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Sehr heißes Thema (mehr als 50 Antworten) Rauchverbot in der Mietwohnung (Gelesen: 9.457 mal)
ChristophL
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #122 - 15.04.14 um 00:17:44
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Witwer Friedhelm hat zwischenzeitlich eine Freundin - ebenfalls Raucherin. Nächster Prozesstermin vor dem Düsseldorfer Landgericht ist Donnerstag, der 22. Mai, 9.30h.
  
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xila
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #121 - 01.02.14 um 19:58:00
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Der vom Amtsrichter behauptete Formfehler war nach Auffassung des Landgerichts gar keiner, wenn dieser Bericht hier die Sache inhaltlich korrekt wiedergeben sollte:

Quote:
Der Amtsrichter, der in der ersten Instanz Raucher Friedhelm vor die Tür setzen wollte, holte sich gestern seine Schlappe höchstpersönlich ab. Er selbst hatte wegen einer Formalie gegen den Rentner entschieden.

Die damalige Anwältin habe zu spät einen Schriftsatz abgegeben. Das Landgericht widersprach und machte ihm dann klar: Dass ausgerechnet der Experte eine wichtige Formalie übersehen hatte.

Nämlich dass zwischen Abmahnung, das Rauchen zu unterlassen und der späteren Kündigung über ein Jahr Zeit verstrichen war. Das sei, so das Landgericht, viel zu lang. Damit hat das Landgericht das Urteil des Amtsrichters aufgehoben.


http://www.express.de/duesseldorf/rauchender-rentner-friedhelm-triumph-mit-helmu...

  

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ChristophL
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #120 - 30.01.14 um 20:31:02
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xila schrieb on 30.01.14 um 18:47:25:
Ist es nicht auffallend, daß im Urteil der ersten Instanz darauf gepocht wurde, daß Adolfs und seine Anwältin Fristen nicht eingehalten hätten, aber das, was das Landgericht jetzt bei der Klägerseite kritisiert, der Aufmerksamkeit des Richters völlig entgangen ist?


So ist es. Vielleicht nur wegen eines Formfehlers erst soweit in die Bredouille geraten, und umgekehrt wegen einer formalen Nachlässigkeit womöglich wieder gerettet.
  
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xila
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #119 - 30.01.14 um 18:47:25
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Ist es nicht auffallend, daß im Urteil der ersten Instanz darauf gepocht wurde, daß Adolfs und seine Anwältin Fristen nicht eingehalten hätten, aber das, was das Landgericht jetzt bei der Klägerseite kritisiert, der Aufmerksamkeit des Richters völlig entgangen ist?

Noch ist das Urteil nicht gesprochen, aber das hier:

Quote:
Richter Ralf Wernscheid stellte sich zunächst auf die Seite von Friedhelm Adolfs. Er begründete das ausführlich. Zum einen würde Rauch nach den Gesetzen der Logik nach oben steigen und nicht zur Seite. Bei dem Rauch würde es sich außerdem um eine Geruchsbelästigung und nicht um eine Gesundheitsgefährdung handeln.


http://www.express.de/duesseldorf/prozess-aktuell-richter-stellt-sich-auf-seite-...

ist ähnlich aussagekräftig wie das, womit der Richter der ersten Instanz die Verweigerung der Prozeßkostenhilfe begründet hatte.

Das sieht gut aus für Friedhelm Adolfs.
  

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ChristophL
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #118 - 30.01.14 um 18:40:20
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Quote:
Der Vorsitzende Richter Ralf Wernscheid spielte mehrere Argumente durch. Viele sprechen für Adolfs: Rauchen in der eigenen Wohnung sei erlaubt. In Adolfs Fall sei die Gesundheitsgefährdung durch Rauch im Treppenhaus nicht belegt. Er verdünne sich ja nach oben, sei dann höchstens Belästigung. Adolfs habe bestritten, dass er zu wenig lüfte. Und wenn eine Abdichtung der Wohnungstür Qualm im Flur verhindere, sei eine Kündigung nicht verhältnismäßig.


Quelle

Der Richter bestreitet also zwar nicht grundsätzlich die Passivrauchlüge, schließt sich aber auch nicht dem Ein-Molekül-Wahnsinn der Tabakbekämpfung an.
  
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ChristophL
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #117 - 30.01.14 um 18:37:31
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Beim WDR dazu ein Video. Netzwerk Rauchen konnte nicht selbst anwesend sein, aber Vertreter einer unserer Partnerorganisationen aus "NRW genießt!" waren dort und unter den gezeigten Gratulanten.
  
