Normales Thema Ein Pharmalobbyist (Gelesen: 178 mal)
ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Ein Pharmalobbyist
Antwort #6 - 26.02.18 um 21:52:30
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Siehe von 2012:

Quote:
Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn, wertete die Entwicklung positiv. „Im Ergebnis heißt das: Rauchen ist uncool und teuer“, sagte er der Zeitung.


Passt alles. Immerhin: Dieses Forum hat ihn 2009 schon als Bundesdrogenbeauftragten und für die letzte Wahlperiode als Gesundheitsminister gesehen; so hat es wenigstens etwas länger gedauert.
Und das soll die personelle Zukunft der CDU sein...
« Zuletzt geändert: 26.02.18 um 21:52:51 von ChristophL »  
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Feuerstein
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Hallo

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Jens Spahn: Ein Pharmalobbyist...
Antwort #5 - 26.02.18 um 17:46:15
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soll Gesundheitsminister werden.

Quote:
Damit schlägt die Bundeskanzlerin zwei Fliegen mit einer Klappe: Erstens kann sie so ihr Kabinett verjüngen. Zweitens bindet sie den rechtskonservativen Spahn, der sich als wortgewandter Kritiker ihrer Politik profiliert hat, in die Kabinettsdisziplin ein – getreu der bewährten Devise, mit der uns der Mafiaboss Don Corleone aus dem Roman „Der Pate“ vertraut gemacht hat:

    “Keep your friends close, but keep your enemies closer.“

Hinzu kommt, dass der umtriebige Spahn über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit der Pharma- und Medizinindustrie verfügt. Im Jahre 2006 gründete der damals 26-jährige Karrierist mit seinem Freund, dem damaligen Leiter seines Abgeordnetenbüros, Markus Jasper, sowie dem Lobbyisten Max Müller eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), über die er jahrelang an „Politas“, einer Lobbyagentur für Pharmaklienten, beteiligt war, obwohl er bereits ab 2009 dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages angehörte.


http://www.nachdenkseiten.de/?p=42606#top
  
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Dies ist durchaus ein
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Re: Ein Pharmalobbyist
Antwort #4 - 14.02.13 um 07:55:02
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ChristophL schrieb on 13.02.13 um 12:39:45:
Prohibionist und Pharmafreund Spahn äußert sich wieder:

Quote:
Eltern von jugendlichen Rauschtrinkern sollen nach dem Willen des CDU-Gesundheitsexperten Jens Spahn eine Gebühr für den Krankenhausaufenthalt ihrer Kinder zahlen. "Man sollte die Eltern pauschal mit 100 Euro an den Behandlungskosten beteiligen, um sie an ihre Verantwortung zu erinnern", sagte Spahn der "Rheinischen Post".




Der CDU-Scharfmacher: "Die stark steigende Zahl jugendlicher Komatrinker, die in deutschen Krankenhäusern eingeliefert werden, ist nicht hinnehmbar.."

Und wie sieht es in Wirklichkeit aus? Laut Statistischem Bundesamt gibt es 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr ! Damit ist die Zahl der Betroffenen leicht angestiegen.

So machen Prohibitionisten Stimmung!
  
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Raucherhusten
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Re: Ein Pharmalobbyist
Antwort #3 - 13.02.13 um 18:46:43
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G-H-L schrieb on 13.02.13 um 18:21:55:
ChristophL schrieb on 13.02.13 um 12:39:45:
Prohibionist und Pharmafreund Spahn äußert sich wieder:

Quote:
Eltern von jugendlichen Rauschtrinkern sollen nach dem Willen des CDU-Gesundheitsexperten Jens Spahn eine Gebühr für den Krankenhausaufenthalt ihrer Kinder zahlen. "Man sollte die Eltern pauschal mit 100 Euro an den Behandlungskosten beteiligen, um sie an ihre Verantwortung zu erinnern", sagte Spahn der "Rheinischen Post".


Quelle



Im Focus gibt es sogar eine Menge Kommentatoren, die den Eltern solcher Kinder sogar ein Fahrverbot verhängen würden.
Wenn es so weitergeht, dann werden die Eltern ihre Alkoholvorräte im Waffenschrank lagern müssen. Sonst ergeht es den Eltern vielleicht noch, wie dem Vater des Amokläufers in Winnenden.

