzt geändert: 21.12.12 um 19:13:34 von Meinrad »  
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perle
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #37 - 21.12.12 um 21:07:35
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Meinrad schrieb on 21.12.12 um 19:11:49:
Bis dato hat er keine Chance


Also das würde ich jetzt nicht so sagen, bzw. ich teile Deinen Optimismus nicht. Er beherrscht die Klaviatur des armen, diskriminierten Wesens geradezu meisterlich.

Ich denke, am Ende wird es darauf hinauslaufen, daß ein Urteil gefällt wird, daß es ihm erlaubt, auch trotz Hausverbot in die entsprechenden Lokalitäten einkehren zu dürfen.

Dann wird es vermutlich so sein, daß die Wirte ihm die Bewirtung verweigern, und auch dagegen wird er klagen.

Es sei denn, der verklagte Gastwirt hat jemand vom Kaliber eines Herrn Gauweiler als Rechtsanwalt.....
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #38 - 22.12.12 um 09:25:24
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perle schrieb on 21.12.12 um 21:07:35:
Meinrad schrieb on 21.12.12 um 19:11:49:
Bis dato hat er keine Chance


Also das würde ich jetzt nicht so sagen, bzw. ich teile Deinen Optimismus nicht. Er beherrscht die Klaviatur des armen, diskriminierten Wesens geradezu meisterlich.

Ich denke, am Ende wird es darauf hinauslaufen, daß ein Urteil gefällt wird, daß es ihm erlaubt, auch trotz Hausverbot in die entsprechenden Lokalitäten einkehren zu dürfen.

Dann wird es vermutlich so sein, daß die Wirte ihm die Bewirtung verweigern, und auch dagegen wird er klagen.

Es sei denn, der verklagte Gastwirt hat jemand vom Kaliber eines Herrn Gauweiler als Rechtsanwalt.....


Soll er sich doch in die  Wirtschaften klagen, die ihn boykottieren, den Wichtigtuer.

Wäre ich einer der betroffenen Wirte, bekäme er sogar ein Bier oder eine Apfelsaftschorle von mir - allerdings hätte ich vorher reingepißt.
  

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papa_baer66
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #39 - 22.12.12 um 10:35:01
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perle schrieb on 21.12.12 um 21:07:35:
Ich denke, am Ende wird es darauf hinauslaufen, daß ein Urteil gefällt wird, daß es ihm erlaubt, auch trotz Hausverbot in die entsprechenden Lokalitäten einkehren zu dürfen.


Auf welche Rechtsgrundlage will sich denn der werte Herr Frankenberger berufen? Es gibt in Deutschland, soviel ich weiß, kein Recht auf einen Gastronomiebesuch und kein Wirt hat die Pflicht, jemanden zu bedienen. Der Wirt ist privater Unternehmer und so wie allen Unternehmern ist es ihm freigestellt, wen er beliefern bzw. bewirten darf. Es ist auch in meiner ehemaligen Firma noch nie vorgekommen, daß wir bestimmte Kunden beliefern "mußten."

Tja, Frankie-Boy, haste halt Pech gehabt!

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« Zuletzt geändert: 22.12.12 um 10:38:38 von papa_baer66 »  
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Raucherhusten
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #40 - 22.12.12 um 12:12:34
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Rechtlich hat er keine Chance, aber das einzig wichtige bei ihm ist, das die Luft scheppert.  Zwinkernd
  

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Dies ist durchaus ein
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #41 - 22.12.12 um 16:33:22
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papa_baer66 schrieb on 22.12.12 um 10:35:01:
Auf welche Rechtsgrundlage will sich denn der werte Herr Frankenberger berufen? Es gibt in Deutschland, soviel ich weiß, kein Recht auf einen Gastronomiebesuch und kein Wirt hat die Pflicht, jemanden zu bedienen. Der Wirt ist privater Unternehmer und so wie allen Unternehmern ist es ihm freigestellt, wen er beliefern bzw. bewirten darf.



Es gibt ja schon ähnliche Aktionen, mir fällt da die Regensburger Aktion von Gastwirten ein "Rassisten werden hier nicht bedient":

http://www.sueddeutsche.de/bayern/initiative-von-wirten-gegen-rechtsextremismus-...

Bis jetzt hat es dagegen keine rechtlichen Bedenken gegeben, warum also sollte das bei Frankenberger anders sein? - Außer, dass das Eine gesellschaftlich erwünscht ist, das andere aber von den "bösen" Rauchern ausgeht - natürlich!

  
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ChristophL
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #42 - 22.12.12 um 17:02:24
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Siehe dazu auch:

Quote:
Hotelbetreiber dürfen Gäste wegen ihrer politischen Überzeugung ablehnen - etwa wenn diese Rechtsextremisten sind. Mit dieser Entscheidung hat der Bundesgerichtshof das Hausverbot eines Wellnesshotels gegen den ehemaligen NPD-Vorsitzenden Udo Voigt im wesentlichen gebilligt. Eine Ausnahme gilt jedoch, wenn die Buchung des Gastes bereits bestätigt wurde.


Quelle

« Zuletzt geändert: 22.12.12 um 17:02:39 von ChristophL »  
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perle
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #43 - 22.12.12 um 18:02:04
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papa_baer66 schrieb on 22.12.12 um 10:35:01:
Auf welche Rechtsgrundlage will sich denn der werte Herr Frankenberger berufen?


Er wird sich auf das ADG und oder das GG berufen. Dort ist nämlich festgeschrieben daß niemand wegen seiner politischen und/oder weltanschaulischen Meinung diskriminiert werden darf.

Auch wenn der Herr von der NPD damit auf die Nase gefallen ist, halte ich jede Wette, daß Frankenberger damit durchkommt.

Nicht zuletzt deshalb, weil ihm die Unterstützung grün-roter Sympathisanten sicher sein kann, auch wenn das nicht offen kommuniziert wird.
  

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Brigitte
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #44 - 22.12.12 um 22:24:49
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Quote:
Ich denke, am Ende wird es darauf hinauslaufen, daß ein Urteil gefällt wird, daß es ihm erlaubt, auch trotz Hausverbot in die entsprechenden Lokalitäten einkehren zu dürfen.


Das mag schon sein, aber das heisst nicht, dass der Hausherr ihn bedienen muss. 

Ich denke schon, dass der Junge das weiss, aber, wie schon jemand vor mir sagte, es geht dieser verkrachten Existenz nur darum, dass er meckern kann und sich damit ins Licht der Medien setzen kann.
  
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papa_baer66
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #45 - 23.12.12 um 18:22:50
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Quote:
Er wird sich auf das ADG und oder das GG berufen. Dort ist nämlich festgeschrieben daß niemand wegen seiner politischen und/oder weltanschaulischen Meinung diskriminiert werden darf.


Auch wenn er sich in die Kneipe reinklagen würde, ich glaube nicht, daß ihn dann dieser Besuch große Freude bereiten würde. Erstens, wie Brigitte schon richtig bemerkte, hat der Wirt nicht die Pflicht, ihn auch zu bedienen. (Die Idee von Zora mit dem Reinpinkeln ist aber auch nicht so schlecht  Laut lachend) Und zweitens, in den "verbotenen" Kneipen für ihn sitzen ja auch noch die richtigen Leute. Denen wird schon was einfallen, den Typen dermaßen zu vergraulen, so daß er es sich das nächste Mal reiflich überlegt, dieses Lokal noch einmal zu besuchen.

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #46 - 24.12.12 um 06:52:12
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papa_baer66 schrieb on 23.12.12 um 18:22:50:
Auch wenn er sich in die Kneipe reinklagen würde, ich glaube nicht, daß ihn dann dieser Besuch große Freude bereiten würde. Erstens, wie Brigitte schon richtig bemerkte, hat der Wirt nicht die Pflicht, ihn auch zu bedienen


Darum geht es ja auch gar nicht. Es geht nicht um einen geselligen Abend, es geht darum alen anderen den eigenen Lebensstil als einzig mögliche Art und Weise zu oktroyieren.

Und wenn der Gast vom Wirt nicht bedient wird, wird gleich die nächste Klage eingereicht.

  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #47 - 24.12.12 um 08:11:22
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Ich stelle mir das so vor das wenn er die Gaststätte betritt, alle verstummen und in stumm anstarren.

Da geht dann die Gemütlichkeit flöten. Somit erlebt er an sich selber das was die Raucher durch ihn erfahren mussten.
  
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papa_baer66
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #48 - 25.12.12 um 07:11:13
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perle schrieb on 24.12.12 um 06:52:12:
Darum geht es ja auch gar nicht. Es geht nicht um einen geselligen Abend, es geht darum alen anderen den eigenen Lebensstil als einzig mögliche Art und Weise zu oktroyieren.


Das kann er ja mal versuchen. Und schon hat der Wirt einen Grund, ihn an die frische Luft zu setzen, denn bei Leuten, die die Geselligkeit und den Frieden in der Kneipe stören, kann er ohne weiteres von seinem Hausrecht Gebrauch machen.

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #49 - 25.12.12 um 19:52:58
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Weil Laudator Frankenberger Hausverbot hat
Von Quast pfeift auf den Würmesia-Orden.

who the crappity smack is Quast???


http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/wegen-hausverbot-frankenberger-quast-...
  

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Raucherhusten
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #50 - 25.12.12 um 21:19:48
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RaucherHB schrieb on 25.12.12 um 19:52:58:

Da hast Du nix verpasst. Die hat mal Kanal fatal in BR3 geleitet. Gottseidank ist man durch sie vorgewarnt gewesen, das es sich um Klamauk u. ä. handelte, aber sicher nicht um Humor.

Warum die Kuh von BR3 so lange mit durchgezogen wurde, ist nicht verständlich. Ob die einen Preis bekommt oder nicht, wenn juckts.
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #51 - 27.12.12 um 19:29:30
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Tja, aber wenn wir so konsequent gewesen wären, wie die gute (Ironie off) Frau Quast... Stattdessen stehen wir friedlich frierend draußen. Bei Regen, Schnee und Wind und die Öko-Taliban sind der Meinung, daß sich ja nun wohl alles "eingespielt" hat... Und jetzt so ganz langsam, still und leise die Schlinge enger zieht.  Ärgerlich Ich kann mich da selbst leider auch nicht ausnehmen, sonst müßte ich zu Hause versauern.  Griesgrämig
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #52 - 31.12.12 um 10:42:43
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papa_baer66 schrieb on 25.12.12 um 07:11:13:
perle schrieb on 24.12.12 um 06:52:12:
Darum geht es ja auch gar nicht. Es geht nicht um einen geselligen Abend, es geht darum alen anderen den eigenen Lebensstil als einzig mögliche Art und Weise zu oktroyieren.


Das kann er ja mal versuchen. Und schon hat der Wirt einen Grund, ihn an die frische Luft zu setzen, denn bei Leuten, die die Geselligkeit und den Frieden in der Kneipe stören, kann er ohne weiteres von seinem Hausrecht Gebrauch machen.

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BGH, 09.03.2012 - V ZR 115/11

Dort wird exemplarisch dargelegt, dass der Eigentümer grundsätzlich frei in der Zugangsverschaffung ist und insbesondere keine Begründungen für Zutrittsverbote liefern muss.

Also wird der gute Basti da gnadenlos scheitern, sollte er sein "Recht" einklagen wollen Cool
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #53 - 31.12.12 um 12:17:20
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papa_baer66 schrieb on 23.12.12 um 18:22:50:
Quote:
Er wird sich auf das ADG und oder das GG berufen. Dort ist nämlich festgeschrieben daß niemand wegen seiner politischen und/oder weltanschaulischen Meinung diskriminiert werden darf.


Auch wenn er sich in die Kneipe reinklagen würde, ich glaube nicht, daß ihn dann dieser Besuch große Freude bereiten würde. Erstens, wie Brigitte schon richtig bemerkte, hat der Wirt nicht die Pflicht, ihn auch zu bedienen. (Die Idee von Zora mit dem Reinpinkeln ist aber auch nicht so schlecht  Laut lachend) Und zweitens, in den "verbotenen" Kneipen für ihn sitzen ja auch noch die richtigen Leute. Denen wird schon was einfallen, den Typen dermaßen zu vergraulen, so daß er es sich das nächste Mal reiflich überlegt, dieses Lokal noch einmal zu besuchen.