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Ingo
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #116 - 30.01.14 um 08:26:12
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Liebe Mitleser,

hier der erste "Zwischenbericht" zu der Berufsverhandlung von Herrn Adolfs:

http://www.express.de/duesseldorf/prozess-aktuell-richter-stellt-sich-auf-seite-...


Gruß

Ingo
  
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ChristophL
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #115 - 08.01.14 um 21:08:36
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Artikel zu Friedhelm aus dem vergangenen Monat

Neuer Verhandlungstermin - der ja vor einigen Wochen auf Facebook schon die Runde machte - ist der 30. Januar.
  
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mueller1965
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #114 - 03.10.13 um 09:07:27
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Hier noch ein interessante Ausführung zum Urteil und der Rechtslage die aktuell Fakt ist:http://www.haus-und-grund-gettorf.de/index.php/urteile/42-rauchverbot-in-der-woh...
  

Kultivierte bedauern nie einen Genuß Unkultivierte wissen überhaupt nicht, was ein Genuß ist. (Oscar Wilde)
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ChristophL
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #113 - 16.09.13 um 11:58:01
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Rede Friedhelms Adolfs auf der Düsseldorfer Kundgebung:

« Zuletzt geändert: 16.09.13 um 12:00:43 von ChristophL »  
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G-H-L
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #112 - 05.09.13 um 17:23:11
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Zora schrieb on 03.09.13 um 20:57:02:
Die Schriftstellerin Monika Maron dazu:

Quote:
Maron: Also kein Nichtraucherschutz, sondern nur Belästigung. Und da fallen mir noch andere Dinge ein, die man vor Gericht zerren könnte. Eklige Parfums etwa, der Geruch von Kohl und Hammel oder halbnackte fette Menschen im Sommer.


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-105648283.html


Nun, das sagt ja wohl alles. Es wird nicht mehr lange dauern und die bloße Anwesenheit eines anderen Menschen, der es sich erlaubt giftiges Kohlendioxid auszuatmen wird als Belästigung angesehen. Der Gesetzgeber mußte ja schon einschreiten, weil ja schon Kündiungen wegen Kinderlärm ausgesprochen wurden.

Gruß
Gerhard
  
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #111 - 03.09.13 um 20:57:02
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Die Schriftstellerin Monika Maron dazu:

Quote:
Maron: Also kein Nichtraucherschutz, sondern nur Belästigung. Und da fallen mir noch andere Dinge ein, die man vor Gericht zerren könnte. Eklige Parfums etwa, der Geruch von Kohl und Hammel oder halbnackte fette Menschen im Sommer.


http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-105648283.html
  

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Dies ist durchaus ein
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #110 - 17.08.13 um 04:39:35
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Destruktor schrieb on 17.08.13 um 00:18:57:
Klar, die USA sind bisher noch Vorreiter :


Zitat :


Doch die Luft wird auch für Raucher wie Hank Moody oder Sean Penn immer dünner. Der kalifornische Parlamentarier Marc Levine hat eine Gesetzesvorlage eingereicht, die das Rauchen in den eigenen vier Wänden verbieten soll. Betroffen sind Raucher in Mehrfamilien- und Apartmenthäuser; in frei stehenden Häuser darf weiterhin geraucht werden – zumindest noch. Das Rauchverbot in Mehrfamilienhäuser begründet Levine mit dem Argument, dass alle Bewohner des Gebäudes automatisch zu Passivraucher werden würden, wenn sich jemand eine Kippe ansteckt, da der Zigarettenrauch auch durch Wände und Decken drückt. Dies wäre vor allem für Kinder gesundheitsgefährdend, glaubt der kalifornische Parlamentarier.


Aber es ist doch offensichtlich, daß das Urteil von Düsseldorf der Startschuß für Deutschland war.

Mal sehen, wie es weiter geht.      Zunge


http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/03/06/kalifornien-will-das-rauchen-in...


Den Kommentar von Rübezahl 99 zu dem Beitrag finde ich recht passend:

"Nur die Ruhe bewahren !!
„Wir können sie nicht zwingen, die Wahrheit zu sagen, wir können sie aber dazu bringen, immer dreister zu lügen.”

Ulrike Meinhof, RAF-Mitglied (1934-1976) "

  
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Destruktor
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #109 - 17.08.13 um 00:18:57
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ChristophL schrieb on 15.08.13 um 15:11:28:
Destruktor schrieb on 15.08.13 um 14:12:16:
xila schrieb on 14.08.13 um 19:01:19:
ChristophL schrieb on 13.08.13 um 20:44:48:
Hier ein Trittbrettfahrer-Fall, wo man sich rauchender Mieter entledigen will (Bayern).