Gruß
Gerhard

Und somit sind wir beim Prinzip der Sippenhaft angekommen  Ärgerlich
  

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G-H-L
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Re: Ein Pharmalobbyist
Antwort #2 - 13.02.13 um 18:21:55
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ChristophL schrieb on 13.02.13 um 12:39:45:
Prohibionist und Pharmafreund Spahn äußert sich wieder:

Quote:
Eltern von jugendlichen Rauschtrinkern sollen nach dem Willen des CDU-Gesundheitsexperten Jens Spahn eine Gebühr für den Krankenhausaufenthalt ihrer Kinder zahlen. "Man sollte die Eltern pauschal mit 100 Euro an den Behandlungskosten beteiligen, um sie an ihre Verantwortung zu erinnern", sagte Spahn der "Rheinischen Post".


Quelle



Im Focus gibt es sogar eine Menge Kommentatoren, die den Eltern solcher Kinder sogar ein Fahrverbot verhängen würden.
Wenn es so weitergeht, dann werden die Eltern ihre Alkoholvorräte im Waffenschrank lagern müssen. Sonst ergeht es den Eltern vielleicht noch, wie dem Vater des Amokläufers in Winnenden.

Gruß
Gerhard
  
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ChristophL
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Freier Rauch statt Rauchfrei!

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Re: Ein Pharmalobbyist
Antwort #1 - 13.02.13 um 12:39:45
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Prohibionist und Pharmafreund Spahn äußert sich wieder:

Quote:
Eltern von jugendlichen Rauschtrinkern sollen nach dem Willen des CDU-Gesundheitsexperten Jens Spahn eine Gebühr für den Krankenhausaufenthalt ihrer Kinder zahlen. "Man sollte die Eltern pauschal mit 100 Euro an den Behandlungskosten beteiligen, um sie an ihre Verantwortung zu erinnern", sagte Spahn der "Rheinischen Post".


Quelle

« Zuletzt geändert: 13.02.13 um 12:42:21 von ChristophL »  
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Meinrad
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Wider das tierische Abstinenzlertum
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Ein Pharmalobbyist
01.12.12 um 10:38:33
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Im Zusammenhang mit der Mollath-Affäre ist nun auch ein schräges Licht auf einen anderen CDU-Abgeordneten gefallen, der unlängst als Pharma-Lobbyist enntarnt wurde:

http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2012/11/cdu-gesundheitsexperte-brisant...

Dabei ist Jens Spahn kein kleines Licht. Wikipedia weiß:

Quote:
Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er seit November 2005 stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Gesundheit. Er war Mitglied in der Koalitions-Arbeitsgruppe von CDU/CSU und SPD, die die Gesundheitsreform 2007 vorbereitete. Seit 2009 ist er Vorsitzender der Arbeitsgruppe Gesundheit und Gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.


Also wohl der kommende Gesundheitsminister, wenn dieser von der CDU gestellt wird. 

Keine Frage, was das bedeutet: während der gesamten Rauchverbotsdebatte ab 2005 war auf CDU-Seite an führender Stelle ein Pharma-Lobbyist aktiv, der als solcher nicht erkennbar war. Natürlich ist das ein Skandal erster Güte, der uns hier allerdings wenig überrascht.

In diesem Zusammenhang ist das öffentliche Wirken Spahns wenig sichtbar, allerdings ist das auch nicht zwingend. Er konnte ja im Hintergrund wirken.

Er hat aber an anderer Stelle seine Handschrift hinterlassen: bei der Ausschaltung des Pharma-Kritikers Sawicki war er der führende Kopf :

http://www.heise.de/tp/artikel/31/31671/1.html

Peter Sawicki wurde inzwischen unter dubiosen Umständen aus dem Amt gedrängt, gegen den Willen der Kassen und der Ärzte:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/iqwig-chef-sawicki-oberster-arzneimit...

Was das heißt, dürfte klar sein: die Pharmaindustrie kann jetzt tun und lassen, was sie will. Staatliche Aufsicht gibt es nicht mehr und die Presse frisst ihr aus der Hand. Da ist sie nämlich der Werbemonopolist im Lifestyle-Bereich, seit dem Werbeverbot für Tabakwaren. Wie doch eins ins andere greift.

Das mal für's erste. Ich denke mal, es gibt noch deutlich mehr Interessantes über Jens Spahn zu sagen.

Im Faden ist noch Platz.

Gruß Meinrad

  
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