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Ich glaube vor allem, daß Frankenberger die Reaktion der "Normalos" völlig falsch einschätzt, siehe auch meinen Beitrag weiter oben. Er stellt es ja so dar, und vielleicht glaubt er das auch wirklich, daß er Opfer einer Verschwörung des VEBWK ist, der auf alle Wirte aktiv Einfluß nimmt, ihm Lokalverbot zu erteilen. Aber mein Eindruck ist, daß sein Namen generell eher negativ in Erinnerung geblieben ist.

Es wird die Zahl der Leute, die ihn seit dem Volksentscheid mit jenem identifizieren und dafür hassen, aber nicht verringern, sollte er einen medienwirksamen Versuch machen, Lokale auf dem Klageweg dazu zu bringen, ihn gegen ihren Willen hereinzulassen. Im Gegenteil. Und so ein komisches Jucken in meinem kleinen Zeh signalisiert mir, daß er, sollte er auf ein willfähiges Gericht stoßen, sogar noch viel mehr gehaßt würde und auch Leute, die ihm bislang neutral gegenüberstanden, diesen unnötigen Geßlerhut für diejenigen, die die Folgen des Volksentscheids ausbaden mußten, als unerträglich empfinden würden. Vielleicht sollten wir ihm also sogar einen Erfolg wünschen.
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #54 - 31.12.12 um 15:06:32
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@xila
gutes Statement

Das ist ihm sicher auch schon selber aufgefallen, dass er durch seinen missionarischen Eifer nicht gut ankommt. Das er nur in seiner Splitterpartei und bei den grünen Verbotsfreunden guten Anklang findet ist ihm auch bewußt. Er nutzt das trotzdem um den Medienrummel zu bekommen. In der Zwischenzeit schlägt dieser aber immer mehr in das negative um, was auch einige seiner öffentlichen  Auftritte aus der letzten Zeit zeigen.
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #55 - 11.01.13 um 08:02:15
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #56 - 12.01.13 um 18:43:45
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Man muss dem Karnevalsverein eines lassen; eine andere Gaststaette kam fuer den nicht in Frage und der Preis ging an jemand anderes. 

Frankenberger fuehlt sich diskriminiert?  Vielleicht sollte er sich mit uns Rauchern erstmal ueber wirkliche Diskrimination unterhalten!!!!  Die Karriere seines Lebens...... KEINER will ihn!
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #57 - 13.01.13 um 19:39:10
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Tja, Frau von Quast, das haben Sie nicht ganz verstanden. Für Sie ist der Frankenberger "das Harmloseste, was man sich denken kann". Vielleicht früher, aber neuerdings hat er Tausende von Arbeitsplätzen und Existenzen auf dem Gewissen.

Aber da, die Kneipe, wo er laudieren soll, die gibt es doch noch ? Ja gerade mal so, aber der Wirt hat eben die Befürchtung, es könne ihm gehen, wie vielen seiner Kollegen.

Stellen Sie sich vor, es kommt ein Beamter zu Ihnen und sagt, Sie dürften zwar noch auftreten, aber dabei keine Witze machen. Dann kommt doch niemand, sagen Sie, aber er bleibt hart. Keine Witze.  Egal was Sie auch vorbringen, er sagt immer: keine Witze, sonst empfindliche Geldstrafe.

Das ist ungefähr die Lage dieses Wirts und schuld ist der Frankenberger.

Och fragen Sie doch gleich uns, wenn Ihnen etwas partout nicht einleuchten will. Wir lösen alle Rätsel dieser Erde, besonders die, die nicht zur Sprache kommen dürfen.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #58 - 14.01.13 um 20:42:58
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Quote:
Tja, Frau von Quast, das haben Sie nicht ganz verstanden. Für Sie ist der Frankenberger "das Harmloseste, was man sich denken kann". Vielleicht früher, aber neuerdings hat er Tausende von Arbeitsplätzen und Existenzen auf dem Gewissen.


Ja, ueber dieses "Frankenberger ist das Harmloseste, was man sich denken kann" bin ich auch gestolpert und dachte, Frau Von Quast hat wohl mit keinem bayrischen Gastwirt gesprochen.

Sehr geehrte Frau von Quast:  SEIT WANN bezeichnet man eine Person, die nicht nur tausende von Arbeitsplaetzen, dank einer fragwuedigen Ideologie auf dem Gewissen hat, als "harmlos"? 

Haben sie den jungen Mann nie gefragt, WARUM er in keinem seiner Studien ueber die ersten 2 Semester ueberlebt hat?  Woran liegt das? 

Wie Meinrad schon sagte: sie duerfen auftreten, aber Witze sind verboten.  Ich bin sicher, Sie werden sagen, dass das Witzeverbot Ihnen hilft, mit dem Witzereissen aufzuhoeren.  In dieser Welt gehts einfach zu ernst zu, Witze sind unnoetig.

Ich wuensche Ihnen eine gute Zukunft, wenn sie sich ganz schnell an die witzlose Zeiten gewoehnt haben, fehlt es Ihnen ja an nichts mehr.
Ich denke, ich werde in der Zukunft von Ihren Auftritten nichts mehr hoeren und werde das auch nicht vermissen.
  
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hardl
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #59 - 02.03.13 um 13:27:14
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In Fürth bin ich durch ein Plakat der Bayernpartei auf diese Aktion aufmerksam gemacht worden:

http://www.facebook.com/pages/Volksbegehren-2013-Wahlfreiheit-f%C3%BCr-G%C3%A4st...

Mir bis jetzt gänzlich unbekannt.
« Zuletzt geändert: 02.03.13 um 13:27:35 von hardl »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #60 - 02.03.13 um 17:18:51
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Raucherhusten schrieb on 11.01.13 um 08:02:15:


Habe mir das Video mal reingezogen. Die Begündungen von Frau Quast und den Veranstaltern bei der Preisvergabe sind wirklich an den Haaren herbeibezogen.
Vor allem die Begründung, wenn es sich um Kinderschänder oder Verbrecher handeln würde, dass die ein Hausverbot bekämen. Nun, wie behandelt man mittlerweile die Raucher? Im Grunde genommen doch genauso. Und was für die Preisverleiher die Stammgaststätte ist, ist es ja für Raucher schon lange nicht mehr.

Bin mal gespannt, was bei der Klage von Herrn Frankenberger rauskommt.

Gruß
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #61 - 08.03.13 um 12:52:36
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Zum Wochenende mal Berichte " das tatsächliche Leben ":

Isarvorstadt
Rauchverbot: Eine Wirtin rechnet ab!

"Das strenge Rauchverbot ist und bleibt auch im Jahr 2013 eine bodenlose Unverschämtheit." Bedroht Kultur, Arbeitsplätze, Existenzen. Sagt Nessenius.
Vielen Kollegen gehe nach zweieinhalb Jahren Zwang langsam die Kraft aus. Das große Kneipensterben? Das kommt noch."

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.isarvorstadt-rauchverbot-eine-wirtin-...

Vergleich im Streit um die Sperrstunde
Gundelfinger Wirtin wehrte sich gerichtlich gegen Bescheid der Stadt.


Richterin Hildegard Schrieder-Holzner erklärte in der Verhandlung, dass es, seit das Rauchverbot in Gaststätten in Kraft getreten sei, immer häufiger derartige Verfahren gebe.

Auf Nachfrage bei der Wirtin erklärte diese, sie habe ihre Stammgäste für das Thema sensibilisiert. Mittlerweile würden auch keine DJ-Partys mehr stattfinden, Raucher dürften nur noch zu zweit und ohne Getränk vor die Tür gehen, zudem sei geplant, die Fenster so umzurüsten, dass sie nicht von Gästen geöffnet werden können.

http://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Vergleich-im-Streit-um-die-Sperrst...

  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #62 - 08.03.13 um 13:38:31
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Quote:
Raucher dürften nur noch zu zweit und ohne Getränk vor die Tür gehen


Soweit kommts noch...demnächst wird wahrschenlich´noch ein gelbes Quadrat auf dem Bürgersteig engezeichnet wo ich mich hinzustellen habe...

Ich werde mich zukünftig nur noch in Kneipen aufhalten, wo entweder ne geschlossene Privatparty stattfindet oder in denen, die illegal weiterrauchen lassen.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #63 - 08.03.13 um 17:51:23
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Eigentlich kennen und wissen die Beteiligten was der Hintergrund für die Probleme ist. Ob Richter, Politiker, Medien, Unternehmer, Gäste und Anwohner. Nur in der Öffentlichkeit hält ( fast ) jeder die Schnauze. Ist ja nun mal nicht " angesagt " . Stattdesen kommen Lösungen ( Fenster zu und nur im Duo vor die Tür  Durchgedreht ) , die am Hirn  und Verstand der Verantwortlichen zweifeln lassen. Über jeden Schei...wird in dieser Republik bis zum Abwinken eine Diskussion vom Zaun gebrochen, allerdings nur , wenn es in das Konzept passt. Ob es jetzt die Kneipen in Bayern oder zukünftig NRW sind, Energiepreise, Europapolitik, Schuldenpolitik.... So langsam, muss doch auch dem letzten Kleingeist mal etwas Licht in die Birne kommen.

P.S:....aber scheinbar werden es leider mehr Kleingeister als weniger....Grüne 17 %.
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #64 - 08.03.13 um 22:00:22
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Quote:
Raucher dürften nur noch zu zweit und ohne Getränk vor die Tür gehen


Nun, das mit dem "nur zu zweit" vor die Tuer gehen, gibt es hier in GB nicht. Allerdings MUESSEN die Getraenke IM Lokal bleiben.
Die Raucher kommen zurueck und finden ihr Getraenk weggeraeumt, oder, wenn es noch da ist, aber keiner drauf aufgepasst hat, ist es besser, wenn man es nicht mehr anruehrt.

Der Kunde ist Koenig?


  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #65 - 10.03.13 um 15:37:21
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Tegel schrieb on 08.03.13 um 12:52:36:
Vergleich im Streit um die Sperrstunde
Gundelfinger Wirtin wehrte sich gerichtlich gegen Bescheid der Stadt.


Richterin Hildegard Schrieder-Holzner erklärte in der Verhandlung, dass es, seit das Rauchverbot in Gaststätten in Kraft getreten sei, immer häufiger derartige Verfahren gebe.

Auf Nachfrage bei der Wirtin erklärte diese, sie habe ihre Stammgäste für das Thema sensibilisiert. Mittlerweile würden auch keine DJ-Partys mehr stattfinden, Raucher dürften nur noch zu zweit und ohne Getränk vor die Tür gehen, zudem sei geplant, die Fenster so umzurüsten, dass sie nicht von Gästen geöffnet werden können.

http://www.augsburger-allgemeine.de/dillingen/Vergleich-im-Streit-um-die-Sperrst...



Also ich frage mich schon lange, was ich in einer Gaststätte soll, wenn man mir vorschreibt, dass ich nur zu zweit und ohne Getränk vor die Tür zum Rauchen gehen darf? Da bleib ich doch lieber zu Hause, oder besuche Freunde. Da ist das Bier billiger, die Stimmung oftmals besser und es darf gequalmt werden ohne Ende.

Schließlich gehe ich in eine Wirtschaft um eine schöne Zeit zu haben und nicht um den Wirt oder die Anwohner glücklich zu machen.

Gruß
Gerhard
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #66 - 10.03.13 um 22:17:04
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Korrekt, die Frage stelle ich mir auch. Was bringt es mir so ein Theater mitzumachen und auch noch Geld dafür zu zahlen ? Bin bis 2007/8 selbst gerne unterwegs gewesen, nunmehr nach 5 Jahren RV habe ich allerdings mein Konsum- und Ausgehverhalten komplett
" gedreht ".  Na ja, müssen nun 5 mal mehr Leute bei Cola und Fanta für den Umsatz sorgen und die Krankenkassen etwas besser für die Taxifahrer sorgen..
  

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Christoph Suter
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #67 - 22.03.13 um 19:13:03
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Auch im Stadtstaat Basel (Kanton Basel-Stadt) wissen die Wirte nun Bescheid.  Smiley

«Rauchverbot wirkte wie ein Meteoriteneinschlag»


http://www.baizer.ch/aktuell/index.cfm?rssID=3998
  
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Tegel
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #68 - 22.03.13 um 21:02:59
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Diese Entwicklung ist nun auch im beruflichen Umfeld feststellbar. Früher ist man gerne nach Gesprächen und Treffen anschließend etwas Essen gegangen oder hat sich zu späteren Stunde noch auf ein Bier getroffen. Jetzt....Fehlanzeige. Nach Möglichkeit wird sofort die Heimreise gestartet oder das Hotel aufgesucht. Selbst bei Messen und größeren " Events"  wird die anschließende angebotene Abendveranstaltung nur noch zum Teil genutzt. Hier findet scheinbar auch ein Umdenken statt.....
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #69 - 23.03.13 um 10:47:11
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Quote:
Diese Entwicklung ist nun auch im beruflichen Umfeld feststellbar


Das kann ich zu 100% bestätigen.
  