Davon wird es vermutlich demnächst noch mehr geben, wie man auch dem Artikel entnehmen kann:

Quote:
„Die vielen Anfragen, die uns erreichen, kamen bislang nicht von besorgten rauchenden Mietern, sondern ausschließlich von Nichtrauchern, die jetzt gegen ihre rauchenden Nachbarn vorgehen wollen“, berichtet Dorothea Modler vom Mieterverein.






Ja, das entwickelt jetzt eine atemberaubende Eigendynamik.

Deutschland will offenbar beim Thema Rauchverbote in Privatwohnungen eine Vorreiterrolle spielen.

Wird Zeit, über Auswanderung nachzudenken.


Die Vorreiterolle haben da eher Teile der angelsächsischen Welt oder Skandinaviens inne. Und, wie schon ein anderer Forist kürzlich zum Thema Auswanderung anmerkte, wir haben es hier mit einem weltweiten Phänomen zu tun, dem man grundsätzlich nicht entkommen kann. Auch wenn man es privat für sich etwas lindern kann, siehe Joe Jackson, der durch zwei Umzüge innerhalb weniger Jahre dem totalen Rauchverbot in der Gastronomie bisher erfolgreich entkommen konnte, was seinen Erstwohnsitz anbelangt.






Klar, die USA sind bisher noch Vorreiter :



Zitat :


Doch die Luft wird auch für Raucher wie Hank Moody oder Sean Penn immer dünner. Der kalifornische Parlamentarier Marc Levine hat eine Gesetzesvorlage eingereicht, die das Rauchen in den eigenen vier Wänden verbieten soll. Betroffen sind Raucher in Mehrfamilien- und Apartmenthäuser; in frei stehenden Häuser darf weiterhin geraucht werden – zumindest noch. Das Rauchverbot in Mehrfamilienhäuser begründet Levine mit dem Argument, dass alle Bewohner des Gebäudes automatisch zu Passivraucher werden würden, wenn sich jemand eine Kippe ansteckt, da der Zigarettenrauch auch durch Wände und Decken drückt. Dies wäre vor allem für Kinder gesundheitsgefährdend, glaubt der kalifornische Parlamentarier.



Aber es ist doch offensichtlich, daß das Urteil von Düsseldorf der Startschuß für Deutschland war.

Mal sehen, wie es weiter geht.      Zunge



http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2013/03/06/kalifornien-will-das-rauchen-in...
« Zuletzt geändert: 17.08.13 um 00:23:10 von Destruktor »  
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ChristophL
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Re: Rauchverbot in der Mietwohnung
Antwort #108 - 16.08.13 um 21:22:41
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SoSch schrieb on 15.08.13 um 15:36:23:
Nein, es ist nicht Zeit über Auswanderung nachzudenken, sondern allerhöchste Zeit darüber nachzudenken, wie man gegen diesen Volksverhetzerrotz gerichtlich vorgehen kann!

Könnte nicht Netzwerk Rauchen die Koordination für Kampagnien übernehmen?
Klar kostet das Geld. Aber ich denke, die meisten hier wären sicher bereit für publikumswirksame Gegenmaßnahmen einige €uronen zu überweisen. Abgesehen davon, könnte man ja auch versuchen Sponsoren aufzutreiben. Die Gegenseite macht´s nicht anders und ist überall mit ihren Hetzparolen präsent.

Wir sollten nicht nur posten wie furchtbar inzwischen alles ist, und dass es noch schlimmer wird, sondern endlich aufstehen und auf Plakatwänden, in Zeitungen, im TV usw. unseren Unmut kundtun. Wir lassen uns doch seit Jahren  abwatschen, während die anderen die ganze Welt zumüllen.

Einer alleine kann gar nichts ausrichten, aber in einem starken Verbund wird man nicht so leicht überhört.

Gruß SoSch



Das ist natürlich ein Zweck von Netzwerk Rauchen und wir haben in den vergangenen Jahren die ein oder andere Medienpräsenz in diesem Sinne erlangt, eigene Materialien verbreitet usw. Im Gegensatz zu manchen anderen, kurzlebigen Initiativen sind wir seit vielen Jahren ununterbrochen dabei. Derzeit läuft über das Aktionsbündnis "NRW genießt!" viel in NRW, wo wir natürlich auch Protestierende einladen und auffordern, sich unserem, breiteren, Kampf anzuschließen.

  
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