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... hat meistens recht
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #70 - 23.03.13 um 11:21:06
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #71 - 23.03.13 um 19:42:45
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xila schrieb on 23.03.13 um 11:21:06:


Und ausschließlich die Schweizer Presse nimmt Notiz davon? Die verlogenen "Umsatzsteigerungen" wurden ja breitestens publiziert, die Wahrheit indes hat keine Chance.

Googeln ergibt dann doch noch eine einzige Ausnahme:

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.auch-rauchverbot-soll-schuld-sein-stu...

Erstmal muss kräftig ironisiert werden, bis man dann die Tatsachen doch ein wenig benennt. Alle Symptome der Frankenberger-Demenz finden sich in diesem Artikel wieder.

  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #72 - 27.03.13 um 13:59:17
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Heute abend um 21 Uhr im 3.ten vom Bayrischen Fernsehen

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130327-kon...
  

"Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird." (Le Bon, Psychologie der Massen)
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #73 - 27.03.13 um 17:42:45
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Raucherhusten schrieb on 27.03.13 um 13:59:17:
Heute abend um 21 Uhr im 3.ten vom Bayrischen Fernsehen

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130327-kon...


Auf jeden Fall kann man das Gaststättensterben nicht wie damals das Pubsterben einfach leugnen.

Sicher wird man versuchen dieses Sterben auf die Unfähigkeit der Gastwirte abzsuchieben.

Gruß
Gerhard
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #74 - 27.03.13 um 20:13:15
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G-H-L schrieb on 27.03.13 um 17:42:45:
Raucherhusten schrieb on 27.03.13 um 13:59:17:
Heute abend um 21 Uhr im 3.ten vom Bayrischen Fernsehen

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130327-kon...


Auf jeden Fall kann man das Gaststättensterben nicht wie damals das Pubsterben einfach leugnen.

Sicher wird man versuchen dieses Sterben auf die Unfähigkeit der Gastwirte abzsuchieben.

Gruß
Gerhard


Jau - alles politisch unkorrekte wurde rausgeschnitten. Der Bergmüller hatte bestimmt mehr zum Thema zu sagen. Was kommt jetzt in Bayern? Die staatliche Kneipe?

  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #75 - 27.03.13 um 20:20:17
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #76 - 27.03.13 um 20:29:05
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Hier noch ein Artikel zum Thema:

Quote:
Talfahrt ab dem Jahr 2008

So richtig bergab ging es für die Wirte 2008. „Mit dem ersten gesetzlichen Rauchverbot hat sich der Umsatz um etwa ein Drittel reduziert“, erklärt Zwerenz. Für den Verein gehört der Nichtraucherschutz liberalisiert. „Wenn in öffentlichen Gebäuden Raucherräume eingerichtet werden dürfen, warum dann nicht auch in meiner Gaststätte“, fragt CSU-Landtagskandidat und Wirt Hans Koller.....

.... Drechsel setzt der bayerischen Tradition die harte Realität entgegen: „Die Kartenspieler spielen lieber daheim. Dort, wo sie noch rauchen können.“


Kein Wort davon im Beitrag vom BR  Ärgerlich

http://www.merkur-online.de/aktuelles/bayern/studie-kneipensterben-bayern-haelt-...
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #77 - 28.03.13 um 07:36:10
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Gibts das noch in irgendeiner Mediathek? Bei mir wir kein BR ausgestrahlt, und btw WDR wird demnächst auch noch abgeschaltet, dafür habe ich aber massig Verkaufskanäle Zunge
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #78 - 28.03.13 um 08:48:19
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #79 - 28.03.13 um 09:18:12
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Raucherhusten schrieb on 28.03.13 um 08:48:19:

Hä? War das ein Ausschnitt aus der «Heute Show»? Wer hat da Regie geführt? Frau Dr. med. Martina Pötschke-Langer, Leiterin des WHO Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle beim Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg?  Griesgrämig
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #80 - 28.03.13 um 11:09:58
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Raucherhusten schrieb on 28.03.13 um 08:48:19:


Kleines Quiz: Wievielmal fällt das Wort: Rauchverbot !
  
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Am Anfang war das Am...

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #81 - 28.03.13 um 17:06:36
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Ach so, das waren nur fünf Minuten, ich dachte eine richtige Stunde.

Der Bericht war ja wohl ein schlechter Witz, natürliche sind die Rauchverbote mitverantwortlich. Sind schon neue Pressegesetze raus, von denen ich nichts gehört habe?
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #82 - 28.03.13 um 20:35:08
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Christoph Suter schrieb on 28.03.13 um 09:18:12:
Raucherhusten schrieb on 28.03.13 um 08:48:19:

Hä? War das ein Ausschnitt aus der «Heute Show»? Wer hat da Regie geführt? Frau Dr. med. Martina Pötschke-Langer, Leiterin des WHO Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle beim Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg?  Griesgrämig
Kann ich doch nichts dafür. Ich habe dem VEBWK meine Eindrücke auf Facebook mitgeteilt.
shadu schrieb on 28.03.13 um 11:09:58:
Raucherhusten schrieb on 28.03.13 um 08:48:19:


Kleines Quiz: Wievielmal fällt das Wort: Rauchverbot !
Ich habe nichts davon gehört.
  

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magnitubel
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #83 - 29.03.13 um 10:27:44
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Besonders absurd fand ich ja die Erklärung mit den Restaurants in Möbelhäusern.
Abgesehen davon, dass wohl kaum jedes betroffene Dorf, in dem es keine Gastwirtschaft mehr gibt, ein grosses Möbelhaus vor der Tür hat (und ich glaube kaum, dass jemand extra 30 km fährt, um in einem edlen Möbelhausrestaurant zu dinieren...), also abgesehen davon war doch wohl der tiefere Zweck eines traditionellen Landgasthofs nicht nur die schnöde Essensaufnahme, sondern die Möglichkeit des zwanglosen gemütlichen Beisammensitzens.
Und für mich ist Gemütlichkeit nicht von Zwanglosigkeit zu trennen.
Nun werde ich aber gezwungen (so ich eine bayerische Gaststätte aufsuche), mich zum Rauchen vor die Tür zu stellen. Ergo ist's vorbei mit der Zwanglosigkeit und also auch mit der Gemütlichkeit.
Aber was soll ich sagen, dieser Bericht war ohnehin sowas von erbärmlich, dass er soviel Interesse gar nicht verdient hat.
Das Einzige, was mich noch interessieren würde ist, wie sich dieses kommunal gesponserte Wirtshaus wohl entwickeln wird (vorausgesetzt, man findet irgendwann einen Wirt dafür).
Man kann den Leuten das Rauchen verbieten, man kann auch mit Steuergeldern ein Wirtshaus renovieren, man kann selbiges auch von der Gewerbe- und von sonstigen Steuern befreien.
Aber man kann (noch) niemanden zwingen, dieses Etablissement dann auch zu nutzen.
Und so ganz ohne Gäste wird's dann halt früher oder später zum Museum
("Sehr geehrte Damen und Herren, und hier sehen Sie jetzt ein typisches Dorfwirtshaus, wie es noch bis Anfang des 21. Jahrhunderts in jedem bayerischen Dorf vorzufinden war.
Sie müssen sich lediglich noch die Aschenbecher auf den Tischen vorstellen...
Ja so war das damals.
Und nun darf ich Sie einladen zu einer kleinen Erfrischung in unserem beliebten xxxl-Restaurant...").
  
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shadu
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MaryLong I smoke you

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #84 - 29.03.13 um 11:01:50
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Die Message in diesem Bericht ist nur:

1. Es gibt ein Wirtshaus sterben.
2. Die Systemgastronomie ist schuld.
3. Mit Rauchen hat es nichts zu tun, sonst würde es erwähnt.

ergo

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xila
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... hat meistens recht
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #85 - 29.03.13 um 14:20:14
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magnitubel schrieb on 29.03.13 um 10:27:44:
Besonders absurd fand ich ja die Erklärung mit den Restaurants in Möbelhäusern.


Die Erklärung las sich in der PowerPoint-Präsentation des VEBWK durchaus noch plausibel. Dabei geht es nämlich um Essensgäste am Mittag, die der Gastronomie zunehmend fehlen, und das neben anderem (Imbissecken in Bäckereien und Supermärkten) auch durch die preisgünstigen (zwischen den Zeilen klang durch: nicht kostendeckenden) Essensangebote in Möbelhäusern.

Die ausbleibenden Mittagsgäste haben tatsächlich noch vergleichsweise wenig mit dem Rauchverbot zu tun. Kompensieren könnte das die Gastronomie außerdem relativ einfach, indem die Wirtschaft halt nur noch abends aufmachen und sich auf das Geschäft mit dem Trinken konzentrieren, das ja eigentlich abends der wichtigere Teil wäre. Aber das ist  ja wegen des Rauchverbots den Bach runtergegangen.

  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #86 - 31.03.13 um 15:31:15
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xila schrieb on 29.03.13 um 14:20:14:
Die ausbleibenden Mittagsgäste haben tatsächlich noch vergleichsweise wenig mit dem Rauchverbot zu tun. Kompensieren könnte das die Gastronomie außerdem relativ einfach, indem die Wirtschaft halt nur noch abends aufmachen und sich auf das Geschäft mit dem Trinken konzentrieren, das ja eigentlich abends der wichtigere Teil wäre. Aber das ist  ja wegen des Rauchverbots den Bach runtergegangen.


So weit ich weiß, sind gerade die Gastwirtschaften in der ländlichen Gegend von Brauereien verpachtet. Diesen ist natürlich der Getränkeumsatz wichtiger als der Essensumsatz. O-Ton eines Gastwirts: "Am Essen ist nix verdient. Verdient wird hauptsätchlich an den Getränken, allen voran am Bier".

Die traditionellen Gastwirtschaften waren eigentlich Mittags reine Speisegaststätten und in den Abendstunden dann beinahe reine Getränkewirtschaften mit z.T. etwas eingeschränktem Essensangebot. Zumindest unter der Woche. An Wochenenden sah das dann wieder ganz anders aus.

Gruß
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #87 - 01.04.13 um 21:15:38
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Na dann dürfte diese 1. April Nachricht ja an die richtige Adresse gelangen:

An dieser Stelle möchte ich mich im Voraus bei meinen Lesern entschuldigen, denn die Wettermails werden in den nächsten Wochen wahrscheinlich aus Zeitmangel etwas kürzer ausfallen.

Mancher wird schon ahnen, worum es geht, wurde doch doch das Thema in den letzten Monaten bereits in zahlreichen Medien angesprochen. Es handelt sich um die neue EU-Vorschrift bezüglich Öffnungszeiten von gastronomischen Betrieben, die ausschließlich im Freien betrieben werden, bei uns auch als EU-Bierkellervorschrift bekannt (Verordnung EG Nr. 2257/94).

Im Prinzip geht es darum, die Öffnungszeiten innerhalb der EU zu harmonisieren. Eigentlich zielte die neue Regelung ja primär auf maltesische Wochenmärkte ab, aber nun hat sie doch überraschenderweise unmittelbare Auswirkungen auf unsere geliebten fränkischen Bierkeller.

Da die Regelung am Donnerstagnachmittag im Parlament anstandslos durchgewunken wurde (Herman Van Rompuy: "da haben wir jetzt andere Probleme, wir wollen Ostern zuhause sein"), müssen wir uns nun eben mit den Konsequenzen auseinandersetzen. Manch einer wird sagen, dass hier ein Bürokratiemonster entstanden sei, andere sehen Anzeichen für eine Vetternwirtschaft zu Gunsten des European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF).

Fakt ist nun aber einmal, dass die Bierkeller bei uns in Zukunft nicht mehr einfach frei entscheiden, an welchen Tagen sie öffnen und an welchen nicht. Vielmehr gibt es nun eine detaillierte Vorschrift, nach der diese Entscheidung einzig und alleine nach den numerischen Wettervorhersagen des ECMWF zu erfolgen hat, wobei die Entscheidung jeweils drei Tage im Voraus fällt.
Leider sind die entsprechenden Kriterien sehr verworren, es handelt sich um eine komplexe Berechnung, in die verschiedene Parameter wie Temperatur, Wind, Luftfeuchte, Höhe über dem Meeresspiegel etc. eingehen. ECMWF veröffentlicht die entsprechenden Rohdaten in einer proprietären Variante des BUFR-Formats, welches sehr schlecht dokumentiert ist. Aber natürlich will ich meinen Lesern die entsprechenden Ergebnisse zu Verfügung stellen, sobald die ersten Keller öffnen müssen.
  

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perle
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #88 - 02.04.13 um 06:32:51
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Da möchten die Grünen am 1. April auch nicht in der zweiten Reihe stehen:

Quote:
Grüne planen Wiedereinführung von Lebensmittelkarten für Fleisch

http://www.ruhrbarone.de/gruene-planen-wiedereinfuehrung-von-lebensmittelkarten-...


Leider ist das gar nicht so lustig, denn bei sowohl bei den Grünen, wie auch bei der Bierkellerverordnung steht zu befürchten, daß in der "kontentarmen" Zeit (auch Sommerloch genannt) solche Vorschläge tatsächlich von irgendwelchen Hinterbänklern und Hinterbänklerinnen eingereicht werden.
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #89 - 02.04.13 um 09:21:12
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perle schrieb on 02.04.13 um 06:32:51:
Quote:
Grüne planen Wiedereinführung von Lebensmittelkarten für Fleisch

http://www.ruhrbarone.de/gruene-planen-wiedereinfuehrung-von-lebensmittelkarten-...


Leider ist das gar nicht so lustig, denn bei sowohl bei den Grünen, wie auch bei der Bierkellerverordnung steht zu befürchten, daß in der "kontentarmen" Zeit (auch Sommerloch genannt) solche Vorschläge tatsächlich von irgendwelchen Hinterbänklern und Hinterbänklerinnen eingereicht werden.


perle, interessant dazu finde ich auch die Kommentare - neben Wenigen, die das durchaus für möglich halten und den Aprilscherz nicht durchschaut haben, gibt es doch erstaunlich viel Abneigung gegen die grüne Volkserziehungspolitik. Man bekommt schon das Gefühl, dass es vielen Leuten langsam reicht mit der Zwangsumerziehung durch die Grünen. Wenn dem so ist, dann sind wir auf dem richtigen Weg....
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #90 - 02.04.13 um 15:17:34
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Quote:
perle, interessant dazu finde ich auch die Kommentare - neben Wenigen, die das durchaus für möglich halten und den Aprilscherz nicht durchschaut haben, gibt es doch erstaunlich viel Abneigung gegen die grüne Volkserziehungspolitik. Man bekommt schon das Gefühl, dass es vielen Leuten langsam reicht mit der Zwangsumerziehung durch die Grünen. Wenn dem so ist, dann sind wir auf dem richtigen Weg....


Nunja, immerhin gehen 85% der Wählerstimmen nicht zu den Grünen. Die Grünen können ihre Politik aber mit Hilfe des Partners durchsetzen. So mancher SPD Wähler hat das scheinbar noch nicht so recht durchschaut.
Wer Rot wählt bekommt trotzdem Grün. Da wedelt der Schwanz mit dem Hund.
  

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perle
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #91 - 02.04.13 um 16:31:40
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Querkopf schrieb on 02.04.13 um 09:21:12:
perle, interessant dazu finde ich auch die Kommentare - neben Wenigen, die das durchaus für möglich halten und den Aprilscherz nicht durchschaut haben, gibt es doch erstaunlich viel Abneigung gegen die grüne Volkserziehungspolitik. Man bekommt schon das Gefühl, dass es vielen Leuten langsam reicht mit der Zwangsumerziehung durch die Grünen. Wenn dem so ist, dann sind wir auf dem richtigen Weg


Also den richtigen Weg sehe ich da nicht. Auch wenn es überall grummelt scheint es doch der Mehrheit nur recht zu sein, wenn wechselnde Minderheiten den Spieß umdrehen und der Mehrheit diktieren, wo es lang geht.

Schönes Beispiel dazu aus Innsbruck:

Quote:
In einem Innsbrucker Lokal hat der Wirt seinen Gästen ein Kussverbot auferlegt. "Aus Respekt vor unseren Mitarbeitern und internationalen Gästen bitten wir Sie, Zärtlichkeiten in unserem Lokal zu unterlassen", steht auf einer Hinweistafel neben der Hausordnung.

http://www.welt.de/regionales/muenchen/article114948026/Innsbrucker-Lokal-verbie...


Weiß von den Österreichern jemand mehr zu dem Thema? Oder handelt es sich ebenfalls um einen April-Scherz?
  

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Frank
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #92 - 11.04.13 um 05:25:10
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Frust über „Schwarzgastronomie“

Quote:
"Schwarzgastronomie“ habe sich zu einer ernsthaften Konkurrenz entwickelt, sagte Bezirksgeschäftsführer Dr. Ulrich Korb. Auch der Begriff „Wettbewerbsverzerrung“ fiel


http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10070&pk=901893
« Zuletzt geändert: 11.04.13 um 05:25:42 von Frank »  
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Raucherhusten
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #93 - 11.04.13 um 06:22:25
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Die DEHOGA braucht nicht zu jammern. Von denen hatten wir keinerlei Unterstützung beim VE und so sollen sie sich auch mit dem "Willen des Volkes" abfinden. Und das gilt auch für viele Wirte, die das damals nicht ernst genommen haben. Die Folgen haben Existenzen vernichtet.

Eine Warnung an NRW, bei Euch wirds nicht besser
  

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shadu
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #94 - 11.04.13 um 06:50:47
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Raucherhusten schrieb on 11.04.13 um 06:22:25:
Die DEHOGA braucht nicht zu jammern. Von denen hatten wir keinerlei Unterstützung beim VE und so sollen sie sich auch mit dem "Willen des Volkes" abfinden. Und das gilt auch für viele Wirte, die das damals nicht ernst genommen haben. Die Folgen haben Existenzen vernichtet.

Eine Warnung an NRW, bei Euch wirds nicht besser



Zitat: "Oft werde dort das Rauchverbot ignoriert, kritisiert der Verband der Gastronomen."

Mit dieser Aussage hat sich die Dehoga  endgültig auf die Seite der Antis gestellt. Von denen ist nichts mehr zu erwarten.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #95 - 11.04.13 um 10:04:51
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shadu schrieb on 11.04.13 um 06:50:47:
Raucherhusten schrieb on 11.04.13 um 06:22:25:
Eine Warnung an NRW, bei Euch wirds nicht besser



Zitat: "Oft werde dort das Rauchverbot ignoriert, kritisiert der Verband der Gastronomen."



NRW hat den "Vorteil", dass hier die Grünen mit an der Macht sind (und als Schwanz mit dem SPD-Hund wackeln). Die werden sich schon was einfallen lassen, wenn die renitenten Bürger lieber im Privaten feiern wollen.

Denkbar wäre eine Kultur-Karte, die jeder einmal im Monat kaufen muß und sie dann nur in Lokalen und Gaststätten einlösen kann. Für die bürokratische Umsetzung böte sich die DEHOGA an, die sich endlich auf die "richtige" Seite geschlagen hat.

Die rot/grüne Landesregierung sorgt dann für die Einführung von Luftreinheits-Beauftragten, denen jederzeit Zugang zu den Wohnungen und Häusern zu gestatten ist - ob eine finanzielle Beteiligung an dieser Maßnahme durch die DEHOGA vorstellbar ist, wird noch zu prüfen sein.

Auf jedenfall wird man in NRW renitente Bürger mit eigenen Vorstellungen davon, wie eine private Feier auszusehen hat, nicht so durchkommen lassen. Es lebe die grüne Heilsordnung!
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #96 - 11.04.13 um 15:33:08
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Querkopf schrieb on 11.04.13 um 10:04:51:
Die rot/grüne Landesregierung sorgt dann für die Einführung von Luftreinheits-Beauftragten, denen jederzeit Zugang zu den Wohnungen und Häusern zu gestatten ist






Auf solche Gralshüter würde ich in meiner Wohnung gerade noch warten. Die würden beim behutsamen Ausstieg aus der Wohnung aber jede Ecke und Kante bis zur Haustür persönlich kennenlernen.

So weit kommst noch  Ärgerlich
« Zuletzt geändert: 11.04.13 um 15:33:44 von Raucherhusten »  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #97 - 11.04.13 um 19:44:23
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[Und das gilt auch für viele Wirte, die das damals nicht ernst genommen haben. Die Folgen haben Existenzen vernichtet. [/quote]

Ja, die Wirte selbst sind oft das Problem. Ich kann mich noch sehr gut an die heiße Phase vor dem VE erinnern.

Ein Beispiel:
Ich habe Infomaterial mitgebracht mit der Bitte dies an die Gäste auszuhändigen, bzw. Plakate gut sichtbar auszuhängen. Die Wirt hat mir dann gezeigt wo ich MEINE Plakate in der Kneipe aushängen DARF.

Die meisten haben damals einfach nicht kapiert was da auf sie zukommen kann. Das kommt eh nicht durch...es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht wird usw....





  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #98 - 11.04.13 um 22:48:16
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Ja, mit solchen Dreistigkeiten hat keiner gerechnet. Ich habe mir den Mund auch fusselig geredet und wurde mehr oder weniger als Pessimist abgetan.
Nun ist es mir egal, ich habe keine Kneipe und kann mich mit den Rauchverboten in den Kneipen gut abfinden. Ich besuche sie einfach im Winter nicht mehr, sondern nutze nur noch die Außengastronomie im Sommer. Winterabende mit Freuden daheim sind gemütlicher und billiger.
Mir gehen die Rauchverbote inzwischen am A... vorbei. Ich werde mein Geld schon anders los.
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #99 - 12.04.13 um 06:33:39
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Weil es so " schön " passt ". Frei nach dem Motto und Denke....ist schon wieder Weihnachten ?


Köln: Betreiber fassungslos - Rauchverbot in Shisha Bars kommt bald

http://www.shortnews.de/id/1020304/koeln-betreiber-fassungslos-rauchverbot-in-sh...
  

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magnitubel
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #100 - 12.04.13 um 10:07:20
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Zum Thema Shisha-Bars wollt ich kürzlich schon was schreiben, kam dann aber nicht mehr dazu (man hat ja noch was anderes zu tun...), aber da wir's nun hier haben, jetzt eben doch.
Ich war vor einigen Wochen für zwei Tage in Rosenheim und wie wir da so durch Rosenheim fuhren, sah ich plötzlich an der Hauptstrasse ne grosse Leuchtreklame "Shisha-Lounge". Ich glaubte erst meinen Augen nicht zu trauen, leider hatte ich damals keine Gelegenheit, mir das Ganze näher anzuschauen. Daher ging ich, als ich wieder zu Hause war auf Netzrecherche zum Thema Shisha-Bars in Bayern und das für mich erstaunliche Resultat war dies:

Wenn man mal nur für den Grossraum München virtuell nach Shishabars sucht, findet man jede Menge Locations.

Nun haben die hier aufgeführten nicht alle ne eigene Website, einige aber schon, so z. Bsp.

das cafe-millennium

oder

der orient-garden

oder auch

die bloombar.

Und alle diese Bars haben, jedenfalls wenn man den Gallerien auf den Websites trauen kann, eindeutig Innenräume, in denen sie rauchen lassen.

Das soll mir nun mal einer erklären, immerhin scheinen diese Seiten ziemlich aktuell zu sein.

Oder nutzen die alle den Trick wie die Bloombar und werben mit tabakfreien Shishas?

Quote:
Nach vielen Debatten des angeblichen "Nichtraucherschutzes" wird ab 1. August 2010 das Rauchen in Gaststätten verboten. Aber das dampfen von "HYDRO HERBAL" ist erlaubt. HYDRO HERBAL ist ein Produkt aus natürlichen Elementen wie Kräuter und z.B. Zuckerrohr. Durch die wärme der Kohle fängt die Molasse zu dampfen an. Der Geschmack wie der Dampf sind sehr stark und angenehm wohlschmeckend. Ab jetzt bei uns erhältlich in 15 versch. Geschmäckern.


Ist natürlich clever, welcher Nichtraucherpolizist, der in so ne Kneipe kommt, kann schon überprüfen, was in den ganzen Pfeifen, die da so rumgehen, wirklich drin ist?
Wäre ich zu Gast in so nem Laden (ich steh ja nicht so auf Shisha, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen), ich würde mir so ne Kräuterpfeife bestellen und dann meinen selbstmitgebrachten Tabak reinlegen.
Kann mir doch keiner erzählen, dass das ein Mensch merken würde und ich könnt wetten, dass die Bar-Betreiber so ziemlich alle Augen zudrücken, schliesslich haben sie ja ihr Pfeifchen verkauft.
Oder seh ich da was falsch?
  
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shadu
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #101 - 12.04.13 um 11:06:11
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Man muss manchmal deutlich sprechen.

In einer Eisdiele wird Eis konsumiert  = muss niemand rein aber 100% öffentlich

Am Currwurststand gibt es Wurst = muss niemand rein aber 100% öffentlich

In der Cocktailbar Cocktails = muss niemand rein = nicht 100% öffentlich

Im Laufhaus wird gefickt = muss niemand rein = nicht 100% öffentlich

In der Shishabar RAUCHT man Shisha = muss niemand rein = nicht 100% öffentlich

In der Raucherkneipe RAUCHT man. = muss niemand rein = nicht 100% öffentlich

In 100% öffentlichen Begegnungsstätten ist 100% Rauchverbot

Zuhause darf man NOCH rauchen = muss niemand rein = nicht 100% öffentlich

Ist das wirklich so schwer zu verstehen
« Zuletzt geändert: 12.04.13 um 11:07:46 von shadu »  
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Tegel
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #102 - 12.04.13 um 21:25:32
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Für viele gehört die Zigarette einfach zum Bierchen dazu.“ Diese Zeiten sind ab Mai vorbei. „Da müssen die Raucher durch“, sagt Amler.

Hoffe, diesem " Amler " knallt seine Kiste um die Ohren und er findet sich bei der örtlichen Arbeitsagentur wieder ( inkl. seiner Angestellten )

http://www.bbv-net.de/lokales/bocholt_artikel,-Absolutes-Rauchverbot-Bocholter-W...
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #103 - 15.04.13 um 14:26:40
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Tegel schrieb on 12.04.13 um 21:25:32:
Für viele gehört die Zigarette einfach zum Bierchen dazu.“ Diese Zeiten sind ab Mai vorbei. „Da müssen die Raucher durch“, sagt Amler.

Hoffe, diesem " Amler " knallt seine Kiste um die Ohren und er findet sich bei der örtlichen Arbeitsagentur wieder ( inkl. seiner Angestellten )

http://www.bbv-net.de/lokales/bocholt_artikel,-Absolutes-Rauchverbot-Bocholter-W...


Ah so ist das! Man darf sein Bier nicht mit nach draußen nehmen, man darf auch nichts vor der Gaststätte verzehren. Ich würde mir wünschen, dass hier die Raucher endlich mal konsequent, auch wenn es ihre Stammkneipe ist, diese Lokalitäten boykottieren. Dann müsste man nämlich argumentieren: Auf die geänderten Gästegewohnheiten müssten sich die Wirte umstellen. Die Wirte müssen da durch.

Leider gibt es in Bayern immer noch zu viele Raucher, die sich durch das Rauchverbot nicht von Gaststättenbesuchen abhalten lassen. Die stellen sich halt gerne vor die Tür. Bei einem konsequenten Boykott hätte man das Rauchverbot bestimmt schon gelockert.

Gruß
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #104 - 24.04.13 um 12:55:01
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G-H-L schrieb on 15.04.13 um 14:26:40:
Tegel schrieb on 12.04.13 um 21:25:32:
Für viele gehört die Zigarette einfach zum Bierchen dazu.“ Diese Zeiten sind ab Mai vorbei. „Da müssen die Raucher durch“, sagt Amler.

Hoffe, diesem " Amler " knallt seine Kiste um die Ohren und er findet sich bei der örtlichen Arbeitsagentur wieder ( inkl. seiner Angestellten )

http://www.bbv-net.de/lokales/bocholt_artikel,-Absolutes-Rauchverbot-Bocholter-W...


Ah so ist das! Man darf sein Bier nicht mit nach draußen nehmen, man darf auch nichts vor der Gaststätte verzehren. Ich würde mir wünschen, dass hier die Raucher endlich mal konsequent, auch wenn es ihre Stammkneipe ist, diese Lokalitäten boykottieren. Dann müsste man nämlich argumentieren: Auf die geänderten Gästegewohnheiten müssten sich die Wirte umstellen. Die Wirte müssen da durch.

Leider gibt es in Bayern immer noch zu viele Raucher, die sich durch das Rauchverbot nicht von Gaststättenbesuchen abhalten lassen. Die stellen sich halt gerne vor die Tür. Bei einem konsequenten Boykott hätte man das Rauchverbot bestimmt schon gelockert.

Gruß
Gerhard





So lange Seehofer MP bleibt, wird nichts gelockert.

Außerdem gibt es ja noch den Schüttel - Schorsch, hier das Neueste von diesem Polit - Kasper :



Zitat :

Der Chef der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag, Georg Schmid, hat seine Ehefrau in den vergangenen Jahren für bis zu 5500 Euro pro Monat als Büromitarbeiterin beschäftigt. Schmid sagte der "Augsburger Allgemeinen" vom Mittwoch, er habe seiner Frau je nach Arbeitsanfall "zwischen 3500 und 5500 Euro" bezahlt. Sie arbeitete demnach auf Werkvertragsbasis für ihren Mann.



http://de.nachrichten.yahoo.com/csu-fraktionschef-zahlte-ehefrau-5500-euro-10281...
« Zuletzt geändert: 24.04.13 um 12:56:59 von Destruktor »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #105 - 25.04.13 um 06:19:16
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Ich hoffe, diese Affäre knallt ihm so richtig um die Ohren. Gerne würde ich seinen politischen Abstieg von ferne betrachten...
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #106 - 25.04.13 um 12:07:45
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Wie heißt es so schön? Kleine Sünden straft der liebe Gott sofort, große etwas später.

  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #107 - 25.04.13 um 13:17:11
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Kaum gesagt, schon eingetroffen. Ob ich eine prophetische Gabe habe? Zwinkernd
Das gönne ich dem Schmid von Herzen!
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #108 - 25.04.13 um 13:19:01
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Goodbye Schüttel-Schorsch. Hoffentlich sehen und hören wir nie wieder etwas von Dir....
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #109 - 25.04.13 um 17:52:42
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Seit langem mal wieder eine schöne Meldung aus Bayern.  Cool
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #110 - 25.04.13 um 23:30:43
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Raucherhusten schrieb on 25.04.13 um 17:52:42:
Seit langem mal wieder eine schöne Meldung aus Bayern.  Cool

Stimmt! Ich habe mich so richtig gefreut! Soll er auch spüren, wie gut das ist, wenn auf einmal alles weg ist, was einem Spaß und Freude gemacht hat.

Und eine Bitte an alle, diese OpenPetition nicht vergessen:
https://www.openpetition.de/petition/online/wir-schaffen-das-totale-rauchverbot-...
« Zuletzt geändert: 25.04.13 um 23:33:58 von Blaudunst »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #111 - 26.04.13 um 15:37:16
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Jetzt wohne ich ja Gott sei Dank nicht in Bayern,
aber bei uns in Hessen ist es ja auch kaum besser.
Wir haben hier in meinem Wohnort noch 2 Kneipen, aber da sie auch Speisen anbieten darf man da nicht rauchen.
Sämtliche soziale Kontakte fallen so ausseinander, und das obwohl auch Nichtraucher nie etwas gegen das Rauchen einzuwenden hatten.
Zu Bayern: Wir Hatten Letzes Jahr mit unserem Wohnviertel
eine Fahrt nach Regensburg geplant, wurde abgesagt mangels Teilnehmer.
Nach Gesprächen mit meinen Nachbarn erfuhr ich das diese Absagen wegen des in Bayern herrschenden Rauchverbots erfolgte.
Wenn ich das auf ganz Deutschland hochrechne dürfte das
einen Touristenverlust im 6 Stelligen Bereich entsprechen.
Schade, ich war früher immer gerne in Bayern.
Gruss

  
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Raucherhusten
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #112 - 27.04.13 um 17:55:28
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Tja, Bayern ist für Raucher keine Reise mehr Wert, da sollte man direkt nach Österreich durchziehen und die Nichtraucher tun halt auch nichts dazu, das sich die Umsätze in "ungeahnte Höhen" steigern. Die derzeitigen Umstatzsteigerung in der Hotelerie beruhen halt auf der Absenkung des MWSt-Satzes, aber das wird halt offiziell nicht so gesehen.

Und das Oktoberfest braucht man nicht zu vergleichen, es kommen immer diesselben Trunkenbolde dorthin und wenn dort mal geraucht wird, wird das auch nicht großartig verhindert. Aber diese Veranstaltung kann man eh nicht in die Statistik aufnehmen.
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #113 - 30.04.13 um 04:41:03
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Eine weitere Antiraucherkarriere endet unrühmlich : es sieht so aus, als habe es den Schüttelschorsch erwischt, den ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der CSU und gleichzeitig der Hardliner bei den Rauchverboten. Er dachte damals, so könne man Karriere machen, was dann aber ausblieb. Sein Ausflug ins Unternehmertum ist nicht unbedingt als Erfolg zu werten:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/154193
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #114 - 30.04.13 um 07:55:34
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oddtodd schrieb on 26.04.13 um 15:37:16:
Schade, ich war früher immer gerne in Bayern.


Ja ich auch. Das hat einfach dazugehört, dass man in einer urigen Wirtschaft eine Pfeife geniessen konnte.
Nach Bayern kann man jetzt höchstens noch im Sommer.
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #115 - 30.04.13 um 14:10:54
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Meinrad schrieb on 30.04.13 um 04:41:03:
Eine weitere Antiraucherkarriere endet unrühmlich : es sieht so aus, als habe es den Schüttelschorsch erwischt, den ehemaligen Fraktionsvorsitzenden der CSU und gleichzeitig der Hardliner bei den Rauchverboten. Er dachte damals, so könne man Karriere machen, was dann aber ausblieb. Sein Ausflug ins Unternehmertum ist nicht unbedingt als Erfolg zu werten:

http://www.heise.de/tp/blogs/8/154193





Ebenso Karriere - Schiffbruch erlitt der Antiraucher - Taliban Stefan Mappus :




Zitat :

Ministerpräsident Günther Oettinger gilt als Befürworter einer liberalen Lösung, die den Wirten der Einraumgaststätten die Wahl zwischen Raucher- und Nichtraucherkneipe überlässt. Eine öffentliche Festlegung Oettingers gibt es aber ebenso wenig wie von Stefan Mappus, dem Chef der CDU-Landtagsfraktion. Der gilt als Anhänger eines strikten Rauchverbots.

Die Geschütze bedienen derweil die Stellvertreter. Sicher hat Generalsekretär Thomas Strobl nicht ohne Rücksprache mit Oettinger sich gegen ein Totalverbot ausgesprochen und dessen Befürworter als „Gutmenschen mit einem gewissen Hang zum Totalitarismus“ bezeichnet. Auch Landwirtschaftsminister Peter Hauk, der gestern gegen ein striktes Rauchverbot zu Felde zog, gilt als Oettinger-Mann.

Gesundheitsexperte Mappus schickt fast täglich Vorkämpfer eines strikten Rauchverbots an die Front. Nach dem Urteils des Verfassungsgerichts plädierte der Abgeordnete Winfried Mack für die Streichung aller Ausnahmen. Danach sprach sich Gesundheitsexperte Andreas Hofmann gegen eine Lockerung aus. Schließlich pochte Mappus-Vize Klaus Schüle auf die Mitsprache der Fraktion, die Mitte September berate werde. Er trete aber „wie viele Kollegen für eine konsequente Linie ein“.





Zitat :

Juristischer Albtraum für Stefan Mappus!

Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) gerät wegen des umstrittenen EnBW-Deal in Teufels Küche und muss nun auch mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Am Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart nach langem Zögern ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue gegen Mappus eingeleitet.

Ermittler durchsuchten Wohnungen und Büros unter anderem in Pforzheim und Stuttgart.






Recht so, zum Teufel mit diesen widerlichen Kreaturen !




http://www.stimme.de/heilbronn/rauchverbot/sonstige-Stellvertreterkrieg-an-der-R...




http://www.bild.de/politik/inland/stefan-mappus/untreue-verdacht-ermittlungen-ge...
« Zuletzt geändert: 30.04.13 um 14:24:27 von Destruktor »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #116 - 02.05.13 um 12:50:55
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Raucherhusten schrieb on 25.04.13 um 17:52:42:
Seit langem mal wieder eine schöne Meldung aus Bayern.  Cool





Jetzt ist Schüttel - Schorsch endgültig raus aus der Politik :



Zitat :

Die Affäre führte bereits zu mehreren personellen Konsequenzen. CSU-Landtagsfraktionschef Georg Schmid gab mittlerweile seinen vollständigen Rückzug aus der Berufspolitik bekannt. Schmid, der seine Frau für bis zu 5500 Euro pro Monat als Bürokraft beschäftigt hatte, kündigte nach dem Rücktritt als Fraktionschef am Mittwoch auch den Verzicht auf eine erneute Landtagskandidatur im September an.



Das hat er jetzt davon !



http://de.nachrichten.yahoo.com/csu-aff%C3%A4re-um-jobs-f%C3%BCr-angeh%C3%B6rige...
« Zuletzt geändert: 02.05.13 um 12:51:36 von Destruktor »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #117 - 02.05.13 um 14:53:25
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Destruktor schrieb on 02.05.13 um 12:50:55:
Jetzt ist Schüttel - Schorsch endgültig raus aus der Politik :


Das hat er jetzt davon !



Wie man´s nimmt! Seine Pensionsansprüche verfallen ja nicht und die bezahlt ja auch der Steuerzahler. Ohne dass Schüttel-Schorsch noch was arbeiten muß.
Und die Ehefrau konnte mit einem Gehalt von ca. 5500,- Euro auch ihre Rentenkasse auffüllen.

Besser wäre es, wenn er die Gelder wieder an den Steuerzahler zurückzahlen müsste.

Gruß
Gerhard
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #118 - 02.05.13 um 15:28:40
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Naja, bei 5.500 € netto wird er von der Sozialversicherung für die Nachzahlung kräftig zur Kasse gebeten, das geht in die Hunderttausende.  Smiley
  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #119 - 07.05.13 um 15:17:01
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G-H-L schrieb on 02.05.13 um 14:53:25:
Destruktor schrieb on 02.05.13 um 12:50:55:
Jetzt ist Schüttel - Schorsch endgültig raus aus der Politik :


Das hat er jetzt davon !



Wie man´s nimmt! Seine Pensionsansprüche verfallen ja nicht und die bezahlt ja auch der Steuerzahler. Ohne dass Schüttel-Schorsch noch was arbeiten muß.
Und die Ehefrau konnte mit einem Gehalt von ca. 5500,- Euro auch ihre Rentenkasse auffüllen.

Besser wäre es, wenn er die Gelder wieder an den Steuerzahler zurückzahlen müsste.

Gruß
Gerhard






Gut möglich, daß er das Geld zurückzahlen muß :




Zitat :


Die Gehälteraffäre bayerischer Landtagsabgeordneter wird offenbar zu einem Fall für die Justiz. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" verlangt die Staatsanwaltschaft Augsburg vom Landtag die Aufhebung der Immunität des inzwischen zurückgetretenen Fraktionschefs der CSU, Georg Schmid. Der CSU-Politiker hatte seine Ehefrau als selbstständige Bürokraft gegen Rechnung beschäftigt und ihr monatlich bis zu 5500 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer gezahlt.

Der Zeitung zufolge sollen die Ermittler offenbar den Verdacht haben, dass Schmid dabei gegen Sozialversicherungsgesetze verstoßen und seine Frau als Scheinselbstständige beschäftigt hat. Darauf lasse die Begründung der Staatsanwaltschaft schließen. Im Raum stünden neben Untreue der Verdacht des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt gegen Schmid.




Besser wäre noch Knast inklusive Sex - / Tabak - und Alkoholverbot für den Schüttel Schorsch .       Zwinkernd Smiley Laut lachend




http://de.nachrichten.yahoo.com/ex-csu-fraktionschef-angeblich-visier-justiz-095...
« Zuletzt geändert: 07.05.13 um 15:20:36 von Destruktor »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #120 - 18.05.13 um 10:08:40
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Und weil's so schön ist, noch einen drauf!
Quote:
Der ehemaligen Fraktionschef Schmid steht unter dem Verdacht des Sozialbetrugs. Jahrelang hatte er seine Frau beschäftigt und mit Steuergeldern bezahlt. Nun durchsuchte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit sein Haus in Donauwörth.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/17/verdacht-auf-schwarzarbeit...


Das erinnert an den alten Spruch: "Je höher, desto platsch".

Was allerdings das hier betrifft:

Destruktor schrieb on 30.04.13 um 14:10:54:
Ebenso Karriere - Schiffbruch erlitt der Antiraucher - Taliban Stefan Mappus 


Werden Rauchverbote besser, wenn sie nicht von der CDU kommen?

Ich denke daß Mappus sich mit diesen Rauchverboten auch den Grünen annähern wollte, ohne dies großartig öffentlich machen zu müssen.
  

das licht am ende des tunnels könnte auch ein idiot mit einer kerze sein
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #121 - 19.05.13 um 07:53:26
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perle schrieb on 18.05.13 um 10:08:40:
Werden Rauchverbote besser, wenn sie nicht von der CDU kommen?

Ich denke daß Mappus sich mit diesen Rauchverboten auch den Grünen annähern wollte, ohne dies großartig öffentlich machen zu müssen.


Tut mir leid, diese Grünenfixierung ist nicht zutreffend. Es gab diese Eiferer in allen Parteien, sie dachten tatsächlich, sie könnten mit Prohibitionspolitik Karriere machen. Sehr interessant, dass inzwischen alle aus diesem Personenkreis entsorgt oder wegen groben Fehlverhaltens aus ihren Ämtern gejagt wurden.

Mal ein Überblick: Bätzing (SPD), Schüttelschorsch (CSU), Binding (SPD), Künast (Grüne), Eichhorn (CDU), Mappus (CDU), Wulff (CDU). Überlebt haben Frankenberger (wegen Unfähigkeit nicht im Parlament) und, nicht zu vergessen, Karl-Heinz Florenz (CDU). Nicht abwählbar im EU-Parlament seit 2009. Der Zahn der Zeit hat allerdings sehr an ihm genagt:

http://www.karl-heinz-florenz.de/typo3/Home.2.0.html

Die einzige noch im Amt befindliche Verbotsfanatikerin ist Barbara Steffens, ja von den Grünen.

Warum wurde es eigentlich nichts mit diesen Karrieren? Glaubt mir, die Parteien sehen es intern ziemlich genau wie wir. Alle Parteien Europas, die im Parlament saßen - ausnahmslos alle - wurden 2007 gezwungen, den Rauchverboten zuzustimmen, die sie Jahrzehnte zuvor immer abgelehnt hatten. Nichts hasst die Politik mehr als eine Gleichschaltung und sie haben die Sanitaristen auf diesem Wege ihren Unmut spüren lassen.

Mit Ausnahme der Grünen. Die haben nichts gecheckt. Peinlich, werte Grüne. Es wirkt so, um es mal so zu sagen,  wie wenn man mit 50 noch an den Weihnachtsmann glaubt.
 
« Zuletzt geändert: 19.05.13 um 07:55:55 von Meinrad »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #122 - 19.05.13 um 08:24:13
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Meinrad schrieb on 19.05.13 um 07:53:26:
Tut mir leid, diese Grünenfixierung ist nicht zutreffend. Es gab diese Eiferer in allen Parteien, sie dachten tatsächlich, sie könnten mit Prohibitionspolitik Karriere machen. Sehr interessant, dass inzwischen alle aus diesem Personenkreis entsorgt oder wegen groben Fehlverhaltens aus ihren Ämtern gejagt wurden.....

Die einzige noch im Amt befindliche Verbotsfanatikerin ist Barbara Steffens, ja von den Grünen.



Natürlich gab und gibt es solche Eiferer in allen Parteien - aber die Grünen sind ja wohl (dicht gefolgt von der SPD) die Verbotsfetischisten schlechthin. Von einer "Grünenfixierung" kann deshalb nicht die Rede sein - höchstens von einer Verbotsfixierung der Grünen.

Quote:
Alle Parteien Europas, die im Parlament saßen - ausnahmslos alle - wurden 2007 gezwungen, den Rauchverboten zuzustimmen, die sie Jahrzehnte zuvor immer abgelehnt hatten. Nichts hasst die Politik mehr als eine Gleichschaltung und sie haben die Sanitaristen auf diesem Wege ihren Unmut spüren lassen....


Wer hat sie denn gezwungen? Ich halte es für wahrscheinlicher, dass sie die Papiere gar nicht richtig gelesen und sie einfach durchgewunken haben.

« Zuletzt geändert: 19.05.13 um 08:25:03 von Querkopf »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #123 - 20.05.13 um 06:41:02
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Querkopf schrieb on 19.05.13 um 08:24:13:
Wer hat sie denn gezwungen? Ich halte es für wahrscheinlicher, dass sie die Papiere gar nicht richtig gelesen und sie einfach durchgewunken haben.



Na, sag bloß, Du warst nicht dabei. Es war begleitet von einer ebenso gleichgeschalteten Presse, die eine regelrechte Massenhysterie gegen das Rauchen lostrat. Und dann haben sie wirklich alle Parteien Europas gezwungen, für die Rauchverbote zu stimmen, um dem Raucher ja keine Möglichkeit zu geben, den Blödsinn an der Urne abzustrafen. Von Freiwilligkeit keine Spur und gelesen haben sie es sicher. Das war von riesigem Getöse begleitet und in keiner Weise unauffällig.

Das ist leider viel zu wenig das Thema bei uns: wer war in der Lage, Presse und Parteien dermaßen gleichzuschalten? Damals waren es ganz sicher die Amerikaner. Sonst konnte es niemand.

Wenn nun eine Partei in einem Punkt sich hat gleichschalten lassen, dann ist dieser Punkt auf alle Zeiten ein Tabu-Thema, das nicht zur Sprache gebracht werden darf. Fieser Trick der Antis, der leider ganz und gar gelungen ist. Nur: es könnten neue Parteien auftauchen, die sich nicht gleichschalten ließen und in ihrer Entscheidung frei sind. Das ist nun mit der britischen UKIP der Fall und das ist aus Sicht der Antis natürlich der Super-GAU.

Die Kehrseite des fiesen Tricks, der bislang so einwandfrei funktioniert hat.

  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #124 - 20.05.13 um 18:32:22
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Meinrad schrieb on 20.05.13 um 06:41:02:
Das ist leider viel zu wenig das Thema bei uns: wer war in der Lage, Presse und Parteien dermaßen gleichzuschalten? Damals waren es ganz sicher die Amerikaner. Sonst konnte es niemand.


Ach, "die Amerikaner" als allmächtige Kommandeure der westlichen, nein weltweiten, Medienlandschaft. Du weißt, dass ich gewissen fixen Ideen hier regelmäßig widerspreche. Stattdessen liegt nahe, auf die Tabakwerbeverbote in vielen Medien hinzuweisen, die im Vorlauf des von dir angesprochenen Zeitraums bzw. verschieden nach Ländern bzw. Weltregionen verschärft wurden, und so die Massenmedien stärker in Richtung Pharma haben schwingen lassen. Daneben tritt die politische Verortung der (überproportional grünen und ähnlich paternalistisch orientierten) Journalisten, der Herdentrieb, dem Zeitgeist zu folgen usw.

  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #125 - 21.05.13 um 12:44:55
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Meinrad schrieb on 20.05.13 um 06:41:02:
Querkopf schrieb on 19.05.13 um 08:24:13:
Wer hat sie denn gezwungen? Ich halte es für wahrscheinlicher, dass sie die Papiere gar nicht richtig gelesen und sie einfach durchgewunken haben.



Na, sag bloß, Du warst nicht dabei. Es war begleitet von einer ebenso gleichgeschalteten Presse, die eine regelrechte Massenhysterie gegen das Rauchen lostrat. Und dann haben sie wirklich alle Parteien Europas gezwungen, für die Rauchverbote zu stimmen, um dem Raucher ja keine Möglichkeit zu geben, den Blödsinn an der Urne abzustrafen. Von Freiwilligkeit keine Spur und gelesen haben sie es sicher. Das war von riesigem Getöse begleitet und in keiner Weise unauffällig.

Das ist leider viel zu wenig das Thema bei uns: wer war in der Lage, Presse und Parteien dermaßen gleichzuschalten? Damals waren es ganz sicher die Amerikaner. Sonst konnte es niemand.

Wenn nun eine Partei in einem Punkt sich hat gleichschalten lassen, dann ist dieser Punkt auf alle Zeiten ein Tabu-Thema, das nicht zur Sprache gebracht werden darf. Fieser Trick der Antis, der leider ganz und gar gelungen ist. Nur: es könnten neue Parteien auftauchen, die sich nicht gleichschalten ließen und in ihrer Entscheidung frei sind. Das ist nun mit der britischen UKIP der Fall und das ist aus Sicht der Antis natürlich der Super-GAU.

Die Kehrseite des fiesen Tricks, der bislang so einwandfrei funktioniert hat.







Richtig, die Medien waren damals die treibende Kraft.



Aber auch einzelne Personen wie zum Beispiel dieser hier ......



Zitat :


Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG, trieb eine Regelung voran, die den Weltkonzern in Deutschland zu einem Betrieb macht, in dem – ab 1. Juli 2007 – das Rauchen nur noch im Freien möglich ist. Zwar reagierte der Geehrte nicht persönlich, doch seine MitarbeiterInnen schrieben:

"Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ist für uns alle ein wichtiges Thema – und ein Aspekt davon ist wirksamer Nichtraucherschutz. Passivrauchen bringt beträchtliche Gesundheitsrisiken mit sich. Konsequenter Rauchverzicht in Gebäuden ist deshalb auch ein Gebot kollegialer Wertschätzung – und dazu haben wir uns in unseren Unternehmenswerten ausdrücklich bekannt. Unser Unternehmen hat mit der Entscheidung, bereits ab dem 1. Juli ein allgemeines Rauchverbot für alle Gebäude auszusprechen, ein gutes Beispiel gegeben. Wir sind davon überzeugt, dass andere Unternehmen diesem sehr bald folgen werden und sich der Trend auch in anderen Bereichen weiterhin in diese Richtung bewegen wird. Dies ist sicher nicht das Verdienst einer einzelnen Person."





...... und natürlich meine Lieblings - Trulla :



Die Kanzlerin kündigte an, das Rauchen in öffentlichen Gebäuden wie Bahnhöfen, Flughäfen und Arbeitsämtern verbieten zu wollen. In allen Gebäuden, für die der Bund zuständig sei, müsse Rauchen untersagt werden, meinte sie. "Das werden wir regeln." Zugleich plädierte sie darüber hinaus auch für ein Rauchverbot in Restaurants.




http://www.nichtraucherschutz.de/zeitschrift_nichtraucher-info/nichtraucher-info...




http://www.spiegel.de/politik/deutschland/rauchverbot-kanzlerin-erwartet-keine-s...
« Zuletzt geändert: 21.05.13 um 12:56:22 von Destruktor »  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #126 - 21.05.13 um 18:55:07
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Ja lassen wir doch die Lieblings-Trulla mal zu Wort kommen:

Quote:
Zugleich plädierte sie darüber hinaus auch für ein Rauchverbot in Restaurants. Dagegen sollten Zigaretten in Kneipen und Bars aber weiterhin erlaubt sein.


Das war für die damalige Zeit äußerst moderat. Merkel als die Scharfmacherin zu brandmarken, der wir das alles zu verdanken haben, wäre mit Sicherheit falsch. Sage ich, der sie garantiert nicht wählt.

Der Trick der Prohibitionisten war, weltweit gleichzeitig anzugreifen. Mit Pionierstaaten Irland und Kalifornien in USA. Aber stellen wir uns mal vor, bei uns hätte all das nicht stattgefunden, keine Propaganda und kein Rauchverbot.  Und jetzt beobachten wir, wie in Frankreich drüben bald das letzte Bistro zumacht. Wir würden doch ambulante Psychiatrien hinüberschicken und irgend ein Psychologe würde einen "Morbus Gallium" diagnostizieren. Das durfte nicht passieren, deshalb die weltweite Gleichschaltung über und mit der WHO. Wenn etwas gleichzeitig und überall passiert, hält man es für normal. Das ist die Schwierigkeit, diese Taktik bewußt zu machen.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #127 - 21.05.13 um 20:48:20
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Ach ja, das nochmal:

Destruktor schrieb on 21.05.13 um 12:44:55:
[i]Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG, trieb eine Regelung voran, die den Weltkonzern in Deutschland zu einem Betrieb macht, in dem – ab 1. Juli 2007 – das Rauchen nur noch im Freien möglich ist.
http://www.nichtraucherschutz.de/zeitschrift_nichtraucher-info/nichtraucher-info...



Ist euch aufgefallen, dass uns der Zetsche damals einen Gefallen tat? Er ist zwar Nichtraucher des Jahres geworden, ist aber zur Preisverleihung nicht erschienen. Weshalb er auch auf dem Bild der Fehlende ist.

Seither wird der Nichtraucher des Jahres nicht mehr ermittelt. Wenigstens eine Zumutung weniger.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #128 - 22.05.13 um 00:00:33
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Quote:
Der Trick der Prohibitionisten war, weltweit gleichzeitig anzugreifen. Mit Pionierstaaten Irland und Kalifornien in USA.


Die USA und Deutschland haben eines gemeinsam; individuelle Bundeslaender/Staaten, die eine eigene "Regierung" haben.  In den USA herrscht keinesfalls ueberall das Rauchverbot wie in z.Bsp. Kalifornien.

Quote:
A smoking ban (either state or local) has been enacted covering all bars and restaurants in each of the 60 most populated cities in the United States except these 16: Arlington, Texas, Atlanta, Fort Worth, Jacksonville, Memphis, Miami, Las Vegas, Nashville, New Orleans, Oklahoma City, Philadelphia, Pittsburgh, Tampa, Tulsa, and Virginia Beach.[3][4]


Den "Erfolg" der USA wollen die Antiraucher ebenfalls in Deutschland; ein Bundesland (Staat) nach dem Anderen.... 

Quote:
Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der DaimlerChrysler AG, trieb eine Regelung voran, die den Weltkonzern in Deutschland zu einem Betrieb macht, in dem – ab 1. Juli 2007 – das Rauchen nur noch im Freien möglich ist.
http://www.nichtraucherschutz.de/zeitschrift_nichtraucher-info/nichtraucher-info....


Am 1.7.2007 wurde England total mit dem Rauchverbot ueberrannt;  Ploetzlich war dieses Rauchverbot da.
Mit Deutschland lief fuer die Antiraucher diesbezueglich wohl etwas schief.....

  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #129 - 22.05.13 um 14:28:30
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Meinrad schrieb on 21.05.13 um 18:55:07:
Ja lassen wir doch die Lieblings-Trulla mal zu Wort kommen:

Quote:
Zugleich plädierte sie darüber hinaus auch für ein Rauchverbot in Restaurants. Dagegen sollten Zigaretten in Kneipen und Bars aber weiterhin erlaubt sein.


Das war für die damalige Zeit äußerst moderat. Merkel als die Scharfmacherin zu brandmarken, der wir das alles zu verdanken haben, wäre mit Sicherheit falsch. Sage ich, der sie garantiert nicht wählt.

Der Trick der Prohibitionisten war, weltweit gleichzeitig anzugreifen. Mit Pionierstaaten Irland und Kalifornien in USA. Aber stellen wir uns mal vor, bei uns hätte all das nicht stattgefunden, keine Propaganda und kein Rauchverbot.  Und jetzt beobachten wir, wie in Frankreich drüben bald das letzte Bistro zumacht. Wir würden doch ambulante Psychiatrien hinüberschicken und irgend ein Psychologe würde einen "Morbus Gallium" diagnostizieren. Das durfte nicht passieren, deshalb die weltweite Gleichschaltung über und mit der WHO. Wenn etwas gleichzeitig und überall passiert, hält man es für normal. Das ist die Schwierigkeit, diese Taktik bewußt zu machen.







Du hast recht, aber was ist das für eine Kanzlerin, die sich dem WHO - Mainstream nicht entziehen kann ? Ich glaube nicht, daß das unter einem Kanzler Schröder oder Kohl passiert wäre.

Wenn doch, wäre das ein Grund für mich, das gesamte BRD - System infrage zu stellen, ich möchte definitiv nicht, daß die deutsche Politik vom Ausland aus gesteuert wird.
  
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #130 - 22.05.13 um 15:30:57
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Destruktor schrieb on 22.05.13 um 14:28:30:
Meinrad schrieb on 21.05.13 um 18:55:07:
Ja lassen wir doch die Lieblings-Trulla mal zu Wort kommen:

Quote:
Zugleich plädierte sie darüber hinaus auch für ein Rauchverbot in Restaurants. Dagegen sollten Zigaretten in Kneipen und Bars aber weiterhin erlaubt sein.


Das war für die damalige Zeit äußerst moderat. Merkel als die Scharfmacherin zu brandmarken, der wir das alles zu verdanken haben, wäre mit Sicherheit falsch. Sage ich, der sie garantiert nicht wählt.

Der Trick der Prohibitionisten war, weltweit gleichzeitig anzugreifen. Mit Pionierstaaten Irland und Kalifornien in USA. Aber stellen wir uns mal vor, bei uns hätte all das nicht stattgefunden, keine Propaganda und kein Rauchverbot.  Und jetzt beobachten wir, wie in Frankreich drüben bald das letzte Bistro zumacht. Wir würden doch ambulante Psychiatrien hinüberschicken und irgend ein Psychologe würde einen "Morbus Gallium" diagnostizieren. Das durfte nicht passieren, deshalb die weltweite Gleichschaltung über und mit der WHO. Wenn etwas gleichzeitig und überall passiert, hält man es für normal. Das ist die Schwierigkeit, diese Taktik bewußt zu machen.







Du hast recht, aber was ist das für eine Kanzlerin, die sich dem WHO - Mainstream nicht entziehen kann ? Ich glaube nicht, daß das unter einem Kanzler Schröder oder Kohl passiert wäre.

Wenn doch, wäre das ein Grund für mich, das gesamte BRD - System infrage zu stellen, ich möchte definitiv nicht, daß die deutsche Politik vom Ausland aus gesteuert wird.


Dann stell es in Frage. Schröder hat immerhin das WHO-Rahmeübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs unterzeichnet.
  

Unwillkommene Tatbestände sind von einer unbeweglichen Hartnäckigkeit, die durch nichts außer der glatten Lüge erschüttert werden kann. (Hannah Arendt)
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #131 - 22.05.13 um 15:51:24
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xila schrieb on 22.05.13 um 15:30:57:
Destruktor schrieb on 22.05.13 um 14:28:30:
Meinrad schrieb on 21.05.13 um 18:55:07:
Ja lassen wir doch die Lieblings-Trulla mal zu Wort kommen:

Quote:
Zugleich plädierte sie darüber hinaus auch für ein Rauchverbot in Restaurants. Dagegen sollten Zigaretten in Kneipen und Bars aber weiterhin erlaubt sein.


Das war für die damalige Zeit äußerst moderat. Merkel als die Scharfmacherin zu brandmarken, der wir das alles zu verdanken haben, wäre mit Sicherheit falsch. Sage ich, der sie garantiert nicht wählt.

Der Trick der Prohibitionisten war, weltweit gleichzeitig anzugreifen. Mit Pionierstaaten Irland und Kalifornien in USA. Aber stellen wir uns mal vor, bei uns hätte all das nicht stattgefunden, keine Propaganda und kein Rauchverbot.  Und jetzt beobachten wir, wie in Frankreich drüben bald das letzte Bistro zumacht. Wir würden doch ambulante Psychiatrien hinüberschicken und irgend ein Psychologe würde einen "Morbus Gallium" diagnostizieren. Das durfte nicht passieren, deshalb die weltweite Gleichschaltung über und mit der WHO. Wenn etwas gleichzeitig und überall passiert, hält man es für normal. Das ist die Schwierigkeit, diese Taktik bewußt zu machen.







Du hast recht, aber was ist das für eine Kanzlerin, die sich dem WHO - Mainstream nicht entziehen kann ? Ich glaube nicht, daß das unter einem Kanzler Schröder oder Kohl passiert wäre.

Wenn doch, wäre das ein Grund für mich, das gesamte BRD - System infrage zu stellen, ich möchte definitiv nicht, daß die deutsche Politik vom Ausland aus gesteuert wird.


Dann stell es in Frage. Schröder hat immerhin das WHO-Rahmeübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs unterzeichnet.






.....................  und traut sich nicht mehr, mit Zigarre aufzutreten :



Zitat :


Zu Beginn seiner Kanzlerschaft sah man ihn häufig mit Cohiba-Zigarre (http://www.spiegel.de/fotostrecke/debatte-um-rauchverbot-im-bundestag-erlaubt-fo...). Doch als die Kritik über ihn hereinbrach, ein SPD-Kanzler könne sich nicht mit teurer Zigarre und ebensolchen Anzügen präsentieren, waren die von Altkanzler Gerhard Schröder geschätzten Cohibas bald kein Thema mehr für die Öffentlichkeit.

Von der "Bild"-Zeitung wurde er nun in einem Interview (http://www.bild.de/politik/inland/gerhard-schroeder/interview-ein-hausmann-werde....) wieder einmal auf das Thema angesprochen. So werde Helmut Schmidt heute auf Parteitagen bereits dafür gefeiert, dass er sich eine Zigarette anstecke, stellt die Zeitung fest. Vielleicht komme der Tag, an dem die SPD juble, wenn Altkanzler Schröder die Cohiba-Zigarre auspacke? "Bei den Zigarren würde gar kein Beifall kommen und das würde ich mir auch nicht wünschen, weil es nicht gerade vorbildlich ist", antwortet Schröder und fügt hinzu: "Ich würde ja auch gerne haben, dass meine Kinder nie rauchen. Das ist der Grund, warum ich es zu Hause auch nicht tue." Nicht mal im Garten?, hakt die Zeitung nach. "Na ja, im Garten ... manchmal", antwortet Schröder lachend.

Für seine Büros gilt dieses selbstauferlegte Rauchverbot aber offenbar nicht, so hieß es schon 2011 im einem lesenswerten "Welt"-Portrait (http://www.welt.de/politik/deutschland/article13545222/Altkanzler-Gerhard-Schroe.... "Im Aschenbecher des Berliner Büros, das jedem Altkanzler zusteht, glimmt eine Zigarre vor sich hin, mit der er sich seit Jahren nicht mehr dort zeigt, wo man ihn damit filmen oder fotografieren könnte."




Alles sehr traurig, ich wünsche mir die 70er / 80er - Jahre zurück !



http://www.artofsmoke.de/tabakwelt/single/article/bedenklicher-sinneswandel.html


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Brigitte
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Hallo

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #132 - 22.05.13 um 19:51:47
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Quote:
Alles sehr traurig, ich wünsche mir die 70er / 80er - Jahre zurück !


Ich auch!!!!! 

Heutzutage lassen sich die Menschen viel zu leicht veraengstigen und noch viel leichter verarschen.  Tabakkontrolle haette man in den 70-igern und 80-iger Jahren zum Teufel gejagt!!!!
  
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Destruktor
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #133 - 23.05.13 um 14:44:33
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Meinrad schrieb on 21.05.13 um 18:55:07:
Ja lassen wir doch die Lieblings-Trulla mal zu Wort kommen:

Quote:
Zugleich plädierte sie darüber hinaus auch für ein Rauchverbot in Restaurants. Dagegen sollten Zigaretten in Kneipen und Bars aber weiterhin erlaubt sein.


Das war für die damalige Zeit äußerst moderat. Merkel als die Scharfmacherin zu brandmarken, der wir das alles zu verdanken haben, wäre mit Sicherheit falsch. Sage ich, der sie garantiert nicht wählt.

Der Trick der Prohibitionisten war, weltweit gleichzeitig anzugreifen. Mit Pionierstaaten Irland und Kalifornien in USA. Aber stellen wir uns mal vor, bei uns hätte all das nicht stattgefunden, keine Propaganda und kein Rauchverbot.  Und jetzt beobachten wir, wie in Frankreich drüben bald das letzte Bistro zumacht. Wir würden doch ambulante Psychiatrien hinüberschicken und irgend ein Psychologe würde einen "Morbus Gallium" diagnostizieren. Das durfte nicht passieren, deshalb die weltweite Gleichschaltung über und mit der WHO. Wenn etwas gleichzeitig und überall passiert, hält man es für normal. Das ist die Schwierigkeit, diese Taktik bewußt zu machen.







Zitat :


Für Gastronomen ist der überfallartige Anspruch des Staates, unter großen materiellen Opfern an seinen neuen Konzepten zur Bürgerbevormundung mitzuwirken, bisher in ihrem Berufsbild nicht angelegt. Ebenso wenig waren sie bisher angehalten, den Alkoholkonsum ihrer Gäste kritisch zu begleiten.
Die Regel, an die der Gesetzgeber sich halten könnte, lautet im Alltagsverständnis der Bürger so: Wenn der Schutz des einen vor den schädlichen Gewohnheiten des andern einen Dritten im Markt die Existenz kosten kann, dann stehen Bürgerrechte zur Disposition, die der Staat zu schützen hätte.
Der Nichtraucherschutz ist nur ein Schauplatz der neuen Hypermoral.




http://hottelling.net/2007/11/26/studie-von-chd-expert-uber-gastro-rauchverbot-j...



Wer ist "der Staat" ?

Klar, die Regelungen in der Gastronomie sind Ländersache, aber irgend jemand muß den Hyperaktivismus in Deutschland damals - 2006 / 2007 - doch "koordiniert" haben.

Und wer sollte diese zentrale Figur denn gewesen sein, wenn nicht Merkel ?

Oder war es doch diese Gruselfigur :



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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #134 - 23.05.13 um 17:09:21
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Und heute konnte man in der Online-Presse lesen, dass der regnerische Frühling den Biergartenbetreibern die Bilanz verhagele.

Nun, das ganze war doch vorauszusehen und es geht mir, gelinde gesagt, am Allerwertesten vorbei. Zudem hat man ja die Rauchverbotsbefürworter vor solchen Verlusten gewarnt.

Auch konnte ich vor kurzem in der Online-Presse lesen, dass ein britischer Bürgermeister einen Antrag stellte, der es ermöglichen sollte, dass man wieder mit Alkohol im Blut autofahren dürfe. Als Grund gab er an, dass eben viele Briten in der Ortschaft wegen der Promillegrenzen lieber ihren Whiskey zu Hause trinken und dabei vereinsamen. Die Folge sind häufigere Depressionen und Selbstmorde.

Ich denke, dass dies eher eine Folge der Rauchverbote ist.

Gruß
Gerhard
  
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altneuland
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sebastian rettet eine untergehende "gast"stätte
Antwort #135 - 04.06.13 um 20:55:01
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(gesehen auf RIS)
« Zuletzt geändert: 04.06.13 um 21:00:48 von altneuland »  
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RaucherHB
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #136 - 04.06.13 um 21:04:08
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Oha, mit großer Gefolgschaft! Oder mopst er aus Rache nur die Sandsäcke, weil er in der Kneipe Hausverbot hat?
« Zuletzt geändert: 04.06.13 um 21:21:50 von RaucherHB »  

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Werner Paul
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #137 - 11.11.13 um 21:57:28
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Habe heute die letzte Hälfte von "Plasberg" gesehen. Da war ein gewisser Walter Sittler (so ziemlich grün-roter Journalist und Autor) dabei. Kommt mir so vor, als sähe man ihn zunehmend öfter im TV - muss ja auch Bücher verkaufen. Es ging unter anderem um Volksentscheide und es ist ihm als Befürworter für niedrige Quoren ein guter "Beweis" gelungen:
Dadurch hätten die Bayern das beste "Antiraucher- ähm Nichtraucherschutzgesetz" bekommen (Zitat ausser "ähm" wörtlich).
  

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Destruktor
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #138 - 12.11.13 um 14:57:13
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Werner Paul schrieb on 11.11.13 um 21:57:28:
Habe heute die letzte Hälfte von "Plasberg" gesehen. Da war ein gewisser Walter Sittler (so ziemlich grün-roter Journalist und Autor) dabei. Kommt mir so vor, als sähe man ihn zunehmend öfter im TV - muss ja auch Bücher verkaufen. Es ging unter anderem um Volksentscheide und es ist ihm als Befürworter für niedrige Quoren ein guter "Beweis" gelungen:
Dadurch hätten die Bayern das beste "Antiraucher- ähm Nichtraucherschutzgesetz" bekommen (Zitat ausser "ähm" wörtlich).






Sittler ist Schauspieler und Anti - Stuttgart 21 - "Führer" :



Stuttgart - Er gilt als einer der prominentesten Gegner des milliardenschweren Bauprojekts Stuttgart 21: Walter Sittler, 57, Schauspieler. Bei Demonstrationen gegen den Umbau des Bahnhofs in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs gab er auch schon mal das Kommando zum "Schwabenstreich", dem lautstarken Trillerpfeifenprotest - nun will die Landes-CDU ihn offenbar mit fragwürdigen Methoden in Verruf bringen.


Dass sein Vater ein Nazi war, hatte Sittler nicht verschwiegen. Dennoch wies Baden-Württembergs CDU-Generalsekretär Thomas Strobl nun noch einmal ausdrücklich auf dieses Kapitel in Sittlers Familiengeschichte hin - und löste damit Empörung aus. In einem Newsletter veröffentlichte Strobl ein Foto Sittlers und die Bildzeile: "Sein Vater war Nazi-Funktionär und arbeitete für Reichspropagandaminister Joseph Goebbels: Walter Sittler, Propagandist der S21-Bewegung."




Ein selbstgerechtes Arschloch.



http://www.spiegel.de/politik/deutschland/s21-gegner-sittler-nazi-vergleich-von-...
« Zuletzt geändert: 12.11.13 um 14:57:37 von Destruktor »  
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Werner Paul
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #139 - 12.11.13 um 21:45:03
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Destruktor schrieb on 12.11.13 um 14:57:13:
Werner Paul schrieb on 11.11.13 um 21:57:28:
Habe heute die letzte Hälfte von "Plasberg" gesehen. Da war ein gewisser Walter Sittler (so ziemlich grün-roter Journalist und Autor) dabei. Kommt mir so vor, als sähe man ihn zunehmend öfter im TV - muss ja auch Bücher verkaufen. Es ging unter anderem um Volksentscheide und es ist ihm als Befürworter für niedrige Quoren ein guter "Beweis" gelungen:
Dadurch hätten die Bayern das beste "Antiraucher- ähm Nichtraucherschutzgesetz" bekommen (Zitat ausser "ähm" wörtlich).






Sittler ist Schauspieler und Anti - Stuttgart 21 - "Führer" :



Stuttgart - Er gilt als einer der prominentesten Gegner des milliardenschweren Bauprojekts Stuttgart 21: Walter Sittler, 57, Schauspieler. Bei Demonstrationen gegen den Umbau des Bahnhofs in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs gab er auch schon mal das Kommando zum "Schwabenstreich", dem lautstarken Trillerpfeifenprotest - nun will die Landes-CDU ihn offenbar mit fragwürdigen Methoden in Verruf bringen.


Dass sein Vater ein Nazi war, hatte Sittler nicht verschwiegen. Dennoch wies Baden-Württembergs CDU-Generalsekretär Thomas Strobl nun noch einmal ausdrücklich auf dieses Kapitel in Sittlers Familiengeschichte hin - und löste damit Empörung aus. In einem Newsletter veröffentlichte Strobl ein Foto Sittlers und die Bildzeile: "Sein Vater war Nazi-Funktionär und arbeitete für Reichspropagandaminister Joseph Goebbels: Walter Sittler, Propagandist der S21-Bewegung."




Ein selbstgerechtes Arschloch.



http://www.spiegel.de/politik/deutschland/s21-gegner-sittler-nazi-vergleich-von-...


Danke für die Aufklärung.
Ich habe mittlerweile selbst gemerkt, woher ich das Gesicht hauptsächlich kannte.
Was sein Vater war, kann ich ihm nicht anlasten. Und auch die Position zu Stuttgart 21 ist sehr umstritten.
Aber die zitierte Aussage "Antiraucher- ähm Nichtraucherschutzgesetz" finde ich doch sehr bemerkenswert.

  

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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #140 - 23.05.14 um 15:47:00
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Mal was zum geniessen in Nürnberg. EIne der größten Diskos Nürnbers am Stadtrand macht dicht, weil angeblich die Gäste in die Innenstadt abwandern.

http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/ausgefeiert-diskothek-planet-macht-dic...

Allerdings machen in der Nürnberger Innenstadt die Kneipen dicht, weil die Gäste angeblich in die Aussenbezirke abwandern.

Warum schreiben die nicht einfach die Wahrheit = das Rauchverbot.  Ärgerlich
  

"Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird." (Le Bon, Psychologie der Massen)
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #141 - 28.05.14 um 19:52:06
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SPIEGEL:Party-Logbuch München: "Man kann hier trotzdem Spaß haben"

Auf gut deutsch. Stinklangweilig.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/party-in-muenchen-so-feiern-die-bayer...
  

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Ingo
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Re: (Bald) 5 Jahre Rauchverbot
Antwort #142 - 19.08.15 um 10:32:53
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Und hier eine weiterer (Propaganda)-Artikel, wie toll das Rauchverbot ist:

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/politik/Neue-Gaeste-statt-Kneipensterben;art43...


Gruß

Ingo
  
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